Gesegnete Weihnachten 2009 – Christus der Retter ist da.
Besonders für über 1 Mrd. Menschen die weltweit nicht genug zu essen haben für Millionen Menschen die in den USA und für 9 Millionen Menschen in D und vielen anderen in West und Ost Europa die von der staatlichen Grundsicherung existieren müssen.
Es war der Heilige Abend 2003
(Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003 (BGBl. S. 2979) an dem eine weit reichende und verhängnisvolle Entwicklung begonnen wurde mit der viele Menschen in Deutschland in den letzten 5 Jahren in Armut gestürzt wurden und somit von der sozialen und kulturellen Teilhabe weitestgehend ausgeschlossen und abgehängt wurden.
3.215.393 Personen werden als arbeitslos erfasst und 1.656.432 Personen werden in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten versteckt.
Es gibt rund 9 Millionen Menschen die im Sinne des SGB II und SGB XII Leistungsberechtigt sind.
Leistungsempfänger - Arbeitslosengeld 1.100.412
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.891.872
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.824.812)
Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen
Im November 2009 gibt es laut BA Bericht 7.817.096 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht November 2009 Seite 54. Darunter 5.992.284 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II. Zudem erhalten rund 1.200.000 Personen (Sozialhilfe SGB XII – Altersgrundsicherung)
Ein besonders großes Ärgernis sind die so genannten „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandentschädigung“ Zwangsarbeit in Ein – Euro – Jobs die und das sehe ich mit brennender Sorge und wachsenden Befremden auch von den Kirchen im Schulterschluss mit den säkularen Obrigkeitsstaat entgegen des Zwangsarbeitsverbot angeboten werden . Art. 12.2 GG besagt, dass Zwangsarbeit nur zulässig im Rahmen einer herkömmlichen, allgemeinen, für alle gleichen und öffentlichen Dienstpflicht ist. Hierzu zählen die Wehrpflicht und der Zivildienst. Nach Art. 12.3 GG ist Zwangsarbeit auch bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsstrafe möglich. Ein-Euro-Jobs fallen aber unter keine dieser Kategorien. Das Übereinkommen über Zwangs- und Pflichtarbeit (C029) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 1930 verbietet Zwangsarbeit. Es wurde am 19/06/1956 von der Bundesrepublik ratifiziert. Ein-Euro-Jobs verstoßen gegen Art. 2 Abs. 1.
Artikel 2 Abs. 1
Als „Zwangs- oder Pflichtarbeit" im Sinne dieses Übereinkommens gilt jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat. Bei der Androhung einer Sanktion, bei der Verweigerung der Aufnahme eines Euro-Euro-Jobs, kann man nicht von Freiwilligkeit sprechen. Eine freie Wahl sieht anders aus. Hier handelt es sich um eine Strafe i.S. des ILO-Übereinkommens die bei Ungehorsam vollstreckt wird. Der Arbeitslose soll sich fügen und gehorsam zeigen, ansonsten wird seine minimale Grundsicherung für die Dauer von 3 Monaten um 30 % gekürzt. Dies bedeutet eine unmittelbare Bedrohung seiner Existenz.
Kirchen und „kirchliche Gemeinschaften“ sollten/müssen ihr Handeln an den Evangelium des Herrn ausreichten.
Die Psalmen, Kapitel 2
1 Warum toben die Völker, / warum machen die Nationen vergebliche Pläne?
2 Die Könige der Erde stehen auf, / die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.
3 «Lasst uns ihre Fesseln zerreißen / und von uns werfen ihre Stricke!»
4 Doch er, der im Himmel thront, lacht, / der Herr verspottet sie.
5 Dann aber spricht er zu ihnen im Zorn, / in seinem Grimm wird er sie erschrecken:
6 «Ich selber habe meinen König eingesetzt / auf Zion, meinem heiligen Berg.»
7 Den Beschluss des Herrn will ich kundtun. / Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. / Heute habe ich dich gezeugt.
8 Fordre von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe, / die Enden der Erde zum Eigentum.
9 Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule, / wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.»
10 Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, / lasst euch warnen, ihr Gebieter der Erde!
11 Dient dem Herrn in Furcht / und küsst ihm mit Beben die Füße,
12 damit er nicht zürnt / und euer Weg nicht in den Abgrund führt. Denn wenig nur und sein Zorn ist entbrannt. / Wohl allen, die ihm vertrauen!
Das Evangelium nach Lukas, Kapitel 6
Die Feldrede: 6,20-49
Seligpreisungen und Weherufe
20 Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
21 Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. / Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
23 Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.
24 Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.
25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.
26 Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.
Nicht zuletzt möchte ich nach 5 Jahren der Opfer des Tsunami von 2004 gedenken.