Um die katholische Lehre zu verstehen, reicht eigentlich der Katechismus aus. Die Liebe zum Lehramt ergibt sich nicht durch eifriges Studium von Veröffentlichungen aus dem Vatikan. Man muss auch auseinanderhalten, wer die eigentlichen Addressaten der Veröffentlichungen sind.
Interessant sollte unsere Lehre sowieso für uns sein - wenn sich deshalb der Vatikan interessant machen muss, um bemerkt zu werden, stimmt sowieso im Denken was nicht.
Ich wundere mich sowieso, wieso gerade diejenigen, die so gegen die "Hierarchie" in der katholischen Kirche wettern, dermaßen fanatisch auf den Vatikan stieren, als erwarteten sie von dort ständig irgendwas.
Falsch ist auch, wenn man ständig die Personengruppe, die man selber gut kennt, als Aussage darüber nimmt, wie "die Leute denken". Dadurch ergibt sich für einen selbst wie auch in der Argumentation ein falsches Bild.
Ich meine, wenn du zig Leute kennst, die den Vatikan mit Mißfallen beäugen und eine Riesenlatte von Vorwürfen gegen ihn haben, kann dir ein anderer genauso viel Leute anbringen, die das Gegenteil empfinden und sagen.
Ich würde mal sagen, es haben sich eine Menge Leute mal wieder auf den Schlips getreten gefühlt von dieser jetzigen Instruktion und eine Menge Leute haben sich gefreut und bestätigt gefühlt.
(und noch wegen der Erziehung - ich glaube nicht, dass ich mich bei meinen Kindern interessant machen muss. Ich geh mal davon aus, dass sie mich lieben, so wie ich bin. Und ich kann sie auch nicht daran hindern, an mir zu meckern und mich zum Teufel zu wünschen, wenn ihnen was nicht passt, was ich sage. Damit muss man als Eltern leben. Das enthebt mich nicht der Pflicht, ihnen trotzdem zu sagen, wo es meines Erachtens lang geht - und wenn es mit der Hausordnung ist. Denn manchmal, mein Guter, ist alles andere vergebene Liebesmüh, und es gibt im Zusammenleben Regeln, die für alle verbindlich sind und über die man nicht zu diskutieren braucht
Geronimo

