Sodom und Co.

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Juergen
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Juergen »

Gamaliel hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Ganz offensichtlich leben auch sehr hochgestellte Kleriker im Vatikan ihre "weibliche Seite" so aus. Sie haben zwar keine bildhübsche Frau, wohl aber einen bildhübschen Mann in ihrer Nähe - alles ohne Unzucht....
Ich bitte höflich um Belege für die farblich hervorgehobenen Aussagen. :detektiv:
Du willst allen Ernstes Belege dafür, daß sehr hochgestellte Vatikankleriker keine Unzucht treiben? :auweia: :hmm: :achselzuck:
Nein. Du kannst doch lesen, oder? Dann sollte es für Dich nicht allzu schwer sein, mein Ersuchen an "Amandus2" zu verstehen.

Kannst Du an seiner Stelle etwaige Nachweise hinsichtlich der farblich markierten Stellen beibringen?
Wenn da mal nicht der Papst und Gänswein gemeint sind :pfeif: :patsch:
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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lifestylekatholik
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Re: Sodom und Co

Beitrag von lifestylekatholik »

Amandus2 hat geschrieben:Bis vor zwei oder drei Jahrzehnten hat KEINER seinen Kindern geraten, schwul zu leben. Diese wurden in den meisten Fällen aus dem Haus geworfen.
Ich hätte gerne belastbare Daten dazu. Am besten aus dem Altertum, dem Mittelalter, der Neuzeit, aus Europa und allen Völkern.
Amandeus2 hat geschrieben:Dennoch hat es IMMER Homosexuelle gegeben, im Altertum, im MIttelalter, in der Neuzeit, in Europa und in ALLEN Völkern. Es gibt kein Volk auf dieser Welt, in dem HS NICHT vorkommt.
Ich hätte gern belastbare Daten dazu, dass Homosexualität (nicht nur homosexuelle Handlungen) im Altertum, im Mittelalter, in der frühen Neuzeit außerhalb der europäischen Stadtkultur, in Europa und allen Völkern vorgekommen ist.

Das Konzept »Homosexualität« ist in der frühen Neuzeit in der europäischen Stadtkultur aufgekommen. Es hat ein paar Jahrhunderte gebraucht, bis es sich im späten 19./frühen 20. Jh. in der westeuropäisch-amerikanischen Zivilisation durchgesetzt hatte. Es ist nicht so universell, wie du annimmst, und dass du es ALLEN Völkern ALLER Zeiten aufzwingen willst, ist -- na ja, reichlich überheblich.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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taddeo
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Re: Sodom und Co

Beitrag von taddeo »

Gamaliel hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Ganz offensichtlich leben auch sehr hochgestellte Kleriker im Vatikan ihre "weibliche Seite" so aus. Sie haben zwar keine bildhübsche Frau, wohl aber einen bildhübschen Mann in ihrer Nähe - alles ohne Unzucht....
Ich bitte höflich um Belege für die farblich hervorgehobenen Aussagen. :detektiv:
Du willst allen Ernstes Belege dafür, daß sehr hochgestellte Vatikankleriker keine Unzucht treiben? :auweia: :hmm: :achselzuck:
Nein. Du kannst doch lesen, oder? Dann sollte es für Dich nicht allzu schwer sein, mein Ersuchen an "Amandus2" zu verstehen.

Kannst Du an seiner Stelle etwaige Nachweise hinsichtlich der farblich markierten Stellen beibringen?
Eben weil ich lesen kann, wundere ich mich.
Grammatikalisch gesehen, fragst Du anhand der farblich markierten Stellen eindeutig nach Belegen dafür, daß die genannten Personen KEINE Unzucht treiben ... oder sollte ich mich mal in der Deutschschule anmelden?
(@ Jürgen: Wer da gemeint ist, war mir beim ersten Lesen schon klar. ;D )

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lifestylekatholik
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Re: Sodom und Co

Beitrag von lifestylekatholik »

Juergen hat geschrieben:Wenn da mal nicht der Papst und Gänswein gemeint sind :pfeif: :patsch:
Wahrscheinlich war’s ein schüchternes Kompliment von A2 für Mons. Gänswein. :D
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Petra
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Petra »

Hier sind sehr viele Anklagen und Verdächtigungen ohne Beweise.

Dieses Forum ist - wie übrigens auch die weltlichen Medien - voll mit Negativen über die Kirche. Nur traurig, dass dabei die Gläubigen mitmachen.

Seit einigen Monaten scheint die katholische Kirche zum Anpöbeln freigegeben zu sein. Und nicht wenige Leute nehmen das dankend an und beteiligen sich. Sehr schade, dass schon vorher sogenannte katholische Internetforen dafür Beispiele geliefert haben.

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Nassos
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Nassos »

taddeo hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Ganz offensichtlich leben auch sehr hochgestellte Kleriker im Vatikan ihre "weibliche Seite" so aus. Sie haben zwar keine bildhübsche Frau, wohl aber einen bildhübschen Mann in ihrer Nähe - alles ohne Unzucht....
Ich bitte höflich um Belege für die farblich hervorgehobenen Aussagen. :detektiv:
Du willst allen Ernstes Belege dafür, daß sehr hochgestellte Vatikankleriker keine Unzucht treiben? :auweia: :hmm: :achselzuck:
Nein, das will er nicht. Was er hier versucht zu sagen ist:

"Ich
(glaube diesen von Dir ersponnenen Humbug so einfach nicht)
stimme Deinen subjektiven Eindrücken in keinster Weise zu. Sie stören mich sogar."
Das einzige was er wirklich belegt haben will, sind seine Brötchen.

:umkuck:
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

civilisation
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Re: Sodom und Co

Beitrag von civilisation »

Petra hat geschrieben:Hier sind sehr viele Anklagen und Verdächtigungen ohne Beweise.

Dieses Forum ist - wie übrigens auch die weltlichen Medien - voll mit Negativen über die Kirche. Nur traurig, dass dabei die Gläubigen mitmachen.
Dem muß ich leider widersprechen, Petra.

Es geht nicht um das "Negative über die Kirche", sondern um die schlechten Seiten des irdischen Bodenpersonals, das nunmal auch "nur" aus Menschen besteht. Und wenn diese Menschen nun einmal die Kirche mit Dreck bewerfen, so darf doch darüber diskutiert werden, oder?

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Nassos
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Nassos »

Darüber muss sogar diskutiert werden. Jedoch darf der Diskutant sich nicht ergehen lassen in Emotionen sondern - was schier unmöglich ist, wie mir scheint - im christlichen Geist dies tun. Also genau das, was vom Bodenpersonal verlangt wird.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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cantus planus
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Re: Sodom und Co

Beitrag von cantus planus »

Das ist hier allerdings nur sehr am Rande Thema. Und die konkrete Namensnennung, bzw. das Setzen von Hinweisen, die sicher zu bestimmten Personen führen, müsste schon belegt werden.

Im Übrigen halte ich persönlich gar nichts von "Fremdoutings" oder ausufernden Spekulationen darüber, wer alles schwul sein könnte.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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Juergen
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Juergen »

lifestylekatholik hat geschrieben:Das Konzept »Homosexualität« ist in der frühen Neuzeit in der europäischen Stadtkultur aufgekommen. Es hat ein paar Jahrhunderte gebraucht, bis es sich im späten 19./frühen 20. Jh. in der westeuropäisch-amerikanischen Zivilisation durchgesetzt hatte. Es ist nicht so universell, wie du annimmst, und dass du es ALLEN Völkern ALLER Zeiten aufzwingen willst, ist -- na ja, reichlich überheblich.
Ich hatte ja einen kurzen Aufsatz schon zweimal verlinkt... Allerdings muß ich wieder mal feststellen, daß solche Texte nicht gelesen werden, wenn sie außerhalb des Forums abrufbar sind. Da muß man also notgedrungen hier im Forum zitieren, damit was zur Kenntnis genommen wird.
Während die gleichgeschlechtliche Liebe schon seit Jahrtausenden ein Quell großer Freude
für viele ist, ist die Homosexualität eine Entdeckung, die im 19. Jahrhundert in Deutschland
gemacht wurde (vgl. Bullough, 1989). Erst seitdem werden in unserer Kultur homosexuelle
Menschen als eigene Kategorie angesehen – getrennt von den heterosexuellen, die noch viel
später erfunden wurden. Mit der Urbanisierung sammelte sich eine kritische Masse
derjenigen, die das Attribut „homosexuell“ besaßen, so dass deutsche Ärzt/innen begannen,
sich mit der Frage zu beschäftigen, welches sexuelle Verhalten normativ sei und welches
nicht. Karl Heinrich Ulrichs berichtete aus der Ich-Perspektive von diesem Phänomen. Die
wissenschaftliche Behandlung der Homosexualität begann mit einem Buch von Carl Westphal
(1869), in dem er die „conträre Sexualempfindung“ eines femininen Mannes und eines früher
jungenhaften Mädchens beschrieb. Während er dabei noch betonte, diese andere Veranlagung
müsse nicht immer als krankhaft angesehen werden, war in den folgenden Jahrzehnten die
Hauptfrage, wie Homosexualität entsteht und „geheilt“ werden kann. Dazu wurden in der
Medizin, Psychiatrie und Psychologie jeweils die Mittel eingesetzt, die gerade en vogue
waren, beispielsweise die vielseitig gesundheitsförderliche „Bewegung an der frischen Luft“
(Murphy, 1992): „Da nichts dem sexuellen Appetit so sehr entgegen steht wie körperliche
Ermüdung, habe ich nichts Dienlicheres als das Fahrrad gefunden, …“ (Hammond, 1892).
Hammond berichtete, regelmäßiges Radfahren habe tatsächlich den sexuellen Appetit seines
Patienten so sehr eingeschränkt, dass dieser kein Bedürfnis mehr verspürte, seine sexuellen
Wünsche auszuleben. Andere Ärzt/innen versuchten mit Ruhe, Patienten ins heterosexuelle
Gleichgewicht zurück zu bringen. Während einige ihren Patienten zu Besuchen bei
Prostituierten rieten, standen andere dem kritisch gegenüber. „Die Therapie scheint mir
schlimmer als die Krankheit“, formulierte Havelock Ellis treffend (Ellis & Symonds, 1897).
Er befürchtete, Aversionen gegen Frauen könnten auf diese Weise erst entstehen. Heirat
wurde den Homosexuellen als alternative Therapie angetragen – eine Selbsttherapie, die laut
empirischen Studien auch später noch ein beträchtlicher Anteil der Schwulen und Lesben
ausprobiert hat (laut Bell & Weinberg, 1978, beispielsweise 20% der Schwulen und sogar
35% der Lesben).
Die medizinische Diagnose „pervers und krank“ wurde von führenden Vertretern der
Psychologie übernommen. In weiten Teilen ist dies nur an Abhandlungen zum Thema zu
erkennen, aber es gibt auch direktere Evidenz, beispielsweise hat die American Psychiatric
Association (1952) Homosexualität als „soziopathische Persönlichkeitsstörung“ klassifiziert.
Gruß Jürgen

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civilisation
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Re: Sodom und Co

Beitrag von civilisation »

cantus planus hat geschrieben:Das ist hier allerdings nur sehr am Rande Thema. Und die konkrete Namensnennung, bzw. das Setzen von Hinweisen, die sicher zu bestimmten Personen führen, müsste schon belegt werden.

Im Übrigen halte ich persönlich gar nichts von "Fremdoutings" oder ausufernden Spekulationen darüber, wer alles schwul sein könnte.
Stimmt schon. - Namen sind ununteressant. Die Tatsache, daß es überhaupt derartige Miß- und Zustände gibt, ist schon schlimm genug.

civilisation
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Re: Sodom und Co

Beitrag von civilisation »

Juergen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Das Konzept »Homosexualität« ist in der frühen Neuzeit in der europäischen Stadtkultur aufgekommen. Es hat ein paar Jahrhunderte gebraucht, bis es sich im späten 19./frühen 20. Jh. in der westeuropäisch-amerikanischen Zivilisation durchgesetzt hatte. Es ist nicht so universell, wie du annimmst, und dass du es ALLEN Völkern ALLER Zeiten aufzwingen willst, ist -- na ja, reichlich überheblich.
Ich hatte ja einen kurzen Aufsatz schon zweimal verlinkt... Allerdings muß ich wieder mal feststellen, daß solche Texte nicht gelesen werden, wenn sie außerhalb des Forums abrufbar sind. Da muß man also notgedrungen hier im Forum zitieren, damit was zur Kenntnis genommen wird.
Während die gleichgeschlechtliche Liebe schon seit Jahrtausenden ein Quell großer Freude
für viele ist, ist die Homosexualität eine Entdeckung, die im 19. Jahrhundert in Deutschland
gemacht wurde (vgl. Bullough, 1989). Erst seitdem werden in unserer Kultur homosexuelle
Menschen als eigene Kategorie angesehen – getrennt von den heterosexuellen, die noch viel
später erfunden wurden. Mit der Urbanisierung sammelte sich eine kritische Masse
derjenigen, die das Attribut „homosexuell“ besaßen, so dass deutsche Ärzt/innen begannen,
sich mit der Frage zu beschäftigen, welches sexuelle Verhalten normativ sei und welches
nicht. Karl Heinrich Ulrichs berichtete aus der Ich-Perspektive von diesem Phänomen. Die
wissenschaftliche Behandlung der Homosexualität begann mit einem Buch von Carl Westphal
(1869), in dem er die „conträre Sexualempfindung“ eines femininen Mannes und eines früher
jungenhaften Mädchens beschrieb. Während er dabei noch betonte, diese andere Veranlagung
müsse nicht immer als krankhaft angesehen werden, war in den folgenden Jahrzehnten die
Hauptfrage, wie Homosexualität entsteht und „geheilt“ werden kann. Dazu wurden in der
Medizin, Psychiatrie und Psychologie jeweils die Mittel eingesetzt, die gerade en vogue
waren, beispielsweise die vielseitig gesundheitsförderliche „Bewegung an der frischen Luft“
(Murphy, 1992): „Da nichts dem sexuellen Appetit so sehr entgegen steht wie körperliche
Ermüdung, habe ich nichts Dienlicheres als das Fahrrad gefunden, …“ (Hammond, 1892).
Hammond berichtete, regelmäßiges Radfahren habe tatsächlich den sexuellen Appetit seines
Patienten so sehr eingeschränkt, dass dieser kein Bedürfnis mehr verspürte, seine sexuellen
Wünsche auszuleben. Andere Ärzt/innen versuchten mit Ruhe, Patienten ins heterosexuelle
Gleichgewicht zurück zu bringen. Während einige ihren Patienten zu Besuchen bei
Prostituierten rieten, standen andere dem kritisch gegenüber. „Die Therapie scheint mir
schlimmer als die Krankheit“, formulierte Havelock Ellis treffend (Ellis & Symonds, 1897).
Er befürchtete, Aversionen gegen Frauen könnten auf diese Weise erst entstehen. Heirat
wurde den Homosexuellen als alternative Therapie angetragen – eine Selbsttherapie, die laut
empirischen Studien auch später noch ein beträchtlicher Anteil der Schwulen und Lesben
ausprobiert hat (laut Bell & Weinberg, 1978, beispielsweise 20% der Schwulen und sogar
35% der Lesben).
Die medizinische Diagnose „pervers und krank“ wurde von führenden Vertretern der
Psychologie übernommen. In weiten Teilen ist dies nur an Abhandlungen zum Thema zu
erkennen, aber es gibt auch direktere Evidenz, beispielsweise hat die American Psychiatric
Association (1952) Homosexualität als „soziopathische Persönlichkeitsstörung“ klassifiziert.
Und wieder einmal bringst Du nicht die Quellenangabe für dieses lange Zitat. Es erschwert die Sache ungemein (zumindest für mich, der die ganze Diskussion nicht mitbekommen hat und daher auch den Aufsatz nicht kennt, auf den Du Bezug nimmst).

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lifestylekatholik
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Re: Sodom und Co

Beitrag von lifestylekatholik »

Juergen hat geschrieben:Ich hatte ja einen kurzen Aufsatz schon zweimal verlinkt... Allerdings muß ich wieder mal feststellen, daß solche Texte nicht gelesen werden, wenn sie außerhalb des Forums abrufbar sind. Da muß man also notgedrungen hier im Forum zitieren, damit was zur Kenntnis genommen wird.
Ich kann dir leider keine PN schicken, deshalb hier: Was hat die von dir zitierte Aufsatzstelle mit meinem Beitrag zu tun, den du teilweise zitierst? Soll sie als Bestätigung oder als Gegenargument dienen?
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Juergen
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Juergen »

civilisation hat geschrieben:Und wieder einmal bringst Du nicht die Quellenangabe für dieses lange Zitat. Es erschwert die Sache ungemein (zumindest für mich, der die ganze Diskussion nicht mitbekommen hat und daher auch den Aufsatz nicht kennt, auf den Du Bezug nimmst).
Und Du bestätigst gerade, daß Du den von mir hier bereits zweimal verlinkten Artikel nicht gelesen hast, da Dir sonst der Text bekannt gewesen wäre.
Es scheint also tatsächlich so zu sein, daß man von Forumsteilnehmern nicht erwarten kann, daß sie einen Link anklicken. Da muß alles schön in kleinen Häppchen serviert werden.

http://www.mission-aufklaerung.de/filea ... ns26.pdf
Gruß Jürgen

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Juergen
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Juergen »

lifestylekatholik hat geschrieben:Soll sie als Bestätigung oder als Gegenargument dienen?
Ich werde Dir das Denken nicht abnehmen, auch wenn ich es bedauerlich finde, daß Du beim Vergleich von zwei Texten nicht in der Lage bist festzustellen, ob der eine dem anderen widerspricht oder nicht.
Gruß Jürgen

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Nassos
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Nassos »

Juergen hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:Und wieder einmal bringst Du nicht die Quellenangabe für dieses lange Zitat. Es erschwert die Sache ungemein (zumindest für mich, der die ganze Diskussion nicht mitbekommen hat und daher auch den Aufsatz nicht kennt, auf den Du Bezug nimmst).
Und Du bestätigst gerade, daß Du den von mir hier bereits zweimal verlinkten Artikel nicht gelesen hast, da Dir sonst der Text bekannt gewesen wäre.
Es scheint also tatsächlich so zu sein, daß man von Forumsteilnehmern nicht erwarten kann, daß sie einen Link anklicken. Da muß alles schön in kleinen Häppchen serviert werden.

http://www.mission-aufklaerung.de/filea ... ns26.pdf
Wie wäre es denn mit einem Strang: Selbstanalyse meines Forumsverhaltens?

Ich bin mir sicher, dass sich sehr viele Wiedererkennungseffekte einstellen werden:

- Nichtanklicken von Links
- Keine Sau antwortet auf eine Frage (nicht mal mit "ich habe keine Ahnung")
- Ich überfliege lange Texte nur
- ich versuche gar nicht, meinen Gegenüber zu verstehen, sondern gehe immer vom BAF aus (bösester anzunehmener Forer)
- Techniken, um eine Diskussion zu töten, ohne dass jemandem die Technik auffällt.
- Wie provoziere ich am effektivsten
- wann setzte ich den unseligen Ignoranzbutton ein
- Ähnlichkeiten zu den Galliern
- Eine besondere Form des Anlegens und geistreichen Diskutierens: die Moderatoren
- Die höchste Kampfesebene: der Administrator (in PC-Spielen auch "Bossfight" genannt)
- Wie oft fühle ich mich in meiner Kirche nicht einer "Fussballmannschaft zugehörig", sondern versuche die Worte des Herrn und sein Vorbild zu beherzigen. Wie setze ich das in diesem Forum um?

und vieles vieles mehr.

Jürgen, hast du diesen Beitrag durchgelesen? :breitgrins:

Nassos
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Juergen
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Juergen »

Achwas!?
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lifestylekatholik
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Re: Sodom und Co

Beitrag von lifestylekatholik »

Juergen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Soll sie als Bestätigung oder als Gegenargument dienen?
Ich werde Dir das Denken nicht abnehmen, auch wenn ich es bedauerlich finde, daß Du beim Vergleich von zwei Texten nicht in der Lage bist festzustellen, ob der eine dem anderen widerspricht oder nicht.
Ich sehe weder Widerspruch noch Bestätigung. Beide Texte behandeln völlig unterschiedliche Themen. :achselzuck:
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Juergen »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Soll sie als Bestätigung oder als Gegenargument dienen?
Ich werde Dir das Denken nicht abnehmen, auch wenn ich es bedauerlich finde, daß Du beim Vergleich von zwei Texten nicht in der Lage bist festzustellen, ob der eine dem anderen widerspricht oder nicht.
Ich sehe weder Widerspruch noch Bestätigung. Beide Texte behandeln völlig unterschiedliche Themen. :achselzuck:
Achwas!?
Gruß Jürgen

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Amandus2
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Amandus2 »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Amandus2 hat geschrieben:Bis vor zwei oder drei Jahrzehnten hat KEINER seinen Kindern geraten, schwul zu leben. Diese wurden in den meisten Fällen aus dem Haus geworfen.
Ich hätte gerne belastbare Daten dazu. Am besten aus dem Altertum, dem Mittelalter, der Neuzeit, aus Europa und allen Völkern.
Amandeus2 hat geschrieben:Dennoch hat es IMMER Homosexuelle gegeben, im Altertum, im MIttelalter, in der Neuzeit, in Europa und in ALLEN Völkern. Es gibt kein Volk auf dieser Welt, in dem HS NICHT vorkommt.
Ich hätte gern belastbare Daten dazu, dass Homosexualität (nicht nur homosexuelle Handlungen) im Altertum, im Mittelalter, in der frühen Neuzeit außerhalb der europäischen Stadtkultur, in Europa und allen Völkern vorgekommen ist.

Das Konzept »Homosexualität« ist in der frühen Neuzeit in der europäischen Stadtkultur aufgekommen. Es hat ein paar Jahrhunderte gebraucht, bis es sich im späten 19./frühen 20. Jh. in der westeuropäisch-amerikanischen Zivilisation durchgesetzt hatte. Es ist nicht so universell, wie du annimmst, und dass du es ALLEN Völkern ALLER Zeiten aufzwingen willst, ist -- na ja, reichlich überheblich.




Es gibt auf dieser Welt zwei Formen von HS:

Die eine, traditionelle lautet: Es gibt nur homosexuelle Handlungen von ansonsten heterosexuellen Menschen. Diese Gedanken finden sich in der Bibel und im Koran. Entsprechend betrachteten vergangenen Kulturen und auch heute noch viele Völker HS als etwas, das man "tut" (und das evtl. bestraft werden muss oder auch nicht), aber nicht als etwas, was man "ist".

Die andere, neuere lautet: HS ist eine identitätsstiftende Eigenschaft, die man bei sich vorfindet. Diese Position wird vor allem in West-Europa und in den USA vertreten, schwappt aber durch die Globalisierung jetzt auch auf andere Kulturen über, was zur Zeit zu erheblichen Spannungen führt (Afrikaner).

Immer noch tritt HS in der ersten Form am meisten auf, in China, in Afrika, in islamischen Ländern, aber das Internet trägt dazu bei, dass es auch in diesen Ländern immer mehr Menschen gibt, für die HS eine identitätsstiftende Eigenschaft bedeutet.

Die katholische Kirche, die weltweit vertreten ist, ist klug genug, die Diskussion zu diesem Thema moraltheologisch gar nicht erst zu beginnen.
Hier läuft es so wie im Islam: Macht, was ihr wollt, aber sprecht nicht drüber!

Die Anglikaner unter Erzbischof Williams waren so klug nicht und sind mit der Diskussion angefangen, was zur praktischen Teilung der anglikanischen Weltgemeinschaft führen wird.

Die deutschen Protestanten sind landeskirchlich organsiert und haben die Bevölkerung in diesem Punkt hinter sich.

Kann man die Entwicklung aufhalten? Nein, genau so wenig wie die Globalisierung.

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cantus planus
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Re: Sodom und Co

Beitrag von cantus planus »

Amandus2 hat geschrieben:Die katholische Kirche, die weltweit vertreten ist, ist klug genug, die Diskussion zu diesem Thema moraltheologisch gar nicht erst zu beginnen.
Hier läuft es so wie im Islam: Macht, was ihr wollt, aber sprecht nicht drüber!
Das ist mir neu.

Den Rest des Beitrags kommentiere ich weiter nicht. Lies ihn sorgfältig durch. Vielleicht fallen dir die logischen Brüche ja selbst auf.
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pierre10
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Re: Sodom und Co

Beitrag von pierre10 »

Gamaliel hat geschrieben:Auf gar keinen Fall! Der Staat hat die Pflicht solche unsittlichen "Lebensgemeinschaften" zu untersagen und mit Strafe zu belegen.
Hallo, die Inquisition meldet sich wieder.....


Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

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Gamaliel
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Gamaliel »

pierre10 hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:Auf gar keinen Fall! Der Staat hat die Pflicht solche unsittlichen "Lebensgemeinschaften" zu untersagen und mit Strafe zu belegen.
Hallo, die Inquisition meldet sich wieder.....

Pierre
Nein, nur der gesunde Hausverstand! 8)

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Nassos
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Nassos »

Ich glaube, Dein statement hörte sich zu sehr nach "Strafgeilheit" an.
Ist Sünde = Verbrechen?
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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Re: Sodom und Co

Beitrag von lifestylekatholik »

pierre10 hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:Auf gar keinen Fall! Der Staat hat die Pflicht solche unsittlichen "Lebensgemeinschaften" zu untersagen und mit Strafe zu belegen.
Hallo, die Inquisition meldet sich wieder.....
Hallo. Inwiefern meinst du, das habe mit der Inquisition (welcher?) zu tun?
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Gamaliel
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Gamaliel »

Nassos hat geschrieben:Ich glaube, Dein statement hörte sich zu sehr nach "Strafgeilheit" an.
Ich wüßte nicht woraus jemand solches schließen könnte.

Bist Du der Meinung, daß der Gesetzgeber von "Strafgeilheit" geleitet ist, wenn er z.B. Inzest, Vergewaltigung,... verbietet und unter Strafe stellt?

Nassos hat geschrieben:Ist Sünde = Verbrechen?
Zielst Du hier auf den staatlichen Verbrechensbegriff ab? Wenn ja, dann antworte ich, daß gewisse Sünden selbstverständlich auch strafrechtlich gesehen als Verbrechen zu qualifizieren sind.

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Christ86
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Christ86 »

Gamaliel hat geschrieben:
pierre10 hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:Auf gar keinen Fall! Der Staat hat die Pflicht solche unsittlichen "Lebensgemeinschaften" zu untersagen und mit Strafe zu belegen.
Hallo, die Inquisition meldet sich wieder.....

Pierre
Nein, nur der gesunde Hausverstand! 8)
Ich bin nicht der Meinung, dass man homosexuelle Akte oder Partnerschaften strafrechtlich verfolgen sollte. Wenn sie einvernehmlich sind, ist das nicht mein Bier :nein: Und auch nicht das Bier des Staates :nein:

P.S. dass die Inquisition sich mit der Verfolgung von homosexuellen Akten beschäftigt habe, höre ich zum ersten Mal. Gibt's dazu Quellen? Meines Wissens nach war die Aufgabe der Inquisition die Auslöschung der Häresie, nicht die Bestrafung von Unzucht.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

User hat sich vom KG verabschiedet

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Gamaliel
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Gamaliel »

Christ86 hat geschrieben:Wenn sie einvernehmlich sind, ist das nicht mein Bier :nein: Und auch nicht das Bier des Staates :nein:
Was is denn das "Bier des Staates" insbesondere im Hinblick auf den Bereich göttliches/natürliches Sittengesetz?
Christ86 hat geschrieben:P.S. dass die Inquisition sich mit der Verfolgung von homosexuellen Akten beschäftigt habe, höre ich zum ersten Mal. Gibt's dazu Quellen? Meines Wissens nach war die Aufgabe der Inquisition die Auslöschung der Häresie, nicht die Bestrafung von Unzucht.
Diese Frage ist an "pierre10" zu adressieren, da er die Inquisition bei vorliegendem Thema unbedingt nennen wollte. Ich habe damit nichts zu tun.

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Christ86
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Christ86 »

Gamaliel hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Wenn sie einvernehmlich sind, ist das nicht mein Bier :nein: Und auch nicht das Bier des Staates :nein:
Was is denn das "Bier des Staates" insbesondere im Hinblick auf den Bereich göttliches/natürliches Sittengesetz?
:hmm: Jetzt wollte ich sagen, die Verfolgung von sexuellen Straftaten, (nicht einvernehmlicher Sex) also Vergewaltigungen etc. Allerdings kann ja Inzest - wie homosexuelle Akte - einvernehmlich sein und muss trotzdem verfolgt werden. :hmm:
Gamaliel hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:P.S. dass die Inquisition sich mit der Verfolgung von homosexuellen Akten beschäftigt habe, höre ich zum ersten Mal. Gibt's dazu Quellen? Meines Wissens nach war die Aufgabe der Inquisition die Auslöschung der Häresie, nicht die Bestrafung von Unzucht.
Diese Frage ist an "pierre10" zu adressieren, da er die Inquisition bei vorliegendem Thema unbedingt nennen wollte. Ich habe damit nichts zu tun.
Gut, dann möge mir Pierre antworten. Wenn ich mich nicht täusche, wurden Vergehen gegen die Sitte nämlich von der weltlichen Obrigkeit verfolgt...
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Nassos
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Nassos »

Gamaliel hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Ich glaube, Dein statement hörte sich zu sehr nach "Strafgeilheit" an.
Ich wüßte nicht woraus jemand solches schließen könnte.

Bist Du der Meinung, daß der Gesetzgeber von "Strafgeilheit" geleitet ist, wenn er z.B. Inzest, Vergewaltigung,... verbietet und unter Strafe stellt?

Nassos hat geschrieben:Ist Sünde = Verbrechen?
Zielst Du hier auf den staatlichen Verbrechensbegriff ab? Wenn ja, dann antworte ich, daß gewisse Sünden selbstverständlich auch strafrechtlich gesehen als Verbrechen zu qualifizieren sind.
Lieber Gamaliel,

was ich schrieb, war das, wie ich glaubte, dass es Pierre aufgefasst haben könnte. Sorry, da war ich wohl spekulativ.
Unter den o.g. Sünden gibt es meiner Ansicht nach tatsächlich eine Differenz - nach menschlichem Strafrecht, über das wir ja reden.

Meiner Meinung gehört Homosexualität nicht zu den zu ahdenden Sünden. Wie wäre - darüber hinaus gesehen - dies zu kontrollieren? (Mit einem Sensor??? Denunzierung?)
Das ändert sich natürlich, wenn das öffentlich stattfindet. Dann aber ist heterosexuelle Praktik genauso zu verurteilen, natürlich.

Vergewaltigung, Mißbrauch etc richten sich gegen einen Menschen, der

a) nicht will
b) sich nicht wehren kann
c) dadurch seelisch zerstört wird

Ich glaube, in Anbetracht der aktuellen Debatten, brauche ich nicht näher darauf einzugehen. Der Staat sollte hier durchgreifen, bei Sünde/Verbrechen gegen Kinder mit aller Härte.

Dein Verständnis vom Verbrechensbegriff teile ich an sich. Wir legen nur die Grenzen unerschiedlich.

(Und ich gebe gerne zu, dass dieses Thema auch sehr emotionell und subjektiv ist!)

Gruß,
Nassos
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Gamaliel
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Gamaliel »

Nassos hat geschrieben:Meiner Meinung gehört Homosexualität nicht zu den zu ahdenden Sünden. Wie wäre - darüber hinaus gesehen - dies zu kontrollieren? (Mit einem Sensor??? Denunzierung?)
Da bin ich freilich diametral anderer Meinung. Zu "kontrollieren" wäre dieses Delikt wie jedes andere Offizialdelikt auch.
Nassos hat geschrieben:Dann aber ist heterosexuelle Praktik genauso zu verurteilen, natürlich.
Nun, da gibt es zwar wichtige Unterschiede, insbesondere das Fehlen der Widernatürlichkeit, aber ich stimme zu, daß der Staat auch gegen öffentliche Konkubinate,... Maßnahmen ergreifen sollte.

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Nassos
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Re: Sodom und Co

Beitrag von Nassos »

Entschuldigung, aber Sex in der Öffentlichkeit! Das gehört doch mit Brennesseln auf den Popo bestraft. Keine Diskussion.

Wie würdest Du denn Homosexualität bei den Leuten daheim kontrollieren wollen? Oder habe ich jetzt was falsch verstanden? :achselzuck:
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