Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

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Lauralarissa
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 12:03

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Da habe ich meine Zweifel ...

Und: Das, was da sonst noch drin steht, könnte für die Konservativen in Deutschland viel schlimmer werden, als wenn irgendwo im Amazonasgebiet ein paar verheiratete Priester rumspringen ...
:freude: :freude: :freude: :freude:
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

Ralf
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Ralf » Donnerstag 13. Februar 2020, 12:07

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:34
Ralf hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:31
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Ich würde sagen für die nächsten Jahre ja (also wahrscheinlich bis zum nächsten Papst).
Wir brauchen eine Schlussstrich-Enzyklika in der Angelegenheit – dringend!
Nein. Ich würde sagen, wir brauchen mehr Gelassenheit.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 13. Februar 2020, 12:24

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:34
Ralf hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:31
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Ich würde sagen für die nächsten Jahre ja (also wahrscheinlich bis zum nächsten Papst).
Wir brauchen eine Schlussstrich-Enzyklika in der Angelegenheit – dringend!
Wie viele Schlussstriche denn noch?
Egal was das Lehramt wie sagt, die "Progressiven" werden ihre Agenda nie aufgeben. Sehen wir es ein, unblehrbar diese Leute...
Es ist ihnen egal, was eine strukturelle Autorität ihnen sagt, weil sie anti-autoritär sind und autoritäre Argumente lassen sie auch nicht gelten, wenn diese ihrer Agenda widersprechen. Die eigene Lehrautorität, die sie akzeptieren ist ihre eigene. Ganz protestantisch eben.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Etienne » Donnerstag 13. Februar 2020, 12:31

Naja..."jeder" weiss doch das das Priesteramt nicht grundsätzlich an den Zölibat gebunden ist.
Was soll also die Aufregung?

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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 13. Februar 2020, 12:43

Interessante Darstellung und Rekonstruktion der Ereignisse um das Päpstliche Schreiben herum:
Die überraschende Zölibats-Wende – Versuch einer Rekonstruktion der Ereignisse

...auch wenn ich es persönlich mehr als Legende betrachte.
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Vinzenz Ferrer
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Donnerstag 13. Februar 2020, 13:01

Ralf hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 12:07
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:34
Ralf hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:31
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Ich würde sagen für die nächsten Jahre ja (also wahrscheinlich bis zum nächsten Papst).
Wir brauchen eine Schlussstrich-Enzyklika in der Angelegenheit – dringend!
Nein. Ich würde sagen, wir brauchen mehr Gelassenheit.
Warum fällt mir ausgerechnet jetzt der Buchtitel "Entspannt in die Barbarei" ein? :pfeif:
Vorsicht! Linkes Gift! Autorin: Jutta Ditfurth.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 13. Februar 2020, 13:23

Vatikan: "Querida Amazonia" ist Lehramt, das Schlussdokument der Synode nicht
"Das apostolische Schreiben ist Lehramt, das Schlussdokument ist kein Lehramt" so Bruni wörtlich in der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch, den 12. Februar, im Presseamt des Heiligen Stuhls bei der gespannt erwarteten Präsentation des Textes von Papst Franziskus nach der Amazonassynode vom Oktober 2019.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 13:38

Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:23
Vatikan: "Querida Amazonia" ist Lehramt, das Schlussdokument der Synode nicht
"Das apostolische Schreiben ist Lehramt, das Schlussdokument ist kein Lehramt" so Bruni wörtlich in der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch, den 12. Februar, im Presseamt des Heiligen Stuhls bei der gespannt erwarteten Präsentation des Textes von Papst Franziskus nach der Amazonassynode vom Oktober 2019.
Da scheinen so manche Leute panische Angst vor den Viri probati im tiefsten amazonischen Regenwald zu haben ...
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

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Hanspeter
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Hanspeter » Donnerstag 13. Februar 2020, 13:41

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:38
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:23
Vatikan: "Querida Amazonia" ist Lehramt, das Schlussdokument der Synode nicht
"Das apostolische Schreiben ist Lehramt, das Schlussdokument ist kein Lehramt" so Bruni wörtlich in der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch, den 12. Februar, im Presseamt des Heiligen Stuhls bei der gespannt erwarteten Präsentation des Textes von Papst Franziskus nach der Amazonassynode vom Oktober 2019.
Da scheinen so manche Leute panische Angst vor den Viri probati im tiefsten amazonischen Regenwald zu haben ...
Du weißt doch ganz genau, daß davor niemand Angst hat, sondern höchstens vor dem dadurch geschaffenen Präzedenzfall.

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HeGe
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. Februar 2020, 13:55

Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:41
Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:38
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:23
Vatikan: "Querida Amazonia" ist Lehramt, das Schlussdokument der Synode nicht
"Das apostolische Schreiben ist Lehramt, das Schlussdokument ist kein Lehramt" so Bruni wörtlich in der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch, den 12. Februar, im Presseamt des Heiligen Stuhls bei der gespannt erwarteten Präsentation des Textes von Papst Franziskus nach der Amazonassynode vom Oktober 2019.
Da scheinen so manche Leute panische Angst vor den Viri probati im tiefsten amazonischen Regenwald zu haben ...
Du weißt doch ganz genau, daß davor niemand Angst hat, sondern höchstens vor dem dadurch geschaffenen Präzedenzfall.
Eben, der "tiefste amazonische Regenwald" wäre schneller in Bottrop-Mitte angekommen, als man "Ausnahmeregelung" sagen kann. Dann wird Deutschland nicht mehr am Hindukusch verteidigt, sondern der Regenwald im Bistum Essen missioniert.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:01

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:55
Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:41
Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:38
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:23
Vatikan: "Querida Amazonia" ist Lehramt, das Schlussdokument der Synode nicht
"Das apostolische Schreiben ist Lehramt, das Schlussdokument ist kein Lehramt" so Bruni wörtlich in der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch, den 12. Februar, im Presseamt des Heiligen Stuhls bei der gespannt erwarteten Präsentation des Textes von Papst Franziskus nach der Amazonassynode vom Oktober 2019.
Da scheinen so manche Leute panische Angst vor den Viri probati im tiefsten amazonischen Regenwald zu haben ...
Du weißt doch ganz genau, daß davor niemand Angst hat, sondern höchstens vor dem dadurch geschaffenen Präzedenzfall.
Eben, der "tiefste amazonische Regenwald" wäre schneller in Bottrop-Mitte angekommen, als man "Ausnahmeregelung" sagen kann. Dann wird Deutschland nicht mehr am Hindukusch verteidigt, sondern der Regenwald im Bistum Essen missioniert.
Und der Unterschied zu jetzt wäre, dass der Pfarrer von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf dann eben ein Vir probatus wäre. Der jetzige lebt auf dem Papier zölibatär, hat aber seine Freundin 20 km weiter entfernt wohnen.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:03

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:01
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:55
Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:41
Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:38
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 13:23
Vatikan: "Querida Amazonia" ist Lehramt, das Schlussdokument der Synode nicht
"Das apostolische Schreiben ist Lehramt, das Schlussdokument ist kein Lehramt" so Bruni wörtlich in der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch, den 12. Februar, im Presseamt des Heiligen Stuhls bei der gespannt erwarteten Präsentation des Textes von Papst Franziskus nach der Amazonassynode vom Oktober 2019.
Da scheinen so manche Leute panische Angst vor den Viri probati im tiefsten amazonischen Regenwald zu haben ...
Du weißt doch ganz genau, daß davor niemand Angst hat, sondern höchstens vor dem dadurch geschaffenen Präzedenzfall.
Eben, der "tiefste amazonische Regenwald" wäre schneller in Bottrop-Mitte angekommen, als man "Ausnahmeregelung" sagen kann. Dann wird Deutschland nicht mehr am Hindukusch verteidigt, sondern der Regenwald im Bistum Essen missioniert.
Und der Unterschied zu jetzt wäre, dass der Pfarrer von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf dann eben ein Vir probatus wäre. Der jetzige lebt auf dem Papier zölibatär, hat aber seine Freundin 20 km weiter entfernt wohnen.
Immerhin erkennst du an, dass es in Wirklichkeit um Deutschland geht und nicht um das Amzonas-Gebiet.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:06

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:03
Immerhin erkennst du an, dass es in Wirklichkeit um Deutschland geht und nicht um das Amzonas-Gebiet.
Es geht um beides:
Konkret geht es derzeit um Gemeinden im Amazonasgebiet, die ohne Sakramente leben müssen.
Langfristig geht es um die Frage, wie sich die Kirche weiterentwickeln wird.
Und ich bin in der Tat auch der Meinung, dass die Frage nach den Viri probati im Amazonasgebiet der Dammbruch gewesen wäre...
So müssen wir einfach nur 5 Missbrauchkrisen in unterschiedlichen Ländern und ein weiteren Verlust von Katholiken an Freikirchen bzw. Kirchenaustritte länger warten, bis man mal wieder drüber reden wird ...

Laura
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Protasius
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Protasius » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:13

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:06
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:03
Immerhin erkennst du an, dass es in Wirklichkeit um Deutschland geht und nicht um das Amzonas-Gebiet.
Es geht um beides:
Konkret geht es derzeit um Gemeinden im Amazonasgebiet, die ohne Sakramente leben müssen.
Langfristig geht es um die Frage, wie sich die Kirche weiterentwickeln wird.
Und ich bin in der Tat auch der Meinung, dass die Frage nach den Viri probati im Amazonasgebiet der Dammbruch gewesen wäre...
So müssen wir einfach nur 5 Missbrauchkrisen in unterschiedlichen Ländern und ein weiteren Verlust von Katholiken an Freikirchen bzw. Kirchenaustritte länger warten, bis man mal wieder drüber reden wird ...

Laura
Dann schau dir doch die Protestanten an, oder die Anglikaner; keiner von denen hat im letzten halben Jahrtausend den Zölibat gefordert, beide ordinieren seit Jahrzehnten Frauen, aber die Probleme, die du durch Viri probati oder die Weihe von Frauen lösen möchtest, bestehen dort ebenso. Die Medizin, die du vorschlägst, klingt zwar oberflächlich vernünftig, aber bei anderen sehr ähnlichen Fällen hat man bereits gesehen, daß sie nicht wirkt.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:19

Du sprichst zurecht von einem Dammbruch. Der Dammbruch hätte sich doch nicht darauf beschränkt, "Viri probati" erlaubt zu bekommen. Es ist doch nicht so, dass sich die Reformkräfte danach zufrieden in den Sessel gesetzt hätten und ihren Erfolg genossen hätten, sondern das wäre wieder nur ein weiterer Bruchstein aus der Mauer gewesen, die schon seit Jahrzehnten bestürmt wird. Umso wichtiger, dass man jetzt jeden Stein verteidigt.

Und nachdem hier im Forum schon mehr als einmal auf die gleich miesen Nachwuchszahlen bei den Evangelen hingewiesen wurde, kann ich dieses unbeirrte Festhalten an den "Viri probati" als vermeintliches Heilmittel gegen den angeblichen Priestermangel schon lange nicht mehr nachvollziehen.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Hanspeter » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:26

Die Sakramentenversorgung ist doch ein vorgeschobenes Argument, in Wahrheit geht es um die zeitgeistige Anpassung an das Superdogma der Gleichberechtigung.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:30

Wenn man eben nicht das eigene Konzept an die Menschen bringt und darauf besteht, wie wertvoll das ist, sondern öffentlich immer nur bestätigt und bekräftigt wie k... das alles doch ist, dann braucht man sich eben nicht wundern, das die Leute kein Interesse an der Sache haben :roll:
Dann helfen auch keine Verheirateten Priester*Innen.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:32

Hanspeter hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:26
Die Sakramentenversorgung ist doch ein vorgeschobenes Argument, in Wahrheit geht es um die zeitgeistige Anpassung an das Superdogma der Gleichberechtigung.
Aber natürlich!
In einer Gemeinschaft, in der seit Ende der 60er alle überlieferten Sakramentsriten der einstigen Kirche verunstaltet, ja verfälscht wurden, und das Laienregiment im Presbyterium immer weiter vorgedrängt wird, da soll auf einmal eine traditionelle Spendung aus Priesterhand, oder was sich dafür hält, ein Notstand sein?
Da lachen ja die Hühner!
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
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*
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:35

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:19
Und nachdem hier im Forum schon mehr als einmal auf die gleich miesen Nachwuchszahlen bei den Evangelen hingewiesen wurde, kann ich dieses unbeirrte Festhalten an den "Viri probati" als vermeintliches Heilmittel gegen den angeblichen Priestermangel schon lange nicht mehr nachvollziehen.
Der Vergleich mit den evangelischen Geschwistern ist hier nur begrenzt zielführend. Es ist völllig vereinfacht zu sagen, "bei denen gibt es kein Zölibat und sie haben trotzdem nicht mehr Pfarrer". In der evangelischen Kirche ist allgemein die Kirchenbindung eine völlig andere und das hat auch Auswirkungen auf die Identifikation junger Menschen mit der Kirche - und damit auch auf die Studienmotivation.
Sorry - aber dieses Argument taugt nicht.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:54

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:35
HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:19
Und nachdem hier im Forum schon mehr als einmal auf die gleich miesen Nachwuchszahlen bei den Evangelen hingewiesen wurde, kann ich dieses unbeirrte Festhalten an den "Viri probati" als vermeintliches Heilmittel gegen den angeblichen Priestermangel schon lange nicht mehr nachvollziehen.
Der Vergleich mit den evangelischen Geschwistern ist hier nur begrenzt zielführend. Es ist völllig vereinfacht zu sagen, "bei denen gibt es kein Zölibat und sie haben trotzdem nicht mehr Pfarrer". In der evangelischen Kirche ist allgemein die Kirchenbindung eine völlig andere und das hat auch Auswirkungen auf die Identifikation junger Menschen mit der Kirche - und damit auch auf die Studienmotivation.
Sorry - aber dieses Argument taugt nicht.
Nachdem von Ökumenikern ständig betont wird, wie gleich wir doch angeblich sind, finde ich es spannend, wie die Unterschiede wieder hervorgekramt werden, wenn es gerade passt.

Im Übrigen ist die Hinführung zu genau diesem Kirchenverständnis doch gerade das große Endziel der deutschen Reformkräfte, insofern beißt sich die Katze hier selbst in den Schwanz.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 13. Februar 2020, 14:56

Schönborn betont Dringlichkeit der Evangelisierung
Er selbst habe auf der Synode mehrfach gefragt, „warum in Amazonien die Pfingstler, die Evangelikalen, die Freikirchen einen solchen Erfolg haben“, erinnert sich Schönborn. Dieses Thema sei sonst kaum angesprochen worden. „Aber eines wurde meist als Ursache genannt: Die Pfingstler sprechen direkt von Jesus Christus. Sie verkünden das Kerygma, während die katholische Verkündigung dies zu wenig tue.“ Die Prämisse zur Pastoral in Amazonien sei „die Dringlichkeit der Evangelisierung“, so Kardinal Schönborn.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:07

Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:56
Schönborn betont Dringlichkeit der Evangelisierung
Er selbst habe auf der Synode mehrfach gefragt, „warum in Amazonien die Pfingstler, die Evangelikalen, die Freikirchen einen solchen Erfolg haben“, erinnert sich Schönborn. Dieses Thema sei sonst kaum angesprochen worden. „Aber eines wurde meist als Ursache genannt: Die Pfingstler sprechen direkt von Jesus Christus. Sie verkünden das Kerygma, während die katholische Verkündigung dies zu wenig tue.“ Die Prämisse zur Pastoral in Amazonien sei „die Dringlichkeit der Evangelisierung“, so Kardinal Schönborn.
Es bleibt die Frage:
Wer soll das tun?
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Trisagion » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:09

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:01
Und der Unterschied zu jetzt wäre, dass der Pfarrer von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf dann eben ein Vir probatus wäre. Der jetzige lebt auf dem Papier zölibatär, hat aber seine Freundin 20 km weiter entfernt wohnen.
Das sich die Frauen Priester Hinz reihenweise als Mätressen an den Hals schmeißen, und Priester Kunz aufgrund des zölibateren Drucks im Lendenbereich den Charme eines Casanova entwickelt, halte ich dann doch eher für ein Gerücht. Ich nehme mal an, da gibt es sehr viel mehr Handarbeit als Beziehungsdrama bei den Priestern. (Und vielleicht das 'i' in "Freundin" doch lieber groß schreiben?)

Aber so mal rein interessehalber: wenn der Pfarrer von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf nun seine Freundin ehelicht, zählt der dann für Dich als "bewährter Mann"? Oder müssen wir die priesterlichen Zölibatsversager alle rausschmeißen und durch neue, gestandene Ehemänner ersetzen?

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:10

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:07
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:56
Schönborn betont Dringlichkeit der Evangelisierung
Er selbst habe auf der Synode mehrfach gefragt, „warum in Amazonien die Pfingstler, die Evangelikalen, die Freikirchen einen solchen Erfolg haben“, erinnert sich Schönborn. Dieses Thema sei sonst kaum angesprochen worden. „Aber eines wurde meist als Ursache genannt: Die Pfingstler sprechen direkt von Jesus Christus. Sie verkünden das Kerygma, während die katholische Verkündigung dies zu wenig tue.“ Die Prämisse zur Pastoral in Amazonien sei „die Dringlichkeit der Evangelisierung“, so Kardinal Schönborn.
Es bleibt die Frage:
Wer soll das tun?
Jeder nach seiner Berufung.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Protasius » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:14

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:07
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:56
Schönborn betont Dringlichkeit der Evangelisierung
Er selbst habe auf der Synode mehrfach gefragt, „warum in Amazonien die Pfingstler, die Evangelikalen, die Freikirchen einen solchen Erfolg haben“, erinnert sich Schönborn. Dieses Thema sei sonst kaum angesprochen worden. „Aber eines wurde meist als Ursache genannt: Die Pfingstler sprechen direkt von Jesus Christus. Sie verkünden das Kerygma, während die katholische Verkündigung dies zu wenig tue.“ Die Prämisse zur Pastoral in Amazonien sei „die Dringlichkeit der Evangelisierung“, so Kardinal Schönborn.
Es bleibt die Frage:
Wer soll das tun?
Mir fällt dazu dieser Satz aus Querida Amazonia ein:
Querida Amazonia hat geschrieben:90. Diese drängende Notwendigkeit veranlasst mich, alle Bischöfe, besonders die Lateinamerikas, zu ermutigen, nicht nur das Gebet um Priesterberufungen zu fördern, sondern auch großzügiger zu sein und diejenigen, die eine missionarische Berufung zeigen, dazu zu bewegen, sich für das Amazonasgebiet zu entscheiden [132].
Fußnote 132: Es macht nachdenklich, dass es in einigen Ländern des Amazonasgebiets mehr Missionare für Europa oder die Vereinigten Staaten gibt, als solche, die bereit sind, in den eigenen Vikariaten Amazoniens mitzuhelfen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:16

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:07
Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:56
Schönborn betont Dringlichkeit der Evangelisierung
Er selbst habe auf der Synode mehrfach gefragt, „warum in Amazonien die Pfingstler, die Evangelikalen, die Freikirchen einen solchen Erfolg haben“, erinnert sich Schönborn. Dieses Thema sei sonst kaum angesprochen worden. „Aber eines wurde meist als Ursache genannt: Die Pfingstler sprechen direkt von Jesus Christus. Sie verkünden das Kerygma, während die katholische Verkündigung dies zu wenig tue.“ Die Prämisse zur Pastoral in Amazonien sei „die Dringlichkeit der Evangelisierung“, so Kardinal Schönborn.
Es bleibt die Frage:
Wer soll das tun?
Kardinal Schönborn gibt in dem Artikel sofort die passende Antwort:
Schönborn, der selbst an der Amazonien-Synode teilgenommen hat, sieht darin eine „Aufforderung des Papstes, alle bisher zu wenig begangenen Wege intensiv zu nutzen, um die prekäre Situation des Priestermangels zu beheben, ohne gleich auf die viri probati, die verheirateten Priester als ‚Ausweg‘ zu kommen“.
Das Potenzial ist da, wird aber nicht ausgeschöpft.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

Trisagion
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Trisagion » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:33

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:35
Der Vergleich mit den evangelischen Geschwistern ist hier nur begrenzt zielführend. Es ist völllig vereinfacht zu sagen, "bei denen gibt es kein Zölibat und sie haben trotzdem nicht mehr Pfarrer". In der evangelischen Kirche ist allgemein die Kirchenbindung eine völlig andere und das hat auch Auswirkungen auf die Identifikation junger Menschen mit der Kirche - und damit auch auf die Studienmotivation.
Sorry - aber dieses Argument taugt nicht.
Der Vergleich mit den Anglikanern in England und den Episkopalen in den USA ist hingegen ziemlich treffend, denn die sind in Struktur, Stil und Lehre ziemlich genau das was die meisten liberale Katholiken gerne hätten.

Aber wenn es so weiter geht wie bisher, wird in England innerhalb von 10-20 Jahren die Zahl der Anglikaner geringer sein als die Zahl der Katholiken! Schon seit Jahrzehnten gehen mehr Katholiken als Anglikaner Sonntags in die englischen Kirchen. Und in 10-20 Jahren sind die Episkopalen vermutlich so gut wie verschwunden.

Ich weiß ja auch nicht, was nun genau die Pforten der Unterwelt überwinden wird. Aber der typische kirchliche Liberalismus des Westens ist schlicht eine Sackgasse. Und das ändert sich nicht dadurch, daß man da mit Vollgas reinfährt.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 15:37

Trisagion hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:09
Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 14:01
Und der Unterschied zu jetzt wäre, dass der Pfarrer von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf dann eben ein Vir probatus wäre. Der jetzige lebt auf dem Papier zölibatär, hat aber seine Freundin 20 km weiter entfernt wohnen.
Das sich die Frauen Priester Hinz reihenweise als Mätressen an den Hals schmeißen, und Priester Kunz aufgrund des zölibateren Drucks im Lendenbereich den Charme eines Casanova entwickelt, halte ich dann doch eher für ein Gerücht. Ich nehme mal an, da gibt es sehr viel mehr Handarbeit als Beziehungsdrama bei den Priestern. (Und vielleicht das 'i' in "Freundin" doch lieber groß schreiben?)

Aber so mal rein interessehalber: wenn der Pfarrer von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf nun seine Freundin ehelicht, zählt der dann für Dich als "bewährter Mann"? Oder müssen wir die priesterlichen Zölibatsversager alle rausschmeißen und durch neue, gestandene Ehemänner ersetzen?
Ich hätte mit dem Pfarrer, der seine Freundin heiratet, überhaupt kein Problem.
Ich habe aber mit dem ein heftiges Problem, der ein Doppelleben führt.
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Trisagion » Donnerstag 13. Februar 2020, 16:17

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:37
Ich hätte mit dem Pfarrer, der seine Freundin heiratet, überhaupt kein Problem. Ich habe aber mit dem ein heftiges Problem, der ein Doppelleben führt.
Mein Frage ging aber darum, daß der eine zum anderen wird. Löst sich dann also Dein vormals heftiges Problem mit der Heirat in Wohlgefallen auf? "Bewährter Mann" heißt dann wohl eher "Mann auf Bewährung"?

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Donnerstag 13. Februar 2020, 16:28

Trisagion hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 16:17
Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:37
Ich hätte mit dem Pfarrer, der seine Freundin heiratet, überhaupt kein Problem. Ich habe aber mit dem ein heftiges Problem, der ein Doppelleben führt.
Mein Frage ging aber darum, daß der eine zum anderen wird. Löst sich dann also Dein vormals heftiges Problem mit der Heirat in Wohlgefallen auf? "Bewährter Mann" heißt dann wohl eher "Mann auf Bewährung"?
Ja. Es löst sich in Wohlgefallen auf. Der Mann ist dann nämlich ehrlich und verkündigt nicht etwas, das er selbst nicht lebt.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Etienne » Donnerstag 13. Februar 2020, 16:41

Ich verstehe die Angst vor verheirateten Priestern nicht wirklich.
Ich finde die Lösung der orthodoxen Kirche, (der evangelischen) realistischer.
Natürlich wird es dann andere Probleme geben, das ist klar.
Aber ich denke (weiss), das es für sehr viele Priester völlig unrealistisch ist zölibatär zu leben.
Das ein sehr hoher Anteil der Priester homosexuell ist, spricht meiner Meinung nach auch nicht gerade für den zölibatären Priester...

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Siard
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Donnerstag 13. Februar 2020, 17:05

Lauralarissa hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 15:37
Ich hätte mit dem Pfarrer, der seine Freundin heiratet, überhaupt kein Problem.
Was er allerdings nicht könnte, da die Weihe eine Eheschließung nicht zuläßt.
Etienne hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 16:41
Ich finde die Lösung der orthodoxen Kirche, (der evangelischen) realistischer.
Welche jetzt? Die sind äußerst unterschiedlich.
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