Kirche in der Schweiz und ihre Sonderwege... ;(

Allgemein Katholisches.
johannes eck
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Beitrag von johannes eck » Freitag 29. September 2006, 11:32

In Hietzing sagt man aber auch "speiben"! (zumindest besser als"kotzen") :mrgreen:

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holzi
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Beitrag von holzi » Freitag 29. September 2006, 12:17

Rudolf J. Karner hat geschrieben:In Hietzing sagt man aber auch "speiben"! (zumindest besser als"kotzen") :mrgreen:
Nicht nur dort, auch hier in Regensburg speibt man, wenn einem schlecht ist. Weiter nördlich Richtung Nürnberg heisst's dann, "er hat g'speit"
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Linus
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Beitrag von Linus » Freitag 29. September 2006, 16:08

holzi hat geschrieben:
Rudolf J. Karner hat geschrieben:In Hietzing sagt man aber auch "speiben"! (zumindest besser als"kotzen") :mrgreen:
Nicht nur dort, auch hier in Regensburg speibt man, wenn einem schlecht ist. Weiter nördlich Richtung Nürnberg heisst's dann, "er hat g'speit"
Von jemandem der fürnehmb Wien XIII (gesprochen: "Wien Hietzing") im Profil stehen hat erwarte ich mir den Ausdruck "Vomitation" :D

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johannes eck
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Beitrag von johannes eck » Freitag 29. September 2006, 16:34

Conditiones Ecclesiae Helveticae ad nauseatum est.
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Maria Magdalena
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Beitrag von Maria Magdalena » Samstag 30. September 2006, 07:50

@ Sakristan

aber es gibt noch eine andere Seite. Haben Laien erst einmal die" vermeintliche Macht" mischen sie sich auch gerne in Dinge ein, die sie im Grunde garnichts angehen.Tja, und dann steht der Pfarrer da und wird an der Ausübung seiner Tätigkeiten doch indirekt behindert.
Denn wehe, wen einige Menschen zu viel Macht haben, aber nicht alles Nötwendige wirklich übersehen können!

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HeGe
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Beitrag von HeGe » Samstag 30. September 2006, 13:54

Sakristan hat geschrieben:Ecce
Da geht es um den Verwaltungsrat, also die Wirtschafliche Verwaltung der Gemeinde.

Das gibt es woanders auch schon, dass der Pfarrer auf den Vorsitz im VR verzichtet und Laien die Kirchengeschäfte (Finanzmäßig) führen. Im Endeffekt muss sich der Pfarrer ja auch nich mit Haushaltsplänen und jede Kleinigkeit kümmern.

Die Selelsorglichen Belange sind davon nicht betroffen.
ME hat im Gegenteil der Pfarrer einer Gemeinde dann Zeit sich um die wirklich wichtigen Dinge der Gemeinde, nämlich die Seelsorge zu kümmern.

Ich finde das garnicht so schlecht und auch nicht bedrohlich oder katastrophal.
Lieber Sakristan,

mit deiner Argumentation, der Entlastung des Pfarrers, könnte man sicher durchaus positives daran finden.

Nur: ich unterstelle einfach mal, dass die Intention und die Wirkung vielfach eine ganz andere ist, nämlich einen Weg zu einer Laienherrschaft nach protestantischem "Vorbild" zu gehen. Es geht nicht um die Entlastung, sondern um die Entmachtung des Pfarrers. Und auch wenn man je nach Pfarrer vielleicht sogar eine positive Wirkung durch eine gewisse Kontrolle haben kann, so stehe ich doch auf dem Standpunkt: Wehret den Anfängen.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Samstag 30. September 2006, 14:44

Koch werde sich zwei grossen Herausforderungen stellen müssen, so der KIPA-Journalist: Erstens gebe es immer weniger Schweizer Priester-Nachwuchs.

Es kämen immer mehr Ausländer, Priester aus Polen oder Afrika, die oft die Sprache noch ungenügend beherrschen.

Und zweitens nehme auch die Zahl der Gläubigen stetig ab.
http://www.swissinfo.org/ger/startseite ... 7695942000
Auch schreitet die Mission voran. 8)

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Samstag 30. September 2006, 16:34

Knecht Ruprecht hat geschrieben: Auch schreitet die Mission voran. 8)
Welche Mission? :hmm:
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Samstag 30. September 2006, 16:43

Na die die durch die Ausländer in die Schweiz getragen wird. 8)

diluculum
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Beitrag von diluculum » Sonntag 1. Oktober 2006, 20:48

Die Situation in der Schweiz ist zum Davonlaufen.
Die Gesetzesrevision im Kanton St. Gallen nimmt Macht vom Bischof/Priester und gibt sie der Laienkirche.
Der Pfarrer ist nur noch für die Sakramente zur Verfügung. Ob er eine Kirche hat, Gottesdienstplan usw. bestimmt dann vielleicht halt die [Punkt]


Das System muss weg!
Hintergrund, bzw. Beispiel: http://vigilate.blogsome.com/2006/08/27 ... cher-part/

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Montag 2. Oktober 2006, 17:04

Da ist so einiges los - jetzt geht noch eine andere Gemeinde abseits:
Siehe hier: Kirchgemeinde will Priester ohne Einwilligung des Bischofs anstellen...

Ich glaube, das ganze System müsste hier umgekrempelt werden - es geht da nicht um "Wünsch-dir-was"... wie konnte es nur in der Schweiz überhaupt zu diesem "dualen System" kommen???? :shock: :roll:
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johannes eck
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Beitrag von johannes eck » Montag 2. Oktober 2006, 20:49

Beten, beten, beten!

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Montag 15. Januar 2007, 16:24

Bischof Kurt Koch im Kirchenblatt des Kantons Solothurn Nr. 1/2007:
[...] Man kann und darf gewiss von uns Bischöfen verlangen und erwarten, dass wir die drängenden Fragen unserer pastoralen Situation in der Weltkirche immer wieder zur Sprache bringen; und wir tun es auch immer wieder – wie zuletzt beim Ad Limina-Besuch in Rom im vergangenen November. Aber es ist unfair und letztlich auch unkirchlich, von uns Veränderungen im Alleingang zu fordern, für die wir weder die Legitimation noch die Entscheidungskompetenz haben.

Keine Nationalkirche
Hinter diesem Verhalten dürften sich Tendenzen verbergen, die aus der katholischen Kirche in der Schweiz eine Nationalkirche machen möchten, wie sie übrigens bereits im 19. Jahrhundert greifbar gewesen sind. So gab es vor dem Ersten Vatikanischen Konzil im Bistum Basel einflussreiche Kreise, die ein Schweizer Nationalbistum errichten wollten, wie beispielsweise aus einem Brief des Pfarrers von Laufenburg, Cajetan Bosshard, an Augustin Keller im Jahre 1873 deutlich wird: „Es wäre wohl gut, es würde mit Rom einmal zum entscheidenden Bruch kommen und eine Nationalkirche leitete unsere Interessen.“ Auch wenn solche Pläne, freilich auf andere Weise, mit der Errichtung eines eigenen christkatholischen Bistums in der Schweiz in Erfüllung gegangen sind, wird man nicht behaupten können, dass die Versuchung, die katholische Kirche im Bistum Basel und in der Schweiz nationalkirchlich umzugestalten, seither für immer gebannt gewesen wäre.

Die katholische Kirche aber ist ihrer innersten Natur gemäss übernational. Sie ist auf alle Menschen und alle Völker ausgerichtet und offen für alle. Sie kennt in sich keine Rassenschranken und Klassengegensätze. Der Gedanke einer Nationalkirche ist ein Widerspruch in sich selbst. Jede Ortskirche wie das Bistum Basel ist deshalb bei aller eigenen Prägung immer auch Teilkirche innerhalb der weltweiten Kirche und darf sich nicht von dieser grösseren Gemeinschaft separatistisch abschotten. Jede Ortskirche verdient nur dann den Namen „katholisch“, wenn sie für die anderen Ortskirchen und für die Weltkirche offen ist.

Damit wird die unverwechselbare Verfassungsstruktur der katholischen Kirche deutlich, die in keiner staatlichen Verfassung Analogien kennt. Das Zweite Vatikanische Konzil hat sie dahingehend in Erinnerung gerufen, dass die eine katholische Kirche in und aus vielen Ortskirchen besteht. Sie ist deshalb am ehesten mit einer Ellipse mit zwei Brennpunkten zu vergleichen, nämlich der Einheit der Universalkirche und der Vielheit der Ortskirchen: Die katholische Kirche ist zugleich ortskirchlich und universalkirchlich und deshalb zugleich bischöflich und päpstlich verfasst. Diese wechselseitige Verbundenheit zwischen Ortskirchen und Universalkirche ist für das katholische Kirchenverständnis grundlegend. Hier liegt der tiefste Grund, warum katholische Bischöfe nur in Gemeinschaft mit der Universalkirche handeln können, zumal bei so elementaren Fragen. wie es die kirchlichen Ämter sind.

Einheit mit dem Papst
Dies gilt erst recht für die Verbundenheit mit dem Papst.[...]
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Irenaeus
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Beitrag von Irenaeus » Samstag 20. Januar 2007, 01:42

Rudolf J. Karner hat geschrieben:Conditiones Ecclesiae Helveticae ad nauseatum est.
Besser so? (Stimmt das überhaupt?)
Baba!
Rudolf

...sunt.... mehrzahl :-)

oder Conditio ........est.

aber es sind ja viele schlimme zum k... seiende Bedingungen............. :hmm:
Per Deum omnia fieri possunt.
Benedicamus Domino!
PAX

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Freitag 6. April 2007, 09:08

Die Firmkandidaten von Röschenz wünschen keine Firmung, wenn Franz Sabo nicht liturgisch daran teilnehmen darf.
Worum geht es nochmal in der Firmung? :shock: :/ :roll:

Die Lage wird abartig... ein anderes Wort gibt es für mich da nicht mehr. Ehrlich...

Aus dem Artikel:
Eine Firmung sei nicht nur ein Familien- oder Pfarreifest, sondern „im Wesentlichen Aufnahme in die Bistumskirche und in die universale Kirche“, schrieb der Bischof von Basel den Firmkandidaten in einem Brief am 21. März.

Doch dies sei unmöglich, denn Franz Sabo und der Kirchgemeinderat habe nur „Hohn und Spott“ für die Bistums- und universale Kirche übrig. Außerdem könne ein suspendierter Priester nicht an der Liturgie teilnehmen, ob nun er – Bischof Koch – oder ein anderer Beauftragter die Firmung spende.
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Cejazar
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Beitrag von Cejazar » Samstag 7. April 2007, 14:32

Interessanterweise kommen die "schlechten Nachrichten" der Schweiz nie bzw. kaum aus den sog. katholischen Kantonen, wie Luzern, Uri, Schwyz, Tessin, usw. Eher hört man sie aus St. Gallen oder Basel, beides reformierte bzw. gemischtkonfessionelle Kantone.
Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht (Hebr 11.1)

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Samstag 7. April 2007, 17:35

Mei, was erwartest du denn? In den katholischen Kantonen halten sich ja auch die bewussten gewissen Leute fern - da sind solche Einflüsse folglich nicht zu finden... :/ Oder besser gesagt; weniger... :/
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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Samstag 7. April 2007, 17:51

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum die (bewusste Verallgemeinerung - es kommt durch die Medien und durch eigene Erfahrung einfach so pauschal rüber) schweizer Katholiken solche Probleme mit dem katholisch sein haben?

Schon damals diesen Brief von Abt Werlen
http://www.kath.ch/index.php?na=11,0,0,0,d,40807
fand ich irgendwie merkwürdig verkrampft.

Gruss
Raimund

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cantus planus
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Beitrag von cantus planus » Dienstag 10. April 2007, 15:09

Ich begreife nicht, warum die Bischöfe die sogenannten "Jugendkirchen" noch immer tolerieren. Die liturgischen Sonderwege sind schlicht nicht sinnvoll, nicht zulässig und helfen niemanden dabei, sich in die Gemeinschaft der Kirche zu integrieren. Jugendliche sieht man dort sowieso kaum, sondern nur Berufsjugendliche ab 30+. Ist jedenfalls in Wien so.

Zum Thema: dass die liturgischen Zeichen nicht mehr allen Menschen verständlich sind, ist unbestreitbares Faktum. Ob aber die permanente Anpassung und das stetige Absenken des Niveaus zielführend ist, möchte ich doch sehr bezweifeln. Meine Erfahrung lehrt mich anderes...
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Dienstag 10. April 2007, 21:33

Was mich stört, sind generell so verwaschene Formulierungen:

Von Kath.ch
«Weisser Sonntag»: Zweifeln erlaubt
Am ersten Sonntag nach Ostern, dem Weissen Sonntag, wird die Erstkommunion gefeiert. Viele Kinder empfangen dabei erstmals das Brot des Lebens. Für sie, ihre Familien und Pfarreien soll dieser Tag ein Fest des Glaubens werden. Was aber, wenn Kinder und Erwachsene an Jesus und seiner Botschaft zweifeln? Kein Problem, schreibt Jakob Hertach, Seelsorgehelfer und Journalist, in einem Beitrag für die Presseagentur Kipa.
Warum kann man nicht schreiben, dass es Jesus selbst ist... Vom "Brot des Lebens" ist man schnell bei "Brot".
Und daneben noch dieses Bild - immerhin steht da (genauso verwaschen) "Brot und Wein - Begegnung mit Jesus". Aha. Keine Rede davon, dass es Leib Christi selbst ist..
Warum komme ich mir dann immer vor wie bei der Evangelischen Kirche? Sie sagen genau dasselbe. Meinen aber was anderes...
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Cejazar
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Beitrag von Cejazar » Dienstag 10. April 2007, 21:50

Ecce Homo hat geschrieben:Mei, was erwartest du denn? In den katholischen Kantonen halten sich ja auch die bewussten gewissen Leute fern - da sind solche Einflüsse folglich nicht zu finden... :/ Oder besser gesagt; weniger... :/
Ich will damit nur sagen, dass "die Schweiz" vielleicht gar nicht sooo unkatholisch ist.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Dienstag 10. April 2007, 21:55

Cejazar hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:Mei, was erwartest du denn? In den katholischen Kantonen halten sich ja auch die bewussten gewissen Leute fern - da sind solche Einflüsse folglich nicht zu finden... :/ Oder besser gesagt; weniger... :/
Ich will damit nur sagen, dass "die Schweiz" vielleicht gar nicht sooo unkatholisch ist.
Je nach dem, wo man hinkommt... wie in Deutschland auch, denke ich... :roll:
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Freitag 20. April 2007, 06:05

Mal ein positiver Trend:
Im laufenden Schuljahr studieren 70 Schweizer Priesteramtskandidaten in in- und ausländischen Institutionen. Das sind sieben weniger als im Wintersemester 2003/2004, aber dafür neun mehr als vor zwei Jahren. Dies ist einer von der Schweizerischen Kirchenzeitung (SKZ) veröffentlichten Statistik mit Stand April 2007 zu
entnehmen. Im vergangenen Jahr wurden 64 Kandidaten registriert.
Spitzenreiter ist mit 22 Kandidaten das Bistum Chur: Von diesen studieren 15 in Chur, je einer in Fribourg, Zürich und Rom. Ein Priesteramtskandidat absolviert das Pastoraljahr.
(kipa 18.04.2007 mg)

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Raimund J.
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Der Fall Sabo

Beitrag von Raimund J. » Samstag 19. Mai 2007, 10:47

Eigentlich unglaublich, was sich da in Röschenz (CH) mittlerweile abspielt. Der "Pfarrer" Sabo ist schon längst seines Amtes enthoben. Der Bischof bot an die Firmung in Röschenz zu halten und die Firmlinge lehnten den Empfang des Sakraments ab.

Jetzt findet, wie man dem Pfarrblatt
http://www.baselland.ch/docs/gemeinden/ ... nblatt.pdf
entnehmen kann, heute um 17.00 Uhr eine "Segensfeier" für die Firmlinge statt und morgen eine Eucharistiefeier mit Sabo und einer Taufe, u.s.w.

Traurig diese Zustände. :/
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Samstag 19. Mai 2007, 10:49

Ich hoffe, dass die Segensfeier nicht als Firmung anerkannt wird - das ist eine Schande! Man gaukelt den Leuten was vor, was nicht ist... und die Firmlinge, die die Opfer der Sache sind und echt keine Ahnung haben, werden irgendwie um das Sakrament betrogen - jetzt kann ich mich gerade schon wieder aufregen... [Punkt] :sauer:
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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Samstag 19. Mai 2007, 22:38

Was mich nur wundert ist, daß anscheinend der Bischof relativ macht- und hilflos agiert. Das Gemeindeleben in Röschenz feiert ja, wie es scheint, unter "Pfarrer" Sabo fröhlich Urständ.

Gibt es eigentlich noch das Interdikt bzw. in dem Fall das Lokalinterdikt? Könnte der Bischof nicht ein Lokalinterdikt über die Gemeinde verhängen und diese von allen sakramentalen- und sonstigen gottesdienstlichen Riten (u.a. kirchlichen Begräbnissen) ausschliessen bis wieder Gehorsam gegenüber dem Bischof geübt wird?
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Samstag 19. Mai 2007, 23:34

Ich glaube, das würde eventuell sonstwo funktionieren - aber nicht in der Schweiz... Irgendwie habe ich das Gefühl, das System krankt dort - und zwar so gewaltig, dass man schon gar nicht mehr weiß, wer da wem gehorcht oder wer da wem dient... :( :/
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Samstag 19. Mai 2007, 23:51


Die Röschenzer Bande steht mit Sicherheit außerhalb
der Kirche. Ausgenommen vermutlich einige der dort
mißbrauchten Kinder.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Beitrag von cantus planus » Montag 16. Juli 2007, 00:13

Um Gottes Willen! Dass die schweizer Theologen großteils verwirrt sind, ist ja nichts Neues. Aber was ich gerade hier auf kath.net lese, schlägt dem Fass den Boden aus! Dabei wollte ich gerade in Ruhe zu Bett gehen. :shock:

Ich frage mich - anderes Thema - nur noch, wann der Vatikan endlich das unsägliche Konkordat mit der Schweiz aufkündigt.
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Beitrag von Ecce Homo » Montag 16. Juli 2007, 07:17

Aus dem Link von oben...
Auch über den neuen Bischof von Chur, Vitus Huonder, der sich an die Lehre der Kirche auch bei dem Verbot von Laienpredigten während der hl. Messe halten möchte, lässt er kein gutes Wort kommen. „Huonders Haltung ist ebenfalls Ausdruck eines Autismus. Das war ja um 1990 die Haltung von Bischof Haas und jetzt auch von Huonder. Die sagen: «Wir sind die Auserwählten, wir müssen uns nicht der Postmoderne anpassen. Die Nachfrage interessiert uns gar nicht. Wir haben ein Angebot. Jene, die das wollen, können daran teilnehmen.» Das wäre, wie wenn Mercedes noch immer das Modell von 1950 anbieten würde, obwohl dieses weder den Sicherheitsvorschriften noch der Abgasverordnung von heute entspricht.
[Ironie]Jetzt ratet mal, warum der sich JETZT so über das Perdigtverbot von Laien aufregt - so ein Mist aber auch, jetzt darf er nicht mehr... [/Ironie]


Interessant ist auch, wenn man unter dem Namen des Ex-Jesuiten im Internet sucht, was da so alles kommt, z.B.
hier:
Der Sektenexperte Hugo Stamm kommt in einem Artikel des «Tages-Anzeigers» zum Schluss, dass viele katholische Bildungshäuser einen Hang zum Esoterischen entwickeln. Der Jesuitenpater Lukas Niederberger, Direktor des Lassalle-Hauses Bad Schönbrunn, hält dagegen: «Der grösste Teil des Kursangebotes ist und bleibt christlich.»
Ich glaube, ich mache nie wieder Kurse bei Jesuiten - einmal Yoga hat mir dort gereicht... auch wenn angeblich "der größte Teil christlich bleibt". Wir hatten nur eine einzige Messe in dem Kurs an den ich denke. Der Padre von damals wollte nicht zelebrieren. "Das ist nicht nötig", hieß es. Das hat mir damals schon gereicht...
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Same old story

Beitrag von sofaklecks » Montag 16. Juli 2007, 08:52

Wie schrieb der ausgetretene Herr Pater:

"Zu den persönlichen Gründen zählt auch meine Enttäuschung über die Kirche. Das Verliebtsein kommt beglückend dazu.“

Erinnert mich spontan an die Reaktion des Präses auf die Begründung des Seminaristen, er gebe wegen Glaubenszweifeln seine Ausbildung zum Priester auf : "Ja, ja, die Glaubenszweifel. Gestern abend hab ich sie gesehen, wie sie mit Ihnen im Stadtpark auf der Bank sassen."

sofaklecks

mitsch
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Beitrag von mitsch » Montag 16. Juli 2007, 09:40

Also, ich selber kann zu den Zuständen in der Schweizer Kirche nit viel sagen; als von der Mutter zu Hause lutherisch Erzogener hatte ich mit der kath. Kirche keine Berührungspunkte - das kam erscht jetzt neu in mein Leben - seit ich verliebt und verlobt ( und ab Herbscht au verheiratet bin )!

Wir machens uns einfacher: wir setzen auf den persönlichen Kontakt zu unseren Priestern - beide sehr moderate Männer!

Mitsch
wia dr Schreiner kaas keiner!

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