Röm 10,6
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 14:05
Wer kann mir diese Textstelle mal erklären?
Nicht Mose spricht mehr , auch nicht die Schrift, sondern die Personifikation der Glaubensgerechtigkeit.overkott hat geschrieben:Wer kann mir diese Textstelle mal erklären?
Ich denke in | Röm 10,6 | verdeutlicht Paulus die Unterschiedlichkeit der Gerichte im Spannungsfeld zwischen Werkgerechtigkeit und Glaubensgerechtigkeit:overkott hat geschrieben:Wer kann mir diese Textstelle mal erklären?
Betrachte es einmal in Zusammenhang mit dem Anfang des Johannes-Evangeliums. Seitdem Jesus Christus hier auf Erden weilte, ist Gott ist dem Menschen so nahe wie jedes Wort, das der Mensch spricht.overkott hat geschrieben:Wer kann mir diese Textstelle mal erklären?
Ich finde das sehr bemerkenswert.Paul Heliosch hat geschrieben:Ich denke in | Röm 10,6 | verdeutlicht Paulus die Unterschiedlichkeit der Gerichte im Spannungsfeld zwischen Werkgerechtigkeit und Glaubensgerechtigkeit:overkott hat geschrieben:Wer kann mir diese Textstelle mal erklären?
Das Gericht aufgrund Werkgerechtigkeit erfolgt aufgrund der Werke im Rahmen der mosaischen Gesetze. Aufgrund jener Gesetze ist es sowohl für Gott als auch für Menschen verhältnismässig "einfach", ad hoc ein endgültiges Urteil zu fällen.
Demgegenüber erfolgt das Gericht aufgrund Glaubensgerechtigkeit aufgrund des Gleichklangs "Glaube im Herzen und Bekenntnis mit dem Mund" (Röm 10,9). Hier muss sich jedes menschliche Urteil
eines Urteilsspruchs enthalten - vielmehr weist sie diesen zu 100% Gott zu.
Daher wird ausdrücklich davor gewarnt, die Frage zu stellen "Wer wird in den Himmel aufsteigen?" oder "Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?", weil mit dieser Frage die letzte Entscheidung, die Gott zukommt - nämlich jene Entscheidung über den endgültigen, ewigen Verbleib eines Menschen - erneut dem Zuständigkeitsbereich des Menschen zugewiesen wäre - derart reversibel, als ob der Glaube ein durch Menschen beurteilbares Menschenwerk wäre, und damit wären wir wieder zur gewöhnlichen Werkgerechtigkeit zurückgekehrt mit all ihren Rechten, Pflichten sowie ewigen Konsequenzen...
Ob aber Glaube und Bekenntnis geschehen (Röm 10,9), bleibt allein der Gnade Gottes vorbehalten.
Daß aber die Zurückweisung des Glaubens - also der Unglaube - als Sünde eingestuft wird (Röm 14,23), bleibt wiederum allein der Strenge Gottes vorbehalten, jener Strenge, die sich auch gegen jene richtet, die gefallen sind dadurch, da sie nicht in der Gnade Gottes verharrten (Röm 11,22).
Daher kann kein Mensch mit letzter Sicherheit behaupten, jemand käme in den Himmel.
Daher rührt aber auch für jeden einzelnen Menschen, Zeit seines Lebens bis einschliesslich seines letzten Atemzuges die Chance, durch persönliche Reue und Umkehr von Gott anerkannt zu werden - sei er auch im Urteil der Gesellschaft sündigster Abschaum...
Deshalb beten wir in Erwartung seiner Gnade in der Zeit vor dem letzten Atemzug:
"Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser."
In der Zeit nach dem letzten Atemzug ...gnade uns Gott!
Ich finde Deinen Hinweis - insbesondere auf dem Hintergrund der Diskussion im Feindbilder-Thread - sehr hilfreich.overkott hat geschrieben:Ich finde das sehr bemerkenswert.