Dalai Lama

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koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@asterrix:
Sorry, aber das ist einfach nur Falsch.

Gott ist so groß, dass er sich so erniedrigt hat und als Baby auf die Erde kam, das ist die Wahrheit.

Alles was diesen menschgewordenen Gott und sein Erlösungswerk ablehnt, hat nichts mit dem einzig wahren Gott zu tun.
Das ist Dein Glaube.
Glauben heisst, nicht wissen.
Folglich kannst Du auch nicht von Wahrheit sprechen.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@Esperanto:
@esperanto:

Zitat:koenigstochter hat folgendes geschrieben:@Esperanto:


Zitat:Also du störst dich vor allem an Dogmen, wenn ich das richtig verstanden habe?


Ja, ich denke Du hast mich richtig verstanden.


Und das liegt aber nicht etwa an deinem Ich, an deinem Willen, der sich gegen Bevormundung wehrt?

Doch!

Ja aber ist denn der Buddhismus nicht ein Feind des eigenen Wollens?
Nein.

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Pit
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Beitrag von Pit »

Hallo koenigstochter,

ich habe hier zwar nicht alle Beiträge gelesen, aber den Thread so mehr oder weniger intensiv mitverfolgt.

Ich habe da noch einige Fragen bzw. Anmerkungen bezüglich des Buddhismus:
- Wenn Buddhisten (und auch Hindus) "sozial" handeln, um ihr "negatives" Karma für das nächste Leben zu verringern oder bestmöglich sogar das "Nirvana" zu erlangen, wie sieht es dann de facto mit dem echten (!) sozialen Handeln aus?
Eine Bekannte von mir war ein Jahr Missionarin auf Zeit in Indien und ihr fiel auf, daß traditionell lebende Hindus allenfalls gegenüber Armen und Bedürftigen der eigenen Kaste sozial dachten, ansonsten war es sowieso "logisch", das die das Schicksal "verdient" hatten - im Sinne von Anhäufung negativen Karmas - und somit selber Schuld waren.
Und - unabhängig vom hinduistischen Kastendenken - ist es nicht sogar fatalistisch, wenn ich die Überzeugung vertrete, daß ich Leid habe, weil ich im vergangenen Leben zu viel "nagatives" Karma auf mich geladen habe. Denn dann bin ich ja selber Schuld, muss die Schuld in diesem Leben "abtragen" und habe folglich keine Chance - un warscheinlich auch kein Interesse daran - gegen dieses "Schicksal" anzugehen.Oder?

- Wenn es so ist- wie ich in einem Buch über den Buddhismus gerade lese -, daß die Buddhisten überzeugt sind, daß man negatives Karma möglichst im nächsten Leben "ableisten" muss, die "Seele" in einen neuen Körper "wandert", aber sich nicht an das vorherige Leben erinnern kann -- welchen Sinn macht das Ganze dann?
Dann würde ich doch (mangels Erfahrung und Wissen) quasi wieder (vieleicht die selben) Fehler machen, Karma auf mich laden und wieder wiedergeboren werden usw. usw.? Oder?

Gruß, Pit
carpe diem - Nutze den Tag !

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asderrix
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Beitrag von asderrix »

koenigstochter hat geschrieben:@asterrix:
Sorry, aber das ist einfach nur Falsch.

Gott ist so groß, dass er sich so erniedrigt hat und als Baby auf die Erde kam, das ist die Wahrheit.

Alles was diesen menschgewordenen Gott und sein Erlösungswerk ablehnt, hat nichts mit dem einzig wahren Gott zu tun.
Das ist Dein Glaube.
Glauben heisst, nicht wissen.
Folglich kannst Du auch nicht von Wahrheit sprechen.
Schau in die Bibel was dort über Wissen und Wahrheit steht!
Glauben ist ein Überzeugt sein von Dingen die man nicht sieht!
(Beispiel: Bericht von dem Tsunamie, das glaubte ich obwohl ich es nicht wusste, nachprüfen konnte, was ist schlimm daran?)
Ich kann von der Wahrheit sprechen weil mein Herr der einzige ist der unwidersprochen sagen konnte „Ich bin die Wahrheit“!

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

koenigstochter hat geschrieben:Glauben heißt, nicht wissen.
Ganz falsch. Zu hoffen heißt, (noch) nicht zu wissen. Zu glauben bedeutet zu wissen, feste Gewißheit zu haben.
koenigstochter hat geschrieben:Folglich kannst Du auch nicht von Wahrheit sprechen.
Unabhängig von der Richtkeit des Obersatzes ist diese Folgerung nicht nur falsch, sie ist überhaupt keine Folgerung, da sie mit dem Obersatz in keinerlei logischem Zusammenhange steht. Es fehlt der Untersatz als logisches Bindeglied, etwa: »Nur wer weiß, kann von Wahrheit reden.« Dann hättest du wenigstens einen formal sinnvollen logischen Schluß.

Falsch wäre die resultierende Aussage dennoch, weil Ober- und Untersatz falsch sind. Zum Obersatz habe ich das eben schon erklärt; der (von mir formulierte) Untersatz ist eine falsche Aussage, weil auch der Unwissende über Wahrheit reden kann. Ja, er kann sogar Wahres reden.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

Hallo Pit,
Wenn es so ist- wie ich in einem Buch über den Buddhismus gerade lese -, daß die Buddhisten überzeugt sind, daß man negatives Karma möglichst im nächsten Leben "ableisten" muss, die "Seele" in einen neuen Körper "wandert", aber sich nicht an das vorherige Leben erinnern kann -- welchen Sinn macht das Ganze dann?
Dann würde ich doch (mangels Erfahrung und Wissen) quasi wieder (vieleicht die selben) Fehler machen, Karma auf mich laden und wieder wiedergeboren werden usw. usw.? Oder?
Ich denke (das ist jetzt aber meine persönliche Meinung), dass frühere Leben sehr wohl auf der Seelenebene gespeichert sind.
Vielleicht kann man sich als ganz kleines Kind auch noch daran erinnern. Ich kann mich jedoch nicht mehr an meine ersten beiden Jahre erinnern. Irgendwo im Unterbewusstsein wirken die Erlebnisse, die ich in dieser frühen Zeit hatte jedoch noch immer in mein jetziges Leben hinein.

Für mich macht das allemal mehr Sinn als der Gedanke, dass Gott uns in eine mehr oder weniger miese Situation hineinerschafft, um uns dann später, je nach Benehmen in den Himmel oder in die Hölle oder ins Fegefeuer zu schicken.

Wenn sich jemand aufgrund seines geistigen Zustandes eine schlechtere Inkarnation ausgesucht hat, heisst das noch lange nicht, dass die, denen es besser geht, diesen schlecht behandeln sollten.
Das ist beim hinduistischen Kastenwesen sehr wohl der Fall.
Im Buddhismus kennt kein Kastenwesen.
Und soziales Handeln ist nicht religonsabhängig.
Auch Atheisten sind normalerweise soziale Menschen, die anderen in Not geratenen helfen.
Und - unabhängig vom hinduistischen Kastendenken - ist es nicht sogar fatalistisch, wenn ich die Überzeugung vertrete, daß ich Leid habe, weil ich im vergangenen Leben zu viel "nagatives" Karma auf mich geladen habe. Denn dann bin ich ja selber Schuld, muss die Schuld in diesem Leben "abtragen" und habe folglich keine Chance - un warscheinlich auch kein Interesse daran - gegen dieses "Schicksal" anzugehen.Oder?
Man könnte es auch so ausdrücken.
Jemand hat sich aufgrund schlechten Karmas einfach eine schlechtere Startposition in diesem Leben gewählt.
Wenn ich aufgrund "negativen" Karmas Leid erfahre, bin ich doch nicht automatisch gezwungen, in dieser misslichen Lage steckenzubleiben. Ich kann doch trotzdem das beste aus meinem Leben machen, so gut es mir nur möglich ist....
...und wenn es die Gesellschaft erlaubt.
Ich muss mich also nicht fatalistisch mit meiner Misere abfinden.

Alles was ich hier geschrieben habe hat übrigens keinen absoluten Wahrheitsanspruch.

lg königstochter

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@asderrix:
Schau in die Bibel was dort über Wissen und Wahrheit steht!
Glauben ist ein Überzeugt sein von Dingen die man nicht sieht!
(Beispiel: Bericht von dem Tsunamie, das glaubte ich obwohl ich es nicht wusste, nachprüfen konnte, was ist schlimm daran?)
Die Bibel ist eine Sammlung uralter Schriften. Ein Buch.
Zwischen Jesus Tod und dem ersten Evangelium liegen 40 Jahre "Stille Post".
Die Bibel ist keine verlässliche Informationsquelle.
Dass es einen Tsunami gab, kann jeder ganz leicht nachprüfen.
Ich kann von der Wahrheit sprechen weil mein Herr der einzige ist der unwidersprochen sagen konnte „Ich bin die Wahrheit
Das ist vielleicht die Wahrheit, an die Du glaubst.
Daneben gibt es noch unzählige andere Wahrheiten.

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Pit
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Beitrag von Pit »

Hallo koenigstochter,

Du schreibst, daß es noch viele andere Wahrheiten gibt.
Aber wer sagt, was wahr ist?
Ist es in Ordnung, wenn ein Islamist sagt, Gott wolle, daß er (der Islamist) 500 Menschen mit einer Bombe "hochjagt"?
Der Islamist wird (auf Grund seiner Verblendung) sagen:
Es ist wahr, daß Gott das fordert.

Gruß´, Pit

P.S:
Das Beispiel sollte nicht die vielen friedfertigen Muslime verhunzen, denn manche meiner Freunde sind Muslime und sicher nicht islamistisch.
carpe diem - Nutze den Tag !

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asderrix
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Beitrag von asderrix »

koenigstochter hat geschrieben: Die Bibel ist keine verlässliche Informationsquelle.
So spricht ein Blinder von der Farbe!
Dass es einen Tsunami gab, kann jeder ganz leicht nachprüfen.
Ich bin nicht jeder, ich kann es nicht nachprüfen, da ich nicht dort lebe nicht dahin fahren Kann. Trotz dem glaube ich, dass es die Wahrheit ist.
Ich kann von der Wahrheit sprechen weil mein Herr der einzige ist der unwidersprochen sagen konnte „Ich bin die Wahrheit
Das ist vielleicht die Wahrheit, an die Du glaubst.
Daneben gibt es noch unzählige andere Wahrheiten.
Nein es gibt nur eine Wahrheit!

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Edi
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Beitrag von Edi »

koenigstochter hat geschrieben:Die Bibel ist eine Sammlung uralter Schriften. Ein Buch.
Zwischen Jesus Tod und dem ersten Evangelium liegen 40 Jahre "Stille Post".
Die Bibel ist keine verlässliche Informationsquelle.
Der christliche Glaube ist keine Buchreligion, sondern eine Erfahrungsreligion, nämlich Erfahrung mit Christus. Und weil zigtausende Menschen, diese Erfahrungen machen und gemacht haben, können wir auch der Bibel trauen und sehen z.B das Wort des Paulus, dass "Gottes Geist unserem Geist sagt, dass wir Gottes Kinder sind" bestätigt und noch vieles andere ebenso. Was über Jesus berichtet wurde, u.a. auch die Wunderheilungen und die Bekehrungen, das gibt es bis zum heutigen Tage. Allerdings ist dabei der Glaube, besser gesagt, das Vertrauen auf Jesus Christus vonnöten.

Dann möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ungeschriebene Worte nicht von vornherein unwahr sein müssen. Die Bibel (hier ein Tels des NTs gemeint) beruht ja auf mündlichen Berichten über das Leben Jesu.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@R.K.:
Ganz falsch. Zu hoffen heißt, (noch) nicht zu wissen. Zu glauben bedeutet zu wissen, feste Gewißheit zu haben.
Hoffnung istdie der Angst und Verzweiflung entgegengesetzte Grundempfindung des Menschen, seine Fähigkeit, sich durch eine Vergegenwärtigung möglichen zukünftigen Geschehens in seinem aktuellen Empfinden und Verhalten zu bestimmen und zu steuern.
Glauben ist neben ›Meinung‹ und ›Wissen‹ eine der Weisen des Für-wahr-Haltens; im Gegensatz zum ›Wissen‹ das nicht methodisch begründete, im Gegensatz zum ›Meinen‹ dennoch zweifelsfreie Für-wahr-Halten, Ausdruck vollkommener Überzeugung; beruht auf interpersoneller Gewissheit.

(Mayers Lexikon)

Zugegebenermaßen bist Du im Wortklauben besser als ich. :jump:

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Edi
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Beitrag von Edi »

@königtochter

Das Lexikon hättest dir sparen können:

Das Wort glauben wird zwar auch in der Bedeutung des Vermutens angewandt, wenn z.B. jemand sagt: ich glaube, dass nächsten Samstag schönes Wetter ist, er weiss es aber nicht sicher, es kann sein oder aber auch nicht.
Dasselbe Wort kann aber auch bedeuten, eine innere Gewissheit zu haben, ein Vertrauen, dass ganz sicher ist. Das hat dein Lexkon vergessen. Christlicher Glaube ist vielleicht besser mit Vertrauen, mit innerer Gewissheit gleichzusetzen, als mit dem was ich oben als vermuten beschrieb.

Wenn ich es richtig sehe (ich schaue aber jetzt nicht extra nach) kommt das Wort glauben sogar von geloben.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

Hallo Pit!
Du schreibst, daß es noch viele andere Wahrheiten gibt.
Aber wer sagt, was wahr ist?
Ist es in Ordnung, wenn ein Islamist sagt, Gott wolle, daß er (der Islamist) 500 Menschen mit einer Bombe "hochjagt"?
Der Islamist wird (auf Grund seiner Verblendung) sagen:
Es ist wahr, daß Gott das fordert.
Gute Frage, Pit!
Ein Islamist, der 500 Leute im Namen Allahs in die Luft jagt ist von seiner Wahrheit so überzeugt, dass er dafür sogar bereit ist, sein eigenes Leben zu opfern.
In Ordnung ist das aus unserer Sicht sicher nicht.

Es gibt keine Instanz, an die man sich wenden kann, wenn man nach der allgültigen Wahrheit fragen will.

Für mich sind Wahrheiten, die für ein friedliches, schönes Miteinander in Fülle und Wohlbefinden eintreten die besten Wahrheiten.
Weil es die Wahrheit ist, dass alle Menschen glücklich sein wollen.
Oder?
Was meinst du dazu?

lg königstochter

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@asderrix:
Die Bibel ist keine verlässliche Informationsquelle.


So spricht ein Blinder von der Farbe!
Was macht Dich da so sicher?
Dass es einen Tsunami gab, kann jeder ganz leicht nachprüfen.


Ich bin nicht jeder, ich kann es nicht nachprüfen, da ich nicht dort lebe nicht dahin fahren Kann. Trotz dem glaube ich, dass es die Wahrheit ist.
Im Fernseh - und Internetzeitalter (Internetzugang hast Du ja offensichtlich) hättest Du es nachprüfen können, ohne in die betroffenen Länder zu fahren.
Nein es gibt nur eine Wahrheit!
Das behaupten radikale Islamisten auch.
Wem soll ich jetzt glauben?

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Edi
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Beitrag von Edi »

koenigstochter hat geschrieben:Wem soll ich jetzt glauben?
Glauben in unserem Sinne hier bedeutet sich auf etwas, besser auf eine Person, nämlich Jesus Christus einlassen und nicht nur meinen, es könne vielleicht so sein oder auch nicht. Erst das ist der echte Glaube, der dann auch zur Gewissheit führt, aber das kostet den Menschen auch etwas. Und weil es etwas kostet, sind viele nicht dazu bereit.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@edi:
Der christliche Glaube ist keine Buchreligion, sondern eine Erfahrungsreligion, nämlich Erfahrung mit Christus. Und weil zigtausende Menschen, diese Erfahrungen machen und gemacht haben, können wir auch der Bibel trauen und sehen z.B das Wort des Paulus, dass "Gottes Geist unserem Geist sagt, dass wir Gottes Kinder sind" bestätigt und noch vieles andere ebenso.
Jesus war meiner (und nicht nur meiner)Meinung nach ein Mensch.
Gott ist Gott.
Dass Du Erfahrungen mit Gott gemacht hast, glaube ich Dir gerne.
Wenn Du Jesus als Vorbild nimmst, habe ich daran nichts auszusetzen.
Vielleicht war Jesus, so wie Buddha ein erleuchteter Mensch, der seine Göttlichkeit voll und ganz gelebt hat.
Vielleicht ist "Sohn Gottes" auch so gemeint und nicht so, dass Gott in einer einzigen Person Mensch geworden ist.
Deswegen verehre ich Jesus, bete ihn aber nicht an, sowenig wie ich Buddha anbeten würde.

Der Ausspruch von Paulus; dass "Gottes Geist unserem Geist sagt, dass wir Gottes Kinder sind"
könnte genausogut aus einer anderen Religion stammen.
Was über Jesus berichtet wurde, u.a. auch die Wunderheilungen und die Bekehrungen, das gibt es bis zum heutigen Tage. Allerdings ist dabei der Glaube, besser gesagt, das Vertrauen auf Jesus Christus vonnöten.
Stimmt nicht.
Auch in anderen Religionen gibt es Wunderheilungen.
Folglich ist dafür das Vertrauen auf Jesus Christus nicht vonnöten.
Dasselbe Wort kann aber auch bedeuten, eine innere Gewissheit zu haben, ein Vertrauen, dass ganz sicher ist. Das hat dein Lexkon vergessen. Christlicher Glaube ist vielleicht besser mit Vertrauen, mit innerer Gewissheit gleichzusetzen, als mit dem was ich oben als vermuten beschrieb.
Das hat das Lexikon nicht vergessen.
Nochmal, und bitte ganz lesen:Glauben ist neben ›Meinung‹ und ›Wissen‹ eine der Weisen des Für-wahr-Haltens; im Gegensatz zum ›Wissen‹ das nicht methodisch begründete, im Gegensatz zum ›Meinen‹ dennoch zweifelsfreie Für-wahr-Halten, Ausdruck vollkommener Überzeugung; beruht auf interpersoneller Gewissheit.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@edi:
[/quote]Glauben in unserem Sinne hier bedeutet sich auf etwas, besser auf eine Person, nämlich Jesus Christus einlassen und nicht nur meinen, es könne vielleicht so sein oder auch nicht. Erst das ist der echte Glaube, der dann auch zur Gewissheit führt, aber das kostet den Menschen auch etwas. Und weil es etwas kostet, sind viele nicht dazu bereit.[quote]

Auch Islamisten lassen sich voll und ganz auf den Propheten Mohammed und seine angeblich göttliche Offenbarung, den Koran ein. Die fragen auch nicht nach, ob es so sein könnte oder nicht.
Und auch sie kommen zur Gewissheit, dass es ganz im Sinne Gottes ist, 100e Menschen inklusive sich selbst in den Tod zu reissen.
Und weil das ihr Leben kostet, gibt's auch nicht allzuviele von ihnen.

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Edi
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Beitrag von Edi »

koenigstochter hat geschrieben:Auch in anderen Religionen gibt es Wunderheilungen.
Folglich ist dafür das Vertrauen auf Jesus Christus nicht vonnöten. [/i]
Klar gibt es Wunderheilungen, nur fragt sich woher die kommen. Mir ging es aber nicht in erster Linie um Wunder, das war nur miterwähnt, es geht im christlichen Glauben um die Umkehr und Sündenvergebung, die gibt es sonst nirgends. Es gibt zwar in Naturreligionen Dinge, die eine angedeutete Analogie dazu besitzen, mehr aber auch nicht.

Der bequeme Weg ist der christliche Glaube halt nicht, auch wenn Gott uns manches leichter macht. Man muss sich immer mal wieder selber infrage stellen, das gefällt den meisten nicht. Auch Christen haben manchmal damit ihre Probleme den inneren Schweinehund zu überwinden.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin »

koenigstochter hat geschrieben: Im Fernseh - und Internetzeitalter (Internetzugang hast Du ja offensichtlich) hättest Du es nachprüfen können, ohne in die betroffenen Länder zu fahren.
Glaubst Du alles, was Du im Fernsehen siehst? :D

(Langsam wird mir klar, wo die "vielen Wahrheiten" herkommen.)
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@peregrin:

:ikb_yawn:

koenigstochter
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Beitrag von koenigstochter »

@edi:
Klar gibt es Wunderheilungen, nur fragt sich woher die kommen.
Woher könnten sie denn Deiner Meinung nach kommen?
Man muss sich immer mal wieder selber infrage stellen, das gefällt den meisten nicht. Auch Christen haben manchmal damit ihre Probleme den inneren Schweinehund zu überwinden.
Dasselbe gilt für Buddhisten und überhaupt für alle, die an einer geistigen Weiterentwicklung interessiert sind.

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Maya
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Beitrag von Maya »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
koenigstochter hat geschrieben:Glauben heißt, nicht wissen.
Ganz falsch. Zu hoffen heißt, (noch) nicht zu wissen. Zu glauben bedeutet zu wissen, feste Gewißheit zu haben.
koenigstochter hat geschrieben:Folglich kannst Du auch nicht von Wahrheit sprechen.
Unabhängig von der Richtkeit des Obersatzes ist diese Folgerung nicht nur falsch, sie ist überhaupt keine Folgerung, da sie mit dem Obersatz in keinerlei logischem Zusammenhange steht. Es fehlt der Untersatz als logisches Bindeglied, etwa: »Nur wer weiß, kann von Wahrheit reden.« Dann hättest du wenigstens einen formal sinnvollen logischen Schluß.

Falsch wäre die resultierende Aussage dennoch, weil Ober- und Untersatz falsch sind. Zum Obersatz habe ich das eben schon erklärt; der (von mir formulierte) Untersatz ist eine falsche Aussage, weil auch der Unwissende über Wahrheit reden kann. Ja, er kann sogar Wahres reden.

Wissenschaft ist unter Umständen eben doch GUT, weil sie eben doch sehr genau "hinsieht", - ist manchmal anstrengend, aber stringent zu denken tut mE einfach GUT(ES).

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overkott
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Re: Dalai Lama populärer als der Papst

Beitrag von overkott »

koenigstochter hat geschrieben:Laut Umfrage ist der Dalai Lama bei den Deutschen beliebter als der Papst.
Was haltet ihr davon?
lg, Königstochter
Wer hat die Umfrage in Auftrag gegeben?

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc »

Wen interessiert's wirklich? :/
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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overkott
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Beitrag von overkott »

Dafür dass es nur eine Handvoll Buddhisten in Deutschland gibt, macht der Spiegel für die ja eine ziemliche PR.

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin »

Bei SPON heißen die (angeblichen) buddhistischen Mönche in Birma auch "heilige Männer" (ohne Anführungszeichen).
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Peregrin hat geschrieben:SPON
Wat dat?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Walter
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Beitrag von Walter »

Anhand der vier Beiträge über deinem würde ich mal auf "SPIEGEL ONLINE" tippen.
γενηθήτω το θέλημά σου·

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ddim,aihddA!
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Linus
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Beitrag von Linus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ddim,aihddA!
Für alle, die Robert nicht verstehen: "Das dachte ich mir, aber ich hasse doch diese Abkürzungen/oder: Akronyme"

Linus, Robert- und Frauenversteher :kiss: ;D
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Pit
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Beitrag von Pit »

Einspruch, daß Du Frauen verstehst, kann ich ja noch nachvollziehen. ;-)

Gruß,Pit
Linus hat geschrieben: ...
Linus, Robert- und Frauenversteher :kiss: ;D
carpe diem - Nutze den Tag !

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