Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

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Piusderdritte
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Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Piusderdritte » Mittwoch 6. November 2013, 14:04

Hessen schafft St. Martin ab
Bad Homburg: Weil es angeblich „politisch korrekter“ ist, hat eine städtische Kita das St. Martins-Fest jetzt kurzerhand in „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ umbenannt. Linke: St.Martin soll aus Rücksicht auf die Muslime in Deutschland umbenannt werden.

Das traditionelle Martins-Fest ist in aktuer Gefahr. Im hessischen Bad Homburg wurde es jetzt in einer Kita erstmals abgeschafft. Weil es angeblich „politisch korrekter“ ist, hat eine städtische Kita St. Martin jetzt kurzerhand in „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ umbenannt. Den Laternenumzug soll es zwar weiter geben, berichtet die örtliche „Taunus Zeitung“, aber der religiöse Bezug ist abgeschafft. Der Sankt Martin auf dem Pferd soll es nicht mehr geben, Empörten Eltern wurde gesat, das Fest sei bewusst umbenannt worden, um niemanden zu diskriminieren, berichtet die „Taunus Zeitung“.

Der Bundesschatzmeister und ehemalige religionspolitische Sprecher der Partei Die Linke, Raju Sharma, hat den Vorstoß des nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Rüdiger Sagel zurückgewiesen, das Sankt Martins-Fest aus Rücksicht auf die Muslime in Deutschland in Sonne-Mond-und-Sterne-Fest umzubenennen. "Mit dem Martins-Fest drängt man niemandem etwas auf", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). "Die Kinder haben Spaß daran, den Umzug zu machen. Ich bin jahrelang Laterne gelaufen, selber als Kind und mit meinen Kindern. Ich habe mit dem christlichen Bezug kein Problem." Sharma ist Sohn eines indischen Vaters und einer deutschen Mutter.

Kommentar der WAZ:

Sankt Martin ist nicht in Gefahr, keine Sorge. Niemand will ihn vom Pferd ziehen - außer vielleicht Herr Sagel von der Linkspartei. Der findet die "Sonne, Mond und Sterne-Feier" besser, denn die tut nun wirklich gar keinem weh. Klingt aber entsetzlich beliebig. Nach Kraut-und-Rüben-Feier.

Die Tatsache, dass sich in dieser etwas schräg anmutenden Diskussion fast alle schützend vor Sankt Martin stellen, zeigt, dass er als Symbolfigur noch immer taugt. Der alte Mantelteiler ist einer für alle. Für kleine Laternenbastler und große Heiligenverehrer, für Gänsebratenliebhaber, für Linke und Rechte, Christen und Atheisten, für schlichte Gemüter, Dichter und Denker.

Warum ist er das? Weil das mit dem Teilen so unerhört international, multikulturell und zeitlos ist. Sankt Martin ist sozusagen grenzenlos vermittelbar, warum also sollte man auf ihn verzichten? Provozierend gesagt: Gute Christen, Muslime und Sozialisten dürften sich in diesem Martin wiedererkennen. Der Ruhrgebietler sagt: Er war ein Kumpeltyp. Breiten wir also das ungeteilte Mäntelchen des Schweigens über diese Debatte und lassen den Martin einen guten Mann sein. Laterne aus und ab nach Haus.
http://www.mmnews.de/index.php/etc/1566 ... abschaffen
Erst wird es abgeschafft! Dann wird es verboten!
:kotz: :kotz:
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Juergen
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Juergen » Mittwoch 6. November 2013, 14:16

Da haben sich ein paar linke Politiker zusammengesetzt und sich überlegt, was es in Deutschland an Brauchtum gibt, das möglicherweise vielleicht irgendwem nicht gefällt. Und so fiel ihnen beim Essen eines Stücks Gänsebraten der Martinsumzug ein.
Und da dachten sie sich, daß der sicher für die Muslime und deren Kinder, die sie aber gar nicht gefragt haben, ganz schlimm sein muß. Sie spannten also die Muslime vor den Karren mit ihrer bekloppten Idee… Inzwischen ging der Schuß nach hinten los, da sich die Muslime in diesem Fall nicht für die linken Ideen instrumentalisieren lassen wollen.
http://www.rp-online.de/politik/nrw/auc ... -1.3795807

Forderung der Linken nach einer Abschaffung
Auch Muslime wollen Sankt Martin behalten

Die Forderung des NRW-Linken-Vorsitzenden Rüdiger Sagel, Sankt Martin abzuschaffen, weil muslimischen Kindern in den Kitas des Landes nicht die christlichen Traditionen aufgezwängt werden sollen, hat für reichlich Diskussionen gesorgt. Die Muslime selbst wollen das Fest behalten…
Dumm gelaufen!
Gruß Jürgen

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Benedikt
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 6. November 2013, 17:42

Zum Fall Bad Homburg die entsprechende Pressemitteilung der Stadt:

http://www.bad-homburg.de/rathaus/aktue ... 019266.php
30.10.2013
Stadt: Kita Leimenkaut feiert St. Martin
Bad Homburg v.d.Höhe. Die städtische Kindertagesstätte Leimenkaut feiert durchaus St. Martin. Darauf weist die Stadt in einer Pressemitteilung hin.
Der Name des traditionellen Festes ist – anders als in der Taunus-Zeitung vom 30. Oktober 2013 behauptet – niemals offiziell geändert worden, auch wenn von Eltern und Beschäftigten umgangssprachlich ein anderer Name verwendet wird.

„Der Artikel schildert den Vorgang leider nur sehr vage, erweckt damit einen falschen Eindruck und diskreditiert auf diese Weise die sehr gute Arbeit in dieser Kindertagesstätte, die in Bad Homburg über den Stadtteil Ober-Eschbach hinaus anerkannt ist“, antwortet Sozialdezernent Dieter Kraft auf den Bericht.

Der Name „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ ist in der Kindertagesstätte gebräuchlich, aber keineswegs offiziell. Der Anlass ist allerdings ganz trivial: Er geht zurück auf ein vergangenes Martinsfest, bei dem eine Suppe mit Sonnen, Monden und Sternen als Einlage ausgegeben worden war. Die Bezeichnung verselbstständigte sich in der Kita und wird bis heute von Eltern benutzt, darunter zahlreiche, die die Vorgeschichte nicht kennen, weil ihre eigenen Kinder erst später in die Kita aufgenommen worden sind. Die Kindertagesstätte selbst kündigt den Termin intern unterschiedlich an, in einigen Jahren als St.-Martins-Fest, in diesem Jahr zum Beispiel als Sonne-Mond-und-Sterne-Fest in Verbindung mit einem Martinsfeuer.

Die Stadt teilt mit, weder die Kita-Leitung noch die Verwaltung habe gegenüber Eltern weltanschauliche Gründe für die Bezeichnung geltend gemacht. Es sind von keiner dieser Stellen Aussagen über eine „politisch korrekte“ Namenswahl gemacht worden. Nach Kenntnis der Kita-Leitung haben auch keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechende Auskünfte gegeben. Keines der Zitate in dem Artikel der Taunus-Zeitung, die leider keine Quelle für diese vorgeblichen Aussagen nennt, ist als offiziell zu betrachten.

Die Kindertagesstätte Leimenkaut wird auch weiter St. Martin feiern – und wenn jemand das als „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ bezeichnen möchte, darf er das auch weiterhin tun.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Exilfranke
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Exilfranke » Mittwoch 6. November 2013, 18:13

Eigentlich beruhigend, dass es in der Gesellschaft noch empörende Reflexe gibt, die sowas anprangern und die Stadt zu einer Stellungnahme drängen. Auch wenn...zugegeben...die Wahrheit nicht halb so tragisch wie die Berichte ist. Glück gehabt.
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

Piusderdritte
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Piusderdritte » Mittwoch 6. November 2013, 19:06

Das System ist immer das selbe:
Zitat Jean-Claude Juncker:
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
:würg:
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Benedikt
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 6. November 2013, 19:12

Piusderdritte hat geschrieben:Das System ist immer das selbe:
Zitat Jean-Claude Juncker:
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
:würg:
Quatsch. Es ist eher so, dass sich die Martinsumzüge in den vergangenen Jahrzehnten ausgebreitet haben. Mittlerweile kommt kein Kindergarten mehr um diesen Brauch drumrum, der ursrpünglich (ab 1900) am Niederrhein entstand. Es ist sicher ein schöner Brauch, aber nichts, woran das Schicksal des Abendlandes hängt.
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 6. November 2013, 19:33

Benedikt hat geschrieben:
Piusderdritte hat geschrieben:Das System ist immer das selbe:
Zitat Jean-Claude Juncker:
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
:würg:
Quatsch. Es ist eher so, dass sich die Martinsumzüge in den vergangenen Jahrzehnten ausgebreitet haben. Mittlerweile kommt kein Kindergarten mehr um diesen Brauch drumrum, der ursrpünglich (ab 1900) am Niederrhein entstand. Es ist sicher ein schöner Brauch, aber nichts, woran das Schicksal des Abendlandes hängt.
Ich könnte hier Kindergärten namentlich benennen, die es Kindern untersagen, an Karneval verkleidet zu erscheinen oder irgendwie eine dazu passende "Stimmung" zu machen: Weil sie in evangelischer Hand sind. Aber wehe, jemand mäht am Karfreitag den Rasen.
Um Intoleranz zu erleben, muss man nicht die Partei "die Linke" bemühen.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Benedikt
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 6. November 2013, 19:40

Ich könnte hier Kindergärten namentlich benennen, die es Kindern untersagen, an Karneval verkleidet zu erscheinen oder irgendwie eine dazu passende "Stimmung" zu machen: Weil sie in evangelischer Hand sind. Aber wehe, jemand mäht am Karfreitag den Rasen.
Wo gibt es denn noch eine derart starke protestantische Kultur? In Lippe-Detmold?
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Juergen
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Juergen » Mittwoch 6. November 2013, 19:42

Benedikt hat geschrieben:
Ich könnte hier Kindergärten namentlich benennen, die es Kindern untersagen, an Karneval verkleidet zu erscheinen oder irgendwie eine dazu passende "Stimmung" zu machen: Weil sie in evangelischer Hand sind. Aber wehe, jemand mäht am Karfreitag den Rasen.
Wo gibt es denn noch eine derart starke protestantische Kultur? In Lippe-Detmold?
Wenn es dort ist, zeigt das, daß zumindest die kleinste Landeskirche nach außen noch groß aufzutreten versucht.
Gruß Jürgen

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Siard
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Siard » Mittwoch 6. November 2013, 21:06

Juergen hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben:Wo gibt es denn noch eine derart starke protestantische Kultur? In Lippe-Detmold?
Wenn es dort ist, zeigt das, daß zumindest die kleinste Landeskirche nach außen noch groß aufzutreten versucht.
:doktor: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ist deutlich kleiner, sowohl was die Fläche angeht (ca. 1/2), als auch die Mitgliederzahl (ca. 1/3 der Detmolder).
Aber Lippe könnte passen, die sind spaßbefr..., äh reformiert. ;D
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 7. November 2013, 05:32

Siard hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben:Wo gibt es denn noch eine derart starke protestantische Kultur? In Lippe-Detmold?
Wenn es dort ist, zeigt das, daß zumindest die kleinste Landeskirche nach außen noch groß aufzutreten versucht.
:doktor: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ist deutlich kleiner, sowohl was die Fläche angeht (ca. 1/2), als auch die Mitgliederzahl (ca. 1/3 der Detmolder).
Aber Lippe könnte passen, die sind spaßbefr..., äh reformiert. ;D
Nein, ich meine hier das Siegerland.
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Florianklaus
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 7. November 2013, 08:08

Vir Probatus hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben:Wo gibt es denn noch eine derart starke protestantische Kultur? In Lippe-Detmold?
Wenn es dort ist, zeigt das, daß zumindest die kleinste Landeskirche nach außen noch groß aufzutreten versucht.
:doktor: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ist deutlich kleiner, sowohl was die Fläche angeht (ca. 1/2), als auch die Mitgliederzahl (ca. 1/3 der Detmolder).
Aber Lippe könnte passen, die sind spaßbefr..., äh reformiert. ;D
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Die sind auch reformiert.

Raphaela
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 7. November 2013, 09:26

Vir Probatus hat geschrieben: Ich könnte hier Kindergärten namentlich benennen, die es Kindern untersagen, an Karneval verkleidet zu erscheinen oder irgendwie eine dazu passende "Stimmung" zu machen: Weil sie in evangelischer Hand sind. Aber wehe, jemand mäht am Karfreitag den Rasen.
Um Intoleranz zu erleben, muss man nicht die Partei "die Linke" bemühen.
Bei uns in der Tageszeitung ist heute ein ganz kleiner Artikel. Darin distanziert sich die Partei "Die Linke" von der Aussage zu den Martinsumzüge. Es handle sich um die Aussage eines einzelnen Mitgliedes.
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 7. November 2013, 09:48

Da bleibt der Partei auch wenig anderes übrig, wenn selbst Muslimverbände verkünden lassen, sie hätten keine Probleme mit St. Martin.
Es spricht auch den Ruhrgebietserfahrungen in Kindergärten, Schulen und Kitas. Solange auf die muslimischen Feste Rücksicht genommen wird und sie diese auch vorstellen dürfen, sind sie gegenüber christlichem Brauchtum sehr aufgeschlossen. Da zicken deutsche Atheisten erheblich mehr.

Vir Probatus
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 7. November 2013, 09:58

Raphaela hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben: Ich könnte hier Kindergärten namentlich benennen, die es Kindern untersagen, an Karneval verkleidet zu erscheinen oder irgendwie eine dazu passende "Stimmung" zu machen: Weil sie in evangelischer Hand sind. Aber wehe, jemand mäht am Karfreitag den Rasen.
Um Intoleranz zu erleben, muss man nicht die Partei "die Linke" bemühen.
Bei uns in der Tageszeitung ist heute ein ganz kleiner Artikel. Darin distanziert sich die Partei "Die Linke" von der Aussage zu den Martinsumzüge. Es handle sich um die Aussage eines einzelnen Mitgliedes.
Dann würde ich mal den Thread-Titel wechseln.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Clemens
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Clemens » Donnerstag 7. November 2013, 10:17

Vir Probatus hat geschrieben:
Siard hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben:Wo gibt es denn noch eine derart starke protestantische Kultur? In Lippe-Detmold?
Wenn es dort ist, zeigt das, daß zumindest die kleinste Landeskirche nach außen noch groß aufzutreten versucht.
:doktor: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ist deutlich kleiner, sowohl was die Fläche angeht (ca. 1/2), als auch die Mitgliederzahl (ca. 1/3 der Detmolder).
Aber Lippe könnte passen, die sind spaßbefr..., äh reformiert. ;D
Nein, ich meine hier das Siegerland.
Und auch in Württemberg gibt es das. Wobei ich auch als Ex-Protestant immer noch der Meinung bin, dass der Fasching in seiner heute üblichen Form nicht gerade zu den *räusper' Glanzpunkten katholischer Volkskultur gehört.

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kabelkeber
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von kabelkeber » Donnerstag 7. November 2013, 10:18

St. Martins-Züge sind doch selbst bei uns, einer "gut katholischen" Gegend, zu reinen Laternen-Umzügen verkommen. Sorry, aber anders kann ich es nicht sagen.
Da treffen sich die Eltern der Kindergartenkinder, ziehen gelangweilt mit ihren Kids einmal um den Block, und danach geht es auf den Marktplatz, weil dort die Feuerwehr und der örtliche Männergesangverein zum Gelage laden. Etlich biegen sogar während des Umzugs schon vorher ab, damit sie auch die erste Wurst und den ersten Glühwein bekommen.

Zu meiner Kinderzeit war das noch etwas anders.
Da wurde eine Gans versteigert, da gab es Martinsweck, da wurde ein richtig anständiges Martinsfeuer gemacht.
Klar, das Feuer war eine wochenlang illegal initiierte Sperrmüllsammlung, zum Anheizen evtl. noch ein paar Altreifen, aber es war groß, seeeeehr groß!
Einmal haben wir dem Nachbarort nachts vor St. Martin den Haufen entzündet, die mußten dann am Umzug notdürftig ein kleines Palettenfeuer machen.
Das waren noch Zeiten.....

Heute wird ein kleines Feuer gemacht, rundherum Feuerwehr mit Schaumlöscher im Anschlag....

St. Martin, St. Martin, fuhr 'nen alten Ford, und kam damit von Ort zu Ort....
oder so ähnlich 8)

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Benedikt
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Benedikt » Donnerstag 7. November 2013, 11:26

Da lob ich mir doch die alten Strophen:
Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
macht ein Feuer groß
aus schlechten Büchern hohem Stoß.
Und hütet treu die Herde sein,
das lohnt der Herr mit Heiligschein.
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 7. November 2013, 12:34

kabelkeber hat geschrieben:St. Martins-Züge sind doch selbst bei uns, einer "gut katholischen" Gegend, zu reinen Laternen-Umzügen verkommen. Sorry, aber anders kann ich es nicht sagen.
Da treffen sich die Eltern der Kindergartenkinder, ziehen gelangweilt mit ihren Kids einmal um den Block, und danach geht es auf den Marktplatz, weil dort die Feuerwehr und der örtliche Männergesangverein zum Gelage laden. Etlich biegen sogar während des Umzugs schon vorher ab, damit sie auch die erste Wurst und den ersten Glühwein bekommen.
Eine Generalveruteilung ist nie gut!
Bei uns gibt es in einer Gemeinde erst mal einen Wortgottesdienst am Martinstag, bevor es dann zum Umzug geht
Und in einer weiteren Gemeinde sind die Kinder zu einem Nachmittag eingeladen, bei dem die Martinsgeschichte gehört wird, dazu gebastelt und gebacken wird.
Sankt Martin kann also, wie du siehst auch anders gefeiert werden.

Übrigens: Die Idee mit dem Nachmittag geht von Eltern aus, du kannst ja auch überlegen, in der eigenen Gemeinde so etwas zu machen....
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Juergen » Donnerstag 7. November 2013, 13:40

kabelkeber hat geschrieben:St. Martins-Züge sind doch selbst bei uns, einer "gut katholischen" Gegend, zu reinen Laternen-Umzügen verkommen. Sorry, aber anders kann ich es nicht sagen.
Da treffen sich die Eltern der Kindergartenkinder, ziehen gelangweilt mit ihren Kids einmal um den Block, und danach geht es auf den Marktplatz, weil dort die Feuerwehr und der örtliche Männergesangverein zum Gelage laden. Etlich biegen sogar während des Umzugs schon vorher ab, damit sie auch die erste Wurst und den ersten Glühwein bekommen.
Awatt!
Martins Legende wird hinter der Paderhalle lebendig

Paderborn (IP). Das St. Martinskomitee lädt herzlich zum 59. St. Martinsspiel und -umzug am Montag, 11. November, um 17.15 Uhr ein.
Die Veranstaltung findet hinter der Paderhalle statt.
Hier wird zunächst durch die Kolpingspielschar die Legende über den Heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte, verlebendigt. Dieses Paderborner Martinsspiel, das von dem heimischen Journalisten Josef Link geschrieben wurde, wird bereits seit 1954 aufgeführt. Im Anschluss daran beginnt der Martinsumzug mit dem Musikzug Dahl. Dieser führt über die Heiersmauer durch die Meinwerkstraße, Heiersstraße, Am Bogen und über den Marktplatz zum hohen Dom, wo in diesem Jahr Herr Weihbischof König St. Martin und die Kinder begrüßt und mit ihnen in den Dom zieht.
Vorher bringt St. Martin den Jungen und Mädchen in der Kinderstation der Frauenklinik des St. Vincenz - Krankenhauses Martinsbrötchen. Die Martinsbrötchen werden in diesem Jahr von der Malteserjugend und von den Pfadfindergruppen St. Stephanus angeboten. Der Erlös ist für krebskranke Kinder im Paderborner Hospiz gedacht.
Auf dem Domplatz und hinter der Paderhalle werden die Kinder aufgerufen, ihr Taschengeld zu teilen.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von dem Musikzug Dahl und dem Chor des St. Michaelsklosters.

St. Martin war ein guter Freund des St. Liborius. Auf dem Steindenkmal (siehe Bild) wird zum ersten Mal eine Szene aus dem Leben des heiligen Liborius durch die Kunst dargestellt. St. Martin selbst begrub Liborius mit allen Ehren vor den Toren Le Mans.

Das Martinskomitee freut sich auf eine rege Beteiligung von Kindern mit ihren Eltern

Der Dank des Komitees geht an die Stadt Paderborn, die Bank für Kirche und Caritas im Erzbistum Paderborn, die Sparkasse Paderborn-Detmold sowie die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold für die finanzielle Unterstützung.
Ein Dank geht ebenfalls an die Polizei, die Feuerwehr und den Malteser Hilfsdienst.
Ohne diese umfangreiche Hilfe und Unterstützung wäre diese Veranstaltung nicht möglich.


Quelle: Internetseite der Stadt Paderborn - inzwischen aber nicht mehr abrufbar.
Im Dom gibt es dann eine Ansprache des Weihbischofs, der ein wenig über den Hl. Martin und den Hl. Liborius erzählt…





Ja is denn schon wieder Libori :tuete:
Gruß Jürgen

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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von leander12 » Samstag 9. November 2013, 20:28

Also ich finde das regelrecht unverschämt.
Man müsste sich das mal vorstellen wie scher es wäre, in der Türkei einen St.Martinsumzug zu veranstalten.

Der Heilige Martin ist (neben dem "verzogenen" heiligen Nikolaus) der letzte Heilige den wirklich jedes Kind kennt.
Integration hin oder her, unsere Christlichen Feste abzuschaffen geht doch wirklich zu weit!

Raphaela
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Raphaela » Samstag 9. November 2013, 22:05

Vir Probatus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben: Ich könnte hier Kindergärten namentlich benennen, die es Kindern untersagen, an Karneval verkleidet zu erscheinen oder irgendwie eine dazu passende "Stimmung" zu machen: Weil sie in evangelischer Hand sind. Aber wehe, jemand mäht am Karfreitag den Rasen.
Um Intoleranz zu erleben, muss man nicht die Partei "die Linke" bemühen.
Bei uns in der Tageszeitung ist heute ein ganz kleiner Artikel. Darin distanziert sich die Partei "Die Linke" von der Aussage zu den Martinsumzüge. Es handle sich um die Aussage eines einzelnen Mitgliedes.
Dann würde ich mal den Thread-Titel wechseln.
Eine gute Idee, besonders nach dem Posting von Leander12 gerade eben....
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Niels
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Niels » Samstag 7. November 2015, 00:36

Raphaela hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben: Dann würde ich mal den Thread-Titel wechseln.
Eine gute Idee
:ja:

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offertorium
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von offertorium » Samstag 7. November 2015, 11:46

kabelkeber hat geschrieben:St. Martins-Züge sind doch selbst bei uns, einer "gut katholischen" Gegend, zu reinen Laternen-Umzügen verkommen. Sorry, aber anders kann ich es nicht sagen.
Das ist für die Diskussion insofern unerheblich, da hier nicht die Frage im Raum steht, wie wir St. Martin wieder zu einem geistlichen Fest machen, sondern Topic war, ein christliches Fest aus Toleranz gegenüber den Muslimen abzuschaffen.

Wer in dieses Horn bläst und noch versucht, diesem antichristlichen Anliegen Rückendeckung zu geben, indem er die Profanisierung dieses Festes als Thema reinbringt, der sollte noch einmal tief in sich gehen.

Mohammed hätte seine Freude an uns lauen Christen, die wir ihm noch einen roten Teppich ausrollen. Am sel. Bernhard Lichtenberg, dessen 70. Todestag wir vor wenigen Tagen begingen, könnten wir lernen, was es heißt zu seinen Überzeugungen zu stehen und für sie einzutreten. Es ist interessant, wie wenig wir Christen aus der Bibel gelernt haben und Jesus mehr als 3mal verleugnen, nur um der gesellschaftlichen Bequemlichkeit willen.
So viel Beschönigung gefällt mir nicht: die Feigheit nennt ihr Klugheit. – Diese vermeintliche »Klugheit« ermöglicht es den Feinden Gottes, [...] sich in Stellungen zu drängen, die ihnen nicht zustehen.
Hl. Josefmaria, Der Weg, 35

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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Niels » Samstag 7. November 2015, 14:31

"Warum einige Kitas Sankt Martin grundlos Lichterfest nennen": http://www.derwesten.de/region/warum-ei ... 51485.html

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marcus-cgn
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von marcus-cgn » Montag 9. November 2015, 17:02

Benedikt hat geschrieben:Da lob ich mir doch die alten Strophen:
Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
macht ein Feuer groß
aus schlechten Büchern hohem Stoß.
Und hütet treu die Herde sein,
das lohnt der Herr mit Heiligschein.
Wurde die Strophe auch vom neuen Gotteslob rezipiert? :tuete:

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umusungu
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von umusungu » Montag 9. November 2015, 19:24

Diese Strophe wurde 1935 erstmals gedruckt - und wurde natürlich später nicht mehr verwendet.

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Siard
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Siard » Dienstag 10. November 2015, 07:18

umusungu hat geschrieben:Diese Strophe wurde 1935 erstmals gedruckt - und wurde natürlich später nicht mehr verwendet.
Wieso 1935?
Superkalifragiliſtiſchexpialigetiſch

Lilaimmerdieselbe
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 10. November 2015, 09:32

Wieso will man eigentlich wissen, dass Muslime etwas gegen St. Martin und die Martinsbräuche haben? In meiner Stadt findet das St. Martinspiel, dieses Jahr sogar in der großen Freilichtbühne, weil die Feuerwehr sich letztendlich mit ihren Vorbehalten gegen große Feuer in Wohnsiedlungen durchgesetzt hat, seit Jahrzehnten unter großer Beteiligung der türkischen Familien statt. Beim Laternenumzug kann man bei den selbstgebastelten Laternen außer den klassischen Motiven und vielen Zeichentrickfiguren auch hin und wieder einen Halbmond oder eine leuchtende Moschee sehen. Zur Andacht nach dem Umzug gehen nur ein Bruchteil, aber das ist keine nationale und oft auch noch nicht mal eine religimöse Frage, da höchstens 20% des Umzugs in die Kirche paßt. Die Lieder sind in allen Kindergärten geübt worden, seit einigen Jahren sogar in den evangelischen, die Martinsbrötchen sind ausgesprochen beliebt, endlich mal was bei öffentlichen Kinderfesten, bei dem sich die Frage halal nicht stellt.

Vir Probatus
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 10. November 2015, 18:25

Benedikt hat geschrieben:Da lob ich mir doch die alten Strophen:
Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
macht ein Feuer groß
aus schlechten Büchern hohem Stoß.
Und hütet treu die Herde sein,
das lohnt der Herr mit Heiligschein.
Modernistisch:
Sankt Martin fährt nen alten Ford,
damit kommt er von Ort zu Ort.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Sempre
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Re: Abschaffung christlicher Tradition vom Staat - St. Martin!

Beitrag von Sempre » Dienstag 10. November 2015, 19:08

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
macht ein Feuer groß
aus Götzeneichholz hohem Stoß.
Und hütet treu die Herde sein,
das lohnt der Herr mit Heiligschein.
Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti hat geschrieben:Martins Biograph schildert in beispielhaften Episoden, wie der Bischof unerbittlich gegen nichtchristliche Kultstätten, insbesondere keltische Baumheiligtümer, vorging.

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