"Die Kirche und das liebe Geld"

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Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Tinius hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 00:43
Jesus hatte keinen Wald...
Aller Wald auf der Welt war (und ist) sein.

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martin v. tours
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von martin v. tours »

Ja,klar..
Jesus hatte auch keine Krankenversicherung, kein Fahrrad oder Unterhosen mit Elastikbündchen.
Tolle Argumentation!
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño »

Juergen hat geschrieben:
Sonntag 10. Mai 2020, 13:40
WDR hat geschrieben:Kirchen rechnen mit weniger Einnahmen

Wegen der Corona-Krise rechnen die Kirchen mit deutlich weniger Kirchensteuereinnahmen. Die evangelische Kirche von Westfalen geht von 10 bis 25 Prozent weniger Einnahmen aus. Damit rechnet auch die Lippische Landeskirche. Laut Finanzdezernent Arno Schilberg werde es einen Einstellungsstopp geben, außerdem würden bereits begonnene Baumaßnahmen nicht so fortgesetzt werden können wie geplant. Die westfälische Kirche rechnet mit einem ein Minus zwischen 50 und 130 Millionen Euro.
Berichtet wird zwar über die Evangelen, aber bei der Kirche wird es ja nicht anders aussehen.
Klagen auf ganz, ganz hohem Niveau...
Die Bistümer veröffentlichen inzwischen jährlich ihre Bilanzen und da dürfte noch genügend Spielraum sein. In Sachen "Limburg" hatte ich damals darauf hingewiesen, daß die den Bistümern gehörenden Grundstücksgesellschaften häufig keine oder nur einen Teil ihrer Gewinne ausschütten, sondern diese thesaurieren. Wenn das Geld eben aus der Haupteinnahmequelle (?) nicht reicht, dann muß man an die Reserven ran - so wie jeder Privatmann auch.

Tinius
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Tinius »

martin v. tours hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 07:10
Ja,klar..
Jesus hatte auch keine Krankenversicherung, kein Fahrrad oder Unterhosen mit Elastikbündchen.
Tolle Argumentation!
Zieh das bitte nicht ins Lächerliche. Danke.

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martin v. tours
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von martin v. tours »

Grundsätzlich sehe ich es ähnlich wie Du. Wenn es einen massiven Engpass gibt, muss eben Wald verkauft werden.
Und, ja, Jesus hatte keinen Wald. Ich finde es nur unfair so zu argumentieren, denn mit dem Argument "Jesus hatte dieses oder jenes nicht" lässt sich dann so ziemlich alles biblisch begründen.
Und im Gegensatz zu Jesus sind die meisten Männer heute nicht beschnitten und verheiratet (und damit will ich das nicht ins lächerliche ziehen!)
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Juergen
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen »

Außerdem weiß ausschließlich Heiner Geißler unfehlbar, was Jesus getan hätte.
Den können wir nun leider nicht mehr fragen, aber hat jetzt sicher ein paar gute Tipps für Jesus, wie er sich jetzt verhalten muß.
Gruß Jürgen

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Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

martin v. tours hat geschrieben:
Montag 11. Mai 2020, 19:18
Wenn es einen massiven Engpass gibt, muss eben Wald verkauft werden.
Ja und Nein.
Was weg ist, ist weg – und das kann sich noch bitter rächen. Es wäre eher angesagt die Geldverschwendung der Diözesen zu beenden. Vielleicht sollten sie von bestimmten Stiften lernen, die bekommen nämlich keine Kirchensteuer. Allerdings geht sich eine Finanzierung aus Liegenschaften – auch großen – i. d. R. nicht aus. Dem Verkauf folgt dann automatisch schnell die Zahlungsunfähigkeit.
Und ob die Bistümer soviel Wald haben, daß es reicht bezweifle ich. Der Löwenanteil dürfte jeweils den einzelnen Pfarren gehören.

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HeGe
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe »

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe »

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Juergen
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen »

Getreu dem Motto „Wir geben das Geld aus, solange wir noch was haben“ neigt sich die Renovierung des Liborianums dem Ende.
Radio Hochstift hat geschrieben:Liborianum in Paderborn für 19 Millionen saniert - Eröffnung im Juli

Nach gut zwei Jahren Bauarbeiten steht der Termin für die Wiedereröffnung des Liborianums in Paderborn. Ab dem 20. Juli soll das Bildungs- und Gästehaus wieder voll genutzt werden können.
Das Erzbistum Paderborn hat 19 Millionen Euro investiert.

Ursprünglich waren Brandschutzauflagen der Grund für die Bauarbeiten. Das Erzbistum nutzte die Gelegenheit, um das gesamte Liborianum zu modernisieren und zu sanieren.

Äußerlich soll der Charakter des ehemaligen Kapuzinerkloster wieder besser zur Geltung kommen. Ein paar Restarbeiten laufen noch bis Ende dieses Monats.

Übrigens: die Gästezimmer werden auch an Privatpersonen vermietet, die dort an keinen Veranstaltungen teilnehmen. Das Haus hat einen eigenen Parkplatz, so daß die Parkplatzsuche entfällt. Man wohnt dort sehr zentral und die Küche war soweit ich sie kennengelernt habe immer recht gut.
Gruß Jürgen

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Knecht Ruprecht
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Ich hatte in München ein Arbeitsverhältnis, bei dem der Arbeitgeber unter diakonischen Tarifvertrag stand. Darin wurde u.a. vom Arbeitgeber einseitig in so eine diakonische Rentenzusatzkasse für mich eingezahlt (EZVK). So ein Pandon gibt es natürlich auch auf Caritas Seite.
Somit buckelt jeder Kirchensteuerzahler für die Zusatzrenten der wie auch immer kirchlichverzweigten Angestellten, während für den kirchensteuerzahlenden Buckler in der Industrie niemand eine Zusatzrente finanziert.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe »

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Fuchsi
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Fuchsi »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2020, 15:30
Ich hatte in München ein Arbeitsverhältnis, bei dem der Arbeitgeber unter diakonischen Tarifvertrag stand. Darin wurde u.a. vom Arbeitgeber einseitig in so eine diakonische Rentenzusatzkasse für mich eingezahlt (EZVK). So ein Pandon gibt es natürlich auch auf Caritas Seite.
Somit buckelt jeder Kirchensteuerzahler für die Zusatzrenten der wie auch immer kirchlichverzweigten Angestellten, während für den kirchensteuerzahlenden Buckler in der Industrie niemand eine Zusatzrente finanziert.
Unterm Krummstab ist gut leben :D

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Knecht Ruprecht
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Die Sache ist ja die, dass die Leute buckeln und Kirchensteuer zahlen sollen und einige wenige daraus eine Zusatzrente geschenkt bekommen.
Wenn dann sollen die aus der Kirchensteuer einen Rentenfond für alle Mitglieder machen, dann kann man sich auch wieder in die Kirchensteuer eintragen lassen. Kirchenmitglied bleibt man ja immer wenn die Taufkirche im Ausland ist.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 14:52
Die Sache ist ja die, dass die Leute buckeln und Kirchensteuer zahlen sollen und einige wenige daraus eine Zusatzrente geschenkt bekommen.
Wenn dann sollen die aus der Kirchensteuer einen Rentenfond für alle Mitglieder machen, dann kann man sich auch wieder in die Kirchensteuer eintragen lassen. Kirchenmitglied bleibt man ja immer wenn die Taufkirche im Ausland ist.
Herr, wirf Hirn vom Himmel ... :irritiert: :/

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Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 14:52
Die Sache ist ja die, dass die Leute buckeln und Kirchensteuer zahlen sollen und einige wenige daraus eine Zusatzrente geschenkt bekommen.
Wenn dann sollen die aus der Kirchensteuer einen Rentenfond für alle Mitglieder machen, dann kann man sich auch wieder in die Kirchensteuer eintragen lassen. Kirchenmitglied bleibt man ja immer wenn die Taufkirche im Ausland ist.
Das ist immer noch Unsinn. :patsch:

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Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 14:22
Unterm Krummstab ist gut leben :D
Das galt für alle, die in einem Klosterterritorium lebten.
Das sollte man nicht ins Lustige ziehen, sondern es den Menschen erklären.
Als die Fürsten die Klöster besetzt und zerstört haben, traf das auch deren Untertanen hart.
(vid. Reichsstift Roggenburg.)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Fuchsi »

Siard hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 15:30
Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 14:22
Unterm Krummstab ist gut leben :D
Das galt für alle, die in einem Klosterterritorium lebten.
Das sollte man nicht ins Lustige ziehen, sondern es den Menschen erklären.
Als die Fürsten die Klöster besetzt und zerstört haben, traf das auch deren Untertanen hart.
(vid. Reichsstift Roggenburg.)
Hast Recht, klar. ich wollte doch gar nichts ins Lächerliche ziehen :bedrippelt:

Heute ist unterm Krummstab für diejenigen "gut leben", die sich im diözesanen Wasserkopf gut einordnen können, sprich " die da rein passen" :breitgrins:

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Juergen
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Juergen »

Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 15:58
Heute ist unterm Krummstab für diejenigen "gut leben", die sich im diözesanen Wasserkopf gut einordnen können, sprich " die da rein passen" :breitgrins:
:daumen-rauf:
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Siard
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 15:58
Hast Recht, klar. ich wollte doch gar nichts ins Lächerliche ziehen :bedrippelt:
Das dachte ich mir schon, daher hebe ich absichtlich eben nicht die Formulierung ›ins Lächerliche‹ benutzt. :breitgrins:
Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 15:58
Heute ist unterm Krummstab für diejenigen "gut leben", die sich im diözesanen Wasserkopf gut einordnen können, sprich " die da rein passen" :breitgrins:
Da hast Du recht, :ja:
die Strukturen scheinen mir vielerorts sehr bedenklich zu sein. :glubsch:

Fuchsi
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Fuchsi »

Siard hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 22:11
Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 15:58
Hast Recht, klar. ich wollte doch gar nichts ins Lächerliche ziehen :bedrippelt:
Das dachte ich mir schon, daher hebe ich absichtlich eben nicht die Formulierung ›ins Lächerliche‹ benutzt. :breitgrins:
Fuchsi hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 15:58
Heute ist unterm Krummstab für diejenigen "gut leben", die sich im diözesanen Wasserkopf gut einordnen können, sprich " die da rein passen" :breitgrins:
Da hast Du recht, :ja:
die Strukturen scheinen mir vielerorts sehr bedenklich zu sein. :glubsch:
Prima.. z Glück nur ein Missverständnis. Man (also ich) beachte die Feinheiten :) :huhu:

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Knecht Ruprecht
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Gut dass sich niemand daran stört dass die allermeisten Erwerbstätigen die eine Kirchensteuer abdrücken, einer kleinen Gruppe kirchlich/halbkirchlich Angestellten eine Zusatzrente finanzieren während sie selber keine Rentengeschenke zu erwarten haben :pfeif:
Schade dass man nicht auch aus der Zusatzrentenfinanzierung der Staatsdiener aussteigen kann. Die bekommen ähnliche Rentengeschenke auf Kosten anderer.

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Protasius
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Protasius »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 09:57
Gut dass sich niemand daran stört dass die allermeisten Erwerbstätigen die eine Kirchensteuer abdrücken, einer kleinen Gruppe kirchlich/halbkirchlich Angestellten eine Zusatzrente finanzieren während sie selber keine Rentengeschenke zu erwarten haben :pfeif:
Schade dass man nicht auch aus der Zusatzrentenfinanzierung der Staatsdiener aussteigen kann. Die bekommen ähnliche Rentengeschenke auf Kosten anderer.
Dafür sind die Gehälter im öffentlichen Dienst oftmals schmaler als auf vergleichbaren Posten in der freien Wirtschaft. Ich kenne mehrere Professoren, die gerne einen begabten Doktoranden nach der Promotion für weitere Forschungsprojekte an der Uni beschäftigt hätten; weil der frischgebackene Doktor aber Angebote aus der Wirtschaft hatte, bei denen er mehr Geld verdiente als der langgediente Professor, hat das nicht geklappt. Wir haben im Brauhaus den Strang Beamte zu Marktpreisen?, der sich damit beschäftigt, daß der öffentliche Dienst Schwierigkeiten hat Fachkräfte anzuwerben.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Fuchsi »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 09:57
Gut dass sich niemand daran stört dass die allermeisten Erwerbstätigen die eine Kirchensteuer abdrücken, einer kleinen Gruppe kirchlich/halbkirchlich Angestellten eine Zusatzrente finanzieren während sie selber keine Rentengeschenke zu erwarten haben :pfeif:
Schade dass man nicht auch aus der Zusatzrentenfinanzierung der Staatsdiener aussteigen kann. Die bekommen ähnliche Rentengeschenke auf Kosten anderer.
Also mich stört das genauso wie Dich. Vor allem, dass die Alimentierten so gar nicht "katholisch" sind und daher ziemlich fehl am Platze... Jahrzehntelang Unsinn fabrizieren, nahezu unkündbar (formaljuristisch schon nur kommt es seltenst dazu) und dann mit Rentengeschenk in den "wohlverdienten" (:D) Ruhestand geschickt werden :auweia:

Während in den Altenheimen und Pflegeberufen gern FSJler, "Hartzis im Zuverdienst" und Co bzw. sonstige refinanzierte Beschäftigte zu finden sind.

Zu lezterem provokant gefragt: Wie war noch das eine der "Himmelschreienden Unrechte"? Jemanden um den gerechten Lohn betrügen?

Habe selbst schon auf Jobsuche im Altenheim als Praktikant gearbeitet und dort Wasserkisten bis zum geht nicht mehr geschleppt, Müllbeutel rausgefahren, Laub geharkt und sowas halt. Hätte den Job gerne gemacht aber als "niemand meine Lohnkosten übernehmen wollte" konnte ich dem nächsten Platz machen.... Für so jemand hat bei Kirchens niemand Geld übrig um ihn zu bezahlen, das muss eine staatliche Stelle machen oder derjenige kann gehen sobald er seinen Lebensunterhalt verdienen möchte

Aber da mache ich ein neues Fass auf, wollte mich gar nicht beschweren. Ich lache allerdings, und das sollte man mir zugestehen, das ganze nutzlose "Gschwerl" an anderen Stellen bei Kirchens nur noch aus, zumindest innerlich :kugel: :D :freude:

...und bevor wieder jemand die "Jammerlappen-Keule" schwingen möchte:
*ich hab selber dafür gesorgt, dass ich einkommensmässig wieder gut versorgt bin, brauche keinen "Versorgt-werd-Posten" bei Kirchens wie diejenigen die ihre KZVK-Rente erwarten bzw. bereits geniessen...
*Habe Wohneigentum erworben aus eigener Kraft
*fahre Mercedes :freude:

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Fuchsi »

Da fällt mir zum Thema "Wohneigentum" noch eine nette Anekdote ein, die ich einst im Inernet las aber nicht wiederfinde. In einer katholischen Enklave in Württemberg nahe Stuttgart (es kann sich grad getätigter Recherche zufolge um Weil der Stadt oder auch Öffingen handeln) wurden die Einwohner wie folgt als sich selbst charakterisierend beschrieben:

Mir sin katholisch un Hausbesitzer!

Der gegenpolige prot. Einwohner im "benachbarten Stuttgart" schafft anscheinend beim Daimler und wohnt "da zur Miete"

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Seit dem ich weniger Leuten ihre Zusatzrente finanziere (durch Abmeldung der Kirchensteuer) schlaf ich auch gerechter :D
Und mein steuerfreier Corona-Bonus füllt auch meine Eigenheimkriegskasse :ikb_tank:

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Fuchsi hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 11:36
Zu lezterem provokant gefragt: Wie war noch das eine der "Himmelschreienden Unrechte"? Jemanden um den gerechten Lohn betrügen?
Das ist nicht provokant, sondern sehr berechtigt gefragt.
Bei Kirchens sind normale Lebensumstände eher unbekannt.
Ein Pfarrer äußert(e?) regelmäßig sein Unverständnis, daß Frauen arbeiten würden.
Gut bei seinen damals weit über 7000 DM und dazu freier Wohnung, müsste eine Frau auch nicht arbeiten um genug Geld für die Kinder zu erarbeiten.
Die Zeiten, in denen man(n) mit einem Gehalt die Familie ernähren konnte, sind für die meisten Familien längst vorbei.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 13:54
(durch Abmeldung der Kirchensteuer)
Du meinst vermutlich: "Seit ich von Christus abgefallen bin." :pfeif:
Eine Abmeldung von der Kirchensteuer existiert einfach nicht. Wenn Du wenigstens geschriben hättest: "durch Ausscheiden aus dem Kirchensteuereinzugssystem". ;D

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Knecht Ruprecht »

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 14:25
Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 13:54
(durch Abmeldung der Kirchensteuer)
Du meinst vermutlich: "Seit ich von Christus abgefallen bin." :pfeif:
Eine Abmeldung von der Kirchensteuer existiert einfach nicht. Wenn Du wenigstens geschriben hättest: "durch Ausscheiden aus dem Kirchensteuereinzugssystem". ;D
Da die Meldung meiner Kirchensteuerabmeldung nie meine Taufkirche erreichen wird, wird der "deutsche Kirchenaustritt" international nie vollstreckt.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Fuchsi »

Siard hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 14:20
Fuchsi hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 11:36
Zu lezterem provokant gefragt: Wie war noch das eine der "Himmelschreienden Unrechte"? Jemanden um den gerechten Lohn betrügen?
Das ist nicht provokant, sondern sehr berechtigt gefragt.
Bei Kirchens sind normale Lebensumstände eher unbekannt.
Ein Pfarrer äußert(e?) regelmäßig sein Unverständnis, daß Frauen arbeiten würden.
Gut bei seinen damals weit über 7000 DM und dazu freier Wohnung, müsste eine Frau auch nicht arbeiten um genug Geld für die Kinder zu erarbeiten.
Die Zeiten, in denen man(n) mit einem Gehalt die Familie ernähren konnte, sind für die meisten Familien längst vorbei.
...und wenn dann noch "ehrliche" Erwerbsquellen von Seiten der Kirche verschlossen werden, dort dann lediglich das Prekariat vom Staat refinanzierte Beschäftigung erhalten kann, aber beim Diözesanwasserkopf charakteristische "Frauenarbeitsplätze" inklusive KZVK eingerichtet werden... Gut, auch jede Menge Männers haben sich dort eingenistet...

Diözesanwasserkopf abbauen, Gelder umschichten, an der Basis gerechten Lohn zahlen

leicht gesagt, ist leider gar nicht erwünscht, der Karren läuft doch noch wenigstens solange bis die jetzigen Profiteure ohnehin das Zeitliche gesegnet haben wird :pfeif:

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Siard »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2020, 14:29
Da die Meldung meiner Kirchensteuerabmeldung nie meine Taufkirche erreichen wird, wird der "deutsche Kirchenaustritt" international nie vollstreckt.
Träum weiter.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von ar26 »

Wenn Knecht noch einen Wohnsitz in Polen hätte, wäre es tatsächlich was anderes. Polnische Arbeitspendler haben häufig keine Lust auf dt. KSt. Wenn die dann austreten, erreicht das dan natürlich auch die polnische Wohnsitzpfarrei irgendwann. Der dortige Pfarrer fragt dann nach, ob man wirklich Apostat ist oder nur keine Lust auf Kirchensteuer hat. Im letzteren Fall ignoriert die dortige Kirche den Austritt.

Leider ist es mir noch nicht gelungen, ein offizielles statement eines polnischen Ordinariates zu erlangen, wonach die dt. Sitten zum Kirchenaustritt dort nicht interessieren. Für den Knecht ist das aber belanglos, da er sich zweifelsfrei unter dt. Kirchenjurisdiktion befindet.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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