"Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

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Siard
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Sonntag 11. August 2019, 15:13

Lupus hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 13:42
b) es sind konsekrierte Hostien gemeint, also der wahrhaftige, wirkliche und wesentlich gegenwärtige Leib Christi; den man deshalb in dieser Weise nicht einfach "aus- oder verteilen" kann; das wäre für mich ein Sakrileg!
Ja, diese sind gemeint. Was für Dich ein Sakrileg ist, ist in der deutschsprachigen Kirche für viele seit Jahrzehnten selbstverständliche Praxis.
Aber es ist natürlich nicht das einzige dieser Art.

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Juergen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 11. August 2019, 18:00

Siard hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 15:13
Ja, diese sind gemeint. Was für Dich ein Sakrileg ist, ist in der deutschsprachigen Kirche für viele seit Jahrzehnten selbstverständliche Praxis.
Aber es ist natürlich nicht das einzige dieser Art.
Doch, die Deutsche Kirche ist die einzige dieser Art. ;D

Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Siard
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Siard » Sonntag 11. August 2019, 18:52

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 18:00
Doch, die Deutsche Kirche ist die einzige dieser Art. ;D
Hätte ich dies gemeint, so hätte ich geschrieben: ›Diese ist die nicht einzige‹, nicht ›das einzige‹ (Skrileg).
Und die deutschsprachige Kirche geht weit über "Deutschland" hinaus.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 11. August 2019, 19:36

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 14:02
Lupus hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 13:42
Meine Anmerkung sollte auf Folgendes hinweisen:
a) entweder sind wirklich nur "geweihte Hostien" gemeint; denn die kann jeder evtl. in die Tasche stecken und mit nachhause nehmen, oder
b) es sind konsekrierte Hostien gemeint, also der wahrhaftige, wirkliche und wesentlich gegenwärtige Leib Christi; den man deshalb in dieser Weise nicht einfach "aus- oder verteilen" kann; das wäre für mich ein Sakrileg!

tolle lege:

Neues Gesetz zu Wort-Gottes-Feiern.
Daraus:
…Sonntagmorgen, 9.15 Uhr: In der Pfarrkirche St. Marien in Warburg-Altstadt feiert die Gemeinde das Hochamt. Die Gläubigen beten und singen. Nach den Fürbitten wird der Altartisch für die Eucharistiefeier bereitet.

Am gleichen Sonntag, 9.45 Uhr: In dem zum Pastoralen Raum Warburg gehörenden Dorf Hohenwepel hat sich die Gemeinde in der Kirche St. Margaretha zur Wort-Gottes-Feier versammelt. Auch hier wird nach den Fürbitten der Altar bereitet. Gabenbereitung und Wandlung allerdings wird es nicht geben. Auf die Kommunion müssen die Gläubigen in St. Margaretha dennoch nicht verzichten. Ein Kommunionhelfer aus Hohenwepel hat an der Eucharistiefeier in St. Marien teilgenommen. Er wird mit konsekrierten Hostien von Ministranten aus der Kirche geleitet und fährt nun zur Wort-Gottes-Feier nach Hohenwepel. Nach seiner Ankunft wird er zum Altar geleitet.…
Text des Diözesangesetzes

Vgl. auch katholisch.de: Wir verlängern die Kommunionbank


https://www.zukunftsbild-paderborn.de/b ... es-feiern/
Es zeigt sich aber auch, dass zu den Wort-Gottes-Feiern deutlich weniger Menschen kommen als zu den heiligen Messen.
Die Menschen erkennen also selbst, daß es "wie ein zweiter Aufguss" ist.

Ich kenne eine ganzer Reihe solcher WoGo-Feier-Leiter und muss leider sagen, die waren mir schon unsympathisch, bevor sie geschult wurden. Und jetzt ist es nur noch schlimmer. Das sind oft Leute, die ihr eigenes Leben nicht im Griff haben, aber anderen erklären wollen, wo es für sie lang zu gehen hat.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 11. August 2019, 20:19

Gruß
Jürgen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Benedikt » Sonntag 11. August 2019, 20:42

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 14:02
Lupus hat geschrieben:
Sonntag 11. August 2019, 13:42
Meine Anmerkung sollte auf Folgendes hinweisen:
a) entweder sind wirklich nur "geweihte Hostien" gemeint; denn die kann jeder evtl. in die Tasche stecken und mit nachhause nehmen, oder
b) es sind konsekrierte Hostien gemeint, also der wahrhaftige, wirkliche und wesentlich gegenwärtige Leib Christi; den man deshalb in dieser Weise nicht einfach "aus- oder verteilen" kann; das wäre für mich ein Sakrileg!

tolle lege:

Neues Gesetz zu Wort-Gottes-Feiern.
Daraus:
…Sonntagmorgen, 9.15 Uhr: In der Pfarrkirche St. Marien in Warburg-Altstadt feiert die Gemeinde das Hochamt. Die Gläubigen beten und singen. Nach den Fürbitten wird der Altartisch für die Eucharistiefeier bereitet.

Am gleichen Sonntag, 9.45 Uhr: In dem zum Pastoralen Raum Warburg gehörenden Dorf Hohenwepel hat sich die Gemeinde in der Kirche St. Margaretha zur Wort-Gottes-Feier versammelt. Auch hier wird nach den Fürbitten der Altar bereitet. Gabenbereitung und Wandlung allerdings wird es nicht geben. Auf die Kommunion müssen die Gläubigen in St. Margaretha dennoch nicht verzichten. Ein Kommunionhelfer aus Hohenwepel hat an der Eucharistiefeier in St. Marien teilgenommen. Er wird mit konsekrierten Hostien von Ministranten aus der Kirche geleitet und fährt nun zur Wort-Gottes-Feier nach Hohenwepel. Nach seiner Ankunft wird er zum Altar geleitet.…
Text des Diözesangesetzes

Vgl. auch katholisch.de: Wir verlängern die Kommunionbank
Was haben die denn gesoffen?
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von kabelkeber » Mittwoch 14. August 2019, 16:14

https://www.bistum-trier.de/no_cache/n ... ie-kirche/

Tiefer geht es langsam nicht mehr. :auweia:

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Irmgard
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Irmgard » Sonntag 25. August 2019, 18:42

"Nicht immer ein neues tolles Event am Abend". Eine Gemeinde gestaltet den Werktags-Abendgottesdienst bewusst ruhiger:
https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... z-in-ruhe/

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Juergen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Sonntag 25. August 2019, 21:47

Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 18:42
"Nicht immer ein neues tolles Event am Abend". Eine Gemeinde gestaltet den Werktags-Abendgottesdienst bewusst ruhiger:
https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... z-in-ruhe/
Bei der Beschemelung ist anzunehmen, daß wieder einmal die Einrichtung bewußt so gewählt wurde, daß möglichst wenig gekniet wird. Da sieht man, wo der Hase läuft. :daumen-runter:

Kann die Differenz größer sein zu dem, was man DORT lesen kann/konnte?
Gruß
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Opius Dei
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Opius Dei » Sonntag 25. August 2019, 21:54

"Diesen Weg einer... stillen Werktagsmesse.... wolle die Propsteigemeinde nun erproben... "

Ich glaube so nen Angebot gabs über ein paar Jahrhunderte hinweg in der Kirche schonmal. Da war doch was... :hmm:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Montag 26. August 2019, 14:03

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Lauralarissa
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Montag 26. August 2019, 17:29

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 21:47
Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 18:42
"Nicht immer ein neues tolles Event am Abend". Eine Gemeinde gestaltet den Werktags-Abendgottesdienst bewusst ruhiger:
https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... z-in-ruhe/
Bei der Beschemelung ist anzunehmen, daß wieder einmal die Einrichtung bewußt so gewählt wurde, daß möglichst wenig gekniet wird. Da sieht man, wo der Hase läuft. :daumen-runter:

Kann die Differenz größer sein zu dem, was man DORT lesen kann/konnte?
Wo ist das Problem?
Es ist eine Messe am Werktag pro Monat. Also wahrscheinlich 1 von ca 20 Werktagsmessen im Monat. Niemand muss hingehen. Es wird transparent gemacht, dass am konkreten Datum eine andere Form stattfindet .
Wo ist dann das Problem?

Übrigens: Wohnt jemand in der Gemeinde?

Laura

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Irmgard
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Irmgard » Montag 26. August 2019, 18:14

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 21:47
Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 25. August 2019, 18:42
"Nicht immer ein neues tolles Event am Abend". Eine Gemeinde gestaltet den Werktags-Abendgottesdienst bewusst ruhiger:
https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... z-in-ruhe/
Bei der Beschemelung ist anzunehmen, daß wieder einmal die Einrichtung bewußt so gewählt wurde, daß möglichst wenig gekniet wird. Da sieht man, wo der Hase läuft. :daumen-runter:

Kann die Differenz größer sein zu dem, was man DORT lesen kann/konnte?
Na ja, stehen ist ja nun kein grundsätzliches Problem:
Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat deshalb auch das Stehen wieder zur bevorzugten Haltung der tätig teilnehmenden Gemeinde gemacht: "Soweit keine andere Regelung getroffen wird, soll man in allen Messfeiern stehen: vom Gesang zur Eröffnung beziehungsweise dem Einzug des Priesters bis zum Tagesgebet, beim Halleluja vor dem Evangelium, bei der Verkündigung des Evangeliums, beim Glaubensbekenntnis und bei den Fürbitten, dann vom Gabengebet bis zum Ende der Messe, mit den folgenden Ausnahmen: während der Lesungen vor dem Evangelium, beim Antwortpsalm, zur Homilie und zur Gabenbereitung soll man sitzen, unter Umständen auch während der Stille nach der Kommunion. Wenn die Platzverhältnisse oder eine große Teilnehmerzahl oder andere vernünftige Gründe nicht daran hindern, soll man zur Konsekration knien" (Liturgiekonstitution SC 21). Vielerorts wird aber während des Hochgebetes gekniet.
Quelle: https://www.herder.de/gd/lexikon/stehen/

Bei der Messe in einem Kloster, die ich regelmäßig besuche, wird auch während der Wandlung gestanden. Auf Nachfrage habe ich als Antwort erhalten, Knien sei die Haltung des persönlichen Gebets, nicht der gemeinschaftlichen Liturgie.

Gruß
Irmgard

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Montag 26. August 2019, 19:06

Irmgard hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 18:14
… Auf Nachfrage habe ich als Antwort erhalten, Knien sei die Haltung des persönlichen Gebets, nicht der gemeinschaftlichen Liturgie.…
Ja, bei der Suche nach Begründungen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Oft glauben die Leute sogar, was sich sich zusammenfabuliert haben.

Gruß
Jürgen
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Opius Dei
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Opius Dei » Montag 26. August 2019, 20:43

Juergen hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 19:06
Irmgard hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 18:14
… Auf Nachfrage habe ich als Antwort erhalten, Knien sei die Haltung des persönlichen Gebets, nicht der gemeinschaftlichen Liturgie.…
Ja, bei der Suche nach Begründungen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Oft glauben die Leute sogar, was sich sich zusammenfabuliert haben.

Traurig aber wahr...

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Montag 26. August 2019, 21:14

Opius Dei hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 20:43
Juergen hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 19:06
Irmgard hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 18:14
… Auf Nachfrage habe ich als Antwort erhalten, Knien sei die Haltung des persönlichen Gebets, nicht der gemeinschaftlichen Liturgie.…
Ja, bei der Suche nach Begründungen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Oft glauben die Leute sogar, was sich sich zusammenfabuliert haben.

Traurig aber wahr...
Das betrifft leider aber alle (kirchen)politischen Strömungen gleichermaßen...

:ja:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von PascalBlaise » Montag 26. August 2019, 21:51

In Werktagsmessen ist knien doch gut. An Sonntagen darf man gern stehen bleiben und sich auf Kanon 20 aus dem Konzil von Nizäa und Konstantinopel berufen, falls etwa ein KG- Hardliner Kritik äußert :regel:
Ich denke, Katholiken sollten die Regelungen von Nizäa und Konstantinopel schon respektieren.
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Irmgard » Montag 26. August 2019, 22:23

Juergen hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 19:06
Irmgard hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 18:14
… Auf Nachfrage habe ich als Antwort erhalten, Knien sei die Haltung des persönlichen Gebets, nicht der gemeinschaftlichen Liturgie.…
Ja, bei der Suche nach Begründungen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Oft glauben die Leute sogar, was sich sich zusammenfabuliert haben.

In einem Kloster? :auweia:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lycobates » Montag 26. August 2019, 22:29

PascalBlaise hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 21:51
In Werktagsmessen ist knien doch gut. An Sonntagen darf man gern stehen bleiben und sich auf Kanon 20 aus dem Konzil von Nizäa und Konstantinopel berufen, falls etwa ein KG- Hardliner Kritik äußert :regel:
Ich denke, Katholiken sollten die Regelungen von Nizäa und Konstantinopel schon respektieren.
Soweit braucht man nicht einmal zurückzugehen.
Die Rubricae generales unseres Meßbuchs 1570 und Johann Burkhards Ausführungen zum Ordo Missae 1502 (etwa in Legg‘s Tracts on the Mass, 1904, 134-135) sind deutlich genug.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Juergen » Montag 26. August 2019, 22:32

Irmgard hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 22:23
Juergen hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 19:06
Irmgard hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 18:14
… Auf Nachfrage habe ich als Antwort erhalten, Knien sei die Haltung des persönlichen Gebets, nicht der gemeinschaftlichen Liturgie.…
Ja, bei der Suche nach Begründungen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Oft glauben die Leute sogar, was sich sich zusammenfabuliert haben.
In einem Kloster? :auweia:
Die haben ja genug Zeit für sowas.
Gruß
Jürgen
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Dienstag 27. August 2019, 13:45

kath.net hat geschrieben: Bischöfliches Geleitwort für Buch über Homo-Pastoral

Bischof Bode und Erzbischof Heße vertreten eine ‚notwendige Weiterentwicklung der katholischen Sexualmoral’. [...]
"Notwendig", so, so.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Maternus87 » Mittwoch 28. August 2019, 00:05

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 27. August 2019, 13:45
kath.net hat geschrieben: Bischöfliches Geleitwort für Buch über Homo-Pastoral

Bischof Bode und Erzbischof Heße vertreten eine ‚notwendige Weiterentwicklung der katholischen Sexualmoral’. [...]
"Notwendig", so, so.
Die Frage nach der "Notwendigkeit" versucht Leser dodo unter dem Artikel näherhin auszuleuchten ... :roll:

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Mittwoch 4. September 2019, 14:21

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 4. September 2019, 14:37

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 14:21
Woelki warnt vor Kirchenspaltung in Deutschland :klatsch:
Klar ... die verhindert man am besten dadurch, dass alles bleibt wie es ist!
Der einzige Schwachpunkt in der Argumentation sind die Augen, die fest vor der kirchlichen Realität verschlossen sind - denn die Spaltung gibt es schon lange! Bisher konnte man die Reformer nur ganz einfach als "Verräter der Kirche" diskreditieren. Das geht jetzt leider nicht mehr so einfach.

Laura

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von HeGe » Mittwoch 4. September 2019, 14:49

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 14:37
HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 14:21
Woelki warnt vor Kirchenspaltung in Deutschland :klatsch:
Klar ... die verhindert man am besten dadurch, dass alles bleibt wie es ist!
Der einzige Schwachpunkt in der Argumentation sind die Augen, die fest vor der kirchlichen Realität verschlossen sind - denn die Spaltung gibt es schon lange! Bisher konnte man die Reformer nur ganz einfach als "Verräter der Kirche" diskreditieren. Das geht jetzt leider nicht mehr so einfach.

Laura
Woelki hat mit keinem Wort gesagt, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Schon in früheren Stellungnahmen zum Hirtenwort des Papstes hat er klar gesagt, dass für ihn bei allen Reformdebatten der Schwerpunkt falsch gesetzt ist. Diskussionsschwerpunkt dürfen keine Struktur- und Ämterdebatten sein, sondern alles muss bei Wahrung der Einheit mit der Weltkirche auf die Frage der Neuevangelisierung ausgerichtet werden. Politikern wie Thomas Sternberg oder Mechthild Heil fehlt dafür nur scheinbar der Blickwinkel, die kennen von Hause leider nur die Pöstchenschacherei.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 4. September 2019, 15:54

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 14:49
sondern alles muss bei Wahrung der Einheit mit der Weltkirche auf die Frage der Neuevangelisierung ausgerichtet werden.
Zu Thema Neuevangelisierung empfehle ich diesen Kommentar: https://www.katholisch.de/artikel/22818 ... gsmanoever

Ich sehe das Risiko, dass das, was viele unter Neuevangelisierung verstehen, nichts anderes ist als alter Wein in neuen Schläuchen. Dort, wo die katholische Sexualmoral und die Rolle der Frau nicht mehr dem Lebensgefühl der Menschen von heute entsprechen, hilft auch Verkündigung mit moderner Musik, Lichteffekten und coolen Sprüchen nichts.

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Hanspeter
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Hanspeter » Mittwoch 4. September 2019, 16:02

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 15:54
HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 14:49
sondern alles muss bei Wahrung der Einheit mit der Weltkirche auf die Frage der Neuevangelisierung ausgerichtet werden.
Zu Thema Neuevangelisierung empfehle ich diesen Kommentar: https://www.katholisch.de/artikel/22818 ... gsmanoever

Ich sehe das Risiko, dass das, was viele unter Neuevangelisierung verstehen, nichts anderes ist als alter Wein in neuen Schläuchen. Dort, wo die katholische Sexualmoral und die Rolle der Frau nicht mehr dem Lebensgefühl der Menschen von heute entsprechen, hilft auch Verkündigung mit moderner Musik, Lichteffekten und coolen Sprüchen nichts.

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Seit wann ist das Lebensgefühl der Menschen von heute Maßstab für die Lehre der Kirche?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Mittwoch 4. September 2019, 16:03

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 15:54
HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 14:49
sondern alles muss bei Wahrung der Einheit mit der Weltkirche auf die Frage der Neuevangelisierung ausgerichtet werden.
Zu Thema Neuevangelisierung empfehle ich diesen Kommentar: https://www.katholisch.de/artikel/22818 ... gsmanoever

Ich sehe das Risiko, dass das, was viele unter Neuevangelisierung verstehen, nichts anderes ist als alter Wein in neuen Schläuchen. Dort, wo die katholische Sexualmoral und die Rolle der Frau nicht mehr dem Lebensgefühl der Menschen von heute entsprechen, hilft auch Verkündigung mit moderner Musik, Lichteffekten und coolen Sprüchen nichts.

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Damit verläßt Du den Bereich der Religion und des wahrhaftigen Glaubens und betrittst den Bereich "Opium des Volkes". Aber das hat dann mit katholisch nix mehr zu tun.
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 14,6)
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Edi » Mittwoch 4. September 2019, 16:09

Hanspeter hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 16:02

Seit wann ist das Lebensgefühl der Menschen von heute Maßstab für die Lehre der Kirche?
So oder ähnlich hätte ich auch geantwortet. Wer so eine Einlassung macht, der hat nichts, aber auch gar nichts vom Evangelium und der heiligen Schrift verstanden, sondern schlägt Jesus noch ins Gesicht und will sich (mithilfe der Gnade freilich) auch nicht ändern. Diese Leute aber wollen oft genug das große Wort in der Kirche führen, egal wer sie sind.


+
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 4. September 2019, 16:42

Edi hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 16:09
So oder ähnlich hätte ich auch geantwortet. Wer so eine Einlassung macht, der hat nichts, aber auch gar nichts vom Evangelium und der heiligen Schrift verstanden, sondern schlägt Jesus noch ins Gesicht und will sich (mithilfe der Gnade freilich) auch nicht ändern. Diese Leute aber wollen oft genug das große Wort in der Kirche führen, egal wer sie sind.
Nur dann, wenn ich das Zweite Vatikanische Konzil nicht verstanden habe...
Ich zitiere aus GS
Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände
.
Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens und nach dem Verhältnis beider zueinander Antwort geben. Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen.
Laura

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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Edi » Mittwoch 4. September 2019, 16:54

Lauralarissa hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 16:42
Edi hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 16:09
So oder ähnlich hätte ich auch geantwortet. Wer so eine Einlassung macht, der hat nichts, aber auch gar nichts vom Evangelium und der heiligen Schrift verstanden, sondern schlägt Jesus noch ins Gesicht und will sich (mithilfe der Gnade freilich) auch nicht ändern. Diese Leute aber wollen oft genug das große Wort in der Kirche führen, egal wer sie sind.
Nur dann, wenn ich das Zweite Vatikanische Konzil nicht verstanden habe...
Ich zitiere aus GS
Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände
.
Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens und nach dem Verhältnis beider zueinander Antwort geben. Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen.
Laura
Die Welt zu verstehen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten, heisst nicht sich ihr anzupassen. Ein guter Seelsorger kennt die Welt ja schon aus seiner Seelsorgepraxis. Dass du das zitierst und dann in den falschen Hals bekommst, zeigt wiederum deine weltliche Denkweise. Ich lese aus dem Text nichts heraus, dass die Kirche sich der Welt anpassen müsse, sie zu verstehen, heisst ja nicht sich ihr anpassen. Ein rechter Christ weiss ohnehin und das auch aus eigener Erfahrung um das Weltliche und die Versuchungen, die es mit sich bringt.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Lauralarissa
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Re: "Den Weg der Erneuerung weitergehen" 2.0

Beitrag von Lauralarissa » Mittwoch 4. September 2019, 18:16

Edi hat geschrieben:
Mittwoch 4. September 2019, 16:54
Die Welt zu verstehen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten, heisst nicht sich ihr anzupassen. Ein guter Seelsorger kennt die Welt ja schon aus seiner Seelsorgepraxis. Dass du das zitierst und dann in den falschen Hals bekommst, zeigt wiederum deine weltliche Denkweise. Ich lese aus dem Text nichts heraus, dass die Kirche sich der Welt anpassen müsse, sie zu verstehen, heisst ja nicht sich ihr anpassen. Ein rechter Christ weiss ohnehin und das auch aus eigener Erfahrung um das Weltliche und die Versuchungen, die es mit sich bringt.
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