Charismatische Erneuerung?

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PascalBlaise
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Charismatische Erneuerung?

Beitrag von PascalBlaise » Sonnabend 7. Juli 2018, 22:23

Was wisst Ihr darüber? Was sind eure Erfahrungen damit?
Hab mir das heute zum ersten Mal angesehen, Lobpreis, Messe, danach eucharistischer Anbetung.
Sie haben den Text des Tantum ergo per Beamer auf eine Leinwand projiziert, sakramentaler Segen auf Lateinisch. War irgendwie ... unerwartet.
Insgesamt glaube ich ist das nicht ganz so meins, aber viele Leute scheinen begeistert zu sein.
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Sascha B.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 7. Juli 2018, 22:43

Der Charismatismus ist eine Bewegung, welche auf die Pfingstbewegung zurückgeht. Diese nahm ihren Anfang 1901, als auf 12 Studenten der von C.F. Parham gegründeten Bibelschule Topeka "der Geist ausgegossen wurde", worauf alle "in Zungen redeten". Nachdem fünf Jahre später an Ostern auf die "Kirche des Nazareners‘"in Los Angeles "Feuer vom Himmel fiel", und viele der dort Versammelten "in Zungen redeten", "weissagten" und im "Geist ruhten", entwickelte sich das Ganze zu einer weltweiten Bewegung.

Einen Schwerpunkt des Charismatismus bilden Visionen, Erscheinungen, eine angebliche Geisttaufe und vermeintliche Wunder wie „Krankenheilungen“, „Zungenrede“, „Dämonenaustreibung“, und das "Ruhen im Geist“. Diese Phänomene werden von Anhängern des Charismatismus als Beweise für den göttlichen Ursprung dieser Bewegung gewertet.

Das "Ruhen im Geist" ist ein weit verbreitetes Phänomen des Charismatismus. Hierbei werden die "Ruhenden" mittels Berührens der Stirn von einer unsichtbaren Kraft zu Boden geworfen und bleiben in einer Art Trance liegen. Dass Phänomen entspricht haargenau verschiedenen dämonischen Praktiken wie dem Schamanismus und fernöstlichen Religionen. So finden wir das ganze unter einem anderen Namen im Hinduismus: "Shakti pat, der leichte Schlag (oder Berührung), ist ein Ausdruck für den Vorgang, daß ein Guru mit seiner Hand die Stirn eines Anbeters berührt. Dadurch werden übernatürliche Wirkungen erzielt. Shakti (ein Sanskrit-Wort) bedeutet Kraft. Wenn ein Guru diesen Shakti pat anwendet, dann wird er ein Kanal für ursprüngliche Kraft. Die kosmische Kraft, die den Urgrund des Universums bildet, ist in der Göttin Kali der Gefährtin des Hindugottes Shiwa verkörpert. Die übernatürliche Kraft Shaktis kann durch des Guru Berührung den Anbeter zu Boden werfen. Der Anbeter kann auch bei dieser Handauflegung durch den Guru ein helles Licht sehen oder eine innere Erleuchtung und Schau erleben, mitunter auch andere mystische oder psychische Erfahrungen haben." Und so beschrieben mir Charismatiker dieses Ruhen auch. Ich halte eher wenig von dem Zeug.
Das Zungenreden klingt oft eher nach Tierlauten und ganz Absurd wirds wenn die Leute "Trunken vom Geist" anfangen zu lallen. :kugel:

Ich denke mal es dürfte sich dabei um akute Psychosen handeln. Ohnehin psychisch auffällige Leute steigern sich in solche Sachen rein und los gehts.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von PascalBlaise » Sonnabend 7. Juli 2018, 22:54

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 22:43
Der Charismatismus ist eine Bewegung, welche auf die Pfingstbewegung zurückgeht. Diese nahm ihren Anfang 1901, als auf 12 Studenten der von C.F. Parham gegründeten Bibelschule Topeka "der Geist ausgegossen wurde", worauf alle "in Zungen redeten". Nachdem fünf Jahre später an Ostern auf die "Kirche des Nazareners‘"in Los Angeles "Feuer vom Himmel fiel", und viele der dort Versammelten "in Zungen redeten", "weissagten" und im "Geist ruhten", entwickelte sich das Ganze zu einer weltweiten Bewegung.

Einen Schwerpunkt des Charismatismus bilden Visionen, Erscheinungen, eine angebliche Geisttaufe und vermeintliche Wunder wie „Krankenheilungen“, „Zungenrede“, „Dämonenaustreibung“, und das "Ruhen im Geist“. Diese Phänomene werden von Anhängern des Charismatismus als Beweise für den göttlichen Ursprung dieser Bewegung gewertet.

Das "Ruhen im Geist" ist ein weit verbreitetes Phänomen des Charismatismus. Hierbei werden die "Ruhenden" mittels Berührens der Stirn von einer unsichtbaren Kraft zu Boden geworfen und bleiben in einer Art Trance liegen. Dass Phänomen entspricht haargenau verschiedenen dämonischen Praktiken wie dem Schamanismus und fernöstlichen Religionen. So finden wir das ganze unter einem anderen Namen im Hinduismus: "Shakti pat, der leichte Schlag (oder Berührung), ist ein Ausdruck für den Vorgang, daß ein Guru mit seiner Hand die Stirn eines Anbeters berührt. Dadurch werden übernatürliche Wirkungen erzielt. Shakti (ein Sanskrit-Wort) bedeutet Kraft. Wenn ein Guru diesen Shakti pat anwendet, dann wird er ein Kanal für ursprüngliche Kraft. Die kosmische Kraft, die den Urgrund des Universums bildet, ist in der Göttin Kali der Gefährtin des Hindugottes Shiwa verkörpert. Die übernatürliche Kraft Shaktis kann durch des Guru Berührung den Anbeter zu Boden werfen. Der Anbeter kann auch bei dieser Handauflegung durch den Guru ein helles Licht sehen oder eine innere Erleuchtung und Schau erleben, mitunter auch andere mystische oder psychische Erfahrungen haben." Und so beschrieben mir Charismatiker dieses Ruhen auch. Ich halte eher wenig von dem Zeug.
Das Zungenreden klingt oft eher nach Tierlauten und ganz Absurd wirds wenn die Leute "Trunken vom Geist" anfangen zu lallen. :kugel:

Ich denke mal es dürfte sich dabei um akute Psychosen handeln. Ohnehin psychisch auffällige Leute steigern sich in solche Sachen rein und los gehts.
Hahahaha :kugel:
Hab heute nichts dergleichen gesehen. War im Prinzip nichts anderes als eine reguläre Messe wie in jeder beliebigen katholischen Gemeinde, nur eben mit Live-Band statt Orgel und anderen Liedern.
Die Texte waren für mich auch in Ordnung, vielleicht manchmal etwas sehr einfach.
Viele Leute haben aber während der Lieder die flache Hand nach oben gestreckt, als wollten Sie etwas Unsichtbares anschieben.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 7. Juli 2018, 22:59

Gibt sicherlich nicht DIE CE und bei einigen wird es sich sicherlich auf bestimmtes Liedgut und viel Anbetung beschränken. Aber das andere Zeug ist leider weit verbreitet. Was mich persönlich mehr Abgeschreckt hat bei diesen Leuten, war der blinde Glaube in alle Privatoffenbarungen. Egal wie Absurd das Zeug auch war, es wurde geglaubt. Alan Ames, Gloria Polo, Vasula Ryden, Medjugorje, Amsterdam, uvm.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von PascalBlaise » Sonnabend 7. Juli 2018, 23:03

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 22:59
Gibt sicherlich nicht DIE CE und bei einigen wird es sich sicherlich auf bestimmtes Liedgut und viel Anbetung beschränken. Aber das andere Zeug ist leider weit verbreitet. Was mich persönlich mehr Abgeschreckt hat bei diesen Leuten, war der blinde Glaube in alle Privatoffenbarungen. Egal wie Absurd das Zeug auch war, es wurde geglaubt. Alan Ames, Gloria Polo, Vasula Ryden, Medjugorje, Amsterdam, uvm.
Ok. Keine Ahnung, ich habe mich nicht mit den Leuten unterhalten und von dem was du aufzählst, sagt mir ohnehin nur Medjugorje und Amsterdam was. Positiv war, dass es parallel zum "Lobpreis" (=Singen von Liedern und dazu scheinbar freie Gedankenassoziationen, naja) eine Beichtgelegenheit gab und mehrfach darauf hingewiesen wurde.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 7. Juli 2018, 23:07

PascalBlaise hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 23:03
Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 22:59
Gibt sicherlich nicht DIE CE und bei einigen wird es sich sicherlich auf bestimmtes Liedgut und viel Anbetung beschränken. Aber das andere Zeug ist leider weit verbreitet. Was mich persönlich mehr Abgeschreckt hat bei diesen Leuten, war der blinde Glaube in alle Privatoffenbarungen. Egal wie Absurd das Zeug auch war, es wurde geglaubt. Alan Ames, Gloria Polo, Vasula Ryden, Medjugorje, Amsterdam, uvm.
Ok. Keine Ahnung, ich habe mich nicht mit den Leuten unterhalten und von dem was du aufzählst, sagt mir ohnehin nur Medjugorje und Amsterdam was. Positiv war, dass es parallel zum "Lobpreis" (=Singen von Liedern und dazu teilweise freier Gedankenstrom, naja) eine Beichtgelegenheit gab und mehrfach darauf hingewiesen wurde.
Diese Szene ist tatsächlich serh Fromm. Gebeichtet wird dort viel.
Beichten, Anbetung, teilweise täglicher Kommunionempfang, viele Gebetsgruppen/-kreise.

Ich denke mal, wir haben hier im KG sicher den einen oder anderen Charismatiker, der etwas mehr dazu sagen kann.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von holzi » Sonntag 8. Juli 2018, 22:18

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 23:07
Ich denke mal, wir haben hier im KG sicher den einen oder anderen Charismatiker, der etwas mehr dazu sagen kann.
Zumindest war ich vor einigen Jahren mal in der Szene präsent. Ich muss aber dazu sagen, daß die hier im oberpfälzisch-niederbayrischen Raum aktiven Charismatiker eher nicht zu den Extremen neigen. Dazu sind die viel zu bodenständig. In der Praxis beschränkt sich das tatsächlich auf die spezielle NGL-Musik (die ich teilweise unsingbar für normale Stimmen halte) und viel Lobpreis und freies Gebet. Die Wundergläubigen und Seherfans gibt's natürlich schon, aber die findet man nahezu in jedem Milieu. Mich hat die charismatische Szene seinerzeit sehr durch eine familiär schwere Zeit getragen. Auch wenn ich da jetzt "rausgewachsen" bin und nun eher zu den (gemäßigten) Tradis neige, so verbinden mich immer noch gute Freundschaften und schöne Erinnerungen an damals. Den Sascha hab ich ja vor einigen Jahren auch in Otzing beim Vortrag von Pater Clemens Pilar zur Esoterik getroffen, war noch vor deiner Konversion, oder?
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Sascha B. » Montag 9. Juli 2018, 06:29

holzi hat geschrieben:
Sonntag 8. Juli 2018, 22:18
Den Sascha hab ich ja vor einigen Jahren auch in Otzing beim Vortrag von Pater Clemens Pilar zur Esoterik getroffen, war noch vor deiner Konversion, oder?
Stimmt, dürfte vor gut 10 Jahren gewesen sein. Otzing war damals ja shcon so eine Art charismatisches Zentrum. Wird aber nicht mehr betrieben. Pfr. Hess ist mittlerweile Militärseelsorger im hohen Norden.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Petrus » Dienstag 10. Juli 2018, 18:20

PascalBlaise hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 22:23
Insgesamt glaube ich ist das nicht ganz so meins, aber viele Leute scheinen begeistert zu sein.
Da stimme ich Dir vollinhaltlich zu.

besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 11. Juli 2018, 08:52

ja das ist halt was fürs gefühl und in den freikirchen gibt es ein sehr enges Soziales Netz in den Gemeinden das kommt in unserer Zeit wo viele vereinsamen gut an

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von PascalBlaise » Mittwoch 11. Juli 2018, 09:21

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 11. Juli 2018, 08:52
ja das ist halt was fürs gefühl und in den freikirchen gibt es ein sehr enges Soziales Netz in den Gemeinden das kommt in unserer Zeit wo viele vereinsamen gut an
Ja,das stimmt wohl. Hab mich die letzten Tage weiter damit auseinandergesetzt und Eindrücke gesammelt.
Einiges davon ist garantiert nichts für mich, war teilweise schon .... erstaunlich :glubsch:
Auf der anderen Seite ist die Begeisterung der Leute echt, Sie brennen wirklich für den Glauben, das kann man Ihnen nicht absprechen. Das hat mich schon beeindruckt.
In der Tat scheinen auch Privatoffenbarungen eine große Rolle zu spielen, vor allem auch die Erscheinungen in Portugal und Herzegowina.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 11. Juli 2018, 09:28

ich hab mich mehr mit Freikirchen befasst die sich zur Pfingstgemeinschaft zählen

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Arkadi
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Arkadi » Donnerstag 12. Juli 2018, 00:24

Generell sehe ich Freikirchen und sektenähnliche Vereine sehr kritisch, da die Gefahr besteht, dass die Bibel falsch ausgelegt wird und sich das Ganze weit vom ursprünglichen Glauben und der Bibel entfernt. Problematisch ist auch, dass die "Prieser" oft kein theologisches Fachwissen haben und sich das aus der Bibel nehmen, das ihnen am besten gefällt.

Privatoffenbarungen außerhalb der Katholischen Kirche, besonders von Nicht-Katholiken, aber auch von Katholiken sind für mich auch zu hinterfragen, insbesondere weil viele Kirchen auch dem Wort Gottes in vielerlei Hinsicht widersprechen. Mit den charismatischen Bewegungen habe ich mich bisher nicht auseinandergesetzt, einfach aus dem Grund, da ich voll und ganz auf die Katholische Kirche vertraue und dort zufrieden bin.

Ich hatte nie Bezug zu evangelischen Kirchen, außer in der Grundschule, wo ich jede Woche beim evangelischen Gottesdienst war, aber der Geist Gottes war für mich dort nie spürbar, was nicht heißt, dass andere ihn dort nicht spüren. Aber für mich persönlich war dort immer eine Leere und Kälte. Ich habe mich nicht unwohl gefühlt, aber evangelische Kirchen sind für mich wie normale Räume, in denen etwas Religionsunterricht stattfindet.

In der orthodoxen Kirche fühlte ich mich zwar sehr wohl, es war warm, bunt und der Geist Gottes war für mich deutlich spürbar, aber vieles widersprach einfach dem Wort Gottes; die Rituale waren sehr theatralisch durch ständige Wiederholungen. Ich muss nicht 100 mal sagen, dass Jesus Christus lebt und auferstanden ist, ich glaube auch so daran, auch sehe ich Kopftücher bei Frauen und Bärte bei Männer kritisch, einfach weil man sich noch sehr an das AT richtet. Auch habe ich nicht verstanden, wieso ich plötzlich die Heiligste Ikone tragen musste, der Priester kam zu mir und gab sie mir und ich dachte nur: Ok, hoffentlich lasse ich sie jetzt nicht fallen, sonst steinigen die mich hier noch auf ultraorthodoxe Weise.

Um wieder zum Thema zu kommen: Ich bin auch eines Tages an Pfingsten zum tiefen Glauben gekommen; ich konnte zwar nicht plötzlich in Zungenreden oder in fremden Sprachen sprechen, aber ich habe Gottes Nähe gespürt wie noch nie zu vor, diese Ruhe, dieser Frieden, diese Liebe. Ich glaube ich war noch nie so glücklich in meinem Leben.

Ich denke die Gefahr bei den "Pfingstkirchen" ist, dass man sich zu sehr in Wunderheilungen reinsteigert, also daraus eine große Show macht und alles andere, das in der Bibel steht, vergisst. Für mich persönlich sind Wunderheilungen eher ganz persönliche Momente, wo ich mit Gott und einem Menschen durch ein Wunder eine tiefere Verbindung eingehe. Dabei gehts nicht darum anderen Menschen Wunder zu zeigen, damit sie glauben, sondern es ist eine persönliche Glaubensstärkung.

Außerdem sind Wunder nicht planbar, sie geschehen einfach, man spürt es einfach durch den Heiligen Geist. Sowie bei Jesus Christus aus dem eine Kraft ausgeströmt ist, als die Frau, die jahrelang an Blutungen litt, sein Gewand berührte und geheilt wurde.

Wunder sind eher spontane Entscheidungen, die gemeinsam mit dem Heiligen Geist getroffen werden. Der Geist nimmt eine ermutigende Rolle ein, er sagt: "Du kannst es, heile sie/ihn im Namen Jesus Christus. Alles ist möglich. Du kannst sogar Berge versetzen ". Es ist schwierig zu beschreiben, aber man hat plötzlich so viel Mut und glaubt so tief und fest daran, schämt sich für nichts und dann passiert es. Manchmal realisiert man es auch nicht.

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von PascalBlaise » Donnerstag 12. Juli 2018, 07:55

Ich habe natürlich schon die charismatische Erneuerung innerhalb der katholischen Kirche gemeint. Zu ev. Freikirchen kann ich nichts sagen, hatte nie Kontakt. Es gibt aber bestimmt viele Gemeinsamkeiten. Ich glaube aber z.B. nicht, dass die Freikirchen eucharistische Anbetung haben ;-)
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von FranzSales » Donnerstag 12. Juli 2018, 08:48

Es gibt aber bestimmt viele Gemeinsamkeiten.
Ein freikirchlich-charismatischer Gottesdienst ist schon etwas anders. Nämlich ohne Liturgie, Eucharistie, Beichte und sakramentalem Segen ... :) In der Regel wird man begrüßt, dann gibt es 30 min. Lobpreis, dann wieder eine Zwischenmoderation, wenn man Glück hat eine Bibelstelle und dann 45 min. Predigt. Danach wird wieder gesungen und der Gottesdienst ist irgendwann vorbei. Man muss schon ziemlich auf das charismatische Liedgut stehen, um das auszuhalten.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von FranzSales » Donnerstag 12. Juli 2018, 08:52

Generell sehe ich Freikirchen und sektenähnliche Vereine sehr kritisch, da die Gefahr besteht, dass die Bibel falsch ausgelegt wird und sich das Ganze weit vom ursprünglichen Glauben und der Bibel entfernt. Problematisch ist auch, dass die "Prieser" oft kein theologisches Fachwissen haben und sich das aus der Bibel nehmen, das ihnen am besten gefällt.
Manches ist möglicherweise weiter vom ursprünglichen Glauben entfernt, manches ist näher dran als bei uns. Freikirchen haben auch keine Priester, sondern nur Pastoren. Die haben aber -zumindest bei den großen Freikirchen- alle eine theologische Ausbildung. Es kann keine Rede davon sein, dass dort kein theologisches Fachwissen besteht. Bei den Freikirchen, die keine Pastoren haben und wo nur "Brüder" predigen, mag das der Fall sein. Ansonsten nicht. In Ermangelung einer festen Leseordnung in den Freikirchen, ist im letzten Satz allerdings schon ein Körnchen Wahrheit dran.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von FranzSales » Donnerstag 12. Juli 2018, 08:53

Auf der anderen Seite ist die Begeisterung der Leute echt, Sie brennen wirklich für den Glauben, das kann man Ihnen nicht absprechen.
In der Tat. Wann hast Du das das letzte Mal in Deiner Pfarrgemeinde so erlebt?
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Petrus » Donnerstag 12. Juli 2018, 09:22

Das Thema interessiert mich. Ich bin (Kindheit/Jugend) sozialisiert in jenem Teil des Pietismus, der die "Pfingstbewegung" https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstbewegung strikt ablehnte:

„Die sogen. Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogen. „Geistbegabten“ nachträglich als besessen erwiesen.“ (Berliner Erklärung, 1909).

Harte Worte.

Ich habe mir mal den (ausführlichen, und meiner Meinung nach, fundierten) Wikipedia-Artikel zum thread-Thema reingezogen: https://de.wikipedia.org/wiki/Charismatische_Bewegung

Bisher dachte ich, die (katholische) charismatische Erneuerung sei halt ein später katholischer Ableger der Pfingstbewegung. Falsch geraten. Sowohl im protestantischen als auch im katholischen Milieu ist das parallel(!) entstanden - jeweils um 1900. Finde ich interessant - neue Bewegungen sind oft Reaktionen auf aktuelle Situationen.

Und Hinweise auf aktuelle Defizite.

Welchen Stellenwert hat in unserer Kirche der Heilige Geist, außer, dass wir Ihn erwähnen?
Welchen Stellenwert hat in unserer Kirche "Gemeinschaft", außer beim Pfarrfest?
Welchen Stellenwert hat in unserer Kirche "Lobpreis", außer beim Ab-Singen alter Lieder?
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 12. Juli 2018, 09:42

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 09:22
Und Hinweise auf aktuelle Defizite.

Welchen Stellenwert hat in unserer Kirche der Heilige Geist, außer, dass wir Ihn erwähnen?
Welchen Stellenwert hat in unserer Kirche "Gemeinschaft", außer beim Pfarrfest?
Welchen Stellenwert hat in unserer Kirche "Lobpreis", außer beim Ab-Singen alter Lieder?
ad 1.
Die la­tei­ni­sche Kir­che hat in Be­zug auf den Hl. Geist mög­li­cher­wei­se Dei­fi­zi­te. In den ori­ten­ta­li­schen Kir­chen sieht es an­ders aus. In­dess mei­ne ich auch nicht, daß man man es än­d­ern soll­te. Das wirkt zu sehr auf­ge­setzt und am En­de kommt so­was wie die Cha­ris­ma­ti­sche Er­neue­rung da­bei rum.

ad 2.
Spät­es­tens sei dem II. Va­ti­ka­num ist „Ge­mein­schaft“ ganz wich­tig. Hin­ter sie tritt al­les zu­rück. „Laß es uns ge­mein­sam tun…“. Über­all ist Ge­mein­schaft, be­son­ders in der Li­tur­gie. We­he, da singt wer nicht mit: „Wenn Du nicht mit­singst, fühlen wir an­de­ren uns al­le aus­ge­grenzt!“, keift es dann von al­len Sei­ten. Bei der Eu­cha­ris­tie ist Ge­mein­schaft bis hin zum Kom­mu­nion­emp­fang für Je­der­mann.

ad 3.
„Lob­preis“ ist ein Be­griff, der mir arg evan­ge­lisch oder noch mehr frei­kirch­lich klingt. Noch sch­lim­mer ist es nur noch, wenn von „Wor­ship-Songs“ (Ich lo­be mei­nen Gott der aus der Tie­fe mich ruft…) ge­spro­chen wird. „Wor­ship-Songs“ sind der­zeit to­tal in. — „Ad­oro te de­vo­te…“ das ist ka­tho­lisch­es Le­ben der Lai­en.


Soll­te ich mit der spit­zen Fe­der je­man­dem zu sehr ge­piekst ha­ben, tut es mir leid muß er da­mit wohl le­ben.
:P
Gruß
Jürgen

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 12. Juli 2018, 09:55

Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 00:24
Generell sehe ich Freikirchen und sektenähnliche Vereine sehr kritisch, da die Gefahr besteht, dass die Bibel falsch ausgelegt wird und sich das Ganze weit vom ursprünglichen Glauben und der Bibel entfernt. Problematisch ist auch, dass die "Prieser" oft kein theologisches Fachwissen haben und sich das aus der Bibel nehmen, das ihnen am besten gefällt.

Privatoffenbarungen außerhalb der Katholischen Kirche, besonders von Nicht-Katholiken, aber auch von Katholiken sind für mich auch zu hinterfragen, insbesondere weil viele Kirchen auch dem Wort Gottes in vielerlei Hinsicht widersprechen. Mit den charismatischen Bewegungen habe ich mich bisher nicht auseinandergesetzt, einfach aus dem Grund, da ich voll und ganz auf die Katholische Kirche vertraue und dort zufrieden bin.

Ich hatte nie Bezug zu evangelischen Kirchen, außer in der Grundschule, wo ich jede Woche beim evangelischen Gottesdienst war, aber der Geist Gottes war für mich dort nie spürbar, was nicht heißt, dass andere ihn dort nicht spüren. Aber für mich persönlich war dort immer eine Leere und Kälte. Ich habe mich nicht unwohl gefühlt, aber evangelische Kirchen sind für mich wie normale Räume, in denen etwas Religionsunterricht stattfindet.

In der orthodoxen Kirche fühlte ich mich zwar sehr wohl, es war warm, bunt und der Geist Gottes war für mich deutlich spürbar, aber vieles widersprach einfach dem Wort Gottes; die Rituale waren sehr theatralisch durch ständige Wiederholungen. Ich muss nicht 100 mal sagen, dass Jesus Christus lebt und auferstanden ist, ich glaube auch so daran, auch sehe ich Kopftücher bei Frauen und Bärte bei Männer kritisch, einfach weil man sich noch sehr an das AT richtet. Auch habe ich nicht verstanden, wieso ich plötzlich die Heiligste Ikone tragen musste, der Priester kam zu mir und gab sie mir und ich dachte nur: Ok, hoffentlich lasse ich sie jetzt nicht fallen, sonst steinigen die mich hier noch auf ultraorthodoxe Weise.

Um wieder zum Thema zu kommen: Ich bin auch eines Tages an Pfingsten zum tiefen Glauben gekommen; ich konnte zwar nicht plötzlich in Zungenreden oder in fremden Sprachen sprechen, aber ich habe Gottes Nähe gespürt wie noch nie zu vor, diese Ruhe, dieser Frieden, diese Liebe. Ich glaube ich war noch nie so glücklich in meinem Leben.

Ich denke die Gefahr bei den "Pfingstkirchen" ist, dass man sich zu sehr in Wunderheilungen reinsteigert, also daraus eine große Show macht und alles andere, das in der Bibel steht, vergisst. Für mich persönlich sind Wunderheilungen eher ganz persönliche Momente, wo ich mit Gott und einem Menschen durch ein Wunder eine tiefere Verbindung eingehe. Dabei gehts nicht darum anderen Menschen Wunder zu zeigen, damit sie glauben, sondern es ist eine persönliche Glaubensstärkung.

Außerdem sind Wunder nicht planbar, sie geschehen einfach, man spürt es einfach durch den Heiligen Geist. Sowie bei Jesus Christus aus dem eine Kraft ausgeströmt ist, als die Frau, die jahrelang an Blutungen litt, sein Gewand berührte und geheilt wurde.

Wunder sind eher spontane Entscheidungen, die gemeinsam mit dem Heiligen Geist getroffen werden. Der Geist nimmt eine ermutigende Rolle ein, er sagt: "Du kannst es, heile sie/ihn im Namen Jesus Christus. Alles ist möglich. Du kannst sogar Berge versetzen ". Es ist schwierig zu beschreiben, aber man hat plötzlich so viel Mut und glaubt so tief und fest daran, schämt sich für nichts und dann passiert es. Manchmal realisiert man es auch nicht.
Was ist der Unterschied zwischen einer Privatoffenbarung innerhalb und außerhalb der kath. Kirche?

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Arkadi » Donnerstag 12. Juli 2018, 10:35

FranzSales hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 08:53
Auf der anderen Seite ist die Begeisterung der Leute echt, Sie brennen wirklich für den Glauben, das kann man Ihnen nicht absprechen.
In der Tat. Wann hast Du das das letzte Mal in Deiner Pfarrgemeinde so erlebt?
Die Zeugen Jehovas brennen scheinbar auch für ihren Glauben, wobei das doch weit entfernt ist von der Bibel, indem man alle ablehnt, die nicht im Verein eintreten wollen. Wenn ich mich mit Zeugen Jehovas unterhalte, sind sie euphorisch, wirken recht freundlich und lächeln viel, aber wenn man dann sagt, dass man kein Interesse hat, wird man direkt verurteilt. Generell wird da viel zu viel über andere geurteilt und die Offenbarung des Johannes haben sie offensichtlich auch falsch verstanden.

Wie das bei den freikirchlichen Pfingstbewegungen ist, weiß ich nicht, aber mein Gefühl sagt eher, ich soll mich davon fernhalten. Was nicht heißt, dass dort Wunderheilungen durch den Heiligen Geist nicht möglich sind; das heißt für mich eher, dass es nicht mein Weg ist.

Katholische charismatische Bewegungen kenne ich auch nicht; ich lebe in Hamburg, hier ist es wie in Sodom und Gomorra. Hier gibts generell nicht viele gläubige Menschen, weder Protestanten noch Katholiken. Man wird hier angestarrt, als würde man an den Weihnachtsmann glauben, wenn man sich zu Jesus Christus bekennt.

Umso schwieriger ist es Christen zu finden, die an Wunder und Gaben des Heiligen Geistes glauben. Häufig findet man sie tatsächlich eher in afrikanisch-evangelischen Gemeinden, besonders die Menschen aus Ghana sind sehr fromm, auf eine freundliche, lebensfrohe Art und Weise.

Trotzdem bleibe ich bei der Katholischen Kirche, ich mag es auch manchmal, wenn ich Phasen der gottgewollten Traurigkeit erlebe, um mich spirituell weiterzuentwickeln. Christsein bedeutet auch sein Kreuz täglich auf sich zu nehmen und da ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Man muss Probleme erleben und lernen sie mithilfe von Gott zu lösen.

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Arkadi » Donnerstag 12. Juli 2018, 10:48

CIC Fan hat geschrieben: Was ist der Unterschied zwischen einer Privatoffenbarung innerhalb und außerhalb der kath. Kirche
Ich habe geschrieben, dass alle zu hinterfragen sind, aber für mich persönlich Privatoffenbarungen von Katholiken glaubwürdiger sind. Das ist meine empirische Meinung.

Das heißt nicht, dass Orthodoxe, Protestanten oder Andersgläubige keine Privatoffenbarung von Gott erhalten können. Ich kenne Gottes Wege nicht und die Pläne für jeden Einzelnen, aber wo Menschen der Heiligen Schrift widersprechen, da kann es meines Erachtens keine Privatoffenbarungen geben.

CIC_Fan
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:03

Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:48
CIC Fan hat geschrieben: Was ist der Unterschied zwischen einer Privatoffenbarung innerhalb und außerhalb der kath. Kirche
Ich habe geschrieben, dass alle zu hinterfragen sind, aber für mich persönlich Privatoffenbarungen von Katholiken glaubwürdiger sind. Das ist meine empirische Meinung.

Das heißt nicht, dass Orthodoxe, Protestanten oder Andersgläubige keine Privatoffenbarung von Gott erhalten können. Ich kenne Gottes Wege nicht und die Pläne für jeden Einzelnen, aber wo Menschen der Heiligen Schrift widersprechen, da kann es meines Erachtens keine Privatoffenbarungen geben.
empirische Meinung?
wieviel kath Privatoffenbarung hast Du untersucht und wieviele nicht Katholische ?

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Petrus
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Petrus » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:23

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:03
Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:48
CIC Fan hat geschrieben: Was ist der Unterschied zwischen einer Privatoffenbarung innerhalb und außerhalb der kath. Kirche
Ich habe geschrieben, dass alle zu hinterfragen sind, aber für mich persönlich Privatoffenbarungen von Katholiken glaubwürdiger sind. Das ist meine empirische Meinung.

Das heißt nicht, dass Orthodoxe, Protestanten oder Andersgläubige keine Privatoffenbarung von Gott erhalten können. Ich kenne Gottes Wege nicht und die Pläne für jeden Einzelnen, aber wo Menschen der Heiligen Schrift widersprechen, da kann es meines Erachtens keine Privatoffenbarungen geben.
empirische Meinung?
wieviel kath Privatoffenbarung hast Du untersucht und wieviele nicht Katholische ?
nun, zu diesem Thema empfehle ich immer noch das

https://weltquartett.de/site/marienerscheinungen.html

(ich besitze das nicht mehr, ich hab's meinem besten Freund anläßlich seiner Feier zu seinem siebzigsten ((in großer Runde)) geschenkt.)

Wenn Du auf der Bühne stehst, mit Lampenfieber, was wichtig ist und ganz normal, wartest Du ja auf einen Sog. "Lacher". ich hatte viel Applaus gekriegt.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Petrus » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:51

Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:35
ich lebe in Hamburg, hier ist es wie in Sodom und Gomorra.
moin,

da magst Du recht haben.

St. Pauli ist auch nicht mehr das, was es mal war.

eine unverbindliche Empfehlung hätte ich aber da noch für Dich:

Bobby Reich, Außenalster, Matjes mit Bratkartoffeln.

lekker.
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Torsten » Donnerstag 12. Juli 2018, 11:59

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:23
Wenn Du auf der Bühne stehst, mit Lampenfieber, was wichtig ist und ganz normal, wartest Du ja auf einen Sog. "Lacher". ich hatte viel Applaus gekriegt.
Darum geht es ja, wenn man auf der Bühne steht. Beim nächsten Jubiläum kannst du ja den Trick mit der zersägten Jungfrau vorführen? Sonst sieht man ja nur immer die gleichen Gesichter auf der Bühne, die nicht wirklich was riskieren.

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 12. Juli 2018, 13:25

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:51
Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:35
ich lebe in Hamburg, hier ist es wie in Sodom und Gomorra.
moin,
da magst Du recht haben.
St. Pauli ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Bei Sodom und Gomorra ist vielleicht eher St. Georg gemeint… :pfeif:
Gruß
Jürgen

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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Petrus » Donnerstag 12. Juli 2018, 15:13

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 13:25
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:51
Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:35
ich lebe in Hamburg, hier ist es wie in Sodom und Gomorra.
moin,
da magst Du recht haben.
St. Pauli ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Bei Sodom und Gomorra ist vielleicht eher St. Georg gemeint… :pfeif:
echt? Ist diese Andacht der Charismatischen Erneuerung (um auf das Thema des threads zurückzukommen) in HH-St. Georg wirklich so schlimm?

https://www.erneuerung.de/index.php/com ... g?Itemid=0
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Petrus » Donnerstag 12. Juli 2018, 16:40

Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:35

Trotzdem bleibe ich bei der Katholischen Kirche, ich mag es auch manchmal, wenn ich Phasen der gottgewollten Traurigkeit erlebe, um mich spirituell weiterzuentwickeln. Christsein bedeutet auch sein Kreuz täglich auf sich zu nehmen und da ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.
jou.

Arkadi, zu Deinem Beitrag fällt mir Vieles ein, aber ich möchte weder Dich noch das Forum zutexten. ich zitiere (mit freundlicher Erlaubnis der copyright-Inhaberin) meine Frau, die oft wichtige Sachen auf den Punkt bringt).

"Peter - Du bist dann damals doch kein Priester geworden - aber predigen tust Du immer noch gern"

:unbeteiligttu:


so. Christsein kann fröhlich sein.

An der Taufstelle, Jordan (die wohl echte, am Unterlauf) habe ich erlebt

ein Wunder. Israel und Jordanien haben dort die Minen geräumt, beide Staaten einen Korridor geschaffen, im Fluß ist die Grenze. Und da wird getauft. Nicht touristisch, ein Taufkleid kannst Du dort kaufen, für sieben Schekel, keine Abzocke, es gibt auch Duschen dort, ohne Gebühr.

Wir waren dort. und Taufen erlebt. Soviel Freude, dass man jetzt Christ ist, habe ich da gespürt.

näher kann ich das nicht beschreiben.

conclusio: Christsein macht Spass.
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Arkadi
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Arkadi » Donnerstag 12. Juli 2018, 17:18

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 15:13
Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 13:25
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 11:51
Arkadi hat geschrieben:
Donnerstag 12. Juli 2018, 10:35
ich lebe in Hamburg, hier ist es wie in Sodom und Gomorra.
moin,
da magst Du recht haben.
St. Pauli ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Bei Sodom und Gomorra ist vielleicht eher St. Georg gemeint… :pfeif:
echt? Ist diese Andacht der Charismatischen Erneuerung (um auf das Thema des threads zurückzukommen) in HH-St. Georg wirklich so schlimm?

https://www.erneuerung.de/index.php/com ... g?Itemid=0
Ich sprach von charismatischen Bewegungen außerhalb der Katholischen Kirche; und innerhalb der Katholischen Kirche kenne ich diese Bewegung bisher auch noch nicht, obwohl ich den Mariendom in St. Georg relativ oft besuche, aber im Gottesdienst wurde nie davon gesprochen, selbst an Pfingsten. Daher kann ich dazu nicht viel erzählen. Dass ich an die Gaben des Heiligen Geistes glaube, ist hier kein Geheimnis. Aber danke für den Tipp, ich werde mich da mal erkundigen.

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Torsten
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Torsten » Donnerstag 12. Juli 2018, 18:40

Ein Strom der Gnade

Anregung daraus:
wikipedia hat geschrieben:David Wilkerson

[...]
In Das Kreuz und die Messerhelden erzählt Wilkerson von seiner Arbeit als Evangelist unter den Straßengangstern und Drogenabhängigen von New York. Das Buch schildert das Elend der Jugendlichen im Bandenmilieu und wurde ein Bestseller der christlichen Gegenwartsliteratur.
[...]
Zu seinen Vorhersagen gehörte „eine neue Sexdroge“, verbunden mit einer radikalen Veränderung in der gesamten Drogenszene:

Abgesehen von dieser Sexdroge … wird sich die junge Generation nicht mehr so sehr mit Rauschgift abgeben.
Über die Gabe des Heiligen Geistes für den Umgang mit den "Messerhelden" habe ich hier schon an anderer Stelle einiges gesagt. Schön, dass das schon vor über 40 Jahren "vorhergedeutet" wurde. Was die "Sexdroge" betrifft, da weiß ich nicht, ob ich euch damit schon konfrontieren kann. Es handelt sich nicht um eine Droge, sondern um "eine aus dem Aufbruch hervorgegangene neue Form von Kommunion", die so selbstverständlich und natürlich wie das Stillen ist. Vor allem aber auch die Ernährerrolle in der Schöpfungsordnung spiegelt, und die Teilhabe wie im Abendmahl.

(Bevor dieses Posting evtl. gelöscht wird, dann bitte ins Gärtlein verschieben.)

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Torsten
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Re: Charismatische Erneuerung?

Beitrag von Torsten » Donnerstag 12. Juli 2018, 19:02

wikipedia hat geschrieben:Charisma
Charisma ([ˈçarɪsma, çaˈrɪsma, ˈkarɪsma oder kaˈrɪsma], von griechisch χάρισμα chárisma ‚Gnadengabe‘, ‚aus Wohlwollen gespendete Gabe‘) bezeichnet in der christlichen Tradition (Philo, Septuaginta, Neues Testament) etwas von Gott dem Menschen Geschenktes, wobei durch das Wort das Wohlwollen als Motivation der Gabe betont wird. Der Ausdruck wird dann vor allem bei Paulus für geistliche Fähigkeiten verwendet.
Charisma als geistliche Fähigkeit? Zungenreden, Wunderheilungen? Charisma als ein körperlich/seelischer Genuss, ein zungenbasiertes neues Reden zwischen Mann und Frau, um diese Beziehung zu heilen, und beide in einer neuen Liebe zu befreien.

(Wenn ich mir noch ein bisschen mehr Mühe gebe, dann verusche ich mich noch selber als charismatischer Prediger ..)

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