Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

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Pilger
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Pilger » Mittwoch 7. Oktober 2015, 12:15

Papst Franz ein unkollegialer Basta Papst? Er habe das so entschieden und damit basta.

Oft lese ich das Zitat von Katharina von Siena

„Und selbst wenn der Papst ein fleischgewordener Teufel wäre, statt eines gütigen Vaters, so müssten wir ihm dennoch gehorchen, nicht seiner Person wegen, sondern Gottes wegen. Denn Christus will, dass wir seinem Stellvertreter gehorchen.“ – Brief 207

Das war schon immer Quatsch und je öfter das wiederholt wird umso quätscher wird es.

Es gab schon immer Menschen die aus welchen Gründen auch immer zum Papst gewählt wurde, diese Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen den Willen der Welt und der Menschen gefolgt hingegen diese widerwillig den Willen und den Gesetz Gottes folgen wollten.

Ich folge nur einen Christus, ich Glaube das was ER in der Bibel die Tradition der Kirche und die Lehre der Väter verkündet haben. Zum Beispiel das die katholische Ehe unauflöslich ist. Wenn ein Papst dieses Dogma im Sinne der Welt und der Menschen in seinen Wesensgehalt abändert muss ich das nicht als Lehre Jesus glauben, denn es ist der Wille der Welt und der Menschen aber nicht das Recht der göttlichen Lehre.

Zur verbindlichen Lehre der Kirche gehört ohne jeden Zweifel die Unauflöslichkeit des katholisch geschlossenen Ehesakraments.

Dieses göttliche Dogma kann natürlich auch nicht durch eine breite Palette von Ehe Nichtigkeitsgründen und deren laxe Prüfung im Schnellverfahren (45 Tage) ausgehebelt werden. Nur weil das von den Menschen und der Welt so gewünscht wird. Mangelnder Glaube oder Mangelende Bereitschaft für Kinder sind vor der Eheschließung vor dem Empfang des Ehesakraments festzustellen und nicht als nachgeschobener Nichtigkeitsgrund bei späteren nicht gefallen des Ehepartners zur Erklärung der Nichtigkeit des katholisch geschlossenen Ehesakraments tauglich.
Komm bald Herr Jesu
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden."

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Clemens
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Clemens » Mittwoch 7. Oktober 2015, 13:43

Sehr geehrte Damen und Herren

Voriges Jahr bin ich von der Version 'Freundin 7.0' auf 'Gattin 1.0' umgestiegen.
Ich habe festgestellt, dass das Programm einen unerwarteten Kind-Prozess gestartet hat und sehr viel Platz und wichtige Ressourcen belegt. In der Produktanweisung wird ein solches Phänomen nicht erwähnt.
Außerdem installiert sich 'Gattin 1.0' in allen anderen Programmen von selbst und startet in allen Systemen automatisch, wodurch alle Aktivitäten der übrigen Systeme gestoppt werden. Die Anwendungen 'Bordell 10.3', 'Umtrunk 2.5' und 'Fußballsonntag 5.0' funktionieren nicht mehr, und das System stürzt bei jedem Start ab.
Leider kann ich 'Gattin 1.0' auch nicht minimieren, während ich meine bevorzugten Anwendungen benutzen möchte.
Ich überlege ernsthaft, zum Programm 'Freundin 7.0' zurückzugehen, aber bei Ausführen der UninstalI-Funktion von 'Gattin 1.0' erhalte ich stets die Aufforderung, zuerst das Programm 'Scheidung 1.0' auszuführen.
Dieses Programm ist mir aber viel zu teuer. Können Sie mir helfen?
Danke, ein User



Lieber User,
das ist ein sehr häufiger Beschwerdegrund bei den Usern. In den meisten Fällen liegt die Ursache aber bei einem grundlegenden Verständnisfehler: Viele User steigen von 'Freundin 7.0 ' auf 'Gattin 1.0' um, weil sie zweiteres zur Gruppe der "Spiele & Anwendungen" zählen. 'Gattin 1.0' ist aber ein BETRIEBSSYSTEM und wurde entwickelt, um alle anderen Funktionen zu kontrollieren. Es ist unmöglich, von 'Gattin 1.0' wieder auf 'Freundin 7.0' zurückzugehen. Bei der Installation von 'Gattin 1.0' werden versteckte Dateien installiert, die ein Re-Load von 'Freundin 7.0' unmöglich machen. Es ist nicht möglich, diese versteckten Dateien zu deinstallieren, zu löschen, zu verschieben oder zu vernichten.
Einige User probierten die Installation von 'Freundin 8.0' oder 'Gattin 2.0' gekoppelt mit 'Scheidung 1.0', aber am Ende hatten sie mehr Probleme als vorher. Lesen Sie dazu in Ihrer Gebrauchsanweisung die Kapitel "Warnungen", Alimente-Zahlungen - fortlaufende Wartungskosten von Kindern ab Version 1.0".
Ich empfehle Ihnen daher, bei 'Gattin 1.0' zu bleiben und das Beste daraus zu machen. Ich habe selber 'Gattin 1.0' vor Jahren installiert und halte mich strikt an die Gebrauchsanweisung, vor allem in Bezug auf das Kapitel "Gesellschaftsfehler". Sie sollten die Verantwortung für alle Fehler und Probleme übernehmen, unabhängig davon, ob Sie schuld sind oder nicht. Die beste Lösung ist das häufige Ausführen des Befehls: C:\UM-ENTSCHULDIGUNG-BITTEN.exe. Vermeiden Sie den Gebrauch der "ESC" Taste, da Sie öfter UM-ENTSCHULDIGUNG-BITTEN einschalten müssten, damit 'Gattin 1.0' wieder Normal funktioniert. Das System funktioniert solange einwandfrei, wie Sie für die "Gesellschaftsfehler" uneingeschränkt haften! Alles in allem ist 'Gattin 1.0' ein sehr interessantes Programm - trotz der unverhältnismäßig hohen Betriebskosten.
Bedenken Sie auch die Möglichkeit, zusätzliche Software zu installieren, um die Leistungsfähigkeit von 'Gattin 1.0' zu steigern. Ich empfehle Ihnen: 'Pralinen 2.1' und 'Blumen 5.0' in Deutsch.
Viel Glück!
Ihr Technischer Dienst

PS: Installieren Sie niemals 'Sekretärin im Minirock 3.3'! Dieses Programm verträgt sich nicht mit 'Gattin 1.0' und könnte einen nicht wieder gutzumachenden Schaden im Betriebssystem verursachen.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von marcus-cgn » Mittwoch 7. Oktober 2015, 14:30

Was ist davon zu halten, dass sich Papst Franziskus bereits am zweiten Tag der Synode öffentlich zu Wort gemeldet hat und die Synodenväter anmahnt sich nicht auf die Frage der Unauflöslichkeit der Ehe zu beschränken (daran würde ohnehin nichts geändert). Insgesamt ein merkwürdiger Vorgang, wenn der Papst den Synodenvätern etwas zu sagen hat, dann gab es dafür vorher und spätestens am Sonntag bei der Predigt genug Gelegenheit, warum diese Intervention zum jetzigen Zeitpunkt wo sie streng genommen etwas deplaziert wirkt.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Mittwoch 7. Oktober 2015, 14:47

Pilger hat geschrieben:Papst Franz ein unkollegialer Basta Papst? Er habe das so entschieden und damit basta.
Daraus:
Papst Franziskus habe eigens betont, dass die Methodologie von ihm approbiert worden sei, sprich die Verkürzung der Vortragsphase im Plenum und die Stärkung der Sprachgruppenarbeit.
Sind das da nun die Stuhlkreisführer?
http://press.vatican.va/content/salasta ... 1651.html
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Gallus
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Mittwoch 7. Oktober 2015, 21:28


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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von JosefBordat » Donnerstag 8. Oktober 2015, 12:49

Offensichtlich ist der Vatikan homophob – geht er doch gezielt gegen schwule Priester vor! Oder? - https://jobo72.wordpress.com/215/1/8 ... -homophob/

JoBo
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Donnerstag 8. Oktober 2015, 15:25

http://blogs.new.spectator.co.uk/215/1 ... e-francis/
One decision really bothers them. Why did Francis ask Cardinal Godfried Danneels, a retired Belgian archbishop, to join the assembly? Danneels maintains that the church ‘has never opposed the fact that there should exist a sort of “marriage” between homosexuals’. No other cardinal holds this batty view.

But that’s not the problem. In 21, a man confided in Danneels that he had been abused by a bishop, Roger Vangheluwe. The cardinal, who didn’t know he was being tape-recorded, told him to shut up until after the bishop retired.

The victim was Bishop Vangheluwe’s nephew. And now the cardinal who tried to cover up the abuse has been invited by the Pope to a synod on the family. Also, very unhelpfully, he has just written a book claiming credit for getting Bergoglio elected. ‘The Danneels thing is the most troubling aspect of the synod,’ says a respected Catholic writer. ‘If the scandal breaks properly, it could blow the whole thing apart.’

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 8. Oktober 2015, 19:10

Erzbischof Coleridge (Brisbane) schätzt die Mehrheitsverhältnisse auf der Synode ein :
Erzbischof Coleridge hat geschrieben:Ich denke, daß es 65 gegen 35 steht. […] Ich denke, daß es mit Sicherheit unter den Bischöfen eine Mehrheit gibt, die nicht für den Vorschlag von Kasper ist. Das ist eine Annahme, allerdings eine begründete Annahme.
http://www.katholisches.info/215/1/8 ... -ausgehen/
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Donnerstag 8. Oktober 2015, 19:31

http://www.katholisches.info/215/1/8 ... onnen-hat/
Das trifft sich mit den Schlußworten des Papstes bei der heutigen Generalaudienz:
„Möge der Enthusiasmus der vom Heiligen Geist animierten Synodenväter den Schwung einer Kirche entfachen, die die alten Netze aufgibt und wieder im Vertrauen auf das Wort ihres Herrn zu fischen beginnt. Beten wir inständig dafür! Christus hat im übrigen versprochen und uns ans Herz gelegt: Wenn sogar die schlechten Väter den hungrigen Söhnen nicht das Brot verweigern, wie könnte dann Gott nicht den Geist jenen geben, die – wenn auch unvollkommen, so wie sie sind – mit leidenschaftlichem Beharren darum bitten“.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Hobbit » Donnerstag 8. Oktober 2015, 21:43

Pilger hat geschrieben:Papst Franz ein unkollegialer Basta Papst? Er habe das so entschieden und damit basta.
Oft lese ich das Zitat von Katharina von Siena
„Und selbst wenn der Papst ein fleischgewordener Teufel wäre, statt eines gütigen Vaters, so müssten wir ihm dennoch gehorchen, nicht seiner Person wegen, sondern Gottes wegen. Denn Christus will, dass wir seinem Stellvertreter gehorchen.“ – Brief 207
Das war schon immer Quatsch und je öfter das wiederholt wird umso quätscher wird es.
Es gab schon immer Menschen die aus welchen Gründen auch immer zum Papst gewählt wurde, diese Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen den Willen der Welt und der Menschen gefolgt hingegen diese widerwillig den Willen und den Gesetz Gottes folgen wollten.
Ich folge nur einen Christus, ich Glaube das was ER in der Bibel die Tradition der Kirche und die Lehre der Väter verkündet haben. Zum Beispiel das die katholische Ehe unauflöslich ist. Wenn ein Papst dieses Dogma im Sinne der Welt und der Menschen in seinen Wesensgehalt abändert muss ich das nicht als Lehre Jesus glauben, denn es ist der Wille der Welt und der Menschen aber nicht das Recht der göttlichen Lehre.
Zur verbindlichen Lehre der Kirche gehört ohne jeden Zweifel die Unauflöslichkeit des katholisch geschlossenen Ehesakraments.
Dieses göttliche Dogma kann natürlich auch nicht durch eine breite Palette von Ehe Nichtigkeitsgründen und deren laxe Prüfung im Schnellverfahren (45 Tage) ausgehebelt werden. Nur weil das von den Menschen und der Welt so gewünscht wird. Mangelnder Glaube oder Mangelende Bereitschaft für Kinder sind vor der Eheschließung vor dem Empfang des Ehesakraments festzustellen und nicht als nachgeschobener Nichtigkeitsgrund bei späteren nicht gefallen des Ehepartners zur Erklärung der Nichtigkeit des katholisch geschlossenen Ehesakraments tauglich.
Man kann die Bibel wörtlich nehmen oder sie verstehen.
Der Hinweis Jesu, dass es Ehebruch ist seine Frau aus der Ehe zu entlassen war primär als Schutz für die Frauen der damaligen Zeit gedacht, da es für Männer damals relativ einfach war, sich ihrer Frauen zu entledigen und diese damit ins soziale Aus gerieten.
Jesus sagte auch, wer eine Frau nur lüstern ansehe, begehe Ehebruch. Welcher (hetero ) Mann tut das nicht ? Also dürfte die Mehrheit der Männer nicht mehr zur Kommunion gehen.
Außerdem hat Jesus niemals festgelegt, dass " Sünder " von seiner Mahlgemeinschaft ausgeschlossen sind.
Dies ist kein " göttliches Dogma " dies ist fehlerhaftes menschliches Handeln.
Interessant ist doch auch, dass zB ein Karl der Große , der sogar heilig gesprochen wurde, selbst die Ehe gebrochen , seine 1. Frau ins Kloster verbannt, eine 2. geheiratet und neben der einige Geliebte hatte.
Und dafür gab es dann den Heiligenschein ?

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von HeGe » Freitag 9. Oktober 2015, 14:14

Koch: Beim Thema Wiederverheiratete geht es um Barmherzigkeit

Barmherzigkeit ist wichtig, aber nicht auf Kosten der Wahrheit.

Im Übrigen sollte man auch bei der Barmherzigkeit keine menschlichen Maßstäbe anlegen. Das Wichtigste sollte immer die Frage sein, welcher Weg zu Gott führt und welcher mich von ihm weg führt. Das Glück im irdischen Leben zu finden mag bei der Suche nach Gott gelingen, geschenkt durch Gottes Gnade, ist aber dennoch zweitrangig. Was uns in diesem Leben als Glück erscheint, kann für das ewige Leben fatale Konsequenzen haben. Ist es dann wirklich barmherzig, die Menschen auf diesem Weg weitergehen zu lassen?
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Pilger
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Pilger » Freitag 9. Oktober 2015, 15:20

Ich stelle mir die Frage Ist die Lehre die von Kardinal Kasper und anderen vertreten wird katholisch?

Zuerst muss ich zugeben die Lehre der Barmherzigkeit wie diese von Kardinal Kasper formuliert wird ist verlockend, sie schmeichelt den Ohren der Menschen und spricht das aus was die Menschen der Welt gefällt, Kardinal Kasper spricht den Menschen und der Welt nach dem Mund Kommunion für Ehebrecher er huldigt der Doktrin der Genenderideologie es ist eine honigsüße Theologie des breiten und einfachen Weg zu den barmherzigen und liebenden Gott.

Aber worin findet sich darin die Theologie des katholischen Lehramts die Lehre der Väter und die Worte der Bibel? Ist die Lehre der Kirche Fundamentalistisch weil sie die Worte der Bibel beachtet? Sind Gläubige Fundamentalistisch weil sie die katholische Lehre des Lehramts folgen? Sind Synodenteilnehmer der Familiensynode Fundamentalistisch weil sie an der Lehre der Väter festhalten?

Ich sage Nein es gibt keine Moderne oder Traditionelle Theologie der katholischen Kirche es gibt nur eine wahre Lehre und eine Lehre die nicht der wahren Lehre folgt.

Wer die objektive Wahrheit der Worte Gottes erkennt und verkündet wird von den Menschen der Welt keinen Applaus erhalten er wird einen steilen engen und beschwerlichen Weg zu Gott vorfinden und durch eine enge kleine Tür zu einen barmherzigen und gerechten Gott hingezogen.

Ich vertrete den Standpunkt die kasperische Lehre der Barmherzigkeit findet vielleicht den Applaus der Medien und der Menschen der Welt aber im Grunde entspringt diese nicht den göttlichen Gesetzen der Worte der Bibel sondern den Wünschen und Forderungen der Menschen.

Aufgrund dessen ist die Lehre von Kardinal Kasper nicht katholisch, sie ist nicht die objektive Wahrheit der Worte Gottes. Möge die Synode diese Täuschung und den Irrtum erkennen. Die Heiligkeit und die Unauflöslichkeit der katholischen Familien stärken und alles was Sünde ist also der Reue und Umkehr bedarf damit es der Barmherzigkeit Gottes verantwortet werden kann klar erkennen.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 15:26

Pilger hat geschrieben:Ich stelle mir die Frage Ist die Lehre die von Kardinal Kasper ... katholisch?
Die stelle ich mir nicht, die hat er selber schon beantwortet.

Kasper 1967:
„Der Gott, der als unveränderliches Wesen über der Welt und der Geschichte thront, stellt eine Herausforderung an den Menschen dar. Man muss ihn leugnen um des Menschen willen, weil er die Würde und Ehre, die an sich dem Menschen gebühren, für sich beansprucht. […] Gegen diesen Gott muss man sich aber nicht nur um des Menschen willen, sondern auch um Gottes willen wehren. Er ist gar nicht der wahre Gott, sondern ein kümmerlicher Götze. Denn ein Gott, der nur neben und über der Geschichte ist, der nicht selbst Geschichte ist, der ist ein endlicher Gott. Wenn man ein solches Wesen als Gott bezeichnet, dann muss man um des Absoluten willen A-theist werden. Ein solcher Gott entspricht einem starren Weltbild; er ist der Garant des Bestehenden und der Feind des Neuen.“
Zuletzt geändert von Marion am Freitag 9. Oktober 2015, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Freitag 9. Oktober 2015, 15:31

Pilger hat geschrieben:Ich sage Nein es gibt keine Moderne oder Traditionelle Theologie der katholischen Kirche es gibt nur eine wahre Lehre und eine Lehre die nicht der wahren Lehre folgt.
Sowas kann nur einer sagen, der keine Ahnung von Dogmengeschichte hat. Um die "wahre Lehre" zu erkennen und zu formulieren, hat es in den 2000 Jahren Kirchengeschichte eine Unzahl von modernen und traditionellen Theolog(i)en gegeben, durch deren teils äußerst heftige Auseinandersetzung erst im Laufe der Zeit das erkannt und definiert werden konnte, was dann irgendwann als "wahre Lehre" festgelegt wurde.
Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand. Und sie kam noch dazu nur auf massiven politischen Druck zustande, unter Umständen, die heutzutage kein Mensch mehr als rechtmäßig akzeptieren würde.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 15:40

Dogmen widersprechen der einhelligen Tradition

Gehört diese Weisheit zur extrem modernen Theologie von heute?
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Freitag 9. Oktober 2015, 15:44

Marion hat geschrieben:Dogmen widersprechen der einhelligen Tradition

Gehört diese Weisheit zur extrem modernen Theologie von heute?
Das damalige Dogma widersprach zum Zeitpunkt seiner Einführung der einhelligen Tradition der Universalkirche, ja.
Und die Umstände, die zu seiner Einführung führten, wären heute (und schon seit Jahrhunderten!) jedenfalls Grund genug, die Rechtmäßigkeit des Dogmas sicher zu verneinen.

Andererseits sieht man daran, daß sich der Heilige Geist nicht mal durch einhellige Tradition und eindeutiges Unrecht an seinem Wirken hindern läßt.
Was lernen wir daraus? :hmm:

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 15:48

taddeo hat geschrieben:Was lernen wir daraus? :hmm:
Wir? Das weiß ich nicht. Ich glaub der Kirche und diese moderne Weisheit lehne ich ab, das ist alles.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Freitag 9. Oktober 2015, 15:50

Marion hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Was lernen wir daraus? :hmm:
Wir? Das weiß ich nicht. Ich glaub der Kirche und diese moderne Weisheit lehne ich ab, das ist alles.
:D

Kennst Du die berühmte Anekdote von Winston Churchill?
In einer Parlamentsdebatte im Britischen Unterhaus sagte mal eine Abgeordnete zu ihm: "Herr Premierminister, wenn ich Ihre Frau wäre, würde ich Gift in Ihren Kaffee geben." Churchill antwortete: "Und wenn ich Ihr Mann wäre, würde ich ihn trinken."

;D :huhu:

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Pilger » Freitag 9. Oktober 2015, 15:54

taddeo hat geschrieben:Sowas kann nur einer sagen, der keine Ahnung von Dogmengeschichte hat. Um die "wahre Lehre" zu erkennen und zu formulieren, hat es in den 2000 Jahren Kirchengeschichte eine Unzahl von modernen und traditionellen Theolog(i)en gegeben, durch deren teils äußerst heftige Auseinandersetzung erst im Laufe der Zeit das erkannt und definiert werden konnte, was dann irgendwann als "wahre Lehre" festgelegt wurde.....
Ja und Thesen die der "wahren Lehre" die schon immer besteht widersprachen wurden verworfen. Ich bete dafür das die Synode durch die Inspiration des Heiligen Geist die Erkenntnis gewinnt das die kasperische Theologie der Barmherzigkeit weder der "wahren Lehre" entspringt noch der Lehre des katholischen Lehramts sondern den Willen der Menschen und der Ideologie der Welt.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 17:07

taddeo hat geschrieben:Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand.
----
Das damalige Dogma widersprach zum Zeitpunkt seiner Einführung der einhelligen Tradition der Universalkirche, ja
----
Andererseits sieht man daran, daß sich der Heilige Geist nicht mal durch einhellige Tradition (...) an seinem Wirken hindern läßt.
http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... ortlaut%29
Das erste Vatikanische Konzil verkündet:
Die römischen Päpste aber haben dann das als festzuhaltende Lehre erklärt, was sie unter göttlichem Beistand als mit der Heiligen Schrift und den apostolischen Überlieferungen im Einklang stehend erkannt hatten. Zu dem Zweck beriefen sie, je nachdem Zeitumstände und Weltlage es nahe legten, entweder allgemeine Konzilien, oder befragten die auf dem ganzen Erdkreis verbreitete Kirche über ihre Glaubensansicht; andere Male wieder geschah es auf kleinem Synoden, oder sie bedienten sich andrer Hilfsmittel, wie sie die göttliche Vorsehung ihnen gerade darbot. Denn Petri Nachfolgern ward der Heilige Geist nicht dazu verheißen, dass sie aus seiner Eingebung heraus neue Lehren verkündeten. Ihre Aufgabe ist vielmehr, die von den Aposteln überlieferte Offenbarung oder das anvertraute Glaubensgut unter dem Beistand des Heiligen 'Geistes gewissenhaft zu hüten und getreu auszulegen.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 17:29

Zum Thema Tradition verkündet das Trienter Konzil. Dies könnte wohl manchem auch hilfreich sein um sich zu entscheiden ob er der hl. Kirche glaubt oder den Fabeln, die über die Kirchengeschichte so herum gehen:
Der hochheilige, allgültige und allgemeine, rechtmäßig im heiligen Geiste versammelte Kirchenrat von Trient, unter dem Vorsitze der nämlichen drei Gesandten des Apostolischen Stuhles, sich stets vor Augen stellend, wie dass, mit Entfernung der Irrtümer, in der Kirche die eigene Reinheit des Evangeliums, welches Jesus Christus, unser Herr, der Sohn Gottes, als das, vorhin durch die Propheten in den heiligen Schriften Verheißene, zuerst mit eigenem Munde verkündigte, und hernach, als die Quelle aller heilsamen Wahrheit und Sittenlehre, durch seine Apostel (Mt 28,19; Mk 16,15) allen Kreaturen zu predigen befahl, erhalten werden möge, und einsehend, dass diese Wahrheit und Lehre enthalten ist in den geschriebenen Büchern, und in den ungeschriebenen Überlieferungen, welche von den Aposteln aus dem Munde Christi selbst empfangen, oder (2 Thess 2,14) von diesen Aposteln, unter Eingebung des Heiligen Geistes, gleichsam von Hand zu Hand überliefert worden, und bis zu uns gekommen sind;
http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... ortlaut%29
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von RomanesEuntDomus » Freitag 9. Oktober 2015, 17:42

taddeo hat geschrieben: ... Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand. Und sie kam noch dazu nur auf massiven politischen Druck zustande, unter Umständen, die heutzutage kein Mensch mehr als rechtmäßig akzeptieren würde.
Gut, daß das hier mal gesagt wird. :daumen-rauf:

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Niels » Freitag 9. Oktober 2015, 17:49

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: ... Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand. Und sie kam noch dazu nur auf massiven politischen Druck zustande, unter Umständen, die heutzutage kein Mensch mehr als rechtmäßig akzeptieren würde.
Gut, daß das hier mal gesagt wird. :daumen-rauf:
Das wurde hier schon mehrfach so oder ähnlich gesagt. Einfach mal die Suchfunktion hier im Forum bemühen.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Gallus » Freitag 9. Oktober 2015, 21:03



:ja:

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 21:18

Niels hat geschrieben:
RomanesEuntDomus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: ... Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand. Und sie kam noch dazu nur auf massiven politischen Druck zustande, unter Umständen, die heutzutage kein Mensch mehr als rechtmäßig akzeptieren würde.
Gut, daß das hier mal gesagt wird. :daumen-rauf:
Das wurde hier schon mehrfach so oder ähnlich gesagt. Einfach mal die Suchfunktion hier im Forum bemühen.
Stimmt. Ideen dazu, wie man die Dogmen, die den Orthodoxen nicht genehm sind, den Katholiken austreiben könnte, werden hier tatsächlich in absurdester Form gefunden.

Hier noch ein kleines Beispiel http://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=4& ... lit=thesen
Das I. Vatikanische Konzil hat ausdrücklich erklärt, es spreche nur für die heilige, katholische und apostolische Römische Kirche, das heißt: für den Patriarchat des Abendlands. Diese ausdrückliche Beschränkung auf die Römische Kirche schließt von selbst die anderen Patriarchalkirchen aus, welche den Riten der Orientalen folgen. Hieraus ergibt sich, daß auch jenes Konzil kein wahrhaft Ökumenisches ist.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Freitag 9. Oktober 2015, 21:44

Marion hat geschrieben:Ideen dazu, wie man die Dogmen, die den Orthodoxen nicht genehm sind, den Katholiken austreiben könnte, werden hier tatsächlich in absurdester Form gefunden.
Das "filioque" hat mit den Orthodoxen zunächst gar nix zu tun; damals gab es noch keine Trennung zwischen West- und Ostkirche. Ausnahmsweise kann man für die wesentlichen Fakten dazu durchaus mal Frl. Vicky Pedia konsultieren:
Karl der Große, der sich als „Herrscher und oberster Priester“ aller christlichen Völker unter seiner Führung betrachtete, ließ im Jahre 809 das Filioque auf der eigens zu diesem Zweck einberufenen Synode von Aachen durch fränkische, in der Tradition Alkuins stehende Theologen, insbesondere Theodulf von Orléans, theologisch untermauern, die den durch das Filioque ausgedrückten Glaubenssatz als zum integralen Glaubensgut gehörig betrachteten; die Orthodoxe Kirche und mit ihr den Kaiser in Konstantinopel klagte Karl an, den Zusatz absichtlich entfernt zu haben. Damit blieben die Franken bei dem Zusatz im Credo. Die anti-byzantinische Haltung der Karolinger mag im Rahmen ihres Strebens nach der Kaiserwürde zu sehen sein (Zwei-Kaiser-Problem).

Der damalige Papst Leo III. teilte zwar die fränkische Lehre und betrachtete sie als kompatibel mit dem Glaubensgut, akzeptierte eine Änderung des Credo jedoch nicht und ließ das nicäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis ohne den Filioque-Zusatz auf Griechisch und Latein in die Peterskirche eingravieren.

Entsprechend bestätigte das 4. Konzil von Konstantinopel 879–880 das unveränderte Glaubensbekenntnis von 381 (Erstes Konzil von Konstantinopel) und erklärte sämtliche Zusätze für ungültig. Dieser Entscheid des Konzils wurde durch alle fünf Patriarchen der Kirche bestätigt, in Rom durch Papst Johannes VIII., in Konstantinopel durch Photius, außerdem in Antiochia, Jerusalem und Alexandria, sowie durch den byzantinischen Kaiser Basileios I.
Also. Einige Päpste haben die Einfügung des "filioque" ins Credo für ungültig oder unstatthaft erklärt, bevor ihre Nachfolger das Gegenteil sagten und machten. Und nu?

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Marion
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Marion » Freitag 9. Oktober 2015, 22:09

Über Geschichte und deine Geschichtsquellen kannste diskutieren mit wem du magst. Mich interessiert das nicht. Mich interessiert der Glaube. Den hab ich dir weiteroben auch vorgelegt. Ich bin so weit, daß ich da nichts mehr prüfen muss ob es wahr ist oder nicht, über diese blöden Stöckchen bin ich lang genug gehüpft und hab da jedes einzelne geprüft und jedesmal festgestellt, daß die Kirche sauber ist, daß die Kirche sich nicht widerspricht. [Punkt] Ich bin davon überzeugt, daß die Kirche keinen Blödsinn verkündet. Wenn, wer auch immer ankommt und meint er könne mit Hilfe irgendeiner "Wissenschaft" (ob die nun wikipedia oder Einstein oder Theologieuniversität in Rom heißt ist Wurst) beweisen, daß die Kirche Mistbock verkündet, dann bin ich mir sicher, daß er irrt.

Um diese deine Aussage geht es, sie widerspricht dem Glauben:
taddeo hat geschrieben: Das damalige Dogma widersprach zum Zeitpunkt seiner Einführung der einhelligen Tradition der Universalkirche, ja

Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand.
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Sonnabend 10. Oktober 2015, 08:16

Marion hat geschrieben:Um diese deine Aussage geht es, sie widerspricht dem Glauben:
taddeo hat geschrieben: Das damalige Dogma widersprach zum Zeitpunkt seiner Einführung der einhelligen Tradition der Universalkirche, ja

Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand.
Nein, widerspricht sie keineswegs.

Ich stelle nur fest, daß damals (im 9. bis 12. Jh.) die Tradition der universalen, damals noch ungetrennten Kirche das "filioque" noch ablehnte. Tradition ist kein Dogma, sondern das, was man tatsächlich praktizierte. An einzelnen Orten und in einigen damals "modernen Theologien" war das "filioque" zwar bekannt (und wurde u. a. im Arianismusstreit verwendet), aber in den allermeisten Ortskirchen einschließlich der römischen wurde es als falsch angesehen, es ins Credo einzuflicken, weil es den alten Konzilien widersprach.

Erst später rang sich die Kirche zu der Auffassung durch, daß das "filioque" doch zum Glaubensgut gehört und mit der Tradition der Kirche vereinbar ist, so daß es dann 1215 auf dem IV. Laterankonzil schließlich zum Dogma erhoben wurde. Bis dahin war es kein formelles Dogma, sondern nur eine theologische Lehrmeinung. Ins Credo eine nicht dogmatisch verbindliche Lehrmeinung einzufügen, das widersprach eben zu jeder Zeit eklatant der Tradition der Kirche und tut es noch heute.

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Sonnabend 10. Oktober 2015, 08:33

Marion hat geschrieben:Um diese deine Aussage geht es, sie widerspricht dem Glauben:
taddeo hat geschrieben: Das damalige Dogma widersprach zum Zeitpunkt seiner Einführung der einhelligen Tradition der Universalkirche, ja

Als etwa das "filioque" ins Credo eingefügt wurde, war das eine extrem "moderne" Theologie, die im eklatanten Widerspruch zur recht einhelligen Tradition der vorausgegangenen Jahrhunderte seit Jesus stand.
Nein, widerspricht sie keineswegs.

Ich stelle nur fest, daß damals (im 9. bis 12. Jh.) die Tradition der universalen, damals noch ungetrennten Kirche das "filioque" noch ablehnte. Tradition ist nichts Statisches, sondern der Rückblick auf das, was man früher tatsächlich praktizierte. An einzelnen Orten und in einigen damals "modernen Theologien" war das "filioque" zwar bekannt (und wurde u. a. im Arianismusstreit verwendet), aber in den allermeisten Ortskirchen einschließlich der römischen wurde es als falsch angesehen, es ins Credo einzuflicken, weil es den alten Konzilien widersprach.

Erst später rang sich die Kirche zu der Auffassung durch, daß das "filioque" doch zum Glaubensgut gehört und mit der Tradition der Kirche vereinbar ist, so daß es dann 1215 auf dem IV. Laterankonzil schließlich zum Dogma erhoben wurde. Bis dahin war es kein formelles Dogma, sondern nur eine theologische Lehrmeinung. Ins Credo eine nicht dogmatisch verbindliche Lehrmeinung einzufügen, das widersprach eben zu jeder Zeit eklatant der Tradition der Kirche und tut es noch heute.

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Sempre
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von Sempre » Sonnabend 10. Oktober 2015, 09:11

@taddeo
Es gibt viele Varianten, die Kirche als Lügnerin zu bezeichnen.


@Niels
Wer das Forum durchsucht, kann feststellen, dass die Behauptungen in dem von taddeo gebrachten "Frollein Vicky Pedia"-Zitat, soweit überhaupt relevant, in diesem Forum bisher unwiderlegt als Schwachsinn entlarvt wurden. Man kann wahlweise der idiotischen Zwei-Seelen-Lehre des Photius anhängen und taddeo zustimmen, oder beides zurückweisen. Tertium non datur. Daneben wurde ohne sinnvollen Widerspruch nachgewiesen, dass selbst ein Kirchenhistoriker und unverdächtiger Ritter Döllinger dem breitgetretenen Quark (taddeo) widerspricht.

taddeo
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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von taddeo » Sonnabend 10. Oktober 2015, 09:36

Sempre hat geschrieben:@taddeo
Es gibt viele Varianten, die Kirche als Lügnerin zu bezeichnen.
:vogel:

Daß ausgerechnet Du Dich auf einen Mann wie Döllinger berufst, ist schon skurril. :auweia:

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Re: Bischofssynode über Ehe und Familie 2015

Beitrag von RomanesEuntDomus » Sonnabend 10. Oktober 2015, 10:46

Döllinger schrieb doch neben vielem anderen genau das, was taddeo oben andeutete, nämlich vereinfacht gesagt, daß einige Dogmen von heute irgendwann einmal "moderne Theologie" und Neuerungen waren. Ein damals aktuelles (und bei weitem nicht das schärfste) Beispiel aus der Zeit unmittelbar nach dem 1.Vatikanischen Konzil, aus der Feder / herausgegeben von Ignaz von Döllinger höchstpersönlich:

https://www.deutsche-digitale-bibliothe ... KGZTRCJQQ6
Was lehrte bis jetzt die katholische Kirche vom Papste?

Wenn ich meinen Katechismus aufschlage, aus dem ich und meine Eltern und Großeltern unsere Religion gelernt haben und der mit Genehmigung geistlicher und weltlicher Obrigkeit herausgegeben ist, so steht Folgendes darin: Die Kirche lehrt: "Der Papst in Verbindung mit dem übrigen Lehrkörper der Kirche, nämlich den Bischöfen, entscheidet unfehlbar in Glaubenssachen. Nie aber hat die Kirche entschieden, daß der Papst für sich allein unfehlbar in Glaubenssachen sei, noch viel weniger sich dahin ausgesprochen, daß derselbe mit unumschränkter, göttlicher Gewalt an Christi Statt und wie Christus selbst zu gebieten habe, und seine Person von allen Christen gläubig verehrt werden müsse." ...

Was lehrt aber unsere jetzige geistliche Obrigkeit?

Unsere Bischöfe lehren jetzt das Gegenteil und das, was sie in Rom auf dem Concil bekämpft und wogegen sie gestimmt haben: nämlich, daß der Papst für sich allein, was Religions- und Sittenlehre betrifft, unfehlbar entscheidet. Demnach sind wir und selbst alle Kirchenlehrer seit fast 18 Jahren Irrgläubige gewesen. ...

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