Juden und Christen

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.

Moderator: Hubertus

Melicus
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Montag 22. Januar 2018, 15:05

Argumentation für den nie gekündigten Bund .

Daraus:
Die These von der Außerkraftsetzung und Aufkündigung des Alten Bundes wurde bis in progressive Theologien der 1980-er Jahre hinein vertreten. Wer zum Beispiel die damals erschienenen Grundlagenwerke der Theologie der Befreiung von Gustavo Gutierrez, Leonardo Boff, Clodovis Boff oder Jon Sobrino durchmustert, findet nicht nur Belege für eine Israel-Vergessenheit, sondern auch Äußerungen antijüdischer Polemik, die zum Gegenstand einer zum Teil bitteren und schmerzlichen Kontroverse mit jüdischen Autoren wurden. Die strittigen Äußerungen in Werken der Theologie der Befreiung kamen aus einer unkritisch übernommenen europäischen Tradition, derzufolge der von Gott mit Israel geschlossene Alte Bund abgelöst und erledigt sei. Die systematische Theologie der 1990-er Jahre bekräftigte diese Tradition nicht mehr.
(Hervorhebung von mir.)
Als Gründe werden u. a. Spannungen zwischen den beiden Bundesverständnissen im Römerbrief einerseits und Herbräerbrief andererseits angeführt:
Der innerneutestamentliche Pluralismus ist eben nicht zu leugnen. Ja, es gibt selbst innerhalb der paulinischen Schriften und auch innerhalb des Römerbriefes eine Vielstimmigkeit, die nicht auf einen einfachen Nenner zu bringen ist.
Für Knut Backhaus lautet jedoch der Gegenbegriff zum Neuen Bund „nicht ‚alter Bund’..., sondern ‚irdischer Opferkult’. Wie von selbst löse sich „das vieldiskutierte Problem von Kontinuität und Diskontinuität der Heilsgeschichte in Hebr: Diskontinuität auf der Ebene der unsteten, wandelbaren, kontingenten Welt; Kontinuität in der unwandelbaren Wirklichkeit Gottes, der sich und seiner Verheißung treu bleibt.“ Der Hebräerbrief bliebe „im ganzen doch... dem alttestamentlich-frühjüdischen Gottesbild verpflichtet“. „Nicht um polemische Desavouierung des Jüdischen geht es dem Verfasser, sondern um ontologische Desavouierung des Irdischen. Nicht Kirche und Synagoge vergleicht Hebr, sondern Himmel und Erde. Und dies mit solcher Strenge, dass kein Raum bleibt für irdische Grabenkämpfe.“
Denn wie ich bereits weiter oben ausführte, lassen sich Alter und Neuer Bund nicht ausschließlich linear verstehen.
Schließlich wird eine Art „Gonsen-Kōan“ formuliert: :umkuck:
Es konstruiert der Hebräerbrief nicht einen strikten Gegensatz zu Paulus. Die Beziehung zwischen den beiden Bünden umspielt er mit dem platonisch erscheinenden Gegenüber von Abbild bzw. Schatten und der Sache selbst. Und das enthält auch ein Element der Entsprechung zwischen dem ersten und zweiten Bund, wenn auch die Spannung zwischen beiden Bundesverständnissen von der neutestamentlichen Ursprungssituation her nicht zu verkennen ist.
Am Ende des Aufsatzes überwiegen jedoch die Argumente für einen nie gekündigten Alten Bund.
Genausogut gibt es aber auch die Argumente für einen gekündigten Alten Bund.
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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Montag 22. Januar 2018, 15:12

Jetzt has'te den Hochwürden aber von seinen Leiden erlöst, denn: :pfeif:
Da isse ja, die Quadratur des Kreises! :auweia:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Montag 22. Januar 2018, 15:18

Raphael hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:12
Jetzt has'te den Hochwürden aber von seinen Leiden erlöst, denn: :pfeif:
Da isse ja, die Quadratur des Kreises! :auweia:
Hast aber die sechzehn Seiten schnell durchjelesen ... ;)
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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Montag 22. Januar 2018, 15:24

Melicus hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:18
Raphael hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:12
Jetzt has'te den Hochwürden aber von seinen Leiden erlöst, denn: :pfeif:
Da isse ja, die Quadratur des Kreises! :auweia:
Hast aber die sechzehn Seiten schnell durchjelesen ... ;)
Meine Einlassung bezog sich auf Deinen Beitrag und nicht auf Henrix' Expose! 8)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Montag 22. Januar 2018, 15:28

Raphael hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:24
Melicus hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:18
Raphael hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:12
Jetzt has'te den Hochwürden aber von seinen Leiden erlöst, denn: :pfeif:
Da isse ja, die Quadratur des Kreises! :auweia:
Hast aber die sechzehn Seiten schnell durchjelesen ... ;)
Meine Einlassung bezog sich auf Deinen Beitrag und nicht auf Henrix' Expose! 8)
Mir erschließt sich Hochwürden irgendwie nicht. :hmm:
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Montag 22. Januar 2018, 15:35

Das Expose von Henrix gehört zu den psychologischen Spätfolgen der vermaledeiten 12 Jahre in Deutschland. Die christliche Theologie stellte sich die Frage: Inwieweit sind wir (als Christen) mitschuldig an der Barbarei gegenüber dem Volk des alten Bundes? :hmm:
Da eine Kollektivschuld nicht feststellbar, eine persönliche Schuld von einzelnen Kirchengliedern jedoch erfahrungsgemäß gegeben war, versuchte man Abbitte zu leisten, indem man eigene theologische Positionen vergangener Jahrhunderte aufgab. :/

Wann wir schreiten Seit' an Seit'
Und die alten Lieder singen,
Und die Wälder wiederklingen,
Fühlen wir, es muß gelingen
Mit uns zieht die neue Zeit!
(Quelle)
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Montag 22. Januar 2018, 15:57

Raphael hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:35
Das Expose von Henrix gehört zu den psychologischen Spätfolgen der vermaledeiten 12 Jahre in Deutschland. Die christliche Theologie stellte sich die Frage: Inwieweit sind wir (als Christen) mitschuldig an der Barbarei gegenüber dem Volk des alten Bundes? :hmm:
Da eine Kollektivschuld nicht feststellbar, eine persönliche Schuld von einzelnen Kirchengliedern jedoch erfahrungsgemäß gegeben war, versuchte man Abbitte zu leisten, indem man eigene theologische Positionen vergangener Jahrhunderte aufgab. :/

Wann wir schreiten Seit' an Seit'
Und die alten Lieder singen,
Und die Wälder wiederklingen,
Fühlen wir, es muß gelingen
Mit uns zieht die neue Zeit!
(Quelle)
Du gehst davon aus, die Frage habe sich bereits erledigt?
Wo steht die Theologie heute?
Ich fürchte, angesichts des Wiedererstarken der Judenfeindlichkeit geht die „wissenschaftstheologische Abbitte“ gerade so weiter ...
Und die theologischen Feinheiten, wie sie von Backhaus herausgearbeitet wurden, gehen unter. :(
Aber dagegen klingt der Neue Bund bei seiner Heiligkeit Papst Franziskus I. herrlich „ideologiebefreit“. :)
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Montag 22. Januar 2018, 17:39

Melicus hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:57
Du gehst davon aus, die Frage habe sich bereits erledigt?
Ja, selbstverständlich! :ja:
Melicus hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:57
Wo steht die Theologie heute?
Steht sie überhaupt noch oder unterliegt sie gerade dem Zeitgeist? :detektiv:
Melicus hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 15:57
Ich fürchte, angesichts des Wiedererstarken der Judenfeindlichkeit geht die „wissenschaftstheologische Abbitte“ gerade so weiter ...
Und die theologischen Feinheiten, wie sie von Backhaus herausgearbeitet wurden, gehen unter. :(
Aber dagegen klingt der Neue Bund bei seiner Heiligkeit Papst Franziskus I. herrlich „ideologiebefreit“. :)
Wenn's schee macht! :maske:
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Peti » Montag 22. Januar 2018, 19:12

Der Bund Gottes mit Israel:

"Das letzte Wort sollte vielleicht Papst Benedikt XVI. überlassen werden.
In einer Reihe von Interviews aus den 1990er Jahren, veröffentlicht
unter dem Titel „Gott und die Welt“[87], anerkennt er,
dass es „die vielfältigsten Theorien“ über das Ausmaß gibt,
in welchem das Judentum seit dem Kommen Christi ein gültiger Lebensweg geblieben ist.

„Als Christen sind wir davon überzeugt, dass das Alte Testament
inwendig auf Christus hin ausgerichtet ist“ und dass das Christentum,
anstatt eine neue Religion zu sein, einfach
„das mit Christus neu gelesene Alte Testament“ ist
. Wir können sicher sein, dass Israel einen besonderen Platz in Gottes Plänen hat
und heute eine besondere Sendung zu erfüllen hat.
Die Juden stehen „weiterhin in der Treue Gottes“,
und – so glauben wir – sie werden „am Ende mit uns in Christus zusammenfinden“.
Wir erwarten „den Augenblick, an dem auch Israel zu Christus Ja sagen wird“,
aber bis zu jenem Augenblick müssen wir alle, Juden und Christen,
„an der Geduld Gottes teilhaben“, dessen Treue wir versichert sein können."
https://www.stjosef.at/artikel/dulles_b ... israel.htm
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Januar 2018, 07:33

Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
Der Bund Gottes mit Israel:

"Das letzte Wort sollte vielleicht Papst Benedikt XVI. überlassen werden.
Da der emeritierte Papst hier nicht mitdiskutiert, ist diese Soll-Vorgabe IMHO nicht angebracht. :roll:
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
In einer Reihe von Interviews aus den 1990er Jahren, veröffentlicht
unter dem Titel „Gott und die Welt“[87], anerkennt er,
dass es „die vielfältigsten Theorien“ über das Ausmaß gibt,
in welchem das Judentum seit dem Kommen Christi ein gültiger Lebensweg geblieben ist.
Das ist eine vergleichsweise banale Aussage, denn wie in jeder Wissenschaft gibt es in der Theologie die unterschiedlichsten Theorien. Manche sind sogar der Ansicht, daß es sogar unterschiedlichste Theologien gibt.

Festzuhalten gilt, daß es unabhängig von der Vielzahl der Theorien und Theologien eine bleibende Bewertung für selbige gibt: Wahr oder falsch!
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
„Als Christen sind wir davon überzeugt, dass das Alte Testament
inwendig auf Christus hin ausgerichtet ist“ und dass das Christentum,
anstatt eine neue Religion zu sein, einfach
„das mit Christus neu gelesene Alte Testament“ ist
. Wir können sicher sein, dass Israel einen besonderen Platz in Gottes Plänen hat
Auf den besonderen Platz, den das Volk des Alten Bundes in dem Plan Gottes für die Schöpfung innehat, wurde nun schon mehrmals in diesem Thread hingewiesen. Vom emeritierten Papst wird insofern nichts Neues mitgeteilt.

Allerdings darf in diesem Zusammenhang auch auf folgende Worte Jesu hingewiesen werden, die in der Hl. Schrift überliefert sind:
Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. (Mt 12,30)
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 14,6)

Die theologische Frage ist also:
Wie kommen die Juden zum Vater, wenn sie Jesus als seinen eingeborenen Sohn ablehnen? :detektiv:
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
und heute eine besondere Sendung zu erfüllen hat.
Die Juden stehen „weiterhin in der Treue Gottes“,
Schön wäre es, empirisch ist das Gegenteil nachweisbar!
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
und – so glauben wir – sie werden „am Ende mit uns in Christus zusammenfinden“.
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
Wir erwarten „den Augenblick, an dem auch Israel zu Christus Ja sagen wird“,
Dies theologische Hoffnung hatte bereits der Völkerapostel (Römer 11, 25 ff.) formuliert, aber es ist auch sicher, daß es sich hierbei um einen Hoffnung und nicht um eine Feststellung von Tatsachen handelt.
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
aber bis zu jenem Augenblick müssen wir alle, Juden und Christen,
„an der Geduld Gottes teilhaben“, dessen Treue wir versichert sein können."
https://www.stjosef.at/artikel/dulles_b ... israel.htm
Es geht hier im Thread nicht um die Treue Gottes, die außerhalb jeden Zweifels subsistiert. Es geht um die Treue seines Volkes ..............
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Petrus
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Petrus » Dienstag 23. Januar 2018, 07:36

nun,

das ist doch alles ganz einfach.

wir warten. auf den Messias.

wir Christen meinen, das der schon wieder gekommen ist. Aber dann doch ein bißchen weggewesen.

nu, die Juden warten noch.

und ich auch.
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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Januar 2018, 07:53

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 07:36
nun,

das ist doch alles ganz einfach.

wir warten. auf den Messias.

wir Christen meinen, das der schon wieder gekommen ist. Aber dann doch ein bißchen weggewesen.

nu, die Juden warten noch.

und ich auch.
Es gibt auch eine simplicitas, die in keinster Weise sancta ist! :roll:
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Peti
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Peti » Dienstag 23. Januar 2018, 09:11

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 07:33
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
Der Bund Gottes mit Israel:

"Das letzte Wort sollte vielleicht Papst Benedikt XVI. überlassen werden.
Da der emeritierte Papst hier nicht mitdiskutiert, ist diese Soll-Vorgabe IMHO nicht angebracht. :roll:
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
In einer Reihe von Interviews aus den 1990er Jahren, veröffentlicht
unter dem Titel „Gott und die Welt“[87], anerkennt er,
dass es „die vielfältigsten Theorien“ über das Ausmaß gibt,
in welchem das Judentum seit dem Kommen Christi ein gültiger Lebensweg geblieben ist.
Das ist eine vergleichsweise banale Aussage, denn wie in jeder Wissenschaft gibt es in der Theologie die unterschiedlichsten Theorien. Manche sind sogar der Ansicht, daß es sogar unterschiedlichste Theologien gibt.

Festzuhalten gilt, daß es unabhängig von der Vielzahl der Theorien und Theologien eine bleibende Bewertung für selbige gibt: Wahr oder falsch!
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
„Als Christen sind wir davon überzeugt, dass das Alte Testament
inwendig auf Christus hin ausgerichtet ist“ und dass das Christentum,
anstatt eine neue Religion zu sein, einfach
„das mit Christus neu gelesene Alte Testament“ ist
. Wir können sicher sein, dass Israel einen besonderen Platz in Gottes Plänen hat
Auf den besonderen Platz, den das Volk des Alten Bundes in dem Plan Gottes für die Schöpfung innehat, wurde nun schon mehrmals in diesem Thread hingewiesen. Vom emeritierten Papst wird insofern nichts Neues mitgeteilt.

Allerdings darf in diesem Zusammenhang auch auf folgende Worte Jesu hingewiesen werden, die in der Hl. Schrift überliefert sind:
Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. (Mt 12,30)
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 14,6)

Die theologische Frage ist also:
Wie kommen die Juden zum Vater, wenn sie Jesus als seinen eingeborenen Sohn ablehnen? :detektiv:
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
und heute eine besondere Sendung zu erfüllen hat.
Die Juden stehen „weiterhin in der Treue Gottes“,
Schön wäre es, empirisch ist das Gegenteil nachweisbar!
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
und – so glauben wir – sie werden „am Ende mit uns in Christus zusammenfinden“.
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
Wir erwarten „den Augenblick, an dem auch Israel zu Christus Ja sagen wird“,
Dies theologische Hoffnung hatte bereits der Völkerapostel (Römer 11, 25 ff.) formuliert, aber es ist auch sicher, daß es sich hierbei um einen Hoffnung und nicht um eine Feststellung von Tatsachen handelt.
Peti hat geschrieben:
Montag 22. Januar 2018, 19:12
aber bis zu jenem Augenblick müssen wir alle, Juden und Christen,
„an der Geduld Gottes teilhaben“, dessen Treue wir versichert sein können."
https://www.stjosef.at/artikel/dulles_b ... israel.htm
Es geht hier im Thread nicht um die Treue Gottes, die außerhalb jeden Zweifels subsistiert. Es geht um die Treue seines Volkes ..............
Selbst hab ich zunächst nichts behauptet.
Wenn man den ganzen Aufsatz von Kardinal Dulles liest, dessen Schluss ich hier zitierte, erkennt man, dass er seine Gedanken zum Thema duch die Zitate von Papst Benedikt bestätigt und zuammengefasst sieht.
Ich halte diesen Aufsatz für glaubwürdig.
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Januar 2018, 09:39

Peti hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 09:11
Selbst hab ich zunächst nichts behauptet.
Warum weichst Du aus? :detektiv:

Du hattest zu Beginn Deines Beitrages dem emeritierten Papst die letzten Worte geben wollen. Warum sollte man das tun, wenn dessen Worte nicht erhellend sind? :achselzuck:
Peti hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 09:11
Wenn man den ganzen Aufsatz von Kardinal Dulles liest, dessen Schluss ich hier zitierte, erkennt man, dass er seine Gedanken zum Thema duch die Zitate von Papst Benedikt bestätigt und zuammengefasst sieht.
In dem Beitrag von Prof. Henrix wird auch hin und her diskutiert, ob der Alte Bund nun noch besteht oder auch nicht. Welche Geltung er heute noch hat, wenn er denn weiterbesteht, und wie die Kirche mit einem Weiterbestehen oder auch Nicht-Weiterbestehen umzugehen hat.
Meinem Eindruck zufolge wird viel drumherum geredet, aber die wirklich wesentlichen Fragen werden weder gestellt noch beantwortet.
Peti hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 09:11
Ich halte diesen Aufsatz für glaubwürdig.
Dein privates Urteil bleibt Dir unbenommen. :roll:
Nur sollte hier im Thread diskutiert werden, ob folgende Frage objektiv beantwortbar ist: Besteht die Heilswirkung ([Punkt]) des Alten Bundes nach dem Tode Christi am Kreuz von Golgotha weiter? :detektiv:
Zuletzt geändert von Raphael am Dienstag 23. Januar 2018, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Ralf » Dienstag 23. Januar 2018, 09:41

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 07:33
Wie kommen die Juden zum Vater, wenn sie Jesus als seinen eingeborenen Sohn ablehnen? :detektiv:
Natürlich durch Ihn. Auch dann.

Und vielleicht lehnen manche Ihn ab, weil wir Christen so ein schlechtes Zeugnis abgeben.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Januar 2018, 10:00

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 09:41
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 07:33
Wie kommen die Juden zum Vater, wenn sie Jesus als seinen eingeborenen Sohn ablehnen? :detektiv:
Natürlich durch Ihn. Auch dann.
Das beantwortet die Frage nicht, weil auf die Bedingung "wenn sie Jesus als seinen eingeborenen Sohn ablehnen" nicht eingegangen wird. :hmm:

Außerdem legt Deine Antwort nahe, daß die Ablehnung oder Nicht-Ablehnung Jesu jeweils irrelevant sei. Glaubst Du das wirklich? :detektiv:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Dienstag 23. Januar 2018, 11:27

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 09:39
Besteht die Heilswirkung ([Punkt]) des Alten Bundes nach dem Tode Christi am Kreuz von Golgotha weiter? :detektiv:
Eigentlich nein.
Der Knackpunkt ist der, daß Isreal den Alten Bund mit Gott gebrochen hat.
Entgegen seiner vollmundigen Behauptungen (vgl. Moses 19,8).
Israel ist immer weiter abgefallen.
Schließlich sah Gott, daß der Alte Bund eine Schwäche hatte: Der kraftlose Mensch.
Dieser bemerkenswerte Bibelkommentar sagt dazu:
Im alten Bund war es dem Volk Israel nicht möglich die Forderungen Gottes aus sich selbst zu erfüllen – dazu hatten sie keine Kraft.
Doch im Neuen Bund haben/hätten sie endlich die Kraft.
Warum?
Weil das Wort Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat.
Im Neuen Bund wird Israel eine neue Natur bekommen die sie dazu befähigt, das Gesetz halten zu können. Das Gesetz wird ihnen nicht ein Joch sein, sondern es wird ihnen in ihr Herz geschrieben. Doch in unsere Herzen wird nicht das Gesetz geschrieben, da wir nie formell unter Gesetz waren. Der Geist Gottes „bedient“ uns nicht mit dem Gesetz, sondern mit einer Person, dem Herrn Jesus (vgl. 2. Kor 3,2f).

Im Alten Bund konnte der Mensch sehen, was Gottes Gerechtigkeit, geschrieben im Gesetz, forderte. Heute sollen die Menschen in uns sehen, was die Gnade Gottes im Werk unseres Herrn, bewirkt. Das kann nur dann geschehen, wenn wir auf einen lebenden Christus in der Herrlichkeit sehen und dadurch in sein Bild verwandelt werden.
Um diese Argumentationslinie zu verstehen, sollte man freilich den ganzen Bibelkommentar lesen.
Es wird der qualitative Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Bund herausgearbeitet.
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Januar 2018, 17:37

Melicus hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 11:27
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 09:39
Besteht die Heilswirkung ([Punkt]) des Alten Bundes nach dem Tode Christi am Kreuz von Golgotha weiter? :detektiv:
Eigentlich nein.
Der Knackpunkt ist der, daß Isreal den Alten Bund mit Gott gebrochen hat.
Entgegen seiner vollmundigen Behauptungen (vgl. Moses 19,8).
Israel ist immer weiter abgefallen.
Schließlich sah Gott, daß der Alte Bund eine Schwäche hatte: Der kraftlose Mensch.
Dieser bemerkenswerte Bibelkommentar sagt dazu:
Im alten Bund war es dem Volk Israel nicht möglich die Forderungen Gottes aus sich selbst zu erfüllen – dazu hatten sie keine Kraft.
Doch im Neuen Bund haben/hätten sie endlich die Kraft.
Warum?
Weil das Wort Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat.
Im Neuen Bund wird Israel eine neue Natur bekommen die sie dazu befähigt, das Gesetz halten zu können. Das Gesetz wird ihnen nicht ein Joch sein, sondern es wird ihnen in ihr Herz geschrieben. Doch in unsere Herzen wird nicht das Gesetz geschrieben, da wir nie formell unter Gesetz waren. Der Geist Gottes „bedient“ uns nicht mit dem Gesetz, sondern mit einer Person, dem Herrn Jesus (vgl. 2. Kor 3,2f).

Im Alten Bund konnte der Mensch sehen, was Gottes Gerechtigkeit, geschrieben im Gesetz, forderte. Heute sollen die Menschen in uns sehen, was die Gnade Gottes im Werk unseres Herrn, bewirkt. Das kann nur dann geschehen, wenn wir auf einen lebenden Christus in der Herrlichkeit sehen und dadurch in sein Bild verwandelt werden.
Um diese Argumentationslinie zu verstehen, sollte man freilich den ganzen Bibelkommentar lesen.
Es wird der qualitative Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Bund herausgearbeitet.
IMHO eine sehr stimmige Deutung der geschichtlichen Entwicklungen. :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Ralf » Dienstag 23. Januar 2018, 17:41

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 10:00
Außerdem legt Deine Antwort nahe, daß die Ablehnung oder Nicht-Ablehnung Jesu jeweils irrelevant sei. Glaubst Du das wirklich? :detektiv:
Nein, das glaube ich nicht, aber nicht wir entscheiden was passieren wird. Ich hoffe auf Seine Barmherzigkeit. Für jeden. Vor allem auch für mich.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Januar 2018, 18:02

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 17:41
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 10:00
Außerdem legt Deine Antwort nahe, daß die Ablehnung oder Nicht-Ablehnung Jesu jeweils irrelevant sei. Glaubst Du das wirklich? :detektiv:
Nein, das glaube ich nicht, aber nicht wir entscheiden was passieren wird.
Mithin leugnest Du die freie Willensentscheidung des Menschen, die ihn zum Glauben führt oder eben nicht? :auweia:
Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 17:41
Ich hoffe auf Seine Barmherzigkeit. Für jeden. Vor allem auch für mich.
Deine Barmherzigkeit ist in Deiner Signatur hinreichend dokumentiert! :pfeif:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Ralf » Dienstag 23. Januar 2018, 22:30

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 18:02
Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 17:41
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 10:00
Außerdem legt Deine Antwort nahe, daß die Ablehnung oder Nicht-Ablehnung Jesu jeweils irrelevant sei. Glaubst Du das wirklich? :detektiv:
Nein, das glaube ich nicht, aber nicht wir entscheiden was passieren wird.
Mithin leugnest Du die freie Willensentscheidung des Menschen, die ihn zum Glauben führt oder eben nicht? :auweia:
Erstens nein und zweitens ist der Glaube ein Geschenk (das man auch ablehnen kann, das ist klar).
Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 17:41
Ich hoffe auf Seine Barmherzigkeit. Für jeden. Vor allem auch für mich.
Deine Barmherzigkeit ist in Deiner Signatur hinreichend dokumentiert! :pfeif:
Ich hoffe, daß Er barmherziger ist als alle. Besonders barmherziger als ich.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. Januar 2018, 04:55

Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 22:30
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 18:02
Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 17:41
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 10:00
Außerdem legt Deine Antwort nahe, daß die Ablehnung oder Nicht-Ablehnung Jesu jeweils irrelevant sei. Glaubst Du das wirklich? :detektiv:
Nein, das glaube ich nicht, aber nicht wir entscheiden was passieren wird.
Mithin leugnest Du die freie Willensentscheidung des Menschen, die ihn zum Glauben führt oder eben nicht? :auweia:
Erstens nein und zweitens ist der Glaube ein Geschenk (das man auch ablehnen kann, das ist klar).
Du widersprichst Dir selber! :huhu:

Wenn nicht wir entscheiden, was passieren wird, - und DAS war Deine Ausgangsthese - dann sind die Entscheidungen eines jeden Menschen, die er in seinem Leben trifft, irrelevant. Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Dies würde übrigens auch dann gelten, wenn der Glaube - richtigerweise - als Geschenk angesehen wird. In dem Falle wäre dann die Entscheidung irrelevant, ob man dieses Geschenk annimmt oder ablehnt.

Die Kirche jedoch lehrt, daß die Entscheidung für oder gegen den Glauben in den privaten, ja den privatesten, Bereich des Einzelnen fällt. Die Kirche spricht hier von dem forum internum. Dies ist eine Entscheidung, die dem Einzelnen - dem Individuum - von Niemandem abgenommen werden kann; auch nicht von der Kirche selber.

Wenn aber diese Entscheidung von dem Individuum höchstselbst gefällt werden muß, dann ist diese Entscheidung auch höchstrelevant für jeden Einzelnen; mithin auch für das, was passiert.
Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 22:30
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 18:02
Ralf hat geschrieben:
Dienstag 23. Januar 2018, 17:41
Ich hoffe auf Seine Barmherzigkeit. Für jeden. Vor allem auch für mich.
Deine Barmherzigkeit ist in Deiner Signatur hinreichend dokumentiert! :pfeif:
Ich hoffe, daß Er barmherziger ist als alle. Besonders barmherziger als ich.
Wie sagte der heilige Giovanni XXIII. so treffend: "Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig!" :roll:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Ralf » Mittwoch 24. Januar 2018, 08:20

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 04:55
Wenn nicht wir entscheiden, was passieren wird, - und DAS war Deine Ausgangsthese - dann sind die Entscheidungen eines jeden Menschen, die er in seinem Leben trifft, irrelevant. Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Dies würde übrigens auch dann gelten, wenn der Glaube - richtigerweise - als Geschenk angesehen wird. In dem Falle wäre dann die Entscheidung irrelevant, ob man dieses Geschenk annimmt oder ablehnt.

Wenn aber diese Entscheidung von dem Individuum höchstselbst gefällt werden muß, dann ist diese Entscheidung auch höchstrelevant für jeden Einzelnen; mithin auch für das, was passiert.
Es ist ganz einfach: wir sitzen nicht auf dem Richterstuhl. Wir entscheiden nicht endgültig.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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FranzSales
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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Mittwoch 24. Januar 2018, 08:39

Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Wann eine solche vorliegt (oder auch nicht), entscheiden nicht wir, sondern der Herr allein. Ich vertraue darauf, dass er gerecht und barmherzig ist. Mehr müssen wir nicht wissen.
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. Januar 2018, 08:44

Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:20
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 04:55
Wenn nicht wir entscheiden, was passieren wird, - und DAS war Deine Ausgangsthese - dann sind die Entscheidungen eines jeden Menschen, die er in seinem Leben trifft, irrelevant. Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Dies würde übrigens auch dann gelten, wenn der Glaube - richtigerweise - als Geschenk angesehen wird. In dem Falle wäre dann die Entscheidung irrelevant, ob man dieses Geschenk annimmt oder ablehnt.

Wenn aber diese Entscheidung von dem Individuum höchstselbst gefällt werden muß, dann ist diese Entscheidung auch höchstrelevant für jeden Einzelnen; mithin auch für das, was passiert.
Es ist ganz einfach: wir sitzen nicht auf dem Richterstuhl. Wir entscheiden nicht endgültig.
Ob Du glaubst oder ob Du nicht glaubst, das entscheidest Du sehr wohl und zwar (für Dich) alleine und darüber hinaus endgültig! :huhu:

Dazu brauchst Du auch gar nicht auf dem Richterstuhl sitzen. :hmm:
Was willst Du überhaupt dem geneigten Publikum mit dieser nur notdürftigen Verbrämung (D)einer Entscheidungsschwäche mitteilen? :detektiv:

Im Übrigen sind die Folgen ([Punkt]) dieser Entscheidung alles andere als einfach, denn es handelt sich um eine - im wahrsten Sinne des Wortes - existentielle Entscheidung ......................

Um aber nochmal auf das Thema dieses Threads zurückzukommen: :pfeif:
Auch für Juden gilt das, was hier prinzipiell über Entscheidungen für oder gegen den Glauben gesagt worden ist! :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Melicus
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 24. Januar 2018, 09:25

Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:20
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 04:55
Wenn nicht wir entscheiden, was passieren wird, - und DAS war Deine Ausgangsthese - dann sind die Entscheidungen eines jeden Menschen, die er in seinem Leben trifft, irrelevant. Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Dies würde übrigens auch dann gelten, wenn der Glaube - richtigerweise - als Geschenk angesehen wird. In dem Falle wäre dann die Entscheidung irrelevant, ob man dieses Geschenk annimmt oder ablehnt.

Wenn aber diese Entscheidung von dem Individuum höchstselbst gefällt werden muß, dann ist diese Entscheidung auch höchstrelevant für jeden Einzelnen; mithin auch für das, was passiert.
Es ist ganz einfach: wir sitzen nicht auf dem Richterstuhl. Wir entscheiden nicht endgültig.
Hallo?
Das ist ganz und gar nicht einfach. :heiligenschein:
Das ist das, worum es im Glauben geht.
Wir sind in jedem einzelnen Moment alleinverantwortlich für jede unserer Entscheidungen.
Und erscheinen sie uns noch so unbedeutend, wie beispielsweise wider besseres Wissen eine Kippe anzuzünden, damit entscheiden wir, wie unser Leben verläuft.
Deswegen lehrt uns Jesus Wachsamkeit.
Wachsamkeit hilft uns, die Entscheidungen herauszufinden, die gut für uns sind.
Das Leben lehrt uns längst, welche Entscheidungen nicht gut waren, doch wir ignorieren die Anzeichen.
Wir sind nicht wach genug.
Die paar Kippen am Tag ...
Das bisschen Husten.
Das bisschen Auswurf.
Das bisschen Atemnot.
Wenn wir begreifen, uns selbst weniger wichtig zu nehmen und stattdessen Gottes Wille zu beherzigen, dann erst verstehen wir, was es mit göttlicher Vorsehung auf sich hat.
Vorsehung bedeutet, in Gottes Plan, den er mit jedem einzelnen von uns hat, einzuwilligen.
Vorsehung bedeutet, ein Kind Gottes zu sein.
Vorsehung bedeutet, umzukehren.
Vorsehung bedeutet, Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, damit das von Gott Vorgesehene im eigenen Leben eintreten kann.
Das alles hat überhaupt nichts mit dem Richterstuhl zu tun.
Hier entscheidet eine andere Instanz.
Doch bis dahin sind wir alleinverantwortlich für unsere Entscheidungen.
Deswegen lehrt uns Jesus Wahrheit.
Denn die Wahrheit macht uns frei.
Frei, (unabhängige) Entscheidungen zu treffen.
Unsere unbedeutendsten und bedeutendsten Entscheidungen legen vor dem Richterstuhl fest, wie am Ende – seien es Christen oder Juden – über uns gerichtet wird.
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
(Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi)

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. Januar 2018, 09:29

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:39
Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Wann eine solche vorliegt (oder auch nicht), entscheiden nicht wir, sondern der Herr allein. Ich vertraue darauf, dass er gerecht und barmherzig ist. Mehr müssen wir nicht wissen.
Das ist ebenfalls eine widersprüchliche Einlassung: :nein:
Wie soll denn eine Entscheidung gefällt werden, wenn der Mensch, der diese Entscheidung zu fällen hat, gar nicht wissen kann, ob er denn nun eine solche Entscheidung vorliegt oder eben nicht?

Man kann doch nicht eine Entscheidung fällen und gleichzeitig nicht wissen, ob man diese Entscheidung nun gefällt hat oder eben auch nicht. :huhu:

Ist Dein Widerspruchsgeist so ausgeprägt, daß Du selbst logische Inkonsistenzen in Kauf nehmen willst, nur um widersprechen zu können? :detektiv:

Der katholische Glauben ist vernünftig und daher auch logisch konsistent. :ja:
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 24. Januar 2018, 09:31

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:39
Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Wann eine solche vorliegt (oder auch nicht), entscheiden nicht wir, sondern der Herr allein. Ich vertraue darauf, dass er gerecht und barmherzig ist. Mehr müssen wir nicht wissen.
Mit Verlaub, RomanesEuntDomus hätte das mit „Dünnschiß“ kommentiert. :/
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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Mittwoch 24. Januar 2018, 09:48

Mit Verlaub, RomanesEuntDomus hätte das mit „Dünnschiß“ kommentiert.
Das sagt einer, der regelmäßig in seinen Posts nur schwallert? :D Im übrigen fällt Gossen- und Fäkalsprache immer auf den Verfasser zurück.

Wir wissen einfach nicht was mit Leute geschieht, die Christus nicht kennengelernt haben. Die Kirche schließt eindeutig keine Leute vom Heil aus, die unverschuldet das Evangelium nicht kennengelernt haben. Dazu reicht nicht aus, dass sie schon mal was von der Kirche oder Jesus gehört haben. Das Evangelium muss authentisch verkündet werden.

Die Lehre der Kirche ist folgende:

1.
„Gestützt auf die Heilige Schrift und die Überlieferung lehrt [das Konzil], daß diese pilgernde Kirche zum Heile notwendig sei. Der eine Christus nämlich ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der die Kirche ist, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat, hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die Menschen durch die Taufe wie durch eine Tür eintreten, bekräftigt. Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die sehr wohl wissen, daß die katholische Kirche von Gott durch Jesus Christus als eine notwendige gegründet wurde, jedoch nicht in sie eintreten oder in ihr ausharren wollen" (LG 14).
2.
„Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott jedoch aufrichtigen Herzens sucht und seinen durch den Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in den Taten zu erfüllen versucht, kann das ewige Heil erlangen" (LG 16) [Vgl. DS 3866-3872].
3.
Katechismus Nr. 848 „Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne ihre Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es ‚unmöglich‘ ist, ihm ‚zu gefallen‘ (Hebr 11,6), so liegt doch auf der Kirche die Notwendigkeit und zugleich das heilige Recht der Verkündigung der Frohbotschaft" (AG 7) an alle Menschen.
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

Ralf
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Ralf » Mittwoch 24. Januar 2018, 10:13

Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 09:25
Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:20
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 04:55
Wenn nicht wir entscheiden, was passieren wird, - und DAS war Deine Ausgangsthese - dann sind die Entscheidungen eines jeden Menschen, die er in seinem Leben trifft, irrelevant. Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Dies würde übrigens auch dann gelten, wenn der Glaube - richtigerweise - als Geschenk angesehen wird. In dem Falle wäre dann die Entscheidung irrelevant, ob man dieses Geschenk annimmt oder ablehnt.

Wenn aber diese Entscheidung von dem Individuum höchstselbst gefällt werden muß, dann ist diese Entscheidung auch höchstrelevant für jeden Einzelnen; mithin auch für das, was passiert.
Es ist ganz einfach: wir sitzen nicht auf dem Richterstuhl. Wir entscheiden nicht endgültig.
Hallo?
Das ist ganz und gar nicht einfach. :heiligenschein:
Das ist das, worum es im Glauben geht.
Wir sind in jedem einzelnen Moment alleinverantwortlich für jede unserer Entscheidungen.
Und erscheinen sie uns noch so unbedeutend, wie beispielsweise wider besseres Wissen eine Kippe anzuzünden, damit entscheiden wir, wie unser Leben verläuft.
Deswegen lehrt uns Jesus Wachsamkeit.
Wachsamkeit hilft uns, die Entscheidungen herauszufinden, die gut für uns sind.
Das Leben lehrt uns längst, welche Entscheidungen nicht gut waren, doch wir ignorieren die Anzeichen.
Wir sind nicht wach genug.
Die paar Kippen am Tag ...
Das bisschen Husten.
Das bisschen Auswurf.
Das bisschen Atemnot.
Wenn wir begreifen, uns selbst weniger wichtig zu nehmen und stattdessen Gottes Wille zu beherzigen, dann erst verstehen wir, was es mit göttlicher Vorsehung auf sich hat.
Vorsehung bedeutet, in Gottes Plan, den er mit jedem einzelnen von uns hat, einzuwilligen.
Vorsehung bedeutet, ein Kind Gottes zu sein.
Vorsehung bedeutet, umzukehren.
Vorsehung bedeutet, Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, damit das von Gott Vorgesehene im eigenen Leben eintreten kann.
Das alles hat überhaupt nichts mit dem Richterstuhl zu tun.
Hier entscheidet eine andere Instanz.
Doch bis dahin sind wir alleinverantwortlich für unsere Entscheidungen.
Deswegen lehrt uns Jesus Wahrheit.
Denn die Wahrheit macht uns frei.
Frei, (unabhängige) Entscheidungen zu treffen.
Unsere unbedeutendsten und bedeutendsten Entscheidungen legen vor dem Richterstuhl fest, wie am Ende – seien es Christen oder Juden – über uns gerichtet wird.
Also richtet nicht der Herr, sondern wir selbst uns durch unser gelebtes Leben? Das ist nicht das Evangelium, das ist Moralismus. Du magst dem anhangen, ich definitiv nicht.
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Ralf
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Ralf » Mittwoch 24. Januar 2018, 10:15

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:44
Ralf hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 08:20
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 04:55
Wenn nicht wir entscheiden, was passieren wird, - und DAS war Deine Ausgangsthese - dann sind die Entscheidungen eines jeden Menschen, die er in seinem Leben trifft, irrelevant. Logischerweise ist dann auch die Entscheidung für oder gegen den Glauben irrelevant.
Dies würde übrigens auch dann gelten, wenn der Glaube - richtigerweise - als Geschenk angesehen wird. In dem Falle wäre dann die Entscheidung irrelevant, ob man dieses Geschenk annimmt oder ablehnt.

Wenn aber diese Entscheidung von dem Individuum höchstselbst gefällt werden muß, dann ist diese Entscheidung auch höchstrelevant für jeden Einzelnen; mithin auch für das, was passiert.
Es ist ganz einfach: wir sitzen nicht auf dem Richterstuhl. Wir entscheiden nicht endgültig.
Ob Du glaubst oder ob Du nicht glaubst, das entscheidest Du sehr wohl und zwar (für Dich) alleine und darüber hinaus endgültig! :huhu:

Dazu brauchst Du auch gar nicht auf dem Richterstuhl sitzen. :hmm:
Was willst Du überhaupt dem geneigten Publikum mit dieser nur notdürftigen Verbrämung (D)einer Entscheidungsschwäche mitteilen? :detektiv:

Im Übrigen sind die Folgen ([Punkt]) dieser Entscheidung alles andere als einfach, denn es handelt sich um eine - im wahrsten Sinne des Wortes - existentielle Entscheidung ......................

Um aber nochmal auf das Thema dieses Threads zurückzukommen: :pfeif:
Auch für Juden gilt das, was hier prinzipiell über Entscheidungen für oder gegen den Glauben gesagt worden ist! :ja:
Natürlich entscheide ich über meine Entscheidung, aber nicht über die letztendgültige Konsequenz dieser Entscheidung. Der Mensch richtet sich nicht selbst.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 24. Januar 2018, 10:49

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 09:48
Mit Verlaub, RomanesEuntDomus hätte das mit „Dünnschiß“ kommentiert.
Das sagt einer, der regelmäßig in seinen Posts nur schwallert? :D Im übrigen fällt Gossen- und Fäkalsprache immer auf den Verfasser zurück.

Wir wissen einfach nicht was mit Leute geschieht, die Christus nicht kennengelernt haben.
Stimmt, aber wir reden an dieser Stelle aneinander vorbei.
Ich dachte, Du triffst eine Aussage rein über Dich persönlich. :hmm:
Warum?
Weil Du eine Aussage Raphaels herausgreifst, die nur indirekt Juden tangiert.
Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, daß Du Jesus Christus kennengelernt hast, infolgedessen mehr weißt, als Du müßtest.
Oder irre ich mich und das ist der Grund, weshalb Du meine Posts als Geschwalle abtust?
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