Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

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Lycobates
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lycobates » Mittwoch 12. Februar 2020, 14:53

Osthugo hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 14:44
Es wird so lange gewählt, getagt oder agitiert, bis hinten das Richtige rauskommt.
Auf jeden Fall hinten.
:unbeteiligttu:
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Juergen
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Juergen » Mittwoch 12. Februar 2020, 14:56

ZdK-Sternberg hat auch was zum Papstschreiben zu sagen:
https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/ ... men-1305s/

Sein Fazit am Ende seiner Stellungnahme: Egal was der Papst jetzt geschrieben hat, unsere Forderungen bleiben bestehen.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Osthugo
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Osthugo » Mittwoch 12. Februar 2020, 14:57

Juergen hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 14:56
ZdK-Sternberg hat auch was zum Papstschreiben zu sagen:
https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/ ... men-1305s/

Sein Fazit am Ende seiner Stellungnahme: Egal was der Papst jetzt geschrieben hat, unsere Forderungen bleiben bestehen.
Na, wer sagt's denn? :pfeif:
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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 14:57

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 14:40
"Vorerst" und "einstweilen". Wie oft muss man denen das eigentlich noch schriftlich geben?
Einer meiner ersten Gedanken war, was die "Progressiven", besonders die Damen von Maria 2.0, nun machen, nach dieser offensichtlichen Klatsche?
Eigentlich müssten sie endlich(!) Konsequent sein und gehen, nachdem auch der "liberale" Papst nicht ihre Vorderungen erfüllt hat.
All die Jahre haben sie sich hinter Papst Franziskus gestellt und seine Vorgänger gegen ihn ausgespielt, die "Argumente" kennen wir ja. Und was jetzt?
Ich befürchte, wie Lauralarissa vor kurzem meinte, den Gefallen werden sie der Kirche nicht tun. Wie all die Jahrzehnte zuvor werden sie in der Kriche physisch verbleiben und weiter Hetzen, Spalten und sabotieren, echte Reformen mit ihren ewiggestrigen Positionen blockieren, statt die Denkweise "ihres" Papstes anzunehmen und umzusetzen.
Aber am ende wird es eh wieder heißen: die Konservativen, sind die Spalter und die bösen.
Das wird man die nächsten Tage bestimmt zu hören bekommen, wie eine konservative Verschwörung den liberalen Papst gehemmt hat, ja ja... :roll:
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 15:47

Ich frage mich ernsthaft, ob diese Borniertheit und Verbissenheit nun bewundernstwert oder zum Fürchten ist :auweia:

Text des Papstes kann unterschiedlich bewertet werden
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Hanspeter
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Hanspeter » Mittwoch 12. Februar 2020, 15:49

"Ich sehe das nicht als eine endgültige Beendigung der Diskussion an"

Reinhard Kardinal Marx

Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54

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Hanspeter
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Hanspeter » Mittwoch 12. Februar 2020, 15:52

Eines sollte inzwischen allen klar sein: Der deutsche Reformkatholizismus wird alle lehramtlichen und kirchenrechtlichen Vorgaben, die nicht in sein Weltbild passen, solange nicht akzeptieren, wie seine Forderungen nicht erfüllt werden oder seine Anhänger ausgestorben sind.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 16:00

Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 15:52
Eines sollte inzwischen allen klar sein: Der deutsche Reformkatholizismus wird alle lehramtlichen und kirchenrechtlichen Vorgaben, die nicht in sein Weltbild passen, solange nicht akzeptieren, wie seine Forderungen nicht erfüllt werden oder seine Anhänger ausgestorben sind.
Aber sie sind beste Katholiken und es ist nicht in Ordnung ihnen die (Recht-)Gläubigkeit abzusprechen. :dudu:

Auf ein baldiges Aussterben. :ikb_cheers:
Aber eines muss man den "Progressiven" lassen: sie sind ihrer horizontalen "Theologie" so fanatisch ergeben, dass sie die Kirche auch nur in der Horizontalen verlassen. :ikb_stretcher: :ikb_rip: ;-D
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Marion
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Marion » Mittwoch 12. Februar 2020, 16:06

Franz träumt : "Ich träume von christlichen Gemeinschaften, die in Amazonien sich dermaßen einzusetzen und Fleisch und Blut anzunehmen vermögen, dass sie der Kirche neue Gesichter mit amazonischen Zügen schenken." (Sueño con comunidades cristianas capaces de entregarse y de encarnarse en la Amazonia, hasta el punto de regalar a la Iglesia nuevos rostros con rasgos amazónicos.)

Träumt der Franz in seinem Schreiben davon, daß im Amazonas die christlichen Gemeinschaften hauptsächlich Geister sind und nun mal inkarnieren sollten?
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Mittwoch 12. Februar 2020, 16:12

Prof. Schüller ist scheinbar richtig sauer: :unbeteiligttu:
T-Online hat geschrieben: [...] "Wir sehen einen mutlosen Papst, der keine Reformen will", sagte Schüller an diesem Mittwoch t-online.de. [...] "Papst Franziskus ist als Reformpapst gescheitert." [...]

[...] "Das Schreiben ist ein K.o.-Schlag für den Synodalen Weg in Deutschland", sagte Schüller, der an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster lehrt. [...] "Franziskus stellt den Frauen in der katholischen Kirche den Stuhl vor die Tür." [...]

[...] "Franziskus ist konservativer als das öffentliche Bild von ihm", sagte Schüller. Er pflege ein "Macho-Frauenbild", das noch hinter das von Papst Johannes Paul II. zurückfalle. [...]
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Hanspeter
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Hanspeter » Mittwoch 12. Februar 2020, 16:19

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 16:12
Prof. Schüller ist scheinbar richtig sauer: :unbeteiligttu:
T-Online hat geschrieben: [...] "Wir sehen einen mutlosen Papst, der keine Reformen will", sagte Schüller an diesem Mittwoch t-online.de. [...] "Papst Franziskus ist als Reformpapst gescheitert." [...]

[...] "Das Schreiben ist ein K.o.-Schlag für den Synodalen Weg in Deutschland", sagte Schüller, der an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster lehrt. [...] "Franziskus stellt den Frauen in der katholischen Kirche den Stuhl vor die Tür." [...]

[...] "Franziskus ist konservativer als das öffentliche Bild von ihm", sagte Schüller. Er pflege ein "Macho-Frauenbild", das noch hinter das von Papst Johannes Paul II. zurückfalle. [...]
"Dementsprechend spiele das Dokument seiner Ansicht nach auch eine mitentscheidende Rolle für den Rücktritt von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzendem der Deutschen Bischofskonferenz."

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Osthugo
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Osthugo » Mittwoch 12. Februar 2020, 16:35

Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 16:19
HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 16:12
Prof. Schüller ist scheinbar richtig sauer: :unbeteiligttu:
T-Online hat geschrieben: [...] "Wir sehen einen mutlosen Papst, der keine Reformen will", sagte Schüller an diesem Mittwoch t-online.de. [...] "Papst Franziskus ist als Reformpapst gescheitert." [...]

[...] "Das Schreiben ist ein K.o.-Schlag für den Synodalen Weg in Deutschland", sagte Schüller, der an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster lehrt. [...] "Franziskus stellt den Frauen in der katholischen Kirche den Stuhl vor die Tür." [...]

[...] "Franziskus ist konservativer als das öffentliche Bild von ihm", sagte Schüller. Er pflege ein "Macho-Frauenbild", das noch hinter das von Papst Johannes Paul II. zurückfalle. [...]
"Dementsprechend spiele das Dokument seiner Ansicht nach auch eine mitentscheidende Rolle für den Rücktritt von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzendem der Deutschen Bischofskonferenz."
Ach, und bei der Amazonassynode säuselten die Progressiven noch alle das Hohelied auf die Papsttreue im allgemeinen und Papst Franziskus im besonderen, dem man nicht widersprechen dürfe, wenn er für die Akzeptanz und Verehrung von Götzenbildern eintritt und deren freche Entfernung aus dem Kirchenraum verurteilt.

Wie schnell sich das Blatt doch wenden kann. :kugel:
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 12. Februar 2020, 17:13

Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 15:52
Eines sollte inzwischen allen klar sein: Der deutsche Reformkatholizismus wird alle lehramtlichen und kirchenrechtlichen Vorgaben, die nicht in sein Weltbild passen, solange nicht akzeptieren, wie seine Forderungen nicht erfüllt werden oder seine Anhänger ausgestorben sind.
Derzeit stellen sie noch 90% der praktizierenden Katholiken in Deutschland. Das Aussterben dauert also noch etwas ...
"Die römisch-katholische Kirche ignoriert Begabungen, verachtet Wissen und verbietet sich Visionen. Sie hat sich an Frauen versündigt und versündigt sich weiter. Diskriminierung ist ihr harter, aber hohler Markenkern." (Christiane Florin)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Mittwoch 12. Februar 2020, 17:15

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 17:13
Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 15:52
Eines sollte inzwischen allen klar sein: Der deutsche Reformkatholizismus wird alle lehramtlichen und kirchenrechtlichen Vorgaben, die nicht in sein Weltbild passen, solange nicht akzeptieren, wie seine Forderungen nicht erfüllt werden oder seine Anhänger ausgestorben sind.
Derzeit stellen sie noch 90% der praktizierenden Katholiken in Deutschland. Das Aussterben dauert also noch etwas ...
Der "praktizierenden" Katholiken? Das bezweifle ich ganz stark. Bei "Taufscheinkatholiken" würde ich dir zustimmen.
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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 17:21

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 17:13
Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 15:52
Eines sollte inzwischen allen klar sein: Der deutsche Reformkatholizismus wird alle lehramtlichen und kirchenrechtlichen Vorgaben, die nicht in sein Weltbild passen, solange nicht akzeptieren, wie seine Forderungen nicht erfüllt werden oder seine Anhänger ausgestorben sind.
Derzeit stellen sie noch 90% der praktizierenden Katholiken in Deutschland. Das Aussterben dauert also noch etwas ...
Du hast ein sehr seltsames Verständnis von "praktizierend", wenn du darunter 90% derjenigen subsumierst, die das "Praktizierte" nicht verstehen bzw. nicht teilen :hmm:
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 12. Februar 2020, 17:22

Ich glaube, der Papst hat hier einen ziemlich schlauen Schachzug gemacht. Man muss nämlich die Nr. 104 genau lesen
"Es kann vorkommen, dass an einem bestimmten Ort die in der Pastoral Tätigen für die anstehenden Probleme sehr unterschiedliche Lösungen für naheliegend halten und deshalb scheinbar entgegengesetzte kirchliche Herangehensweisen befürworten. In solch einem Fall ist es wahrscheinlich, dass die wahre Antwort auf die Herausforderungen der Evangelisierung darin besteht, beide Lösungsansätze zu überwinden und andere, vielleicht ungeahnte, bessere Wege zu finden. Der Konflikt wird auf einer höheren Ebene überwunden, wo sich jede der beiden Seiten mit der jeweils anderen zu etwas Neuem verbindet, aber dennoch sich selbst treu bleibt.
In paragraph 104 the Pope observes that when pastoral workers propose “opposed forms of ecclesial organisation” in response to challenges, it is likely that the true answer lies in “transcending the two approaches and finding other, better ways, perhaps not yet even imagined.” In the following paragraph he says solutions often come in the form of a “greater gift” that God is offering from which “there will pour forth as from an overflowing fountain the answers that contraposition did not allow us to see.”

This is vintage Bergoglio: in a context of polarisation in the Church the mistake is to try to resolve it by allowing one side to defeat the other. Rather, by patiently and attentively holding together the polarity – positions that pull in a different direction – the leader allows for the possibility of a “third way” that the Holy Spirit offers.
https://www.thetablet.co.uk/news/12469/ ... dTDXWArPAA

Der Hl. Vater wäre schön blöd gewesen, wenn er bei der gerade spürbaren Polarisierung einer der beiden Seiten Recht gegeben hätte... Das hätte nämlich die Spaltung bedeutet...
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Bruder Donald
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 17:51

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 17:22
Ich glaube, der Papst hat hier einen ziemlich schlauen Schachzug gemacht. Man muss nämlich die Nr. 104 genau lesen
"Es kann vorkommen, dass an einem bestimmten Ort die in der Pastoral Tätigen für die anstehenden Probleme sehr unterschiedliche Lösungen für naheliegend halten und deshalb scheinbar entgegengesetzte kirchliche Herangehensweisen befürworten. In solch einem Fall ist es wahrscheinlich, dass die wahre Antwort auf die Herausforderungen der Evangelisierung darin besteht, beide Lösungsansätze zu überwinden und andere, vielleicht ungeahnte, bessere Wege zu finden. Der Konflikt wird auf einer höheren Ebene überwunden, wo sich jede der beiden Seiten mit der jeweils anderen zu etwas Neuem verbindet, aber dennoch sich selbst treu bleibt.
In paragraph 104 the Pope observes that when pastoral workers propose “opposed forms of ecclesial organisation” in response to challenges, it is likely that the true answer lies in “transcending the two approaches and finding other, better ways, perhaps not yet even imagined.” In the following paragraph he says solutions often come in the form of a “greater gift” that God is offering from which “there will pour forth as from an overflowing fountain the answers that contraposition did not allow us to see.”

This is vintage Bergoglio: in a context of polarisation in the Church the mistake is to try to resolve it by allowing one side to defeat the other. Rather, by patiently and attentively holding together the polarity – positions that pull in a different direction – the leader allows for the possibility of a “third way” that the Holy Spirit offers.
https://www.thetablet.co.uk/news/12469/ ... dTDXWArPAA

Der Hl. Vater wäre schön blöd gewesen, wenn er bei der gerade spürbaren Polarisierung einer der beiden Seiten Recht gegeben hätte... Das hätte nämlich die Spaltung bedeutet...
Du liest da was heraus, was absolut nicht enthalten ist. :breitgrins:
Er sagt doch nichts anderes als: "Bei Problemen/Konflikten sollte man vielleicht sehen, ob nicht beide Lösungsansätze zu Gunsten einer dritten Option überwunden(!) Werden können." Außerdem geht es eindeutig um pastorale Angelegenheiten.
Diesen Punkt nun darauf zu beziehen, dass Papst Franziskus Diskussionen zu den bekannten Themen offen halten will, ist völlg abstrus.
Vor allem: in den Punkten zum Zölibat und Frauendiakonat übernimmt er 1:1 die Ansichten und Argumente der Konservativen. Warum weitet er seine Gedanken nicht aus und erweitert sie durch progressive Ansichten? Wo wäre das Problem gewesen? So bezieht er konkret beide ein und gibt beiden Recht. Stattdessen soll irgendwas kriptisch im Punkt 104 stehen.
Außerdem: "Schön blöd" bist eigentlich nur du, denn, wenn man deiner Denkweise folgt, waren ja die Konzilsväter im 4. Jh. auch so richtig "schön blöd", die in der Dreifaltigkeitslehre und christologie eben NICHT im Waagen geblieben sind, sondern einer polarisierten Seite den Vorzug gaben!

Die Spaltung ist sowieso real, weil eine ganz bestimmte Seite seit Jahrzehnten ihr unliebsame Lehramtliche Entscheidungen nicht akzeptieren kann und will und stattdessen nach jedem achso kleinen Rettungsring und Schlupfloch sucht, um die eigene Position zu rechtfertigten versucht und immerzu nur propagiert, warum die getroffenen Lehraussagen nicht gültig sein sollen.
Und auch jetzt, ist es dir nicht mal zu peinlich, einer offensichtlichen Klatsche ins Gesicht zu schauen und es einfach mal zu akzeptieren, nein, du stilisierst jetzt einen Punkt von ca. 112 zu einem Rettungsanker.
Und selbst, wenn es so wäre, wäre es nicht "klug", sondern regelrecht feige von einem Papst, der sich nicht traut konkret eine Position zu vertreten, sondern wischiwaschi macht. Was wiederrum bei Franziskus nicht verwundern würde, dem man einen "peronistischen Stil" nachsagt. Nur wäre daran nichts positives zu sehen, weder von progressiver noch konservativer Seite.
Zuletzt geändert von Bruder Donald am Mittwoch 12. Februar 2020, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Lauralarissa
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 12. Februar 2020, 18:32

Ich würde erstmal das Dokument ganz lesen, bevor ich so jubeln würde und es als Bestätigung eigener, konservativer Positionen sehe ...
Da dürften nämlich einige Aussagen drin sein, die für den Blutdruck so mancher Konservativer nicht gut sind.

Wie wäre es mit:
Aus diesem Grund »verfügt das Christentum, wie wir in der Geschichte der Kirche sehen können, nicht über ein einziges kulturelles Modell«[95], und »es würde der Logik der Inkarnation nicht gerecht, an ein monokulturelles und eintöniges Christentum zu denken«[96]. Die Gefahr für die Verkündiger des Evangeliums, die neu an einen Ort kommen, besteht jedoch darin, zu glauben, dass sie nicht nur das Evangelium, sondern auch die Kultur, in der sie selbst aufgewachsen sind, vermitteln müssen, wobei sie vergessen, dass es nicht darum geht, »eine bestimmte Kulturform durchsetzen zu wollen, so schön und alt sie auch sein mag«[97]. Es ist notwendig, die Neuheit des Geistes mutig anzunehmen, der fähig ist, mit dem unerschöpflichen Schatz Jesu Christi immer etwas Neues zu schaffen, denn »die Inkulturation verpflichtet die Kirche zu einem schwierigen, aber notwendigen Weg«[98]. Es stimmt: »Obwohl diese Prozesse immer langwierig sind, lähmt uns manchmal zu sehr die Angst«, und wir enden als »Beobachter einer sterilen Stagnation der Kirche«[99]. Lasst uns furchtlos sein, stutzen wir dem Heiligen Geist nicht die Flügel.
oder
Es ist möglich, sich in irgendeiner Weise auf ein indigenes Symbol zu beziehen, ohne dass man es notwendigerweise als Götzendienst betrachten müsste. Ein Mythos von spirituellem Sinngehalt kann aufgegriffen und muss nicht immer als heidnischer Irrtum angesehen werden.
oder
Die Sakramente zeigen und vermitteln den nahen Gott, der barmherzig zu seinen Kindern kommt, um sie zu heilen und zu stärken. Sie müssen daher vor allem für die Armen zugänglich sein und dürfen niemals aus finanziellen Gründen verweigert werden. Auch ist angesichts der Armen und Vergessenen des Amazonasgebietes kein Platz für eine Disziplin, die ausschließt und entfernt, weil sie auf diese Weise von einer Kirche, die zu einer Zollstation geworden ist, letztlich verworfen werden.
oder
Eine Kirche mit amazonischen Gesichtszügen erfordert die stabile Präsenz reifer und mit entsprechenden Vollmachten ausgestatteter Laien-Gemeindeleiter[136], die die Sprachen, Kulturen, geistlichen Erfahrungen sowie die Lebensweise der jeweiligen Gegend kennen und zugleich Raum lassen für die Vielfalt der Gaben, die der Heilige Geist in uns sät. Denn dort, wo eine besondere Notwendigkeit besteht, hat der Heilige Geist bereits für die Charismen gesorgt, die darauf antworten können. Dies setzt in der Kirche die Fähigkeit voraus, der Kühnheit des Geistes Raum zu geben sowie vertrauensvoll und konkret die Entwicklung einer eigenen kirchlichen Kultur zu ermöglichen, die von Laien geprägt ist. Die Herausforderungen Amazoniens verlangen von der Kirche eine besondere Anstrengung, um eine Präsenz in der Fläche zu erreichen, was nur zu verwirklichen ist, wenn die Laien eine wirksame zentrale Rolle innehaben.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Siard » Mittwoch 12. Februar 2020, 18:55

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 18:32
Ich würde erstmal das Dokument ganz lesen, bevor ich so jubeln würde und es als Bestätigung eigener, konservativer Positionen sehe ...
Ich vermute, daß Du Franziskus besser einschätzt und verstehst, als die, die jetzt die Kuh vom Eis wähnen.
Zuletzt geändert von Siard am Mittwoch 12. Februar 2020, 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
Ελευθερία ή θάνατος

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 19:00

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 18:32
Ich würde erstmal das Dokument ganz lesen, bevor ich so jubeln würde und es als Bestätigung eigener, konservativer Positionen sehe ...
Da dürften nämlich einige Aussagen drin sein, die für den Blutdruck so mancher Konservativer nicht gut sind.
Sag das mal lieber dem Prof. Schüller. :breitgrins:
Dem ist der Blutdruck wohl so zum Kopf gestiegen, dass er Papst Franziskus als "Noch schlimmeren Macho als JPII" beleidigt hat.
Ich vermisse hier deinen Protest und Verlangen nach seinem Rücktritt, wo du schon nach solchem bei viel weniger gerufen hast.
Oder fällts aus, weil Schüller aus deiner Truppe ist? :hmm:
Und bedenke: Müller und Sarah hätten es nie gewagt, den Papst (eigentlich Päpste) so zu beleidigen!
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Trisagion » Mittwoch 12. Februar 2020, 20:24

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 18:32
Wie wäre es mit:
Die Sakramente ... dürfen niemals aus finanziellen Gründen verweigert werden.
Klingt gut. Wer bringt es den deutschen Bischöfen schonend bei? :blinker:

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Marion » Mittwoch 12. Februar 2020, 20:47

Das ist die Hintertür: Das Abschlussdokument der Synode statt der Exhortation verwenden
https://gloria.tv/post/aq97sWT7NRUD6Jjz2Uv3oTQa2

genau hihi* Franz schreibt ja
Ich habe es daher vorgezogen, das Schlussdokument in diesem Apostolischen Schreiben nicht zu zitieren, weil ich vielmehr dazu einlade, es ganz zu lesen.

4. Gott gebe es, dass sich die ganze Kirche von dieser Arbeit bereichern und anregen lässt, dass sich die Hirten, die gottgeweihten Männer und Frauen und die gläubigen Laien in Amazonien um ihre Umsetzung bemühen und dass diese Arbeit irgendwie alle Menschen guten Willens inspiriert.
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Edi » Mittwoch 12. Februar 2020, 21:46

Marion hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 20:47
Das ist die Hintertür: Das Abschlussdokument der Synode statt der Exhortation verwenden
https://gloria.tv/post/aq97sWT7NRUD6Jjz2Uv3oTQa2
Dieser Papst lässt gern Hintertürchen offen, was er schon bewiesen hat. Papier ist nunmal geduldig, auch in der Kirche. Man muss immer abwarten wie gehandelt oder nicht gehandelt wird, egal, was irgendwo geschrieben steht oder gesagt wird, wenn man eine Angelegenheit oder auch einen Menschen über längere Zeit beurteilen will.
Die Bibel sagt: An ihren Früchtlen sollt ihr sie erkennen.
Zuletzt geändert von Edi am Mittwoch 12. Februar 2020, 22:04, insgesamt 3-mal geändert.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Ralf » Mittwoch 12. Februar 2020, 21:56

Marion hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 16:06
Franz träumt : "Ich träume von christlichen Gemeinschaften, die in Amazonien sich dermaßen einzusetzen und Fleisch und Blut anzunehmen vermögen, dass sie der Kirche neue Gesichter mit amazonischen Zügen schenken." (Sueño con comunidades cristianas capaces de entregarse y de encarnarse en la Amazonia, hasta el punto de regalar a la Iglesia nuevos rostros con rasgos amazónicos.)

Träumt der Franz in seinem Schreiben davon, daß im Amazonas die christlichen Gemeinschaften hauptsächlich Geister sind und nun mal inkarnieren sollten?
Nein. Hier ist mal wieder eine wortwörtliche Übersetzung eine Einladung zum Mißverständnis.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Bruder Donald » Mittwoch 12. Februar 2020, 22:35

Erneut ein klares und schönes Statement, nein, ein Zeugnis, von Frau Dorothea Schmidt von Maria 1.0:

"Querida Amazonia" ist ein Paukenschlag von Papst Franziskus

Danke dafür und ich freue mich mit Ihnen und für Sie sowie für Maria 1.0!
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Ralf » Donnerstag 13. Februar 2020, 09:25

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 20:24
Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 18:32
Wie wäre es mit:
Die Sakramente ... dürfen niemals aus finanziellen Gründen verweigert werden.
Klingt gut. Wer bringt es den deutschen Bischöfen schonend bei? :blinker:
:klatsch:
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Trisagion
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Trisagion » Donnerstag 13. Februar 2020, 09:35

Mal so allgemein gefragt: wenn sich die DBK von Rom spaltet als Heilige Römische Kirche Deutscher Nation (HRKDN), wem schickt der Fiskus dann anschließend die Kirchensteuer der als "römisch-katholisch" registrierten? Man darf dabei sicher annehmen, daß Rom so schnell wir möglich wieder eine nationale Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts anmeldet. Als sekundäre Frage kann man dann noch über den angehäuften Besitz, inklusive Immobilien und Kirchen, nachdenken. Aber ich denke der Verbleib der Kirchensteuer ist hier primär.

Die Frage ob die HRKDN am Geldstrom sitzen bliebe ist m.E. entscheidend für die Frage, ob die deutschen Bischöfe überhaupt eine Spaltung wagen würde. Oder möchte jemand behaupten, sie würden lieber arm aber ihren Überzeugungen treu von Spenden leben?

Caviteño
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 13. Februar 2020, 09:50

Vor dem Problem des Kirchensteuer-Einzugs ständen die Kirchen auch, wenn die Länder die entsprechenden Verträge kündigen oder die Gebühren ganz deutlich erhöhen würden.
Ausgeschlossen ist das nicht, denn der KiSt-Einzug durch den AG wurde 1935 von den Nationalsozialisten eingeführt und in der DDR wurde das Verfahren auch eingestellt. Wenn die Grünen mal die Regierung (R2G) stellen sollten und sich der Kampf gegen räächts verstärkt, steht vielleicht nicht nur der 1. Mai auf wackeligem Fundament.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

Ralf
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Ralf » Donnerstag 13. Februar 2020, 10:31

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Ich würde sagen für die nächsten Jahre ja (also wahrscheinlich bis zum nächsten Papst).
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von Vinzenz Ferrer » Donnerstag 13. Februar 2020, 10:34

Ralf hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:31
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 10:27
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 12. Februar 2020, 12:17
Papst Franziskus will Zölibat nicht lockern
https://www.spiegel.de/panorama/papst-f ... e1701ced54
Ist die Kuh eigentlich jetzt vom Eis?
Ich würde sagen für die nächsten Jahre ja (also wahrscheinlich bis zum nächsten Papst).
Wir brauchen eine Schlussstrich-Enzyklika in der Angelegenheit – dringend!
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Re: Kirchenspaltung nach der Amazonas-Synode?

Beitrag von HeGe » Donnerstag 13. Februar 2020, 11:11

CNA hat noch einmal einige Reaktionen zusammengefasst:

Kritisch bis positiv: Reaktionen auf "Querida Amazonia" in Deutschland

Darunter auch die allseits bekannte Frau Florin:
[...] "In gewisser Hinsicht ist Franziskus... ein ganzer Kerl. [Er] sagt klar: 'Ich will das nicht'. Auf diese Ehrlichkeit habe ich lange gewartet. Wenn ich ein Vöglein wär, würde ich sagen: Machen wir den Abflug." [...]
Um es mit Howard Carpendale zu sagen: https://youtu.be/B7pkAfoa3NE :pfeif:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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