Mund- und Handkommunion II

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DarPius
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von DarPius » Sonntag 9. August 2015, 11:37

Protasius hat geschrieben:In Polen mag es das Indult für Handkommunion nicht geben, aber solange dieses für Deutschland nicht widerrufen wird, ist der Empfang per Handkommunion hier legitim.
Nein, mit Legitimität hat es nichts zu tun. Sie wissen, was ein Indult ist?
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Raphaela
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Raphaela » Sonntag 9. August 2015, 11:46

DarPius hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:http://kikreukreu.blogspot.de/2014/06/d ... round.html

Bild

Solche großen Brotstücke möchte ich mir nicht unbedingt vom Priester in den Mund stopfen lassen. Da erstickt man ja dran.
Es gibt sicherlich auch laktosefreie Variante...
Laktosefrei? - Wieso, ist da denn irgendwo Milch? :tuete:
Du meinst wahrscheinlich glutenfrei! - Und das ist gut so, denn es gibt wirklich Menschen mit Zöliakie, bei denen dies so schlimm ist, dass sie nicht mal einen Krümmel mit Gluten vertragen.
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overkott
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von overkott » Sonntag 9. August 2015, 12:36

ad-fontes hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Ist das mit den Teilen bei Euch üblich? Ich habe es zwar schon erlebt, aber als Ausnahme, nicht als Regel.
die große Hostie wird in 14 bis 16 Stücke gebrochen - jede Messfeier.
So wenige Kommunikanten?
:|

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Siard » Sonntag 9. August 2015, 13:15

Raphaela hat geschrieben:Laktosefrei? - Wieso, ist da denn irgendwo Milch? :tuete:
Vielleicht wurde je eine Milchsemmel verarbeitet? :blinker:
Raphaela hat geschrieben:Du meinst wahrscheinlich glutenfrei! - Und das ist gut so, denn es gibt wirklich Menschen mit Zöliakie, bei denen dies so schlimm ist, dass sie nicht mal einen Krümmel mit Gluten vertragen.
Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von umusungu » Sonntag 9. August 2015, 14:03

Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
glutenfreie Hostien sind erlaubt!

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Raphaela » Sonntag 9. August 2015, 14:12

Siard hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Du meinst wahrscheinlich glutenfrei! - Und das ist gut so, denn es gibt wirklich Menschen mit Zöliakie, bei denen dies so schlimm ist, dass sie nicht mal einen Krümmel mit Gluten vertragen.
Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
Wenn ich deine Antwort richtig interpretiere, dann sollen Gläubige, die aus der Kommunion leben,lieber auf die Kommunion verzichten, oder aber ihre Krankheit noch verschlimmern.

Die Kelchkommunion gibt es wohl kaum irgendwo täglich.
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Niels » Sonntag 9. August 2015, 14:13

umusungu hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
glutenfreie Hostien sind erlaubt!
viewtopic.php?p=4458#p4458

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Siard » Sonntag 9. August 2015, 15:32

umusungu hat geschrieben:glutenfreie Hostien sind erlaubt!
Raphaela hat geschrieben:Wenn ich deine Antwort richtig interpretiere, dann sollen Gläubige, die aus der Kommunion leben,lieber auf die Kommunion verzichten, oder aber ihre Krankheit noch verschlimmern. Die Kelchkommunion gibt es wohl kaum irgendwo täglich.
Darauf hat Niels ja schon ausreichend geantwortet.
Hochwürden ist uninformiert und Raphaela reagiert mal wieder reflexartig. :patsch:

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Protasius
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Protasius » Sonntag 9. August 2015, 15:35

Siard hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:glutenfreie Hostien sind erlaubt!
Raphaela hat geschrieben:Wenn ich deine Antwort richtig interpretiere, dann sollen Gläubige, die aus der Kommunion leben,lieber auf die Kommunion verzichten, oder aber ihre Krankheit noch verschlimmern. Die Kelchkommunion gibt es wohl kaum irgendwo täglich.
Darauf hat Niels ja schon ausreichend geantwortet.
Hochwürden ist uninformiert und Raphaela reagiert mal wieder reflexartig. :patsch:
Zulässige "glutenfreie" Hostien sind nicht gänzlich glutenfrei, sondern nur glutenreduziert. Hier dazu die Mitteilung eines Herstellers von Hostien: http://www.hostie.de/glutenfrei/index.php
ACHTUNG: Glutenfreie Hostien gibt es nach der neuen EU-Regelung nicht mehr, da ein Wert von unter 2 ppm beim Herstellen mit Prima-Weizenstärke nicht erreicht werden kann. Wenn Sie also etwas anderes hören ist das definitiv falsch.

Warum gab es bis vor Kurzem glutenfreie Hostien und jetzt nicht mehr?

Vor der neuen EU-Regelung war ein Grenzwert von unter 2 ppm ausschlaggebend um Hostien als glutenfrei bezeichnen zu können. Die von uns angebotenen glutenreduzierten Hostien haben ein Glutenanteil von unter 1 ppm und gelten somit als glutenreduziert. Einfach ausgedrückt: Was wir früher (vor den neuen EU-Regeln) als glutenfrei verkauft haben, können wir heute nur noch als glutenreduziert verkaufen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Niels » Sonntag 9. August 2015, 15:37

Siard hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:glutenfreie Hostien sind erlaubt!
Raphaela hat geschrieben:Wenn ich deine Antwort richtig interpretiere, dann sollen Gläubige, die aus der Kommunion leben,lieber auf die Kommunion verzichten, oder aber ihre Krankheit noch verschlimmern. Die Kelchkommunion gibt es wohl kaum irgendwo täglich.
Darauf hat Niels ja schon ausreichend geantwortet.
Hochwürden ist uninformiert und Raphaela reagiert mal wieder reflexartig. :patsch:
Semper idem. :roll: :troll:

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Raphaela » Sonntag 9. August 2015, 17:09

Siard hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:glutenfreie Hostien sind erlaubt!
Raphaela hat geschrieben:Wenn ich deine Antwort richtig interpretiere, dann sollen Gläubige, die aus der Kommunion leben,lieber auf die Kommunion verzichten, oder aber ihre Krankheit noch verschlimmern. Die Kelchkommunion gibt es wohl kaum irgendwo täglich.
Darauf hat Niels ja schon ausreichend geantwortet.
Hochwürden ist uninformiert und Raphaela reagiert mal wieder reflexartig. :patsch:
1. Ich habe deine Antwort öfters durchgelesen
2. Du hast meine Antwort nicht richtig durchgelesen! Wie wäre es mit einen Ja oder Nein?

Ich habe hier die Stelle nochmals markiert, auf die es ankommt, wenn etwas gelesen wird.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Siard » Sonntag 9. August 2015, 17:25

Raphaela hat geschrieben:1. Ich habe deine Antwort öfters durchgelesen
Im Zusammenhang mit dem Link von Niels solltest Du dieses Verständnisproblem eigentlich nicht haben. Üblicherweise ist es kein Problem bei Glutenunverträglichkeit in jeder Messe den Kelch gereicht zu bekommen, dies wenigstens mancherorts auch vorgeschrieben.
Raphaela hat geschrieben:2. Du hast meine Antwort nicht richtig durchgelesen!
Wenn Du meinst.
Raphaela hat geschrieben:Wie wäre es mit einen Ja oder Nein?
Du interpretierst mich falsch – also ›Nein‹.
Raphaela hat geschrieben:Die Kelchkommunion gibt es wohl kaum irgendwo täglich.
Doch, die gibt es an nicht wenigen Orten.

Weiters empfinde ich auch diese Reaktion wieder als reflexhaft.

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von umusungu » Sonntag 9. August 2015, 17:35

Siard hat geschrieben:Hochwürden ist uninformiert
oberlehrerhafte falsche Bemerkung!

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Juergen
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Juergen » Sonntag 9. August 2015, 17:38

umusungu hat geschrieben:glutenfreie Hostien sind erlaubt!
umusungu hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Hochwürden ist uninformiert
oberlehrerhafte falsche Bemerkung!
Glaubenskongregation hat geschrieben:http://cms.bistum-speyer.de/www2/file.p ... &type=down

1. Hostien, die überhaupt kein Gluten enthalten, sind für die Eucharistie ungültige Materie.

2. Hostien, die wenig Gluten enthalten, jedoch so viel, dass die Zubereitung des Brotes möglich ist ohne fremdartige Zusätze und ohne Rückgriff auf Vorgangsweisen, die dem Brot seinen natürlichen Charakter nehmen, sind gültige Materie.
Glutenfreie Hostien sind also nicht erlaubt.
Gruß
Jürgen

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Ecce Homo » Sonntag 9. August 2015, 17:43

So - dürfte ich mal alle Beteiligten daran erinnern, dass das Thema dieses Stranges "Mund- und Handkommunion II" lautet.
Bitte zum Hauptfaden zurückkehren... 8)
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr alle, die guten Willens sind, seid im Gebet...

taddeo
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von taddeo » Sonntag 9. August 2015, 18:14

Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
Wein ist glutenfrei. Das Blut Christi unmittelbar vor der Kommunion sicher nicht, da der Priester eine Partikel der Hostie in den Kelch gibt. Für einen echten Allergiker reichen diese Spuren an Gluten locker für ne Reaktion aus.

@ Ecce: Sorry fürs OT.

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Siard » Sonntag 9. August 2015, 18:16

taddeo hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
Wein ist glutenfrei. Das Blut Christi unmittelbar vor der Kommunion sicher nicht, da der Priester eine Partikel der Hostie in den Kelch gibt. Für einen echten Allergiker reichen diese Spuren an Gluten locker für ne Reaktion aus.

@ Ecce: Sorry fürs OT.
Danke, daran hatte ich nicht gedacht.

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DarPius
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von DarPius » Sonntag 9. August 2015, 18:37

taddeo hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
Wein ist glutenfrei. Das Blut Christi unmittelbar vor der Kommunion sicher nicht, da der Priester eine Partikel der Hostie in den Kelch gibt. Für einen echten Allergiker reichen diese Spuren an Gluten locker für ne Reaktion aus.

@ Ecce: Sorry fürs OT.
Wo ist das Problem?
http://www.vatican.va/roman_curia/congr ... pitel%2IV
15. Wenn ein einziger Kelch zur Spendung der Kommunion unter beiden Gestalten an konzelebrierende Priester oder Christgläubige nicht ausreicht, steht dem nichts entgegen, daß der zelebrierende Priester mehrere Kelche verwendet.[193] Es ist nämlich daran zu erinnern, daß alle Priester, die die heilige Messe zelebrieren, zur Kommunion unter beiden Gestalten verpflichtet sind. Der Zeichenhaftigkeit wegen ist es zu begrüßen, daß ein größerer Kelch zusammen mit anderen kleineren Kelchen verwendet wird.
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Juergen
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Juergen » Sonntag 9. August 2015, 18:54

taddeo hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
Wein ist glutenfrei. Das Blut Christi unmittelbar vor der Kommunion sicher nicht, da der Priester eine Partikel der Hostie in den Kelch gibt. Für einen echten Allergiker reichen diese Spuren an Gluten locker für ne Reaktion aus.
Alle Werte Pi-Mal Daumen und alle schnell im Netz zusammengesucht.

In normalem Weizen sind etwa 15% Klebereinweis (=15g pro kg) enthalten, davon rund die Hälfte als Gluten.

5 Stück 3cm Brothostien wiegen laut Hersteller 18g
1 Hostie wiegt also ,4g
Damit sind in einer (normalen Brothostie) Hostie 3mg Gluten enthalten.
(Werden statt der schweren Brothostien, die dünnen Hostien benutzt, sind die Werte natürlich geringer.)

Rein technisch ist es nicht möglich glutenfeie Hostien herzustellen;
als „glutenfrei“ gilt, wen sie weniger als 2mg pro Kilo enthalten;
als „glutenarm“ gilt, wenn sie max. 1mg pro Kilogramm enthalten.
In einer sogenannten „glutenfreien“ in Wirklichkeit aber nur „glutenarmen“ Hostie sind also max ,4mg drin.

Wenn nun ein Stück normale Hostie (das dürften etwa 1/4 einer kleine Hostie sein) in den Kelch gibt, dann sind insgesamt im Kelch 7,5mg.
Mind. 9% (eher mehr) davon düften in dem Stück verbleiben, da sich die Brotsubstanz ja nicht sofort auflöst und das Gluten fest verbunden ist.
Damit sind in der Weinsubstanz also rund ,75mg
Wenn man von davon ausgeht, daß auch im „worst case“ mind. drei Leute (Priester, Kommunionhelfer und der Zöliakiekranke) daraus trinken und sie es gerecht aufteilen, bekommt jeder, der nur die Weinsubstanz konsummiert also ,25mg Gluten ab. Wenn der Erkrankte nur „nippt“ bekommt er deutlich weniger ab. — Wird die Kelchkommunion freilich an alle gespendet, so ist die zu verwendende Weinmenge deutlich höher und der Glutenanteil pro Schluck deutlich niedriger.

Das (,25mg) ist deutlich mehr als in einer „glutenarmen“ Hostie (,4mg);
andererseits gilt als sichere Dosis für alle Falle Zöliakie 1mg pro Tag (normalerweise nimmt man 1-2g zu sich, also die 1-fache Menge!). Viele vertragen aber deutlich mehr am Tag als die 1mg.

Der Schluck Weinsubstanz würde also 2,5% der (sicheren) Tagesmenge ausmachen.

Wenn der Erkrankte weiß, daß er nach der Kommunion unter der Gestalt des Weines, nicht mehr seine 1% Menge zu sich nehmen darf, sondern nur noch 97,5% davon, dann dürfte die Kelchkommunion kein Problem sein.


DarPius hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:Wein (Blut Christi) ist glutenfrei, daher ist es nicht nötig glutenfreie Hostien (die auch nicht erlaubt wären) zu verwenden.
Wein ist glutenfrei. Das Blut Christi unmittelbar vor der Kommunion sicher nicht, da der Priester eine Partikel der Hostie in den Kelch gibt. Für einen echten Allergiker reichen diese Spuren an Gluten locker für ne Reaktion aus.

@ Ecce: Sorry fürs OT.
Wo ist das Problem?
http://www.vatican.va/roman_curia/congr ... pitel%2IV
15. Wenn ein einziger Kelch zur Spendung der Kommunion unter beiden Gestalten an konzelebrierende Priester oder Christgläubige nicht ausreicht, steht dem nichts entgegen, daß der zelebrierende Priester mehrere Kelche verwendet.[193] Es ist nämlich daran zu erinnern, daß alle Priester, die die heilige Messe zelebrieren, zur Kommunion unter beiden Gestalten verpflichtet sind. Der Zeichenhaftigkeit wegen ist es zu begrüßen, daß ein größerer Kelch zusammen mit anderen kleineren Kelchen verwendet wird.
In jeden Kelch gehört m.W. ein Partikel eingesenkt.
Gruß
Jürgen

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Salmantizenser » Sonntag 9. August 2015, 21:39

Juergen hat geschrieben: Wenn der Erkrankte weiß, daß er nach der Kommunion unter der Gestalt des Weines, nicht mehr seine 100% Menge zu sich nehmen darf, sondern nur noch 97,5% davon, dann dürfte die Kelchkommunion kein Problem sein.
Genau so habe ich das bis dato auch immer gehört. Vielen Dank fürs Nachrechnen!

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Coelestin
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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von Coelestin » Sonntag 23. August 2015, 16:11

Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu.
:sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf: :sauf:

Bischof verbietet Handkommunion in seiner Diözese. Grund: Mitnahme der Kommunion durch die Gläubigen. Verunehrung Jesu!
(Obwohl es doch ja besser sei, fromm die Handkommunion zu nehmen, als eine schlechte Mundkommunion, wie einige hier und da immer wieder "usque ad nursiam"*** wiederholen.)
"Der Bischof machte darauf aufmerksam, daß es in letzter Zeit zu Vorfällen kam, wo Leute die konsekretierte Hostie auf die Hand empfingen und sich damit entfernten. Was mit dem Leib Christi dann geschehe, wisse man nicht. Das aber sei untragbar."

http://www.katholisches.info/215/8/19 ... -dioezese/

Leider ist es in der ganzen Welt seit über 5 Jahren tragbar, daß Gläubige Hostien mit nach Hause nehmen.
Nur bei uns (PiusX / Petrus) und dem Bischof nicht.
"Ganz Gallien ist von den Römern (Modernisten) besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die römischen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum liegen..."

*** Ein häufiger Spruch von Bischof Williamson in seiner frühen Zeit.
rotbraunes ANTI-sozialistisch “Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.”Konfuz.
"Unsere Ökonomie => Schweinezucht = produktiv, Kind-Großziehen = unproduktiv" Fried.List, dt.Ökonom

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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von Coelestin » Montag 24. August 2015, 08:55

Bleibt die Hoffnung, daß der Bischof nicht in gut modernistisch-diktatorischem Stil platt gemacht wird.
:galgen:
a) Sei es durch Hetzkampagne wie bei Bischof Mixa http://www.kath.net/news/26263, http://www.zentrums-wiki.de/blog/1?page=1
b) oder Bischof van Eltz „Die Sachargumente sprechen nicht für Tebartz-van Elst, aber auch nicht für das Domkapitel, das mitverantwortlich ist“, sagte einer der Autoren des Prüfberichts zu dem Skandal. Die Prüfer kommen dem Bericht zufolge zu dem Schluss, dass Tebartz-van Elst keine strafrechtlich relevanten Vorwürfe gemacht werden können. „Es ist ausschließlich das Kirchenrecht betroffen“, sagte der namentlich nicht genannte Mitverfasser des Berichts. Die Staatsanwaltschaft will allerdings den Prüfbericht selbst unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, ob Ermittlungen eingeleitet werden." (Sogar in Bild war das; mag aber nicht verlinken.)
"Gestern stellte die Staatsanwaltschaft bemerkenswerterweise nach vielen Monaten der Prüfung fest, dass gegen den ehemaligen Limburger Bischof Tebartz-van Elst kein Verfahren eröffnet werde, da kein Anfangsverdacht für strafbare Handlungen bestehe.
Kommentar: Ich seh das ambivalent. Hätten die Medien groß darüber berichtet, wäre nämlich auch berichtet worden, daß nicht nur der Bischof "freigesprochen" wurde, sondern auch die Banditen des dreiköpfigen Finanzbeirats um diesen abgehalfterten Polititker Riebel, der die Hauptschuld trägt. So gut der Freispruch von TvE ist, so schlecht der Freispruch dieser Dunkelmänner. "
http://kreuzknappe.blogspot.de/214/7/ ... igste.html
c) sei es die OF der Immaculata.

Möglichkeiten gibt es genug für diese Mafia.
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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von offertorium » Montag 24. August 2015, 09:22

Coelestin hat geschrieben: Leider ist es in der ganzen Welt seit über 50 Jahren tragbar, daß Gläubige Hostien mit nach Hause nehmen.
Ist es nicht und es wird auch auch nicht gelehrt, daß so etwas hingenommen werden kann.
Coelestin hat geschrieben: Möglichkeiten gibt es genug für diese Mafia.
Vielleicht solltest Du über Deine Wortwahl gegenüber unserem Klerus nachdenken.

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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von Fragesteller » Montag 24. August 2015, 11:10

Coelestin hat geschrieben: "usque ad nursiam"***
:hae?: :hae?: :hae?:
nauseam?

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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von Juergen » Montag 24. August 2015, 11:29

Fragesteller hat geschrieben:
Coelestin hat geschrieben: "usque ad nursiam"***
:hae?: :hae?: :hae?:
nauseam?
Pilgerreise bis nach Norcia (lat. Nursia)? :D
Gruß
Jürgen

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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von iustus » Montag 24. August 2015, 19:52

offertorium hat geschrieben:
Coelestin hat geschrieben: Leider ist es in der ganzen Welt seit über 50 Jahren tragbar, daß Gläubige Hostien mit nach Hause nehmen.
Ist es nicht und es wird auch auch nicht gelehrt, daß so etwas hingenommen werden kann.
Tragbar ist es nicht und es wird auch nicht gelehrt, dass so etwas hingenommen werden kann. ABER: Es ist wegen der Handkommunion und der mangelnden Aufmerksamkeit der Kommunionspender (Letzteres jedenfalls in meiner Umgebung) sehr leicht möglich.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von offertorium » Montag 24. August 2015, 23:01

iustus hat geschrieben: Tragbar ist es nicht und es wird auch nicht gelehrt, dass so etwas hingenommen werden kann. ABER: Es ist wegen der Handkommunion und der mangelnden Aufmerksamkeit der Kommunionspender (Letzteres jedenfalls in meiner Umgebung) sehr leicht möglich.
Die Masse machts, aber ob jemand die Hostie wieder ausspuckt und mitnimmt, kann ich auch nicht prüfen.

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Re: Bleibt die Missa Tridentina eine Randerscheinung?

Beitrag von Protasius » Montag 24. August 2015, 23:25

offertorium hat geschrieben:
iustus hat geschrieben: Tragbar ist es nicht und es wird auch nicht gelehrt, dass so etwas hingenommen werden kann. ABER: Es ist wegen der Handkommunion und der mangelnden Aufmerksamkeit der Kommunionspender (Letzteres jedenfalls in meiner Umgebung) sehr leicht möglich.
Die Masse machts, aber ob jemand die Hostie wieder ausspuckt und mitnimmt, kann ich auch nicht prüfen.
Das läßt sich durch Verwendung hinreichend feiner Hostien, die sich sehr schnell auflösen, relativ gut verhindern. Wenn man die dicken Hostien verwendet, wie man sie in Deutschland oft empfängt, halten die dem Speichel im Munde des Kommunikanten natürlich sehr lange stand.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von umusungu » Montag 24. August 2015, 23:29

Die Erinnerung an Brot sollte möglichst vermieden werden....

Scholasängerin
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Scholasängerin » Mittwoch 26. August 2015, 10:49

umusungu hat geschrieben:Die Erinnerung an Brot sollte möglichst vermieden werden....
Immer wieder amüsant, Deine netten kleinen Seitenhiebe :blinker: !

iustus
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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von iustus » Mittwoch 26. August 2015, 17:58

umusungu hat geschrieben:Die Erinnerung an Brot sollte möglichst vermieden werden....
Bei der derzeit vorherrschenden Überbetonung des Mahlcharakters und dem weitverbreiteten Missverständnis, es werde Brot konsumiert, schadet es nicht, solche Hostien zu verwenden, die die Erinnerung an Brot vermeiden. Ganz im Gegenteil.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Mund- und Handkommunion II

Beitrag von Robert Weemeyer » Mittwoch 26. August 2015, 19:49

Soll das Wort "Brot" dann auch noch aus den Einsetzungsworten gestrichen werden? Wäre doch nur logisch.

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