Liturgische Mißbräuche 3.0

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Raphael
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Raphael »

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 11:13
Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 10:28
Da kann man nicht geteilter Meinung sein, sondern sich entweder eindeutig innerhalb katholischer Lehre und kirchlicher Gesetze bewegen oder sich bewußt für den Selbstausschluß aus der Gemeinschaft der Kirche entscheiden.
Nicht jeder, der einzelne kirchliche Regelungen in Frage stellt oder nicht einhält, ist exkommuniziert.
Das hängt aber dann doch sehr von der jeweiligen kirchlichen Regelung ab, die da in Frage gestellt oder nicht eingehalten wird.

Wer sich bspw. an einer Abtreibung beteiligt, ist ipso facto exkommuniziert.

Die hier in Rede stehenden sakrilegischen Handlungen sind jedenfalls kein Kavaliersdelikt. 8)
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Fuchsi
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Fuchsi »

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 10:24
Ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus konservativer Ecke denunziert und gestänkert wird.
Eine Gemeinde in Würzburg, zu der meines Wissens niemand hier gehört, entscheidet sich für eine bestimmte Form des Hausgottesdienstes. Über die konkrete Form kann man geteilter Meinung sein, ich persönlich bin sicher anderer Meinung als die meisten Foranden hier. Aber das ist ein anderes Thema.

Interessant ist das stänker.net den Fall entdeckt und gleich darauf hinweist, ob man sich beschweren muss. Und dass er gleich hier im Forum weiter geteilt wird...
Da müssen sich die Dauer-'Stänker auch echt nicht wundern, dass Vorschläge aus ihren Reihen in der Gemeinde nicht auf Begeisterung stoßen. Oder glaubt ihr, der von konservativer Seite denunzierte Pfarrer, der dann einen freundlichen Anruf aus dem Ordinariat bekam und darauf hin die Sachen von der Website nimmt, hat jetzt in irgendwelcher Weise Lust, den konservativeren Gemeindemitgliedern bei irgendwelchen Vorschlägen entgegen zu kommen...
Meine Frage dazu: Was nützt es denn, den Pfarrer persönlich anzusprechen? "Diskutiert" er "überhaupt mit "Fundis""? Dass Denunziation eine fiese Sache ist, muss ich dazu grundsätzlich sagen.

Ich sag ja, dass es die berüchtigten Grabenkämpfe sind. Denunziert Liberalo A den Tradi B, gibts bei Gelegenheit die Retourkutsche. Berechtigt? Ja und nein :achselzuck: . Wobei ich aber auch denen zum (Groß)Teil beipflichten muss, die das Vorgehen nicht als Denunziation sondern als notwendige Massnahme sehen. Da wo Grundlegendes des kath. Glaubens mit Füssen getreten wird, sollten die "Hüter des Glaubens" (Bischöfe) einschreiten...

Ein wirklich faire Beurteilung kann ich letzendlich nicht geben ohne den Fernwandlungpfarrer genauer zu kennen, ich ahne was für einer das ist, mehr aber auch nicht :achselzuck:

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HeGe
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von HeGe »

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 11:11
Hanspeter hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 10:29
Wenn ein mündiger getaufter und gefirmter Christ sein Recht auf eine Liturgie nach den liturgischen Vorgaben der Kirche einfordert, hat das nicht das geringste mit einer Denunziation zu tun. Die Benutzung dieses Begriffs in diesem Zusammenhang ist demagogisch.
Solange du es in deiner Gemeinde einforderst, ist es dein gutes Recht.
Aber es betrifft dich überhaupt nicht, was Gemeinden machen, die meilenweit entfernt sind.
Protestantisches Kirchenverständnis.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Marcus, der mit dem C
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Marcus, der mit dem C »

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 11:13
Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 10:28
Da kann man nicht geteilter Meinung sein, sondern sich entweder eindeutig innerhalb katholischer Lehre und kirchlicher Gesetze bewegen oder sich bewußt für den Selbstausschluß aus der Gemeinschaft der Kirche entscheiden.
Nicht jeder, der einzelne kirchliche Regelungen in Frage stellt oder nicht einhält, ist exkommuniziert.
§ 2. Die Tatstrafe des Interdikts oder, falls es sich um einen Kleriker handelt, der Suspension, zieht sich zu:

1° wer ohne Priesterweihe das eucharistische Opfer zu feiern versucht;
Quelle: http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P54.HTM

Der verzapfte Blödsinn ist kirchenrechtlich in meinen Augen eine Anstiftung zur Sakramentensimulation. Die eigentliche Frage hierbei müßte sein, in wie weit der verantwortliche Veröffentlicher sich nicht selbst auch die Tatstrafe zugezogen hat, und warum das Ordinariat bei der Schwere des Vorwurfs so entspannt reagiert.
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Siard
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Siard »

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 11:11
Wenn ich hier denunziere oder es nur in Internetforen teile, hat das nur einen Zweck: Zwietracht und Spaltung.
Dir ist also klar, was Du tust.
Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 11:13
Nicht jeder, der einzelne kirchliche Regelungen in Frage stellt oder nicht einhält, ist exkommuniziert.
Nö, aber jeder, der die heilige Lehre ablehnt.

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Juergen
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Juergen »

Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 10:24
…Über die konkrete Form kann man geteilter Meinung sein, ich persönlich bin sicher anderer Meinung als die meisten Foranden hier. Aber das ist ein anderes Thema…
Nein, kann man nicht.
Lauralarissa hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 11:11
Aber es betrifft dich überhaupt nicht, was Gemeinden machen, die meilenweit entfernt sind.
Natürlich betrifft es mich auch. Ich bin Teil der Kirche, genauso wie die Gläubigen in Würzburg oder Timbuktu oder sonstwo.

Du vertrittst hier offenbar eine falsche Ekklesiologie, die man eher im protestantischen Bereich verorten muß, wo es unabhängige Landeskirchen gibt und die eine mit der anderen nicht viel zu tun hat.
Leider hat auch im katholischen Bereich schleichend so ein seltsames Verständnis gar Eingang in Riten gefunden. Dort wird z.B. bei der Taufe an einer Stelle gesagt:
Zel: N. mit großer Freude nimmt dich die christliche Gemeinde (oder: unsere Pfarrgemeinde) auf. In ihrem Namen bezeichne ich dich mit dem Zeichen des Kreuzes…
:roll:
Bei der Taufe wird der Getaufte in die Kirche eingegliedert und nicht in die Pfarrgemeinde! Mitglied einer Pfarrgemeinde wird man nicht durch die Taufe, sondern dadurch, daß man als Getaufter drei Monate dort lebt.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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HeGe
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von HeGe »

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Juergen
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Juergen »

Die Texte sind wohl gar nicht als Hochgebet gedacht. Es werden auch keine Einsetzungsworte gesprochen.
Das ganze wirkt für mich nur albern und hat mit Liturgie gar nichts zu tun.
Gruß Jürgen

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Irmgard
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Irmgard »

Hier gibt es ein ganz interessantes Interview zum Thema Laienpredigt. Ich finde, da sind zumindest die Zusammenhänge ganz gut erklärt.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... berzeugend

Daraus:
Thomas Schüller hat geschrieben:Also: Ich bin für eine theologisch gut begründete Legalisierung einer parakanonischen Praxis, die auch in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich längst gegeben ist. Und ich bin dafür, dass man die theologisch sinnfreie Statioregelung an einem vollkommen falschen Platz in der Liturgie ohne Bezug auf die Lesungstexte des Tages beiseitelegt. Denn das kann nicht die Lösung sein.
Gruß
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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Hubertus »

Irmgard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 19:42
Hier gibt es ein ganz interessantes Interview zum Thema Laienpredigt. Ich finde, da sind zumindest die Zusammenhänge ganz gut erklärt.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... berzeugend

Daraus:
Thomas Schüller hat geschrieben:Also: Ich bin für eine theologisch gut begründete Legalisierung einer parakanonischen Praxis, die auch in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich längst gegeben ist. Und ich bin dafür, dass man die theologisch sinnfreie Statioregelung an einem vollkommen falschen Platz in der Liturgie ohne Bezug auf die Lesungstexte des Tages beiseitelegt. Denn das kann nicht die Lösung sein.
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Irmgard
Ich bin für Predigten außerhalb der Messe.


Im Augenblick kann man das im FSSPX-Priesterseminar ganz gut beobachten: Da in Bayern Gottesdienste max. 60 min. betragen sollen, das aber ihm Rahmen eines levitierten Hochamtes mit Predigt praktisch gar nicht realisierbar ist, findet jetzt Die Predigt unmittelbar vor der hl. Messe statt. Im Endeffekt spielt es keine Rolle für die Verweildauer in der Kapelle, aber dem Buchstaben des Gesetzes ist genüge getan. :pfeif:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lycobates
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Lycobates »

Hubertus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:08
Irmgard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 19:42
Hier gibt es ein ganz interessantes Interview zum Thema Laienpredigt. Ich finde, da sind zumindest die Zusammenhänge ganz gut erklärt.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... berzeugend

Daraus:
Thomas Schüller hat geschrieben:Also: Ich bin für eine theologisch gut begründete Legalisierung einer parakanonischen Praxis, die auch in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich längst gegeben ist. Und ich bin dafür, dass man die theologisch sinnfreie Statioregelung an einem vollkommen falschen Platz in der Liturgie ohne Bezug auf die Lesungstexte des Tages beiseitelegt. Denn das kann nicht die Lösung sein.
Gruß
Irmgard
Ich bin für Predigten außerhalb der Messe.


Im Augenblick kann man das im FSSPX-Priesterseminar ganz gut beobachten: Da in Bayern Gottesdienste max. 60 min. betragen sollen, das aber ihm Rahmen eines levitierten Hochamtes mit Predigt praktisch gar nicht realisierbar ist, findet jetzt Die Predigt unmittelbar vor der hl. Messe statt. Im Endeffekt spielt es keine Rolle für die Verweildauer in der Kapelle, aber dem Buchstaben des Gesetzes ist genüge getan. :pfeif:
Ein levitiertes Amt innerhalb von 60 Minuten ist auch schon knapp.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
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... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Protasius
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Protasius »

Irmgard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 19:42
Hier gibt es ein ganz interessantes Interview zum Thema Laienpredigt. Ich finde, da sind zumindest die Zusammenhänge ganz gut erklärt.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... berzeugend

Daraus:
Thomas Schüller hat geschrieben:Also: Ich bin für eine theologisch gut begründete Legalisierung einer parakanonischen Praxis, die auch in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich längst gegeben ist. Und ich bin dafür, dass man die theologisch sinnfreie Statioregelung an einem vollkommen falschen Platz in der Liturgie ohne Bezug auf die Lesungstexte des Tages beiseitelegt. Denn das kann nicht die Lösung sein.
Gruß
Irmgard
Was ist denn diese „theologisch sinnfreie Statioregelung“?
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:23
Hubertus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:08
Ich bin für Predigten außerhalb der Messe.


Im Augenblick kann man das im FSSPX-Priesterseminar ganz gut beobachten: Da in Bayern Gottesdienste max. 60 min. betragen sollen, das aber ihm Rahmen eines levitierten Hochamtes mit Predigt praktisch gar nicht realisierbar ist, findet jetzt Die Predigt unmittelbar vor der hl. Messe statt. Im Endeffekt spielt es keine Rolle für die Verweildauer in der Kapelle, aber dem Buchstaben des Gesetzes ist genüge getan. :pfeif:
Ein levitiertes Amt innerhalb von 60 Minuten ist auch schon knapp.
Ein paar Minuten mehr oder weniger für das Levitenamt sind wohl kein Drama; aber wenn man zusätzlich noch 20 bis 30 Minuten predigt, muß man als Ordnungsamt die Augen schon sehr fest zudrücken.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Hubertus »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:23
Hubertus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:08
Irmgard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 19:42
Hier gibt es ein ganz interessantes Interview zum Thema Laienpredigt. Ich finde, da sind zumindest die Zusammenhänge ganz gut erklärt.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... berzeugend

Daraus:
Thomas Schüller hat geschrieben:Also: Ich bin für eine theologisch gut begründete Legalisierung einer parakanonischen Praxis, die auch in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich längst gegeben ist. Und ich bin dafür, dass man die theologisch sinnfreie Statioregelung an einem vollkommen falschen Platz in der Liturgie ohne Bezug auf die Lesungstexte des Tages beiseitelegt. Denn das kann nicht die Lösung sein.
Gruß
Irmgard
Ich bin für Predigten außerhalb der Messe.


Im Augenblick kann man das im FSSPX-Priesterseminar ganz gut beobachten: Da in Bayern Gottesdienste max. 60 min. betragen sollen, das aber ihm Rahmen eines levitierten Hochamtes mit Predigt praktisch gar nicht realisierbar ist, findet jetzt Die Predigt unmittelbar vor der hl. Messe statt. Im Endeffekt spielt es keine Rolle für die Verweildauer in der Kapelle, aber dem Buchstaben des Gesetzes ist genüge getan. :pfeif:
Ein levitiertes Amt innerhalb von 60 Minuten ist auch schon knapp.
Ja, meistens wird die Frist um ein paar Minuten überschritten. Aber es ist hinzubekommen, ohne dabei zu "hudeln", wie man bei uns sagt.
Die hl. Handlung muß beileibe nicht lieblos in möglichst kürzester Zeit heruntergerissen werden; allerdings scheint man in allzuvielen Orten der Tradition mittlerweile der Auffassung zu sein, daß gelte: "Zweimal so lang = doppelt so fromm". :roll:
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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Hubertus »

Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:34
Ein paar Minuten mehr oder weniger für das Levitenamt sind wohl kein Drama; aber wenn man zusätzlich noch 20 bis 30 Minuten predigt, muß man als Ordnungsamt die Augen schon sehr fest zudrücken.
Ja, es stimmt, de facto beginnt a.a.O. die hl. Messe ziemlich genau eine halbe Stunde nach dem Beginn der Predigt.
Aber ich denke, hier wird eine Gesetzeslücke geschickt (Mt 10,16) ausgenutzt.
Rein vom Buchstaben des Gesetzes her ist nichts zu beanstanden. :pfeif:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Petrus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

Protasius hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 20:34
Irmgard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 19:42
Hier gibt es ein ganz interessantes Interview zum Thema Laienpredigt. Ich finde, da sind zumindest die Zusammenhänge ganz gut erklärt.

https://www.kirche-und-leben.de/artikel ... berzeugend

Daraus:
Thomas Schüller hat geschrieben:Also: Ich bin für eine theologisch gut begründete Legalisierung einer parakanonischen Praxis, die auch in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich längst gegeben ist. Und ich bin dafür, dass man die theologisch sinnfreie Statioregelung an einem vollkommen falschen Platz in der Liturgie ohne Bezug auf die Lesungstexte des Tages beiseitelegt. Denn das kann nicht die Lösung sein.
Gruß
Irmgard
Was ist denn diese „theologisch sinnfreie Statioregelung“?


also. Die sog. "Laienpredigt" ist in Deutschland inzwischen wieder verboten.

d. h. konkret: In Deutschland darf gemäß geltendem Kirchenrecht ein Pastoralreferent/eine Pastoralreferentin in der Hl. Messe nicht mehr predigen, sondern vor(!) Beginn der Hl. Messe nur noch "stationen".

tja - Eure Probleme möcht' ich haben :ikb_holiday:

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Siard
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Siard »

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 21:59
tja - Eure Probleme möcht' ich haben :ikb_holiday:
Wenn Du möchtest – gerne.
Aber wie Du damit zurecht kommst ist dann Deine Sache.

Petrus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 00:53
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juni 2020, 21:59
tja - Eure Probleme möcht' ich haben :ikb_holiday:
Wenn Du möchtest – gerne.
ja. adsum.
Aber wie Du damit zurecht kommst ist dann Deine Sache.
nein, Siard. das ist nicht nur meine Sache. Da hab' ich Unterstützung.

1Petr 5,7: "Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch!"

sagt Petrus.

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Irmgard
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Irmgard »

Petrus hat geschrieben:also. Die sog. "Laienpredigt" ist in Deutschland inzwischen wieder verboten.

d. h. konkret: In Deutschland darf gemäß geltendem Kirchenrecht ein Pastoralreferent/eine Pastoralreferentin in der Hl. Messe nicht mehr predigen, sondern vor(!) Beginn der Hl. Messe nur noch "stationen".
So ist es. Mein Favorite dabei: ein Priester der Weltkirche hält das Hochamt. Da er so schlecht deutsch spricht, dass man das Evangelium praktisch nicht versteht (Schott online hilft...), die Predigt sich auf ganz wenige, wenig verständliche Sätze beschränkt, gibt es vom Pastoralreferenten vor Beginn des eigentlichen Gottesdienstes eine Statio zur Schriftlesung, die man bis dahin (wenn man sich nicht vorbereitet hatte oder parallel im Schott online blättert) noch gar nicht kannte.

Mittlerweile gibt es eine viel bessere Sprachschulung der Priester der Weltkirche in meiner Gemeinde. Aber auch bei den von Tal zu Tal reisenden Priestern im Erzbistum Paderborn habe ich das schon erlebt, dass die unter Zeitdruck nur das liturgisch absolut Notwendige erledigen und es vor Beginn eine längere Ansprache der Gemeinderereferntin. Manchmal auch nach dem Gottesdienst, wenn der Priester schon längst wieder im Auto saß...

Gruß
Irmgard

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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Juergen »

Irmgard hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 13:58
Petrus hat geschrieben:also. Die sog. "Laienpredigt" ist in Deutschland inzwischen wieder verboten.
d. h. konkret: In Deutschland darf gemäß geltendem Kirchenrecht ein Pastoralreferent/eine Pastoralreferentin in der Hl. Messe nicht mehr predigen, sondern vor(!) Beginn der Hl. Messe nur noch "stationen".
So ist es. Mein Favorite dabei: ein Priester der Weltkirche hält das Hochamt. Da er so schlecht deutsch spricht, dass man das Evangelium praktisch nicht versteht (Schott online hilft...), die Predigt sich auf ganz wenige, wenig verständliche Sätze beschränkt, gibt es vom Pastoralreferenten vor Beginn des eigentlichen Gottesdienstes eine Statio zur Schriftlesung, die man bis dahin (wenn man sich nicht vorbereitet hatte oder parallel im Schott online blättert) noch gar nicht kannte.

Mittlerweile gibt es eine viel bessere Sprachschulung der Priester der Weltkirche in meiner Gemeinde. Aber auch bei den von Tal zu Tal reisenden Priestern im Erzbistum Paderborn habe ich das schon erlebt, dass die unter Zeitdruck nur das liturgisch absolut Notwendige erledigen und es vor Beginn eine längere Ansprache der Gemeinderereferntin. Manchmal auch nach dem Gottesdienst, wenn der Priester schon längst wieder im Auto saß...
Hier wird der Predigt eine Wichtigkeit beigelegt, die man eher von Protestanten kennt.

Eine Messe ohne Predigt ist besser als eine Messe mit Laienpredigt. Diese Erfindung der Statio als „Predigt durch die Hintertür“ sollte man ganz schnell wieder abschaffen. Ansonsten sollte man zumindest das Zinken wieder einführen, damit der Gläubige weiß, wann der Unsinn ein Ende hat und er wahlweise wieder in die Kirche kommen oder vom Schlafe aufstehen soll.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Petrus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

nun,

wir (ich Lektor, Ministrant, Kommunionhelfer damals) hatten einen Aushilfspriester, dessen (deutsche) Sprache man beim besten Willen nicht verstehen konnte.

mich hat das nicht gestört - den Ablauf der Messe kenne ich, das Evangelium konnte ich mir erschließen.

Nun aber erhob sich ein Problem. Der Abschiedshirtenbrief von Card. Wetter (auf deutsch) war in der Messe zu verlesen. Nach dem "Sakristeigespräch" (ich habe zugehört) gab es die einhellige Meinung: "des macht der Peter."

so kam ich zur Ehre, einen Hirtenbrief der Gemeinde zukund tun zu dürfen.

tja - man tut, was man kann :)

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Siard
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Siard »

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:16
nun,

wir (ich Lektor, Ministrant, Kommunionhelfer damals) hatten einen Aushilfspriester, dessen (deutsche) Sprache man beim besten Willen nicht verstehen konnte.

mich hat das nicht gestört - den Ablauf der Messe kenne ich, das Evangelium konnte ich mir erschließen.

Nun aber erhob sich ein Problem. Der Abschiedshirtenbrief von Card. Wetter (auf deutsch) war in der Messe zu verlesen. Nach dem "Sakristeigespräch" (ich habe zugehört) gab es die einhellige Meinung: "des macht der Peter."

so kam ich zur Ehre, einen Hirtenbrief der Gemeinde zukund tun zu dürfen.

tja - man tut, was man kann :)
Tu es Petrus … et super hanc lectionem aedificabo ecclesiam.
Oder so …. :pfeif:

Petrus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

und noch zum Thema: predigen in lateinisher Sprache ist nicht verboten!

Ein ehemaliger Studienkollege von mir, hat das gern gemacht (ich vermute, es hat ihm Freude bereitet).

Sonntagsmesse erst auf deutsch im NOM, anschließend Messe im AO Ritus (Predigt auf Latein).

er hatte Freude daran, sein "Publikum", vulgo die Teilnehmer, auch.

Petrus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:30

Tu es Petrus … et super hanc lectionem aedificabo ecclesiam.
Oder so …. :pfeif:
nun ja - ich weiß nicht so recht. ich bin ja eher ein demütiger Mensch

:scheinheilig: :heiligschein:

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Juergen
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Juergen »

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:16

so kam ich zur Ehre, einen Hirtenbrief der Gemeinde zukund tun zu dürfen.
Ja und? Was hat das mit dem Thema Laienpredigt zu tun?
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Protasius
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Protasius »

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:03
Hier wird der Predigt eine Wichtigkeit beigelegt, die man eher von Protestanten kennt.

Eine Messe ohne Predigt ist besser als eine Messe mit Laienpredigt. Diese Erfindung der Statio als „Predigt durch die Hintertür“ sollte man ganz schnell wieder abschaffen. Ansonsten sollte man zumindest das Zinken wieder einführen, damit der Gläubige weiß, wann der Unsinn ein Ende hat und er wahlweise wieder in die Kirche kommen oder vom Schlafe aufstehen soll.
Was ist denn bitte „Zinken“? Ich kenne Zinken als hölzerne Blechblasinstrumente oder als Manipulieren von Spielkarten; beides scheint nicht die intendierte Bedeutung zu sein.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:43
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:16

so kam ich zur Ehre, einen Hirtenbrief der Gemeinde zukund tun zu dürfen.
Ja und? Was hat das mit dem Thema Laienpredigt zu tun?
hallo Juergen,

danke für Deine Nachfrage.

hier - wie der Titel dieses Strangs uns aufzeigen mag - geht es um sog. "liturgische Mißbräuche". ist es ein "liturgischer Mißbrauch", wenn ein Laie in der Hl. Messe den Hirtenbrief des Bischofs den Gläubigen zur Kenntnis bringt?

(meine Meinung: nein).

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Juergen
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Juergen »

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:49

hier - wie der Titel dieses Strangs uns aufzeigen mag - geht es um sog. "liturgische Mißbräuche". ist es ein "liturgischer Mißbrauch", wenn ein Laie in der Hl. Messe den Hirtenbrief des Bischofs den Gläubigen zur Kenntnis bringt?

(meine Meinung: nein).
Eben!

Die einzige Frage ist, ob man das an der Stelle tun sollte, wo sonst die Homilie stattfindet. Ich meine, das kann man besser am Ende der Messe bei den Vermeldungen tun.
Gruß Jürgen

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Juergen
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Juergen »

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:47
Was ist denn bitte „Zinken“? Ich kenne Zinken als hölzerne Blechblasinstrumente oder als Manipulieren von Spielkarten; beides scheint nicht die intendierte Bedeutung zu sein.
Zinken ist sowas ähnliches wie Kleppen oder Beiern. Eine kleine Glocke wird (einmalig) einseitig angeschlagen. Das war in früheren Zeiten das Zeichen dafür, daß die Predigt vorbei war und die Leute ihre Zigarettenpause draußen beenden mußten und sich Muttern, die während der Predigt nach Hause geeilt war, um den Braten auf den Herd zu stellen, wieder in der Kirchen einzufinden hatte.
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4uteordnung

Kleppen:
Das Kleppen (auch: Glemmen, Halbzugläuten, Zinken) Schlagen einer kleinen Glocke einseitig gegen ihren Klöppel (nur per Seilzug möglich); besondere Signalwirkung je nach Zahl der Schläge.
Gruß Jürgen

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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Hubertus »

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:30
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:16
Nach dem "Sakristeigespräch" (ich habe zugehört) gab es die einhellige Meinung: "des macht der Peter."
Tu es Petrus … [...]
Oder so …. :pfeif:
In dem Fall wohl eher: "Tu es, Petrus!"

;D
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Siard
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Siard »

Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 18:43
In dem Fall wohl eher: "Tu es, Petrus!"

;D
:ja: Die Doppeldeutigkeit hat mich gerade dazu inspiriert. :breitgrins:

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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Hubertus »

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 21:29
Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 18:43
In dem Fall wohl eher: "Tu es, Petrus!"

;D
:ja: Die Doppeldeutigkeit hat mich gerade dazu inspiriert. :breitgrins:
Dacht ich mir's fast. :kugel:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Petrus
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Re: Liturgische Mißbräuche 3.0

Beitrag von Petrus »

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:53
Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 14:49

hier - wie der Titel dieses Strangs uns aufzeigen mag - geht es um sog. "liturgische Mißbräuche". ist es ein "liturgischer Mißbrauch", wenn ein Laie in der Hl. Messe den Hirtenbrief des Bischofs den Gläubigen zur Kenntnis bringt?

(meine Meinung: nein).
Eben!

Die einzige Frage ist, ob man das an der Stelle tun sollte, wo sonst die Homilie stattfindet. Ich meine, das kann man besser am Ende der Messe bei den Vermeldungen tun.
Du hast recht, Juergen - danke, für Deine Nachfrage.

Das war damals so: Priester predigte ordnungsgemäß die Homilie (keiner hat's verstanden, akustisch schon, aber sprachlich nicht), und vor dem Schlußsegen (also innerhalb der Hl. Messe, das ist mir wichtig), habe ich dann den Abschiedsbrief von "meinem" Card. Wetter (den mochte ich - der hat uns einfach seinen und unseren Glauben verkündet, in einfachen und schlichten Worten, aber ich habe gemerkt: der sagt, was er glaubt. und der glaubt, was er sagt) der versammelten Pfarrgemeinde von Herz Jesu zu München-Neuhausen zu kund und Wissen getan.

Petrus.

p.s. dass wohl manchmal ein Hirtenbrief eine Homilie ersetzen soll, (ich vermute, Du hast das auch schon erlebt), finde ich - naja - bißchen SEHR "grenzwertig" (um das mal dezent zu sagen).

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