Mutter Teresa

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Dieter
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Dieter » Samstag 3. September 2016, 10:28


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Raphael
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Raphael » Samstag 3. September 2016, 10:56

Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
(1 Korinther 1, 22 ff.)
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Niels
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Niels » Samstag 3. September 2016, 11:10

Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder ist Mutter Teresa heilig oder nicht. Tertium non datur.
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Dieter
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Dieter » Samstag 3. September 2016, 11:31

Niels hat geschrieben:
Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder ist Mutter Teresa heilig oder nicht. Tertium non datur.
Richtig! Und es nicht davon abhängig, ob ein Papst sie heilig spricht oder nicht.

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Raphael
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Raphael » Samstag 3. September 2016, 14:24

Dieter hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder ist Mutter Teresa heilig oder nicht. Tertium non datur.
Richtig! Und es nicht davon abhängig, ob ein Papst sie heilig spricht oder nicht.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.
(Mt 16, 19)
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Marion
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Marion » Samstag 3. September 2016, 16:18

Es ist nicht so, daß der Papst die Heiliggesprochenen in den Himmel setzt (Also ihn "dahinspricht"). Es ist so, daß nur wenn jemand im Himmel sitzt, der Papst ihn Heiligsprechen kann. Und er das auch laut den meisten Theologen unfehlbar macht. Also sicher feststellt daß der Heiligzusprechende schon da im Himmel sitzt.
Der Papst kann denen die auf Erden leben Sünden vergeben und Strafen erlassen, aber er kann nicht jemand z.B. aus der Hölle holen und in den Himmel setzen. Da hat Dieter insoweit schon Recht. Er kann, wie ich demletzt in einem Ablassbuch gelesen habe, nicht einmal jemand aus dem Fegefeuer befreien. Dazu hat er keine Vollmacht.

Wenn das also stimmt, daß sie den Glauben verlor (siehe Strangüberschrift) und in der Stunde des Todes nicht glaubte, dann kann der Papst machen was er will. Sie sitzt dann sicher in der Hölle und bleibt auch da.
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Raphael » Samstag 3. September 2016, 16:32

Marion hat geschrieben:Der Papst ................, aber er kann nicht jemand z.B. aus der Hölle holen und in den Himmel setzen. Da hat Dieter insoweit schon Recht. ........
Diese Idee ist absurd und insofern ist die Dieter'sche Einlassung mehr als flüssig, nämlich überflüssig. :/

Der Prozeß einer Heiligsprechung ist in einer gewissen Weise mit der Wandlung in der Hl. Messe vergleichbar. Wohlgemerkt: Vergleichbar, aber nicht gleichzusetzen!
Auch dort machen nicht die Worte des Priesters aus dem Brot den Hl. Leib Christi und aus dem Wein das Hl. Blut Christi, sondern Gott höchstselbst wandelt die Substanzen.

Nach einer Heiligsprechung hat das Gottesvolk die Gewißheit, daß der verstorbene Gläubige nun in der Anschauung Gottes lebt. Dies hat jedoch auch nicht der Gläubige zu seinen Lebzeiten selbst erreicht, sondern er hat sich zu seinen Lebzeiten von Gott insofern wandeln lassen, daß er eben heilig werden konnte.
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von taddeo » Samstag 3. September 2016, 17:43

Marion hat geschrieben:Sie sitzt dann sicher in der Hölle und bleibt auch da.
Diese Aussage kann kein Mensch machen, weder der Papst, noch du, noch die Kirche insgesamt. Und wohlweislich hat die Kirche so eine Aussage auch noch nie über jemanden gemacht. Denn wieviel Glauben jemand zu dem Zeitpunkt hat, wenn er vor den Richterstuhl Gottes treten muß, das entzieht sich unfehlbar unserer menschlichen Kenntnis. Wir wissen ja noch nicht einmal halbwegs sicher, wann ein Mensch wirklich so "tot" ist, daß er nicht mehr einen Akt der Liebe setzen könnte. Wir wissen nur, daß das Sterben ein Prozeß ist; ob und wann Gott darin dem Menschen noch eine "letzte Chance" gibt, weiß niemand.

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Niels » Samstag 3. September 2016, 17:43

Hw. Prof. Kamenicky wurde einmal gefragt: Was passiert, wenn der Papst jemanden heiligspricht, der gar nicht heilig ist?
Antwort: Ganz einfach - der wird dann aus der Hölle rausgeschmissen.
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von taddeo » Samstag 3. September 2016, 17:48

Niels hat geschrieben:Hw. Prof. Kamenicky wurde einmal gefragt: Was passiert, wenn der Papst jemanden heiligspricht, der gar nicht heilig ist?
Antwort: Ganz einfach - der wird dann aus der Hölle rausgeschmissen.
Sag das ja nicht dem Franziskus - sonst macht der noch ne Generalkanonisation, um dem Teufel eins auszuwischen. :panisch:

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Niels » Samstag 3. September 2016, 17:52

tacebo. :ikb_shutup:
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Sempre » Samstag 3. September 2016, 18:03

taddeo hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:Sie sitzt dann sicher in der Hölle und bleibt auch da.
Diese Aussage kann kein Mensch machen, weder der Papst, noch du, noch die Kirche insgesamt.
Marion hat eine Glaubenswahrheit formuliert, die selbstverständlich garantiert wahr ist:
Marion hat geschrieben:Wenn das also stimmt, daß sie den Glauben verlor (siehe Strangüberschrift) und in der Stunde des Todes nicht glaubte, dann kann der Papst machen was er will. Sie sitzt dann sicher in der Hölle und bleibt auch da.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Dieter » Samstag 3. September 2016, 18:14

Marion hat geschrieben:Es ist nicht so, daß der Papst die Heiliggesprochenen in den Himmel setzt (Also ihn "dahinspricht"). Es ist so, daß nur wenn jemand im Himmel sitzt, der Papst ihn Heiligsprechen kann. Und er das auch laut den meisten Theologen unfehlbar macht. Also sicher feststellt daß der Heiligzusprechende schon da im Himmel sitzt.
Der Papst kann denen die auf Erden leben Sünden vergeben und Strafen erlassen, aber er kann nicht jemand z.B. aus der Hölle holen und in den Himmel setzen. Da hat Dieter insoweit schon Recht. Er kann, wie ich demletzt in einem Ablassbuch gelesen habe, nicht einmal jemand aus dem Fegefeuer befreien. Dazu hat er keine Vollmacht.

Wenn das also stimmt, daß sie den Glauben verlor (siehe Strangüberschrift) und in der Stunde des Todes nicht glaubte, dann kann der Papst machen was er will. Sie sitzt dann sicher in der Hölle und bleibt auch da.
Es ist so, daß nur wenn jemand im Himmel sitzt, der Papst ihn Heiligsprechen kann. Und er das auch laut den meisten Theologen unfehlbar macht.
Unfehlbar?

Ich dachte immer, dass der Papst nur dann unfehlbar ist, wenn er ex cathedra spricht. Und das ist seit dem Unfehlbarkeitsdogma erst zweimal vorgekommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4ps ... ehlbarkeit

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Niels
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Niels » Samstag 3. September 2016, 18:36

Wenn Du auf das Mariendogma von 1950 anspielst: seit 1870 erst einmal.
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von taddeo » Samstag 3. September 2016, 19:33

Dieter hat geschrieben:Ich dachte immer, dass der Papst nur dann unfehlbar ist, wenn er ex cathedra spricht.
Es ist kein Dogma und auch nicht völlig unumstritten, aber doch eine seit langem sehr einhellige theologische Auffassung, daß die Heiligsprechung (nicht die Seligsprechung!) durch den Papst ein Akt ist, dem Unfehlbarkeit zukommt. Deshalb kann ihn auch nur der Papst höchstpersönlich vornehmen, und deshalb geschieht er auch nicht irgendwie auf dem Verwaltungsweg, sondern in einem öffentlichen feierlichen Akt, der dem "ex cathedra" gleichkommt.

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Sempre
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Sempre » Samstag 3. September 2016, 20:03

Dieter hat geschrieben:Unfehlbar?

Ich dachte immer, dass der Papst nur dann unfehlbar ist, wenn er ex cathedra spricht. Und das ist seit dem Unfehlbarkeitsdogma erst zweimal vorgekommen.
Laut Pastor aeternus (Vatikanisches Konzil) ist der Papst unfehlbar, wenn er ex cathedra lehrt. Daraus folgt aber nicht, dass sonst nichts, was der Papst oder die Kirche tut, unfehlbar wäre.

Laut Dei filius (Vatikanisches Konzil, DH 3011) muss man mit göttlichem und katholischem Glauben alles das für wahr halten, was im geschriebenen Wort Gottes oder in der Tradition enthalten ist, und was die Kirche, sei es in einem feierlichen Urteilsspruch, sei es durch ihr Allgemeines Ordentliches Lehramt als geoffenbarte Wahrheit zu glauben vorstellt. Göttlicher und katholischer Glaube ist aber nun selbstverständlich unfehlbar wahrer Glaube.

Laut Auctorem Fidei (Pius. VI, DH 2678) kann die Kirche auch keine nutzlose oder gar schädliche Disziplin vorschreiben, woraus indirekt u.a. folgt, dass die Verehrung Heiliggesprochener, die tatsächlich gar nicht heilig wären, z.B. im Rahmen der Liturgie, sicher ausgeschlossen ist, was einer praktischen Unfehlbarkeit der Heiligsprechungen gleichkommt.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Dieter
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Dieter » Sonntag 11. September 2016, 19:43

Mutter Teresa wurde am 4. September heilig gesprochen. Ihr früherer Assistent, Pater Leo Maasburg, berichtet im Magazin "Cicero" von ihrer unglaublichen Energie. (...)

Ihr Verhältnis zu anderen Religionen schildert Maasburg als entspannt. So wollte sie nicht im klassischen Sinn missionieren. Am Anfang habe sie gedacht, sie müsse Menschen bekehren. Später habe sie erkannt: Sie muss sie nur lieben. "Und die Liebe bekehrt, wen sie will." Das sei ihre Methode gewesen, Menschen jeder Religion zu Gott zu führen. "Und sie war überzeugt davon, dass es nur einen Gott gibt", so Maasburg.

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umusungu
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von umusungu » Sonntag 11. September 2016, 19:50

taddeo hat geschrieben:daß die Heiligsprechung (nicht die Seligsprechung!) durch den Papst ein Akt ist, dem Unfehlbarkeit zukommt. Deshalb kann ihn auch nur der Papst höchstpersönlich vornehmen,
Seligsprechung und Heiligsprechung unterscheiden sich eigentlich nur im Grad der öffentlichen Verehrung.
Der Papst nimmt sie immer vor - durch die Unterzeichnung des entsprechenden Dekretes.
Wer dann der Feier der öffentlichen Verkündigung vorsteht, ist zweitrangig.

Juergen
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Juergen » Sonntag 11. September 2016, 20:00

http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... gsprechung


Wenn auch nicht im strengen Sinne einer dogmatischen Definition, so gilt die päpstliche Entscheidung über die Kanonisation aber als unfehlbar und irreversibel. Das gilt aber nicht für Seligsprechungen, durch die nur für einen Teil der Kirche die Verehrung des Seligen gutgeheißen wird, ohne dass dieser bereits zum öffentlichen Kult der ganzen Kirche zählt.
Gruß
Jürgen
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Sempre
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Sempre » Sonntag 11. September 2016, 21:41

Dieter hat geschrieben:Mutter Teresa wurde am 4. September heilig gesprochen. Ihr früherer Assistent, Pater Leo Maasburg, berichtet im Magazin "Cicero" von ihrer unglaublichen Energie. (...)

Ihr Verhältnis zu anderen Religionen schildert Maasburg als entspannt. So wollte sie nicht im klassischen Sinn missionieren. Am Anfang habe sie gedacht, sie müsse Menschen bekehren. Später habe sie erkannt: Sie muss sie nur lieben. "Und die Liebe bekehrt, wen sie will." Das sei ihre Methode gewesen, Menschen jeder Religion zu Gott zu führen. "Und sie war überzeugt davon, dass es nur einen Gott gibt", so Maasburg.
Dem Konzil des neuen Pfingsten folgend ist der innerste Anspruch der Katholizität der Kirche der, das Evangelium allen Menschen zu verkünden. Die Botschaft des Evangeliums muss direkt und unverzüglich vorgelegt werden sofern die Möglichkeit dazu gegeben ist. (Ad gentes).

Der Missionar muss niemanden bekehren. Er muss das Evangelium vorlegen, und der Ungläubige muss sich bekehren, oder es halt lassen.

Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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incarnata
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von incarnata » Montag 12. September 2016, 20:39

Sempre hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Mutter Teresa wurde am 4. September heilig gesprochen. Ihr früherer Assistent, Pater Leo Maasburg, berichtet im Magazin "Cicero" von ihrer unglaublichen Energie. (...)

Ihr Verhältnis zu anderen Religionen schildert Maasburg als entspannt. So wollte sie nicht im klassischen Sinn missionieren. Am Anfang habe sie gedacht, sie müsse Menschen bekehren. Später habe sie erkannt: Sie muss sie nur lieben. "Und die Liebe bekehrt, wen sie will." Das sei ihre Methode gewesen, Menschen jeder Religion zu Gott zu führen. "Und sie war überzeugt davon, dass es nur einen Gott gibt", so Maasburg.
Dem Konzil des neuen Pfingsten folgend ist der innerste Anspruch der Katholizität der Kirche der, das Evangelium allen Menschen zu verkünden. Die Botschaft des Evangeliums muss direkt und unverzüglich vorgelegt werden sofern die Möglichkeit dazu gegeben ist. (Ad gentes).

Der Missionar muss niemanden bekehren. Er muss das Evangelium vorlegen, und der Ungläubige muss sich bekehren, oder es halt lassen.

Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Liebe verlangt das Vorleben des Evangeliums: mit seinem Lebenszeugnis bezeugt der Christ,dass er an die Auferstehung nach dem Tode glaubt-es also nicht egal ist,was man in diesem Leben treibt;,dass er Gott liebt mit ganzem Herzen und seinen Nächsten wie sich selbst und dass er bereit ist sein eigenes Kreuz zu tragen und Christus nachzufolgen.Eben das hat Mutter Theresa getan und damit die Botschaft von der Liebe Christi verkündet an die Menschen vieler Nationen und Religionen.Und trotz des Vorrangs praktischen Handelns hat sie auch genügend kurze markante Sentenzen,die zur Lehrmission taugen geprägt.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Sempre » Montag 12. September 2016, 20:51

incarnata hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Liebe verlangt das Vorleben des Evangeliums: [...]
Ich denke, das Leben Christi ist besser als Vorbild geeignet als das Leben eines Missionars.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Protasius » Montag 12. September 2016, 22:18

Sempre hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Liebe verlangt das Vorleben des Evangeliums: [...]
Ich denke, das Leben Christi ist besser als Vorbild geeignet als das Leben eines Missionars.
Das ist richtig, aber die Berichte darüber muß man erstmal glauben, also fürwahrhalten auf das Zeugnis eines anderen, wie die Scholastiker sagen. In diesem Falle ist der andere der Missionar, dessen Leben glaubwürdig sein muß, damit man ihm und seiner Botschaft Glauben schenkt.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Sempre » Montag 12. September 2016, 22:39

Protasius hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Liebe verlangt das Vorleben des Evangeliums: [...]
Ich denke, das Leben Christi ist besser als Vorbild geeignet als das Leben eines Missionars.
Das ist richtig, aber die Berichte darüber muß man erstmal glauben, also fürwahrhalten auf das Zeugnis eines anderen, wie die Scholastiker sagen. In diesem Falle ist der andere der Missionar, dessen Leben glaubwürdig sein muß, damit man ihm und seiner Botschaft Glauben schenkt.
Man muss zuallererst die Berichte kennen, bevor man sie warum auch immer fürwahrhalten kann. Je nach zu missionierendem Mensch mag eine vorgelebte Glaubwürdigkeit mehr oder weniger helfen. Was incarnata erwähnt, ist jedenfalls sekundär und u.U. nicht einmal notwendig, während die Vorlage des Evangeliums unabdingbar ist.
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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Florianklaus » Dienstag 25. Oktober 2016, 13:45

Harald Martenstein über "Mutter Teresa und ihre Verächter":

http://www.zeit.de/zeit-magazin/216/42 ... a-das-gute

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Raphaela » Freitag 28. Oktober 2016, 22:20

Sempre hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Liebe verlangt das Vorleben des Evangeliums: [...]
Ich denke, das Leben Christi ist besser als Vorbild geeignet als das Leben eines Missionars.
Dann lass mal Christus nochmals auf die Welt kommen, damit er heute den Glauben vorleben kann. - Anders geht es ja nicht unbedingt. :tuete:
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Mutter Teresa - verlor sie ihren Glauben?

Beitrag von Sempre » Freitag 28. Oktober 2016, 23:53

Raphaela hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:Die Liebe verlangt die Vorlage des Evangeliums.
Die Liebe verlangt das Vorleben des Evangeliums: [...]
Ich denke, das Leben Christi ist besser als Vorbild geeignet als das Leben eines Missionars.
Dann lass mal Christus nochmals auf die Welt kommen, damit er heute den Glauben vorleben kann. - Anders geht es ja nicht unbedingt. :tuete:
Ein Missionar, der sein eigenes "Vorleben des Evangeliums" oder "Vorleben des Glaubens" als wichtiger oder auch nur gleichwichtig ansieht, als/wie die Vorlage des Evangeliums, der ist der Sünde des Hochmuts erlegen und lebt nicht den Glauben vor, sondern seinen eigenen Stolz und seine eigene Eitelkeit. Sein Zeugnis ist kein Zeugnis für den Herrn.
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ziphen
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Re: Mutter Teresa

Beitrag von ziphen » Montag 10. Juli 2017, 22:54

spiegel.de hat geschrieben:Der frühere Anwalt der Nonne, Biswajit Sarkar, hat die Rechte an Mutter Teresas Kutte sichern und in das indische Markenregister eintragen lassen. Damit wurde erstmals eine religiöse Bekleidung unter Markenschutz gestellt. Sarkar will dadurch verhindern, dass das Outfit für Werbung genutzt oder anderweitig zweckentfremdet wird.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben

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