Beichtfrequenz

Allgemein Katholisches.

Wie haltet ihr es mit der Beichte?

ich beichte regelmässig
51
50%
ich beichte eher elten
30
29%
ich beichte nie (schlechte Erfahrungen gemacht)
2
2%
noch nicht den richtigen Beichtvater gefunden
15
15%
ich beichte nie
5
5%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 103

babavaria
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Re: Beichte

Beitrag von babavaria » Sonntag 10. Juni 2012, 15:26

Ich sehne mich so sehr danach, das Bußsakrament zu empfangen. Ein dramatisches Kindheitserlebnis hat mir aber eine so große Stufe gesetzt über die ich nach 18 (!) Jahren immer noch nicht übersteigen kann. Ich bete täglich und hoffe immer noch darauf, einen Beichtvater zu finden, der mir darüber hinweghelfen kann. Aber zur Zeit ist es mir einfach nicht möglich...

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lifestylekatholik
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Re: Beichte

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 10. Juni 2012, 20:13

babavaria hat geschrieben:Ich sehne mich so sehr danach, das Bußsakrament zu empfangen. Ein dramatisches Kindheitserlebnis hat mir aber eine so große Stufe gesetzt über die ich nach 18 (!) Jahren immer noch nicht übersteigen kann. Ich bete täglich und hoffe immer noch darauf, einen Beichtvater zu finden, der mir darüber hinweghelfen kann. Aber zur Zeit ist es mir einfach nicht möglich...
Der Teufel ist nie darum verlegen, einem Ausreden ins Ohr zu blasen. Denn nichts fürchtet der Teufel mehr, als wenn einer seiner Knechte aufrichtig beichtet und die Lossprechung erhält und wieder ganz rein wird.

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Melody
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Re: Beichte

Beitrag von Melody » Sonntag 10. Juni 2012, 20:16

Ich mache mich immer noch vor jeder Beichte verrückt und hab fürchterliche Angst... und ich meine das wirklich so... mir ist vorher übel, ich hab Magenprobleme etc. pp... jedes Mal ist Überwindung, und ich schiebe es immer wieder Woche um Woche weiter... ich komme mir so blöd dabei vor, hab immer Angst, was der Priester denken mag, dass ich nur solchen Unsinn erzähle...

Aber selbige Gedanken hab ich kürzlich von einer anderen Konvertitin auch gehört, die viel längere Beichtabstände hat als ich.
Wir würden beide gerne mal Mäuschen spielen, wie andere beichten, wahrscheinlich wäre es danach auch für uns leichter... ;-)
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lifestylekatholik
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Re: Beichte

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 10. Juni 2012, 20:30

Melody hat geschrieben:Ich komme mir so blöd dabei vor, hab immer Angst, was der Priester denken mag, dass ich nur solchen Unsinn erzähle...
:kugel: Das geht mir genauso. Ich erzähle fast immer denselben Scheiß. Der muss mich inzwischen auch für völlig blöde halten, dass ich immer wieder damit ankomme. :pfeif:
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ad_hoc
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Re: Beichte

Beitrag von ad_hoc » Montag 11. Juni 2012, 00:29

Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier, sagt man. Man sagt auch, schlechte Gewohnheiten solle man ablegen.
Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass man in der Regel immer die selben Sünden begeht - und deshalb immer wieder die gleichen Sünden beichtet.
Irgendwann muss man sich deshalb mal fragen, wie ernst man es denn mit der in der Beichte bekannten Reue und der zukünftigen Vermeidung solcher Sünden nimmt....
:pfeif: :pfeif: :pfeif: :pfeif: :pfeif: :pfeif: :pfeif: :pfeif:

Gruß, ad_hoc :pfeif:
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Kai
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Re: Beichte

Beitrag von Kai » Montag 11. Juni 2012, 09:21

Ihr kennt den Witz mit der Nonne die beichtet?

Nonnne: "Es tut mir Leid, Hochwürden, dass ich immer wieder dieselben Sünden beichte."
Priester: "Ich wäre entsetzt, wenn Sie jedes Mal etwas anderes beichten würden."

Mittlerweile glaube ich, dass, wenn man zu einem Priester geht, der regelmäßig Beichte hört, die sind so abgeklärt, das macht denen gar nix.

Was mich nervt, ist, wenn ich an einen Liberalinski gerate, der eine eher therapeutische denn sakramentale Sicht auf die Beichte hat und allein die feste Orientierung daran, was laut kirchlicher Regelung eindeutig ge- oder verboten ist, für altertümliches Skrupulantentum hält.
---------------------

Babavaria, fällt Dir die Vorstellung, bei einem komplett fremden Priester, den du nie wiedersehen wirst, zu beichten leichter, oder eher bei einem Priester, der Dich kennt und zu dem Du ein Vertrauensverhältnis hast?
"We have feminized the Church so much that it is not attractive to men."
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lifestylekatholik
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Re: Beichte

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 11. Juni 2012, 10:26

Kai hat geschrieben:Was mich nervt, ist, wenn ich an einen Liberalinski gerate, der eine eher therapeutische denn sakramentale Sicht auf die Beichte hat und allein die feste Orientierung daran, was laut kirchlicher Regelung eindeutig ge- oder verboten ist, für altertümliches Skrupulantentum hält.
:!: :!: :!: :motz:
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Senensis
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Re: Beichte

Beitrag von Senensis » Montag 11. Juni 2012, 10:33

Kai hat geschrieben:Ihr kennt den Witz mit der Nonne die beichtet?

Nonnne: "Es tut mir Leid, Hochwürden, dass ich immer wieder dieselben Sünden beichte."
Priester: "Ich wäre entsetzt, wenn Sie jedes Mal etwas anderes beichten würden."

Mittlerweile glaube ich, dass, wenn man zu einem Priester geht, der regelmäßig Beichte hört, die sind so abgeklärt, das macht denen gar nix.

Was mich nervt, ist, wenn ich an einen Liberalinski gerate, der eine eher therapeutische denn sakramentale Sicht auf die Beichte hat und allein die feste Orientierung daran, was laut kirchlicher Regelung eindeutig ge- oder verboten ist, für altertümliches Skrupulantentum hält.
---------------------

Babavaria, fällt Dir die Vorstellung, bei einem komplett fremden Priester, den du nie wiedersehen wirst, zu beichten leichter, oder eher bei einem Priester, der Dich kennt und zu dem Du ein Vertrauensverhältnis hast?
@ Babavaria: Vielleicht können wir Dir sogar jemanden im größeren Umkreis empfehlen? (Aus dem Nutzernamen schließe ich, daß Du eventuell in Bayern beheimatet bist?)
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Re: Beichte

Beitrag von bwv232 » Montag 11. Juni 2012, 11:11

Eine Frage, die vielleicht nur indirekt zum Thema passt:

Kennt jemand einen guten Beichtvater in Münster oder Umgebung? Wie der Vorposter geschrieben hat, eher kein"Liberalinski", sondern jemand, der mit beiden Beinen auf katholischem Grund steht? Das wäre für jemand sehr segensreich ...

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Linus
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Re: Beichte

Beitrag von Linus » Montag 11. Juni 2012, 11:52

lifestylekatholik hat geschrieben:
Melody hat geschrieben:Ich komme mir so blöd dabei vor, hab immer Angst, was der Priester denken mag, dass ich nur solchen Unsinn erzähle...
:kugel: Das geht mir genauso. Ich erzähle fast immer denselben Scheiß. Der muss mich inzwischen auch für völlig blöde halten, dass ich immer wieder damit ankomme. :pfeif:
Hab mal von einem Priester gehört, daß 80 % der Beichten in den Sünden gar nicht unterscheiden. (lediglich die Artikulationsfähigkeit und ~art wäre von Pönitent zu Pönitent unterschiedlich.) Seit dem gehe ich relativ locker mit dem "Skrupel-des-was-muß-der-Priester-von-mir-denken" um.
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Raphaela
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Re: Beichte

Beitrag von Raphaela » Montag 11. Juni 2012, 12:34

Äußerst gut ist es auch, wenn der Beichtvater einen sehr gut kennt. Das habe ich letztens erlebt, als ich bei meinem geistlichen Begleiter gebeichtet habe. Er kennt mich ziemlich gut. Er hat bei einer bestimmten Sache, die für andere vielleicht schon als heftig gesehen wird, mich darauf hingewiesen, dass dies ja in dem Fall eigentlich gar keine Sünde war. - Dafür hat er (am gleichen Tag, gleiche Beichte) eine andere Angelegenheit, die für manche wahrscheinlich so gering ist, dass diese sie gar nicht beichten würden, schon darauf hingewiesen, dass dies gar keine Kleinigkeit sei sondern heftig.
So ein Beichtvater ist wirklich gut.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Reinhard
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Re: Beichte

Beitrag von Reinhard » Montag 11. Juni 2012, 13:07

babavaria hat geschrieben:Ich sehne mich so sehr danach, das Bußsakrament zu empfangen. Ein dramatisches Kindheitserlebnis hat mir aber eine so große Stufe gesetzt über die ich nach 18 (!) Jahren immer noch nicht übersteigen kann. Ich bete täglich und hoffe immer noch darauf, einen Beichtvater zu finden, der mir darüber hinweghelfen kann. Aber zur Zeit ist es mir einfach nicht möglich...
Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht, die mir für Jahre das Vertrauen zu den Menschen und auch zu Gott versaut hat. (nein, bei mir war es kein Priester, aber wenn Laien seelsorgerliche Geheimnisse in den Gemeindetratsch tragen, ist das nicht weniger verheerend !)

Auch für mich war es ein langer Weg da heraus. Dabei war für mich entscheidend, die Zuverlässigkeit Gottes zu erleben (!), und Heilung dieser Wunden aus meiner Geschichte von Gott selbst zu erfahren. Gottes Treue glauben zu müssen ist das Eine, aber Ihn selber als treu zu erleben ist noch etwas anderes.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Dir ein ähnlicher Weg aus dieser Not heraus hilft. (im Zweifel können wir per PN etwas offener sprechen !)

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Re: Beichte

Beitrag von Raphaela » Montag 11. Juni 2012, 14:57

Reinhard hat geschrieben:]Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht, die mir für Jahre das Vertrauen zu den Menschen und auch zu Gott versaut hat. (nein, bei mir war es kein Priester, aber wenn Laien seelsorgerliche Geheimnisse in den Gemeindetratsch tragen, ist das nicht weniger verheerend !)
Für Laien, die im pastoralen Dienst und damit in der Seelsorge sind gilt auch die Schweigepflicht!, das war wirklich traurig. Und auch für die ehrenamtlichen Leute, die eine Fortbildung zur geisltichen Begleitung gemacht haben.
Ich weiß von was ich da schreibe, habe beides und weiß, dass bei manchen Sachen, die einem erzählt werden ist es zwar so ist, dass ein paar Sachen so in einem arbeiten können, dass man dies alm liebsten weitererzählt, aber das geht überhaupt nicht. - Die beste Möglichkeit ist da, es im Gebet vor Gott zu tragen.
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Re: Beichte

Beitrag von Gallus » Montag 11. Juni 2012, 21:45

Kai hat geschrieben:Babavaria, fällt Dir die Vorstellung, bei einem komplett fremden Priester, den du nie wiedersehen wirst, zu beichten leichter, oder eher bei einem Priester, der Dich kennt und zu dem Du ein Vertrauensverhältnis hast?
Zum Beichten in der Fremde würde ich auch raten. Das hat mir früher auch mal sehr geholfen, die Schwellenangst zu überwinden.

Babvaria, mach Dir klar, daß der Priester Dich nicht kennt und vermutlich nie wieder sehen wird, daß es also völlig egal ist, ob Du peinliche Dinge sagst oder nicht. Wenn Du dann irgendwann wieder eine gewisse Routine (blödes Wort in diesem Zusammenhang, aber mir fällt kein besseres ein) entwickelt hast, fällt es Dir auch leichter, wieder in Deiner Heimatgemeinde beichten zu gehen.

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mtoto
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Re: Beichte

Beitrag von mtoto » Dienstag 12. Juni 2012, 23:54

Hallo Babavaria,

ich kann Dich gut verstehen.
Habe selber extrem schlechte Erfahrungen gemacht. So etwas kann echt an die Glaubenssubstanz gehen.
Aber ich bin meine Schritte weiter gegangen.
Anonymität ist eine Möglichkeit, falls Du einfach wegen bestimmter Sachen Dich nicht traust. Wenn man aber in einer Beichte anderweitig schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist es besser um ein normales Gespräch zu bitten. Dann kannst Du immer noch sehen, ob Du da über die Hemmschwelle kommst. Vielleicht auch erst nur mal die schlechte Erfahrung ansprechen und gucken, wie es weiter geht.
Ich wünsche Dir, dass Du die schlechte Erfahrung hinter Dir lassen kannst.
Jesus hat für alle deine Fehler bereits bezahlt und liebt Dich und freut sich über deine Umkehr.

Liebe Grüße mtoto ;)

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Senensis
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Re: Beichte

Beitrag von Senensis » Mittwoch 13. Juni 2012, 09:43

mtoto hat geschrieben:Wenn man aber in einer Beichte anderweitig schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist es besser um ein normales Gespräch zu bitten. Dann kannst Du immer noch sehen, ob Du da über die Hemmschwelle kommst. Vielleicht auch erst nur mal die schlechte Erfahrung ansprechen und gucken, wie es weiter geht.
Gute Idee! :ja:
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Bruder Petrus
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Re: Beichte

Beitrag von Bruder Petrus » Sonntag 16. Dezember 2012, 18:20

Ich gehe etwa alle 3 Monate zur Beichte, also probiere schon eine gewisse Regelmäßigkeit drin zu haben....
Mein schlimmstes Erlebnis war, dass ich wegen dem Wort Unzucht etwas verhalten ausgelacht wurde und mir gesagt wurde, dass Gott niemanden wegen sowas in die Hölle schickt und Sex eine Art des Liebe schenkens ist....................... :bedrippelt:

Außerdem finde ich die Buße immer etwas zu lasch, einfach ein Gebet sprechen oder so, naja aber da kann man sich ja selbst was noch auferlegen....

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Linus
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Re: Beichte

Beitrag von Linus » Sonntag 16. Dezember 2012, 20:34

Du kannst ja die Taktung mal versuchsweise verdichten. Monatlich bzw 14 Tägig. Und schau, daß du zu dem gleichen Priester gehst. Ins blaue Hineingeschossen: Schau mal in der Fehrbellinerstr 99 in Mitte vorbei. (Chemin neuf)
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Re: Beichte

Beitrag von Bruder Petrus » Mittwoch 19. Dezember 2012, 16:57

Danke für den Tipp, werd drauf zurückkommen....

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Re: Beichte

Beitrag von babavaria » Mittwoch 19. Dezember 2012, 20:28

für den Fall, dass es hier irgendwen gibt, der Leute mit Problemen, wie ich sie habe, in sein Gebet einschließt, kann ich nur sagen: Danke es hat geholfen. Ich bin auf gutem Wege. Zwar noch nicht 100%-ig, aber der Anfang ist gemacht...

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Re: Beichte

Beitrag von mtoto » Dienstag 25. Dezember 2012, 23:34

Hallo Bavaria,

das freut mich sehr für [Punkt] :)
Ich war dieses Jahr seit langem mal wieder in Exerzitien, was für mich ebenso ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne war. Und das mit den noch nicht 100% kenne ich auch, ist aber ok so.
Einfach schön für Dich! :ikb_thumbup:

Ganz liebe weihnachtliche Grüße :ikb_santa:

mtoto

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overkott
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Regelmäßig beichten?

Beitrag von overkott » Samstag 24. August 2013, 12:30

Wie oft im Jahr sollte man beichten? Vor jedem Sonntag oder nur vor hohen Festtagen wie Weihnachten? Ist Beichten so sinnvoll wie Zähneputzen?

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Re: Regelmäßig beichten?

Beitrag von taddeo » Samstag 24. August 2013, 13:10

overkott hat geschrieben:Wie oft im Jahr sollte man beichten? Vor jedem Sonntag oder nur vor hohen Festtagen wie Weihnachten? Ist Beichten so sinnvoll wie Zähneputzen?
Das kommt auf Deinen Sündenkatalog und Deine geistlichen Ambitionen an.
In Verbindung mit geistlicher Begleitung ist eine Frequenz von vier bis acht Wochen sicher nicht verkehrt, je nachdem, wie oft es Dir persönlich ein Anliegen ist und was der Beichtvater für sinnvoll hält.

ad_hoc
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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von ad_hoc » Samstag 24. August 2013, 13:32

Auch wenn es letztlich immer wieder die gleichen Sünden sind, die in der Beichte bekannt werden, so scheint mir eine Frequenz von acht Wochen zu lange zu sein.
Ich denke, die Empfehlung zur Beichte alle vier Wochen (wobei bei schweren Sünden vielleicht eine Beichte auch früher angesagt sein kann) ist in Ordnung. Dies führt wohl doch eher dazu, dass das Bewusstsein für die Sünde und deren notwendiges Bekenntnis wach bleibt, und dies steigert die stete Bereitschaft und Intensität zum Wachstum im Glauben.

Gruß, ad_hoc
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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von taddeo » Samstag 24. August 2013, 15:56

ad_hoc hat geschrieben:Auch wenn es letztlich immer wieder die gleichen Sünden sind, die in der Beichte bekannt werden, so scheint mir eine Frequenz von acht Wochen zu lange zu sein.
Im Normalfall wohl nicht. Es hat schon seinen Grund, warum die Kirche die Beichte einmal im Jahr als Pflicht vorschreibt und nicht alle paar Wochen (auch wenn das sicher nur das Mindestmaß benennt). Selbst Kardinal Meisner hat vor einiger Zeit mal gesagt, ein Priester(amtskandidat) solle alle Vierteljahr beichten. Für häufigeres Beichten muß man auch entsprechend disponiert sein, ein rein schematisches Zeiteinhalten bringt gar nichts, es kann sogar kontraproduktiv wirken.
Deshalb ja mein Rat, sich auch in dieser Sache nach der Empfehlung des Beichtvaters zu richten.

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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von Senensis » Samstag 24. August 2013, 17:12

Ich meine, daß es hier keinen "Normalfall" gibt.
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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von marcus-cgn » Samstag 24. August 2013, 21:18

taddeo hat geschrieben:
ad_hoc hat geschrieben:Auch wenn es letztlich immer wieder die gleichen Sünden sind, die in der Beichte bekannt werden, so scheint mir eine Frequenz von acht Wochen zu lange zu sein.
Im Normalfall wohl nicht. Es hat schon seinen Grund, warum die Kirche die Beichte einmal im Jahr als Pflicht vorschreibt und nicht alle paar Wochen (auch wenn das sicher nur das Mindestmaß benennt). Selbst Kardinal Meisner hat vor einiger Zeit mal gesagt, ein Priester(amtskandidat) solle alle Vierteljahr beichten. Für häufigeres Beichten muß man auch entsprechend disponiert sein, ein rein schematisches Zeiteinhalten bringt gar nichts, es kann sogar kontraproduktiv wirken.
Deshalb ja mein Rat, sich auch in dieser Sache nach der Empfehlung des Beichtvaters zu richten.
Kardinal Meisner hat für jeden eine gute Beichte jedes Vierteljahr empfohlen. Erst kürzlich zum eucharistischen Kongress: Kein Sonntag ohne hl. Messe, keine Woche ohne Besuchung, keinen Monat ohne gute Tat und kein Vierteljahr ohne Beichte.

Früher galt als Faustregel die Regelmäßigkeit der Beichte am Briefaustausch zwischen entfernt wohnenden Verlobten zu messen.

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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von holzi » Samstag 24. August 2013, 21:26

marcus-cgn hat geschrieben:Früher galt als Faustregel die Regelmäßigkeit der Beichte am Briefaustausch zwischen entfernt wohnenden Verlobten zu messen.
Heutzutage gilt die SMS-Frequenz? :pfeif:
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von marcus-cgn » Samstag 24. August 2013, 21:53

holzi hat geschrieben:
marcus-cgn hat geschrieben:Früher galt als Faustregel die Regelmäßigkeit der Beichte am Briefaustausch zwischen entfernt wohnenden Verlobten zu messen.
Heutzutage gilt die SMS-Frequenz? :pfeif:
Würde man das auf die Beichtpraxis beziehen würde man sich wahrscheinlich den Gewohnheiten der Ostkirche anpassen...

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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von Christiane » Samstag 24. August 2013, 23:17

Hm, also meine durchschnittliche Frequenz liegt so bei alle vier Wochen. Es gab aber auch Zeiten, da habe ich fast jede Woche gebeichtet (hatte es allerdings auch nötig :tuete: )
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila

"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)

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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von ad_hoc » Samstag 24. August 2013, 23:32

Die entsprechende Disponierung zur Beichte ergibt sich letztlich aus dem Grad des Sündenbewusstseins. Auch lässliche Sünden sollten gebeichtet werden.
Kardinal Meisner ist in dieser Hinsicht wohl etwas bescheidener geworden, was die Erwartungen in den gemeinen Gläubigen anbelangt. Alle Beichtväter, welche ich als gut empfunden habe, gaben den Hinweis, alle vier Wochen zu beichten. Sündenfrei bleibt in dieser Zeit wohl kaum jemand. Es ist wie beim Konditionstraining. Trainiere ich nur hin und wieder bzw. in zu großen Abständen, habe ich nicht denjenigen Nutzen davon, als würde ich regelmäßig und in relativ kurzen Abständen trainieren.
Und: Die Kirche kennt ihre Gläubigen. Deshalb der Hinweis, wenigstens ein mal im Jahr zu beichten und zur Hl. Kommunion zu gehen. Besser ist es aber, in deutlich kürzeren Abständen zu beichten.

Gruß, ad_hoc
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Re: Beichttfrequenz

Beitrag von Senensis » Sonntag 25. August 2013, 12:00

Besser häufiger und kürzer als selten und dann als Riesenbrocken. Wie beim Vokabellernen und beim Sport auch.
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