Deutschschule

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Robert Ketelhohn
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Re: Deutschschule

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 17:15
Was hat es eigentlich mit kommt und kömmt auf sich? In Barockkantaten treffe ich sowohl das eine wie das andere (bzw. analoge Formen); Wörterbücher schreiben da von einem veralteten Gebrauch, aber irgendwann muß das ja mal eine Bedeutung gehabt haben, und ich wüßte gern, welche. Oder lese ich da zu viel in eine Nebensächlichkeit hinein?
Die Wortgeschichte des Verbs „kommen“ ist etwas zu komplex, als daß ich versuchen wollte, sie hier darzustellen … Schau mal da: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNet ... 1#XGK10381
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Vinzenz Ferrer
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Re: Deutschschule

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Also ich finde das Wort des Jahres 2021 steht bereits schon fest: Zaun-Junge
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

Bruder Donald

Re: Deutschschule

Beitrag von Bruder Donald »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 10. November 2021, 15:08
Also ich finde das Wort des Jahres 2021 steht bereits schon fest: Zaun-Junge
Boah... :tuete:
Ganz dunkler Humor... genau mein Geschmack :breitgrins:

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Vinzenz Ferrer
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Re: Deutschschule

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 10. November 2021, 15:11
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 10. November 2021, 15:08
Also ich finde das Wort des Jahres 2021 steht bereits schon fest: Zaun-Junge
Boah... :tuete:
Ganz dunkler Humor... genau mein Geschmack :breitgrins:
2021 wird ein besonderes Jahr: „Zaun-Junge“ wird sowohl Wort des Jahres als auch Unwort des Jahres :doktor:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

kukHofnarr
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Re: Deutschschule

Beitrag von kukHofnarr »

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 10. November 2021, 15:11
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 10. November 2021, 15:08
Also ich finde das Wort des Jahres 2021 steht bereits schon fest: Zaun-Junge
Boah... :tuete:
Ganz dunkler Humor... genau mein Geschmack :breitgrins:
Der Zaun ist ein Instrument der Ordnung...
...- es kommt auf den Standpunkt (im Zoo der Ideologien, Häresien u. Apostaten) an.
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Schulevonathen
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Re: Deutschschule

Beitrag von Schulevonathen »

Teilt das Sprachgefühl der hier Anwesenden die Behauptung im "Duden", dass "alleine" mit E umgangssprachlich sei? Für mich hört es sich rein gefühlsmäßig wie normales, gutes Deutsch an, aber da auch bei Grimm nur ein einziger Beleg für die Form mit E zu finden ist, scheint es ja tatsächlich problematisch (hyperkorrekt?) zu sein.

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Protasius
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Re: Deutschschule

Beitrag von Protasius »

Schulevonathen hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 12:14
Teilt das Sprachgefühl der hier Anwesenden die Behauptung im "Duden", dass "alleine" mit E umgangssprachlich sei? Für mich hört es sich rein gefühlsmäßig wie normales, gutes Deutsch an, aber da auch bei Grimm nur ein einziger Beleg für die Form mit E zu finden ist, scheint es ja tatsächlich problematisch (hyperkorrekt?) zu sein.
Das sehe ich anders. Um das erste Gegenbeispiel, das mir in den Sinn kommt, zu zitieren:
Mendelssohn, Gebet nach Lutherschen Worten, WoO 5 hat geschrieben:Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du unser Gott alleine.
Und hier bekommt die Silbe "ne" in "alleine" zwei ganze Schläge nur für sich alleine.

Und ausweislich des neuen Gotteslobs, das diesen Gesang unter der Nummer 475 in der ursprünglichen Version von 1529 enthält, war es auch im Original dieser deutschen Nachdichtung Luthers einer lateinischen Antiphon bereits so, daß das letzte Wort "alleine" lautet, nicht "allein".
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Siard
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Re: Deutschschule

Beitrag von Siard »

Protasius hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 12:28
Schulevonathen hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 12:14
Teilt das Sprachgefühl der hier Anwesenden die Behauptung im "Duden", dass "alleine" mit E umgangssprachlich sei? Für mich hört es sich rein gefühlsmäßig wie normales, gutes Deutsch an, aber da auch bei Grimm nur ein einziger Beleg für die Form mit E zu finden ist, scheint es ja tatsächlich problematisch (hyperkorrekt?) zu sein.
Das sehe ich anders. Um das erste Gegenbeispiel, das mir in den Sinn kommt, zu zitieren:
Mendelssohn, Gebet nach Lutherschen Worten, WoO 5 hat geschrieben:Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du unser Gott alleine.
Und hier bekommt die Silbe "ne" in "alleine" zwei ganze Schläge nur für sich alleine.

Und ausweislich des neuen Gotteslobs, das diesen Gesang unter der Nummer 475 in der ursprünglichen Version von 1529 enthält, war es auch im Original dieser deutschen Nachdichtung Luthers einer lateinischen Antiphon bereits so, daß das letzte Wort "alleine" lautet, nicht "allein".
Ich teile die Meinung des Dudens an dieser Stelle. Wobei ›alleine‹ durchaus verbreitet ist und auch ich es manchmal gebrauche. Es wäre mMn eine genaueren Betrachtung vor dem Hintergrund des sprachlichen "Archäologismus" der Lutherzeit und deren Gefolge.

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Hubertus
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Re: Deutschschule

Beitrag von Hubertus »

Siard hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 15:19
Protasius hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 12:28
Schulevonathen hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 12:14
Teilt das Sprachgefühl der hier Anwesenden die Behauptung im "Duden", dass "alleine" mit E umgangssprachlich sei? Für mich hört es sich rein gefühlsmäßig wie normales, gutes Deutsch an, aber da auch bei Grimm nur ein einziger Beleg für die Form mit E zu finden ist, scheint es ja tatsächlich problematisch (hyperkorrekt?) zu sein.
Das sehe ich anders. Um das erste Gegenbeispiel, das mir in den Sinn kommt, zu zitieren:
Mendelssohn, Gebet nach Lutherschen Worten, WoO 5 hat geschrieben:Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du unser Gott alleine.
Und hier bekommt die Silbe "ne" in "alleine" zwei ganze Schläge nur für sich alleine.

Und ausweislich des neuen Gotteslobs, das diesen Gesang unter der Nummer 475 in der ursprünglichen Version von 1529 enthält, war es auch im Original dieser deutschen Nachdichtung Luthers einer lateinischen Antiphon bereits so, daß das letzte Wort "alleine" lautet, nicht "allein".
Ich teile die Meinung des Dudens an dieser Stelle. Wobei ›alleine‹ durchaus verbreitet ist und auch ich es manchmal gebrauche. Es wäre mMn eine genaueren Betrachtung vor dem Hintergrund des sprachlichen "Archäologismus" der Lutherzeit und deren Gefolge.
'Alleine' kann 'allein' nicht in allen Fällen ersetzen.

In adversativer Verwendung geht es nie: "Die Botschaft hör ich wohl, alleine mir fehlt der Glaube."

Nach meinem Sprachempfinden kann es in der Bedeutung "ausschließlich" auch nur nachgestellt verwendet werden, also im Anschluß an das obige Beispiel: "Du allein bist unser Gott.", jedoch nicht "Du alleine bist unser Gott"; aber: "Du bist unser Gott allein/alleine."

Nur in der Bedeutung "ohne Gesellschaft, einsam" können 'allein' und 'alleine' synonym verwendet werden, und ja, ich würde auch sagen, daß 'alleine' in dieser Verwendung eher umgangssprachlich ist: "Ich war gestern allein/alleine unterwegs." Oder: "Wenn ich allein/alleine bin, mache ich mir oft Gedanken über die Zukunft."

Interessanterweise überwiegen die Google-Suchtreffer für die Wendung "wenn ich alleine bin" mit ca. 97.200 Ergebnissen gegenüber "wenn ich allein bin" (ca. 66.800 Ergebnisse). Hier scheint sich evtl. auch ein Sprachwandel abzuzeichnen.


'Alleine' scheint es jedenfalls (lt. Grimmschem Wörtbuch, vgl. folgenden Link), "in schwacher form" schon seit dem Mittelhochdeutschen gegeben zu haben: https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemma=allein#0
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Schulevonathen
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Re: Deutschschule

Beitrag von Schulevonathen »

Danke euch, da gibt es ja offenbar tatsächlich ein weites Meinungsspektrum!
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 19:01
'Alleine' scheint es jedenfalls (lt. Grimmschem Wörtbuch, vgl. folgenden Link), "in schwacher form" schon seit dem Mittelhochdeutschen gegeben zu haben: https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemma=allein#0
Diesen Eintrag im "Grimm" hatte ich übersehen; hat jemand eine Idee, was "in schwacher form" hier bedeuten könnte?

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Robert Ketelhohn
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Re: Deutschschule

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Schulevonathen hat geschrieben:
Samstag 8. Januar 2022, 17:41
Danke euch, da gibt es ja offenbar tatsächlich ein weites Meinungsspektrum!
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 19:01
'Alleine' scheint es jedenfalls (lt. Grimmschem Wörtbuch, vgl. folgenden Link), "in schwacher form" schon seit dem Mittelhochdeutschen gegeben zu haben: https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemma=allein#0
Diesen Eintrag im "Grimm" hatte ich übersehen; hat jemand eine Idee, was "in schwacher form" hier bedeuten könnte?
Deutsche Nomina unterscheiden starke und schwache Flexion:
der Bauer, des Bauern (schwach) – das Bauer, des Bauers (stark)
der eine, des einen (schwach) – einer, eines (stark)
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Lupus
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Re: Deutschschule

Beitrag von Lupus »

Ich finde die Diskussion um "allein(e)" insofern überflüssig, als man nur einmal Gesprächspartnern aufmerksam zuhören müsste. Das "e" ist ein Zeichen von "Schlamperei" beim Quasseln!
Hört doch einmal einem "Südländer/Italiener z.B." zu, da fällt in einem fort das "e" auf. Ein Italiener bringt es gar nicht zustande, ohne e zu reden! Wir sind doch so ziemlich verwandt, bezüglich unserer Ahnen, mit ihnen.

+L.
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Schulevonathen
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Re: Deutschschule

Beitrag von Schulevonathen »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 10. Januar 2022, 11:52
Schulevonathen hat geschrieben:
Samstag 8. Januar 2022, 17:41
Danke euch, da gibt es ja offenbar tatsächlich ein weites Meinungsspektrum!
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 19:01
'Alleine' scheint es jedenfalls (lt. Grimmschem Wörtbuch, vgl. folgenden Link), "in schwacher form" schon seit dem Mittelhochdeutschen gegeben zu haben: https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemma=allein#0
Diesen Eintrag im "Grimm" hatte ich übersehen; hat jemand eine Idee, was "in schwacher form" hier bedeuten könnte?
Deutsche Nomina unterscheiden starke und schwache Flexion:
der Bauer, des Bauern (schwach) – das Bauer, des Bauers (stark)
der eine, des einen (schwach) – einer, eines (stark)
Ah, danke! Allerdings ist "allein"/"alleine" ja indeklinabel und wird insofern weder stark noch schwach flektiert, es ist mir immer noch nicht recht klar.

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Lycobates
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Re: Deutschschule

Beitrag von Lycobates »

Schulevonathen hat geschrieben:
Montag 10. Januar 2022, 12:20
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Montag 10. Januar 2022, 11:52
Schulevonathen hat geschrieben:
Samstag 8. Januar 2022, 17:41
Danke euch, da gibt es ja offenbar tatsächlich ein weites Meinungsspektrum!Diesen Eintrag im "Grimm" hatte ich übersehen; hat jemand eine Idee, was "in schwacher form" hier bedeuten könnte?
Deutsche Nomina unterscheiden starke und schwache Flexion:
der Bauer, des Bauern (schwach) – das Bauer, des Bauers (stark)
der eine, des einen (schwach) – einer, eines (stark)
Ah, danke! Allerdings ist "allein"/"alleine" ja indeklinabel und wird insofern weder stark noch schwach flektiert, es ist mir immer noch nicht recht klar.
Siehe aber "ich alleiner" im Lessingzitat bei Grimm.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

Schulevonathen
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Re: Deutschschule

Beitrag von Schulevonathen »

Aha! Demnach wären das alte schwach deklinierte "alleine" und das heutige umgangssprachliche indeklinable "alleine" zwei voneinander zu unterscheidende Varianten von "allein"?

Caviteño
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Re: Deutschschule

Beitrag von Caviteño »

Kaum aus Qatar zurück, hat unsere Innenministerin bei twitter gepostet:



Zumindest sollte eine Juristin das eigene Fachvokabular beherrschen. Es heißt nicht Urteilsverkündigung sondern Urteilsverkündung...
Außerdem wird "ihrer" gedacht - nicht "ihnen"....

Peduli
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Re: Deutschschule

Beitrag von Peduli »

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 4. Dezember 2022, 10:46
Kaum aus Qatar zurück, hat unsere Innenministerin bei twitter gepostet:



Zumindest sollte eine Juristin das eigene Fachvokabular beherrschen. Es heißt nicht Urteilsverkündigung sondern Urteilsverkündung...
Außerdem wird "ihrer" gedacht - nicht "ihnen"....
An dieser Stelle kann man durchaus einmal Sigismund Schlomo Freud zu Rate ziehen! :blinker:

Es handelt sich nämlich um eine klassische "Freud'sche Fehlleistung". :doktor:
Nanny Faeser - nein, das ist keine "Freud'sche Fehlleistung" 8) - verkündigt die Lehren einer Staatsreligion, wobei die Gerichte ebenfalls "verkündigen" und nicht verkünden. ;D
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Lupus
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Re: Deutschschule

Beitrag von Lupus »

Ja, die liebe deutsche Muttersprache!
Es stößt mir jedes Mal fast übel auf, wenn ich selbst in Predigten oder sonstigen Ansprachen von Mitbrüdern mehr, vor allem englische Sprüche 7und sprachliche Wendungen über mich ergehen lassen muss!

Ein Beispiel ist der missbräuchliche Umgang mit dem Genitiv:

Wir haben im Gymnasium (42-5o) noch gelernt:

" (Des Bieres) kundig, eingedenk, teilhaftig,
mächtig, voll..." Hier regiert der Genitiv!

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Jakobgutbewohner
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Re: Deutschschule

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Lupus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Dezember 2022, 15:30
Ja, die liebe deutsche Muttersprache!
Ich würde sagen, die Sprachnormierung wie sie geschichtlich über eher kurze Zeit unter Berufung auf Duden betrieben wurde ist eine Ausnahme, die darauf beruhte beschreibende Sprachforschung mit einer Sprachdefinition zu verwechseln.
"Selig sind ... die durch die Tore eingehen in die Stadt. Draußen aber sind die Hunde und die "Pharmazeuten" und die Buhler und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Off 22,14+15

Peduli
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Re: Deutschschule

Beitrag von Peduli »

Eigenartig, daß Nietzsche ein gutes Deutsch sprach, aber grottenschlechte Einsichten hatte! :roll:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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