Exorzismus

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Uwe Schmidt
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Exorzismus

Beitrag von Uwe Schmidt » Mittwoch 15. Dezember 2004, 01:22

Den guten Pater GABRIELE AMORTH (altes Ulmer Geschlecht "Am Ort(h)" - der Pater stammt aber aus Modena, hat Jura studiert und war von Anfang an in der italienischen CDU ("DC") aktiv) habe ich früher immer bei Radio Maria Italien gehört, wo er nach einem 3/4-stündigen Vortrag Hörerfragen beantwortet; meistens sagt er dann: "Das ist nichts.....sie müssen mehr beten, frömmer sein, beichten.......dann hört das von selber auf....". Er ist übrigens der Meinung, dass die echte Besessenheit sehr selten ist, dass aber die sogenannte Umsessenheit (durch böse Geister) häufig sei.
Ich finde ihn menschlich sehr beeindruckend, sehr besonnen und glaubhaft (merkt man aber nur, wenn man ihn reden hört), jüngstens ist er wieder in Erscheinung getreten, als er das sizilianische Dorf CANNETO für verflucht hielt (bis heute ist nicht geklärt, wieso dort elektrische Schäden in den Häusern usw. entstehen können, auch wenn der Strom im Dorf abgeschalten ist).

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Mariamante
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Exorzismus

Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 07:49

Die Bücher von Gabriele Amorth sind aufschlußreich. P. Amorth unterscheidet sehr klar zwischen psychischen Phänomenen und Umsessenheit / Besessenheit. In einer Zeit wo der Aberglaube (Okkultismus, Esoterik) sehr verbreitet ist und der Satanismus um sich greift sind solche Männer wie Gabriele Amorth sehr wichtig.

In Deutschland hat der Fall Anneliese Michel 1976 für Schlagzeilen gesorgt. Der Fall Magda von Pater Rodewyk ist ebenfalls beeindruckend. Ich erinnere mich dort gelesen zu haben, wie die Dämonen die verborgenen Sünden der Umstehenden heraus brüllten. Als jene beichteten, konnten die Dämonen am nächsten Tag nichts mehr sagen- sie waren ausgelöscht.... auch ein Beweis für die Wirkkraft der hl. Beichte.
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Anastasis

Re: Exorzismus

Beitrag von Anastasis » Mittwoch 15. Dezember 2004, 10:13

Schmidt Peter hat geschrieben:Ich erinnere mich dort gelesen zu haben, wie die Dämonen die verborgenen Sünden der Umstehenden heraus brüllten. Als jene beichteten, konnten die Dämonen am nächsten Tag nichts mehr sagen- sie waren ausgelöscht.... auch ein Beweis für die Wirkkraft der hl. Beichte.
Dämonen scheinen ja ziemlich dumm zu sein, wenn sie freiwillig den Schlüssel zu ihrer Auslöschung liefern.

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Mittwoch 15. Dezember 2004, 10:41

Ich kenne mich mit dem thema sehr gut aus und kann nur sagen es gibt exorzisten auch in deutschland und österreich wenn das den bischöfen auch peinlich ist jeder sollte frph sein wenn er mit dem thema nix zu tun hat

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Mariamante
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Re: Exorzismus

Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 11:52

Anastasis hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben:Ich erinnere mich dort gelesen zu haben, wie die Dämonen die verborgenen Sünden der Umstehenden heraus brüllten. Als jene beichteten, konnten die Dämonen am nächsten Tag nichts mehr sagen- sie waren ausgelöscht.... auch ein Beweis für die Wirkkraft der hl. Beichte.
Dämonen scheinen ja ziemlich dumm zu sein, wenn sie freiwillig den Schlüssel zu ihrer Auslöschung liefern.
Wenn man Hochmut, Stolz, Arroganz mit Dummheit übersetzt -vielleicht. Da aber nach den Aussagen Jesu an Don Ottavio Michelini die Engel und Menschen ihre Gaben mit in die Hölle nehmen, kann man das nicht so allgemein sagen. Die Hinterlist und Intelligenz der Engel- Dämonen besiegt ganz sicher jene, die sich nicht vom Heiligen Geist erleuchten lassen. Mit Christus vereint sind wir stärker als der Teufel. Aber wer meint die Dämonen seien "dumm" und er könnte ihre Tricks durchschauen, der handelt gefährlich.
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Marlene
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Beitrag von Marlene » Mittwoch 15. Dezember 2004, 11:53

Teufel ... Dämonen ... sonstige bösen Geister ...

die uns alle plagen ....

und Gott lässt das geschehen? Guckt zu, wie sie uns versuchen und von uns Besitz nehmen?

Oder wie?

Da Gott der Schöpfer von Allem ist, müssen diese Herrschaften doch auch seine Geschöpfe sein, oder?

Und wir sind seine geliebten Kinder, seine Ebenbilder.

Und trotzdem lässt ER es zu, dass die auf uns losgehen?

Cicero
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Beitrag von Cicero » Mittwoch 15. Dezember 2004, 12:24

Marlene hat geschrieben:Teufel ... Dämonen ... sonstige bösen Geister ...

die uns alle plagen ....

und Gott lässt das geschehen? Guckt zu, wie sie uns versuchen und von uns Besitz nehmen?

Oder wie?

Da Gott der Schöpfer von Allem ist, müssen diese Herrschaften doch auch seine Geschöpfe sein, oder?

Und wir sind seine geliebten Kinder, seine Ebenbilder.

Und trotzdem lässt ER es zu, dass die auf uns losgehen?
Die Benediktiner nennen den nur den Alten Feind.
So benimmt er sich auch.

Benedikt hat es vorgemacht, als seine Brüder den Stein nicht heben konnten, auf dem der Alte Feind saß.
Er hat gebetet.

Vor zwei Wochen hat mein Sohn das "große Welttheater" gezeichnet. Wir haben das mal so genannt. Das ganze Bild zu beschreiben würde jetzt zu weit führen. Versuchung und Belagerung durch den Alten Feind (er nennt ihn selber nur so und käme nie auf die Idee ihn bem Namen zu nennen, was mich tief beeindruckt) hat er so dargestellt, daß der Alte Feind versucht einem Kind vergiftetes Brot zu geben. Ein Engel warnt das Kind jedoch.
Das Bild läßt mich nicht los.

Anastasis

Beitrag von Anastasis » Mittwoch 15. Dezember 2004, 12:43

ottaviani hat geschrieben:jeder sollte frph sein wenn er mit dem thema nix zu tun hat
Amen.
*frohsei*

Marlene
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Beitrag von Marlene » Mittwoch 15. Dezember 2004, 13:01

Cicero hat geschrieben:Die Benediktiner nennen den nur den Alten Feind.
Welche Benediktiner, Cicero?

Diesen Ausdruck kenne ich nur aus den Dialogen von Gregor. In meiner deutschsprachigen RB ist vom "Teufel" die Rede, in der lat. vom "Diabolus".

Und die heute lebenden Benediktinerinnen und Benediktiner, die ich kenne, vertreten die breite Palette von Vorstellungen, wie wir sie halt heute haben - vom reinen "Bild" bis zur ganz konkreten Person. Das geht soweit, dass es innerhalb eines Klosters Mönche gibt, die eher an ein Bild des personifizierten Bösen glauben, und in dem selben Kloster ein "approbierter" (ich kenne den kirchenrechtlichen Fachausdruck nicht) Exorzist in der Gemeinschaft ist. Ein stocknüchterner Mann mit viel Humor.


Aber das beantwortet nicht meine oben gestellten Fragen nach Gott ...

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Mariamante
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Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 13:21

Marlene hat geschrieben:Teufel ... Dämonen ... sonstige bösen Geister ...

die uns alle plagen ....

und Gott lässt das geschehen? Guckt zu, wie sie uns versuchen und von uns Besitz nehmen?

Oder wie?

Da Gott der Schöpfer von Allem ist, müssen diese Herrschaften doch auch seine Geschöpfe sein, oder?

Und wir sind seine geliebten Kinder, seine Ebenbilder.

Und trotzdem lässt ER es zu, dass die auf uns losgehen?

Wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt? Die Bibel sagt: Ja.
Wurden zur Zeit Jesu Menschen von Dämonen gequält? Auch wenn manche Theologen diese Tatsache wegleugnen wollen und alles als "Krankheit" hinstellen wollen- die Bibel sagt: Ja.

Mitunter laden Menschen (z.B. Satanisten) Dämonen ein. Auch gewisse Verhaltensweisen (wie Gabriele Amorth anführt) wie Spiritismus, Okkultismus und sehr schwere Sünden können bewirken, dass der Mensch Dämonen die Tür öffnet. Gerade hier kann und soll die Kirche auch wirksame Hilfe bieten. Der Dienst Jesu war einerseits Verkündigung des göttlichen Willens, Heilung von Krankheiten und Befreiung von Dämonen.

Gott guckt übrigens nicht nur zu, wie Dämonen Menschen beeinflußen- er läßt es zu (aber will es sicher nicht) dass Unschuldige vergewaltigt, gefoltert und ermordet werden. Es hängt wohl auch hier manches mit der Freiheit des Menschen zusammen. Auf Menschen, die sich mit Gott innig verbinden können die Dämonen zwar losgehen (Pfarrer von Ars, Pater Pio) aber sie haben keinerlei Chance solche Menschen zu "besiegen".

Wenn sich jemand selbst (wie im Fall der Besessenheit von Magda, siehe P. Rodewyk) dem Teufel mit But verschreibt, dann liegt der Sachverhalt anders. Übrigens wurde jenen Frau (Krankenschwester war sie m.W.) durch die Exorzismen befreit.
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Marlene
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Beitrag von Marlene » Mittwoch 15. Dezember 2004, 13:30

Schmidt Peter hat geschrieben:Gott guckt übrigens nicht nur zu, wie Dämonen Menschen beeinflußen- er läßt es zu (aber will es sicher nicht) dass Unschuldige vergewaltigt, gefoltert und ermordet werden. Es hängt wohl auch hier manches mit der Freiheit des Menschen zusammen.
Ja, dass es Mord und Totschlag und ... gibt, das erklären wir mit der Freiheit des Menschen. Und da Gott uns diese gegeben hat, muss ER natürlich zusehen, was wir alles so treiben.

Aber ich kann mit der Freiheit des Menschen doch nicht erklären, dass Gott es zulässt, der Teufel oder irgendwelche bösen Geister auf uns losgehen, oder?

Cicero
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Beitrag von Cicero » Mittwoch 15. Dezember 2004, 13:46

Marlene hat geschrieben:
Cicero hat geschrieben:Die Benediktiner nennen den nur den Alten Feind.
Welche Benediktiner, Cicero?
Das war sehr allgemein und bezog sich genau auf die Dialoge.
Das nur ziehe ich als zu weit aus dem Fenster gelehnt zurück.

Ansonsten schließe ich mich der Position an,
mit sowas oder besser sojemand lieber keinen Umgang zu pflegen.
Jedenfalls nicht vorsätzlich oder [Punkt]

Und die Frage nach Gott... Ja, er läßt es offensichtlich zu.
So ist es schöpfungstheologisch konsequent, daß wir da wir die Freiheit haben und auch die Freiheit mißbrauchen können.

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Mariamante
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Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 14:13

Marlene hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben:Gott guckt übrigens nicht nur zu, wie Dämonen Menschen beeinflußen- er läßt es zu (aber will es sicher nicht) dass Unschuldige vergewaltigt, gefoltert und ermordet werden. Es hängt wohl auch hier manches mit der Freiheit des Menschen zusammen.
Ja, dass es Mord und Totschlag und ... gibt, das erklären wir mit der Freiheit des Menschen. Und da Gott uns diese gegeben hat, muss ER natürlich zusehen, was wir alles so treiben.

Aber ich kann mit der Freiheit des Menschen doch nicht erklären, dass Gott es zulässt, der Teufel oder irgendwelche bösen Geister auf uns losgehen, oder?

Nun- so weit ich es verstehe ist dem Teufel und den Dämonen auch eine gewisse Freiheit gegeben..... der Mensch darf allerdings durch den Teufel nicht "gewzungen" werden... er kann sich entscheiden ob er den Einflüsterungen des Teufels mehr Gehör schenkt oder Gott. im übrigen glaube ich, dass sich die Menschen mit den Mitteln die Gott uns gibt (hl. Messe, Sakramente, Sakramentalien, Gebete etc.) vor den dämonischen Angriffen schützen sollen und können.
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Marlene
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Beitrag von Marlene » Mittwoch 15. Dezember 2004, 14:26

Schmidt Peter hat geschrieben:im übrigen glaube ich, dass sich die Menschen mit den Mitteln die Gott uns gibt (hl. Messe, Sakramente, Sakramentalien, Gebete etc.) vor den dämonischen Angriffen schützen sollen und können.
Das stärkste "Mittel", das wir haben, dürfte das Vertrauen in Gott sein:

Wer im Schutz des Höchsten wohnt,
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn:
Du bist meine Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue!

Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
Schild und Schutz ist dir seine Treue ...


Es ist nicht von ungefähr, dass die Komplet mit der Warnung "Brüder, seid nüchtern und wachsam, der Teufel geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Ihm leistet Widerstand in der Kraft des Glaubens" eröffnet wird, und wir dann diesen großen Vertrauenspsalm singen

:)

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Erich_D
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Beitrag von Erich_D » Mittwoch 15. Dezember 2004, 14:36

Mit den Sakramentalien - geweihten Medaillen, Skapulier usw. usf. - als quasi automatischer Schutz gegen das Böse oder als Garantie für das Himmelreich habe ich so meine Schwierigkeiten. Das riecht für mich allzu sehr nach Magie.

Ich trage ein kleines Kreuz aus Olivenholz um den Hals, das ich kaum einmal abnehme. Aber ob mir das von sich aus irgend etwas garantiert? Ich glaub's nicht.
"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt mach´s wie deine Brüder", so sprach die Mutter, sprach der Vater, lehrte der Pastor."

Marlene
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Beitrag von Marlene » Mittwoch 15. Dezember 2004, 14:38

Erich_D hat geschrieben:Ich trage ein kleines Kreuz aus Olivenholz um den Hals, das ich kaum einmal abnehme. Aber ob mir das von sich aus irgend etwas garantiert? Ich glaub's nicht.
Ich auch nicht.

"Dein Glaube hat dir geholfen!"

... wer sagte das noch mal schnell? ;)

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Mariamante
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Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 14:57

Erich_D hat geschrieben:Mit den Sakramentalien - geweihten Medaillen, Skapulier usw. usf. - als quasi automatischer Schutz gegen das Böse oder als Garantie für das Himmelreich habe ich so meine Schwierigkeiten. Das riecht für mich allzu sehr nach Magie.

Ich trage ein kleines Kreuz aus Olivenholz um den Hals, das ich kaum einmal abnehme. Aber ob mir das von sich aus irgend etwas garantiert? Ich glaub's nicht.
Damit wir uns nicht missverstehen. Einen Automatismus gibt es nicht. Sicher haben geweihte Rosenkränze, Medaillen, Kreuze, Weihwasser einen Schutzwert. (Man sagt ja: Der fürchtet das oder jenes, wie der Teufel das Weihwasser). Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.

Wenn Satanisten z.B. ein Kreuz um den Hals tragen (und wie Eingeweihte wissen "verkehrt herum") dann bedeutet das keinen Schutz, sondern eine Lästerung.
Gelobt sei Jesus Christus

Micha

Beitrag von Micha » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:03

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Zuletzt geändert von Micha am Donnerstag 3. Februar 2005, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:17

Marlene hat geschrieben:Teufel ... Dämonen ... sonstige bösen Geister ...

die uns alle plagen ....

und Gott lässt das geschehen? Guckt zu, wie sie uns versuchen und von uns Besitz nehmen?

Oder wie?

Da Gott der Schöpfer von Allem ist, müssen diese Herrschaften doch auch seine Geschöpfe sein, oder?

Und wir sind seine geliebten Kinder, seine Ebenbilder.

Und trotzdem lässt ER es zu, dass die auf uns losgehen?
Nicht ER lässt es zu, sondern der Mensch selbst. Gabriele Amoth sagt in einem seiner Bücher, dass man sich schon freiwillig darauf einlassen muss, sonst kann es nicht zur Besessenheit kommen. Er nannte Beispiele für dieses sich darauf einlassen, wie die Teilnahme an spiritistischen Sitzungen oder der Besuch bei Wahrsagern (in Italien wohl sehr beliebt).

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:19

Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Nein, denn vom allmächtigen Gott besiegt zu werden, ist nicht so demütigend, wie von einem demütigen, einfachen Heiligen.

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Mariamante
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Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:25

Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Das war natürlich zu wenig klar ausgedrückt: Natürlich hat der Teufel am meisten Angst vor Gott. (Die legende von Christophorus, der dem höchsten Herrn dienen wollte) drückt dies aus.

Was ich meinte läßt sich in dem russ. Sprichwort bildhaft darlegen:

"Im Heiligen geht Gott noch einmal über die Erde."

Zum hl. Pfarrer von Ars soll der "Grappin" gesagt haben:

Wenn es noch 3 von deiner Sorte gäbe, könnte ich einpacken!
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Erich_D
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Beitrag von Erich_D » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:25

Dirk hat geschrieben:
Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Nein, denn vom allmächtigen Gott besiegt zu werden, ist nicht so demütigend, wie von einem demütigen, einfachen Heiligen.
Hübsch anthropozentrisch gedacht.
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Beitrag von Mariamante » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:26

Dirk hat geschrieben:
Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Nein, denn vom allmächtigen Gott besiegt zu werden, ist nicht so demütigend, wie von einem demütigen, einfachen Heiligen.
Dirk- Du hast einen anderen Aspekt tief erfasst: Den des Hochmutes. Für den Teufel ist es "demütigender" durch die heiligste Jungfrau Maria oder durch Heilige besiegt zu werden als durch Gott selbst- daher reizt es den Hochmut des Widersachers. Aber letzten Endes wirkt ja Gott sowohl durch die Gottesmutter, die Engel wie auch die Heiligen.
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Beitrag von Erich_D » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:32

Schmidt Peter hat geschrieben:
Dirk hat geschrieben:
Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Nein, denn vom allmächtigen Gott besiegt zu werden, ist nicht so demütigend, wie von einem demütigen, einfachen Heiligen.
Aber letzten Endes wirkt ja Gott sowohl durch die Gottesmutter, die Engel wie auch die Heiligen.
Der Teufel scheint das aber nicht zu wissen. Mensch, ist der blöd.

Oder mit weniger Ironie gesagt: manchmal ist bei manchen der Teufel irrsinnig raffiniert, und dann wieder zugleich der größte Depp im Dorf der Welt.

Hübsch anthropozentrisch, wie gesagt.
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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:33

Erich_D hat geschrieben:
Dirk hat geschrieben:
Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Nein, denn vom allmächtigen Gott besiegt zu werden, ist nicht so demütigend, wie von einem demütigen, einfachen Heiligen.
Hübsch anthropozentrisch gedacht.
Was ist daran anthropozentrisch? Wer macht denn den Heiligen zu einem Heiligen? :roll:

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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 15. Dezember 2004, 16:40

Schmidt Peter hat geschrieben: Für den Teufel ist es "demütigender" durch die heiligste Jungfrau Maria oder durch Heilige besiegt zu werden als durch Gott selbst- daher reizt es den Hochmut des Widersachers. Aber letzten Endes wirkt ja Gott sowohl durch die Gottesmutter, die Engel wie auch die Heiligen.
Nicht ohne Grund wird in der katholischen Volksfrömmigkeit Gen 3,15 immer auch besonders auf Maria bezogen. Die Gottesmutter ist diejenige, die der Schlange den Kopf zerbricht. Mit ihrer Demut.

Gast

Beitrag von Gast » Mittwoch 15. Dezember 2004, 17:02

Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 3. Februar 2005, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Erich_D » Mittwoch 15. Dezember 2004, 17:06

Dirk hat geschrieben:
Erich_D hat geschrieben:
Dirk hat geschrieben:
Micha hat geschrieben:
Schmidt Peter hat geschrieben: Aber das wovor der Teufel wohl am meisten "Angst" hat, das sind die Heiligen.
Nein. Damit würdest du die Heiligen über Gott stellen.
Nein, denn vom allmächtigen Gott besiegt zu werden, ist nicht so demütigend, wie von einem demütigen, einfachen Heiligen.
Hübsch anthropozentrisch gedacht.
Was ist daran anthropozentrisch? Wer macht denn den Heiligen zu einem Heiligen? :roll:
Ich bezog mich nicht auf die Heiligen, sondern auf die intimen Kenntnisse des Teufels, seines Intelligenzquotienten, was er mehr oder weniger fürchtet u.a.m.

Solche Spekulationen halte ich für völlig fruchtlos und haben meines Erachtens weniger mit der Wirklichkeit des Bösen zu tun, als mit der jeweiligen innerlichen Verfassung.
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Beitrag von ottaviani » Mittwoch 15. Dezember 2004, 17:06

christus hat ihn besiegt das zeigt sixch bei jedem exorzismus

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 15. Dezember 2004, 17:07

Franziska hat geschrieben:Worum geht es denn? Darum, den Teufel/Widersacher zu besiegen, oder ihn hübsch demütigend zu besiegen?

:kratz:
es ging darum, was der Teufel am meisten fürchtet.

Micha

Beitrag von Micha » Mittwoch 15. Dezember 2004, 17:08

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Zuletzt geändert von Micha am Donnerstag 3. Februar 2005, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Erich_D » Mittwoch 15. Dezember 2004, 17:09

Dirk hat geschrieben:
Franziska hat geschrieben:Worum geht es denn? Darum, den Teufel/Widersacher zu besiegen, oder ihn hübsch demütigend zu besiegen?

:kratz:
es ging darum, was der Teufel am meisten fürchtet.
Und woher willst Du das wissen? Hat er Dir das gesagt? Dann hat er vermutlich gelogen, der "Vater der Lüge".

Themen werden da ausgegraben, erstaunlich.
"Spiel nicht mit den Schmuddelkindern sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt mach´s wie deine Brüder", so sprach die Mutter, sprach der Vater, lehrte der Pastor."

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