Rosenkranz beten

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Eremitin
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Rosenkranz beten

Beitrag von Eremitin »

hallo Ihr, wie ist das mit dem Rosenkranz beten bei Euch? Also ich kann mich schlecht auf einen ganzen Rosenkranz hintereinander konzentrieren auch in der Gruppe fällt er mir schwer--meine Gedanken irren ab. Meditieren -wie es so schön heißt-kann ich RSK auch nicht. Nur ein Gesätz beten? Oder einen "Altenberger-Rosenkranz" ? Oder morgens einfach nach dem Morgengebet Credo, Paternoster, Ave und Ehre....ODER????? Wie macht Ihr das? Betet Ihr täglich einen Rosenkranz? Wenn ja wie und wenn nein, warum nicht.....Danke

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Sarandanon
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Sarandanon »

Du betest den Rosenkranz am besten so, wie Du Dich selbst in der Lage siehst, diesen konzentriert zu verinnerlichen. Wenn es nur ein Gesätz ist, dann ist das so. Es kann durchaus sein, dass mit der Zeit mehr Gesätze für Dich möglich sind. Hab Geduld, setz Dich nicht selbst unter Druck und praktiziere die Methode der kleinen Schritte.

Ich persönlich bete täglich morgens die Laudes als Teil des Hl. Offiziums - unregelmäßig zusaätzlich Vesper und/oder Komplet. Den Rosenkranz bete ich in unregelmäßigen Abständen. Hier auch gerne mal den Barmherzigkeitsrosenkranz.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

Herr v. Liliencron
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Glaubensbekenntnis u. Glaube, Hoffnung, Liebe und das erste Gesätzchen würde ich persönlich nicht unnötig voneinander trennen. Aber die anderen vier kann man doch ohne weiteres über den Tag verteilt immer wieder zwischendurch beten. So fällt es mir sogar, wenn ich möchte, gar nicht schwer, auch alle drei traditionellen Rosenkränze während eines Tages unterzubringen. Dann bete ich übrigens nicht nochmal die Anfangsgebete. Diese nur beim ersten Rosenkranz des Tages. Am besten ist es dann in meinen Augen mit den freundenreichen Gesätzen zu beginnen, gefolgt von den schmerzhaften, schließlich die glorreichen. Die lichtreichen bete ich persönlich nicht, ja, ich könnte sie nicht einmal sicher aufzählen :D . Sie gehören für mich nicht zum traditionellem Rosenkranz, vor allem, weil sie die Parallele 150 Psalmen/150 Ave Maria durchkreuzen, und ich empfinde den Rosenkranz trotzdem auch ohne diese eingeschobene "Ergänzung" Johannes Pauls II. durchaus nicht als lückenhaft oder unvollständig.

Ganz schlecht finde ich es aus eigener Erfahrung, sich den Rosenkranz für abends im Bett aufzusparen... Aber untertags, beim Busfahren oder sonstigen Wartezeiten kann man immer leicht ein Gesätzchen "einbauen".

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Lycobates
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Man sollte sich nicht verängstigen lassen.
Wichtig beim Rosenkranz ist nicht das genaue gedankliche Verweilen beim Wortlaut der sich wiederholenden Gebete, sondern die Betrachtung, das ist in erster Linie das schlichte Denken an die betreffenden Geheimnisse. Das braucht keine tiefschürfende Meditation zu sein, sondern es reicht ein plastisch sich vor Augen Führen der betreffenden Szene der Heilsgeschichte. Das ist gar nicht so schwierig.
Daß Gedanken beim Gebet unmerklich abschweifen, ist normal. Wir sind keine Engel! Das ist auch keine (schwere) Sünde, sofern es nicht freiwillig bzw. vorsätzlich geschieht. Zerstreutheit im Gebet gehört nach meinem Beichtvater zu den am häufigsten gebeichteten Sünden oder Gewohnheitsfehlern. Wenn man es merkt, fasse man sich und kehre mit erneuter Sammlung zum Gebet zurück. Man fahre unbeirrt fort, ohne je ein Gebet zu wiederholen.
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Wer mehr kann, tue mehr.

Lauralarissa
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lauralarissa »

Lycobates hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:02
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Wer mehr kann, tue mehr.
Wer rät dazu?
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

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Lycobates
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 15:50
Glaubensbekenntnis u. Glaube, Hoffnung, Liebe und das erste Gesätzchen würde ich persönlich nicht unnötig voneinander trennen. Aber die anderen vier kann man doch ohne weiteres über den Tag verteilt immer wieder zwischendurch beten. So fällt es mir sogar, wenn ich möchte, gar nicht schwer, auch alle drei traditionellen Rosenkränze während eines Tages unterzubringen. Dann bete ich übrigens nicht nochmal die Anfangsgebete. Diese nur beim ersten Rosenkranz des Tages. Am besten ist es dann in meinen Augen mit den freundenreichen Gesätzen zu beginnen, gefolgt von den schmerzhaften, schließlich die glorreichen. Die lichtreichen bete ich persönlich nicht, ja, ich könnte sie nicht einmal sicher aufzählen :D . Sie gehören für mich nicht zum traditionellem Rosenkranz, vor allem, weil sie die Parallele 150 Psalmen/150 Ave Maria durchkreuzen, und ich empfinde den Rosenkranz trotzdem auch ohne diese eingeschobene "Ergänzung" Johannes Pauls II. durchaus nicht als lückenhaft oder unvollständig.

Ganz schlecht finde ich es aus eigener Erfahrung, sich den Rosenkranz für abends im Bett aufzusparen... Aber untertags, beim Busfahren oder sonstigen Wartezeiten kann man immer leicht ein Gesätzchen "einbauen".
Ich mache es ebenso, obwohl es mir fast nie gelingt, die 15 Gesätze an einem Tag unterzubringen.
Morgens beim Verlassen der Wohnung Credo, Pater und die ersten drei Ave Maria. Bis die Straßenbahn kommt, ist meistens keine Zeit fürs erste Gesätz. Das kommt dann während der Fahrt, oder später, gefolgt von den anderen.
Allerdings lese ich auch oft zur Abwechslung während Bahnfahrten, derzeit den κατ' ̓Ερατοσθένους, keineswegs geistliche Lektüre :blinker:, aber ganz gefällig.

Abends im Bett den Rosenkranz beten geht gar nicht, ich schlafe immer sofort ein. :(

Für die Gewinnung der Ablässe sei bemerkt, daß, wenn man wegen Handarbeit oder eines anderen vernünftigen Grundes den Rosenkranz nicht in den Händen halten kann, es genügt, ihn in der Tasche bei sich zu tragen.
(Dekret der Pönitentiarie 9.11.1933, AAS 25/1933, 502-3)

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Eremitin
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Eremitin »

danke für eure Antworten----nu noch eine weitere Frage: es gibt ja auch die kleinen Rosenkränze wie Barmherzigkeitsrosenkranz, Wundenrosenkranz und der bei mir beliebte Herz-Jesu-Rosenkranz oder der recht kurze Herz-Mariä-Rosenkranz für die Armen Seelen. Kennt ihr die auch? Wie steht es da mit dem Beten? Danke

Herr v. Liliencron
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Ich bete noch gern den franziskanischen Rosenkranz, den es seit 1422 gibt und die 7 Freuden Mariens bzw die 72 Jahre ehrt, die die Muttergottes frommer Überlieferung gemäß auf Erden gelebt hat. Andere bete ich eigentlich nicht. Das kann von mir aus jeder halten, wie er will. Von irgendwelchen Andachtsübungen, die auf ominöse Privatoffenbarungen zurückzugehen behaupten, rate ich aber energisch ab. Die Letztverantwortung für das, was man betet, trägt jeder selbst, und solang ich nicht mitbeten muss, ist mir das auch egal.

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Sarandanon
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Sarandanon »

Naja, Privatoffenbarungen gibt es ja unzählige. Und unzählige davon sind anerkannt. Z.B. auch die der guten Faustyna.

Sicherlich sind auch unzählige ominös oder auch unseriös. Welche zählst Du denn persönlich dazu?

Davon abgesehen ist die Bewertung von Privatoffenbarungen selbstverständlich jedem selbst überlassen. Gleichwohl die Anerkennung einer solchen durch die Kirche schon mal eine Bewertungsbasis darstellt.
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Herr v. Liliencron
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Die Anerkennung von Offenbarungen und Erscheinungen besagt eigentlich und strenggenommen nicht, dass sie "echt" sind, sondern nur, dass die berichteten Phänomene "nichts enthalten, was der katholischen Glaubens- u. Sittenlehre widerspricht". Gerade Amsterdam und den "Barmherzigen Jesus" sehe ich trotzdem kritisch und zwar, weil beide ursprünglich von der Kirche ablehnend beurteilt worden waren.

So ist es in meinen Augen auch problematisch, wenn heute Erscheinungsorte, die nicht anerkannt werden, dennoch als "Gebetsstätten" geführt werden. Die normalen Gläubigen differenzieren da nämlich dann nicht ausreichend und halten die Erscheinungen trotzdem für unumstößliche Tatsachen und für "echt".

Das gilt zB für Heroldsbach, Heede, Marienfried und Wigratzbad oder natürlich für die sogenannte "Gospa".

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Sarandanon
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Sarandanon »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Sonntag 29. September 2019, 10:44
Die Anerkennung von Offenbarungen und Erscheinungen besagt eigentlich und strenggenommen nicht, dass sie "echt" sind, [..]
Nein, das wollte ich auch nicht behaupten. Und dass man, auch Du, anerkannte Privatoffenbarungen kritisch betrachten ist ja auch völlig legitim. Selbst im Sinne der Kirche (oder Kirchen). Für mich macht es eine Bewertung eben leichter, wenn ich durch eine Anerkennung der Kirche schon mal eine Basis erkenne.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Herr v. Liliencron
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Grundsätzlich stimmt das. Aber man sollte sich eben immer auch anschauen, wie sich so eine Anerkennung entwickelt, bis sie zustande kommt.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Eremitin hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 14:59
hallo Ihr, wie ist das mit dem Rosenkranz beten bei Euch? Also ich kann mich schlecht auf einen ganzen Rosenkranz hintereinander konzentrieren auch in der Gruppe fällt er mir schwer--meine Gedanken irren ab. Meditieren -wie es so schön heißt-kann ich RSK auch nicht. Nur ein Gesätz beten? Oder einen "Altenberger-Rosenkranz" ? Oder morgens einfach nach dem Morgengebet Credo, Paternoster, Ave und Ehre....ODER????? Wie macht Ihr das? Betet Ihr täglich einen Rosenkranz? Wenn ja wie und wenn nein, warum nicht.....Danke
Liebe Eremitin,
ich empfehle dir den Rosenkranz komplett „durchzubeten“, auch wenn die Gedanken abschweifen. Du wirst sehen, wie gnadenreich es sein wird, diesen Widerstand zu überwinden.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Vinzenz Ferrer
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Eremitin hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 14:59
Oder einen "Altenberger-Rosenkranz" ?
Was ist ein "Altenberger-Rosenkranz"?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

Herr v. Liliencron
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Sonntag 29. September 2019, 18:06
Eremitin hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 14:59
Oder einen "Altenberger-Rosenkranz" ?
Was ist ein "Altenberger-Rosenkranz"?
Das habe ich mich auch gefragt.

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Lycobates
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Lauralarissa hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:04
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:02
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Wer mehr kann, tue mehr.
Wer rät dazu?
Dies wird den kanonisch eingetragenen Mitgliedern der Rosenkranzbruderschaften zur (einzigen) Auflage gemacht, zwar nicht unter Sünde. Diese Bruderschaften kannten nach den zwölf Rosenkranzenzykliken Papst Leos XIII. ab 1883 einen großen Aufschwung in der katholischen Welt.
Nicht-Mitgliedern wird dazu geraten, dasselbe zu tun.

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Siard
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Siard »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Sonntag 29. September 2019, 18:29
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Sonntag 29. September 2019, 18:06
Eremitin hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 14:59
Oder einen "Altenberger-Rosenkranz" ?
Was ist ein "Altenberger-Rosenkranz"?
Das habe ich mich auch gefragt.
Das Internet hilft selbst beim Altenberger Rosenkranz:
Ich habe dazu einen kurzen Beitrag in einem Pfarrbrief gefunden, fand ihn aber nicht erhellend.
Ἄξιόν ἐστι τὸ ἀρνίον τὸ ἐσφαγμένον λαβεῖν τὴν δύναμιν καὶ τὸν πλοῦτον καὶ σοφίαν καὶ ἰσχὺν καὶ τιμὴν καὶ δόξαν καὶ εὐλογίαν.

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Juergen
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Juergen »

https://www.karl-leisner.de/karl-leisne ... -kevelaer/


Weiterhin erwähnt er die Wallfahrt nach Alten­berg, den Altenberger Rosenkranz und den Al­tenberger Lichttag. Aus der Wallfahrt zur Alten­berger Madonna entstand eine beson­dere Form des marianischen Gebetes, der Altenberger Ro­senkranz; dabei wird jeweils nur ein Ave Maria mit einem der fünf Geheimnisse des freudenrei­chen, schmerzhaften und glorreichen Rosen­kran­zes verbunden.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Siard
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Siard »

Juergen hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 07:09
https://www.karl-leisner.de/karl-leisne ... -kevelaer/


Weiterhin erwähnt er die Wallfahrt nach Alten­berg, den Altenberger Rosenkranz und den Al­tenberger Lichttag. Aus der Wallfahrt zur Alten­berger Madonna entstand eine beson­dere Form des marianischen Gebetes, der Altenberger Ro­senkranz; dabei wird jeweils nur ein Ave Maria mit einem der fünf Geheimnisse des freudenrei­chen, schmerzhaften und glorreichen Rosen­kran­zes verbunden.
Auch hier stellt sich mir die Frage, ob ein Ave mit einer Nennung des Geheimnisses verbunden wird, oder mit zehn.
Ἄξιόν ἐστι τὸ ἀρνίον τὸ ἐσφαγμένον λαβεῖν τὴν δύναμιν καὶ τὸν πλοῦτον καὶ σοφίαν καὶ ἰσχὺν καὶ τιμὴν καὶ δόξαν καὶ εὐλογίαν.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Lycobates hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:02
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Ein "vollständiger" Rosenkranz besteht aus 15 Gesätzen? :hae?:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Lycobates
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 10:52
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:02
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Ein "vollständiger" Rosenkranz besteht aus 15 Gesätzen? :hae?:
Jawohl, die fünf freudenreichen, die fünf schmerzhaften, und die fünf glorreichen Mysterien.
1 Gesätz (man liest auch: Gesetz) sind jeweils 1x Pater, 10x Ave, 1x Gloria Patri, mit jeweiliger Betrachtung des betreffenden Glaubensgeheimnisses.
Die 150 Ave Maria - der marianische Psalter - galten im Mittelalter als vereinfachtes Ersatzgebet für die 150 Psalmen, namentlich für diejenigen, welche die Psalmtexte nicht lesen konnten oder nicht auswendig kannten.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Lycobates hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 11:10
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 10:52
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:02
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Ein "vollständiger" Rosenkranz besteht aus 15 Gesätzen? :hae?:
Jawohl, die fünf freudenreichen, die fünf schmerzhaften, und die fünf glorreichen Mysterien.
1 Gesätz (man liest auch: Gesetz) sind jeweils 1x Pater, 10x Ave, 1x Gloria Patri, mit jeweiliger Betrachtung des betreffenden Glaubensgeheimnisses.
Die 150 Ave Maria - der marianische Psalter - galten im Mittelalter als vereinfachtes Ersatzgebet für die 150 Psalmen, namentlich für diejenigen, welche die Psalmtexte nicht lesen konnten oder nicht auswendig kannten.
Heißt das, dass täglich den Rosenkranz zu beten, eigentlich dann 15 Gesätze zu beten bedeuten müsste?
Was ist mit der Zuteilung der einzelnen Geheimnisse zu den Wochentagen z.B. freitags die schmerzhaften, sonntags die glorreichen usw.?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 11:45
Lycobates hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 11:10
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 10:52
Lycobates hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 16:02
Generell wird geraten, zumindest einen vollständigen Rosenkranz (15 Gesätze) pro Woche zu beten, das hieße zwei Gesätze pro Tag, drei am Sonntag.
Ein "vollständiger" Rosenkranz besteht aus 15 Gesätzen? :hae?:
Jawohl, die fünf freudenreichen, die fünf schmerzhaften, und die fünf glorreichen Mysterien.
1 Gesätz (man liest auch: Gesetz) sind jeweils 1x Pater, 10x Ave, 1x Gloria Patri, mit jeweiliger Betrachtung des betreffenden Glaubensgeheimnisses.
Die 150 Ave Maria - der marianische Psalter - galten im Mittelalter als vereinfachtes Ersatzgebet für die 150 Psalmen, namentlich für diejenigen, welche die Psalmtexte nicht lesen konnten oder nicht auswendig kannten.
Heißt das, dass täglich den Rosenkranz zu beten, eigentlich dann 15 Gesätze zu beten bedeuten müsste?
Was ist mit der Zuteilung der einzelnen Geheimnisse zu den Wochentagen z.B. freitags die schmerzhaften, sonntags die glorreichen usw.?
Ja, man betet mit fünf Gesätzen eigentlich nur den dritten Teil des Rosenkranzes, wobei der Begriff "Rosenkranz" (im Deutschen, das ist nicht in allen Sprachen so) als pars pro toto verwendet wird.

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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Lycobates hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 12:00
Ja, man betet mit fünf Gesätzen eigentlich nur den dritten Teil des Rosenkranzes, wobei der Begriff "Rosenkranz" (im Deutschen, das ist nicht in allen Sprachen so) als pars pro toto verwendet wird.
Wie hältst du es mit dem Rosenkranz? Täglich 15 Gesätze?
Ich lese aus deiner Antwort heraus, dass du den „lichtreichen“ von Papst Johannes Paul II nicht betest, richtig?
Wie stehst du zum Fatima-Einschub?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Sonntag 29. September 2019, 08:11
Von irgendwelchen Andachtsübungen, die auf ominöse Privatoffenbarungen zurückzugehen behaupten, rate ich aber energisch ab.
Der Rosenkranz geht auf eine „Privatoffenbarung“ zurück, nämlich die an den Heiligen Dominikus.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 12:06
Wie hältst du es mit dem Rosenkranz? Täglich 15 Gesätze?
Wenn das nur gelänge! :nein:
Ich bin froh, wenn ich im Laufe einer Woche den ganzen Rosenkranz hinbekomme!

Dazu versuche ich, an Samstagen und Marienfesten das kleine Offizium zu beten - das gelingt auch nicht immer -, sowie das Totenoffizium an Anniversarien von mir nahestehenden Verstorbenen. Nach meinen Diptychen wäre das im kommenden Oktober 15 Mal. Und wenn man älter wird, kommen solcher Daten immer mehr dazu; wenn ich sehr alt werde, komme ich aus dem Totenoffizium nicht mehr heraus! ;)

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 12:06
Ich lese aus deiner Antwort heraus, dass du den „lichtreichen“ von Papst Johannes Paul II nicht betest, richtig?
Richtig.
Die Rosenkranzoffenbarung an den hl. Dominikus sind die 15 Mysterien. Punkt.
Daran rüttelt man anstandshalber nicht, auch dann nicht, wenn man die Schlüsselgewalt besäße.

Und von Illuminatentum diverser Couleur halte ich nichts. :tuete:


Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 12:06
Wie stehst du zum Fatima-Einschub?
Den bete ich nicht.
Ich halte Fatima insgesamt für problematisch (nicht, daß ich nicht glaubte, daß dort Erscheinung(en) stattgefunden hätte(n), wohl aber, daß wir heute nach dem uns verfügbaren verworrenen Kenntnisstand in Sachen Fatima Wahres und Falsches nicht mehr auseinanderdividieren können) und glaube, es ist darum besser, dieselbe als unverbindliche Privatoffenbarung jedenfalls bis auf weiteres ad acta zu legen. Sie hat im Gegensatz zu Lourdes (Fest am 11. 2.) und dem Rosenkranz selber (Rosenkranzfest heute am 7. 10.) auch nie universalkirchliche Anerkennung und Verbindlichkeit erlangt. Die Liturgie ist ein locus theologicus.

Zum Zusatz bereits hier: viewtopic.php?f=6&t=15029&p=843648&hili ... tz#p843648

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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Lycobates hat geschrieben:
Donnerstag 24. August 2017, 12:22
Ich glaube, man sollte diesen Zusatz schlicht sein lassen; ich persönlich bete ihn nicht.
(Es fragt sich auch, was mit den dem Rosenkranzgebet gewährten Ablässen geschieht, wenn sich Zusatz an Zusatz reiht, denn: indulgentiae penitus cessant ob quamlibet interpolationem; für unsere deutschen Kurzanrufungen nach dem "Jesu" im Ave Maria haben wir allerdings ein Indult der Pönitentiarie vom 22.1.1921, AAS XIII/1921, 163-164)

In Frankeich, wo ich oft zu Gast bin, wird (in "Tradi-hard :blinker: - Kreisen") der Zusatz, wenn überhaupt, dann in dieser Form gebetet:
O mon Jésus, pardonnez-nous nos péchés, préservez-nous du feu de l'enfer, et conduisez au ciel toutes les âmes, nous vous prions
spécialement pour celles
qui ont le plus besoin de votre Miséricorde.
Unterstreichung von mir.
Das ist theologisch jedenfalls etwas mehr hiebfest.
(obwohl das "Führe alle Seelen in den Himmel" eine sinnlose, da unerfüllbare, Aussage bleibt).
Interessant, dass du dich auch daran stößt!
Ich finde die Formulierung theologisch etwas „sperrig“.
Mir ist noch eher die Formulierung „...besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen“ aufgefallen, denn wer bräuchte die Barmherzigkeit nicht?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Herr v. Liliencron »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 12:10
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Sonntag 29. September 2019, 08:11
Von irgendwelchen Andachtsübungen, die auf ominöse Privatoffenbarungen zurückzugehen behaupten, rate ich aber energisch ab.
Der Rosenkranz geht auf eine „Privatoffenbarung“ zurück, nämlich die an den Heiligen Dominikus.
Ich schrieb extra von ominösen, außerdem ist natürlich bekannt, dass neben der frommen Überzeugung, dass der Rosenkranz dem hl. Dominikus von der Muttergottes übergeben oder offenbart wurde, es durchaus historisch greifbare Vorläufer und Entwicklungsstufen dieser Gebetsform gegeben hat. Wichtig ist hier auch die Anerkennung durch die Kirche und dass sie eine Übung mit Ablässen bereichert hat und dadurch dazu ermutigt, sie zu praktizieren.

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Amigo
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Amigo »

Eremitin hat geschrieben:
Samstag 28. September 2019, 14:59
hallo Ihr, wie ist das mit dem Rosenkranz beten bei Euch? Also ich kann mich schlecht auf einen ganzen Rosenkranz hintereinander konzentrieren auch in der Gruppe fällt er mir schwer--meine Gedanken irren ab. Meditieren -wie es so schön heißt-kann ich RSK auch nicht. Nur ein Gesätz beten? Oder einen "Altenberger-Rosenkranz" ? Oder morgens einfach nach dem Morgengebet Credo, Paternoster, Ave und Ehre....ODER????? Wie macht Ihr das? Betet Ihr täglich einen Rosenkranz? Wenn ja wie und wenn nein, warum nicht.....Danke
Ein beinahe unerschöpfliches Thema. Ein paar Hinweise, wie ich es handhabe; ob sie in der jeweils eigenen Situation hilfreich sind, bitte selbst überlegen oder ausprobieren.

Ich bete den Rosenkranz nach Möglichkeit täglich, und zwar normalerweise nach diesem Schema (das seit 2002 auch den lichtreichen Rosenkranz enthält):
- Die fünf freudenreichen Geheimnisse am Montag und Samstag
- Die fünf schmerzhaften Geheimnisse am Dienstag und Freitag
- Die fünf lichtreichen Geheimnisse am Donnerstag
- Die fünf glorreichen Geheimnisse am Mittwoch und Sonntag

Ausnahmen mache ich, wenn der Tag oder die Zeit ein Konkretes der Geheimnisse betrifft; zB betrachte ich am Pfingstmontag die glorreichen Geheimnisse und spezifisch natürlich das dritte, oder in der Weihnachtsoktav immer die freudenreichen.

In meinem Alltag ist es normalerweise möglich, die fünf Dekaden (bzw in meinem Fall sechs, denn bei uns ist es üblich, noch eine Dekade für die Armen Seelen anzuhängen) ohne relevante Unterbrechung zu betrachten. Aber wenn das mal nicht klappt, dann ist es eben so; ich wiederhole in solchen Fällen nicht die einleitenden Gebete (Credo, Vater Unser, die drei Aves um Glaube+Hoffnung+Liebe und das Ehre sei). Ideal finde ich eine "Zerstückelung" nicht, der Aufmerksamkeit wegen; aber das Gebet auf realistische Art und Weise im Alltag zu integrieren ist gewiss besser als ganz darauf zu verzichten, wenn man es nicht "optimal" machen kann.

Besonders lebendig erlebe ich das Rosenkranzgebet in der Kirche/Kapelle sowie beim Wandern in der Natur. Aber auch in der Stadt und in öffentlichen Verkehrsmitteln geht es natürlich. Beim Solo-Rosenkranz-Beten finde ich es durchaus hilfreich, die Worte zumindest stumm mit den Lippen zu formen oder flüsterleise zu sprechen; rein nur im Kopf zu beten geht natürlich auch, aber die Gefahr, abgelenkt zu werden, ist dann (jedenfalls bei mir) größer.

Beim Rosenkranzgebet in der Gruppe besteht mE die Gefahr, dass die "Sprachmelodie" sehr monoton wird, der Einheitlichkeit halber; das stört mich persönlich in der Andacht. Ich möchte die Worte nicht nur sprechen, sondern auch "wirklich meinen" und empfinden, und dafür ist eine gewisse nicht-ganz-monotone Art des Sprechens für mich hilfreich - vielleicht bin ich einfach ein zu oberflächlicher Mensch, um trotz ganz monotoner Sprechweise das Gebet tief verinnerlicht zu beten. Aber jedenfalls kann ich empfehlen, auch auf die "Sprechmelodie" beim Gebet einmal Acht zu haben, um zu erspüren, ob es vielleicht das ist, was einen daran hindert, das Gebet stets innig und lebendig zu erleben.

Bei der Betrachtung bzw. Meditation der Geheimnisse bieten sich vielfältige Möglichkeiten, um mit der Aufmerksamkeit "dabei zu bleiben". Ich habe dazu zB - auch für unsere Katechumenen - zu diesem Zweck diverse Bilder herausgesucht, die man beim jeweiligen Geheimnis anschauen kann, und die man sich nötigenfalls auch innerlich "vor Augen halten" kann, wenn die Betrachtung durch Ablenkung gestört ist. Gern meditiere ich die Geheimnisse auch mit einem konkreten Fokus, zB "heute bete ich den freudenreichen Rosenkranz und betrachte die Geheimnisse mit dem Schwerpunkt auf den Gehorsam/die Gnade Gottes/die Treue der Heiligen Familie zum jüdischen Gesetz" usw.

Oft kommt es auch vor, dass ich den Rosenkranz (meistens den schmerzhaften) für ein konkretes Anliegen aufopfere, und dann kann es natürlich sein, dass dieses Anliegen in der Betrachtung "hochkommt" und sich teils vor das Glaubensgeheimnis "hineindrängt". Das lasse ich dann zu, und so kann es sein, dass ich bei der Betrachtung des Leidens und Sterbens Jesu zugleich auch das Leid einer Person, einer Familie etc. "mit-betrachte". Das erachte ich nicht wirklich als "Ablenkung".

Im Bett liegend bete ich den Rosenkranz nur sehr selten, und zwar dann, wenn ich aus Sorge nicht einschlafen kann. Hilft meistens ;)

Den sogenannten "Barmherzigkeitsrosenkranz" aus den Privatoffenbarungen an die Heilige Faustina kenne ich und bete ich ebenfalls gern, vor allem am Freitag um 15 Uhr; das ist zwar, obwohl er in der Zählweise dem Rosenkranz ähnelt, kein marianisches Gebet und damit eigentlich kein "Rosenkranz" (die Rosen sind ja die Blumen der Heiligen Jungfrau und Gottesmutter), sondern wohl eher ein "Dornenkranz", aber Wortklauberei ist hier nicht nützlich. Ich finde dieses Gebet für die Betrachtung des segensreichen Leides unseres Herrn jedenfalls sehr hilfreich.

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Juergen
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Juergen »

Lycobates hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 11:10
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 10:52
Ein "vollständiger" Rosenkranz besteht aus 15 Gesätzen? :hae?:
Jawohl, die fünf freudenreichen, die fünf schmerzhaften, und die fünf glorreichen Mysterien.…
Frage nebenbei:
Kennt jemand eine Bezugsquelle für den „ganzen Rosenkranz“, also einen Rosenkranz, der Perlen für alle 15 Gesätze hat.
Ich weiß, daß Dominikaner ihn am Gürtel hängen haben. Daher ist anzunehmen, man die irgendwo auch erwerben kann, aber habe bisher keine Bezugsquelle finden können.
Gruß Jürgen

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Lycobates
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Lycobates »

Juergen hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 14:32
Lycobates hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 11:10
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 10:52
Ein "vollständiger" Rosenkranz besteht aus 15 Gesätzen? :hae?:
Jawohl, die fünf freudenreichen, die fünf schmerzhaften, und die fünf glorreichen Mysterien.…
Frage nebenbei:
Kennt jemand eine Bezugsquelle für den „ganzen Rosenkranz“, also einen Rosenkranz, der Perlen für alle 15 Gesätze hat.
Ich weiß, daß Dominikaner ihn am Gürtel hängen haben. Daher ist anzunehmen, man die irgendwo auch erwerben kann, aber habe bisher keine Bezugsquelle finden können.
Keine Ahnung.
Ich werde einen mir befreundeten Dominikaner fragen.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Rosenkranz beten

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Amigo hat geschrieben:
Montag 30. September 2019, 14:00
Beim Solo-Rosenkranz-Beten finde ich es durchaus hilfreich, die Worte zumindest stumm mit den Lippen zu formen oder flüsterleise zu sprechen; rein nur im Kopf zu beten geht natürlich auch, aber die Gefahr, abgelenkt zu werden, ist dann (jedenfalls bei mir) größer.

Beim Rosenkranzgebet in der Gruppe besteht mE die Gefahr, dass die "Sprachmelodie" sehr monoton wird, der Einheitlichkeit halber; das stört mich persönlich in der Andacht. Ich möchte die Worte nicht nur sprechen, sondern auch "wirklich meinen" und empfinden, und dafür ist eine gewisse nicht-ganz-monotone Art des Sprechens für mich hilfreich - vielleicht bin ich einfach ein zu oberflächlicher Mensch, um trotz ganz monotoner Sprechweise das Gebet tief verinnerlicht zu beten. Aber jedenfalls kann ich empfehlen, auch auf die "Sprechmelodie" beim Gebet einmal Acht zu haben, um zu erspüren, ob es vielleicht das ist, was einen daran hindert, das Gebet stets innig und lebendig zu erleben.
Sehr wichtiger Aspekt: Duktus!
Ich finde es hilfreich den Rosenkranz nicht leise, sondern laut, etwas überlangsam und etwas überpointiert zu sprechen (Bühnensprache). Das hilft gegen Abschweifungen des Geistes, weil man sich dann auch auf das Sprechen/Rezitieren konzentrieren muss.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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