Bob hat geschrieben:Auf einem Esel (damals ein ganz normales Verkehrsmittel
Bloß für einen Triumphritt auch damals schon ungewöhnlich
Der Prophet Zacharias (9,9) schrieb: Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.
Zuletzt geändert von Linus am Mittwoch 7. Mai 2008, 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Einem Dompteur gelingt es, einen Elephanten mit einem ganz einfachen Trick zu beherrschen. Er bindet das Elefantenkind mit einem Fuß an einen großen Baumstamm. So sehr es sich auch wehrt, es kann sich nicht befreien. Ganz allmählich gewöhnt es sich daran, dass der Baumstamm stärker ist als es selbst.
Wenn der Elephant erwachsen ist und ungeheure Kräfte besitzt, braucht man nur eine Schnur an seinem Bein zu befestigen und ihn an einen Zweig anzubinden. Und er wird nicht versuchen, sich zu befreien, denn er erinnert sich daran, dass er diesen Versuch unzählige Male vergebens unternommen hat.
Wie bei den Elephanten stecken auch unsere Füße nur in einer dünnen Schlinge. Doch da wir von Kindsbeinen an die Macht jenes Baumstammes gewohnt sind, wagen wir nicht uns zu wehren. Und vergessen darüber, dass es nur einer einfachen, mutigen Tat bedarf, um unsere Freiheit zu erlangen.
Paulo Coelho
"Religions have promised many roses - but you end up with only thorns." (U. G. Krishnamurti)
Escriva via Bob hat geschrieben: Jesus ist zufrieden mit einem armen Tier als Thron.
Ich bin mir nicht sicher, daß diese Interpretation richtig ist. Der Nahe Osten kannte neben Lasteseln auch Reitesel, die natürlich auch in edlen Rassen gezüchtet wurden und königliche Reittiere waren. Die Symbolik liegt darin, daß Reitesel kriegsuntauglich waren und nur im Frieden als Reittier dienten. Der Einzug auf dem Esel war also nicht "Selbsterniedrigung", sondern durchaus ein königlicher Gestus, die Offenbarung als "Friedensfürst" in Erfüllung des Prophetenwortes.
Zuletzt geändert von Peregrin am Montag 12. Mai 2008, 23:15, insgesamt 1-mal geändert.
Ich weiß noch viel zu wenig über die gelebte Religiösität katholischer Ordens-Gemeinschaften - Esperanto macht mich z.B. neugierig auf die Franziskaner ...
Von den Benediktinern (Bier! ) meine ich zu wissen, dass sie ihr Wissen über die Kraft von Pflanzen nach Zentral-Europa mitbrachten - und wenn man weiß, dass bei vorchristlichen (etwa Fruchtbarkeits-)Ritualen auch psychogene Pflanzen eine Rolle spielten ...
"Religions have promised many roses - but you end up with only thorns." (U. G. Krishnamurti)