Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

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Peduli
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Peduli »

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 10:33
Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 08:22
Bund verstaatlicht Uniper
Die Kritik an der Gasumlage war wohl so stark, daß nur dieser Weg blieb. Jetzt kann der Vizekanzler, Dr. Habeck, "gesichtswahrend" die Gasumlage "kassieren". :D
Folge: Der Gaspreis erhöht sich nicht um diesen Betrag, ein wichtiger Angriffspunkt fällt damit weg. Die anderen Preissteigerungen werden ARD & Co dem sedierten Volk problemlos mit Putin erklären. :breitgrins:
Und so ganz nebenbei wurde öffentlich der Beweis erbracht, daß für die Stabilisierung des Energiemarktes im BMWi kein Plan besteht, sondern gestümpert wird: Planwirtschaft ohne Plan, aber mit viel Bauch! ;)

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Protasius
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Protasius »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 10:49
Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 10:33
Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 08:22
Bund verstaatlicht Uniper
Die Kritik an der Gasumlage war wohl so stark, daß nur dieser Weg blieb. Jetzt kann der Vizekanzler, Dr. Habeck, "gesichtswahrend" die Gasumlage "kassieren". :D
Folge: Der Gaspreis erhöht sich nicht um diesen Betrag, ein wichtiger Angriffspunkt fällt damit weg. Die anderen Preissteigerungen werden ARD & Co dem sedierten Volk problemlos mit Putin erklären. :breitgrins:
Und so ganz nebenbei wurde öffentlich der Beweis erbracht, daß für die Stabilisierung des Energiemarktes im BMWi kein Plan besteht, sondern gestümpert wird: Planwirtschaft ohne Plan, aber mit viel Bauch! ;)
Nur mal nebenbei: Die Gasumlage soll trotz Verstaatlichung nicht wegfallen: Bund hält laut Habeck an Gasumlage fest
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Caviteño
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 11:01
Nur mal nebenbei: Die Gasumlage soll trotz Verstaatlichung nicht wegfallen: Bund hält laut Habeck an Gasumlage fest
Da fällt mir nichts mehr ein. Es bestehen "erhebliche rechtliche Bedenken" und trotzdem zieht man die Erhebung dieser zusätzlichen Steuer durch. :hmm: :patsch:

Sie betrifft nur die Gaskunden und wird insbesondere in der Industrie zu erheblichen Mehrbelastungen führen. Wenn die Steuer dann für verfassungswidrig erklärt werden sollte, muß alles wieder zurückgezahlt werden. Welcher Verwaltungsaufwand - als wenn man sonst nichts zu tun hätte.

Andererseits ist auch gut so. Vielleicht wird der eine oder andere Wähler der Grünen jetzt realisieren, welche Gurkentruppe die Grünen sind.

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Marion
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Marion »

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 12:52
Andererseits ist auch gut so. Vielleicht wird der eine oder andere Wähler der Grünen jetzt realisieren, welche Gurkentruppe die Grünen sind.
Die Bildzeitung hat die Grünen diesen Montag aber richtig alt aussehen lassen. Nur Männer am Tisch! Das war richtig nett zu sehen :daumen-rauf:

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Marion
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Marion »

Deutschland fackelt Biogas ab

Sind die Stromnetze überlastet, müssen manche Erzeuger ihre Abgabe herunterfahren. Bei Biogas-Anlagen bedeutet dies, dass dann die Speicher überlaufen.
...
Besonders fatal für Kuhlenkamp: Wird der Strom voll abgeregelt, muss auch die Wärmebereitstellung eingestellt werden. Die Verpflichtungen zum Wärmeliefern laufen aber weiter. Es bleibt dem Betreiber dann nichts anderes übrig, als ersatzweise fossiles Gas oder Öl einzusetzen.
All das findet der Geschäftsführer ziemlich widersinnig, gerade seitdem der Erdgaspreis durch den Ukraine-Krieg in astronomische Höhen geschossen ist. „Das versteht niemand mehr, dass wir Biogas abfackeln und dafür zugleich teilweise sogar Erdgas verbrennen müssen“
https://www.fr.de/politik/deutschland-f ... 01028.html
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Peduli
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Peduli »

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 12:52
Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 21. September 2022, 11:01
Nur mal nebenbei: Die Gasumlage soll trotz Verstaatlichung nicht wegfallen: Bund hält laut Habeck an Gasumlage fest
Da fällt mir nichts mehr ein. Es bestehen "erhebliche rechtliche Bedenken" und trotzdem zieht man die Erhebung dieser zusätzlichen Steuer durch. :hmm: :patsch:

Sie betrifft nur die Gaskunden und wird insbesondere in der Industrie zu erheblichen Mehrbelastungen führen. Wenn die Steuer dann für verfassungswidrig erklärt werden sollte, muß alles wieder zurückgezahlt werden. Welcher Verwaltungsaufwand - als wenn man sonst nichts zu tun hätte.

Andererseits ist auch gut so. Vielleicht wird der eine oder andere Wähler der Grünen jetzt realisieren, welche Gurkentruppe die Grünen sind.
Die Begründung ist rein formaler Natur und widerspricht dem gesunden Menschenverstand:
Solange Uniper noch kein Staatskonzern ist, darf Uniper eben von der Gasumlage profitieren. Wenn Uniper aber erst mit Wirkung ab dem 1.1.2023 verstaatlicht wird, kann es selbstverständlich im IV. Quartal 2022 von der Gasumlage profitieren.

Warum sollte man die Staatbürger nicht nach allen Regeln der kriminellen Kunst abzocken, wenn man doch schon mit Umfragewerten von ca. 20 % gestützt wird? :sauer:

Es zeigt sich, daß die derzeitige Regierung als ein reiner Umverteilungsmechanismus mit positivistischem Rechtsverständnis handelt.

Caviteño
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Ein Gasproblem wird es wohl nicht geben - aber zu welchem Preis:

1300 Prozent Gewinn - Deutschlands Zoff mit Putin beschert US-Gasindustrie das Geschäft ihres Lebens
Das größte Gas-Geschäft der Welt wird derzeit nicht zwischen Russland und Europa abgeschlossen, sondern zwischen den USA und Deutschland. Zwischen kaum zwei anderen Ländern ist die Gewinnspanne für Gasverkäufer derzeit so hoch. Während eine Million „British Thermal Units“ (MMBtu) Erdgas – das entspricht etwa 26,4 Kubikmetern – in den USA gerade einmal 1,90 bis 3,80 US-Dollar kostet, lässt sie sich in Deutschland für 27,20 Dollar verkaufen.
Eine ganze Armada US-amerikanischer Tanker hat sich deswegen auf den Weg über den Atlantik gemacht. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg meldet, dass zehn Tanker bereits ein Ziel in Europa angegeben haben, während 20 weitere bereits auf dem Weg über den Atlantik sind, ohne bisher einen Zielhafen in Europa angegeben zu haben. Zusammen transportieren sie geschätzte 4,9 Millionen Kubikmeter flüssiges Erdgas. Einkaufspreis in den USA: 476 Millionen Dollar. Verkaufspreis in Deutschland: 3,3 Milliarden Dollar.
(...)
Für die US-Exporteure ist das eine Goldgrube. Die Lager in den USA sind gut gefüllt, der Preis niedrig. Das Land hat Kapazitäten für die Ausfuhr.
Wetten, daß jetzt die US-Gasindustrie die "Bösen" sind, während das Versagen der früheren und der jetzigen Bundesregierungen nicht thematisiert wird? Alle Altparteien haben laut für die Energie"wende" gestimmt und auch heute glauben noch viele, daß die Zukunft der Energieversorgung durch die "Erneuerbaren" gelöst werden kann.

Dann sollen sie auch dafür bezahlen - ohne zu klagen.

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Marion
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Marion »

... Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry.
Hunderttausende Kilowattstunden sind so schon bei uns nicht produziert worden. Weil die Politik das gar nicht auf dem Schirm hat. AKWs einschalten, weil der Strom knapp ist. Kohle wieder verbrennen, weil der Strom knapp ist und auch ordentlich noch Gas in die Kraftwerke, weil der Strom knapp ist. Und Windparks ausstellen- damit der Strom knapp bleibt. Lieber Stromkunde: Sie werden verarscht und wir auch.
..
Wolfgang Kiene, Geschäftsführer Maka Windkraft
https://www.makawind.de/index.php?show=news
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Caviteño
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 22. September 2022, 16:04
Ein Gasproblem wird es wohl nicht geben - aber zu welchem Preis:

1300 Prozent Gewinn - Deutschlands Zoff mit Putin beschert US-Gasindustrie das Geschäft ihres Lebens
Dazu passend:

High Natural-Gas Prices Push European Manufacturers to Shift to the U.S.
A big winner from the energy crisis in Europe: the U.S. economy.
Battered by skyrocketing gas prices, companies in Europe that make steel, fertilizer and other feedstocks of economic activity are shifting operations to the U.S., attracted by more stable energy prices and muscular government support.
As wild swings in energy prices and persistent supply-chain troubles threaten Europe with what some economists warn could be a new era of deindustrialization, Washington has unveiled a raft of incentives for manufacturing and green energy.

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Marion
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Marion »

Decken im kalten Thüringer Landtag, aber momentan erst mal nur für die Frauen:

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Christian
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Christian »

Immer größer wird den Robärt seine Arroganz und vor allen seine Wehleidigkeit.
Wirtschaftsminister Robert Habeck steht in der Energiekrise unter Druck, aber auch die Mitarbeiter seines Ministeriums. Nun schilderte der Grünenpolitiker in drastischen Worten, wie groß dort die Arbeitsbelastung sei.
.....
Habeck sagte am Donnerstag bei einem Kongress des Bundesverbands der Deutschen Industrie in Berlin: „Die Leute, irgendwann müssen die auch schlafen und essen.“ Er fuhr fort: „Es ist jetzt kein Scheiß, den ich erzähle: Die Leute werden krank. Die haben Burnout, die kriegen Tinnitus. Die können nicht mehr.“

....https://www.welt.de/politik/ausland/art ... _extra_row
Robärt seine Angestellellten sind zum Teil in der B11 Besoldung mit ca. 14000 Euro monatlich. Handwerker, Rentner wissen nicht wie sie Miete und Nebenkosten aufbringen sollen und Robärt bettelt um Mitleid . Einfach schäbig

Caviteño
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Christian hat geschrieben:
Freitag 23. September 2022, 16:45
Robärt seine Angestellellten sind zum Teil in der B11 Besoldung mit ca. 14000 Euro monatlich. Handwerker, Rentner wissen nicht wie sie Miete und Nebenkosten aufbringen sollen und Robärt bettelt um Mitleid . Einfach schäbig
Schäbig ist es aber auch, wenn man schreibt: "seine Angestellellten sind zum Teil in der B11 Besoldung" und damit den Eindruck erweckt, es würde sich um eine große Zahl handeln.

Ein Blick in den Bundeshaushalt 2022 hätte gereicht, um die Proportionen zu erkennen.

Beim Wirtschaftsministerium sind lt. Stellenplan des Haushaltes insgesamt 1.862,5 Beamte beschäftigt. Davon entfallen ganze 4 (in 2021 sogar nur 3) auf die von Dir erwähnte höchste Besoldungsgruppe B 11 und es handelt sich dabei um die vier Staatssekretäre.

https://www.bundeshaushalt.de/static/da ... gesamt.pdf - Seite 1276
Darunter sind:
Udo Philipp
Sven Giegold - vorher Abgeordneter der Grünen im Europaparlament
Anja Hajuk - MdB der Grünen
Dr. Patrick Graichen - vorher Direktor bei der Agora Energiewende

Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß diese grünen Politiker in der Lage sind, die jetzt notwendigen Gesetze zu formulieren und in den Ausschüssen zu vertreten, oder?

Wenn Du mal einen Blick auf das Organigram des Ministerium geworfen hättest, hättest Du feststellen können, daß es im wesentlichen eine Abteilungen ist, die die Arbeit machen muß, die Abteilung II B - "Wasserstoff und Gas" und hier wieder die Unterabteilung II B 4 - Gas, deren Leiter(!) ein Ministerialrat (Besoldungsgruppe A 16 oder B 3). Die Besoldungsgruppe A 16 haben z.B. auch Amts- oder Schulleiter eines großen Gymnasiums.

Natürlich kann man in der gegenwärtigen Situation immer Stimmung machen, aber glaubst Du etwa, daß ein Experte aus der freien Wirtschaft preiswerter wäre? Warum hat wohl der frühere Staatssekretär im Finanzministerium Jörg Asmussen in die Privatwirtschaft gewechselt? Sicherlich nicht, weil er dort weniger verdient hat... :D

Christian
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Christian »

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 23. September 2022, 18:06
Christian hat geschrieben:
Freitag 23. September 2022, 16:45
Robärt seine Angestellellten sind zum Teil in der B11 Besoldung mit ca. 14000 Euro monatlich. Handwerker, Rentner wissen nicht wie sie Miete und Nebenkosten aufbringen sollen und Robärt bettelt um Mitleid . Einfach schäbig
Schäbig ist es aber auch, wenn man schreibt: "seine Angestellellten sind zum Teil in der B11 Besoldung" und damit den Eindruck erweckt, es würde sich um eine große Zahl handeln.

Wenn dem so ist habe ich meine Quelle nicht überprüft und bin darauf reingefallen und es ist ärgerlich aber an der Grundaussage ändert es nichts ständig jammert der Robärt, z.B. das er nicht zu Ruhe kommt und nicht frühstücken kann (das bekannte Interview bei Maischberger). Jeder hat auf der Arbeit Druck und Stress mal mehr und mal weniger und es ist nicht angebracht sich in die Opferrolle zu begeben sind halt auch seine Fehlentscheidungen.

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Edi
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Edi »

Christian hat geschrieben:
Freitag 23. September 2022, 19:11
Wenn dem so ist habe ich meine Quelle nicht überprüft und bin darauf reingefallen und es ist ärgerlich aber an der Grundaussage ändert es nichts ständig jammert der Robärt, z.B. das er nicht zu Ruhe kommt und nicht frühstücken kann (das bekannte Interview bei Maischberger). Jeder hat auf der Arbeit Druck und Stress mal mehr und mal weniger und es ist nicht angebracht sich in die Opferrolle zu begeben sind halt auch seine Fehlentscheidungen.
Da wird vielleicht der eine oder andere Beamte sich sagen, dass er und andere Kollegen den Mist ausbaden muss, den die politische Führung gemacht hat. Laut wird das aber keiner sagen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Christian hat geschrieben:
Freitag 23. September 2022, 19:11
Jeder hat auf der Arbeit Druck und Stress mal mehr und mal weniger und es ist nicht angebracht sich in die Opferrolle zu begeben sind halt auch seine Fehlentscheidungen.
Der Hauptgrund, warum ich die Namen der Staatssekretäre mit ihrem wikipedia-Eintrag verlinkt habe, war: Jeder kann sich jetzt ein Bild machen, wie die Entscheidungen in seinem Ministerium gefällt werden und wer an der Spitze und in der zweiten Reihe steht. Alte Parteigänger der Grünen wurden "belohnt" - mit Fachwissen hat das nichts zu tun. Insofern ist es auch nachvollziehbar, daß man nichts geregelt bekommt und eine Pleite nach der anderen hinlegt.

Habeck ist mit der ihm anvertrauten Aufgabe vollkommen überfordert. Das ist nicht weiter verwunderlich, hat er doch - mit Ausnahme seiner sechsjährigen Tätigkeit als Landwirtschaftsminister in einem kleinen Bundesland - keinerlei Regierungserfahrung. Wie soll er da seine Rolle als Wirtschaftsminister der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt ausfüllen können?
Da er aber der Liebling der Medien ist, kann er auf der Mitleidswelle reiten und es wird genügend Anhänger geben, die ihn bedauern. Daß er und die Politik der Grünen das Land erst in diese Situation gebracht haben, wird verdrängt - von einem großen Teil der Bevölkerung und erst Recht von den Medien. Eine kritischere Berichterstattung wäre wünschenswert, wird aber wohl ein Wunschtraum bleiben.

Dieses Land ist lost....

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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Nicht alle machen den Blödsinn mit und verzichten auf die Weihnachtsbeleuchtung:

St. Gallen will die Sterne funkeln sehen
Die letzten zwei Jahre seien schwierig gewesen, sowohl für Geschäfte als auch für die Menschen. Darum habe der Stadtrat abgewogen und entschieden: «Wir wollen die Weihnachtsstimmung beibehalten und bringen so etwas Licht in die Stadt.»
Strom sparen.. ein ziemlich durchsichtiges Argument. Strom kann nicht gespeichert werden, wird er erzeugt, muß er verbraucht werden. Wie soll er da "gespart" werden? :hmm:
Sollte durch die Weihnachtsbeleuchtung tatsächlich ein black-out drohen, wird man das vorher erkennen und kann sie immer noch abschalten. Aber vorher darauf verzichten, um ein Zeichen zu setzen - das ist mal wieder übertrieben.

Caviteño
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Re: Der Winter 2022/23 - alles zur Gas- und Stromkrise

Beitrag von Caviteño »

Edi hat geschrieben:
Freitag 23. September 2022, 19:36
Da wird vielleicht der eine oder andere Beamte sich sagen, dass er und andere Kollegen den Mist ausbaden muss, den die politische Führung gemacht hat. Laut wird das aber keiner sagen.
Das Beispiel "Gasumlage" zeigt eigentlich das Gegenteil:
Liest man Habecks Erklärungsversuche zum Umlagefiasko, möchte man ihm ebenso norddeutsch entgegenhalten: „Donnerlüttchen, du schnackst ganz schön harten Tobak!“ Denn dass sich der gewählte Weg zur Stützung der Importeure als Sackgasse entpuppt, begründet Habeck offen mit fehlender Kompetenz: Die prinzipiell richtige Idee habe sich als problematisch erwiesen, „weil wir nicht wussten, das muss man ehrlicher Weise sagen – und niemand wusste das –, wie dieser Gasmarkt verflochten ist, welche Firmen irgendwelche Anteile an Töchtern und so weiter haben“.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 71543.html

Da wird man wohl im Ministerium auf Anweisung von höchster Stelle einen Gesetzentwurf erarbeitet haben und gleichzeitig haben die Beamten, denen die Unzulänglichkeit bewußt war, sinngemäß dazu geschrieben: "Wir wissen nicht wie der Markt strukturiert ist - wir halten das Vorhaben zum gegenwärtigen Zeitpunkt für undurchführbar. Wir brauchen weitere Informationen"
Trotzdem wird es dann durchgepeitscht, weil man schon öffentlich eine "Lösung" angekündigt hat.

Natürlich sind die entsprechenden Informationen vorhanden, z.B. bei den Finanzbehörden - man muß sie sich nur beschaffen und das dauert ein paar Tage. Aber warten können die Grünen nicht und außerdem: Sachkenntnis stört nur.

Man kann es drehen wie man will: Der Mann ist überfordert - und er wurde sogar als Kanzler gehandelt.... :traurigtaps:

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