Allgemeines zum Weltjugendtag

Allgemein Katholisches.
Lea
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Beitrag von Lea » Montag 22. August 2005, 09:19

Danke :)
Dann werde ich mal jetzt auf die Suche gehen.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 22. August 2005, 11:11

Schau mal in unserm Textarchiv nach. ;)
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Es-Ergo-Cogito
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Beitrag von Es-Ergo-Cogito » Montag 22. August 2005, 21:20

Ich war am Sonntag ab 6:00 Uhr mitten drin - ... es gibt keinen Ausdruck für das Erlebte...[Punkt] Es war einfach wunderbar!

Ich danke Gott, daß er mich am Samstag in die 18:30 Vorabendmesse in den Dom geschickt hat (...hatte dazu vorher keine Info - Ich war einfach nur zum richtigen Zeitpunkt da)...

Dominus iesus per omnia saecula saeculorum - Halleluja, Amen!
«::: pax tecum :::»

Lea
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Beitrag von Lea » Montag 22. August 2005, 22:42

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Schau mal in unserm Textarchiv nach. ;)

Danke Robert, für den Text.

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HeGe
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Beitrag von HeGe » Dienstag 23. August 2005, 19:02

Aaallsooo...

Ich war ja auch mittendrin und nachdem ich den gestrigen Tag noch zum Auftauen brauchte, schreibe ich jetzt auch mal was dazu.

Als erstes Fazit: Die Liturgie ist irgendwie völlig an mir vorbei gegangen. Ich war ja auch bei der Beerdigungsmesse in Rom, die ja auch große Ausmaße hatte, aber da kam ich mir wenigstens so vor, als sei ich in einer katholischen Messe, beim WJT war das stellenweise nicht der Fall. Von daher etwas enttäuschend.

Als Veranstaltung alleine war das natürlich mehr als beeindruckend. So viele Leute!! Und alles am Tanzen und Singen! Auch die ganze Nacht durch. Und das Zelt der eucharistischen Anbetung war immer gut gefüllt, so dass sich die Leute die Portion Katholizität, die ihnen die Veranstalter mit der "Liturgie" vorenthielten, wenigstens dort holen konnten.

Dazwischen dann aber wieder irgendwelche Typen mit T-Shirts "Mach et Ratze!". Da wurde mir echt anders.

Am schönsten fand ich die Laudes, die war wenigstens noch halbwegs traditionell. Und auch viele der Taize-Gesänge fand ich sehr besinnlich, wie z.B. das "Bleibet hier und wachet mit mir". Auch die Lichtfeier mit den alten WJT-Hymnen hatte was. Die jetzige WJT-Hymne hat dagegen völlig versagt, ich glaube kaum, dass die in Sydney nochmal gespielt wird. Die Interpretationen der Missa Mundi waren aber größtenteils ganz schön. Und absoluter Höhepunkt natürlich das Tantum ergo mit eucharistischen Segen.

Die vorgetanzten Lesungen und der Jongleur waren dagegen mal wieder mehr als peinlich. Wer sich den Sch... hat einfallen lassen, sollte echt in den Tiber geworfen werden.

Die Abreise war auch die absolute Katastrophe. Wenn ich mich nicht grob in der Gegend auskennen würde, wäre ich da wahrscheinlich verzweifelt.

Insgesamt habe ich die Veranstaltung mit sehr gemischten Gefühlen verlassen. Aber so viel zu meinen Eindrücken.
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HeGe
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Beitrag von HeGe » Mittwoch 24. August 2005, 10:31

Vielleicht noch eine Frage zu etwas, was mir im April in Rom schon aufgefallen ist.

Man sieht auf solchen Veranstaltungen immer unheimlich viele Polen, Italiener und Spanier. Ist ja auch verständlich. Was ich aber so gut wie nie sehe, sind Iren. Dabei ist das doch eigentlich auch ein katholisches Land.

Gut, es hat natürlich weniger Einwohner als die anderen genannten Länder, aber selbst in der Relation finde ich die unterrepräsentiert.

Ich frage mich echt, woran das liegen könnte. :hmm:
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 24. August 2005, 10:48

Wahrscheinlich meditieren sie auf den Wiesen, welche die Überreste ihrer alten Klöster überziehen.
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Benedictus
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Beitrag von Benedictus » Mittwoch 24. August 2005, 11:30

HeGe hat geschrieben: Die vorgetanzten Lesungen und der Jongleur waren dagegen mal wieder mehr als peinlich. Wer sich den Sch... hat einfallen lassen, sollte echt in den Tiber geworfen werden.
Das dachte ich auch, als ich es im Fernsehen gesehen habe. Da waren sicherlich wieder irgendwelche "Kirchenerneuerer" am Werke. Ich denke, die haben im Fernsehen ganz bewusst nicht das Gesicht des Papstes in diesem Moment gezeigt, wahrscheinlich hätte man daran genau ablesen können, wie er über diese Show denkt.

Zumindest kann ich mir, so wie ich ihn und sein Liturgieverständnis kenne und einschätze, nicht vorstellen, dass es ihm gefallen hat.

Gruss, Benedictus

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Raphael
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Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. August 2005, 11:48

@ Robert Ketelhohn
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Wahrscheinlich meditieren sie auf den Wiesen, welche die Überreste ihrer alten Klöster überziehen.
Berichten von Irlandreisenden zufolge, ist der moderne Ire eher der heimischen Kneipenkultur zugeneigt und genießt flüssiges Brot mit musikalischer Untermalung. :hmm:
Mithin hat er lediglich über dem zweiten K (= Kneipe) das erste K (= Kirche) "vergessen" .....

GsJC
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Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Jojo
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Beitrag von Jojo » Mittwoch 24. August 2005, 11:55

Benedictus hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben: Die vorgetanzten Lesungen und der Jongleur waren dagegen mal wieder mehr als peinlich. Wer sich den Sch... hat einfallen lassen, sollte echt in den Tiber geworfen werden.
Das dachte ich auch, als ich es im Fernsehen gesehen habe. Da waren sicherlich wieder irgendwelche "Kirchenerneuerer" am Werke. Ich denke, die haben im Fernsehen ganz bewusst nicht das Gesicht des Papstes in diesem Moment gezeigt, wahrscheinlich hätte man daran genau ablesen können, wie er über diese Show denkt.

Zumindest kann ich mir, so wie ich ihn und sein Liturgieverständnis kenne und einschätze, nicht vorstellen, dass es ihm gefallen hat.

Gruss, Benedictus
Pflichte euch bei.
Und dann wundern sich wieder ein paar Leute, sollten demnächst aus Rom einige Klarstellungen zum Liturgieverständnis kommen. Dumm muss man halt sein.

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Benedictus
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Beitrag von Benedictus » Mittwoch 24. August 2005, 13:53

Jojo hat geschrieben: Und dann wundern sich wieder ein paar Leute, sollten demnächst aus Rom einige Klarstellungen zum Liturgieverständnis kommen.
Ich denke, diese Klarstellungen sind erforderlich, denn das, was wir dort auf dem Marienfeld gesehen haben, ist ja keineswegs die Ausnahme, sondern entspricht dem Liturgieverständnis vieler Christen, die heute in den Gemeinden aktiv sind. Genauso, wie in den allermeisten "normalen" Gottesdiensten, die man so besucht, elementare Bestandteile wie Credo und Schuldbekenntnis einfach durch Lieder ersetzt werden, weils einfach "netter" ist...

Benedictus

Juergen
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Beitrag von Juergen » Mittwoch 24. August 2005, 19:37

ebay spielt mal wieder verrückt. Gebt mal "Benedikt" oder "WJT" ein.

- Marienfeld WJT DIXI Toilettenpapier
- WJT 2005 Winkehand / Sitzkissen
- WJT-Marienfeld-Begrenzungspfahl
- WJT PILGER WASSER (PAPST BENEDIKT)
- Orginal Rheinwasser vom Papst Benedikt XVI. befahren
- Fingernagel mit PAPST BENEDIKT XVI. Spuren
- Angebissener Keks von Papst Benedikt Ratzinger Reliquie
- Von diesem Teller hat der Papst Benedikt gegessen
- ...
- ...
Gruß
Jürgen
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 24. August 2005, 23:12

Raphael hat geschrieben:@ Robert Ketelhohn
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Wahrscheinlich meditieren sie auf den Wiesen, welche die Überreste ihrer alten Klöster überziehen.
Berichten von Irlandreisenden zufolge, ist der moderne Ire eher der heimischen Kneipenkultur zugeneigt und genießt flüssiges Brot mit musikalischer Untermalung. :hmm:
Mithin hat er lediglich über dem zweiten K (= Kneipe) das erste K (= Kirche) "vergessen" .....

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Raphael
Ach ja. Da fällt mir was ein.

Paddy im Beichtstuhl.
- Hochwürden, ich weiß nicht, ob ich gesündigt habe. Ich habe um der Ehre des Herrn willen meinen Glauben verleugnet!
- Was hast du? Du redest Unsinn!
- Nein, es ist wahr. Schauen Sie, Hochwürden, es war letzten Sonntag. Ich kam aus dem Pub und mußte mich ein wenig im Straßengraben ausruhen. Da kam ausgerechnet der anglikanische Pastor mit seinem Vikar vorbei. Der Vikar rief: „Schauen Sie, da liegt schon wieder so eine versoffene Katholikensau im Straßengraben.“ Da hab’ ich all meine Kraft zusammengenommen, richtete mich auf und rief ihnen hinterher: „O nein! Das ist nicht wahr! Ich bin Protestant!“
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 25. August 2005, 08:29

Leute, als jemand, der noch nie auf einem WJT war, möchte ich euch fragen:
- Werdet ihr wieder hinfahren (zum nächsten... sofern das finanziell möglich ist, S. ist ja nicht grad um die Ecke)?
- wenn nein/ja, warum (nicht)?

Hätte mich wirklich interessiert... ich hab sehr überlegt, ob ich fahre, aber ich "kann nicht" mit großen Menschenmassen...

Gruß und einen schönen Tag: Beichtkind

Amandus
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Beitrag von Amandus » Donnerstag 25. August 2005, 10:30

Ich war auch auf dem Marienfeld. Meiner Beobachtung nach waren Vigil und Abschlußmesse technisch professionell inszeniert (Lautsprecher- und Videoübertragung, Infrastruktur des Marienfeldes, etc.).

Mit der geistig-spirituellen Note war ich streckenweise eher distanziert bis ablehnend dabei. Ich hatte den Eindruck, daß das von den Veranstaltern Dargebotene in der Summe nicht Ausdruck einer persönlichen Begegnung mit Christus war. Irgendwie versuchte man etwas von dem Aufzuziehen, was man sich aus einer gewissen Distanz unter einem Weltjugendtag vorstellte. So wußte man es halt nicht besser und stellte ein Spektakel mit religiöser Note auf die Beine.

Die Funktionäre des BDKJ haben auch ziemlich spät diese Form des Großereignisses in der Kirche wahrgenommen. Die ersten Male stand eine deutliche Opposition zum Papsttum im Vordergrund, als ob die deutschen Laien sich von einer unterdrückenden Obrigkeit emanzipieren müßten. Folgerichtig wurden die Mitglieder der eigenen Verbände nicht auf die WJT hingewiesen, unter der Hand einer Teilnahme an diesen unter Verpönung abgeraten. Und nun bekam man dieses Kuckucksei ins Kölner Nest gelegt!!

Ich meine, die meisten Jugendlichen waren religiös reifer und fortgeschrittener als die Veranstalter. Diese hätten den Gästen ruhig etwas mehr Frömmigkeit zutrauen dürfen. Statt dessen war man in deutscher Kirchenmanier ängstlich darauf bedacht, nur nicht zu fromm zu wirken und womöglich jemanden mit einer klaren Haltung zu verprellen.

Nein, die Veranstalter sind über ihren deutschen Standpunkt nicht besonders hinausgewachsen. Das Potential der WJT und die religiöse Kraft in den Jugendlichen ist ihnen fremd geblieben.

Wise Guy
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Beitrag von Wise Guy » Donnerstag 25. August 2005, 12:03

Hinsichlich der Liturgien, die ich am Fernsehen miterleben durfte, bin ich auch gespalten und fand manches nicht schön, das ist aber auch "nur" ein ästhetisches Argument.
Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die einzelnen Elemente nicht mit dem Haupzelebranten abgesprochen waren. Von daher verstehe ich den Ruf nach neuen römischen Liturgierichtlinien nicht ganz.

Die (zwei) Leute, die ich kenne, die in liturgischer Funktion auf dem Marienfeld waren, nämlich als Kommunionhelfer, sagten, dass sie das nie wieder machen würden. Sie mussten am morgen die ganze Zelt im Anbetungszelt warten, bekamen also nichts von der Messe mit und während dessen dann 500 Messdiener den Rosenkranz beten sollten (damit Ruhe herrschte), wurden an sie die liturgischen Regenschirme einer Limo-Firma verteilt, damit die Kommunionhelfer hinterher auch in den Massen zu sehen wären. Mit der Ruhe und Sammlung war dann natürlich auch nichts. Schon seltsam das.
Es ist nicht so wichtig etwas über Gott zu wissen, sondern ihn zu kennen. (Rahner)

Stefan
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Beitrag von Stefan » Donnerstag 25. August 2005, 12:17

Eine Veranstaltung wie die Vigil oder der Abschlussgottesdienst mit 1 Million Teilnehmern ist immer eine Ausnahme, die dadurch auch ihre Einmaligkeit erhält. Es entstehen manche Sachzwänge.
Ich würde dem deswegen keine besondere Bedeutung beimessen, weil hier keine Nachhaltigkeit, keine "präjudizierende" Absicht gegeben ist.

Ich fand die Vigilfeier ausgesprochen gut.

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HeGe
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Beitrag von HeGe » Donnerstag 25. August 2005, 19:06

Amandus hat geschrieben:Ich meine, die meisten Jugendlichen waren religiös reifer und fortgeschrittener als die Veranstalter. Diese hätten den Gästen ruhig etwas mehr Frömmigkeit zutrauen dürfen. Statt dessen war man in deutscher Kirchenmanier ängstlich darauf bedacht, nur nicht zu fromm zu wirken und womöglich jemanden mit einer klaren Haltung zu verprellen.
Ganz genau meine Meinung. Der WJT wurde eben auch von der 68er Generation organisiert, die ihre verfehlten Einstellungen noch nicht abgelegt haben, obwohl sie jetzt in kirchlicher Würde standen.

Aber wäre man zu katholisch gewesen, hätte man ja die nicht-katholischen Jugendlichen und die Medien verprellt. Das geht doch nicht. Die haben bestimmt vorher für jede Handlung beim Spiegel und ZdK um Erlaubnis gefragt.



Aber vielleicht noch ein Nachtrag: Ich habe den WJT sicher nicht als schlechte Veranstaltung empfunden. Es gab da auch durchaus positive Beispiele.
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 25. August 2005, 19:25

Ich würd’ nun auch die Vigil nicht völlig in den Boden
stampfen. Immerhin gab’s Benedikts Predigt und den
Akathistos.

(Aber vieles war mir tatsächlich so peinlich, daß es förmlich weh-
tat. Und um so peinlicher, als meine orthodoxe Schwiegermutter
neben mir vor der Glotze saß. Von den Kommentaren meiner
Holden gar nicht zu reden.)
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Juergen
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Beitrag von Juergen » Donnerstag 25. August 2005, 19:33

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Von den Kommentaren meiner
Holden gar nicht zu reden.
Die soll sich nicht aufregen. Das ist gar nicht gut.
Gruß
Jürgen
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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 25. August 2005, 19:39

Jürgen hat geschrieben:Die soll sich nicht aufregen. Das ist gar nicht gut.
Dein Wort in ihren Ohren.
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Amandus
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Beitrag von Amandus » Donnerstag 25. August 2005, 23:17

Die Begleitung der Kommunion-Priester durch Helfer mit Regenschirmen fand ich genau richtig. Mich hatte das in Paris so beeindruckt, wie man anhand der gelben Punkte auf dem Feld sich gut nach dem Stand der Austeiler orientieren konnte. Zudem waren die Regenschirme deutlich größer als normal und sahen optisch recht passabel aus, was die Würde der Unternehmung hervorhob.

Jetzt mag ich nicht wieder ätzen, aber die gesponsorten Regenschirme mit Werbelogo sahen ausgesprochen schäbig aus. Wenn es nicht regnen würde, käme an anderer Stelle nie jemand auf den Gedanken, sowas zu stehlen. Und dieses Ding nun bei der Kommunionspendung. Vielleicht ist ja etwas bei der Absprache mit den Sponsoren schiefgelaufen. Aber bei 100 Mio Eurotalern hätte es bei diesem Höhepunkt nicht an einem werbefreien Schirm scheitern dürfen.

Irgendwie ein Tabubruch. Es werden ja auch Baugerüste an Kirchen als Werbeflächen vermarktet (Thema für eine neue Diskussion!). Am Ende werden noch die Meßgewänder wie bei Sportlern mit Werbeflecken gepflastert :ikb_goof: .

Bernd
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Beitrag von Bernd » Freitag 26. August 2005, 07:18

Amandus hat geschrieben:Die Begleitung der Kommunion-Priester durch Helfer mit Regenschirmen fand ich genau richtig. Mich hatte das in Paris so beeindruckt, wie man anhand der gelben Punkte auf dem Feld sich gut nach dem Stand der Austeiler orientieren konnte. Zudem waren die Regenschirme deutlich größer als normal und sahen optisch recht passabel aus, was die Würde der Unternehmung hervorhob..
Ich habe in Ulm Kommunion ausgeteilt. Da waren wir über die Schirme echt froh. Es hat nämlich nur gegossen.


Amandus hat geschrieben: Irgendwie ein Tabubruch. Es werden ja auch Baugerüste an Kirchen als Werbeflächen vermarktet (Thema für eine neue Diskussion!). Am Ende werden noch die Meßgewänder wie bei Sportlern mit Werbeflecken gepflastert :ikb_goof: .
Darauf warte ich auch schon. "Dieses Credolied präsentierte Ihnen Paulaner-Weißbier". Na denn mal prost.

Amandus
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Beitrag von Amandus » Samstag 27. August 2005, 08:46

Radio Vatikan 26.08.2005 hat geschrieben:Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat den Kölner Weltjugendtag (WJT) als "großen Erfolg" gewürdigt. Das christliche Großereignis auf Einladung des Papstes mit bis zu einer Million junger Christen sei "ein neuer Höhepunkt in der langen Geschichte des Christentums in Europa" sowie "eine Ermutigung für die katholische Kirche in Deutschland". Das ZdK dankte WJT-Generalsekretär Heiner Koch und dem Bund er Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für die Organisation des Weltjugendtages. Der BDKJ habe sich "erneut als die stärkste und verlässlichste Kraft in der katholischen Jugendarbeit erwiesen", so das ZdK.
Auweia. (Hervorhebung von mir)

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 30. August 2005, 21:31

Die Tagespost (30. August 2005) hat geschrieben:Eine besondere Frucht des Weltjugendtags

Hunderttausend Jugendliche aus Gemeinschaften des Neokatechumenalen Wegs trafen sich in Bonn – 2.700 von ihnen sagten Ja zu einer geistlichen Berufung


Von Maria Voderholzer

Bonn (DT) Papst Benedikt hat den Weltjugendtag als ein Laboratorium für Berufungen bezeichnet. Etwa jeder zehnte Jugendliche auf dem Marienfeld kam aus einer Gemeinschaft des Neokatechumenalen Wegs, die damit die größte einheitliche Gruppe unter den neuen Gemeinschaften bildete. Beim Nachtreffen der am Ende einhunderttausend Jugendlichen in Bonn kam ans Licht, was der Papst durch seine Verkündigung und sein Zeugnis als Nachfolger Petri gesät hat: 2 700 Jugendliche bekundeten öffentlich, eine Berufung zum Priester oder Ordensleben vernommen zu haben. Dieser Anfang wird langfristig zu einer reichen Ernte führen. Das Berufungstreffen mit den Initiatoren des Neokatechumenalen Weges, Kiko Argüello und Carmen Hernandez zusammen mit Pater Mario Pezzi, fand vergangenen Montag im "Rheinaue"-Park von Bonn unter Vorsitz von Kardinal Joachim Meisner statt. Zwölf Kardinäle und sechzig Bischöfe zeigten durch ihre Präsenz die Bedeutung, die die Kirche diesem Treffen der Neokatechumenalen Gemeinschaften beimisst. Neben Kardinal Meisner waren die Erzbischöfe Antonio Maria Ruoco Varela von Madrid, Angelo Scola, Patriarch von Venedig, Christoph Schönborn von Wien, Georg Sterzinsky von Berlin, Theodore McCarrick von Washington, George Pell von Sydney, Christian Wiyghan Tumi von Douala, Lopez Rodriguez von Santo Domingo, Frederic Etsou von Kinshasa gekommen. Als Vertretung des Vatikans war der Präfekt der Kongregation für den Klerus, Kardinal Dario Castrillon Hoyos, eigens zu diesem Anlass aus Rom angereist. Auch der neue Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Levada, der aus seiner Zeit als Erzbischof von San Francisco den Neokatechumenalen Weg sehr gut kennt, war zugegen, ebenso der Präsident des päpstlichen Rates "Cor Unum", Erzbischof Paul Joseph Cordes [weiter]
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Beitrag von Amandus » Mittwoch 31. August 2005, 09:59

Danke für den Hinweis. Sonst war nirgends etwas darüber zu lesen.

Muß doch irgendjemanden aufgefallen sein, bei annähernd 100.000 versammelten Jugendlichen . . .

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Donnerstag 1. September 2005, 21:39

Ich kenne eine Person die auf dem Marienfeld ,,Ordner" war. Kurz um, aufs Feld konnte jeder und zu Essen hat auch jeder bekommen, mit jeder sind auch die gemeint, die sich keine Eintrittskarte gekauft haben. Was zu meinem persönlich Organisationsfazit führt, das Deutschland nicht die beste Organisation hatte, aber sicherlich die teuerste. Aber darin ist ja Deutschland Weltmeister. :D

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Beitrag von HeGe » Freitag 2. September 2005, 16:24

Das kann ich bestätigen, meinen Ausweis wollte niemand sehen, hinlegen konnte ich mich auch, wo ich wollte.

Wozu ich diesen Pilgerausweis gekauft habe, weiß ich auch nicht, vielleicht für die Statistik. Aber mit den 10 € Solidaritätsbeitrag sehe ich das ganze eben als Spende an.

Und was Sicherheitsbedenken angeht: Et hätt noch immer jut jejange.
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Samstag 5. August 2006, 00:48

Kölner Kardinal Joachim Meisner: Seit dem Weltjugendtag outen sich die Katholiken wieder
http://www.kipa-apic.ch/meldungen/sep_s ... hp?id=3140

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo » Samstag 5. August 2006, 10:06

Knecht Ruprecht hat geschrieben:Kölner Kardinal Joachim Meisner: Seit dem Weltjugendtag outen sich die Katholiken wieder
http://www.kipa-apic.ch/meldungen/sep_s ... hp?id=3140
Das ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, dass sich einige jetzt als Katholiken outen... ich hatte eigentlich so was erhofft und war nach dem WJT etwas ehrlich enttäuscht... (vielleicht verkehrt Eminenz in anderen Kreisen als ich... :mrgreen:)

Könnt ihr das nachvollziehen, dass sich Katholiken jetzt eher "outen"?
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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Pit
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Beitrag von Pit » Samstag 5. August 2006, 16:03

Wenn man darunter versteht, daß sich Leute ein Schild umhängen "Ich bin Katholik" - dann sicher nicht. Aber ich stelle fest, daß in unserem Pfadfinderstamm Jugendliche, die beim WJT waren, nun im Sommerlager einen Gottesdienst mit vorbereiten möchten (!), bei der Fronleichnamsprozession der Gemeinde mitgehen (freiwillig) und überhaupt eher über Glaubensthemen sprechen. Und wenn man ein "Outen" so versteht, dann: Ja !!

Gruß, Pit
Ecce Homo hat geschrieben:
Das ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, dass sich einige jetzt als Katholiken outen... ich hatte eigentlich so was erhofft und war nach dem WJT etwas ehrlich enttäuscht..

Könnt ihr das nachvollziehen, dass sich Katholiken jetzt eher "outen"?
carpe diem - Nutze den Tag !

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Samstag 5. August 2006, 16:22

Pit hat geschrieben:Und wenn man ein "Outen" so versteht, dann: Ja !!

In der deutschen ungläubigen Mehrheitsgesellschaft, ist das Bekenntnis zu Gott und seiner Kirche schon ein richtiges 'outing'.

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