Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 29. Januar 2026, 14:42
Nun, der Papst und Kardinal Fernández sind offenbar der Ansicht, daß die Mission nicht "mit dem Holzhammer" vorgenommen werden soll.
der Ansicht bin ich auch, aber 60 Jahre nach V2 habe ich einfach die Schnauze voll (nicht nur ich!)!
So zu tun, als ob man wisse, wie das gehen soll, ohne das zu tun, was eigentlich nötig wäre und dann die Missstände in der Kirche so zu beklagen, als ob sie das Resultat der Absenz der Wahrheit wären, klingt für mich wie eine billige Rechtfertigung/Ausrede - entweder sind die Kardinäle nicht besonders klug/intelligent, sie haben nicht die Erfahrungen gesammelt (die nötig wären, im Falle der Wahl zum Papst die Kirche entsprechend zu leiten), oder sie sind einfach zu feige. Deshalb sollte vor der Papstwahl jeder Kardinal (potentieller Kandidat) einem Intelligenztest unterzogen werden (das meine ich ernst!) - unter 130 keine Wahl zum Papst. Die Zeit dafür ist reif!
In der Kirche, in der ich aufgewachsen bin, tat die (Amts-)Kirche das, wofür sie auf der Welt da ist, ohne sich zu beklagen, dass niemand im Besitz der ganzen Wahrheit ist, wenn etwas nicht so lief, wie sich das gläubige Katholiken wünschten - das bedeutet, dass ich es weiß, wie es laufen soll und wie es gemacht werden soll, aber ich bin weder der Papst noch Präfekt der Glaubenskongregation, noch Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und kann deshalb nichts amtlich in Gang setzen.
Peduli hat geschrieben: ↑Donnerstag 29. Januar 2026, 14:42
Und wenn Du konkrete Vorschläge hast, wie die Mäeutik der Kirche - im Allgemeinen als Mission oder Evangelisierung bekannt - verbessert werden könnte, würde sich hier im Kreuzgang eine interessierte Gemeinde versammeln, um diesen zu lauschen!
Das ist wirklich eine interessante Aufforderung.
Fangen wir mit dem NOM an – die hl. Messe an Sonn- und Feiertagen ist die zentrale „Hauptveranstaltung“ (Du weißt wie ich das meine) in der Kirche, um die Gläubigen vor Ort zu erreichen. Der NOM wurde nach V2 so verschandelt, oder – besser gesagt - von Anfang an (also nach V2) in Deutschland nie zu dem, was er sein sollte und jetzt scheint es zu spät zu sein, das Ruder herumzureißen! Für mich ist das eindeutig das zentrale Hauptproblem! – damit wir uns richtig verstehen, ich habe nichts gegen den NOM - wie die Tradis – solange er korrekt gefeiert wird:
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Eröffnung (Eingang und kurze Begrüßung der Gemeinde - ohne gleich zu predigen!)
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das Allgemeine Schuldbekenntnis
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das Kyrie
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das Gloria
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das Tagesgebet
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die erste Lesung
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Zwischengesang
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die zweite Lesung
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Zwischengesang
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das Evangelium
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die Homilie (Bischof, Priester oder Diakon! Laienpredigt verboten!)
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das große Credo! (Zitat aus dem Messbuch: „Das Glaubensbekenntnis soll im Regelfall in seinem Wortlaut gesprochen werden oder gesungen werden. Ausnahmsweise darf es durch ein Credo-Lied ersetzt werden.“ – warum machen wir in ganz Deutschland umgekehrt und beten das große Credo nur zu Ostern oder Weihnachten - wenn überhaupt?)
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die Fürbitten
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Eucharistiefeier (Gabenbereitung, Gabengebet, die Wandlung des Weines mit Wandlungsworten „für viele“ – das „für alle“ mit „für viele“ in den Messbüchern überkleben – die (noch) Kirchgänger merken die Änderung eh nicht und auch wenn sie es merken würden, warum sollten sie dagegen protestieren? Zuzugeben, dass man etwas falsch gemacht hat und man ab jetzt richtig machen will, zeugt von geistiger Größe – leider ist die DBK nicht dieser Meinung)
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das Sanctus
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das Vaterunser
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das Agnus Dei
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die Erhebung (Elevation) der gewandelten Hostie und die Antwort des Volkes: „Herr, ich bin nicht würdig…“
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die Kommunion (zuerst kommuniziert der Priester selbst! Und erst dann reicht er den Ministranten den Leib Christi – somit müssen die Ministranten die Kommunion nicht mit der Hand empfangen, weil sie auf den Priester warten müssen, falls er noch nicht selber die Hostie empfangen hat). Wo der Bedarf entsteht, dürfen/können auch männliche Laien (s.g. Kommunionhelfer) die Kommunion spenden – s. Can. 230 (CIC von 1983). Das galt noch in der Zeit, wo min 50% der Katholiken Kirchgänger waren. Heute gibt es noch 5-9% Kirchgänger, warum brauchen wir noch Kommunionhelfer? - der CIC erlaubt das, aber nicht befiehlt. Mittlerweile haben wir (unerlaubt – wohl gemerkt!) mehr Kommunionhelferinnen in den Gemeinden als Priester.
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die Austeilung der hl. Kommunion (mit dem Hinweis, dass die Handkommunion die erlaubte Form ist und nicht umgekehrt!)
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das Schlussgebet
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Segen (ohne „Schönen-sonntags-wünsche“!)
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und Entlassung (meinetwegen mit „Schönen-sonntags-wünschen“!)
Wenn wir das in Deutschland wiederherstellen, bzw. verwirklichen, dann haben wir einen riesigen Schritt vorwärts gemacht – davon bin ich 100%-ig überzeugt.
Der NOM, wie er in Deutschland seit V2 gefeiert wird, ist einfach unerträglich.