Vom Urknall-Märchen

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.
Peduli
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Montag 12. Januar 2026, 21:08
Peduli hat geschrieben:
Montag 12. Januar 2026, 16:20
Zum Dritten ist in Betracht zu ziehen, daß die Naturwissenschaften unter der selbstgewählten Prämisse forschen, daß es keinen Gott gäbe. Denn die Naturwissenschaften (im Wesentlichen: Physik, Chemie, Biologie und Medizin) sind erkenntnistheoretisch darauf beschränkt herauszufinden, wie die materiellen Zusammenhänge in diesem Universum zustande kommen. Sie beschränken sich also auf das WIE des Universums, und eben nicht auf das WARUM.
an dieser Stelle möchte ich auf etwas hinweisen: Die Wissenschaft weiß nicht, ob es „Dunkle Materie“ und „Dunkle Energie“ gibt, sie glaubt dass es sie gibt, aufgrund der Auswirkungen innerhalb der Galaxien. Da sowohl „Dunkle Materie“ als auch „Dunkle Energie“ weder sichtbar noch nachweisbar sind, bleibt in diesem Fall der Wissenschaft nichts anderes übrig, als zu glauben (an die beiden „Phänomene“).
Es gibt zwar eine andere Theorie, die ohne der „Dunklen Materie“ und „Dunkler Energie“ den Zusammenhalt der Galaxien erklären könnte: Modifizierte Newtonsche Dynamik, aber nach Aussage eines Astrophysikers Pavel Kroupa in einer 3sat Dokumentation "nano", es wird bereits verhindert die Forschung dieser Hypothese zu unterstützen, weil man jahrelang Gelder in die Erforschung der „Dunklen Materie“ und „Dunkler Energie“ hineingepumpt hat und jetzt zu sagen, wir haben uns geirrt, würde einen Skandal astronomischen Ausmaßes auslösen.
Der allseits bekannte Vulkanier Mr. Spock aus der ebenfalls allseits bekannten Fernsehserie Star Trek würde nun sagen: Faszinierend! :narr: :narr: :narr:

Aber nun ganz im Ernst: 8) 8) 8)
DAS ist nicht nur faszinierend, sondern hochgradig spannend!

Zeichnen sich da eventuell weltbildverändernde Entwicklungen ab, die ähnliche Umbrüche wie die "kopernikanische Wende" zeitigen? :hmm: :hmm: :hmm:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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nomads
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 13. Januar 2026, 04:31
Aber nun ganz im Ernst: 8) 8) 8)
DAS ist nicht nur faszinierend, sondern hochgradig spannend!

Zeichnen sich da eventuell weltbildverändernde Entwicklungen ab, die ähnliche Umbrüche wie die "kopernikanische Wende" zeitigen? :hmm: :hmm: :hmm:
ich gebe zu, ich bin kein Physiker, der die „Modifizierte Newtonsche Dynamik“ genauer erklären kann. Trisagion und Protasius hätten die MOND-Hypothese bestimmt besser erklären können, aber sie schreiben hier nicht mehr – schade!
Bei der Betrachtung der „Dunklen Materie“ und „Dunkler Energie“, und dem Festhalten der Wissenschaft an diesen Theorien fällt mir noch etwas anderes auf:
In den 60-er und 70-er haben wir in den Schulen gelernt, dass Gott eine Erfindung der Menschen war, die sich nicht erklären konnten, wie z.B. Blitze, Hagel und Erdbeben entstehen und haben geglaubt, dass es einen Gott geben muss, der die Menschheit damit straft, oder auf sich aufmerksam macht. Mit anderen Worten – man hat uns verklickert, dass die Auswirkungen/Effekte brachten die Menschen dazu, zu glauben, dass es einen Gott geben muss. Ist das nicht die selbe Methode, die den heutigen Wissenschaftlern „sagt“, dass es „Dunkle Materie“ und „Dunkle Energie“ geben muss? Ja.
Während man aber im Falle der „Erfindung“ Gottes diese Methode (zu Gott zu finden) in Frage stell – ja, sogar belächelt -, wird im Falle der „Dunklen Materie“ und „Dunkler Energie“ fest daran gehalten und weiter geglaubt!
Was mir noch damals aufgefallen ist, die selben Lehrer, die uns gelehrt haben, wie Gott „erfunden“ wurde, sind am Sonntag in die Kirche gegangen und schickten auch ihre Kinder zur Kirche – war also der Glaube an Gott ihre wahre Gesinnung und der Lehrstoff, den sie uns verzapften, nur etwas, wofür sie beruflich verpflichtet waren, oder umgekehrt – war der Glaube an Gott für sie nur „Klischee“, dem sie gruppendynamisch folgten und die „Erkenntnisse“ der damaligen Wissenschaft die Wahrheit?

Peduli
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 13. Januar 2026, 07:56
Peduli hat geschrieben:
Dienstag 13. Januar 2026, 04:31
Aber nun ganz im Ernst: 8) 8) 8)
DAS ist nicht nur faszinierend, sondern hochgradig spannend!

Zeichnen sich da eventuell weltbildverändernde Entwicklungen ab, die ähnliche Umbrüche wie die "kopernikanische Wende" zeitigen? :hmm: :hmm: :hmm:
ich gebe zu, ich bin kein Physiker, der die „Modifizierte Newtonsche Dynamik“ genauer erklären kann. Trisagion und Protasius hätten die MOND-Hypothese bestimmt besser erklären können, aber sie schreiben hier nicht mehr – schade!
Bei der Betrachtung der „Dunklen Materie“ und „Dunkler Energie“, und dem Festhalten der Wissenschaft an diesen Theorien fällt mir noch etwas anderes auf:
In den 60-er und 70-er haben wir in den Schulen gelernt, dass Gott eine Erfindung der Menschen war, die sich nicht erklären konnten, wie z.B. Blitze, Hagel und Erdbeben entstehen und haben geglaubt, dass es einen Gott geben muss, der die Menschheit damit straft, oder auf sich aufmerksam macht. Mit anderen Worten – man hat uns verklickert, dass die Auswirkungen/Effekte brachten die Menschen dazu, zu glauben, dass es einen Gott geben muss. Ist das nicht die selbe Methode, die den heutigen Wissenschaftlern „sagt“, dass es „Dunkle Materie“ und „Dunkle Energie“ geben muss? Ja.
Während man aber im Falle der „Erfindung“ Gottes diese Methode (zu Gott zu finden) in Frage stell – ja, sogar belächelt -, wird im Falle der „Dunklen Materie“ und „Dunkler Energie“ fest daran gehalten und weiter geglaubt!
Was mir noch damals aufgefallen ist, die selben Lehrer, die uns gelehrt haben, wie Gott „erfunden“ wurde, sind am Sonntag in die Kirche gegangen und schickten auch ihre Kinder zur Kirche – war also der Glaube an Gott ihre wahre Gesinnung und der Lehrstoff, den sie uns verzapften, nur etwas, wofür sie beruflich verpflichtet waren, oder umgekehrt – war der Glaube an Gott für sie nur „Klischee“, dem sie gruppendynamisch folgten und die „Erkenntnisse“ der damaligen Wissenschaft die Wahrheit?
Also mich erinnerte der Nano-Beitrag an den gerne skandalisierten Disput um Galileo Galilei. :huhu: :huhu: :huhu:

Es gab ja ein bestehendes Weltbild in der damals vorherrschenden Physik, der die Planetenbewegung mit Epizyklen und somit höchst kompliziert erklärte bzw. erklären konnte. Und die Wissenschaftler, mithin die Koryphäen und Autoritäten, verteidigten ihr Weltbild mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Die MOND-Hypothese erscheint mir etwas Ähnliches zu sein, sodaß es im Prinzip mehr um die Eitelkeiten von Forschern geht als um die WAHRHEIT, die ja bekanntlich in der gegenwärtigen Zeit sehr stark unter die Räder gekommen ist. Die Leute glauben gerne alles, wenn es nicht christlichen Ursprungs ist. :glubsch: :glubsch: :glubsch:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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nomads
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 13. Januar 2026, 08:16
Also mich erinnerte der Nano-Beitrag an den gerne skandalisierten Disput um Galileo Galilei. :huhu: :huhu: :huhu:
Es gab ja ein bestehendes Weltbild in der damals vorherrschenden Physik, der die Planetenbewegung mit Epizyklen und somit höchst kompliziert erklärte bzw. erklären konnte. Und die Wissenschaftler, mithin die Koryphäen und Autoritäten, verteidigten ihr Weltbild mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
aber genau um die Mittel geht es auch, denn die Mittel, die den damaligen Wissenschaftler und Autoritäten zu Verfügung standen, kann man mit den Mitteln von heute nicht vergleichen. Kopernikus hatte kein Fernrohr und dennoch erkannte er die Bewegungen im Sonnensystem richtig – das war eine Leistung die nur mit der Begründung der Urknall-Theorie vergleichbar ist, insofern diese richtig ist.
Heute stehen uns Messinstrumente zur Verfügung, die im Mittelalter als Hexerei abgekanzelt worden wären und dennoch kann die Wissenschaft die Existenz der „Dunklen Materie“ nicht nachweisen.

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 13. Januar 2026, 08:16
Die Leute glauben gerne alles, wenn es nicht christlichen Ursprungs ist. :glubsch: :glubsch: :glubsch:
Viele von ihnen glauben alles Mögliche gerne, um ihre Absenz in der Kirche zu rechtfertigen. :breitgrins:

Peduli
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Montag 12. Januar 2026, 21:08
Peduli hat geschrieben:
Montag 12. Januar 2026, 16:20
Das Uratom kann man geometrisch als einen Punkt verstehen! :hmm: :hmm: :hmm:
Der Punkt hat jedoch qua Definition keine Ausdehnung und ist demzufolge dimensionslos.
wenn der Punkt aber dimensionslos ist, ist er dann nicht unendlich klein und demzufolge ist doch die Frage berechtigt – gab es ihn überhaupt?
Über diese Frage wurde dann doch meinerseits etwas zu schnell hinweg gegangen! :tuete:

Denn die Antwort auf diese Frage ist für das menschliche Denken fundamental relevant.
1. Variante: Nein, etwas, was dimensionslos ist, gibt es nicht; im Sinne von existiert nicht.
2. Variante: Ja, auch das, was dimensionslos ist, gibt es; im Sinne von existiert.

Bei der 1. Variante kann man eigentlich alles weitere Denken einstellen, weil damit jegliches abstrakte Denken * absurd wird.

Bei der 2. Variante geht es erst richtig los, weil damit auch abstraktes Denken goutiert wird. Nun kann ein Austausch zwischen Denkern beginnen und man kann zu gemeinsamen Lösungen/Theorien/Anschauungen kommen.


Im Adam und Eva-Thread hattest Du gefragt, warum Eva ohne den Adam nicht erkennen konnte, daß das Essen der Frucht ** böse ist. :hmm: :hmm: :hmm:

Hier ist die Antwort darauf: Erkenntnisgewinn wird im Austausch ermöglicht! :ja: :ja: :ja:

Allerdings hätte Eva trotzdem erkennen können, daß das Essen der Frucht ** böse ist, bevor sie dem Adam die Frucht anbot, weil sie zuvor im Austausch mit Gott das Gebot erhalten hatte. Dasselbe gilt natürlich für Adam, er hätte ja auch den Verzehr verweigern können, weil er das Gebot Gottes auch schon vorher kannte. Nichtsdestoweniger ist jeweils die Erkenntnis erst nach einem Austausch möglich gewesen!



* Abstraktes Denken im Sinne von nicht gegenständlichem Denken!
** Ob es denn tatsächlich ein Apfel war, ist Gegenstand theologischer Dispute!
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 14. Januar 2026, 08:34
nomads hat geschrieben:
Montag 12. Januar 2026, 21:08
Peduli hat geschrieben:
Montag 12. Januar 2026, 16:20
Das Uratom kann man geometrisch als einen Punkt verstehen! :hmm: :hmm: :hmm:
Der Punkt hat jedoch qua Definition keine Ausdehnung und ist demzufolge dimensionslos.
wenn der Punkt aber dimensionslos ist, ist er dann nicht unendlich klein und demzufolge ist doch die Frage berechtigt – gab es ihn überhaupt?
Über diese Frage wurde dann doch meinerseits etwas zu schnell hinweg gegangen! :tuete:

Denn die Antwort auf diese Frage ist für das menschliche Denken fundamental relevant.
1. Variante: Nein, etwas, was dimensionslos ist, gibt es nicht; im Sinne von existiert nicht.
das würde bedeuten, dass die Wissenschaft an einen Punkt glaubt, der nicht messbar, nicht nachweisbar ist, der aber existieren musste, damit aus ihm der Urknall ins "Rollen" kommen konnte.

Peduli
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von Peduli »

Anselm von Canterbury hat geschrieben:Neque enim quaero intelligere ut credam, sed credo ut intelligam.
Nun, dieses Zitat legt eine bestimmte Reihenfolge zwischen zwei Erkenntnisordnungen fest:
Zuerst kommt der Glaube und erst dann kommt die Vernunft!

Und diese Reihenfolge gilt auch in dem Fall, in dem behauptet wird, ausschließlich die Vernunft einzusetzen; und demzufolge jeglichen Glauben verneint oder abstreitet.
Bei Letzterem ist man sich nur nicht über die Grundlagen der Vernunft im Klaren; bewußt oder unbewußt! :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
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Re: Vom Urknall-Märchen

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 14. Januar 2026, 11:06
Anselm von Canterbury hat geschrieben:Neque enim quaero intelligere ut credam, sed credo ut intelligam.
Nun, dieses Zitat legt eine bestimmte Reihenfolge zwischen zwei Erkenntnisordnungen fest:
Zuerst kommt der Glaube und erst dann kommt die Vernunft!
im Prinzip ja.
Wir werden geboren, getauft und im Glauben an Gott erzogen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, in dem wir die Vernunft dazu benutzen, Gott wieder neu zu finden/erkennen (1Kor 13,9-11), unabhängig davon, ob wir getauft und im Glauben erzogen worden sind (so wie es aber auf der Welt aussieht, ist das nicht so). :blinker:

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 14. Januar 2026, 11:06
Und diese Reihenfolge gilt auch in dem Fall, in dem behauptet wird, ausschließlich die Vernunft einzusetzen; und demzufolge jeglichen Glauben verneint oder abstreitet.
und genau das, ist für mich unverständlich (ich hoffe für Dich auch), denn die Ablehnung des Glaubens muss keineswegs aus der Vernunft resultieren. Meistes resultiert die Ablehnung des Glaubens aus Mangel an Vernunft, denn was ist zweckmäßiger, als die Ewigkeit bei Gott zu verbringen?

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