Gottesdienste während der Corona-Zeit

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Athanasius0570
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Athanasius0570 »

Für mich ist Kirche sehr viel mehr als die Versammlung der Glieder an einem Ort, die ja vollzählig gar nie möglich wäre. Für mich bin ich auch sehr viel mehr als die Versammlung meiner Glieder an einem Ort und doch wäre ich nicht der gleiche, wenn sie das nicht wären.

Br. Elias.
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus. (1 Thess 5, 16-18)

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Pilger
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Pilger »

1000 jährige Tradition bricht ab.

Warum?

Wahrscheinlich zum ersten Mal seit Bestehen des Chores, also seit über 1000 Jahren, singen die Regensburger Domspatzen in der Christmette und in den Weihnachtsgottesdiensten 2020 nicht im Regensburger Dom. Die Bestimmungen rund um den Lockdown lassen es nicht zu.

Bei einen guten Ministerpräsidenten haben die Bürger Glück, bei einen schlechten Unglück. Mit MP Markus Söder haben die Bayern in der Pandemie kein Glück.

Warum?

In Bayern sind Stand: 18.12.2020, 08:00 Uhr. 5.491 Covid 19 Todesfälle zu beklagen.

Warum?

Ab Januar haben die Wissenschaftler die Öffentlichkeit darüber unterrichtet, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 wenn es nach D eingetragen wird extrem ansteckend ist. Was das bedeutet, war für die Politik absehbar. Die Reaktion? Keine. Warum ? Die ungestörten wirtschaftliche Abläufe wurden offensichtlich von den politischen Entscheidern höher bewertet als die Gesundheit der Bevölkerung. Alle Flughäfen blieben offen, das Virus kam per Flugzeug mit einer Geschäftsreisenden aus China nach Bayern ebenso mit Urlaubern aus Ischgl und wurde bei Starkbierfesten verbreitet. Kritik an Bayerns Corona-PolitikStudie identifiziert Starkbierfeste als Infektionstreiber Es folgte der erste Lockdown als die Kurve abflachte drängten viele nach Lockerungen. Warum? Die ungestörten wirtschaftliche Abläufe. Im Sommer wurde die Lockerungen teilweise bis ins absurde geführt (Die Öffnung von Stadien für Zuschauer) oder Reisen in Hochrisikogebiete. Trotz eilig aufgebauten Teststationen konnten positiv infizierte einreisen und konnte aufgrund einer „Testpanne“ Corona Testpanne Bayern Erneut Problem bei Coronatests in Bayern - Rund 10.000 Menschen betroffen nicht zeitnah oder gar nicht informiert werden. Allerdings wurde auch von kompetenter Seite der Virologen und Epidemiologen eindringlich und alarmierend darauf aufmerksam gemacht, dass ab Herbst bei sinkenden Temperaturen mit einem starken Wiederanstieg in der kälteren Jahreszeit (Winter) gerechnet werden müsse. Die Reaktion? Keine. In den Altenheimen nicht ausreichende Schutzkleidung und lange keine Schnelltest in den Schulen keine Luftfilter. Und der Einzelhandel bekam bei einen bayernweiten Inzidenz-wert über 200 noch zwei zusätzliche Verkaufstage vor den nun notwendigen Lockdown (Überlastung des Gesundheitssystem) geschenkt.

Warum?

Es fehlt Handlungsbewusstsein und Handlungsfähigkeit und an handlungsfähigen Strukturen, sie sind viel zu stark vom irrationalen Glauben der Berechenbarkeit geprägt. Bis vor wenigen Tagen kamen keine wirklich wirksamen Maßnahmen (nur ein Lockdown light) zustande, weil "einige Ministerpräsidenten von Bundesländern" sich quer gestellt haben.

Warum?

Die ungestörten wirtschaftliche Abläufe, und das brummende Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel....

Im folge der Versäumnisse nur zu gern würde ich wissen, wie viele Covid 19 Tote der Föderalismus gefordert hat, ich fürchte ich werde es nie erfahren. Wohl wissend wie viele katastrophal schwere Fehler die politischen Entscheider in der Vergangenheit begangen haben, betonen die Politiker immer lauter, der Blick müsse in die Zukunft gerichtet werden, Ja wenn in der Vergangenheit verantwortungsvoll gehandelt worden wäre, wäre eine Ausgangssperre ab 21 Uhr an Heilig Abend in Bayern nicht notwendig, ob diese überhaupt notwendig ist, stelle ich in Frage. Ich denke 90 % aller Infektionen finden zwischen 5 Uhr und 21 Uhr statt. In katholischen Kirchen sind keine entstandenen Infektionsherde bekannt.Die Corona Regeln werden beachtet die Masken und Abstandsregeln eingehalten.

Warum?

Eine Ausgangssperre ab 21 Uhr an Heilig Abend in Bayern ist historisch einmalig, selbst in den Pandemien des Mittelalters und in den Kriegsjahren 1914-1918 und 1939- 1945 fanden laut Kirchenbücher unserer Gemeinde die 24 Uhr Christmetten statt – teilweise stark abgedunkelt aufgrund der Gefahr von Luftangriffen, aber ein Einschluss der bayerischen Bevölkerung ab 21 Uhr an Heilig Abend fand historisch nie statt. MP Söder hat diesbezüglich neues und einzigartiges geschaffen.

Söder bleibt hart: Keine Ausnahmen für Mitternachtsmetten ... Zugleich verwies Söder darauf, dass in Rom sogar der Papst angekündigt habe, seine Christmesse wegen der Corona-Regeln nach vorne verlegt habe....

Das Argument ist lebensfern?

Warum?

Der Bischof von Rom hält am Heiligen Abend genau eine Christmesse, er kann diese nach vorne verlegen, die Platzkarten bleiben weiterhin für die Christmesse gültig jeder der eine Teilnahme geplant hat kann daran teilnehmen.

In den bayerischen Pfarreien ist das aufgrund der Corona-Regeln nicht so einfach, wie sich das der Herr MP Söder, er ist kein Katholik, vorstellt.

Warum ?

Zum Beispiel Das Bistum Regensburg teilt mit:

Wie geplant wird um 15:00 Uhr die Erste Vesper von Weihnachten im Dom gefeiert....Um 17:00 und um 19:00 Uhr werden - ebenfalls wie geplant - zwei Pontifikalmessen zum Heiligen Abend im Dom gefeiert.... Die reservierten, abgeholten bzw. zugeschickten Zugangskarten für diese drei Gottesdienste behalten ihre Gültigkeit. Die Christmette um 22:00 Uhr bleibt, wird aber von Bischof Rudolf nur zusammen mit Angestellten am Dom im engsten Kreis gefeiert. ...Wegen der ab 21:00 Uhr geltenden Ausgangssperre ist es nicht möglich, dass weitere Gläubige von außen diesen Gottesdienst im Dom mitfeiern. Die dafür ausgegebenen Zugangskarten verlieren ihre Gültigkeit. Ein Wechsel auf die früheren Gottesdienste um 15:00, 17:00 und 19:00 Uhr ist nicht möglich, da die Plätze bereits vollständig vergeben sind.

Diese Planung steht stellvertretend für viele Planungen zum Heiligen Abend in den katholischen Pfarrgemeinden in Bayern. Das heißt alle Gläubigen die eine Zugangs-karte für eine Christmette ab 20 Uhr reserviert haben, werden an diesen Heiligen Abend 2020 aufgrund der auch an Heilig Abend ab 21:00 Uhr geltenden Ausgangssperre und der Corona Regeln an der Teilnahme der Christmesse entgegen, des (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 4. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet) verhindert und in ihrer Religionsausübung gestört.

Die Wahl zum 19. Landtag in Bayern findet im Herbst 2023 statt, das Ergebnis der Landtagswahl vom 14. Oktober 2018 für die CSU 37,2 % - 10,5. Ich sage voraus der MP wird nach der Landtagswahl 2023 nicht mehr Markus Söder heißen und der neue MP*IN - Sie*Er wird der GRÜNEN Partei angehören.
Komm bald Herr Jesu
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden."

Caviteño
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Caviteño »

Das haben sich die Bistümer in Bayern selbst zuzuschreiben. Wer bei den Gottesdiensten zum Osterfest eingeknickt ist, darf sich nicht wundern, wenn ihm auch das Weihnachtsfest genommen wird.

Die große Allianz zwischen Kirche und Staatsregierung hat sich eben nicht ausgezahlt. Für Söder war es eine Machtfrage, sich seine harte Corona-Strategie nicht durch -als Bitte vorgetragene- Forderungen der Kirchen kaputtmachen zu lassen. Er wollte einmal klar zeigen, wer Herr im Hause ist.

Traurig, daß die Bistümer sich nicht zu einer eindeutigen Antwort vor Gericht und von der Kanzel durchringen können.

Bei uns finden die Weihnachtsgottesdienste jedenfalls statt, wir haben allerdings auch keinen Stubenarrest. Alles in allem ist die Rolle der Kirchen in dieser Zeit aber beschämend.

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Pilger
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Pilger »

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Dezember 2020, 10:25
Das haben sich die Bistümer in Bayern selbst zuzuschreiben. Wer bei den Gottesdiensten zum Osterfest eingeknickt ist, darf sich nicht wundern, wenn ihm auch das Weihnachtsfest genommen wird.
An Ostern war die gefühlte Gefährdungslage durch das Pandemie Virus eine andere und die Bilder aus Bergamo allgegenwärtig, Im Rückblick hinterher ist man immer klüger und Hygiene-Konzepte für die Kirchen gab es an Ostern ebenfalls noch nicht. Ja auch die Absage der Gottesdienste an Ostern war nicht notwendig.
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Dezember 2020, 10:25
Die große Allianz zwischen Kirche und Staatsregierung hat sich eben nicht ausgezahlt. Für Söder war es eine Machtfrage, sich seine harte Corona-Strategie nicht durch -als Bitte vorgetragene- Forderungen der Kirchen kaputtmachen zu lassen. Er wollte einmal klar zeigen, wer Herr im Hause ist.
Kardinal Marx und einige anderen Bischöfe in Bayern ist augenscheinlich der Gleichschritt mit der Staatsregierung und dem Geist der Welt wichtiger. Als die Christmette am Heiligen Abend die allen die das geplant hatten, die Teilnahme an einen Weihnachtsgottesdienst ermöglicht hätte. Kardinal Marx und einige anderen Bischöfe in Bayern sind Opportunisten - jemand, der sich aus Nützlichkeitserwägungen schnell und bedenkenlos der jeweils gegebenen Lage anpasst. Bei Kardinal Marx denke ich an die Abnahme seines Brustkreuzes am Tempelberg. Auch der synodale-suizidale Weg gehören in diese Kategorie.
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Dezember 2020, 10:25
Traurig, daß die Bistümer sich nicht zu einer eindeutigen Antwort vor Gericht und von der Kanzel durchringen können.
Eine Klage hätte mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund der im GG garantierten ungestörten Religionsausübung Erfolg gehabt, Im übrigen haben Gerichte schon entschieden, das Gottesdienste nicht generell untersagt werden dürfen. Die 21 Uhr Ausgangssperre in Bayern untersagt die Christmette nicht, sie macht nur die Teilnahme der Kirchenbesucher unmöglich, denn diese haben Stubenarrest,
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 19. Dezember 2020, 10:25
Bei uns finden die Weihnachtsgottesdienste jedenfalls statt, wir haben allerdings auch keinen Stubenarrest. Alles in allem ist die Rolle der Kirchen in dieser Zeit aber beschämend.
Soweit ich das Überblicke finden die Weihnachtsgottesdienste bundesweit zur traditionellen Uhrzeit - Bayern statt, selbst Baden Würtemberg hat die Ausgangssperre für diesen einen Tag zum Besuch der Christmette gelockert. Winfried Kretschmann (Grüne) ist eben ein guter Ministerpräsident die Bürger in Baden Würtemberg haben Glück gehabt.
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Christian
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Christian »

Caviteño hat geschrieben:
Montag 14. Dezember 2020, 20:26
Christian hat geschrieben:
Montag 14. Dezember 2020, 19:47
Bei uns (Bistum Essen ) wurden in der Pfarrei die Wochenmessen abgesagt. Ich glaube nicht das Heiligabend in der Kirche stattfindet sondern zu Hause ähnlich wie Ostern.
Das muß dann aber von Ort zu Ort verschieden sein. Bei uns (Gelsenkirchen, Bistum Essen) wurde am Sonntag noch darauf hingewiesen, daß man nur mit "Eintrittskarte" eingelassen wird und man sich diese bitte im Pfarrbüro abholen möge. Die Christmette findet sogar erst um 22:00 Uhr statt.

Allerdings gibt es in NRW auch (noch) keine Ausgangssperre wie in Bayern.
Gestern wurden zumindest im Duisburger Norden alle Messen und Veranstaltungen bis zum 10 Januar abgesagt. Als Angebot sind die Kirchen offen um die Krippe zu besuchen.

Caviteño
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Caviteño »

Christian hat geschrieben:
Samstag 19. Dezember 2020, 15:39
Gestern wurden zumindest im Duisburger Norden alle Messen und Veranstaltungen bis zum 10 Januar abgesagt. Als Angebot sind die Kirchen offen um die Krippe zu besuchen.
Bei uns ist man jetzt auch eingeknickt:
Für mich war schlussendlich ein Gespräch mit Verantwortlichen in der Stadtverwaltung ausschlaggebend, in dem sehr empfohlen wurde, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, da die Zahlen der Infizierten und Kranken weiterhin auf einem sehr hohen Niveau sind.
https://www.propstei-ge.de/pfarrei/aktu ... -silvester

Es stimmt, die Zahlen sind auf einem hohen Niveau - aber das waren sie auch schon, als die Anmeldung zu den Gottesdiensten geöffnet wurden.
Es ist wie bei den Gaststätten: Alle Hygiene-Maßnahmen (Abstand, Maskenpflicht, Registrierung zwecks Nachverfolgung, Hygiene) werden eingehalten, es werden Freiwillige gesucht, die die Einhaltung gewährleisten und trotzdem werden die Gottesdienste wegen einer "Empfehlung" abgesagt.

Dabei sind die vulnerablen Gruppen bekannt. Hätte es nicht gereicht, wenn man hier den Messbesuch verhindert hätte? Das wäre möglich gewesen, denn jeder mußte sich anmelden. Bei der Anmeldung nach dem Alter zu fragen und der Ü60-Gruppe keine Karten zuzuteilen wäre sicherlich nicht "härter" als auch den Familien die Möglichkeit des Gottesdienstbesuches zu nehmen.

PS: Da die Besucher namentlich bekannt sind, wäre es wohl keine Schwierigkeit, diese Maßnahme auch jetzt noch durchzuführen - wenn man denn gewollt hätte.

Christian
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Christian »

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 17:54
Christian hat geschrieben:
Samstag 19. Dezember 2020, 15:39
Gestern wurden zumindest im Duisburger Norden alle Messen und Veranstaltungen bis zum 10 Januar abgesagt. Als Angebot sind die Kirchen offen um die Krippe zu besuchen.
Bei uns ist man jetzt auch eingeknickt:
Für mich war schlussendlich ein Gespräch mit Verantwortlichen in der Stadtverwaltung ausschlaggebend, in dem sehr empfohlen wurde, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, da die Zahlen der Infizierten und Kranken weiterhin auf einem sehr hohen Niveau sind.
https://www.propstei-ge.de/pfarrei/aktu ... -silvester

Es stimmt, die Zahlen sind auf einem hohen Niveau - aber das waren sie auch schon, als die Anmeldung zu den Gottesdiensten geöffnet wurden.
Es ist wie bei den Gaststätten: Alle Hygiene-Maßnahmen (Abstand, Maskenpflicht, Registrierung zwecks Nachverfolgung, Hygiene) werden eingehalten, es werden Freiwillige gesucht, die die Einhaltung gewährleisten und trotzdem werden die Gottesdienste wegen einer "Empfehlung" abgesagt.

Dabei sind die vulnerablen Gruppen bekannt. Hätte es nicht gereicht, wenn man hier den Messbesuch verhindert hätte? Das wäre möglich gewesen, denn jeder mußte sich anmelden. Bei der Anmeldung nach dem Alter zu fragen und der Ü60-Gruppe keine Karten zuzuteilen wäre sicherlich nicht "härter" als auch den Familien die Möglichkeit des Gottesdienstbesuches zu nehmen.

PS: Da die Besucher namentlich bekannt sind, wäre es wohl keine Schwierigkeit, diese Maßnahme auch jetzt noch durchzuführen - wenn man denn gewollt hätte.
Das Bistum hat sich es sich einfach gemacht und die Entscheidung an die Pfarreien delegiert. In den Pfarreien sind Laien die selber zu den sog. Risikogruppen gehören und nachvollziehbar auch befürchten sich und andere in Gefahr zu bringen. Ich hätte mir hier mehr Beistand aus dem Bistum für die Entscheider vor Ort gewünscht.

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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Caviteño »

Christian hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 20:24
Das Bistum hat sich es sich einfach gemacht und die Entscheidung an die Pfarreien delegiert. In den Pfarreien sind Laien die selber zu den sog. Risikogruppen gehören und nachvollziehbar auch befürchten sich und andere in Gefahr zu bringen. Ich hätte mir hier mehr Beistand aus dem Bistum für die Entscheider vor Ort gewünscht.
Mir geht es mehr darum, daß man hier wirklich mal etwas Neues hätte ausprobieren können. Gottesdienste nach Altersgruppen - einmal für Familien und Jüngere und ggfs. dann noch einen Gottesdienst für die Risikogruppe.
Wäre man mit einem solchen Konzept in die Gespräche mit staatlichen Stellen gegangen, hätte man zumindest einen Teil der Gottesdienste "retten" können. Aber so knickt man wieder ein - obwohl staatliche Auflagen peinlich genau eingehalten werden.

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Theresita
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Theresita »

Caviteño hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 17:54
Dabei sind die vulnerablen Gruppen bekannt. Hätte es nicht gereicht, wenn man hier den Messbesuch verhindert hätte? Das wäre möglich gewesen, denn jeder mußte sich anmelden. Bei der Anmeldung nach dem Alter zu fragen und der Ü60-Gruppe keine Karten zuzuteilen wäre sicherlich nicht "härter" als auch den Familien die Möglichkeit des Gottesdienstbesuches zu nehmen.
Gute Idee ,den Ü60 jährigen den Gottesdienst zu verweigern.Ich hoffe bald wird dieser Gruppe auch die Berufstätigkeit verweigert.Denn in der Pflege und anderen Berufen dürfen wir Alten immer noch arbeiten.
Zuletzt geändert von Hubertus am Freitag 25. Dezember 2020, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.

Caviteño
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Caviteño »

Theresita hat geschrieben:
Freitag 25. Dezember 2020, 00:51
Gute Idee ,den Ü60 jährigen den Gottesdienst zu verweigern.Ich hoffe bald wird dieser Gruppe auch die Berufstätigkeit verweigert.Denn in der Pflege und anderen Berufen dürfen wir Alten immer noch arbeiten.
Der Gottesdienst wird jetzt allen verweigert - es ist also auch nicht besser. Ggfs. hätte man auch die Gottesdienste splitten können, einen für die Risikogruppe und den anderen für den Rest.

Im übrigen sollte man einmal anfangen, über intelligentere Lösungen als die Holzhammermethode des pauschalen lockdowns nachzudenken - nicht nur in den Kirchen.

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Athanasius0570
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Athanasius0570 »

Vielleicht wäre ein Chip doch keine so schlechte Idee, da kann man dann programmieren lassen: "Darf unter allen Umständen in die Kirche, verzichtet dafür auf Intensivbehandlung" etc.

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holzi
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von holzi »

Athanasius0570 hat geschrieben:
Freitag 25. Dezember 2020, 09:54
Vielleicht wäre ein Chip doch keine so schlechte Idee, da kann man dann programmieren lassen: "Darf unter allen Umständen in die Kirche, verzichtet dafür auf Intensivbehandlung" etc.

Br. Elias.
Nur ist die Behandlung nicht irgendeine Gnade, sindern das duch Krankenkassenbeiträge erworbene Recht. Der gleichen Logik nach könnten man Sportlern die Behandlung verweigern, wenn sie einen Bänderriss haben, oder Autor-, Motorrad- und Fahrradfahrern, die doch wissen müssen, dass der Straßenverkehr gefährlich ist, oder den Leuten, die aus dem Bette überhaupt aufstehen, weil doch die meisten Unglücke im Haus passieren...
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Athanasius0570
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Athanasius0570 »

Ja, du hast (aus unserer Sicht, die aber schon lange nicht mehr die der Regierenden also anscheinend auch nicht die der Gesellschaft ist) natürlich völlig recht. Aber bevor mir das Recht der freien Religionsausübung genommen wird, verzichte ICH lieber auf das erworbene Recht der Intensivbehandlung. Schließlich geht es dabei ja gerade um die Frage, was wichtiger ist in meinem Leben, die Zeit oder die Ewigkeit.
In den letzten Tagen habe ich auch konsequent auf den blöden Spruch, dass "Gesundheit das wichtigste" sei, immer mit "nein, es gibt wichtigeres" geantwortet. Anscheinend gibt einen das den Nimbus des Geisteskranken , denn es ist niemand darauf eingegangen, so als hätte ich es überhaupt nicht gesagt ... :pfeif:

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Libertas Ecclesiae
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

„Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot“
Manfred Lütz hat geschrieben:
„Viele Menschen glauben heute nicht mehr an den lieben Gott, sondern an die Gesundheit. Früher fastete man, fuhr auf Wallfahrten und betete für den Glauben. Heute tut man das für die Gesundheit. Es gibt Menschen, die leben nur noch vorbeugend und sterben dann gesund. Aber auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot.“
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Kai
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Kai »

Ich bin total froh und dankbar, dass ich zur Zeit noch Messen besuchen kann (FSSP).

Heute Vormittag Weihnachtsmesse, vorher noch Beichtgelegenheit wahrgenommen. Astrein. Morgen und Übermorgen auch Messe. Im Umkreis ist hier sonst – so wie ich mitbekomme – ziemlich alles dicht.
"We have feminized the Church so much that it is not attractive to men."
(Eric Sammons)

iustus
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von iustus »

www.doffm.de/kommunionempfang/
Liebe Brüder und Schwestern,

auf Grund der Dienstanweisungen des H.H. Generalvikar Pfarrer Wolfgang Rösch wird die Kommunion in Messen in der ordentlichen Form nur und ausschließlich als Handkommunion gespenden.
Gläubige, die die Kommunion nicht als Handkommunion empfangen möchten, sind entsprechend der althergebrachten Tradition der Kirche eingeladen, die Kommunion geistlicherweise zu empfangen.

Für Messfeiern in der außerordentlichen Form hat der Herr Generalvikar am 1. Oktober 2020 neue Normen erlassen. In diesen ist sie Spendung der Mundkommunion nun wieder erlaubt, wobei allerdings strenge hygienische Auflagen zu beachten sind.
Da diese Auflagen u.a. eine Desinfektion der Hände nach jeder einzelnen Kommunionspendung vorsehen, können wir die Kommunion in der Deutschordenskirche derzeit noch nicht in der heiligen Messe spenden. Vielmehr werden wir dies jeweils im Anschluss an die heilige Messe tun. Die entsprechenden Hinweise, wie die Kommunionspendung im Einzelnen abläuft, werden wir vor der Messe bekannt geben.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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holzi
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von holzi »

iustus hat geschrieben:
Montag 28. Dezember 2020, 14:42
www.doffm.de/kommunionempfang/
[...]
Für Messfeiern in der außerordentlichen Form hat der Herr Generalvikar am 1. Oktober 2020 neue Normen erlassen. In diesen ist sie Spendung der Mundkommunion nun wieder erlaubt, wobei allerdings strenge hygienische Auflagen zu beachten sind.
Da diese Auflagen u.a. eine Desinfektion der Hände nach jeder einzelnen Kommunionspendung vorsehen, können wir die Kommunion in der Deutschordenskirche derzeit noch nicht in der heiligen Messe spenden. Vielmehr werden wir dies jeweils im Anschluss an die heilige Messe tun. Die entsprechenden Hinweise, wie die Kommunionspendung im Einzelnen abläuft, werden wir vor der Messe bekannt geben.
Das gleiche Prozedere gilt auch in Regensburg
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

Raphaela
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Raphaela »

Maja hat geschrieben:
Freitag 18. Dezember 2020, 19:42
Wenn ich sehe und lese, dass die Intensivstationen aktuell schon zum Teil bis aufs letzte Bett voll belegt sind, zum großen Teil mit genau jenem Personenkreis, der zu den eifrigsten Kirchenbesuchern zählt, dann finde ich es wirklich auch eine Frage der Verantwortung, Gottesdienste deutlich zurückzufahren. Immerhin kommen da richtig viele Leute zusammen und zumindest in meiner Gemeinde wurde das mit den Abständen eher nicht so genau genommen. Gott ist nicht nur in der Kirche zu finden, beten kann man auch daheim. Es ist für mich eine Frage der Rücksichtnahme, nicht zuletzt auch auf das Personal in den Krankenhäusern, die oft an ihrer Belastungsgrenze angekommen sind, dass man das persönliche Bedürfnis nach Traditionen mal ein bisschen zurückfährt und sich der Frage stellt um was es an Weihnachten eigentlich geht. Und ich sehe nicht, warum man die Geburt Christi in diesem Jahr mit den besonderen, der Pandemie geschuldeten Bedingungen nicht auch verantwortungsbewusst begehen kann, indem man z.B. eine Andacht in der Hausgemeinschaft feiert oder die Christmette im TV mitfeiert.
.
Gibt es bei euch keine Ordner? Bei uns schon
Zudem musste man sich zu den Weihnachtsgottesdiensten anmelden.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Libertas Ecclesiae
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Re: Gottesdienste während der Corona-Zeit

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

Dieser bemerkenswerte Brief von Pfarrer Winfried Abel an seinen Heimatbischof Dr. Michael Gerber aus Fulda wurde bereits im Juni letzten Jahres verfasst, ist aber in seinen wesentlichen Aussagen nach wie vor aktuell:

„Was würde JESUS zu dem diözesanen Hygiene-Liturgie-Regelwerk sagen?“
Ich habe fast den Eindruck, dass in den Augen mancher Hygiene-Fanatiker die desinfizierte Hand des Priesters wichtiger ist als die innere Verfassung der Kommunionempfänger. Es gibt Bischöfe, die dafür eintreten, dass Menschen, die im Ehebruch oder in einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Beziehung leben zur Kommunion zugelassen werden sollten, - ja auch das Seelsorgeamt [...] plädiert für „wertschätzende Anerkennung“ anderer Lebensformen … Doch wehe, wenn der Priester vor der Feier der Eucharistie seine Hände nicht desinfiziert! Wehe, wenn die Gemeinde es wagt, Gott mit Gesang und frohem Herzen zu loben und zu preisen!
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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