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Opferbereitschaft des Katholiken (z.B. in der Ehe)
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 12:23
von Knecht Ruprecht
Die Opferbereitschaft sieht man allein schon bei der Partnerwahl. Die meisten Männer nehmen sich ja irgendeine Frau, auch konfessionsfremd, weil besser so eine als keine. Mit welchen Ergebnis? Kinder werden nicht katholisch, sondern bekommen die Konfession der Frau, weil der Mann um sein Bettleben fürchtet.
Das ist aber nur ein männliches Problem, welches auch der protestantische Mann bei seiner katholischen Frau hat.
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 12:45
von Fichtel-Wichtel
@Kordi1 Hast du irgendein Sex-Problem?
Find den Zusammenhang etwas merkwürdig,zwischen Bett und Religionszugehörigkeit?
Katholiken sind verpflichtet, ihre Kidies in kath.Glauben zu erziehen.
Ich lebe in einer überwiegend protestantischen Region.Wir,Katholiken , werden sogar in Wunsiedel auf dem evang.Friedhof beigesetzt.Angeblich soll es sogar eine Sondergebühr für Nichtprotestanten geben,die auf dem Evang.Friedhof beerdigt werden.
So wertvoll sind wir hier,bin fast vor Lachen seinerzeit vom Sessel gestürzt,als ich das vernahm.
Und so streng,daß ein konfessionswechsel stattfinden müßte, ist es GottseiDank nimmer mehr.
Diese Regel würde Kordi bestimmt wieder gern einführen,oder?
Gruß,
Elisabeth
Re: Opferbereitschaft des Katholiken (z.B. in der Ehe)
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 13:08
von Geronimo
Kordian hat geschrieben:Die Opferbereitschaft sieht man allein schon bei der Partnerwahl. Die meisten Männer nehmen sich ja irgendeine Frau, auch konfessionsfremd, weil besser so eine als keine. Mit welchen Ergebnis? Kinder werden nicht katholisch, sondern bekommen die Konfession der Frau, weil der Mann um sein Bettleben fürchtet.
Das ist aber nur ein männliches Problem, welches auch der protestantische Mann bei seiner katholischen Frau hat.
Und ich dachte stets, Ehen würden aus Zuneigung geschlossen und nicht nach Konfessionszugehörigkeit ...
Die bösen Buben aber auch, die nicht danach krähen, ob ihre Frau auch katholisch ist, tz, tz, tz.
Was machen wir denn dann mit denen, die evtl. sogar eine Ausländerin heiraten - eine, ächz, Muslimin? Das schlägt sicher dem Fass den Boden aus. Und dann gäbe es noch Hinduistinnen, Buddhistinnen, Baptistinnen, Anglikanerinnen. Nicht zu vergessen die Atheistinnen ...
Ich schlage also vor, dass ab sofort für alle Disco-Gängerinnen ein Ansteckbutton mit Religionszugehörigkeitn verpflichtend ist. Wegen der armen Jungens, die sich sonst nicht zurechtfinden.
By the way ... Bärbel Schäfer ist zum jüdischen Glauben übergetreten, als sie Michel Friedman heiratete. O, o, o ...
Geronimo
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 13:26
von Steffen
Du hast vollkommen Recht, Kordian. Ehen sollten immer nur aus Opferbereitschaft geschlossen werden. Und aus Gründen der Feindesliebe sollte man die wählen, die man am wenigsten leiden kann

Verfasst: Freitag 17. September 2004, 16:34
von Robert Ketelhohn
1. Erstens ist eine Ehe ohne Opferbereitschaft tatsächlich kaum möglich. Und wer als Gläubiger nicht lernt, daß das Gebot der Feindesliebe ganz besonders für die Ehegatten gilt, der kann sich schon mal nach dem zuständigen kirchlichen Ehegericht erkundigen.
2. Mischehen sind aus gutem Grund verboten. Dispens ist möglich, aber ohne Dispens keine Mischehe. Allerdings werfen sie dir heute die Dispens hinterher. Ich rate Gläubigen von Mischehen mit Nicht-Christen in jedem Fall dringend ab oder würde sich untersagen, wo mir die Verantwortung zukommt (etwa bei meinen Kindern).
Auch von Ehen mit Protestanten ist grundsätzlich klar abzuraten. Zwar sind die zu gewärtigenden Schwierigkeiten im allgemeinen nicht ganz so schwerwiegend, doch sollte man auch dies Risiko nur aus gewichtigen Gründen – zu denen Verliebtheit ganz gewiß nicht zählt – in Kauf nehmen. Ehen mit Orthodoxen würde ich nicht als Mischehen qualifizieren, doch gibt es auch bei ihnen reichlich Probleme, die den Alltag belasten und derer man sich im vorhinein bewußt sein sollte.
3. Die „Konfession“ der Kinder hat gar keiner zu bestimmen. Dieser Konfessionsbegriff ist reinster Scheіßdreck. Was gläubige Eltern ihren Kindern zu übergeben haben, das ist der Glaube der Kirche. Damit aus den Kindern der Eltern gläubige Kinder der Kirche werden, Kinder Gottes.
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 17:35
von Cicero
Robert Ketelhohn hat geschrieben:..., daß das Gebot der Feindesliebe ganz besonders für die Ehegatten gilt, ...
Manche Wahrheiten
kann man,
muß man aber nicht
so deutlich aussprechen.
Was denkt denn dann eine Frau,
deren Ehemann sagt: Ich liebe Dich!

Gut, daß meine Frau gerade nicht hinter mir stand
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 17:36
von Geronimo
Ja, kommen wir mal auf die tatsächlichen Probleme und weg von Kordians Bettgeschichten ...
Es IST problematisch, keine Frage. Auch unabhängig vom Glauben ist eine Ehe mit Menschen aus einem Kulturkreis problematisch. Vor all diesen Problemen darf man nicht die Augen verschließen. Die allermeisten dieser Paare, die ja gern sämtliche Warnungen in den Wind schlagen, gehen jämmerlichst baden.
Ich will aber das ganze mal auf die Ehe zwischen Katholiken und Protestanten eingrenzen. Komisch - entgegen Kordians Einlassung werden die Kinder sämtlicher dieser gemischt-konfessionellen Ehe katholisch erzogen ... mhm. Egal, welcher Ehepartner der katholische Teil ist. Das kommt doch wohl daher, dass das katholische Eheversprechen beinhaltet, dass der Nachwuchs katholisch erzogen wird.
Geronimo
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 17:55
von Steffen
Vielleicht sollten wir Roberts Antworten automatisch an seine Frau weiterleiten....

Verfasst: Freitag 17. September 2004, 18:24
von cathol01
Robert Ketelhohn hat geschrieben:1. Erstens ist eine Ehe ohne Opferbereitschaft tatsächlich kaum möglich. Und wer als Gläubiger nicht lernt, daß das Gebot der Feindesliebe ganz besonders für die Ehegatten gilt, der kann sich schon mal nach dem zuständigen kirchlichen Ehegericht erkundigen.
2. Mischehen sind aus gutem Grund verboten. Dispens ist möglich, aber ohne Dispens keine Mischehe. Allerdings werfen sie dir heute die Dispens hinterher. Ich rate Gläubigen von Mischehen mit Nicht-Christen in jedem Fall dringend ab oder würde sich untersagen, wo mir die Verantwortung zukommt (etwa bei meinen Kindern).
Auch von Ehen mit Protestanten ist grundsätzlich klar abzuraten. Zwar sind die zu gewärtigenden Schwierigkeiten im allgemeinen nicht ganz so schwerwiegend, doch sollte man auch dies Risiko nur aus gewichtigen Gründen – zu denen Verliebtheit ganz gewiß nicht zählt – in Kauf nehmen. Ehen mit Orthodoxen würde ich nicht als Mischehen qualifizieren, doch gibt es auch bei ihnen reichlich Probleme, die den Alltag belasten und derer man sich im vorhinein bewußt sein sollte.
3. Die „Konfession“ der Kinder hat gar keiner zu bestimmen. Dieser Konfessionsbegriff ist reinster Scheіßdreck. Was gläubige Eltern ihren Kindern zu übergeben haben, das ist der Glaube der Kirche. Damit aus den Kindern der Eltern gläubige Kinder der Kirche werden, Kinder Gottes.
O Gott, komm mir zu Hilfe...
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 19:12
von Robert Ketelhohn
Thierry hat geschrieben:»O Gott, komm mir zu Hilfe …«
Na siehste, Thierry, da werden wir uns doch noch mal einig.
(Domine ad adiuvandum me festina.)
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 20:14
von Fichtel-Wichtel
und was geschieht,wenn Ketelhohn jr.dann eine Jüdin heiratet?
Dauert zwar noch eine Reihe von Jahren,doch warum den Gedankenvon Robert was seine Kinder angeht, nicht mal weiterführen.
Gruß,
Elisabeth
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 20:15
von Robert Ketelhohn
Dann hat sie sich vorher taufen lassen.
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 20:37
von Edith
Fichtel-Wichtel hat geschrieben:@Kordi1 Hast du irgendein Sex-Problem?

Verfasst: Freitag 17. September 2004, 21:23
von Robert Ketelhohn
Meine Frau meint übrigens, eine Mischehe sei, wenn Mann und Frau heiraten.
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 21:33
von Edith
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 21:35
von Anastasis
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Meine Frau meint übrigens, eine Mischehe sei, wenn Mann und Frau heiraten.
Schon Loriot sagt: Männer und Frauen passen einfach nicht zueinander.
Verfasst: Freitag 17. September 2004, 22:10
von Fichtel-Wichtel
Edith hat geschrieben:Fichtel-Wichtel hat geschrieben:@Kordi1 Hast du irgendein Sex-Problem?

Ich find die Sichtweise von Kordi etwas simpel.Das höchste Gut ist die Liebe,das nur so zu sehen und zu beschreiben ,wie das bei Kordi geschieht find ich etwas sehr schlicht um es so vorsichtig auszudrücken.
Es wird den Männern net gerecht,so von einem Geschlechtsgenossen dargestellt zu werden, und die Frauen werden auch net respektabel behandelt.
Gruß,
Elisabeth
P.S.
Wenn Kordi ein Bischof wäre ,dann wäre mein Kommentar wesentlich schärfer ausgefallen,und hätte das Wort Primitiv enthalten.
Ich hoffe @ Kordi du hast es jetzt geschnallt, das rk hast du dir ja auch schon abgewöhnt.
Verfasst: Sonntag 19. September 2004, 14:17
von Knecht Ruprecht
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
2. Mischehen sind aus gutem Grund verboten. Dispens ist möglich, aber ohne Dispens keine Mischehe. Allerdings werfen sie dir heute die Dispens hinterher. Ich rate Gläubigen von Mischehen mit Nicht-Christen in jedem Fall dringend ab oder würde sich untersagen, wo mir die Verantwortung zukommt (etwa bei meinen Kindern).
Auch von Ehen mit Protestanten ist grundsätzlich klar abzuraten. Zwar sind die zu gewärtigenden Schwierigkeiten im allgemeinen nicht ganz so schwerwiegend, doch sollte man auch dies Risiko nur aus gewichtigen Gründen – zu denen Verliebtheit ganz gewiß nicht zählt – in Kauf nehmen. Ehen mit Orthodoxen würde ich nicht als Mischehen qualifizieren, doch gibt es auch bei ihnen reichlich Probleme, die den Alltag belasten und derer man sich im vorhinein bewußt sein sollte.
3. Die „Konfession“ der Kinder hat gar keiner zu bestimmen. Dieser Konfessionsbegriff ist reinster Scheіßdreck. Was gläubige Eltern ihren Kindern zu übergeben haben, das ist der Glaube der Kirche. Damit aus den Kindern der Eltern gläubige Kinder der Kirche werden, Kinder Gottes.
Was ist denn Dispens?
Und ich kann nicht Recht glauben, dass bei nicht reinkatholischen Ehen, der nichtkatholische Teil dazu bereit ist, die Kinder nicht zu den Seinen zu ziehen. Wenn das so ist, dass jede protestantische, baptistische Ehefrau die mit einem Katholiken gezeugten Kinder, Katholiken werden läßt, dann sehe ich ja keine Probleme darin. Nur zweifel ich daran, dass eine nicht katholische Frau, kein Interesse daran hat, die gemeinsamen Kinder auf ihre Seite zu holen, anstatt sie der Seite des katholischen Mannes zu überlassen. Denn wenn die protestantische, baptistische Frau so groß´zügig ihre Kinder der katholischen Gemeinschaft hergibt, warum wird die nicht selber katholisch?

Verfasst: Sonntag 19. September 2004, 18:20
von Robert Ketelhohn
Eine Dispens ist die (in der Regel päpstliche oder bischöfliche) Ausnahmegenehmigung oder Befreiung von einer rechtlichen Vorschrift oder Verpflichtung, hier von einem Ehehindernis.
Verfasst: Sonntag 19. September 2004, 18:37
von Juergen
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Eine Dispens ist die (in der Regel päpstliche oder bischöfliche) Ausnahmegenehmigung oder Befreiung von einer rechtlichen Vorschrift oder Verpflichtung, hier von einem Ehehindernis.
...und eine Dispenz ist immer auf einen EINZELFALL beschränkt!
(Allgemein kann von einigen wenigen Dingen auch der Pfarrer dispensieren)
Verfasst: Sonntag 19. September 2004, 19:44
von Fichtel-Wichtel
Kordian hat geschrieben:
Was ist denn Dispens?
Und ich kann nicht Recht glauben, dass bei nicht reinkatholischen Ehen, der nichtkatholische Teil dazu bereit ist, die Kinder nicht zu den Seinen zu ziehen. Wenn das so ist, dass jede protestantische, baptistische Ehefrau die mit einem Katholiken gezeugten Kinder, Katholiken werden läßt, dann sehe ich ja keine Probleme darin. Nur zweifel ich daran, dass eine nicht katholische Frau, kein Interesse daran hat, die gemeinsamen Kinder auf ihre Seite zu holen, anstatt sie der Seite des katholischen Mannes zu überlassen. Denn wenn die protestantische, baptistische Frau so groß´zügig ihre Kinder der katholischen Gemeinschaft hergibt, warum wird die nicht selber katholisch?

Typisches Beispiel für eine konfessionsverschiedene Ehe ,in der die Kinder nicht katholisch erzogen werden,ist übrigens Wolfgang Clement.Er wurde deswegen seinerzeit exkommunniziertm also aus der kath.Kirche ausgeschlossen.Während seiner Zeit als Mitglied der NRW-Regierung kam es zu Kontakten mit einem Geistlichen der kath.Kirche, der speziell für die Betreung von Politikern zuständig ist,so in erwa jedenfalls.Danach wurde Herr Wolfgang Clement wieder in die kath.Kirche aufgenommen.Das hat das Ehepaar Clement seinerzeit in der ARD in der Nachfolgesendung von Bilolek bei Frau Maischberger erzählt.Das ganze ist schon etliche Jahre her.Der Name des Geistlichen fällt mir vielleicht noch ein.
Gruß,
Elisabeth
Verfasst: Sonntag 19. September 2004, 20:16
von Chiara
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich rate Gläubigen von Mischehen mit Nicht-Christen in jedem Fall dringend ab oder würde sich untersagen, wo mir die Verantwortung zukommt (etwa bei meinen Kindern).
Also bei aller Zustimmung zu deinen Bedenken bei einer konfessions- oder sogar religionsverschiedenen Ehe:
Wo bitte sind die Eltern für die Eheschließung ihrer (volljährigen) Kinder verantwortlich oder haben da was zu untersagen???
Natürlich könntest du mit Enterbung, Abbruch der familiären Beziehungen oder ähnlichem drohen, aber ganz ehrlich: erstens könntest du es rechtlich nicht verhindern, und zweitens würdest du faktisch nur eine Trotzreaktion nach Art des "Jetzt erst recht" provozieren.