Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

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Sarandanon
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Sarandanon » Freitag 16. Oktober 2015, 20:31

evangelisch hat geschrieben:Die spannende Frage ist, was passiert, wenn bezüglich der "heißen Eisen", insbesondere der wiederverheirateten Geschiedenen, gar nichts passiert, sondern alles so bleibt, wie es ist?
Was die Lehre betrifft wird natürlich alles so bleiben, wie es ist. Für mich steht das völlig außer Frage. Auf der einen Seite sehe ich da einige Dinge durchaus kritisch - auf der anderen ist es aber auch beruhigend zu wissen, dass die römische Kirche trotz vieler Unkereien - auch hier im Forum - sicherlich unbeirrt ihren Weg weiter gehen wird - auch mit Papst Franz. Damit kann ich persönlich sehr viel besser umgehen als mit einem Abgleiten in protestantische Theologieansätze.
evangelisch hat geschrieben:Für mich hätte die katholische Kirche dann endgültig ihre Reformunfähigkeit unter Beweis gestellt. Eine noch höhere Zahl an Kirchenaustritten wäre wohl die Folge.
Die Menschen treten entweder aus, weil die keine Kirchensteuer mehr zahlen wollen oder aus völliger Unkenntnis/Desinteresse bzgl. christlicher, hier im Speziellen katholischer Glaubensinhalte. Nur ein ganz kleiner Teil beschäftigt sich wirklich mit dem Glauben und tritt aus anderen Gründen aus oder konvertiert. Letztendlich wird ein weiterer Mitgliederschwund nicht zu verhindern sein. Und das liegt ganz einfach an der Entchristianisierung unserer Gesellschaft.
Zuletzt geändert von Sarandanon am Freitag 16. Oktober 2015, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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taddeo
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Freitag 16. Oktober 2015, 20:31

HeGe hat geschrieben:Bin ich in den vergangenen Jahren Fehlansicht erlegen? Seit wann sind denn die sog. "wiederverheirateten Geschiedenen" von der Beichte ausgeschlossen?

Das Problem dürfte doch eher sein, dass sie die Voraussetzung nicht erfüllen, ihre Sünde des Ehebruches zu bereuen und fortan ohne diese Sünde zu leben, oder?
Und genau deshalb (sind sie nicht von der Beichte ausgeschlossen, aber) können sie keine Absolution erhalten, was de facto einem Ausschluß vom Bußsakrament gleichkommt. Voraussetzung dafür wäre, daß sie ihre zweite Zivilverbindung entweder scheiden lassen, oder durch eine kirchliche Heirat legitimieren (falls eine Annullierung der Erstehe möglich ist), oder zumindest glaubhaft versprechen, künftig wie Bruder und Schwester mit ihrem Partner zu leben.

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umusungu
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von umusungu » Freitag 16. Oktober 2015, 21:05

alle diese sogenannten Lösungsansätze sind vom "grünen Tisch" und entsprechen - wie jeder weiß - nicht der Lebenswirklichkeit.

"Wie Bruder und Schwester" ... wer den Menschen kennt, weiß, dass das nicht geht. Schon Paulus wußte das und forderte deshalb die Ehe.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Freitag 16. Oktober 2015, 21:31

umusungu hat geschrieben:alle diese sogenannten Lösungsansätze sind vom "grünen Tisch" und entsprechen - wie jeder weiß - nicht der Lebenswirklichkeit.

"Wie Bruder und Schwester" ... wer den Menschen kennt, weiß, dass das nicht geht. Schon Paulus wußte das und forderte deshalb die Ehe.
Ich kenn mittlerweile genügend Frauen, für die das locker geht ... sogar in der Ehe.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von RomanesEuntDomus » Freitag 16. Oktober 2015, 22:03

evangelisch hat geschrieben:Für mich hätte die katholische Kirche dann endgültig ihre Reformunfähigkeit unter Beweis gestellt. Eine noch höhere Zahl an Kirchenaustritten wäre wohl die Folge.
Bei deinem Alias müsstest du es eigentlich besser wissen.

Der Beweis, daß eine angebliche Reformunfähigkeit kaum ein wesentlicher Grund für eine hohe Zahl von Kirchenaustritten sein kann, ist die Zahl der Austritte aus der EKD, die seit vielen Jahren regelmäßig die Zahl der Austritte aus der kath. Kirche weit übersteigt.

Mangelnde Reformfähigkeit wäre ja so ziemlich das Letzte, was man der EKD vorwerfen könnte. Das hindert die Leute aber überhaupt nicht, trotzdem in Scharen abzuhauen.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Freitag 16. Oktober 2015, 22:21

taddeo hat geschrieben:Ich kenn mittlerweile genügend Frauen, für die das locker geht ... sogar in der Ehe.
Eine technische Frage: Nehmen wir an, jemand in zweiter Zivilehe vertritt gegenüber seinem Pfarrer glaubhaft, diese zukünftig als Josefsehe leben zu wollen. Der Pfarrer lässt ihn wieder zur Kommunion zu. Danach scheitert er immer wieder einmal an seinem Vorsatz und beichtet die "Ausrutscher". Hier könnte ihm durchaus wieder die Absolution erteilt werden, sofern er immer wieder bekräftigt, zukünftig doch an seinem Vorsatz festhalten zu wollen, richtig?

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Protasius
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Protasius » Freitag 16. Oktober 2015, 22:32

Gallus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ich kenn mittlerweile genügend Frauen, für die das locker geht ... sogar in der Ehe.
Eine technische Frage: Nehmen wir an, jemand in zweiter Zivilehe vertritt gegenüber seinem Pfarrer glaubhaft, diese zukünftig als Josefsehe leben zu wollen. Der Pfarrer lässt ihn wieder zur Kommunion zu. Danach scheitert er immer wieder einmal an seinem Vorsatz und beichtet die "Ausrutscher". Hier könnte ihm durchaus wieder die Absolution erteilt werden, sofern er immer wieder bekräftigt, zukünftig doch an seinem Vorsatz festhalten zu wollen, richtig?
Wir scheitern ja alle immer wieder mit unseren Vorsätzen; was entscheidend ist, ist der feste und tatsächliche Wille, es nicht mehr zu tun, auch wenn es nicht immer klappt. Es stellt sich die Frage, wie das mit der Gelegenheit zur Sünde aussieht, die man zu meiden hat; man kann ja schlecht seinem Ehepartner aus dem Weg gehen, oder?
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Freitag 16. Oktober 2015, 22:46

Protasius hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ich kenn mittlerweile genügend Frauen, für die das locker geht ... sogar in der Ehe.
Eine technische Frage: Nehmen wir an, jemand in zweiter Zivilehe vertritt gegenüber seinem Pfarrer glaubhaft, diese zukünftig als Josefsehe leben zu wollen. Der Pfarrer lässt ihn wieder zur Kommunion zu. Danach scheitert er immer wieder einmal an seinem Vorsatz und beichtet die "Ausrutscher". Hier könnte ihm durchaus wieder die Absolution erteilt werden, sofern er immer wieder bekräftigt, zukünftig doch an seinem Vorsatz festhalten zu wollen, richtig?
Wir scheitern ja alle immer wieder mit unseren Vorsätzen; was entscheidend ist, ist der feste und tatsächliche Wille, es nicht mehr zu tun, auch wenn es nicht immer klappt. Es stellt sich die Frage, wie das mit der Gelegenheit zur Sünde aussieht, die man zu meiden hat; man kann ja schlecht seinem Ehepartner aus dem Weg gehen, oder?
Ja, das ist der eine Aspekt. Aber es könnte ja auch sein, daß irgendwann der Beichtvater an einen Punkt kommt, an dem er sagt: "Gut, Ihr nehmt das mit der Josefsehe offensichtlich doch nicht ernst, das war es mit der Wiederzulassung zur Kommunion!". Genauso könnte es sein, daß der Beichtvater trotz ständiger Ausrutscher nie diesen Schritt macht.

Worauf ich hinaus will ist, daß es die gerade bei der Synode diskutierte Betrachtung des Einzelfalls ja in diesen (zugegeben sicher sehr seltenen) Fällen längst zu geben scheint, mit allen Ambiguitäten.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Samstag 17. Oktober 2015, 09:36

Gallus hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:
Gallus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ich kenn mittlerweile genügend Frauen, für die das locker geht ... sogar in der Ehe.
Eine technische Frage: Nehmen wir an, jemand in zweiter Zivilehe vertritt gegenüber seinem Pfarrer glaubhaft, diese zukünftig als Josefsehe leben zu wollen. Der Pfarrer lässt ihn wieder zur Kommunion zu. Danach scheitert er immer wieder einmal an seinem Vorsatz und beichtet die "Ausrutscher". Hier könnte ihm durchaus wieder die Absolution erteilt werden, sofern er immer wieder bekräftigt, zukünftig doch an seinem Vorsatz festhalten zu wollen, richtig?
Wir scheitern ja alle immer wieder mit unseren Vorsätzen; was entscheidend ist, ist der feste und tatsächliche Wille, es nicht mehr zu tun, auch wenn es nicht immer klappt. Es stellt sich die Frage, wie das mit der Gelegenheit zur Sünde aussieht, die man zu meiden hat; man kann ja schlecht seinem Ehepartner aus dem Weg gehen, oder?
Ja, das ist der eine Aspekt. Aber es könnte ja auch sein, daß irgendwann der Beichtvater an einen Punkt kommt, an dem er sagt: "Gut, Ihr nehmt das mit der Josefsehe offensichtlich doch nicht ernst, das war es mit der Wiederzulassung zur Kommunion!". Genauso könnte es sein, daß der Beichtvater trotz ständiger Ausrutscher nie diesen Schritt macht.

Worauf ich hinaus will ist, daß es die gerade bei der Synode diskutierte Betrachtung des Einzelfalls ja in diesen (zugegeben sicher sehr seltenen) Fällen längst zu geben scheint, mit allen Ambiguitäten.
Entscheidend ist der ernst- und glaubhafte Wille, nicht die tatsächliche Durchhaltung des Vorsatzes. Genauso wie man nicht allein verheiratet sein kann, kann man auch nicht allein auf den Verkehr verzichten, wenn man in einer Partnerschaft lebt. Der andere muß schon mitmachen, und das schränkt die Verwirklichung der eigenen Vorsätze oft genug ein. Die Beurteilung obliegt allein einem Beichtvater, und in solchen Fällen gibt es die Einzelfallbetrachtung in der Kirche schon immer, das ist eine echte, alte "Tradition". Was auf der Synode thematisiert wird, ist anscheinend die "Institutionalisierung" dieser Einzelfälle für den öffentlichen Rechtsbereich der Kirche, das forum externum, während sie bisher ausschließlich dem forum internum zugeordnet sind. Wie das gehen soll, frage ich mich schon.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 17. Oktober 2015, 10:08

Gallus hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben: ich erspare mir hier eine Bemerkung zu Em Sarah und seine Thesen da seh ich ihn in einer Reihe mit Pierre Vogel und Freunden
Fang mal die Gäule wieder ein, die hier gerade mit Dir durchgehen. Die Rhetorik des Kardinals klingt für deutsche Ohren hart, ist aber in der Sache nicht falsch.
nein er versteigt sich da zu vergleichen das ist absolut unakzeptabel man muß ihm gegenüber genau so auftreten

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Gallus
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Samstag 17. Oktober 2015, 10:12

taddeo hat geschrieben: Was auf der Synode thematisiert wird, ist anscheinend die "Institutionalisierung" dieser Einzelfälle für den öffentlichen Rechtsbereich der Kirche, das forum externum, während sie bisher ausschließlich dem forum internum zugeordnet sind. Wie das gehen soll, frage ich mich schon.
Aus meiner Laienperspektive sieht das so aus: Im Fall der Josefsehe muß, wie Du schreibst, der Beichtvater in jedem Einzelfall beurteilen, ob trotz gelegentlichen Scheiterns der feste Wille besteht, diese Lebensweise durchzuhalten. Was die deutschen Bischöfe gerade vorschlagen scheint dem aber sehr ähnlich zu sein. Es werden eine Reihe von Kriterien gesucht und definiert, die im Fall einer zivilen Zweitehe (vom Beichtvater?) überprüft werden sollen: Ist ehrliche Reue für das Zerbrechen der eigentlichen Ehe da? Ist die Zweitehe stabil und ihr Fortbestehen z.B. durch die Verpflichtungen, die sich aus gemeinsamen Kindern ergeben, irgendwie zu rechtfertigen? Und so weiter, das ist ja alles noch sehr vage.

Ich bin nicht dafür, daß die Kirche diesen Weg geht, aber wenn ich jetzt mal den advocatus diaboli spielen würde, dann würde ich sagen: Ist doch gar nicht so neu, wir wenden das gleiche Verfahren an wie beim Versprechen einer Josefsehe, nur machen wir die Tür etwas weiter auf und lassen im Einzelfall auch neue pastorale Wege zur Versöhnung zu.

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Sarandanon
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Sarandanon » Samstag 17. Oktober 2015, 11:16

Gallus hat geschrieben:Aus meiner Laienperspektive sieht das so aus: Im Fall der Josefsehe muß, wie Du schreibst, der Beichtvater in jedem Einzelfall beurteilen, ob trotz gelegentlichen Scheiterns der feste Wille besteht, diese Lebensweise durchzuhalten. Was die deutschen Bischöfe gerade vorschlagen scheint dem aber sehr ähnlich zu sein. Es werden eine Reihe von Kriterien gesucht und definiert, die im Fall einer zivilen Zweitehe (vom Beichtvater?) überprüft werden sollen: Ist ehrliche Reue für das Zerbrechen der eigentlichen Ehe da? Ist die Zweitehe stabil und ihr Fortbestehen z.B. durch die Verpflichtungen, die sich aus gemeinsamen Kindern ergeben, irgendwie zu rechtfertigen? Und so weiter, das ist ja alles noch sehr vage.

Ich bin nicht dafür, daß die Kirche diesen Weg geht, aber wenn ich jetzt mal den advocatus diaboli spielen würde, dann würde ich sagen: Ist doch gar nicht so neu, wir wenden das gleiche Verfahren an wie beim Versprechen einer Josefsehe, nur machen wir die Tür etwas weiter auf und lassen im Einzelfall auch neue pastorale Wege zur Versöhnung zu.
Man muss als gläubiger Mensch und Laie schon etwas Verständnis für die Positionen der Kirche zur Ehe mitbringen, um hier ein Entgegenkommen zu begreifen. Allein glaube ich nicht, dass das in der Mehrheit der Kritiker auch so aufgefasst würde. Nun könnte man sagen: "Das muss es auch nicht". Vllt. stimmt das ja auch, weil bei der fortschreitenden Entchristianisierung sowieso kein Verständnis diesbzgl. mehr geschaffen werden kann. Allerdings werden auch unter den Verständigen jegliche Verhärtungen der Positionen für genauso viel Unruhe sorgen.

Wenn ich meine eigene Lage betrachte, würde ich den von Dir ungeliebten Weg begrüßen. Vmtl. würde ich mich in meiner Situation (Erkenntnis des Glaubens, meine Leichtfertigkeit bzgl. des Ehesakramentes und der Folgen nach Scheidung und Wiederheirat) sehr viel besser bei einem römischen Geistlichen aufgehoben fühlen, der mein Scheitern kritisch reflektiert - mir aber trotzdem ein solches Entgegenkommen zeigen würde - als bei einem altkatholischen, der evt. nichts Schlimmes dabei finden kann und meine Problematik uU nicht ernst nimmt. Und vllt. geht es ja nicht nur mir so. Eingefleischten Taufscheinchristen wird man damit nicht helfen können und wollen, welches aber weiterhin die öffentliche Meinung bestimmen wird.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Samstag 17. Oktober 2015, 11:37

Gallus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Was auf der Synode thematisiert wird, ist anscheinend die "Institutionalisierung" dieser Einzelfälle für den öffentlichen Rechtsbereich der Kirche, das forum externum, während sie bisher ausschließlich dem forum internum zugeordnet sind. Wie das gehen soll, frage ich mich schon.
Aus meiner Laienperspektive sieht das so aus: Im Fall der Josefsehe muß, wie Du schreibst, der Beichtvater in jedem Einzelfall beurteilen, ob trotz gelegentlichen Scheiterns der feste Wille besteht, diese Lebensweise durchzuhalten. Was die deutschen Bischöfe gerade vorschlagen scheint dem aber sehr ähnlich zu sein. Es werden eine Reihe von Kriterien gesucht und definiert, die im Fall einer zivilen Zweitehe (vom Beichtvater?) überprüft werden sollen: Ist ehrliche Reue für das Zerbrechen der eigentlichen Ehe da? Ist die Zweitehe stabil und ihr Fortbestehen z.B. durch die Verpflichtungen, die sich aus gemeinsamen Kindern ergeben, irgendwie zu rechtfertigen? Und so weiter, das ist ja alles noch sehr vage.

Ich bin nicht dafür, daß die Kirche diesen Weg geht, aber wenn ich jetzt mal den advocatus diaboli spielen würde, dann würde ich sagen: Ist doch gar nicht so neu, wir wenden das gleiche Verfahren an wie beim Versprechen einer Josefsehe, nur machen wir die Tür etwas weiter auf und lassen im Einzelfall auch neue pastorale Wege zur Versöhnung zu.
Ich bin nicht im Bilde über alle Vorschläge, die zu diesem Thema gemacht werden. Das vorweg.
Aber ich meine mich zu erinnern, daß der Ansatz der deutschen Bischöfe dahin geht, diese Einzelfallbeurteilung künftig aus dem forum internum (Beichtvater) ins forum externum (Pfarrer) zu verlagern. Das brächte natürlich den "Vorteil", daß die Betroffenen überall öffentlich zur Kommunion gehen dürfen, während sie bisher in der Regel die Auflage erhalten, dies nur an Orten zu tun, wo ihre Lebenssituation nicht bekannt ist bzw. kein öffentliches Ärgernis erregen kann.

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Pilger
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Pilger » Samstag 17. Oktober 2015, 11:53

Pilger hat geschrieben:
Da gibt es zwei Möglichkeiten

1. Die Bischofssynode erfüllt den Willen der Menschen der Welt zu 100 % dann wird diese Lehre als hochheilig und sakrosankt erklärt jeder der dagegen sein Wort erhebt als Abtrünniger behandelt und vor die Tür auf die „stille Treppe“ gesetzt bis er sich endlich der "richtigen Ideologie" anpasst.

2. Die Bischofssynode erfüllt den Willen der Menschen der Welt nicht oder nicht zu 100 % Dann wird erst einmal gefordert, das Papst Franz die verkrusteten Strukturen im Vatikan aufbrechen muss und die Betonköpfe aus der Kurie Entfernen soll, um die dringend notwendigen Reformen endlich umsetzen zu können. Dann wird weiter laut und fordernd nach Reformen und der Anpassung der Lehre der Kirche an den aktuellen Zeitgeist und den Willen der Menschen der Welt gefordert. Denn der Wille der Menschen ist oberstes Gebot.

Beispiele gibt es jede Menge eine andere Lehre als die von der Welt gewollte wird nicht akzeptiert.

Wer katholisch bleiben möchte, muss den unveränderbaren Wort Gottes treu bleiben.
Dem kann ich nichts hinzufügen, so ist es und so wird es kommen, wetten dass...?
Komm bald Herr Jesu
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden."

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von HeGe » Samstag 17. Oktober 2015, 17:54

taddeo hat geschrieben:
HeGe hat geschrieben:Bin ich in den vergangenen Jahren Fehlansicht erlegen? Seit wann sind denn die sog. "wiederverheirateten Geschiedenen" von der Beichte ausgeschlossen?

Das Problem dürfte doch eher sein, dass sie die Voraussetzung nicht erfüllen, ihre Sünde des Ehebruches zu bereuen und fortan ohne diese Sünde zu leben, oder?
Und genau deshalb (sind sie nicht von der Beichte ausgeschlossen, aber) können sie keine Absolution erhalten, was de facto einem Ausschluß vom Bußsakrament gleichkommt. Voraussetzung dafür wäre, daß sie ihre zweite Zivilverbindung entweder scheiden lassen, oder durch eine kirchliche Heirat legitimieren (falls eine Annullierung der Erstehe möglich ist), oder zumindest glaubhaft versprechen, künftig wie Bruder und Schwester mit ihrem Partner zu leben.
De facto, aber nicht de iure, wie jemand, der kirchenrechtlich exkommuniziert ist. Gut, dann lag ich ja doch nicht so falsch.

Ich hatte nur eigentlich erwartet, dass ein Kardinal, der zu anderen Bischöfen spricht, sich etwas präziser ausdrückt und nicht den gleichen Wirrwarr verzapft, wie ein x-beliebiger Spiegel-Reporter. Von der Beichte ausgeschlossen, im Sinne von "die Kirche verbietet ihnen, zur Beichte zu gehen", sind sie schließlich nicht.

Was Kardinal Marx also vorschlägt, ist zukünftig die Lossprechung zu erteilen, ohne dass Reue oder die Absicht zur Besserung vorliegt? Na, dann... Am Ende aller Zeiten wird man dann ja sehen, wieviel so eine Lossprechung wert war.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Hubertus » Samstag 17. Oktober 2015, 22:19

Angebliche Äußerungen auf der Synode:
Von einer "Dreifaltigkeit des Ehelebens: Bett, Tisch, Altar", ist die Rede und vom Verhältnis von Sex und Eucharistie. "Hören Sie einmal hin", habe der Erzbischof gesagt, "das ist mein Leib, den ich für Euch hingebe. Eucharistie ist sexuell, und Sexualität ist eucharistisch."
http://www.badische-zeitung.de/ausland- ... 6643.html

:auweia:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von umusungu » Samstag 17. Oktober 2015, 22:36

Hubertus hat geschrieben:Angebliche Äußerungen auf der Synode:
Von einer "Dreifaltigkeit des Ehelebens: Bett, Tisch, Altar", ist die Rede und vom Verhältnis von Sex und Eucharistie. "Hören Sie einmal hin", habe der Erzbischof gesagt, "das ist mein Leib, den ich für Euch hingebe. Eucharistie ist sexuell, und Sexualität ist eucharistisch."
Die Sexualität des Menschen ist eine göttliche Kraft - und kein Teufelswerk.

Im sexuellen Akt sagen die Partner zueinander: ich gebe dir meinen Leib .. ich gebe dir meine Liebe.

In der Eucharistie sagt Jesus: dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Sakrament der Ehe = Zeichen der Liebe Gottes des Schöpfers und Zeichen der Nähe und Hingabe Jesu Christi - personalisiert und erfahrbar im Partner.
Der Geschlechtsakt gehört zum Ehesakrament - ist also göttlich.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Sempre » Samstag 17. Oktober 2015, 22:57

Gut, dass endlich Schluß mit dem Modernistengeschwurbel ist und wieder mehr Klartext geredet wird. Da weiß man als Hinz und Kunz dann wenigstens, woran man ist.
Pater Gabriele Amorth hat geschrieben:Das Hauptmerkmal Schwarzer Messe ist die Verachtung der Eucharistie. In den wirklichen Schwarzen Messen bildete eine nackte Frau den Altar, die Jungfrau sein sollte, sie wird von dem vergewaltigt, der die Rolle des Priesters einnimmt [...]

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Protasius » Samstag 17. Oktober 2015, 22:58

umusungu hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Angebliche Äußerungen auf der Synode:
Von einer "Dreifaltigkeit des Ehelebens: Bett, Tisch, Altar", ist die Rede und vom Verhältnis von Sex und Eucharistie. "Hören Sie einmal hin", habe der Erzbischof gesagt, "das ist mein Leib, den ich für Euch hingebe. Eucharistie ist sexuell, und Sexualität ist eucharistisch."
Die Sexualität des Menschen ist eine göttliche Kraft - und kein Teufelswerk.

Im sexuellen Akt sagen die Partner zueinander: ich gebe dir meinen Leib .. ich gebe dir meine Liebe.

In der Eucharistie sagt Jesus: dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Sakrament der Ehe = Zeichen der Liebe Gottes des Schöpfers und Zeichen der Nähe und Hingabe Jesu Christi - personalisiert und erfahrbar im Partner.
Der Geschlechtsakt gehört zum Ehesakrament - ist also göttlich.
Das klingt ähnlich wie die unio mystica in der Mystik des 14. und 15. Jahrhunderts. Und es gab einen verwandten Artikel auf kath.net im Sommer diesen Jahres: Warum Sex heilig ist.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von umusungu » Samstag 17. Oktober 2015, 23:05

Protasius hat geschrieben:Das klingt ähnlich wie die unio mystica in der Mystik des 14. und 15. Jahrhunderts. Und es gab einen verwandten Artikel auf kath.net im Sommer diesen Jahres: Warum Sex heilig ist.
das mag sein. Das ist oft u.a.Inhalt meiner Traupredigten.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Sonntag 18. Oktober 2015, 11:33

Hubertus hat geschrieben:Angebliche Äußerungen auf der Synode:
Von einer "Dreifaltigkeit des Ehelebens: Bett, Tisch, Altar", ist die Rede und vom Verhältnis von Sex und Eucharistie. "Hören Sie einmal hin", habe der Erzbischof gesagt, "das ist mein Leib, den ich für Euch hingebe. Eucharistie ist sexuell, und Sexualität ist eucharistisch."
http://www.badische-zeitung.de/ausland- ... 6643.html

:auweia:
Das mag für "fromme Ohren" sakrilegisch klingen (vor allem das "Eucharistie ist sexuell"), und es ist durchaus pointiert formuliert.
Aber es trifft schon den Kern der Sache. Ohne diese Dreifaltigkeit funktioniert eine Ehe im Normalfall tatsächlich nicht und KANN gar nicht funktionieren, wenn auch nur eines dieser Elemente zu kurz kommt. Oft merkt man das aber erst, wenn es zu spät ist. Auch beim Sex.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:06

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ale-kirche

Bischofssynode
"Das dritte Jahrtausend braucht eine synodale Kirche"
Papst bekräftigt Willen zur stärkeren Einbindung der Bischöfe

Papst Franziskus hat seinen Willen nach einer stärkeren Einbindung der Bischöfe in die Entscheidungen für die Weltkirche betont. Die Kirche des dritten Jahrtausends müsse eine synodale sein und geprägt vom gegenseitigen Zuhören, sagte er am Samstag bei einem Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Bischofssynode im Vatikan.
Der Wunsch des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), die nationalen Bischofskonferenzen stärker an Entscheidungen zu beteiligen, sei jedoch noch nicht voll verwirklicht. Hier brauche es Verbesserungen, so der Argentinier. "Der Papst steht nicht einsam über der Kirche, sondern in ihr, als Getaufter unter Getauften und im Episkopat als Bischof unter Bischöfen", sagte Franziskus…
http://wdtprs.com/blog/2015/10/pope-fra ... al-church/

Pope Francis wants a transformation of the papacy and a synodal Church

Since the beginning of the pontificate of Pope Francis – or could we coin a new phrase? The “periphery of Pope Francis”? – I have been saying that his aim is to weaken the Roman Curia.…
https://www.lifesitenews.com/opinion/is ... relativism

Voice of Family warns Synod proposal to give more authority to bishops conferences will shatter the Church

Devolving doctrinal and disciplinary authority to the Bishops’ conferences is a dangerous idea.

ROME, October 17, 2015 (Voice of the Family) --In a now famous speech made in the Vatican Basilica on the eve of his election to the papacy, Cardinal Joseph Ratzinger deplored what he termed a “dictatorship of relativism”. He remarked:…
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:18

Rorate schrieb die Tage, daß das bereits deutlichst in seiner Enzyklika angedroht wurde:
Doctrinal "devolution" to the bishops' conferences? Francis already endorsed it in 213.
http://rorate-caeli.blogspot.com/215/1 ... shops.html


Und zitiert dazu folgendes aus EVANGELII GAUDIUM http://w2.vatican.va/content/francesco/ ... udium.html
32. Da ich berufen bin, selbst zu leben, was ich von den anderen verlange, muss ich auch an eine Neuausrichtung des Papsttums denken. Meine Aufgabe als Bischof von Rom ist es, offen zu bleiben für die Vorschläge, die darauf ausgerichtet sind, dass eine Ausübung meines Amtes der Bedeutung, die Jesus Christus ihm geben wollte, treuer ist und mehr den gegenwärtigen Notwendigkeiten der Evangelisierung entspricht. Johannes Paul II. bat um Hilfe, um » eine Form der Primatsausübung zu finden, die zwar keineswegs auf das Wesentliche ihrer Sendung verzichtet, sich aber einer neuen Situation öffnet «.[35] In diesem Sinn sind wir wenig vorangekommen. Auch das Papsttum und die zentralen Strukturen der Universalkirche haben es nötig, dem Aufruf zu einer pastoralen Neuausrichtung zu folgen. Das Zweite Vatikanische Konzil sagte, dass in ähnlicher Weise wie die alten Patriarchatskirchen » die Bischofskonferenzen vielfältige und fruchtbare Hilfe leisten [können], um die kollegiale Gesinnung zu konkreter Verwirklichung zu führen «.[36] Aber dieser Wunsch hat sich nicht völlig erfüllt, denn es ist noch nicht deutlich genug eine Satzung der Bischofskonferenzen formuliert worden, die sie als Subjekte mit konkreten Kompetenzbereichen versteht, auch einschließlich einer gewissen authentischen Lehrautorität.[37] Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen.

33. Die Seelsorge unter missionarischem Gesichtspunkt verlangt, das bequeme pastorale Kriterium des „Es wurde immer so gemacht“ aufzugeben. Ich lade alle ein, wagemutig und kreativ zu sein in dieser Aufgabe, die Ziele, die Strukturen, den Stil und die Evangelisierungs- Methoden der eigenen Gemeinden zu überdenken. Eine Bestimmung der Ziele ohne eine angemessene gemeinschaftliche Suche nach den Mitteln, um sie zu erreichen, ist dazu verurteilt, sich als bloße Phantasie zu erweisen. Ich rufe alle auf, großherzig und mutig die Anregungen dieses Dokuments aufzugreifen, ohne Beschränkungen und Ängste. Wichtig ist, Alleingänge zu vermeiden, sich immer auf die Brüder und Schwestern und besonders auf die Führung der Bischöfe zu verlassen, in einer weisen und realistischen pastoralen Unterscheidung.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Marion
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:27

Wenn die Malachiasweissagung zutrifft und es bis zum Jüngsten Tag noch ein Weilchen dauert, dann muss nun ja irgendwas passieren. Das Papstamt abschaffen könnte eine Lösung sein :hmm:
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:37

http://www.ncregister.com/blog/edward-p ... iKEMmopBxs

Cardinal Marx Hosting Extravagant Dinners for Synod Fathers?

Cardinal Reinhard Marx, who is attending the Synod on the Family as president of the German bishops’ conference, is allegedly holding extravagant dinners for synod fathers at a multi-million euro villa in Rome owned by the archdiocese of Munich…
Gruß Jürgen

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von martin v. tours » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:40

:kugel: der Synoden-Tebartz
nur befürchten braucht er nichts, wer die "richtige" Seite vertritt, wird nicht kritisiert.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:43

Juergen hat geschrieben:
http://www.ncregister.com/blog/edward-p ... iKEMmopBxs

Cardinal Marx Hosting Extravagant Dinners for Synod Fathers?
So in der Art?



:D

CIC_Fan
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:49

man wird nicht enttäuscht es wird ordentlich was geboten bei dem Stück "Franz und Seine Synode"

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. Oktober 2015, 15:55

martin v. tours hat geschrieben::kugel: der Synoden-Tebartz
nur befürchten braucht er nichts, wer die "richtige" Seite vertritt, wird nicht kritisiert.
Richtig.
Wer die „richtige“ Seite vertritt, wird höchstens von der „falschen“ Seite kritisiert.
Solche Kritik ist nicht schlimm oder wird gar nicht gehört.


Auch wenn Erzbischof Reinhard es in einem anderen Kontext gesagt hat, passen folgende Sätze gut:
Gruß Jürgen

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Sonntag 18. Oktober 2015, 16:44

Galgenhumor:



Von hier: http://www.summorum-pontificum.de

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von marcus-cgn » Sonntag 18. Oktober 2015, 19:45

Papst Franziskus zieht also gegen Ende der Synode und kurz vor Beginn des Heiligen Jahres allmählich das Tarnnetz weg. Die Süddeutsche Zeitung sieht bereits einen umfassenden Strukturwandel innerhalb der Kirche in Gang. Womöglich war die Aufgabe des Apostolischen Palastes nicht nur eine Demutsgeste, sondern Programm, dass in der nächsten Zeit radikal umgesetzt wird.

KlausLange
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von KlausLange » Sonntag 18. Oktober 2015, 20:11

Kardinal Müller sieht eine Möglichkeit der Kommunionszulassung von zivil wiederverheiratet Geschiedenen in extremen Ausnahmefällen, so jedenfalls meldet es Focus und berichtet es katholisch.de hier.

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