Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

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Pilger
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Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Pilger »

Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Erzbischof Gänswein findet viele schöne Worte und doch bleibt es so dass der Rücktritt von Josef Ratzinger von dem Amt des Papstes und das herabsteigen von Josef Ratzinger vom Stuhl des Heiligen Petrus entgegen der Berufung des heiligen Geistes von Josef Ratzinger vollzogen wurde.

Erzbischof Gänswein meint der Rücktritt von Josef Ratzinger erfolgte weil „es geziemte sich, weil es sinnvoll war.“

Ob sich eine Amtsniederlegung eines durch den Heiligen Geist berufenen Papst geziemt weil mancher darin einen Sinn erkennen kann, weiß ich nicht, ich weiß nur das Papst Benedikt XVI. und die Kirche in großer Bedrängnis durch die Welt und ihrer Massenmedien waren.

Und ich weiß das dadurch ein Rückkanal geschaffen wurde der Papst Benedikt zumindest in Seiner Lebenswelt seinem ICH Erleben im Vatikan signalisierte du bist alt und deine Kräfte schwinden wäre es nicht besser einen jüngeren und gesünderen die Verwaltung der Kirche zu überlassen? Und somit das Ringen um die Entscheidung eines Amtsverzicht zumindest angestoßen wenn nicht gar beflügelt hat.

Durch die Berufung des heiligen Geistes wurde Josef Ratzinger im Konklave vom 18. und 19. April 2005 in der Wahlversammlung der Kardinäle nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. zum Nachfolger zu Papst Benedikt XVI. berufen.

Am 11. Februar 2013 erklärte Papst Benedikt XVI. gegenüber eines Konsistoriums das er zum 28. Februar 2013, 20 Uhr (MEZ) „auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, verzichtet“. Er sei „zur Gewissheit gelangt“, das seine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet seien, „um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“. Und jetzt lese ich „es geziemte sich, weil es sinnvoll war.“

Ich sehe vor meinen Augen immer noch den schwerkranken Papst Johannes Paul II.der obwohl schwer krank und körperlich erschöpft jeden Anflug eines Gedanken von Rücktritt von sich wies und mit letzter Kraft und größter Anstrengung am Ostersonntag des Jahres 2005 noch einmal und am Ostermontag 2005 ein letztes Mal an das Fenster seiner Wohnung trat und die Menschen auf den Petersplatz mit kaum vernehmbarer Stimme segnete. Nein er wollte nicht die Last abstreifen das Amt des Papstes niederlegen er ist treu seiner Berufung im Vertrauen auf dem Vater bis zum letzten Atemzug seiner Berufung durch den heiligen Geist treu geblieben. Geziemte es sich, weil es sinnvoll war.?

War der Amtsverzicht von Josef Ratzinger frei von jeder politischen oder medialen Einflussnahme? Ich denke nein es gab viele Ereignisse egal ob ich die Medienberichterstattung oder die Bespitzelung durch seinen Kammerdiener betrachte. Der das mit Sicherheit nicht ohne Auftrag getan hat.

Wer das Zusammenspiel von Politik und Medien des 21 Jahrhunderts versteht und die Netzwerke beachtet die sich eine „Sankt Gallen-Gruppe“ bedienen kann. Der kann schon berechtigte Zweifel daran haben das jemand aus wirklich freien Willen zur Erkenntnis gelangt, dass er wie Papst Benedikt XVI. „zur Gewissheit gelangt“, das seine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet seien, „um in angemessener Weise den Petrus-dienst auszuüben“

Der Amtsverzicht von Josef Ratzinger der das Amt des Papstes in einer singulären einzigartiger Weise in der Geschichte der Kirche niedergelegt hat "vom Kreuz herab stieg" und Seine Berufung zum Papst durch den Heiligen Geist ablegte, war wie ich meine weder geziemt noch sinnvoll. Wurde aber durch ihn vollzogen.

Viele Menschen leiden unter Verhältnissen denen sie nicht entkommen können sie fühlen sich zu schwach für das ihnen auferlegte Kreuz aber sie vertrauen auf Gott und das er Ihnen die nötige Kraft gibt ihr Kreuz bis zum Ende des Weges zu tragen. Denn nur der kann ans Ziel kommen der wie Jesus sein Kreuz bis ans Ende des Weges trägt. Das Ende des Weges definieren aber nicht Menschen oder der Wille des Menschen sondern Gott und allein der Wille von Gott.

Darüber können weder schöne Worte noch Argumente hinweg täuschen. Egal welche Konstrukte nun für Papst Benedikt XVI. erschaffen werden. "Erweitertes Amt", "neue Institution", "aktive und passive Komponente" Papst Benedikt XVI. ist und bleibt der vom Heiligen Geist berufene Vicarius Jesu Christi egal ob der Gerufene diesen Ruf folgt oder eben nicht bleibt er als Gerufener in der Verantwortung für die an ihn übertragene Aufgabe. Der ergangene Ruf bleibt als Auftrag bestehen.

Für Papst Franziskus kommt Rücktritt nicht in Frage

Ja wer gerufen ist hat die Pflicht zum bleiben. In diesem Punkt stimme ich den Bischof von Rom gerne zu.

Wenn ein Vater seinen Sohn Peter ruft aber sein Sohn Thomas kommt. Dann sagt er zu Thomas ich habe Deinen Bruder Peter gerufen warum kommst Du und nicht er dem ich gerufen habe? Hat er meinen Ruf nicht gehört oder wollte er nicht kommen?

Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen ?
Ich fürchte ich möchte das gar nicht so genau wissen was mit dem Amtsverzicht von Papst Benedikt begonnen hat ....
Komm bald Herr Jesu
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Raphael
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Raphael »

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taddeo
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

Pilger hat geschrieben:Papst Benedikt XVI. ist und bleibt der vom Heiligen Geist berufene Vicarius Jesu Christi egal ob der Gerufene diesen Ruf folgt oder eben nicht bleibt er als Gerufener in der Verantwortung für die an ihn übertragene Aufgabe. Der ergangene Ruf bleibt als Auftrag bestehen.
Das ist theologisch definitiv falsch. Deine ganzen Bedenken beruhen somit auf falschen Voraussetzungen und sind völlig unnötig.

Wer Papst wird, dem wird dadurch nicht ein "character indelebilis" oder Ähnliches eingeprägt. Das Papstamt ist ein Wahlamt in der Kirche, dessen Ausübung bisher durchwegs auf Lebenszeit üblich war, bei dem aber schon vom Kirchenrecht auch die Möglichkeit einer Amtsniederlegung nicht ausgeschlossen war und ist. Jeder Geweihte - Diakon, Priester, Bischof - kann und soll sogar sein Amt niederlegen, wenn er es nicht mehr zum Segen für die Kirche ausüben kann. Warum sollte das beim (nicht dazu geweihten, sondern nur gewählten) Papst anders sein? Selbst Eheleute dürfen sich zumindest trennen, wenn es nicht mehr möglich ist, das Zusammenleben ohne Schaden für die Parteien aufrechtzuerhalten - obwohl bei denen die Todesfallklausel ausdrücklicher Vertragsbestandteil ist.

Ich wäre auch vorsichtig mit den Überhöhungen, die Erzbischof Gänswein in diesen Vorgang legt. Aber eine Verschwörungstheorie zu konstruieren, daß Papst Benedikt irgendwie zum Rücktritt genötigt worden wäre, egal von wem, das halte ich für völlig abwegig. Es gibt wohl kaum einen unabhängigeren Geist als ihn, der sich von nichts und niemandem würde erpressen lassen. Das gerade war es ja, was ihn als Präfekten der Glaubenskongregation schon in manchen Kreisen unbeliebt machte.

Es sei - nur als Beispiel - auf sein Vorgehen im Zuge der ganzen Mißbrauchsaffären hingewiesen. Obwohl Papst Johannes Paul II. als sein "Chef" hier eine rigorose Verfolgung teilweise durch sein Protektorat für bestimmte Gruppen verhinderte (zB Legionäre Christi), sammelte Ratzinger weiter akribisch alle Vorwürfe. Kaum war er selber Papst, sorgte er für die angemessene Aufarbeitung und scheute nicht vor unangenehmsten Konsequenzen zurück, ohne Rücksicht auf seine eigene Reputation oder die der Betroffenen oder der Kirche als ganzer. Er war da ganz der "cooperator veritatis", der er immer sein wollte. Und für ihn hieß es wohl auch, dieser Wahrheit ins Auge zu sehen, als er gerade angesichts seiner ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Leiden seines Vorgängers die Entscheidung traf, daß noch ein siecher Papst der Kirche zum Schaden sein würde.

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Raphael
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Raphael »

Bene dicere, taddeo! :ja:
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Fragesteller
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Fragesteller »

Wieso Infinitiv?

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Raphael
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Raphael »

Fragesteller hat geschrieben:Wieso Infinitiv?
Wieso blau?
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Pilger
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Pilger »

Raphael hat geschrieben:Ultra posse nemo obligatur!
Ja so einfach hat es sich Jesus nicht gemacht als er im Garten Gethsemane betete und so viel Angst vor dem Kreuz hatte das er Blut schwitzte währenddessen seine Jünger schliefen. Ich bin der festen Glaubensüberzeugung das jeder der von Gott als Nachfolger des hl. Petrus berufen wird aufgrund dessen keinerlei Berechtigung hat sich von seiner Berufung davon zu schleichen vom Kreuz herab zusteigen. Jesus hat das Kreuz auf sich genommen. Ein Ultra posse nemo obligatur! ist eines Vicarius Iesu Christi nicht würdig.
Meine feste Glaubensüberzeugung ist das jeder durch ein Konklave rechtmäßig gewählter Papst vom Heiligen Geist in das Amt des Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes berufen wird. Von einer Berufung gibt es weder Rücktritt noch Verzicht. Den gibt es nur von einem übertragenen Amt.

Matthäus 10,38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

Der merkwürdige Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. wird ein Mysterium bleiben bis zum letzten Gericht am jüngsten Tag.
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Raphael
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Raphael »

Pilger hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Ultra posse nemo obligatur!
Ja so einfach hat es sich Jesus nicht gemacht als er im Garten Gethsemane betete und so viel Angst vor dem Kreuz hatte das er Blut schwitzte währenddessen seine Jünger schliefen.
Bislang sehe ich hier nur die Behauptung, Papst Benedikt XVI. habe sich die Rücktrittsentscheidung einfach gemacht. Nähere Hinweise oder sogar Nachweise sind nicht vorgebracht worden. :achselzuck:
Pilger hat geschrieben:Ich bin der festen Glaubensüberzeugung das jeder der von Gott als Nachfolger des hl. Petrus berufen wird aufgrund dessen keinerlei Berechtigung hat sich von seiner Berufung davon zu schleichen vom Kreuz herab zusteigen.
taddeo hat doch in aller Form und Deutlichkeit auf die kirchenrechtliche Möglichkeit hingewiesen, daß eben ein Rücktritt des Papstes erlaubt ist.
Wie kommst Du dann zu der Festlegung, es gäbe "keinerlei Berechtigung"? :hmm:
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umusungu
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von umusungu »

Pilger hat geschrieben:Meine feste Glaubensüberzeugung ist das jeder durch ein Konklave rechtmäßig gewählter Papst vom Heiligen Geist in das Amt des Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes berufen wird. Von einer Berufung gibt es weder Rücktritt noch Verzicht. Den gibt es nur von einem übertragenen Amt.
Niemand will Dir Deine Glaubensüberzeugung nehmen - doch sie entspricht nicht die der katholischen Kirche.

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Pilger
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Pilger »

umusungu hat geschrieben:
Pilger hat geschrieben:Meine feste Glaubensüberzeugung ist das jeder durch ein Konklave rechtmäßig gewählter Papst vom Heiligen Geist in das Amt des Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes berufen wird. Von einer Berufung gibt es weder Rücktritt noch Verzicht. Den gibt es nur von einem übertragenen Amt.
Niemand will Dir Deine Glaubensüberzeugung nehmen - doch sie entspricht nicht die der katholischen Kirche.
meint umusungu, der ja des öfteren zu Themen der kirchlichen Lehre eine etwas eigene Meinung hat.
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Pilger
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Pilger »

Raphael hat geschrieben: Bislang sehe ich hier nur die Behauptung, Papst Benedikt XVI. habe sich die Rücktrittsentscheidung einfach gemacht. Nähere Hinweise oder sogar Nachweise sind nicht vorgebracht worden. :achselzuck:
Es geht nicht darum ob sich Josef Ratzinger die Rücktrittentscheidung einfach gemacht oder nicht.
Der Punkt ist das er seine Berufung zu Papst Benedikt XVI. als Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes niedergelegt hat.
Raphael hat geschrieben:taddeo hat doch in aller Form und Deutlichkeit auf die kirchenrechtliche Möglichkeit hingewiesen, daß eben ein Rücktritt des Papstes erlaubt ist.
Wie kommst Du dann zu der Festlegung, es gäbe "keinerlei Berechtigung"? :hmm:
Ja kirchenrechtlich also noch dem Recht das Menschen geschaffen haben ist ein Rücktritt des Papstes erlaubt. Ein Papst ist allerdings wie ich oben ausgeführt habe zu mehr berufen als nur Papst.

Wie gesagt der merkwürdige Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. wird ein Mysterium bleiben bis zum letzten Gericht am jüngsten Tag. Damit ist alles gesagt.
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Lilaimmerdieselbe
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Lilaimmerdieselbe »

Gibt es denn eine Berufung zum Vicarius Jesu Christi? Ich vermute nein, schon wegen des fehlenden Sakramentes, aber auch weil ich keine Tradition kenne, die zwischen dem Papst und den Vicarius Christi unterscheidet.

CIC_Fan

Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von CIC_Fan »

Pilger hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben: Bislang sehe ich hier nur die Behauptung, Papst Benedikt XVI. habe sich die Rücktrittsentscheidung einfach gemacht. Nähere Hinweise oder sogar Nachweise sind nicht vorgebracht worden. :achselzuck:
Es geht nicht darum ob sich Josef Ratzinger die Rücktrittentscheidung einfach gemacht oder nicht.
Der Punkt ist das er seine Berufung zu Papst Benedikt XVI. als Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes niedergelegt hat.
Raphael hat geschrieben:taddeo hat doch in aller Form und Deutlichkeit auf die kirchenrechtliche Möglichkeit hingewiesen, daß eben ein Rücktritt des Papstes erlaubt ist.
Wie kommst Du dann zu der Festlegung, es gäbe "keinerlei Berechtigung"? :hmm:
Ja kirchenrechtlich also noch dem Recht das Menschen geschaffen haben ist ein Rücktritt des Papstes erlaubt. Ein Papst ist allerdings wie ich oben ausgeführt habe zu mehr berufen als nur Papst.

Wie gesagt der merkwürdige Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. wird ein Mysterium bleiben bis zum letzten Gericht am jüngsten Tag. Damit ist alles gesagt.
das grenzt an die Vergötzung der Person des Papstes beim Rücktritt von BXVI hatte alles seine Ordnung
es gibt keinen Unterschied zwischen dem Vicarius christi und den Papst solche fantastereien waren die Grundlage des Irrsins "der Kirche der Glorie" 1958 und von Palmar de Troya 1978

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Raphael
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Raphael »

Pilger hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben: Bislang sehe ich hier nur die Behauptung, Papst Benedikt XVI. habe sich die Rücktrittsentscheidung einfach gemacht. Nähere Hinweise oder sogar Nachweise sind nicht vorgebracht worden. :achselzuck:
Es geht nicht darum ob sich Josef Ratzinger die Rücktrittentscheidung einfach gemacht oder nicht.
Der Punkt ist das er seine Berufung zu Papst Benedikt XVI. als Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes niedergelegt hat.
Raphael hat geschrieben:taddeo hat doch in aller Form und Deutlichkeit auf die kirchenrechtliche Möglichkeit hingewiesen, daß eben ein Rücktritt des Papstes erlaubt ist.
Wie kommst Du dann zu der Festlegung, es gäbe "keinerlei Berechtigung"? :hmm:
Ja kirchenrechtlich also noch dem Recht das Menschen geschaffen haben ist ein Rücktritt des Papstes erlaubt. Ein Papst ist allerdings wie ich oben ausgeführt habe zu mehr berufen als nur Papst.

Wie gesagt der merkwürdige Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. wird ein Mysterium bleiben bis zum letzten Gericht am jüngsten Tag. Damit ist alles gesagt.
Ach, ich glaube, jetzt verstehe ich: Du meinst, es gäbe keine theologische Rechtfertigung für die Entscheidung von Papst Benedikt XVI.? :hmm:

Ohne das wirklich präzise wissen zu können, würde ich an dieser Stelle einfach 'mal vermuten, daß Papst Benedikt XVI. sein Vorhaben im Gebet Gott selber vorgetragen hat; möglicherweise sogar mehrmals. Und anschließend ist er zu der Überzeugung gekommen, daß sein Ansinnen nicht ungebührlich ist und hat dann seine freie Entscheidung der kirchlichen und außerkirchlichen Öffentlichkeit bekanntgegeben.
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kephas
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von kephas »

CIC_Fan hat geschrieben:solche fantastereien waren die Grundlage des Irrsins "der Kirche der Glorie" 1958
:breitgrins: Die kannte ich ja noch gar nicht. Irrsinn ist ja noch eine sehr nette Umschreibung. :freude:
http://www.relinfo.ch/collin/info.html

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taddeo
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

Raphael hat geschrieben:Ohne das wirklich präzise wissen zu können, würde ich an dieser Stelle einfach 'mal vermuten, daß Papst Benedikt XVI. sein Vorhaben im Gebet Gott selber vorgetragen hat; möglicherweise sogar mehrmals.
Das hat er in seiner Rücktrittserklärung ausdrücklich so gesagt:
Papst Benedikt XVI. hat geschrieben:Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.

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umusungu
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von umusungu »

Pilger hat geschrieben:Ja kirchenrechtlich also noch dem Recht das Menschen geschaffen haben ist ein Rücktritt des Papstes erlaubt. Ein Papst ist allerdings wie ich oben ausgeführt habe zu mehr berufen als nur Papst.
Berufung heißt biblisch: "Komm, folge mir nach!"
Berufung ist immer konkret:
* zum Lehrer
* zur Ärztin
* zum Industriemeister
* zum Priester
* zur Ehefrau
* zur Erzieherin
* zum Polizisten
* zum Bischof
* zum Buchhalter
* zur Managerin
* zur Äbtissin
* zum Papst
* zum Eremiten

Keinerlei Berufung darf mystifiziert werden. Sie sind konkret. "Zum Dienst berufen" - ist wohl die konkreteste Beschreibung. Und wenn dieser Dienst nicht mehr vollzogen werden kann, muss er niedergelegt werden.
Die Mystifizierung des "Nicht-mehr-Könnens" durch JP II. respektiere ich - verstanden habe ich sie nie.

Kilianus
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Kilianus »

umusungu hat geschrieben:Keinerlei Berufung darf mystifiziert werden. Sie sind konkret. "Zum Dienst berufen" - ist wohl die konkreteste Beschreibung. Und wenn dieser Dienst nicht mehr vollzogen werden kann, muss er niedergelegt werden.
Aha. Wenn ein Priester seinen Dienst nicht mehr versehen kann, muß er ihn niederlegen. Ein nach Schlaganfall zelebrations- und seelsorgsunfähiger Geistlicher wäre demnach zu laisieren. Umu, Du hast vermutlich geeignete Versicherungen für so einen Fall abgeschlossen. Auf Sustentation durch Deinen Bischof zu setzen, wäre reichlich inkonsequent.

Und eine Mutter, die die Aufgaben einer Mutter nicht mehr erfüllen kann, hört dann wohl auch auf, Mutter zu sein. Um, Du würdest das den Kindern einer im Wachkoma liegenden Frau vermutlich auch so sagen. Alles andere wäre reichlich inkonsequent.

Lilaimmerdieselbe
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Lilaimmerdieselbe »

Diese Beispiele sind aber mit einem Sakrament verbunden, das selbstverständlich unaufhebbar ist und bei der Mutterschaft auch noch naturrechtlich begründet. .Das trifft auf das Papstamt nicht zu. Auch der zurückgetretene Papst bleibt Priester und Bischof. .

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taddeo
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

Kilianus hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Keinerlei Berufung darf mystifiziert werden. Sie sind konkret. "Zum Dienst berufen" - ist wohl die konkreteste Beschreibung. Und wenn dieser Dienst nicht mehr vollzogen werden kann, muss er niedergelegt werden.
Aha. Wenn ein Priester seinen Dienst nicht mehr versehen kann, muß er ihn niederlegen. Ein nach Schlaganfall zelebrations- und seelsorgsunfähiger Geistlicher wäre demnach zu laisieren. Umu, Du hast vermutlich geeignete Versicherungen für so einen Fall abgeschlossen. Auf Sustentation durch Deinen Bischof zu setzen, wäre reichlich inkonsequent.

Und eine Mutter, die die Aufgaben einer Mutter nicht mehr erfüllen kann, hört dann wohl auch auf, Mutter zu sein. Um, Du würdest das den Kindern einer im Wachkoma liegenden Frau vermutlich auch so sagen. Alles andere wäre reichlich inkonsequent.
Du ziehst unzulässige Schlußfolgerungen.
Ein Priester, der seinen Dienst nicht mehr versehen kann (egal aus welchen Gründen), wird vom Bischof abberufen. Er übt sein Priesteramt nicht mehr in der bisherigen Form aus, bleibt aber selbstverständlich Priester.
Eine Mutter wie in Deinem Beispiel kann ihre Familie nicht mehr in der gewohnten Weise versorgen, "übt ihr Mutteramt nicht mehr aus", bleibt aber ebenfalls Mutter.

Genauso schildert Erzbischof Gänswein die Situation von Papst em. Benedikt: Er übt sein Papstamt nicht mehr aus, aber er bleibt Papst. Man mag diskutieren, ob das theologisch so eine sinnvolle Konstruktion ist, aber es entspräche exakt den oben genannten Situationen.

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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Raphael »

taddeo hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Ohne das wirklich präzise wissen zu können, würde ich an dieser Stelle einfach 'mal vermuten, daß Papst Benedikt XVI. sein Vorhaben im Gebet Gott selber vorgetragen hat; möglicherweise sogar mehrmals.
Das hat er in seiner Rücktrittserklärung ausdrücklich so gesagt:
Papst Benedikt XVI. hat geschrieben:Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.
Danke, das war mir nicht mehr präsent! :tuete:
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von CIC_Fan »

taddeo hat geschrieben:
Kilianus hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Keinerlei Berufung darf mystifiziert werden. Sie sind konkret. "Zum Dienst berufen" - ist wohl die konkreteste Beschreibung. Und wenn dieser Dienst nicht mehr vollzogen werden kann, muss er niedergelegt werden.
Aha. Wenn ein Priester seinen Dienst nicht mehr versehen kann, muß er ihn niederlegen. Ein nach Schlaganfall zelebrations- und seelsorgsunfähiger Geistlicher wäre demnach zu laisieren. Umu, Du hast vermutlich geeignete Versicherungen für so einen Fall abgeschlossen. Auf Sustentation durch Deinen Bischof zu setzen, wäre reichlich inkonsequent.

Und eine Mutter, die die Aufgaben einer Mutter nicht mehr erfüllen kann, hört dann wohl auch auf, Mutter zu sein. Um, Du würdest das den Kindern einer im Wachkoma liegenden Frau vermutlich auch so sagen. Alles andere wäre reichlich inkonsequent.
Du ziehst unzulässige Schlußfolgerungen.
Ein Priester, der seinen Dienst nicht mehr versehen kann (egal aus welchen Gründen), wird vom Bischof abberufen. Er übt sein Priesteramt nicht mehr in der bisherigen Form aus, bleibt aber selbstverständlich Priester.
Eine Mutter wie in Deinem Beispiel kann ihre Familie nicht mehr in der gewohnten Weise versorgen, "übt ihr Mutteramt nicht mehr aus", bleibt aber ebenfalls Mutter.

Genauso schildert Erzbischof Gänswein die Situation von Papst em. Benedikt: Er übt sein Papstamt nicht mehr aus, aber er bleibt Papst. Man mag diskutieren, ob das theologisch so eine sinnvolle Konstruktion ist, aber es entspräche exakt den oben genannten Situationen.
ich halte diese Ansicht für höchsproblematisch aber nach dem II Vatikanum ist ja alles möglich wenn kümmerm da schon Aussagen des Lehramts von früher

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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

CIC_Fan hat geschrieben:ich halte diese Ansicht für höchsproblematisch ...
Ich möchte anmerken, daß das eben Gesagte nicht unbedingt meine persönliche Meinung wiedergibt, was das Papstamt betrifft.
Ich halte es für legitim, wenn ein Papst zurücktritt, aber meiner Ansicht nach ist er dann einfach nur noch (emeritierter) Bischof ohne Amtsbereich und -aufgaben.

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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von umusungu »

taddeo hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:ich halte diese Ansicht für höchsproblematisch ...
Ich möchte anmerken, daß das eben Gesagte nicht unbedingt meine persönliche Meinung wiedergibt, was das Papstamt betrifft.
Ich halte es für legitim, wenn ein Papst zurücktritt, aber meiner Ansicht nach ist er dann einfach nur noch (emeritierter) Bischof ohne Amtsbereich und -aufgaben.
Er ist in der Tat emeritierter Bischof - wie viele andere auch.

CIC_Fan

Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von CIC_Fan »

nein er hat keine Aufgaben jeder emeritierte Bischof kann im Auftrag seinen Nachfolgers in dessen Namen Handlungen setzten es wäre wirklich besser der emeritierte Papst währe wieder Kardinal und würde als Emeritiert von seinem letzten Posten vor der Papst wahl geführt alles andere ist gefährlicher Blödsinn da hier nur Verwirrung gestiftet wird

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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

umusungu hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:ich halte diese Ansicht für höchsproblematisch ...
Ich möchte anmerken, daß das eben Gesagte nicht unbedingt meine persönliche Meinung wiedergibt, was das Papstamt betrifft.
Ich halte es für legitim, wenn ein Papst zurücktritt, aber meiner Ansicht nach ist er dann einfach nur noch (emeritierter) Bischof ohne Amtsbereich und -aufgaben.
Er ist in der Tat emeritierter Bischof - wie viele andere auch.
Da sind wir - Du, ich und CIC_Fan - uns offensichtlich einig. :daumen-rauf:
Nur die Aussagen von Erzbischof Gänswein gehen halt in eine andere Richtung, und darum geht es ja in diesem Strang.

CIC_Fan

Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von CIC_Fan »

nein meine Meinung ist wie immer etwas radikaler siehe das Posting oben ;) ;)

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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

CIC_Fan hat geschrieben:nein er hat keine Aufgaben jeder emeritierte Bischof kann im Auftrag seinen Nachfolgers in dessen Namen Handlungen setzten es wäre wirklich besser der emeritierte Papst währe wieder Kardinal und würde als Emeritiert von seinem letzten Posten vor der Papst wahl geführt alles andere ist gefährlicher Blödsinn da hier nur Verwirrung gestiftet wird
Ein emeritierter Bischof kann von sich aus gar nichts, ein emeritierter Papst ebenso.
Ein emeritierter Papst sollte nicht mal mehr Kardinal sein, sondern wirklich nur emeritierter Erzbischof mit einem Titularbistum. (Chiemsee wär frei, das Benedikt selber wieder errichtet hat.)

CIC_Fan

Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von CIC_Fan »

warum nicht Praefekt der Gaubenskongregation i.R.

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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von taddeo »

CIC_Fan hat geschrieben:warum nicht Praefekt der Gaubenskongregation i.R.
Um herauszustreichen, daß "Papst" nicht ein Job an der Kurie ist, den man mal so nebenbei für ein paar Jahre macht. Es müßte jedem Papst klar sein: Wenn ich es nicht bis zum womöglich bitteren Ende schaffe (was immer passieren kann), dann habe ich danach nur noch meine Weihe, aber verschwinde als "Amtsperson" völlig in der Versenkung. Alles andere halte ich persönlich für "unziemlich" (um bei Gänsweins Terminologie zu bleiben).

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Pilger
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Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von Pilger »

Als ich in der Mittagsstunde des 11. Februar 2013 (Rosenmontag) im Radio hören mußte das Papst Bendedikt XVI. gegenüber eines Konsistoriums erklärte, das er zum 28. Februar 2013, 20 Uhr (MEZ) „auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, verzichtet“. War mein erster Gedanke der an folgende "Legende"
Es wird erzählt, als Petrus vor den Verfolgungen der Herrschenden gegen die urchristliche Gemeinde aus der Stadt Rom floh, begegnete er auf seiner Flucht Jesus, der in die entgegengesetzte Richtung ging. Auf die Frage des Petrus: "Wohin gehst du, Herr?" (Quo vadis, Domine?) entgegnete er: "Ich gehe nach Rom, um mich nochmals kreuzigen zu lassen."....

Die Berufung zum Vicarius Iesu Christi als Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolica Sedes ist kein profanus weltlich Ding, es drückt den Willen des Heiligen Geist aus.

Aber es ist nun einmal so wie es jetzt ist, jeder Mensch hat eben die Gott gegebene Freiheit nach seinen des Menschen Willen zu entscheiden. ...
Komm bald Herr Jesu
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden."

CIC_Fan

Re: Das Ende eines Alten und der Beginn eines Neuen

Beitrag von CIC_Fan »

abgesehen von den frommen Äusserungen was ist ganz konkret am rücktritt des Papstes nicht in Ordnung

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