Allmachtsparadoxon
Re: Allmachtsparadoxon
Ein gerechter König ist nicht schizophren, bloß weil er von seiner Gnadenbefugnis Gebrauch macht und Gnade vor Recht walten lässt durch Begnadigung oder Amnestie.
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
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Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)
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Re: Allmachtsparadoxon
Ja, in Gott fallen diese Begriffe ineins: Seine Gerechtigkeit ist seine Liebe. Bei Gott ist das also kein Gegensatz.Peti hat geschrieben:Für den katholischen Philosophen Joseph Pieper ist das nur ein Widerspruch unserer Betrachtungsweise:
"Die übernatürliche Hoffnung ist die gemäße existentielle Antwort des Menschen auf die Tatsache dieser, geschöpflich betrachtet, gegensätzlichen Eigenschaften in Gott. Wer nur die Gerechtigkeit Gottes im Blick hat, vermag so wenig zu hoffen, wie wer einzig seine Barmherzigkeit sieht :beide verfallen der Hoffnungslosigkeit, der eine in Verzweiflung der andere in Vermessenheit.
Die Hoffnung allein wird der alle Gegensätze übergreifenden Wirklichkeit Gottes gerecht, dessen Barmherzigkeit seine Gerechtigkeit und dessen Gerechtigkeit seine Barmherzigkeit ist."
(http://readingthesumma.blogspot.com/201 ... mercy.html)
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)
- ChrisCross
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Re: Allmachtsparadoxon
Genau diese Fragen führen doch erst zum Kreuzestod Jesu. Das wusste schon Anselmad-fontes hat geschrieben:Mich beschäftigt ein anderes Paradoxon:
Gott straft, weil er gerecht ist.
Gott erbarmt sich, weil er menschenliebend ist.
Gibt es hierzu - ich denke insbsondere an die orthodoxen Foranten - Widerspruch? Falls nein, wie ist dieses Paradoxon zu erklären, ohne Gott der Schizophrenie zu zeihen?
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1
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Re: Allmachtsparadoxon
Und zur Stellvertretung und zum sacrificium propitiabile?ChrisCross hat geschrieben:Genau diese Fragen führen doch erst zum Kreuzestod Jesu. Das wusste schon Anselmad-fontes hat geschrieben:Mich beschäftigt ein anderes Paradoxon:
Gott straft, weil er gerecht ist.
Gott erbarmt sich, weil er menschenliebend ist.
Gibt es hierzu - ich denke insbsondere an die orthodoxen Foranten - Widerspruch? Falls nein, wie ist dieses Paradoxon zu erklären, ohne Gott der Schizophrenie zu zeihen?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
- ChrisCross
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Re: Allmachtsparadoxon
Soweit ich die Lehre Anselms kenne, ja.ad-fontes hat geschrieben:Und zur Stellvertretung und zum sacrificium propitiabile?ChrisCross hat geschrieben:Genau diese Fragen führen doch erst zum Kreuzestod Jesu. Das wusste schon Anselmad-fontes hat geschrieben:Mich beschäftigt ein anderes Paradoxon:
Gott straft, weil er gerecht ist.
Gott erbarmt sich, weil er menschenliebend ist.
Gibt es hierzu - ich denke insbsondere an die orthodoxen Foranten - Widerspruch? Falls nein, wie ist dieses Paradoxon zu erklären, ohne Gott der Schizophrenie zu zeihen?
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1
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Re: Allmachtsparadoxon
Gott der Schöpfer als das Allprinzip wird durch Allmacht im Hinblick auf sein Potenzial charakterisiert. Die Logik ergibt sich durch die Vorsilbe "All-". Das Allmachtsparadoxon stellt das Verhältnis vom Allgemeinen und Besonderen, vom Ganzen und seinen Teilen in Frage. Dieses Verhältnis wird treffend umschrieben dadurch, dass sich aus der Allmacht jede Teilfähigkeit ableitet. Jede Teilfähigkeit ist also delegiert und untergeordnet. Sie kann wieder entzogen werden und erlischt spätestens im Todesfall.Fridericus hat geschrieben:Habe mir kürlich im Rahmen einer Philosophievorlesungen einige Gedanken darüber gemacht. Kann mir jemand mit ein wenig (nicht allzu ausführlicher) Literatur weiterhelfen? bzw. die wichtigsten Argumente kurz darlegen? Vielen Dank.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Nicht zu vergessen: Und sie lebt dann - je nach dem Willen des allmächtigen Schöpfers - nach der Auferstehung in verklärter Weise wieder auf!overkott hat geschrieben:Sie kann wieder entzogen werden und erlischt spätestens im Todesfall.
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civilisation
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Re: Allmachtsparadoxon
Blubb + urks = murks.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Der Zusammenhang dieser Anmerkung zum Threadthema ist erläuterungsbedürftig!civilisation hat geschrieben:Blubb + urks = murks.
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civilisation
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Re: Allmachtsparadoxon
Die kannst Du haben.Raphael hat geschrieben:Der Zusammenhang dieser Anmerkung zum Threadthema ist erläuterungsbedürftig!civilisation hat geschrieben:Blubb + urks = murks.
Man nehme einige Worte wie "Gott", "Schöpfer" und andere aus einem Standardvokabular (= blubb), mische sie mit anderen, neuen Worten (= urks) und raus kommt Murks.
Ist aber hier off topic.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Achso, Du stehst mehr so auf die wortlose Kommunikation?civilisation hat geschrieben:Die kannst Du haben.Raphael hat geschrieben:Der Zusammenhang dieser Anmerkung zum Threadthema ist erläuterungsbedürftig!civilisation hat geschrieben:Blubb + urks = murks.
Man nehme einige Worte wie "Gott", "Schöpfer" und andere aus einem Standardvokabular (= blubb), mische sie mit anderen, neuen Worten (= urks) und raus kommt Murks.
Ist aber hier off topic.
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civilisation
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Re: Allmachtsparadoxon
Genau. - Da ich ja in der selbstgewählten Einsamkeit lebe, habe ich Gottes Allmacht fast überhaupt nicht erfahren.Raphael hat geschrieben:Achso, Du stehst mehr so auf die wortlose Kommunikation?civilisation hat geschrieben:Die kannst Du haben.Raphael hat geschrieben:Der Zusammenhang dieser Anmerkung zum Threadthema ist erläuterungsbedürftig!civilisation hat geschrieben:Blubb + urks = murks.
Man nehme einige Worte wie "Gott", "Schöpfer" und andere aus einem Standardvokabular (= blubb), mische sie mit anderen, neuen Worten (= urks) und raus kommt Murks.
Ist aber hier off topic.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Du Monade, Du!civilisation hat geschrieben:Genau. - Da ich ja in der selbstgewählten Einsamkeit lebe, habe ich Gottes Allmacht fast überhaupt nicht erfahren.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Wieso?lifestylekatholik hat geschrieben:(Vom Verfasser nach einigem Nachdenken wieder gelöscht.)
Die Anmerkung war doch kuhl!
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civilisation
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Re: Allmachtsparadoxon
WiesoRaphael hat geschrieben:Du Monade, Du!civilisation hat geschrieben:Genau. - Da ich ja in der selbstgewählten Einsamkeit lebe, habe ich Gottes Allmacht fast überhaupt nicht erfahren.
Ich erinnere mich gerne an die Philosophievorlesungen - und an unseren Philosophieprof. Gerade die "Monadenlehre" von Leibniz hat mich fasziniert. Auf Anhieb habe ich nur wenig davon verstanden, aber so im Nachhinein ...
Ist aber auch o.t.
Re: Allmachtsparadoxon
Gott als "allmächtiger" bedeutet, dass Er jederzeit mit jedem Geschöpf machen kann, was Er will. Er kann bestimmen, was lebt und was stirbt, was geschaffen wird und vergeht. Er bestimmt die Regeln, nach denen die geschaffene Welt funktioniert. Das betrifft auch die Bedeutung der meisten Wörter. Ihre Bedeutung kommt von Gott. Den Sinn, den Gott einem Wort gibt, ist dessen wahrer Sinn. Wenn also Gott sagt, dass etwas "gut" ist, dann ist das gut und niemand darf das hinterfragen, weil jeder Gott untergeordnet ist. Dieses ist u.a. auch deshalb wichtig, weil der Satan sich als Engel des Lichts geben kann. In diesem Fall kommt es darauf an, das falsche Licht vom wahren Licht zu unterscheiden. Denn andernfalls hat die Versuchung zum Bösen Erfolg.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)
Re: Allmachtsparadoxon
Ich würde eher sagen, Gott ist in allem mächtig.Pilgerer hat geschrieben:Gott als "allmächtiger" bedeutet, dass Er jederzeit mit jedem Geschöpf machen kann, was Er will. Er kann bestimmen, was lebt und was stirbt, was geschaffen wird und vergeht. Er bestimmt die Regeln, nach denen die geschaffene Welt funktioniert. Das betrifft auch die Bedeutung der meisten Wörter. Ihre Bedeutung kommt von Gott. Den Sinn, den Gott einem Wort gibt, ist dessen wahrer Sinn. Wenn also Gott sagt, dass etwas "gut" ist, dann ist das gut und niemand darf das hinterfragen, weil jeder Gott untergeordnet ist. Dieses ist u.a. auch deshalb wichtig, weil der Satan sich als Engel des Lichts geben kann. In diesem Fall kommt es darauf an, das falsche Licht vom wahren Licht zu unterscheiden. Denn andernfalls hat die Versuchung zum Bösen Erfolg.
Gruß
Albert
Re: Allmachtsparadoxon
Was ist "in allem"? Der Begriff "Allmacht" bedeutet an sich, dass Alles der Willkür Gottes absolut unterworfen ist. Er kann alles hin- und her-schieben, wie Er will. Was Er sagt, geschieht. Wenn Er die Sintflut oder den Feuerhagel befiehlt, dann kommt das. Er könnte binnen eines Augenblicks die Welt erschaffen und ebenso schnell zerstören.Albert hat geschrieben:Ich würde eher sagen, Gott ist in allem mächtig.Pilgerer hat geschrieben:Gott als "allmächtiger" bedeutet, dass Er jederzeit mit jedem Geschöpf machen kann, was Er will. Er kann bestimmen, was lebt und was stirbt, was geschaffen wird und vergeht. Er bestimmt die Regeln, nach denen die geschaffene Welt funktioniert. Das betrifft auch die Bedeutung der meisten Wörter. Ihre Bedeutung kommt von Gott. Den Sinn, den Gott einem Wort gibt, ist dessen wahrer Sinn. Wenn also Gott sagt, dass etwas "gut" ist, dann ist das gut und niemand darf das hinterfragen, weil jeder Gott untergeordnet ist. Dieses ist u.a. auch deshalb wichtig, weil der Satan sich als Engel des Lichts geben kann. In diesem Fall kommt es darauf an, das falsche Licht vom wahren Licht zu unterscheiden. Denn andernfalls hat die Versuchung zum Bösen Erfolg.
Gruß
Albert
Für den christlichen Gott kennzeichnend ist allerdings das Prinzip der "Kooperation". Aus Seiner Allmacht heraus hat Er entschieden, nicht alles alleine zu machen und zu entscheiden, sondern manches zu delegieren und mit anderen Wesen zusammen zu arbeiten.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)
Re: Allmachtsparadoxon
Einfach "in allem", ohne wenn und aber.Pilgerer hat geschrieben:Was ist "in allem"?Albert hat geschrieben:Ich würde eher sagen, Gott ist in allem mächtig.Pilgerer hat geschrieben:Gott als "allmächtiger" bedeutet, dass Er jederzeit mit jedem Geschöpf machen kann, was Er will. Er kann bestimmen, was lebt und was stirbt, was geschaffen wird und vergeht. Er bestimmt die Regeln, nach denen die geschaffene Welt funktioniert. Das betrifft auch die Bedeutung der meisten Wörter. Ihre Bedeutung kommt von Gott. Den Sinn, den Gott einem Wort gibt, ist dessen wahrer Sinn. Wenn also Gott sagt, dass etwas "gut" ist, dann ist das gut und niemand darf das hinterfragen, weil jeder Gott untergeordnet ist. Dieses ist u.a. auch deshalb wichtig, weil der Satan sich als Engel des Lichts geben kann. In diesem Fall kommt es darauf an, das falsche Licht vom wahren Licht zu unterscheiden. Denn andernfalls hat die Versuchung zum Bösen Erfolg.
Gruß
Albert
Hui, diese Redeweise halte ich für problematisch, sie scheint Gott nur eine Art potentieller „Allmacht“ zuzuschreiben. Gott könnte alles mögliche, nur weiß man nicht, ob Er es auch tatsächlich will.Pilgerer hat geschrieben: Der Begriff "Allmacht" bedeutet an sich, dass Alles der Willkür Gottes absolut unterworfen ist. Er kann alles hin- und her-schieben, wie Er will. Was Er sagt, geschieht. Wenn Er die Sintflut oder den Feuerhagel befiehlt, dann kommt das. Er könnte binnen eines Augenblicks die Welt erschaffen und ebenso schnell zerstören.
(...)
Es zeigt sich hier eher, man wisse bereits wer Gott ist, und dann diesem Gott zuzuschreiben was er alles könne.
Die Hl. Schrift zeigt es:
(Meine Gedanken ..., Meine Wege sind nicht .....)
Gruß
Albert
Re: Allmachtsparadoxon
Liebe Philosophiestudenten, Macht ist potentiell. Das ist eine Tautologie. Wer Gott ist, wissen wir seit Gen 1,1. Christus hat sich mit Gott identifiziert. Und Paulus folgt Christus darin auf ganz neue Weise.Albert hat geschrieben:Hui, diese Redeweise halte ich für problematisch, sie scheint Gott nur eine Art potentieller „Allmacht“ zuzuschreiben. Gott könnte alles mögliche, nur weiß man nicht, ob Er es auch tatsächlich will.
Es zeigt sich hier eher, man wisse bereits wer Gott ist, und dann diesem Gott zuzuschreiben was er alles könne.
Die Hl. Schrift zeigt es:
(Meine Gedanken ..., Meine Wege sind nicht .....)
Gruß
Albert
Re: Allmachtsparadoxon
Wahrscheinlich hat er von seiner Allmacht immer mal Gebrauch gemacht, wie etwa die Exodus-Geschichte klar zeigt. Für mich als Christen ist es jedoch nicht so wichtig, ob Gott irgendeinen Fels im Weltall mit seiner Allmacht bewegt. Uns Christen betrifft viel stärker die Allmacht Gottes bezüglich unserer Erlösung. Wenn wir daran glauben (besser darauf vertrauen), dass Gott unser Leben zum wahren, ewigen Leben hin verändern will und kann, dann können wir seine Allmacht erfahren. Niemand kann sein eigenes Leben so stark selbst verändern, wie Gott das kann. Das zeigt in der persönlichen Wahrnehmungsphäre ganz deutlich die göttliche Allmacht.Albert hat geschrieben:Hui, diese Redeweise halte ich für problematisch, sie scheint Gott nur eine Art potentieller „Allmacht“ zuzuschreiben. Gott könnte alles mögliche, nur weiß man nicht, ob Er es auch tatsächlich will.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Lieber, ovi, dabei kommt's jedoch d'rauf an, wie potentiell gemeint ist, denn potentiell wird auch im Sinne von möglich verwendet ..........overkott hat geschrieben:Liebe Philosophiestudenten, Macht ist potentiell. Das ist eine Tautologie.Albert hat geschrieben:Hui, diese Redeweise halte ich für problematisch, sie scheint Gott nur eine Art potentieller „Allmacht“ zuzuschreiben. Gott könnte alles mögliche, nur weiß man nicht, ob Er es auch tatsächlich will.
Es zeigt sich hier eher, man wisse bereits wer Gott ist, und dann diesem Gott zuzuschreiben was er alles könne.
Die Hl. Schrift zeigt es:
(Meine Gedanken ..., Meine Wege sind nicht .....)
Gruß
Albert
Wer IHN gesehen hat, der hat den Vater gesehen!overkott hat geschrieben:Wer Gott ist, wissen wir seit Gen 1,1. Christus hat sich mit Gott identifiziert.
Nicht nur er ............overkott hat geschrieben:Und Paulus folgt Christus darin auf ganz neue Weise.
Re: Allmachtsparadoxon
Im Sinn von fähig ebenfalls. Allmacht hat also etwas mit alles machen können zu tun. Und was nun SEHEN betrifft, da sollte man auch bei Johannes erst einmal den mehrfachen Schriftsinn erschließen. Da geht es zunächst um körperliches Sehen, dann den Tag sehen, das Leben sehen, die Ehre Gottes sehen. Geistiges Sehen kann noch relativ konkret im Traumbild sein, aber auch abstrakt in Form der Einsicht. Was nun den VATER betrifft, hat Jesus dieselben Probleme mit seinen Landsleuten wie Paulus. Es geht um die Abstammungsfrage. Jesus bringt seine Gesprächspartner dazu, zunächst Abraham als ihren Vater anzugeben und schließlich Gott. Dabei weist Jesus darauf hin, dass sich die Sohnschaft im sittlich guten Handeln zeigt. Der Sohn ist frei von Sünde.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Nichtsdestoweniger kannst/darfst Du nicht behaupten, es handele sich um eine Tautologie, wenn die Bedeutung nicht geklärt ist.overkott hat geschrieben:Im Sinn von fähig ebenfalls.
Allmacht hat auch damit zu tun, daß man aus Nichts etwas machen kann!overkott hat geschrieben:Allmacht hat also etwas mit alles machen können zu tun.
Du erinnerst Dich?
Einsicht geht natürlich über das Sehen hinaus!overkott hat geschrieben:Und was nun SEHEN betrifft, da sollte man auch bei Johannes erst einmal den mehrfachen Schriftsinn erschließen. Da geht es zunächst um körperliches Sehen, dann den Tag sehen, das Leben sehen, die Ehre Gottes sehen. Geistiges Sehen kann noch relativ konkret im Traumbild sein, aber auch abstrakt in Form der Einsicht.
Man kann das durchaus analog verstehen: So wie man etwas in natürlicher Weise sieht, sieht man etwas in übernatürlicher Weise ein.
Nun, die Herkunft ist ja für die Identitätsfindung von entscheidender Bedeutung!overkott hat geschrieben:Was nun den VATER betrifft, hat Jesus dieselben Probleme mit seinen Landsleuten wie Paulus. Es geht um die Abstammungsfrage. Jesus bringt seine Gesprächspartner dazu, zunächst Abraham als ihren Vater anzugeben und schließlich Gott.
Wichtig ist halt, zwischen den zwei Herkünften so zu unterscheiden, daß man auch von einer körperlichen Herkunft und von einer geistigen Herkunft sprechen kann. Beides hängt in derart sinnvoller Weise zusammen, daß man auch hiervon auf analoge Weise reden kann.
Hier muß man wohl einerseits zwischen dem eingeborenen Sohn und und andererseits dem Sohn unterscheiden, der erst durch die Nachfolge zum Sohne wird. Bei Letzterem ist die Sündenfreiheit, soweit sie überhaupt gegeben ist, eine Gabe des Ersteren und weniger ein Erfolg eigener und unverzichtbarer Bemühungen.overkott hat geschrieben:Dabei weist Jesus darauf hin, dass sich die Sohnschaft im sittlich guten Handeln zeigt. Der Sohn ist frei von Sünde.
Re: Allmachtsparadoxon
Da vertraue ich auf den gottgegebenen Menschenverstand.Raphael hat geschrieben:Nichtsdestoweniger kannst/darfst Du nicht behaupten, es handele sich um eine Tautologie, wenn die Bedeutung nicht geklärt ist.overkott hat geschrieben:Im Sinn von fähig ebenfalls.
Natürlich: 0 + 1 = 1Allmacht hat auch damit zu tun, daß man aus Nichts etwas machen kann!overkott hat geschrieben:Allmacht hat also etwas mit alles machen können zu tun.![]()
Du erinnerst Dich?![]()
Ja, sicher, physisch und metaphysisch, körperlich und geistig, weltlich und himmlisch.Einsicht geht natürlich über das Sehen hinaus!overkott hat geschrieben:Und was nun SEHEN betrifft, da sollte man auch bei Johannes erst einmal den mehrfachen Schriftsinn erschließen. Da geht es zunächst um körperliches Sehen, dann den Tag sehen, das Leben sehen, die Ehre Gottes sehen. Geistiges Sehen kann noch relativ konkret im Traumbild sein, aber auch abstrakt in Form der Einsicht.
Man kann das durchaus analog verstehen: So wie man etwas in natürlicher Weise sieht, sieht man etwas in übernatürlicher Weise ein.
Ja, klar.Nun, die Herkunft ist ja für die Identitätsfindung von entscheidender Bedeutung!overkott hat geschrieben:Was nun den VATER betrifft, hat Jesus dieselben Probleme mit seinen Landsleuten wie Paulus. Es geht um die Abstammungsfrage. Jesus bringt seine Gesprächspartner dazu, zunächst Abraham als ihren Vater anzugeben und schließlich Gott.
Wichtig ist halt, zwischen den zwei Herkünften so zu unterscheiden, daß man auch von einer körperlichen Herkunft und von einer geistigen Herkunft sprechen kann.
Beides hängt in derart sinnvoller Weise zusammen, daß man auch hiervon auf analoge Weise reden kann.
Du weißt, dass eingeboren eigentlich die Übersetzung von (wie) ein(zig)geboren ist, nicht wahr? Jesus hat eindeutig ein geistiges Sohnschaftsverständnis. Gott ist Geist. Entsprechend ist der Vater im Himmel zu verstehen. Sein Name und Wort soll in hohen Ehren gehalten werden. Seine Herrschaft erweist sich im Gesetz. Das soll auch umgesetzt werden wie in der Theorie, so auch in der Praxis. Da im Prinzip alles Gabe des Vaters ist, gilt dies im Prinzip auch für die Sündenfreiheit. Was Sünde ist (Lieblosigkeit gegenüber dem Guten, dem Nächsten und sich selbst), war durch Vernunft schon vor dem Gesetz des Moses bekannt. Das Gesetz des Moses bestätigt den vernünftigen Grundsatz der Nächstenliebe. Paulus kann daher beides - Vernunft und Gesetz - in Einklang bringen, das Gesetz scheint ihm vernünftig. (1Kor 9,8) Entsprechend geht es Jesus wie Paulus darum, sich aus freiem Willem um das Gute zu bemühen, gerade auch dort, wo es keiner sieht.Hier muß man wohl einerseits zwischen dem eingeborenen Sohn und und andererseits dem Sohn unterscheiden, der erst durch die Nachfolge zum Sohne wird. Bei Letzterem ist die Sündenfreiheit, soweit sie überhaupt gegeben ist, eine Gabe des Ersteren und weniger ein Erfolg eigener und unverzichtbarer Bemühungen.overkott hat geschrieben:Dabei weist Jesus darauf hin, dass sich die Sohnschaft im sittlich guten Handeln zeigt. Der Sohn ist frei von Sünde.
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civilisation
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Re: Allmachtsparadoxon
Und 0 - 1 = -1 ?
Aber:
Wenn man keine Äpfel hat und davon einen Apfel wegnimmt, hat man immer noch keine Äpfel, also 0 Äpfel.
Paradox?
Nein, denn Gott hat ja die Allmacht, Äpfel wachsen zu lassen.
Aber:
Wenn man keine Äpfel hat und davon einen Apfel wegnimmt, hat man immer noch keine Äpfel, also 0 Äpfel.
Paradox?
Nein, denn Gott hat ja die Allmacht, Äpfel wachsen zu lassen.
-
Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
Der Menschenverstand denkt sich auch 'ne Pippi Langstrumpf aus!overkott hat geschrieben:Da vertraue ich auf den gottgegebenen Menschenverstand.
Nee, ich meinte nicht Deine Zahlenspielereien, sondern die Creatio ex nihilo!overkott hat geschrieben:Natürlich: 0 + 1 = 1Raphael hat geschrieben:..........Du erinnerst Dich?![]()
P.S. Zur Sohnschaft Jesu kommen noch ein paar Anmerkungen bei Gelegenheit.
Re: Allmachtsparadoxon
Leute, bitte Argumente und keine apologetischen Rechthabereien.
Eine weiter führende Frage wäre: Wie verhalten sich Allmacht und Wunder? Gibt es Ausnahmen von scheinbaren Naturgesetzen? Ist der kalendarische Frühlingsanfang ein Naturgesetz? Was geschieht, wenn der liebe Gott schon am 28. Februar die Sonne scheinen lässt oder sich mit dem Frühlingsanfang etwas verspätet? Wie sind eigentlich theologisch Anomalien im Panoptikum zu bewerten?
Inwieweit wird eine positive Überraschung gläubig als Wunder angenommen?
Eine weiter führende Frage wäre: Wie verhalten sich Allmacht und Wunder? Gibt es Ausnahmen von scheinbaren Naturgesetzen? Ist der kalendarische Frühlingsanfang ein Naturgesetz? Was geschieht, wenn der liebe Gott schon am 28. Februar die Sonne scheinen lässt oder sich mit dem Frühlingsanfang etwas verspätet? Wie sind eigentlich theologisch Anomalien im Panoptikum zu bewerten?
Inwieweit wird eine positive Überraschung gläubig als Wunder angenommen?
Re: Allmachtsparadoxon
Der kalendarische Frühlingsanfang ist reine Konvention. Der astronomische Frühlingsanfang hingegen ist festgelegt als der Moment, in dem die Stelle, an der die Linie zwischen Sonnen- und Erdmittelpunkt die Erdoberfläche durchstößt, den Äquator von Süden nach Norden durchquert. Darauf hat der Herr selbstverständlich Einfluß.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009
Re: Allmachtsparadoxon
Lies mal zum Thema "Wunder" das Buch von C.S. Lewis.overkott hat geschrieben:Leute, bitte Argumente und keine apologetischen Rechthabereien.
Eine weiter führende Frage wäre: Wie verhalten sich Allmacht und Wunder? Gibt es Ausnahmen von scheinbaren Naturgesetzen? Ist der kalendarische Frühlingsanfang ein Naturgesetz? Was geschieht, wenn der liebe Gott schon am 28. Februar die Sonne scheinen lässt oder sich mit dem Frühlingsanfang etwas verspätet? Wie sind eigentlich theologisch Anomalien im Panoptikum zu bewerten?
Inwieweit wird eine positive Überraschung gläubig als Wunder angenommen?
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
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civilisation
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Re: Allmachtsparadoxon
Wunder sind einfach Beweise dafür, daß der Allmächtige über den Naturgesetzen steht.
Wobei die erwähnten typischen Ovibeispiele (verspäteter Frühlingsanfang, Panoptikum) keine Wunder sind.
Für den, der glaubt, ist keine Erklärung nötig.
Für den, der nicht glaubt, ist keine Erklärung möglich.
Wobei die erwähnten typischen Ovibeispiele (verspäteter Frühlingsanfang, Panoptikum) keine Wunder sind.
Für den, der glaubt, ist keine Erklärung nötig.
Für den, der nicht glaubt, ist keine Erklärung möglich.
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Raphael
Re: Allmachtsparadoxon
overkott hat geschrieben:Leute, bitte Argumente und keine apologetischen Rechthabereien.
Ovi, der Verweis auf bereits Stattgefundenes hat was mit Tradition zu tun!
Oder ist Dir Tradition schon so sehr zum roten Tuch verkommen, daß man die Vergangenheit überhaupt nicht mehr in Deinem Beisein erwähnen darf?
Wer gerne in Major-Tom-artiger Weise völlig lösgelöst astrophysikalischen Theologismus betreiben möchte, ist bei Dir sicherlich in guten Händen!overkott hat geschrieben:Eine weiter führende Frage wäre: Wie verhalten sich Allmacht und Wunder? Gibt es Ausnahmen von scheinbaren Naturgesetzen? Ist der kalendarische Frühlingsanfang ein Naturgesetz? Was geschieht, wenn der liebe Gott schon am 28. Februar die Sonne scheinen lässt oder sich mit dem Frühlingsanfang etwas verspätet? Wie sind eigentlich theologisch Anomalien im Panoptikum zu bewerten?
Inwieweit wird eine positive Überraschung gläubig als Wunder angenommen?
Man gewinnt immer mehr den Eindruck, daß Deine sprachlichen Beiträge einer Sülze ähneln: Die einzelnen Fleischstücke (= relevante Aussagen) sind umgeben von einer glibberigen Masse (= Wortbrei), die sich nur schwerlich "an die Wand nageln" läßt.