Furchtbare Christenverfolgung vor dem Ende der Welt ?
Verfasst: Sonntag 10. Februar 2008, 18:26
Im Thread über die Karfreitagsfürbitte hat Robert Ketelhohn folgendes geschrieben:
"Es sollte aber keiner vergessen, was zuerst kommen muß(vor der Wiederkunft Christi): das Reich des Antichrists mit seinen furchtbaren Schrecken"
In der Tat ist es eine weit verbreitete Meinung, daß es vor der Wiederkunft Christi noch einmal eine furchtbare Christenverfolgung geben werde . Sie stützt sich wohl hauptsächlich auf Aussagen wie im Matthäusevangelium:
"Denn es wird eine so große Not kommen, wie es noch nie eine gegeben hat, seit die Welt besteht, und wie es auch keine mehr geben wird. Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden."(Mt 24,21f.)
Hier möchte ich darauf hinweisen, daß die Zeit unmittelbar vor dem Ende von Jesus auch mit den Tagen vor der Sintflut und mit Sodom und Gomorra verglichen wird. Nun wurden aber weder Noach noch Lot von ihren gottlosen Zeitgenossen verfolgt. Was Noach betrifft: wer verfolgt wird, kann keine Arche bauen. Man kann sich eher vorstellen, daß sich die Leute totlachten, als er ans Werk ging. Wie sie heute auch über die Kirche lachen. Von Lot heißt es, daß er "unter dem ausschweifenden Leben der Gottesverächter litt"(2Petr 2,7) Daraus schließe ich: mit der "großen Not" ist eine ungeheure Verführung und Anfechtung gemeint, unter der es kaum mehr möglich ist, den Glauben zu bewahren. Daß wir uns heute einer Verführung zum Bösen, die alle Sinneseindrücke umfasst und alles in den Schatten stellt, was es bisher gab, gegenübersehen, aber auch einer geistigen Anfechtung, die den Glauben als "unaufgeklärt" und "vorkritisch" bezeichnet, brauche ich wohl nicht näher auszuführen.
Mein Fazit. Jetzt ist die Zeit der großen Not und wir müssen standhaft bleiben bis ans Ende. Aber vor einer großen Verfolgung wie im römischen Reich brauchen wir keine Angst zu haben. Eine Verfolgung wäre der einzige Weg, durch den es noch einmal zu einem Aufblühen des Glauben und zu einer Rechristianisierung kommen könnte. "sanguis martyrum semen Christianorum" Aber wenn ich mich selbst und meine christlichen Glaubensgenossen in der westlichen Zivilisation anschaue: ich glaube nicht, daß wir einer wirklichen Verfolgung gewachsen wären. Die geschichtliche Erfahrung lehrt überdies, daß Völker, die den Glauben einmal bekommen und dann verworfen haben, ihn nicht wiederbekommen (analog wie es laut Hebräerbrief für den einzelnen Menschen gilt)
Der Typ des Christen der letzten Tage scheint mir eher Lot in Sodom zu sein. Er bleibt Gott treu, ist aber heftig angefochten. Von Sodom kann er sich trotz der Verderbtheit dieser Stadt kaum trennen. Die ganze Nacht reden die Engel, die zu ihm geschickt sind, auf ihn ein, endlich aufzubrechen. "Da er noch zögerte, fassten die Männer ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, weil der Herr mit ihm Mitleid hatte, führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt los."(Gen 19,16)
Hoffen wir, daß der Herr uns Christen der letzten Tage, die wir uns auch kaum von dieser gottlosen Zivilisation mit ihren Reizen und ihrer Verführung trennen können, im entscheidenden Moment herausholt.
Eine blutige Verfolgung, denke ich, wird er uns ersparen.
"Es sollte aber keiner vergessen, was zuerst kommen muß(vor der Wiederkunft Christi): das Reich des Antichrists mit seinen furchtbaren Schrecken"
In der Tat ist es eine weit verbreitete Meinung, daß es vor der Wiederkunft Christi noch einmal eine furchtbare Christenverfolgung geben werde . Sie stützt sich wohl hauptsächlich auf Aussagen wie im Matthäusevangelium:
"Denn es wird eine so große Not kommen, wie es noch nie eine gegeben hat, seit die Welt besteht, und wie es auch keine mehr geben wird. Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden."(Mt 24,21f.)
Hier möchte ich darauf hinweisen, daß die Zeit unmittelbar vor dem Ende von Jesus auch mit den Tagen vor der Sintflut und mit Sodom und Gomorra verglichen wird. Nun wurden aber weder Noach noch Lot von ihren gottlosen Zeitgenossen verfolgt. Was Noach betrifft: wer verfolgt wird, kann keine Arche bauen. Man kann sich eher vorstellen, daß sich die Leute totlachten, als er ans Werk ging. Wie sie heute auch über die Kirche lachen. Von Lot heißt es, daß er "unter dem ausschweifenden Leben der Gottesverächter litt"(2Petr 2,7) Daraus schließe ich: mit der "großen Not" ist eine ungeheure Verführung und Anfechtung gemeint, unter der es kaum mehr möglich ist, den Glauben zu bewahren. Daß wir uns heute einer Verführung zum Bösen, die alle Sinneseindrücke umfasst und alles in den Schatten stellt, was es bisher gab, gegenübersehen, aber auch einer geistigen Anfechtung, die den Glauben als "unaufgeklärt" und "vorkritisch" bezeichnet, brauche ich wohl nicht näher auszuführen.
Mein Fazit. Jetzt ist die Zeit der großen Not und wir müssen standhaft bleiben bis ans Ende. Aber vor einer großen Verfolgung wie im römischen Reich brauchen wir keine Angst zu haben. Eine Verfolgung wäre der einzige Weg, durch den es noch einmal zu einem Aufblühen des Glauben und zu einer Rechristianisierung kommen könnte. "sanguis martyrum semen Christianorum" Aber wenn ich mich selbst und meine christlichen Glaubensgenossen in der westlichen Zivilisation anschaue: ich glaube nicht, daß wir einer wirklichen Verfolgung gewachsen wären. Die geschichtliche Erfahrung lehrt überdies, daß Völker, die den Glauben einmal bekommen und dann verworfen haben, ihn nicht wiederbekommen (analog wie es laut Hebräerbrief für den einzelnen Menschen gilt)
Der Typ des Christen der letzten Tage scheint mir eher Lot in Sodom zu sein. Er bleibt Gott treu, ist aber heftig angefochten. Von Sodom kann er sich trotz der Verderbtheit dieser Stadt kaum trennen. Die ganze Nacht reden die Engel, die zu ihm geschickt sind, auf ihn ein, endlich aufzubrechen. "Da er noch zögerte, fassten die Männer ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, weil der Herr mit ihm Mitleid hatte, führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt los."(Gen 19,16)
Hoffen wir, daß der Herr uns Christen der letzten Tage, die wir uns auch kaum von dieser gottlosen Zivilisation mit ihren Reizen und ihrer Verführung trennen können, im entscheidenden Moment herausholt.
Eine blutige Verfolgung, denke ich, wird er uns ersparen.