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Gottes Zeichen - nach Jesus keine mehr?
Verfasst: Montag 24. November 2003, 21:23
von Knecht Ruprecht
Wieso war Gott zur "Bibelzeit" so aktiv und jetzt nicht mehr? Er führte das sein Volk nach Palastina, zwischendurch ließ er Moses ein paar Wunder vorbringen, dann gab`s die 10. Gebote, dann kam sein Sohn, dann ließ sein Sohn paar Wunder geschehen, sein Sohn ist auferstanden und danach? Praktisch tausende von Jahren nichts mehr

ausser hier und da, die Erscheinung der heiligen Mutter Gottes, doch irgendwie gab es so zwischen Moses und Jesus "viel mehr" göttliche Zeichen, doch nach Jesus irgendwie wenig "viel weniger"... oder sind diese nur nicht aufgeschrieben worden bzw. zur Bibel zugefügt worden?
Verfasst: Montag 24. November 2003, 21:27
von Robert Ketelhohn
Kordian, lies doch mal im Buch Genesis die Geschichte von Abraham. Dann schau dein Leben an. Findest du dich in Abrahams Geschichte wieder? Ruft Gott dich? Macht er dir eine Verheißung?
Verfasst: Samstag 15. April 2006, 22:14
von Wilhelm von junzt
Per Definition ist ein Heiliger eine Person durch welche Gott Wunder wirkt. Von daher müsste es auch nach Jesu Auferstehung weitere göttliche Offenbarungen gegeben haben

!
Verfasst: Sonntag 16. April 2006, 09:28
von Linus
Die Offenbarung ist zwar schon abgeschlossen, aber wunder (sie sind ja nicht teil der Offenbarung - eher Frucht derselben) gibts nach wie vor. man muß nur die augen offenhalten.
Kordian, geh mal zum himmlischen Augenoptiker

Re: Gottes Zeichen - nach Jesus keine mehr?
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 10:22
von Mariamante
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Wieso war Gott zur "Bibelzeit" so aktiv und jetzt nicht mehr? Er führte das sein Volk nach Palastina, zwischendurch ließ er Moses ein paar Wunder vorbringen, dann gab`s die 10. Gebote, dann kam sein Sohn, dann ließ sein Sohn paar Wunder geschehen, sein Sohn ist auferstanden und danach? Praktisch tausende von Jahren nichts mehr

ausser hier und da, die Erscheinung der heiligen Mutter Gottes, doch irgendwie gab es so zwischen Moses und Jesus "viel mehr" göttliche Zeichen, doch nach Jesus irgendwie wenig "viel weniger"... oder sind diese nur nicht aufgeschrieben worden bzw. zur Bibel zugefügt worden?
Also ich habe den Eindruck, dass Gott in der Geschichte weiterhin aktiv ist. Jeder Heilige ist doch eine besondere "Offenbarung Gottes". Und was Zeichen und Wunder betrifft: Durch Vinzenz Ferrier wirkte Gott so viele Zeichen/ Wunder, dass ihm das "Wunderwirken" vom Oberen mal verboten worden war.
Gar nicht so lange ist es her, dass Gott durch einen Kapuzinerpater viele Zeichen wirkte- Pater Pio.
Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 17:39
von Pit
So ist es, Robert! Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen.
Unser Religionslehrer an der Berufsschule sagte einmal, daß Gott sich im Leben eines jeden Menschen offenbaren würde.
Recht hatte er.
Offenbarung muss doch nicht immer mit Zeichen im Sinne von Wundern verbunden sein.
Allein, daß wir Gott al Schöpfer in seiner faszinierenden Schöpfung erkennen können (der Wille dazu vorausgesetzt!) ist doch eines der größten "Wunder"/Zeichen Gottes.
Gruß, Pit
sagte einmal
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Kordian, lies doch mal im Buch Genesis die Geschichte von Abraham. Dann schau dein Leben an. Findest du dich in Abrahams Geschichte wieder? Ruft Gott dich? Macht er dir eine Verheißung?
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 01:03
von Uwe Schmidt
Ich finde, Knecht R. hat eine richtige Beobachtung gemacht. Denn tatsächlich ist seit 2000 Jahren mit Jesus die Offenbarung abgeschlossen. Viel Neues ist da nicht hinzugekommen, wenn wir mal von neu festgeschriebenen Glaubensdingen wie Fegefeuer usw. (war das nicht vor etwa 800 Jahren?) absehen, die man ja wohl auch als Offenbarung an Konzilien und Papst einstufen müsste, oder?
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 06:39
von FioreGraz
Viel Neues ist da nicht hinzugekommen, wenn wir mal von neu festgeschriebenen Glaubensdingen wie Fegefeuer usw. (war das nicht vor etwa 800 Jahren?) absehen, die man ja wohl auch als Offenbarung an Konzilien und Papst einstufen müsste, oder?
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen, es gibt keine neue Offenbarung mehr. Auch die Glaubensdinge sind nur eine erkentnis über eine bereits vorhanden Offenbarung, da hat der heilige Geist nur Lehrer gespielt nicht Offenbarer, denn es war und ist schon alles offenbart nur verstanden haben wir es noch nicht.
Lg
Fiore
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 12:12
von Ecce Homo
FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen, es gibt keine neue Offenbarung mehr. Auch die Glaubensdinge sind nur eine erkentnis über eine bereits vorhanden Offenbarung, da hat der heilige Geist nur Lehrer gespielt nicht Offenbarer, denn es war und ist schon alles offenbart nur verstanden haben wir es noch nicht.
*unterstreich*
Darum ist immer ein Kriterium der Kirche bei sogenannten Privatoffenbarungen, ob es inhaltlich dem entspricht, was wir schon als Grundlage haben - würde es etwas vollkommen Neues sein, wäre es falsch.
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 16:19
von Makabe Rokurota
Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen,
*unterstreich*
und nicht mit dem tod des letztens apostels?
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 16:41
von FioreGraz
Makabe Rokurota hat geschrieben:Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen,
*unterstreich*
und nicht mit dem tod des letztens apostels?
Ne wieso? In Christus offenbart sich Gott selbst, Christus ist die volkommene allumfassende offenbarung. Mehr als sich selbst offenbaren mit allem drum und dran was soll Gott noch tun und was sollen da die Apostel noch mehr offenbaren können? Die können nur die offenbarung weitergeben.
LG
Fiore
Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 16:55
von Ecce Homo
FioreGraz hat geschrieben:Makabe Rokurota hat geschrieben:Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen,
*unterstreich*
und nicht mit dem tod des letztens apostels?
Ne wieso? In Christus offenbart sich Gott selbst, Christus ist die volkommene allumfassende offenbarung. Mehr als sich selbst offenbaren mit allem drum und dran was soll Gott noch tun und was sollen da die Apostel noch mehr offenbaren können? Die können nur die offenbarung weitergeben.
LG
Fiore
Makabe, welchen letzten Apostel würdest du denn da meinen wollen?

Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2006, 23:07
von Uwe Schmidt
FioreGraz hat geschrieben:Viel Neues ist da nicht hinzugekommen, wenn wir mal von neu festgeschriebenen Glaubensdingen wie Fegefeuer usw. (war das nicht vor etwa 800 Jahren?) absehen, die man ja wohl auch als Offenbarung an Konzilien und Papst einstufen müsste, oder?
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen, es gibt keine neue Offenbarung mehr. Auch die Glaubensdinge sind nur eine erkentnis über eine bereits vorhanden Offenbarung, da hat der heilige Geist nur Lehrer gespielt nicht Offenbarer, denn es war und ist schon alles offenbart nur verstanden haben wir es noch nicht.
Lg
Fiore
Aha, also nur Erklärung und Lehre, keine Offenbarung!
Verfasst: Donnerstag 29. Juni 2006, 15:13
von Makabe Rokurota
Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:Makabe Rokurota hat geschrieben:Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen,
*unterstreich*
und nicht mit dem tod des letztens apostels?
Ne wieso? In Christus offenbart sich Gott selbst, Christus ist die volkommene allumfassende offenbarung. Mehr als sich selbst offenbaren mit allem drum und dran was soll Gott noch tun und was sollen da die Apostel noch mehr offenbaren können? Die können nur die offenbarung weitergeben.
LG
Fiore
Makabe, welchen letzten Apostel würdest du denn da meinen wollen?

den, der als letzter gestorben ist.
Verfasst: Donnerstag 29. Juni 2006, 18:27
von Ecce Homo
Makabe Rokurota hat geschrieben:Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:Makabe Rokurota hat geschrieben:Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen,
*unterstreich*
und nicht mit dem tod des letztens apostels?
Ne wieso? In Christus offenbart sich Gott selbst, Christus ist die volkommene allumfassende offenbarung. Mehr als sich selbst offenbaren mit allem drum und dran was soll Gott noch tun und was sollen da die Apostel noch mehr offenbaren können? Die können nur die offenbarung weitergeben.
LG
Fiore
Makabe, welchen letzten Apostel würdest du denn da meinen wollen?

den, der als letzter gestorben ist.
Genauer bitte.

Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 01:07
von Robert Ketelhohn
Johannes.
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 05:52
von Ecce Homo
@Makabe
Und wieso soll gerade mit dem Tod des Johannes als des letzten Apostels die Offenbarung abgeschlossen sein... ?

Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 06:14
von MonaLisa
Ecce Homo hat geschrieben:@Makabe
Und wieso soll gerade mit dem Tod des Johannes als des letzten Apostels die Offenbarung abgeschlossen sein... ?

Ecce, könntest Du denn ein Beispiel für eine eventuelle Offenbarung "nach der Offenbarung" angeben?
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 06:25
von Ecce Homo
MonaLisa hat geschrieben:Ecce Homo hat geschrieben:@Makabe
Und wieso soll gerade mit dem Tod des Johannes als des letzten Apostels die Offenbarung abgeschlossen sein... ?

Ecce, könntest Du denn ein Beispiel für eine eventuelle Offenbarung "nach der Offenbarung" angeben?
In Jesus Christus ist die Offenbarung abgeschlossen! Er ist die vollkommene Offenbarung. Daher gibt es meiner Meinung nach nach Jesus Christus keine weitere Offenbarung mehr -
Ich frage nur Makabe kritisch an/weiter, weil er/sie meinte, dass mit dem Tod des letzten Apostels die Offenbarung abgeschlossen sei...
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 07:29
von Robert Ketelhohn
Ecce homo hat geschrieben:Und wieso soll gerade mit dem Tod des Johannes als des letzten Apostels die Offenbarung abgeschlossen sein... ?
Da die heilige Schrift wie auch die unmittelbare apostolische Tradition inspiriert sind – in beidem offenbart sich also der Herr –, ist die Offenbarung des Glaubens der Kirche und an die Kirche dann abgeschlossen, wenn die Schrift „komplett“ ist – also die später unterm fortdauernden Beistand des Heiligen Geistes für inspiriert erkannten und damit kanonisierten Bücher abgefaßt sind – und wenn der letzte Apostel, der am Gründonnerstag mit im Abendmahlssaale war, gestorben ist und also nichts mehr als von Gott empfangen der Kirche tradieren kann.
Der heilige Pius X. hat es in seinem Dekret Lamentabili (Nr. 21) übrigens ausdrücklich als modernistischen Irrtum verworfen zu meinen, die Offenbarung sei »nicht mit den Aposteln abgeschlossen«.
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 08:18
von Giosuè Carducci
Ecce Homo hat geschrieben:FioreGraz hat geschrieben:
Nein die Offenbarrung wurde mit Christus abgeschlossen, es gibt keine neue Offenbarung mehr. Auch die Glaubensdinge sind nur eine erkentnis über eine bereits vorhanden Offenbarung, da hat der heilige Geist nur Lehrer gespielt nicht Offenbarer, denn es war und ist schon alles offenbart nur verstanden haben wir es noch nicht.
*unterstreich*
Darum ist immer ein Kriterium der Kirche bei sogenannten Privatoffenbarungen, ob es inhaltlich dem entspricht, was wir schon als Grundlage haben - würde es etwas vollkommen Neues sein, wäre es falsch.
Klarer Fall von Firmenpolitik. Wenn es zu Änderung der Firmeninhalte führen würde, muss es logischerweise falsch sein.
Hat hier jemand schon einmal etwas von
http://www.wolfgang-schuhmacher.de/hild ... d/home.htm gehört?
Nein? Dann wirds aber höchste Zeit! Ihre Visionen sind übrigens bibelkonform und unterstreichen die damaligen päpstlichen Verkündigungen. Allerdings sind sie eine klassische Antwort auf die naive Frage, ob Offenbarung jemals abgeschlossen sein wird.
Und schweigen wir lieber von Mystikern fernster Zeiten bis in die Gegenwart..
Übrigens betrachtet sich der Islam mit seinem Propheten dummerweise ebenfalls als letzten großen Schriftpropheten (Siegel der Propheten).
Mir persönlich gefallen der Taoismus und die Religion der Baha 'i auch gut.
Off topic (wahrscheinlich)
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 08:31
von MonaLisa
Ich habe so meine Probleme mit "himmlischen" Erscheinungen, sprich "Maria" erscheint in Fatima, Lourdes, Medjugorje, Marpingen, Marienfried....
Beispiel Lourdes: Hier erscheint Maria und bestätigt das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis. Gerade bei diesem Dogma finde ich, dass es den Boden der tradierten Überlieferung, also der "Apostel Lehre" verlässt. Die Kirche verkündigt einen neuen Glaubensinhalt und flugs "erscheint" ein Wesen vom Himmel und "bestätigt" die Richtigkeit dieses Dogma.
Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem alten Priester (76 Jahre alt), der mir sagte, dass die Kirche ihre Dogmen zu diesen Themen liebend gerne wieder zurücknehmen würde, wenn sie es könnte. Was sich alles im Marienglauben entwickelt hat, habe kein Fundament mehr im katholischen Glauben. Es seien viele außerkatholische Ideen eingeflossen, die dem ursprünglichen katholischeen Glauben diametral gegenüberstünden, vieles an Neuheidentum wie das Tragen von "Wunderbaren Medaillen" und "Skapulieren". Das alles habe mit dem demütigen Wesen der Mutter Jesu nichts zu tun.
Soweit aus meinem Gedächtnisprotokoll.
Bitte schlagt mich jetzt nicht und verurteilt mich nicht als "Protestantin" oder "Abtrünnige".
Ich habe ehrliche Probleme mit diesem ganzen marianischen Themenkomplex und hoffe auf eine adäquate Antwort.
Liebe Grüße
MonaLisa
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 08:55
von FioreGraz
Klarer Fall von Firmenpolitik. Wenn es zu Änderung der Firmeninhalte führen würde, muss es logischerweise falsch sein.
Keine klasische Firmenpolitik sonder grundlegende Logik. Würde die offenbarrung nicht mit der Selbstoffenbarung Gottes abgeschlossen sein, würde das bedeuten Gott wäre kein ewiger Gott sondern ein veränderlicher. Eigentlich ein Wesen, ein Gott wie ihn die Griechen kannten. Heute so morgen so. Er wäre auch nicht unfassbar und unenedlich, da er anscheinend "lernt" und seiner Offenbarung noch was nachsetzen muß. Er wäre damit selbst begrenzt und nichts anderes als ein höheres Wesen, selbst eine Schöpfung aus oder von irgenwas.
LG
Fiore
Re: Off topic (wahrscheinlich)
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 10:22
von Mariamante
Ich habe so meine Probleme mit "himmlischen" Erscheinungen, sprich "Maria" erscheint in Fatima, Lourdes, Medjugorje, Marpingen, Marienfried....
Beispiel Lourdes: Hier erscheint Maria und bestätigt das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis. Gerade bei diesem Dogma finde ich, dass es den Boden der tradierten Überlieferung, also der "Apostel Lehre" verlässt. Die Kirche verkündigt einen neuen Glaubensinhalt und flugs "erscheint" ein Wesen vom Himmel und "bestätigt" die Richtigkeit dieses Dogma.
Dogmen sind keine Neuerfindungen - sondern Glaubensinhalte, die sich in Schrift und Offenbarung finden werden genauer zur Sprache gebracht. Wenn wir glauben, dass der Heilige Geist durch das kirchliche Lehr- und Hirtenamt wirkt, dann dürfen wir sicher sein, dass keine Irrlehren oder falschen Dogmen verkündet werden.
Was '"Maria Immaculata" betrifft: Du kennst sicher jenen Stellen der Schrift (Lukas, Magnifikat)wo Maria als "gratia plena" (
voll der Gnade) und mehr gesegnet als alle anderen Frauen bezeichnet wird. In diesem Wort "voll der Gnade" ist m.E. eingeschlossen, dass die Sünde keinen Anteil an Maria hatte- und daher ist das Dogma der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria kein Widerspruch zur Schrift oder der tradierten Überlierferung. Also keine neue Lehre.
Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem alten Priester (76 Jahre alt), der mir sagte, dass die Kirche ihre Dogmen zu diesen Themen liebend gerne wieder zurücknehmen würde, wenn sie es könnte.
Entschuldige aber: Ein Dogma kann nicht zurück genommen werden. Der gute Mann hat hier eine Behauptung aufgestellt die seine Privatansicht ist. Außerdem fürchte ich, dass er hier seiner Phantasie etwas freien Lauf ließ. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kirche diese Dogmen zurück nehmen will- ich kann mir allerdings vorstellen, dass die Modernisten und Super- Ökumenisten das gerne hätten. Hier ist wohl mehr der Wunsch der Vater des Gedankens.
Was sich alles im Marienglauben entwickelt hat, habe kein Fundament mehr im katholischen Glauben. Es seien viele außerkatholische Ideen eingeflossen, die dem ursprünglichen katholischeen Glauben diametral gegenüberstünden, vieles an Neuheidentum wie das Tragen von "Wunderbaren Medaillen" und "Skapulieren".
Hier sollte man aber schon zwischen dem Glauben der Kirche auch in Bezug auf Maria unterscheiden und dem, was sich in der Volksfrömmigkeit so tut. Die Liebe zur Gottesmutter Maria ist auf alle Fälle katholisch.
Da man bereits sehr früh z.B. die Reliquien der Martyrer verehrte wäre es gut nachzuweisen was du damit meinst, was dem kath. Glauben diametral entgegen stünde. (In der Apostelgeschichte glaube ich stehen die Sätze, dass manche geheilt wurden, die das Taschentuch eines Apostel berührt haben. Wenn also sogar ein Taschentuch erwähnt wird- wieso sollte eine gesegnete Medaille ein absoluter Widerspruch sein?)
Das alles habe mit dem demütigen Wesen der Mutter Jesu nichts zu tun.
Soweit aus meinem Gedächtnisprotokoll.
Vielleicht hast du einmal Zeit in deinem Leben die Bücher von Maria von Agreda "Das Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria" zu lesen. Das könnte Dir hier eine wertvolle Hilfe sein, dass die Gottesmutter Maria nicht nur irgend so eine "Schwester im Glauben" war, wie die Modernisten gerne sagen oder nach dem "Gotteslob" sogar bei Andachten meinen - sondern dass die heiligste Jungfrau und Gottesmutter Maria das schönste Geschöpf Gottes ist.
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 11:19
von Makabe Rokurota
@ fioregraz
FioreGraz hat geschrieben:Klarer Fall von Firmenpolitik. Wenn es zu Änderung der Firmeninhalte führen würde, muss es logischerweise falsch sein.
Keine klasische Firmenpolitik sonder grundlegende Logik.
LG
Fiore
ziemlich miserabel, die deine logik.
warum widersprichst du eigentlich nicht dem, was robert ketelhohn schrieb?
nach deiner „logik“ ist nur das verbindlich, was der heiland selbst sagte, nicht jedoch das, was in den briefen der apostel steht. hast du einen grund dafür, die allgemeine offenbarung so zu definieren und nicht anders?
@ ecce homo
Ecce Homo hat geschrieben:Ich frage nur Makabe kritisch an/weiter, weil er/sie meinte, dass mit dem Tod des letzten Apostels die Offenbarung abgeschlossen sei...
du fragst nicht kritisch, du glaubst es besser zu wissen. jedoch nach dem beitrag von robert keteöhohn hast du keinen bock mehr.

es ist nicht notwendig den namen des zuletzt gestorbenen apostels zu kennen.
die allgemeine offenbaung endete mit dem tod des letzten apostels – wer das gewesen ist, spielt keine rolle.
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 11:28
von FioreGraz
ziemlich miserabel, die deine logik.
warum widersprichst du eigentlich nicht dem, was robert ketelhohn schrieb?
nach deiner „logik“ ist nur das verbindlich, was der heiland selbst sagte, nicht jedoch das, was in den briefen der apostel steht. hast du einen grund dafür, die allgemeine offenbarung so zu definieren und nicht anders?
Die Apostel gaben ja die offenbarrung Gottes weiter, es ist also das was der Heiland tatsächlich sagte oder sind die Evangelien plötzlich ein Gesprächsprotokoll? WArum sollte ich eigentlich Robert also darin widersprechen. Es mag sein das für dich Gott sich nicht offenbart hat in Christus, oder das Gott nicht volkommen ist, für mich jedenfalls schon.
Und ja ich habe einen Grund die allgemeine Offebarrung so zu definieren
§65. „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn" (Hebr 1,1--2). Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses......
§73. Gott offenbarte sich ganz, indem er seinen eigenen Sohn sandte, in welchem er seinen Bund für immer schloß. Christus ist das endgültige Wort des Vaters, so daß es nach ihm keine weitere Offenbarung mehr geben wird.
(KKK)
LG
Fiore
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 11:28
von Ecce Homo
Makabe Rokurota hat geschrieben:
es ist nicht notwendig den namen des zuletzt gestorbenen apostels zu kennen.
die allgemeine offenbaung endete mit dem tod des letzten apostels – wer das gewesen ist, spielt keine rolle.
Mei, wenn du es doch so gut weißt, kannst du es doch sagen, oder nicht?

Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 11:52
von Makabe Rokurota
@ fiore
FioreGraz hat geschrieben: ziemlich miserabel, die deine logik.
warum widersprichst du eigentlich nicht dem, was robert ketelhohn schrieb?
nach deiner „logik“ ist nur das verbindlich, was der heiland selbst sagte, nicht jedoch das, was in den briefen der apostel steht. hast du einen grund dafür, die allgemeine offenbarung so zu definieren und nicht anders?
Die Apostel gaben ja die offenbarrung Gottes weiter, es ist also das was der Heiland tatsächlich sagte oder sind die Evangelien plötzlich ein Gesprächsprotokoll?
nicht nur.
sie gaben weiter auch das, was ihnen der heiliger geist auch nach der auferstehung des heilands mitteilte.
du hältst dich doch für unfehlbar und kennst das evangelium nach johannes nicht?:
„noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. wenn aber jener kommt, der geist der wahrheit, wird er euch in die ganze wahrheit führen.“
FioreGraz hat geschrieben: WArum sollte ich eigentlich Robert also darin widersprechen.
weil er das bestätigte, was ich angedeutet habe – die allgemeine offenbarung endete mit dem tod des letzten apostels.
FioreGraz hat geschrieben: Und ja ich habe einen Grund die allgemeine Offebarrung so zu definieren
§65. „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn" (Hebr 1,1--2). Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses......
§73. Gott offenbarte sich ganz, indem er seinen eigenen Sohn sandte, in welchem er seinen Bund für immer schloß. Christus ist das endgültige Wort des Vaters, so daß es nach ihm keine weitere Offenbarung mehr geben wird.
(KKK)
LG
Fiore
seit wann hältst du dich so genau daran, was die heilige kirche sagt?
@ ecce
Ecce Homo hat geschrieben:Mei, wenn du es doch so gut weißt, kannst du es doch sagen, oder nicht?

was sollte ich sagen?
was von anfang an klar war, dass die kirche selbst das ende der allgemeinen offenbarung mit dem tod des letzten apostels assoziiert?
tja, du sollst nicht dem glauben schnenken, was fiore dichtet, du sollst der kirche glauben.

Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 12:27
von FioreGraz
nicht nur.
sie gaben weiter auch das, was ihnen der heiliger geist auch nach der auferstehung des heilands mitteilte.
du hältst dich doch für unfehlbar und kennst das evangelium nach johannes nicht?: „noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. wenn aber jener kommt, der geist der wahrheit, wird er euch in die ganze wahrheit führen.“
In Form von Belehrung und nicht "Zusatzoffenbarung". Außer wie gesagt Gott hat sich nicht offenbart, Christus war nur Mensch, oder Gott ist nicht volkommen.
weil er das bestätigte, was ich angedeutet habe – die allgemeine offenbarung endete mit dem tod des letzten apostels
Die Offenbarung endet mit Christus genauso das und nichts anderes sagt die Kirche. Die Apostel gaben weiter, bekamen aber nichts neues offenbart, damit ist logisch das die "Veröffentlichung"der Offenbarung mit dem letzten Apostel endet, die Offenbarung selbst aber endet mit der Offenbarung Christus. Wenn Robert mein die Apostel hätten "Nachoffenbarungen" bekommen, tjo dann widerspreche ich ihm sicher.
Er ist es, der durch sein ganzes Dasein und seine ganze Erscheinung, durch Worte und Werke, durch Zeichen und Wunder, vor allem aber durch seinen Tod und seine herrliche Auferstehung von den Toten, schließlich durch die Sendung des Geistes der Wahrheit die Offenbarung erfüllt und abschließt und durch göttliches Zeugnis bekräftigt, daß Gott mit uns ist, um uns aus der Finsternis von Sünde und Tod zu befreien und zu ewigem Leben zu erwecken. Daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund, unüberholbar, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus in Herrlichkeit (vgl. 1 Tim 6,14 und Tit 2,13)....Die Apostel haben nach der Auffahrt des Herrn das, was er selbst gesagt und getan hatte, ihren Hörern mit jenem volleren Verständnis überliefert, das ihnen aus der Erfahrung der Verherrlichung Christi und aus dem Licht des Geistes der Wahrheit zufloß.....Der neutestamentliche Kanon umfaßt außer den vier Evangelien auch die Briefe des heiligen Paulus und andere apostolische Schriften, die unter der Eingebung des Heiligen Geistes verfaßt sind. In ihnen wird nach Gottes weisem Ratschluß die Botschaft von Christus dem Herrn bestätigt, seine echte Lehre mehr und mehr erklärt, die heilbringende Kraft des göttlichen Werkes Christi verkündet; die Anfänge der Kirche und ihre wunderbare Ausbreitung werden erzählt und ihre herrliche Vollendung vorausverkündet. Denn der Herr Jesus ist bei seinen Aposteln geblieben, wie er verheißen hatte (vgl. Mt 28,20), und hat ihnen als Beistand den Geist gesandt, der sie in die Fülle der Wahrheit einführen sollte (vgl. Joh 16,13).
(Dei Verbum)
seit wann hältst du dich so genau daran, was die heilige kirche sagt?
Jetzt machst mir schon Vorwürfe wenn ich mich ans "depositum fidei" halte?
Dinge in denen wir bis jetzt zusammengekracht sind, waren kein "depositum fidei".
was sollte ich sagen?
was von anfang an klar war, dass die kirche selbst das ende der allgemeinen offenbarung mit dem tod des letzten apostels assoziiert?
tja, du sollst nicht dem glauben schnenken, was fiore dichtet, du sollst der kirche glauben.
Jep und der Kateschismus der katholischen Kirche ist nichts anderes als ein modernistisches Lügengespinnst.
LG
Fiore
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 12:59
von Giosuè Carducci
Eine Abgrenzung gegen Neuoffenbarungen ist nicht nur im KKK dringend nötig. Wie sonst könnte man seine religiöse Identität als Kirche bewahren, die eh intern u. a. durch übersteigerte Marienfrömmigkeit bedroht wird.
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 13:31
von Mariamante
Giosuè Carducci hat geschrieben:Eine Abgrenzung gegen Neuoffenbarungen ist nicht nur im KKK dringend nötig. Wie sonst könnte man seine religiöse Identität als Kirche bewahren, die eh intern u. a. durch übersteigerte Marienfrömmigkeit bedroht wird.
Dir ist aber schon bekannt, dass bedeutende Feste wie Fronleichnam oder Barmherzigkeitssonntag auf "Privatoffenbarungen" an Heilige zurückgehen? Das zeigt, dass es mit der Abgrenzung oder Ausgrenzung nicht ganz so schlimm bestellt ist.
Was ist übersteigerte Marienfrömmigkeit?
Verfasst: Freitag 30. Juni 2006, 13:54
von Giosuè Carducci
Mariamante hat geschrieben:Giosuè Carducci hat geschrieben:Eine Abgrenzung gegen Neuoffenbarungen ist nicht nur im KKK dringend nötig. Wie sonst könnte man seine religiöse Identität als Kirche bewahren, die eh intern u. a. durch übersteigerte Marienfrömmigkeit bedroht wird.
Dir ist aber schon bekannt, dass bedeutende Feste wie Fronleichnam oder Barmherzigkeitssonntag auf "Privatoffenbarungen" an Heilige zurückgehen? Das zeigt, dass es mit der Abgrenzung oder Ausgrenzung nicht ganz so schlimm bestellt ist.
Kommt mir bekannt vor.
Mariamante hat geschrieben:
Was ist übersteigerte Marienfrömmigkeit?
Bsp.: In fünf Minuten offenbart sich mir die Gottesmutter. Sie erscheint mir mehrmals, wirkt Wunder und gibt mir eine Botschaft, die ich aufzeichne, befolge und verbreite. In einer Woche werden regelmäßige Wallfahrten zu meiner Wohnung organisiert...
Manche würden auch schreiben, das ist Marienfrömmigkeit. Für mich nicht.