Würde das, was man heute als Papstamt kenn zum Wesen der Kirche gehören, hätte es von Anfang an bestehen müssen.logoschristus hat geschrieben: ↑Mittwoch 26. August 2026, 11:30Es ist eben die Frage, ob man aus der Entwicklung einer konkreten Form des Papstamtes ableiten sollte, dass ein Papst nicht zum Wesen der Kirche gehört. Ein Großteil der Orthodoxen würde wohl den Papst als Träger der Ehre akzeptieren. Anders als die Protestanten, die den Papst generell ablehnen.
Warum musste es sich Zwangsläufig entwickeln und noch dazu in seiner momentanen Form? Wenn es in den ersten Tausend Jahren ohne ging, warum dann nicht mehr? Und könnte bzw müsste man dann nicht auch bei veränderter Lage das Amt anpassen?Dennoch ist die Frage nach dem Papstamt für mich mit der bloßen Feststellung, dass es früher eine andere Form gehabt haben mag, nicht ausreichend beantwortet, denn die Entwicklung der Kirche führt für mich zwangsläufig dazu, dass sich auch ein Papstamt entwickeln muss.
Es gibt keine verschiedenen orthodoxen Kirchen, es gibt die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.Wenn ich mir anschaue, dass verschiedene orthodoxe Kirchen, die sich ja dennoch als eine Kirche verstehen, keine Kommuniongemeinschaft haben,
Es spricht ja auch beim Katholizismus niemand von verschiedenen katholischen Kirchen nur weil es eine katholische Kirche Deutschlands, eine polnische katholische Kirche , französische katholische Kirche usw gibt. Oder noch extremer eine römisch-, koptisch-, syromalabarisch-, usw-katholische Kirche.
Patriarch Kyrill brach die Kommunionsgemeinschaft mit Patriarch Bartholomäus, erstmal sind davon nur die beiden betroffen und der Bruch beschränkt sich auf die Nennung des Patriarchen Bartholomäus während der Liturgie. Bartolomäus hingegen nennt Kyrill immer noch. Weshalb auch nachwievor z.b. Reliqien aus dem Bereich Konstantinopels zur Verehrung nach Russland ausgeliehen werden und man auch noch seine Abgesandten beim jeweils anderen hat. Das ganze betrifft praktisch maximal die Diözesen in Russland, falls dort mal ein Angehöriger des Konst. Patriarchats auftauchen sollte und der zuständige Bischof sich Kyrills Einschätzung anschließt. Machen dort aber auch nicht alle. Dass ökumenische Patriarchat sieht keinerlei Einschränkungen für Menschen aus Russland vor falls diese auf seinem Territorium an einer Liturgie teilnehmen und zur Kommunion möchten.
Und eingeschränkte oder defekte Kommuniongemeinschaften gabs in Kriegs-/Nachkriegszeiten leider immer wieder und auch in allen Konfessionen.
So wurden z.b. deutschsprachigen Katholiken in Böhmen und Mähren zwischen Kriegsende 45 und Vertreibung 46 in der Regel durch tschechische Priester die Sakramente verweigert.
Die Kirchengeschichte ist leider voll davon dass es Konflikte zwischen Bischöfen gab und auch zwischen Mitgliedern der selben Glaubensgemeinschaft aufgrund von Nationalität, Sprache usw. Sind eben alle nur Menschen.
Wer weiß ob mein Opa als deutschsprachiger Katholik im Sommer 1945 in Frankreich, Polen oder Yugoslawien Sakramente hätte empfangen können. Theoretisch ja, denn wir sollen unsere Feinde lieben und verzeihen, aber praktisch?