Situation der deutschen Medienlandschaft

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.
Benutzeravatar
Siard
Beiträge: 7810
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Siard »

Edi hat geschrieben:
Montag 24. Mai 2021, 22:08
Die Grünen, die Linken und die SPD wollen auch eine Vermögenssteuer einführen.
Wenn es nur das wäre ….
Sancte Mauritië, ora pro nobis!

Benutzeravatar
Vinzenz Ferrer
Beiträge: 1241
Registriert: Donnerstag 28. März 2019, 12:16

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

„Haltungsjournalist“ Claus Kleber hört Ende des Jahres (endlich!) auf
„Den Nachrichtendienst Twitter (Motto: „Was ich hier schreibe, geht auf meine Kappe“) nutzt Kleber oft geschickt, um Themen zu kommentieren.“
Quelle: https://www.bild.de/unterhaltung/leute/ ... .bild.html

Ganz genau! Das heute-journal hat er aber mindestens ebenso geschickt genutzt, um Nachrichten mit seiner Meinung zu veredeln und um sie mit der Regierungslinie zu harmonisieren. :daumen-runter: :daumen-runter: :daumen-runter:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

Raphael

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Raphael »

Interessante Aussagen, insbesondere von Ijoma Mangold: :unbeteiligttu:
Steht Cancel Culture für Zensur?

Caviteño
Beiträge: 11865
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño »

Die Schweizer haben sich am letzten Sonntag in einer Volksabstimmung gegen höhere CO²-Preise entschieden. Warum das in den deutschen Medien kein Thema ist, untersucht dieser Artikel der NZZ:

Störenfried Schweiz – weshalb in Deutschland das Votum der Schweizer gegen das CO2-Gesetz kein Thema ist
Man will keine schlafenden Hunde wecken. Die eigenen Bürger könnten auf die Idee kommen, auch über die teure Klimapolitik abstimmen zu dürfen.
(...)
Denn im Gegensatz zur medialen und politischen Wahrnehmung haben Umwelt und Klima nur für 28 Prozent der Deutschen oberste Priorität. Für 72 Prozent stehen andere Themen auf den ersten zwei Plätzen, wie die Meinungsforscher von Infratest/Dimap für die ARD erkundet haben. Drei von vier Befragten lehnen eine stärkere Erhöhung des Benzinpreises ab, wie sie vor allem die Grünen fordern. 57 Prozent halten den Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb für falsch.
Die EU fürchte die demokratisch legitimierten Eigenbrötler mehr als die Rechteverletzer aus Ungarn und Polen. Länder, die dauerhaft die Fiskalregeln brechen würden großzügiger behandelt als die Schweiz, "die noch mit dem Rappen rechnet, wo doch in der EU die Million die kleinste Währungseinheit ist."

Ein Beispiel in dem Artikel gibt zu Denken: In der Schweiz koste ein Pizza 20 CHF - das sei der reale Preis. In D. würden die Pizzaboten und -bäcker mit niedrigen Löhnen abgespeist, die unweigerlich zu späteren zu Sozialhilfe und niedrigen Renten führen würden. Sie würden also später vom Steuerzahler subventioniert. "In Wahrheit ist das deutsche Sozialgebilde ein Schneeballsystem nach dem Motto: Nach unserer Abwahl können andere die Schuldenberge abtragen."

Ein solcher Artikel in den deutschen MSM? Vollkommen undenkbar!

Benutzeravatar
Jakobgutbewohner
Beiträge: 435
Registriert: Donnerstag 21. Januar 2021, 15:47
Kontaktdaten:

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Die Ablehnung war in der Altersgruppe zwischen 18 und 34 mit 58% wohl am höchsten.
"Selig sind ... die durch die Tore eingehen in die Stadt. Draußen aber sind die Hunde und die "Pharmazeuten" und die Buhler und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Off 22,14+15

Caviteño
Beiträge: 11865
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño »

Jakobgutbewohner hat geschrieben:
Donnerstag 24. Juni 2021, 13:34
Die Ablehnung war in der Altersgruppe zwischen 18 und 34 mit 58% wohl am höchsten.
Ganz im Gegensatz zu dem, was die MSM hier den Leuten einreden wollen. Man muß mir auch erst einmal die Jugendgruppe zeigen, die lieber mit dem Fahrrad durch die Lüneburger Heide radelt als nach Mallorca oder nach London zu fliegen... :D

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 10500
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Edi »

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Caviteño
Beiträge: 11865
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño »

Michael Klonovsky zum gestrigen Urteil des BVerfG:
Das BVerfG-Urteil in einem Satz - BVerfG erhöht Wahlkampfbudget der Grünen um 1,5 Mrden Euro

Es war übrigens wiederum der 1. Senat unter Stephan Harbarth – er saß 2009–18 für die CDU im Bundestag und war von 2016 bis zur seiner, nun ja, man nennt es Wahl zum Verfassungsrichter anno 2018 stellvertretender Unions-Fraktionsvorsitzender dortselbst –, der die Entscheidung traf, nachdem er bereits die konkreten Grundrechte der Lebenden als nachrangig gegenüber den vom mutmaßlich deutschengemachten Klimawandel eventuell betroffenen künftigen Bewohnern ’schlands deklariert und damit jeder Art prophylaktischer Klimadiktatur ein höchstrichterlichen Schleifchen umgebunden hat. Nebenbei hat der getreue Harbarth den Föderalismus ausgehebelt, denn Rundfunk war (und ist) Ländersache
https://www.klonovsky.de/acta-diurna/

Die Landesparlamente müssen also das abnicken, was vorher in den Hinterzimmern ausgekungelt wurde. Diese Machtbasis werden die Parteien nie freiwillig aus der Hand geben. Vielleicht gibt es einmal in einem der ostdeutschen Länder ein Volksbegehren, mit dem Ziel, die Kündigung der Staatsverträge zu erreichen. Nur dann besteht die Chance, daß die Zwangsgebühr in ein pay-per-view-System umgewandelt wird.

Caviteño
Beiträge: 11865
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño »

Der ehemalige n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel hat einen "Selbstversuch" gemacht und sich ein halbes Jahr nur mit "rechten Medien" informiert.

Im Dienste der Wahrheit: 007-Demmel und Moneypeny-Küppersbusch
Von „Tichys Einblick“ bis hin zu „Compact“. Seine unglaublichen Eindrücke verfasste er im neuen Buch „Anderswelt. Ein Selbstversuch mit rechten Medien, begleitet von Friedrich Küppersbusch“.
(...)
Verständlich, dass ein so gewagter Selbstversuch der Begleitung bedurfte. „Und er [Küppersbusch] sollte mir, sollte es so weit kommen, den Aluhut vom Kopf reißen“. Nota bene: Küppersbusch informierte sich weiterhin über „Mainstream-Medien“, die – nochmals zur Erinnerung – die „allgemeingültige Wahrheit“ darstellen.
Wie weit es mit der Meinungsfreiheit inzwischen in Deutschland ist, gibt der Autor selbst zu - wahrscheinlich ohne es zu bemerken:
So schreibt er: „Nach langer Erfahrung sollte ich gestählt sein für diesen Selbstversuch, für diese Reise ins Dunkel der deutschen Medienlandschaft. Angst vor dem, was mich erwartet und was die Lektüre bei mir auslöst, habe ich dennoch.“
(...)
„Freitag früh gehe ich zum Bahnhof. An den Kiosk oder die Tankstelle, wo mich ein Nachbar sehen könnte, habe ich mich nicht getraut, erkannt zu werden wäre mir dann doch peinlich.“
:D :D :kugel: :kugel:

Schulevonathen
Beiträge: 75
Registriert: Dienstag 21. April 2020, 19:48

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Schulevonathen »

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 16. September 2021, 17:02
Wie weit es mit der Meinungsfreiheit inzwischen in Deutschland ist, gibt der Autor selbst zu - wahrscheinlich ohne es zu bemerken:
„Freitag früh gehe ich zum Bahnhof. An den Kiosk oder die Tankstelle, wo mich ein Nachbar sehen könnte, habe ich mich nicht getraut, erkannt zu werden wäre mir dann doch peinlich.“
:D :D :kugel: :kugel:
Also "Meinungsfreiheit" ist, wenn sich Nachbarn über "Compact"-lesende Zeitgenossen keine negative Meinung bilden dürfen?

Benutzeravatar
Jakobgutbewohner
Beiträge: 435
Registriert: Donnerstag 21. Januar 2021, 15:47
Kontaktdaten:

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Jakobgutbewohner »

In einer Gesellschaft, in welcher Meinungsfreiheit, der Wert von Meinungsvielfalt gelebt würde, wäre es eher nicht nötig Meinungen zu verstecken. Die Mitmenschen hätten auch im Sinne des Gemeinwesens ein lebendiges Verständnis für die Grenzen ablehnender Reaktionen und würden extreme Reaktionen Einzelner kritisch begleiten, statt zu ihnen zu schweigen, sie hinzunehmen oder gar zu begrüßen, weil das so vermeintlich gut sei.
"Selig sind ... die durch die Tore eingehen in die Stadt. Draußen aber sind die Hunde und die "Pharmazeuten" und die Buhler und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Off 22,14+15

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 10500
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Edi »

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema