Was ist schlecht am Schlechten?
Verfasst: Donnerstag 6. März 2008, 12:13
Diese Frage möchte ich gerne an euch weitergeben.
Wer weiß Antwort?
Wer weiß Antwort?
Der katholische Treffpunkt im Internet.
https://kreuzgang.org/
Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:alles
Wie soll man so eine unpräzise Frage beantworten?overkott hat geschrieben:Diese Frage möchte ich gerne an euch weitergeben.
Wer weiß Antwort?
Die Bewertung liegt schon in der Bezeichnung als Klauen und Stehlen. Die Bewertung ergibt sich sowohl aus deiner Absicht, als auch aus der Absicht des Diebes. Da es keine vorhergehende oder nachträgliche Einigung auf die Übergabe oder Übernahme des Geldbeutels gab, war die Handlung von außen, also objektiv betrachtet schlecht.Pierre hat geschrieben:Vielleicht sollte zuerst einmal definiert werden, was denn nun schlecht überhaupt ist.
Mir wurde der Geldbeutel geklaut, für mich ganz schlecht, der Dieb dagegen verdiente 200 Euro, für ihn war es gut. War nun der Akt des Stehlens (von der Moral mal abgesehen) objektiv gut oder schlecht?
Pierre
Diese Antwort ist bedingt durch die Moral, aber nicht objektiv.overkott hat geschrieben:Die Bewertung liegt schon in der Bezeichnung als Klauen und Stehlen. Die Bewertung ergibt sich sowohl aus deiner Absicht, als auch aus der Absicht des Diebes. Da es keine vorhergehende oder nachträgliche Einigung auf die Übergabe oder Übernahme des Geldbeutels gab, war die Handlung von außen, also objektiv betrachtet schlecht.Pierre hat geschrieben:Vielleicht sollte zuerst einmal definiert werden, was denn nun schlecht überhaupt ist.
Mir wurde der Geldbeutel geklaut, für mich ganz schlecht, der Dieb dagegen verdiente 200 Euro, für ihn war es gut. War nun der Akt des Stehlens (von der Moral mal abgesehen) objektiv gut oder schlecht?
Pierre
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:allesSoll heißen: daß was fehlt.
Also der Mangel am Guten.
Pierre hat geschrieben:Diese Antwort ist bedingt durch die Moral, aber nicht objektiv.
Pierre
Ethisch und objektiv fallen nicht völlig auseinander. Denn subjektiv meint ich und wir, objektiv meint du und ihr. Wenn wir also sagen: "Ihr habt euch nicht geeinigt.", dann ist diese Aussage objektiv. Damit muss eine Handlung noch nicht ethisch bewertet sein. Dabei kann schlecht böse oder auch ungünstig bedeuten. Im Sinne von ungünstig ist in dem von dir geschilderten Fall das Klauen und Stehlen jedenfalls objektiv schlecht für dich.Pierre hat geschrieben:Diese Antwort ist bedingt durch die Moral, aber nicht objektiv.overkott hat geschrieben:Die Bewertung liegt schon in der Bezeichnung als Klauen und Stehlen. Die Bewertung ergibt sich sowohl aus deiner Absicht, als auch aus der Absicht des Diebes. Da es keine vorhergehende oder nachträgliche Einigung auf die Übergabe oder Übernahme des Geldbeutels gab, war die Handlung von außen, also objektiv betrachtet schlecht.Pierre hat geschrieben:Vielleicht sollte zuerst einmal definiert werden, was denn nun schlecht überhaupt ist.
Mir wurde der Geldbeutel geklaut, für mich ganz schlecht, der Dieb dagegen verdiente 200 Euro, für ihn war es gut. War nun der Akt des Stehlens (von der Moral mal abgesehen) objektiv gut oder schlecht?
Pierre
Pierre
Mir fällt dabei eine Geschichte für Kinder ein, die es gleichzeitig als Musical gibt: Der kleine TagPierre hat geschrieben:Vielleicht sollte zuerst einmal definiert werden, was denn nun schlecht überhaupt ist.
Mir wurde der Geldbeutel geklaut, für mich ganz schlecht, der Dieb dagegen verdiente 200 Euro, für ihn war es gut. War nun der Akt des Stehlens (von der Moral mal abgesehen) objektiv gut oder schlecht?
Pierre
Naja, Bildung vernebelt manchmal den Hausverstand. Wenn etwas - ums mit Chesterton zu sagen - so handgreiflich ist wie eine kartoffel, in dieser Welt dann ist es die Sünde.Edi hat geschrieben:Wenn Pierre mal wegen Geld ausgeraubt und schwer verletzt worden wäre, was ich niemand wünsche, wäre seine Antwort ganz anders ausgefallen.
Es ist komisch: Ich kannte mal studierte Psychologen, die meinten, es gäbe keine Schuld. Meine Antwort: Dann zünde ich mal eurer Haus an und warte, ob ihr mich dann nicht beschuldigt und ähnliches. Danach war Schweigen im Walde.
Hallo Pierre,Pierre hat geschrieben:Diese Antwort ist bedingt durch die Moral, aber nicht objektiv.
Pierre
Hallo Samuel,Samuel hat geschrieben: Du müsstest beispielsweise zu mir sagen: "Ich will dich nur als Mittel für meine Zwecke gebrauchen" - unmöglich! Denn wenn du mir etwas sagst, willst du mich ja überzeugen - natürlich, um selbst recht zu behalten, aber eben auch, um mich zu überzeugen.
Daß es ist.ad_hoc hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:allesSoll heißen: daß was fehlt.
Also der Mangel am Guten.
"Was ist gut am Guten?"
Gruß, ad_hoc
Eben: Gut ist am Guten, dass es ist = Gut ist am Guten also alles.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Daß es ist.ad_hoc hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:allesSoll heißen: daß was fehlt.
Also der Mangel am Guten.
"Was ist gut am Guten?"
Gruß, ad_hoc
Lies doch (nochmals) meinen letzten Beitrag (gilt auch für Robert), in dem ich einiges aus dem Musical "Der kleine Tag" widergebe.ad_hoc hat geschrieben: Eben: Gut ist am Guten, dass es ist = Gut ist am Guten also alles.
Im Umkehrschluß + Konsequenz::
Schlecht ist am Schlechten, dass es ist = Schlecht ist am Schlechten also alles
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Gruß, ad_hoc
[/color]Pierre hat geschrieben:Diese Antwort ist bedingt durch die Moral, aber nicht objektiv.overkott hat geschrieben:Die Bewertung liegt schon in der Bezeichnung als Klauen und Stehlen. Die Bewertung ergibt sich sowohl aus deiner Absicht, als auch aus der Absicht des Diebes. Da es keine vorhergehende oder nachträgliche Einigung auf die Übergabe oder Übernahme des Geldbeutels gab, war die Handlung von außen, also objektiv betrachtet schlecht.Pierre hat geschrieben:Vielleicht sollte zuerst einmal definiert werden, was denn nun schlecht überhaupt ist.
Mir wurde der Geldbeutel geklaut, für mich ganz schlecht, der Dieb dagegen verdiente 200 Euro, für ihn war es gut. War nun der Akt des Stehlens (von der Moral mal abgesehen) objektiv gut oder schlecht?
Fehlschluß. Das Schlechte ist nicht.ad_hoc hat geschrieben:Eben: Gut ist am Guten, daß es ist = Gut ist am Guten also alles.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Daß es ist.ad_hoc hat geschrieben:"Was ist gut am Guten?"Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:allesSoll heißen: daß was fehlt.
Also der Mangel am Guten.
Im Umkehrschluß + Konsequenz:
Schlecht ist am Schlechten, daß es ist = Schlecht ist am Schlechten also alles
Dann frage ich dich eben, ob der Erfinder der Linse damit was Gutes oder was Schlechtes erfunden hat. - Darauf geht es ja eigentlch hinaus. Denn es geht ja darum, was mit der Linse alles gemacht worden ist.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Raphaela, :ikb_smartass: ein Tag ist ein bloßer, gewillkürter Begriff, um eine Unterteilung der Zeit ermöglichen und benennen zu können. Ein Tag hat kein eigenes Sein (nicht mal die Zeit hat das), er ist also nicht. Darum kann er nicht gut sein. Er bedeutet aber auch nicht einen Mangel am Sein, also ist er auch nicht schlecht. Ein Begriff, nichts weiter.
(Ich weiß, das wolltest du nicht hören. Selber schuld, wenn du ausgerechnet mich fragst.)
Stimmt. Das Schlechte hat kein eigenes Sein. Es ist die Abneigung gegenüber dem Guten. Der Mensch kann sich wirklich entscheiden und er soll sich entscheiden. Liebe ist nur in Freiheit möglich.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Fehlschluß. Das Schlechte ist nicht.ad_hoc hat geschrieben:Eben: Gut ist am Guten, daß es ist = Gut ist am Guten also alles.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Daß es ist.ad_hoc hat geschrieben:"Was ist gut am Guten?"Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:allesSoll heißen: daß was fehlt.
Also der Mangel am Guten.
Im Umkehrschluß + Konsequenz:
Schlecht ist am Schlechten, daß es ist = Schlecht ist am Schlechten also alles
Kann ich nur bestätigen:overkott hat geschrieben:Stimmt. Das Schlechte hat kein eigenes Sein. Es ist die Abneigung gegenüber dem Guten. Der Mensch kann sich wirklich entscheiden und er soll sich entscheiden. Liebe ist nur in Freiheit möglich.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Fehlschluß. Das Schlechte ist nicht.ad_hoc hat geschrieben:Eben: Gut ist am Guten, daß es ist = Gut ist am Guten also alles.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Daß es ist.ad_hoc hat geschrieben:"Was ist gut am Guten?"Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, nichts.ad_hoc hat geschrieben:allesSoll heißen: daß was fehlt.
Also der Mangel am Guten.
Im Umkehrschluß + Konsequenz:
Schlecht ist am Schlechten, daß es ist = Schlecht ist am Schlechten also alles