Katechese

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Niels
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Niels » Samstag 8. Mai 2010, 11:47

cantus planus hat geschrieben:Wohltuend anders der Heilige Vater: http://www.kath.net/detail.php?id=23836 :klatsch:
:daumen-rauf:
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Raphaela
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Raphaela » Sonntag 9. Mai 2010, 13:22

Ich glaube, Prof. Jäggle kennt den Unterschie zwischen überzeugen und überreden nicht!

Mission bedeutet nicht überrden, aber überzeugen! -Und die Mittel dazu sind vielfältig.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Marion
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Marion » Sonntag 9. Mai 2010, 13:48

cantus planus hat geschrieben:
Überzeugen möchte der Wiener Professor aber niemand.
Uff - Dann ist ja alles gut :)
Ich dachte kurz er will uns davon überzeugen, daß überzeugen nicht gut.
In seinem Fall ist das aber ganz gut, daß er dazusagt daß sein Geschwätz nur Geschwätz ist von dem nicht mal er möchte, daß man sich überzeugen lässt.
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Gamaliel
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 24. Oktober 2010, 16:07

Zum heutigen Missionssonntag - Gedanken eines Missionars:

Erzbischof Marcel Lefebvre am 19. November 1989 in Paris-Le Bourget hat geschrieben:[...]Ein radikaler Wechsel in der Einstellung der Kirche! Vor dem Konzil — das ist ja meine persönliche Erfahrung — wurden wir über die Meere in die Missionen gesandt. Ich habe dreißig Jahre in Afrika verbracht, unsere lieben Gabunesen, die hier sind, sind dafür die Zeugen. Dreißig Jahre in Afrika, zu welchem Zweck? Doch um die Seelen zu Unserem Herrn Jesus Christus zu bekehren, um die Seelen zur Kirche zu bekehren, um die Seelen durch die katholische Taufe in die Kirche aufzunehmen! Was hat der hl. Petrus nach seiner ersten Predigt in Jerusalem getan? Er hat dreitausend Menschen getauft. Er hat sie getauft, weil er gewußt hat, daß er durch die Taufe die Kirche errichtet, daß von nun an alle, die in die Kirche eingehen, den Weg des Heils gehen und Unserem Herrn Jesus Christus folgen wollen, die am Blut Unseres Herrn Jesus Christus, am erlösenden Blut des göttlichen Heilandes teilhaben wollen, zu Katholiken getauft werden müssen. Das hat die Kirche zweitausend Jahre lang so gehalten. Und auf einmal sagt man mir: Nein, man muß jetzt Dialoge führen, man darf nicht mehr bekehren wollen, man muß die Meinung eines jeden respektieren, man darf bei ihm nicht den Eindruck erwecken, daß er im Irrtum ist. Wo ist da jetzt die Mission, wo ist die Mission der Kirche?

Diese radikale Änderung wurde unter dem Druck von Gruppen erreicht, die vor allem Mitglieder des Sekretariats für die Einheit der Christen waren. Denken wir einen Augenblick nach: Wozu ein Sekretariat für die Einheit der Christen? War denn nicht die Heilige Kongregation für das Missionswesen — die Congregatio de propaganda fide — damit beauftragt, den Glauben allen zu bringen, die ihn nicht hatten? Diese Kongregation zur Verbreitung des Glaubens war damit beauftragt, die Missionäre in alle Welt auszusenden, um alle Seelen, welche auch immer, zu bekehren: Heiden, Animisten, Atheisten, Buddhisten, Muselmanen, Protestanten. Die Missionskongregation hatte die Aufgabe, die Missionäre auszusenden, um alle im Irrtum lebenden Seelen durch die katholische Taufe in die Kirche aufzunehmen. Warum wird dann neben der Missionskongregation etwas wie eine neue Kongregation errichtet, die mit allen falschen Religionen und mit allen falschen Ideologien Kontakte aufnehmen soll, aber nur mehr Freundschaftskontakte?

Darum stirbt heute die Kirche. Sie wird natürlich nicht wirklich sterben, Sie sind die Zeugen dafür und Sie sind dabei auch die Handelnden. [...]
Zuletzt geändert von Gamaliel am Sonntag 24. Oktober 2010, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 24. Oktober 2010, 16:43

cantus planus hat geschrieben:was für Knalltüten
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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overkott
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von overkott » Sonntag 24. Oktober 2010, 17:19

Wir sehen mit Schmerz, dass Traditionalisten seit dem Konzil eine Hermeneutik des Bruchs predigen und praktizieren. Der Herr ruft euch zu: Missioniert euch, bekehrt euch, kehrt um, komm zurück in die Gemeinschaft mit dem Felsen Gottes brüderlicher Liebe zu allen Menschen. Geh nicht verloren.

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Gamaliel
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 24. Oktober 2010, 17:26

overkott hat geschrieben:Wir sehen mit Schmerz, dass Traditionalisten seit dem Konzil eine Hermeneutik des Bruchs predigen und praktizieren.
"Wir." :hae?:

Sprichst Du von Dir selbst, oder bringst Du den Lesern ein Telegramm des Hl. Vaters zur Kenntnis?

overkott hat geschrieben:Der Herr ruft euch zu: Missioniert euch, bekehrt euch, kehrt um, komm zurück in die Gemeinschaft mit dem Felsen Gottes brüderlicher Liebe zu allen Menschen.
Aha, steht das in Deiner privaten Bibelübersetzung oder empfängst Du Privatoffenbarungen?

overkott hat geschrieben:Geh nicht verloren.
Keine Sorge, die Traditionalisten sind mit der Tradition der Kirche fest verbunden, einer Tradition, die unzählige Heilige hervorgebracht hat. ;)

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Sempre
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von Sempre » Sonntag 24. Oktober 2010, 18:09

Gamaliel hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Wir sehen mit Schmerz, dass Traditionalisten seit dem Konzil eine Hermeneutik des Bruchs predigen und praktizieren.
"Wir." :hae?:

Sprichst Du von Dir selbst, oder bringst Du den Lesern ein Telegramm des Hl. Vaters zur Kenntnis?
Ich kenne keine entsprechende Aussage des hl. Vaters. Dieser sieht - soweit mir bekannt - die Predigt einer Hermeneutik des Bruchs bei den Liberalen. Es muss sich wohl doch um echten overkott handeln.

Gruß
Sempre
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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cantus planus
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von cantus planus » Freitag 5. November 2010, 12:27

Passt irgendwie auch in diesen Thread: http://www.kath.net/detail.php?id=28787
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WolfgangF
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von WolfgangF » Freitag 5. November 2010, 13:57

Ich weiß nicht, ob ich irgendwann ein liberaler oder ein Traditions-Katholik sein werde, aber soviel scheint mir doch klar: Eine Kirche ohne Wahrheitsanspruch und daraus folgend Missionsauftrag scheint mir ein Widerspruch in sich zu sein...

:) Wolfgang

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martin v. tours
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Re: Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung!

Beitrag von martin v. tours » Freitag 5. November 2010, 16:47

Hallo WolfgangF
Wenn Du das schon mal erkannt hast,bist Du im Herzen schon ein Traditionalist :blinker:
Egal welches Etikett man Dir ankleben will.
martin v. tours

p.s.Traditionalist ist für mich eine Auszeichnung,obwohl es in vielen Medien eher Herabwürdigend verwendet wird.
Offensichtlich ist man heute schon Traditionalist,wenn man behauptet die Kirche hätte schon vor dem zweiten vat. Konzil existiert.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Pit
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Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Pit » Montag 10. Januar 2011, 22:28

Hallo,

wie meint ihr kann man Menschen anderer Religionsgemeinschaften den christlichen Glauben näherbringen?
Habt ihr Ideen oder auch konkrete Erfahrungen?

Gruß,
Pit
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Maurus
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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Maurus » Montag 10. Januar 2011, 22:35

Pit hat geschrieben:Hallo,

wie meint ihr kann man Menschen anderer Religionsgemeinschaften den christlichen Glauben näherbringen?
Habt ihr Ideen oder auch konkrete Erfahrungen?

Gruß,
Pit
Es fängt damit an, den eigenen Glauben authentisch zu leben. Das ist oft schon das stärkste Zeichen, gerade in Europa.

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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Pit » Montag 10. Januar 2011, 22:40

Maurus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Hallo,

wie meint ihr kann man Menschen anderer Religionsgemeinschaften den christlichen Glauben näherbringen?
Habt ihr Ideen oder auch konkrete Erfahrungen?

Gruß,
Pit
Es fängt damit an, den eigenen Glauben authentisch zu leben....
und das kann man nicht mit einem "Deine Religion ist Schund, werde Christ!" verbinden, es wäre schlicht unglaubwürdig.
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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Sempre » Montag 10. Januar 2011, 22:46

Pit hat geschrieben:und das kann man nicht mit einem "Deine Religion ist Schund, werde Christ!" verbinden, es wäre schlicht unglaubwürdig.
Wenn ich jemanden bekehren will, dann muss ich selbst erst einmal der Überzeugung sein, dass die Religion des zu Bekehrenden Schund ist und er Christ werden sollte. Ihn nun zu bekehren, bedeutet, ihm genau das zu verklickern. Genau das und nichts anderes.

Gruß
Sempre
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Pit
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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Pit » Montag 10. Januar 2011, 23:04

Sempre hat geschrieben: ...
Ihn nun zu bekehren, bedeutet, ihm genau das zu verklickern. Genau das und nichts anderes.

Gruß
Sempre
Dann sage das mal direkt zu Beginn des Gespräches einem Muslim und du siehst ihn nie wieder- versprochen.
Zuletzt geändert von holzi am Dienstag 11. Januar 2011, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Thomas_de_Austria » Montag 10. Januar 2011, 23:08

Schon einmal islam. Mission in Europa erlebt? Die sagen einem das unverblühmt ins Gesicht: Eure Religion ist Schund, ihr seid Kriegstreiber, ihr seid vom Satan verführt. Manche ärgert das und das erregt natürlich Anstoß, aber da ist eine Ansammlung an Leuten und genügend kommen mit denen dann ins Gespräch, auf die eine oder andere Art und Weise - und die Typen waren gar nicht so unerfolgreich ...

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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von overkott » Dienstag 11. Januar 2011, 11:35

Jesus war dafür Vorbild und sein Leben dafür eine Parabel, ein Gleichnis: Die Verkündigung soll helfen, seinen Glauben an Gott als Prinzip der Nächstenliebe zu verstehen. Im interreligiösen Dialog geht es also darum, unterschiedliche Theologien auf ihr oberstes Prinzip zurückzuführen.

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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 11. Januar 2011, 11:47

overkott hat geschrieben:Im interreligiösen Dialog geht es also darum, unterschiedliche Theologien auf ihr oberstes Prinzip zurückzuführen.
Du meinst damit aber, so weit zu abstrahieren und alles auszuscheiden, was nicht Allgemeingut ist (eben auch die Trinität), dass nur noch allgemeine Appelle übrigbleiben -- dünne Luft. Dadurch zerrinnt dir dein Gottesverständnis zwischen den Fingern und du bleibst mit leeren Händen zurück.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Marion
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Re: Glaubensverkündigung gegen über anderen Religionen!

Beitrag von Marion » Dienstag 11. Januar 2011, 15:46

Maurus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Hallo,

wie meint ihr kann man Menschen anderer Religionsgemeinschaften den christlichen Glauben näherbringen?
Habt ihr Ideen oder auch konkrete Erfahrungen?

Gruß,
Pit
Es fängt damit an, den eigenen Glauben authentisch zu leben. Das ist oft schon das stärkste Zeichen, gerade in Europa.
Das ist aber nicht speziell zur Glaubensverkündung. Das müssen wir sowieso die ganze Zeit machen, auch dort wo kein Heide ist.

Ohne daß jemand die Wahrheit ausspricht geht da wohl gar nichts.
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von TomS » Sonntag 11. September 2011, 19:44

Erschreckend, was kath-info heute berichtet:
kath-info.de hat geschrieben:“In 20 Jahren habe ich niemanden getauft”, bekennt der Steyler Missionar Pater Enrique Gaska SVD, der in Paraguay unter den Awa-Guaraní-Indianern wirkt. Das sagt er aber nicht mit Bedauern, sondern als Ausdruck des neuen Missionsverständnisses, von dem er beseelt ist und das im darüber berichtenden Artikel von Christian Tauchner SVD in der Steyler Missionszeitschrift stadtgottes (Juli-August 2011, S. 54-56) propagiert wird.

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von cantus planus » Sonntag 11. September 2011, 19:46

TomS hat geschrieben:Erschreckend, was kath-info heute berichtet:
kath-info.de hat geschrieben:“In 20 Jahren habe ich niemanden getauft”, bekennt der Steyler Missionar Pater Enrique Gaska SVD, der in Paraguay unter den Awa-Guaraní-Indianern wirkt. Das sagt er aber nicht mit Bedauern, sondern als Ausdruck des neuen Missionsverständnisses, von dem er beseelt ist und das im darüber berichtenden Artikel von Christian Tauchner SVD in der Steyler Missionszeitschrift stadtgottes (Juli-August 2011, S. 54-56) propagiert wird.
Das erinnert mich schwer an diesen Thread, der einmal den treffenden Namen "Mission ja, aber bitte nur ohne Überzeugung" trug, was den skandalösen Inhalt meines Erachtens viel besser wiedergegeben hätte, und nach Namensänderung leider ein Schwatz- und Polemikstrang wurde.
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Sempre » Sonntag 11. September 2011, 19:52

TomS hat geschrieben:Erschreckend, was kath-info heute berichtet:
kath-info.de hat geschrieben:“In 20 Jahren habe ich niemanden getauft”, bekennt der Steyler Missionar Pater Enrique Gaska SVD, der in Paraguay unter den Awa-Guaraní-Indianern wirkt. Das sagt er aber nicht mit Bedauern, sondern als Ausdruck des neuen Missionsverständnisses, von dem er beseelt ist und das im darüber berichtenden Artikel von Christian Tauchner SVD in der Steyler Missionszeitschrift stadtgottes (Juli-August 2011, S. 54-56) propagiert wird.
"Missionare" der Kirche helfen den Indianern dort (in Paraguay und angrenzenden Ländern) auch, indianische Kultstätten zu bauen und ihre alten Riten wiederzubeleben.
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von cantus planus » Sonntag 11. September 2011, 19:53

Sempre hat geschrieben:
TomS hat geschrieben:Erschreckend, was kath-info heute berichtet:
kath-info.de hat geschrieben:“In 20 Jahren habe ich niemanden getauft”, bekennt der Steyler Missionar Pater Enrique Gaska SVD, der in Paraguay unter den Awa-Guaraní-Indianern wirkt. Das sagt er aber nicht mit Bedauern, sondern als Ausdruck des neuen Missionsverständnisses, von dem er beseelt ist und das im darüber berichtenden Artikel von Christian Tauchner SVD in der Steyler Missionszeitschrift stadtgottes (Juli-August 2011, S. 54-56) propagiert wird.
"Missionare" der Kirche helfen den Indianern dort (in Paraguay und angrenzenden Ländern) auch, indianische Kultstätten zu bauen und ihre alten Riten wiederzubeleben.
Das gleiche geschieht in Afrika.
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Gallus » Sonntag 11. September 2011, 22:42

Aus dem Originalartikel:
Die Theologin Margot Bremer vom Indianerpastoralrat geht noch weiter: „Die abendländische Zivilisation ist am Ende, sie zerstört sich selbst und die Welt um sie herum. Daher muss eine Alternative für die Gesellschaft, für das Zusammenleben gefunden werden“, heißt es auf Treffen mit Indiovölkern. Mission wird dabei zu einer Möglichkeit, von den Indianern zu lernen, sagt Bremer: „Nach 5 Jahren Verachtung, Unterdrückung und Diskriminierung bieten die Indiovölker ihre jahrtausende alte Utopie an: Das gute Leben für alle Menschen, in Harmonie mit den anderen und der Natur.“

http://www.stadt-gottes.de/index.php?ac ... kel&id=798
:patsch:

Dritte-Welt-Verklärung und der Mythos von den edlen Wilden. Indianer missionieren die Missionare. Also: Baströckchen statt Priesterkleidung!

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Yeti » Sonntag 11. September 2011, 23:06

Gallus hat geschrieben:Aus dem Originalartikel:
Die Theologin Margot Bremer vom Indianerpastoralrat geht noch weiter: „Die abendländische Zivilisation ist am Ende, sie zerstört sich selbst und die Welt um sie herum. Daher muss eine Alternative für die Gesellschaft, für das Zusammenleben gefunden werden“, heißt es auf Treffen mit Indiovölkern. Mission wird dabei zu einer Möglichkeit, von den Indianern zu lernen, sagt Bremer: „Nach 5 Jahren Verachtung, Unterdrückung und Diskriminierung bieten die Indiovölker ihre jahrtausende alte Utopie an: Das gute Leben für alle Menschen, in Harmonie mit den anderen und der Natur.“

http://www.stadt-gottes.de/index.php?ac ... kel&id=798
:patsch:

Dritte-Welt-Verklärung und der Mythos von den edlen Wilden. Indianer missionieren die Missionare. Also: Baströckchen statt Priesterkleidung!
Iwo, das glaube ich nicht. Die Pfingstler werden sie sich holen und Krawattenmissionare aus ihnen machen. Irgendwie erinnern die mich immer an die Borg aus Star Trek.
#gottmensch statt #gutmensch

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Staubkorn » Montag 12. September 2011, 03:46

Sempre hat geschrieben:
TomS hat geschrieben:Erschreckend, was kath-info heute berichtet:
kath-info.de hat geschrieben:“In 20 Jahren habe ich niemanden getauft”, bekennt der Steyler Missionar Pater Enrique Gaska SVD, der in Paraguay unter den Awa-Guaraní-Indianern wirkt. Das sagt er aber nicht mit Bedauern, sondern als Ausdruck des neuen Missionsverständnisses, von dem er beseelt ist und das im darüber berichtenden Artikel von Christian Tauchner SVD in der Steyler Missionszeitschrift stadtgottes (Juli-August 2011, S. 54-56) propagiert wird.
"Missionare" der Kirche helfen den Indianern dort (in Paraguay und angrenzenden Ländern) auch, indianische Kultstätten zu bauen und ihre alten Riten wiederzubeleben.

Das ist ja fuuuuuuuucrhtbaaarrr! :panisch:
Ab mit ihnen, nicht nur mit den langen Haaren und den seltsamen Bekleidungsdress und "zack zack" in eine Betonkirche hingesetzt und fleißig Latein lernen... :klatsch:
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Sempre » Mittwoch 14. September 2011, 04:22

Staubkorn hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
TomS hat geschrieben:Erschreckend, was kath-info heute berichtet:
kath-info.de hat geschrieben:“In 20 Jahren habe ich niemanden getauft”, bekennt der Steyler Missionar Pater Enrique Gaska SVD, der in Paraguay unter den Awa-Guaraní-Indianern wirkt. Das sagt er aber nicht mit Bedauern, sondern als Ausdruck des neuen Missionsverständnisses, von dem er beseelt ist und das im darüber berichtenden Artikel von Christian Tauchner SVD in der Steyler Missionszeitschrift stadtgottes (Juli-August 2011, S. 54-56) propagiert wird.
"Missionare" der Kirche helfen den Indianern dort (in Paraguay und angrenzenden Ländern) auch, indianische Kultstätten zu bauen und ihre alten Riten wiederzubeleben.
Das ist ja fuuuuuuuucrhtbaaarrr! :panisch:
In der Tat. Die Missionare verraten den Herrn und ihren Auftrag.

Ich weiß ja nicht, wem Du dienst. Von Missionaren der Kirche erwartet man, dass sie dem dreifaltigen Gott dienen und dementsprechend auch Indianern gegenüber Nächstenliebe üben.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Katechese in Deutschland

Beitrag von Niels » Freitag 18. November 2011, 13:59

"Warum kniet man beim Gottesdienst? Wie lautet das Vaterunser? Und was bedeutet eigentlich die Wandlung? Viele Schüler könnten auf diese Fragen keine Antwort geben, sagt Lydia Funke von der Katholischen Theresienschule in Berlin-Weißensee. Mit ihrer Kollegin Susanne Kaup-Böttcher hat die 41-Jährige deshalb ein Kompetenztraining ( :panisch: ) ausgearbeitet, um Fünft- und Siebtklässler aktiv auf den Gottesdienst vorzubereiten": http://www.erzbistumberlin.de/medien/ka ... fit-gemac/
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Re: Katechese

Beitrag von Niels » Mittwoch 20. Juni 2012, 11:24

Lieber sinnlose Öku-Öko-Projekte als dringend nötige Katechese:
http://cms.bistum-speyer.de/www2/index. ... ENT=25328
Speyer/Neustadt (18.6.212). Unter dem Motto "Zukunft einkaufen. Glaubwürdig wirtschaften in Kirchen" geht am 7. September das achte Ökumenische Pfälzer Forum in Neustadt über die Bühne. Dazu schreiben der Katholikenrat im Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz einen Jugendwettbewerb aus. Schulklassen und Projektgruppen seien aufgefordert, sich mit eigenen Aktionen an der Veranstaltung zu beteiligen und dazu bis 3. Juni Projektbeschreibungen einzureichen, teilen die Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Speyer, Maria Faßnacht, und die Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, Bärbel Schäfer, mit.
Das Ökumenische Pfälzer Forum wirbt diesmal für einen ökofairen und regionalen Einkauf. Dazu werden Jugendliche ab der fünften Klasse gebeten, Projekte zu erarbeiten und die Ergebnisse vorzustellen. Bewertet werden Inhalt, Kreativität und Engagement. Schulklassen, Firm- und Konfirmandengruppen sind aufgefordert, sich möglichst einfallsreich an einem Stand, auf der Bühne oder mit Straßenaktionen an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die prämierten Beiträge werden am 7. September in Neustadt präsentiert.
:roll:
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gottsucherin
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Re: Katechese in Deutschland

Beitrag von gottsucherin » Donnerstag 21. Juni 2012, 23:26

Niels hat geschrieben:"Warum kniet man beim Gottesdienst? Wie lautet das Vaterunser? Und was bedeutet eigentlich die Wandlung? Viele Schüler könnten auf diese Fragen keine Antwort geben, sagt Lydia Funke von der Katholischen Theresienschule in Berlin-Weißensee. Mit ihrer Kollegin Susanne Kaup-Böttcher hat die 41-Jährige deshalb ein Kompetenztraining ( :panisch: ) ausgearbeitet, um Fünft- und Siebtklässler aktiv auf den Gottesdienst vorzubereiten": http://www.erzbistumberlin.de/medien/ka ... fit-gemac/
Und wenn ich in meine Pfarrgemeinde schaue, dann müssten wir auch bei unseren Erwachsenen mit der Katechese loslegen. Als Thema unseres Gottesdienstes fällt mir oft ein "denn sie wissen nicht, was sie tun"
Beispiel Fronleichnam: bei der Prozession an den Altären kniet keiner. Falsch zwei Leute + die Erstkommunionkinder, die unter meinem "Kommando" standen. Kniebeuge in der Kiche - denn sie wissen nicht was sie tun. Da wird zur Bank gekniet, bevor man reingeht, wenn überhaupt. Man sitzt vor dem Allerheiligsten.
Ich glaube, das Glaubenswissen, das Wissen über den Glauben ist verloren gegangen - aus welchen Gründen auch immer.
Vieles wird automatisch (mit-)gemacht, der Mensch ist ein Herdentier.

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Melody
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Wohnort: in der schönsten Stadt am Rhein... ;-)

Re: Katechese in Deutschland

Beitrag von Melody » Donnerstag 21. Juni 2012, 23:36

gottsucherin hat geschrieben:Beispiel Fronleichnam: bei der Prozession an den Altären kniet keiner. Falsch zwei Leute + die Erstkommunionkinder, die unter meinem "Kommando" standen.
Naja, das ist draußen. Auf der Straße, im Dreck. Da knien halt nur die Wenigsten. Selbst bei den Altrituellen kniet da nicht jeder, wenn auch wohl die meisten, aber eben noch längst nicht jeder, der in der Kirche auf der Bank knien würde. Warum auch immer.

Im Novus Ordo bei den heute üblichen Stadtprozessionen und Freiluftgottesdiensten zu Fronleichnam knien ja noch nicht mal die Ministranten zur Wandlung... ich hab mich vor Jahren schon gewundert, warum auf der Straße andere Regeln gelten... ich persönlich denke, es gelten keineswegs andere Regeln, außer man ist 60+ bzw. krank. :achselzuck:

Aber was ich sagen will, das hat, so meine ich, nichts mit Katechese zu tun. Sondern man scheint heute einfach auch von Priesterseite her zu meinen, draußen müsse man nicht knien.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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