Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

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Juergen
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Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 19. März 2020, 17:29

Jetzt, wo weithin keine Eucharistiefeiern stattfinden, schlägt die große Stunde jener, die sich Alternativen überlegen. Grundsätzlich ist es ja auch gut, den Gläubigen, Dinge an die Hand zu geben, mit denen sie dieses Fasten besser überstehen können.
Vielleicht können wir hier ja mal Sachen sammeln und besprechen, die jetzt so auf den Markt der geistlichen Möglichkeiten geworfen werden.

22. März 2020 im Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd:
Hausgottesdienst zum 4. Fastensonntag
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Fuchsi
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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Fuchsi » Freitag 20. März 2020, 14:07

https://katholisch-in-paderborn.de/wp-c ... onntag.pdf

LIED GL 489 Lasst uns loben, freudig loben oder GL 710 Unser Leben sei ein Fest

Entfällt das Gloria nicht in der Fastenzeit? Oder wird es zum Eingangslied befördert/degradiert? :hmm: :breitgrins:

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Juergen
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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Juergen » Freitag 20. März 2020, 14:42

Fuchsi hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 14:07
https://katholisch-in-paderborn.de/wp-c ... onntag.pdf

LIED GL 489 Lasst uns loben, freudig loben oder GL 710 Unser Leben sei ein Fest

Entfällt das Gloria nicht in der Fastenzeit? Oder wird es zum Eingangslied befördert/degradiert? :hmm: :breitgrins:
Bezeichnungen, die man von einer Messe kennt, passen nicht zu solchen Veranstaltungen im privaten Kreis. Das ist ja keine Liturgie im eigentlichen Sinne, sondern eine Frömmigkeitsübung, bei der im Prinzip erlaubt ist, was gefällt. Strukturiert ist wohl sie in Anlehnung an einen Wortgottesdienst oder wie man heutzutage zu sagen pflegt: an eine Wort-Gottes-Feier.
Gruß Jürgen

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Fuchsi
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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Fuchsi » Freitag 20. März 2020, 15:03

Stimmt schon, es ist keine vorgegebene Struktur verpflichtend. Ich wollte trotz allem anmerken, dass "..freudig loben.." und "Unser leben sei ein Fest" nicht inhaltlich zur Fastenzeit passen (ein violettes Tuch ist jedoch empfohlen) und schon gar nicht zum aktuellen Anlass der Hausgottesdienste ("Corona").

Treffender wäre, wenn man schon loben möchte, das Lied "Gelobt sei Jesus Christus in alle Ewigkeit - die Strophe "er schütze Leut und Land vor Seuche Krieg und Brand"... :hmm:

Na ja...

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Benedikt
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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Benedikt » Freitag 20. März 2020, 15:26

Fuchsi hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 15:03
Stimmt schon, es ist keine vorgegebene Struktur verpflichtend. Ich wollte trotz allem anmerken, dass "..freudig loben.." und "Unser leben sei ein Fest" nicht inhaltlich zur Fastenzeit passen (ein violettes Tuch ist jedoch empfohlen) und schon gar nicht zum aktuellen Anlass der Hausgottesdienste ("Corona").

Treffender wäre, wenn man schon loben möchte, das Lied "Gelobt sei Jesus Christus in alle Ewigkeit - die Strophe "er schütze Leut und Land vor Seuche Krieg und Brand"... :hmm:

Na ja...
Das Lied heißt ja auch nicht "Lasst uns loben, freudig loben", sondern "Lasst uns loben, Brüder, loben".
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Fuchsi » Freitag 20. März 2020, 15:31

Benedikt hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 15:26
Das Lied heißt ja auch nicht "Lasst uns loben, freudig loben", sondern "Lasst uns loben, Brüder, loben".
Aber doch nicht, wenn der Feier eine WoGoleiterin vorsteht ;) ;D :pfeif:

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Juergen
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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Juergen » Freitag 20. März 2020, 15:43

Fuchsi hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 15:31
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 15:26
Das Lied heißt ja auch nicht "Lasst uns loben, freudig loben", sondern "Lasst uns loben, Brüder, loben".
Aber doch nicht, wenn der Feier eine WoGoleiterin vorsteht ;) ;D :pfeif:
Vorstehen :roll:

Mein Liturgieprofessor sagte mal: „Wenn ich das Wort Vorsteher höre, muß ich immer an Prostata denken.“

Gruß Jürgen

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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Radulf Thoringi » Freitag 20. März 2020, 21:04

Vielleicht mal eine Alternative, nicht nur für Deutschland. ;D

PS: Ich weiß natürlich, daß das bei uns alles nur Attrappe ist. :tuete:
"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."
Werner Heisenberg

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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Maja » Samstag 21. März 2020, 15:56

Das https://www.katholisch.de/artikel/24890 ... tion-wurde ersetzt natürlich keine Eucharistiefeier, doch ich finde es eine schöne Idee.
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Juergen
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Re: Keine Eucharistiefeiern - und nun, was tun?

Beitrag von Juergen » Sonntag 5. April 2020, 14:07

Gottesdienstvorschläge für Gründonnerstag und weitere Tage findet sich im Heft „Impule 05.04-2020 – 19.04.2020“.
Beispiel aus den Impuls-Gedanken am Gründonnerstag:
In diesem Jahr können wir angesichts der Corona-Pandemie leider in dieser Form nicht gemeinsam Eucharistie feiern. Dennoch feiern wir diesen Hausgottesdienst in Erinnerung daran, was Jesus damals für die Jünger tat.
Er reicht uns das Brot zum Leben. Jesus reicht uns nicht nur Brot, er wird nicht nur verraten und ausgeliefert, er liefert sich selber uns aus.
Wir könnten das Mahl des Herrn nicht feiern, wenn es uns nicht von unseren Vorfahren im Glauben überliefert worden wäre. Und diese hatten es wieder von ihren Vorfahren und sofort. Daran sehen wir: Das Brot des Lebens kann sich keiner einfach nehmen; man kann es nur empfangen und nur was einer dankbar empfangen hat, das kann er anderen weitergeben und überliefern.
  • [AKTION mit Kindern]
    Jetzt können einfaches Brot(Fladenbrot oder Baguette- Brot) miteinander geteilt und Traubensaft oder Weintrauben gereicht werden. Dabei kann das Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ gesungen werden.
:roll:
Gruß Jürgen

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