Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

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taddeo
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von taddeo » Samstag 12. Oktober 2019, 09:47

Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
... einfach nur lukrative Jobs mit Dienstwohnung (so wie es ja bei hauptamtlichen Laien schon ein großes Problem ist).
Nur zur Information: Es gibt keinen einzigen Kirchenmitarbeiter, der eine kostenlose Dienstwohnung hätte. Jeder Priester, der eine Dienstwohnung hat (Pfarrer, Kapläne, Domkapitulare etc.), zahlt dafür Miete bzw. bekommt von vornherein einen Abzug vom Gehalt dafür. Von Laien ganz zu schweigen.

CIC_Fan
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 12. Oktober 2019, 10:00

Gibt es nach den Skandalen der letzten Jahre wirklich noch die Möglichkeit kirchliche Glaubwürdigkeit zu verlieren

Ralf
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Ralf » Samstag 12. Oktober 2019, 22:52

taddeo hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 11:59
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 11:48
Andererseits muß man doch sagen, das ist jedenfalls meine Erfahrung in Griechenland und anderswo im Orient, daß, im Vergleich zum unsrigen (tempore non suspecto, von Ausnahmen natürlich abgesehen) und im Vergleich zum theologisch gelehrten Mönchsstand des Ostens (es gibt natürlich da auch viele einfache Brüder, die oft sogar Analphabeten sind), der verheiratete Weltklerus der Ostkirche(n) doch absolut zweitklassig ist, vielfach ungebildet und nicht selten schäbig, man kann froh sein, wenn sie sich wenigstens als gute Familienväter gerieren, aber von einem sprudelnden geistlichen Leben ist kaum eine Rede, wenn man von der Feier der Liturgie, ein paar Mal im Monat, aber oft routinenhaft, absieht.
Das ist bestimmt kein nachzueiferndes Vorbild.
Ich habe die Welt der Ostkirchen ziemlich gut kennengelernt, als ich ein Jahr im Pontificium Collegium Russicum studiert habe, wo Ostpriester aller möglichen Denominationen lebten. Und seither ist mir sehr klar, daß unser lateinisch-katholischer Saustall um einiges besser ist als der ostkirchlich-katholische oder gar orthodoxe Saustall. Wir würden uns nur verschlechtern, wenn wir die Ostkirchen als Vorbild nehmen würden.
:daumen-rauf:
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Ralf
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Ralf » Samstag 12. Oktober 2019, 22:57

Lauralarissa hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 04:16
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
Erstmal die Kirchensteuer abschaffen und dann weitersehen, wenn sich der Staub gelegt hat.
Warum? Das hätte derzeit nur eine Konsequenz: Völlige Marginalisierung der Kirche, die zur völligen Splittergruppe verkommen würde.
Da italienische und spanische Modell der Kirchenfinanzierung wäre ja schon einmal ein großer Fortschritt.

Und wieso wäre die Kirche dann eine Splittergruppe? Treten dann Millionen Katholiken aus, weil sie keine Krchensteur mehr zahlen dürfen?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Tinius
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Tinius » Sonntag 13. Oktober 2019, 14:26

Ralf hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 22:57
Lauralarissa hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 04:16
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
Erstmal die Kirchensteuer abschaffen und dann weitersehen, wenn sich der Staub gelegt hat.
Warum? Das hätte derzeit nur eine Konsequenz: Völlige Marginalisierung der Kirche, die zur völligen Splittergruppe verkommen würde.
Da italienische und spanische Modell der Kirchenfinanzierung wäre ja schon einmal ein großer Fortschritt.

Und wieso wäre die Kirche dann eine Splittergruppe? Treten dann Millionen Katholiken aus, weil sie keine Krchensteur mehr zahlen dürfen?
Da würde doch keiner austreten, wenn das spanische System eingeführt würde.

https://hpd.de/artikel/spanien-kirchens ... euro-16585

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Juergen
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Juergen » Sonntag 13. Oktober 2019, 14:49

Die Kirche sollte sich komplett aus Spenden bzw. Beiträgen im Sinne von c. 222 finanzieren.

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Siard
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Sonntag 13. Oktober 2019, 17:47

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 14:49
Die Kirche sollte sich komplett aus Spenden bzw. Beiträgen im Sinne von c. 222 finanzieren.
:daumen-rauf:

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Benedikt
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Benedikt » Sonntag 13. Oktober 2019, 17:54

taddeo hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 09:47
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
... einfach nur lukrative Jobs mit Dienstwohnung (so wie es ja bei hauptamtlichen Laien schon ein großes Problem ist).
Nur zur Information: Es gibt keinen einzigen Kirchenmitarbeiter, der eine kostenlose Dienstwohnung hätte. Jeder Priester, der eine Dienstwohnung hat (Pfarrer, Kapläne, Domkapitulare etc.), zahlt dafür Miete bzw. bekommt von vornherein einen Abzug vom Gehalt dafür. Von Laien ganz zu schweigen.
Das ist mir durchaus bekannt. Es wäre auch Steuerhinterziehung. Allerdings sind die Mieten oftmals nicht "ortsüblich". Pfarrhäuser sind - zumindest in katholisch geprägten Gebieten - eine der attraktivsten Immobilien im Ort. Hinzu kommt, daß man sich um Dinge wie Wohnungssuche, Makler und zum Teil auch Renovierungen nicht groß kümmern muß, was gerade in Ballungsräumen von großem Vorteil ist.

Von evangelischen Bekannten weiß ich, daß für die Pastoren oftmals nicht die Gemeinde eine entscheidende Rolle bei der Gemeindesuche spielt, sondern die Beschaffenheit des Pfarrhauses.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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taddeo
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von taddeo » Sonntag 13. Oktober 2019, 18:04

Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
Allerdings sind die Mieten oftmals nicht "ortsüblich". Pfarrhäuser sind - zumindest in katholisch geprägten Gebieten - eine der attraktivsten Immobilien im Ort. Hinzu kommt, daß man sich um Dinge wie Wohnungssuche, Makler und zum Teil auch Renovierungen nicht groß kümmern muß, was gerade in Ballungsräumen von großem Vorteil ist.
Naja, das ist eigentlich auch nur eine Ansammlung von Vorurteilen. :achselzuck:
Frag mal in unserem Bistum die Pfarrer, was sie von ihren "attraktiven Immobilien" halten ... ein älteres Pfarrhaus nach dem anderen muß abgerissen werden, weil eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich und ein Verkauf nicht erfolgreich ist, und die ganz alten Pfarrhäuser sind heute meistens auch nicht das, was sich ein Pfarrer als normale Wohnung wünschen würde. "Daß man sich um Dinge wie Wohnungssuche, Makler und zum Teil auch Renovierungen nicht groß kümmern muß", ist oft mehr Belastung als Vorteil und nur eine Konsequenz aus der Residenzpflicht der Geistlichen. Dafür kann er sich nicht aussuchen, wo er wohnen möchte.

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Juergen
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Juergen » Sonntag 13. Oktober 2019, 19:07

taddeo hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 09:47
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
... einfach nur lukrative Jobs mit Dienstwohnung (so wie es ja bei hauptamtlichen Laien schon ein großes Problem ist).
Nur zur Information: Es gibt keinen einzigen Kirchenmitarbeiter, der eine kostenlose Dienstwohnung hätte. Jeder Priester, der eine Dienstwohnung hat (Pfarrer, Kapläne, Domkapitulare etc.), zahlt dafür Miete bzw. bekommt von vornherein einen Abzug vom Gehalt dafür. Von Laien ganz zu schweigen.
M.W. zahlen die keine Miete, sondern versteuern die Bereitstellung der Wohnung als geldwerten Vorteil bei der Einkommensteuererklärung. – Es ist aber schon ein Unterschied, ob ich 1000,-€ Miete zahle oder im Monat von 1000,-€ Einkommensteuer.

Beispiel:
Gehalt eines Pfarrers (A13) – PiMalDaumen: 4000,-€ brutto. Das macht Netto etwa: 2400,-€

Mit Wohnung:
Gehalt eines Pfarrers (A13) – PiMalDaumen: 4000,-€ brutto + Miete von 1000€ = 5000,-€ zu versteuern.
Das macht Netto etwa: 2900,-€ und abzüglich 1000,-€ Miete:
Nettoauszahlungsbetrag: 1900,-€

Damit werden also für die Wohnung nur 500,-€ bezahlt.
Gruß
Jürgen
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Sonntag 13. Oktober 2019, 21:29

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 19:07
taddeo hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 09:47
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
... einfach nur lukrative Jobs mit Dienstwohnung (so wie es ja bei hauptamtlichen Laien schon ein großes Problem ist).
Nur zur Information: Es gibt keinen einzigen Kirchenmitarbeiter, der eine kostenlose Dienstwohnung hätte. Jeder Priester, der eine Dienstwohnung hat (Pfarrer, Kapläne, Domkapitulare etc.), zahlt dafür Miete bzw. bekommt von vornherein einen Abzug vom Gehalt dafür. Von Laien ganz zu schweigen.
M.W. zahlen die keine Miete, sondern versteuern die Bereitstellung der Wohnung als geldwerten Vorteil bei der Einkommensteuererklärung. – Es ist aber schon ein Unterschied, ob ich 1000,-€ Miete zahle oder im Monat von 1000,-€ Einkommensteuer.

Beispiel:
Gehalt eines Pfarrers (A13) – PiMalDaumen: 4000,-€ brutto. Das macht Netto etwa: 2400,-€

Mit Wohnung:
Gehalt eines Pfarrers (A13) – PiMalDaumen: 4000,-€ brutto + Miete von 1000€ = 5000,-€ zu versteuern.
Das macht Netto etwa: 2900,-€ und abzüglich 1000,-€ Miete:
Nettoauszahlungsbetrag: 1900,-€

Damit werden also für die Wohnung nur 500,-€ bezahlt.
Das ist meines Wissens richtig.
Allerdings kann die Dienstwohnung auch ein ziemlich übles "Geschenk" sein. Wenn jemand z.B. eine 100m2 Dienstwohnung in der Innenstadt einer Großstadt beziehen muss und sie als geldwerten Vorteil versteuert, kann es sein, dass ihm das teurer kommt, als wenn er selbst irgendwo eine 50m2 Wohnung mietet... Eine Wohnung in der Innenstadt von München kann schnell mal 2000 Euro kosten - und das ist auch als "geldwerter Vorteil" viel ...
Also nicht unbedingt immer ein Vorteil

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Sonntag 13. Oktober 2019, 21:31

taddeo hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 18:04
. "Daß man sich um Dinge wie Wohnungssuche, Makler und zum Teil auch Renovierungen nicht groß kümmern muß", ist oft mehr Belastung als Vorteil und nur eine Konsequenz aus der Residenzpflicht der Geistlichen.
Ja, wobei ich so manchem Geistlichen auch mal die Erfahrung einer zermürbenden Wohnungssuche wünschen möchte. Im Studium die subventionierte Vollpension im Seminar in 1a Lage fußläufig zu Uni mit umfangreicher Präsenzbibliothek im Haus, im Freisemester das vom anderen PAK übernommene Zimmer, dann wieder Seminar, dann Dienstwohnung ...
Da fehlt schon die Erfahrung, sich bei 30 Wohnungen zu bewerben, 5 besichtigen zu dürfen und dann doch keine zu bekommen ...
Und zu merken, wie knapp das Gehalt ist und was man sich alles nicht leisten kann.

Laura

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Vir Probatus » Montag 14. Oktober 2019, 05:43

Lauralarissa hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 21:29
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 19:07
taddeo hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 09:47
Benedikt hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 21:08
... einfach nur lukrative Jobs mit Dienstwohnung (so wie es ja bei hauptamtlichen Laien schon ein großes Problem ist).
Nur zur Information: Es gibt keinen einzigen Kirchenmitarbeiter, der eine kostenlose Dienstwohnung hätte. Jeder Priester, der eine Dienstwohnung hat (Pfarrer, Kapläne, Domkapitulare etc.), zahlt dafür Miete bzw. bekommt von vornherein einen Abzug vom Gehalt dafür. Von Laien ganz zu schweigen.
M.W. zahlen die keine Miete, sondern versteuern die Bereitstellung der Wohnung als geldwerten Vorteil bei der Einkommensteuererklärung. – Es ist aber schon ein Unterschied, ob ich 1000,-€ Miete zahle oder im Monat von 1000,-€ Einkommensteuer.

Beispiel:
Gehalt eines Pfarrers (A13) – PiMalDaumen: 4000,-€ brutto. Das macht Netto etwa: 2400,-€

Mit Wohnung:
Gehalt eines Pfarrers (A13) – PiMalDaumen: 4000,-€ brutto + Miete von 1000€ = 5000,-€ zu versteuern.
Das macht Netto etwa: 2900,-€ und abzüglich 1000,-€ Miete:
Nettoauszahlungsbetrag: 1900,-€

Damit werden also für die Wohnung nur 500,-€ bezahlt.
Das ist meines Wissens richtig.
Allerdings kann die Dienstwohnung auch ein ziemlich übles "Geschenk" sein. Wenn jemand z.B. eine 100m2 Dienstwohnung in der Innenstadt einer Großstadt beziehen muss und sie als geldwerten Vorteil versteuert, kann es sein, dass ihm das teurer kommt, als wenn er selbst irgendwo eine 50m2 Wohnung mietet... Eine Wohnung in der Innenstadt von München kann schnell mal 2000 Euro kosten - und das ist auch als "geldwerter Vorteil" viel ...
Also nicht unbedingt immer ein Vorteil
Da wurden bei uns schon Räume der Dienstwohnung zu "Besprechungszimmern" umdeklariert, damit nicht so viel versteuert werden musste.
Früher wurden diese Wohnungen für 2 Personen geplant: Priester + Haushälterin. Heute ist das ja kaum noch der Fall.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Montag 14. Oktober 2019, 09:38

Diakonat der Frau in Amazonas-Region angekündigt, "wenn es Papst Franziskus genehmigt"
Bischof Adriano Ciocca Vasino von der Prälatur São Félix, Brasilien, sagte am 12. Oktober, es gebe Frauen in seiner Gemeinde, die bereits in Theologie ausgebildet sind, und "sie wissen, dass, wenn diese Synode mit der [Erlaubnis] des Papstes die Möglichkeit des Diakons für Frauen eröffnet.... werde ich sie weihen".
Und wenn der Papst es nicht erlaubt, macht er es bestimmt trotzdem... irgendwie...
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von kabelkeber » Montag 14. Oktober 2019, 10:48

Gott, die Kirchenspaltung ist doch eh Fakt.
Jetzt wird halt versucht, "irgendwie" die Konservativen auf Linie zu bekommen.
Und das synodale Untier das hier in D um sich greift, dient in erster Linie dazu, finanziell umzustrukturieren, Stellen abzubauen etc.
Seelsorge, das wird doch nur vorgeschoben. Wer wirklich meint, das all diese "Superreformen" einen echten Sinn haben und dazu noch "geistbeseelt" seien, der sollte sich fragen, ob er denn überhaupt noch KATHOLISCH ist.

Kein Katholik, der seinen Glauben verstanden hat und ernst nimmt, wird dieser Hybris zustimmen können.

Und was das Finanzielle anbetrifft:

Es wird gelebt, wie die Made im Speck. Von der wirklichen wirtschaftlichen Realität in deutschen Familien haben Kleriker und Ordensleute null Ahnung.

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Siard
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Montag 14. Oktober 2019, 14:01

kabelkeber hat geschrieben:
Montag 14. Oktober 2019, 10:48
Gott, die Kirchenspaltung ist doch eh Fakt.
Jetzt wird halt versucht, "irgendwie" die Konservativen auf Linie zu bekommen.
Und das synodale Untier das hier in D um sich greift, dient in erster Linie dazu, finanziell umzustrukturieren, Stellen abzubauen etc.
Seelsorge, das wird doch nur vorgeschoben. Wer wirklich meint, das all diese "Superreformen" einen echten Sinn haben und dazu noch "geistbeseelt" seien, der sollte sich fragen, ob er denn überhaupt noch KATHOLISCH ist.

Kein Katholik, der seinen Glauben verstanden hat und ernst nimmt, wird dieser Hybris zustimmen können.
Das sehe ich im großen und ganzen auch so.
kabelkeber hat geschrieben:
Montag 14. Oktober 2019, 10:48
Und was das Finanzielle anbetrifft:

Es wird gelebt, wie die Made im Speck. Von der wirklichen wirtschaftlichen Realität in deutschen Familien haben Kleriker und Ordensleute null Ahnung.
Es trifft nicht auf alle zu, aber mEn auf sehr viele.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von kabelkeber » Montag 14. Oktober 2019, 18:01

Zur Made im Speck:

.... tatsächliche Situation einer geistlichen Gemeinschaft in meinem Bistum:
- Rektor spiritualis ist gleichzeitig Gemeindepfarrer (7000 Seelen), vertreibt nebenbei sehr erfolgreich seine Bücher
- Oberin der Gemeinschaft ist gleichzeitig Gemeindereferentin
- zwei weitere Schwestern sind im KiGa als Pädagoginnen beschäftigt
- Gemeinschaft ist e.V. und betreibt ein reichhaltiges Seminarprogramm

Wer rechnen kann, wird wissen, was da finanziell hängen bleibt.


Im Zuge der synodalen Erneuerung hat unser Herr Bischof nun ein Schreiben an alle Vorsitzenden der noch im Amte befindlichen Pfarrgemeinderäte verfaßt (Auflösung zum 31.12.2019).
Dies darf man sich als Vorsitzender dann auf der Homepage des Bistums herunterladen.

Mal ganz ehrlich....geht's noch?? Wenn man schon Unterstützung verlangt, dann sollte man wenigstens den Mumm besitzen seine ehrenamtlichen Mitarbeiter PERSÖNLICH anzuschreiben.

Aber nun gut.
Hier geht es ja um die Amazonas Synode.
:nuckel:

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Montag 14. Oktober 2019, 19:08

kabelkeber hat geschrieben:
Montag 14. Oktober 2019, 18:01
Zur Made im Speck:

.... tatsächliche Situation einer geistlichen Gemeinschaft in meinem Bistum:
- Rektor spiritualis ist gleichzeitig Gemeindepfarrer (7000 Seelen), vertreibt nebenbei sehr erfolgreich seine Bücher
- Oberin der Gemeinschaft ist gleichzeitig Gemeindereferentin
- zwei weitere Schwestern sind im KiGa als Pädagoginnen beschäftigt
- Gemeinschaft ist e.V. und betreibt ein reichhaltiges Seminarprogramm

Wer rechnen kann, wird wissen, was da finanziell hängen bleibt.
Das Einkommen geht aber in die Gemeinschaftskasse und finanziert alle, die kein Einkommen (mehr) haben, bzw. ein zu geringes, mit. Ebenso die Veranstaltungen und Gebäude, die nicht umbedingt Gewinn bringen.
Das die Gemeinschaft ein e.V. ist, dürfte der bundesdeutschen Rechtslage geschuldet sein.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Dienstag 15. Oktober 2019, 13:34

Zum Columbus-Tag für's Stammbuch von Franziskus B.:

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Niels » Dienstag 15. Oktober 2019, 14:10

Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Osthugo » Dienstag 15. Oktober 2019, 14:29

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 10:29
Die einzige Hoffnung ist biologisch, nämlich dass die konservativen Kardinäle (Sarah etc) langsam sterben und durch progressivere und politischere Persönlichkeiten ersetzt werden, die bei der nächsten Papstwahl einen geeignete Nachfolger für Franziskus wählen. Jeder neue Kardinal, der von Franziskus ernannt wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung .. Möge er noch lange leben.
Und dass - weil sich die konservative Kirchenkarriere nicht mehr lohnt - die reaktionären Kräfte von allein aussterben.

Laura
Es ist eine interessante - wenn auch sehr gewagte - Hypothese, dass eine progressivere und politischere Kirche eine generell wünschenswertere wäre und den Erosionsprozess alles Kirchlichen (was ist das eigentlich genau?) ebenso stoppen könnte, wie den Priestermangel. Von der befreienden Wirkung auf die Sexualmoral, der Etablierung von Sünden wider das Klima und einem Anathema gegenüber allem, was sich rechts von linksradikal verortet, mal ganz abgesehen.
Worin würde sich diese Kirche dann eigentlich substanziell von einer Partei wie den Grünen unterscheiden? Das Thema "Gott" kann es nicht sein, das kommt nirgendwo vor. :hae?:
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
(Makarios der Ägypter)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lycobates » Dienstag 15. Oktober 2019, 14:31

Niels hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 14:10
Als Ergänzung: https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... 84389.html
Dann muß man nach der „Synode“ ja unbedingt um die Greta bangen...
Vielleicht wird sie das nächste Mal von den Wilden über der ehemaligen Confessio im ex-Sankt Peter geschlachtet?

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Dienstag 15. Oktober 2019, 14:49

Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 14:31
Dann muß man nach der „Synode“ ja unbedingt um die Greta bangen...
Vielleicht wird sie das nächste Mal von den Wilden über der ehemaligen Confessio im ex-Sankt Peter geschlachtet?
Weniger. Ein polnisches Sprichwort sagt: Die Teufel nehmen die ihren nicht.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lycobates » Dienstag 15. Oktober 2019, 15:00

Bruder Donald hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 14:49
Lycobates hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 14:31
Dann muß man nach der „Synode“ ja unbedingt um die Greta bangen...
Vielleicht wird sie das nächste Mal von den Wilden über der ehemaligen Confessio im ex-Sankt Peter geschlachtet?
Weniger. Ein polnisches Sprichwort sagt: Die Teufel nehmen die ihren nicht.
Sed contra: Ein anderes Sprichwort sagt: Die Revolution frißt ihre Kinder.
Das Mädel könnte einem leid tun!

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Dienstag 15. Oktober 2019, 18:56

Kardinal Kurt Koch zur Amazonas-Synode

Daraus:
Gerade bei den letzten Themen gäbe es keine klare Linie, "sondern verschiedene Meinungen": "Das sind natürlich Fragen, die die Menschen beschäftigen", so Koch, "ich würde aber nicht meinen, dass das in der Amazonas-Synode derart im Vordergrund ist wie das in Deutschland der Fall ist. Selbst wenn man nach Deutschland schaut, sind das nun wirklich nicht die tiefsten Probleme." Wenn man sich bei beispielsweise bei den evangelischen Kirchen umsehe, die weibliche Pastoren hätten und sich weder nach dem Papst noch nach der katholischen Sexualmoral richten müssten, stelle man fest, dass die Situation dort "nicht anders" sei [...]
Ein großes Thema sei dagegen die zunehmende Verdrängung der Katholischen Kirche in den Amazonas-Gebieten durch die Freikirchen. "Es ist in der Tat so, dass nicht wenige Gläubige der katholischen Kirche zu den Pentekostalen* gehen. Das hat natürlich verschiedene Gründe und die Kirche muss sich natürlich überlegen, warum das so ist."
*Pentekostale: gemeint sind Pfingstbewegung/Pfingstkirchen
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Dienstag 15. Oktober 2019, 19:50


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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von TeDeum » Mittwoch 16. Oktober 2019, 07:32

Ohne Worte ... :-(

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Niels » Mittwoch 16. Oktober 2019, 09:08

Ist das sein amazonischer Nimbus? :heiligschein:
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Petrus » Mittwoch 16. Oktober 2019, 13:02

ich warte da erstmal mal ab.

in aller Ruhe.

Petrus.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Edi » Mittwoch 16. Oktober 2019, 13:43

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Hanspeter
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Hanspeter » Mittwoch 16. Oktober 2019, 15:22

Sogar die Mainstream-Presse vermisst den Christusbezug:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 34491.html

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Osthugo
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Osthugo » Mittwoch 16. Oktober 2019, 15:36

Na, das will was heißen... :breitgrins: :breitgrins:
"Heiliger Engel, Schützer meiner Seele und meines Leibes, verlaß mich Sünder nicht! Weiche nicht von mir wegen meiner Sünden! Umfasse meine schwache Hand und führe mich den Weg des Heiles!"
(Makarios der Ägypter)

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