"Die Kirche und das liebe Geld"

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Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Montag 19. Februar 2018, 10:17

Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 06:30
Caviteño hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 01:18
Es ist eine Bringschuld der Pfarreien und der Kirche, das Vermögen offen zu legen.
Meines Wissens werden insbesondere in D'land die Offenlegungspflichten peinlich genau beachtet. Nur haben selbst aktive Kirchgänger kaum Interesse an den für alle einsehbaren Zahlen.

Dies ist auch verständlich, weil die Zahlen mehr oder weniger nichtssagend sind. :pfeif:
Dieses Nichtssagende ist jedoch nicht auf ein Versäumnis der Kirche zurückzuführen, sondern auf die dem Rechnungswesen impliziten Ungenauigkeiten bei komplexen ökonomischen Gebilden wie es die Kirche nun einmal auch ist.
Bei der erst seit kurzem (nach Limburg) erfolgten Offenlegung ihrer Vermögen durch eine Bilanzierung handelt es sich aber um eine freiwillige Maßnahme der Bistümer, die erst auf Druck der Öffentlichkeit erfolgte. Mir (wie vermutlich 99,9% der Bevölkerung) war es jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt vollkommen unbekannt, daß es neben dem Vermögen des jeweiligen Bistums auch noch ein Vermögen des "Bischöflichen Stuhl" gab...

Es sind ja zum Teil keine Ungenauigkeiten sondern praktische Unkenntnis.
Wer weiß z.B. schon, über welche GmbH die Bistümer Limburg und Mainz ihre Grundstücke bilanzieren, die in den Bilanzen mit dem Anteil am Stamm- bzw. Grundkapital aktiviert sind?
Wer schaut sich dann die entsprechenden Bilanzen der Grundstücksgesellschaften im Bundesanzeiger an?
Und wer prüft schließlich, ob die Gewinne ausgeschüttet bzw. thesauriert wurden?

All das wirkt sich auf die finanzielle Situation aus und wenn die Zahlen nicht sachkundig aufbereitet werden, macht sich niemand die Mühe, sie herauszusuchen.
Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 06:30
Caviteño hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 01:18
Wie sonst soll der Gläubige wissen, ob die dauernden Spendenaufrufe überhaupt gerechtfertigt sind oder die Aufwendungen zunächst nicht aus eigenem Vermögen/Einkommen beglichen werden können?
Der Gläubige kann doch selber entscheiden, ob er etwas gibt oder eben auch nicht. In der Kirche wird niemand unter Druck gesetzt, wenn er irgendwo nicht spendet. Oder ist Dir etwa so etwas schon 'mal zugestoßen bzw. kennst Du einen konkreten Fall?
Das Thema "Spenden" kann man auch weiterfassen.
Lassen wir mal das Thema "Kirchensteuer" außen vor, obwohl man sowohl die Höhe als auch den Erhebungszwang hier diskutieren könnte.
Nein, offenen Zwang gibt es nicht, aber Gruppendruck wohl schon. Nicht jedem ist es angenehm, wenn der Klingelbeutel herumgeht und er den weiterreicht, ohne es "klingeln" zu lassen. Beliebt sind auch Sammelaktionen an den Ausgängen nach dem Gottesdienst, in dem dann für neue Meßdienergewänder, das Müttergenesungswerk usw. gesammelt wird. Da stehen die Sammler dann so dicht, daß man keine Möglichkeit, ihnen auszuweichen. Ähnliches gilt auch für Caritas-Haussammlungen.
In all diesen Fällen muß man schon eine gehörige Portion Standfestigkeit haben, um sich nicht dem allgemeinen Verhalten anzuschließen.

Ein anderes Thema sind die "freiwilligen bzw. ehrenamtlichen" Tätigkeiten, für die - wegen der "angespannten" finanziellen Situation - "geworben" wird. Wie soll man entscheiden, ob das wirklich stimmt, ob die evtl. vorgetragenen Forderungen/Bitten um Gehaltsverzicht, unbezahlte Zusatzarbeit oder Verzicht auf Gehaltserhöhungen berechtigt sind, wenn die finanzielle Situation undurchsichtig bzw. nicht nachvollziehbar ist? Der Unterschied zu Industrieunternehmen, in denen die Vertreter der Arbeitnehmer über ihre Aufsichtsratstätigkeit mit der Situation vertraut sind, ist mE schon beachtlich.
Eine Pfarrei oder ein Bistum, die Dienste für "Gottes Lohn" einfordert, gleichzeitig aber "Schätze hier auf der Erde (sammelt), wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen" (Mt 6,19f) (sprich Thesaurierung von Gewinnen), handelt nicht entsprechend der Bibel sondern profitmaximiert. Man kann an den Hauptdeputationshauptschluß erinnern, um das Bibelwort mit Leben zu füllen. ;D

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Petrus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Montag 19. Februar 2018, 10:23

Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 06:30


Der Gläubige kann doch selber entscheiden, ob er etwas gibt oder eben auch nicht.
Da hast Du recht.

Die Hosenknöpfe haben wir immer aus dem Klingelbeutel aussortiert.
bassd.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Montag 19. Februar 2018, 10:49

Caviteño hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 10:17
Bei der erst seit kurzem (nach Limburg) erfolgten Offenlegung ihrer Vermögen durch eine Bilanzierung handelt es sich aber um eine freiwillige Maßnahme der Bistümer, die erst auf Druck der Öffentlichkeit erfolgte. Mir (wie vermutlich 99,9% der Bevölkerung) war es jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt vollkommen unbekannt, daß es neben dem Vermögen des jeweiligen Bistums auch noch ein Vermögen des "Bischöflichen Stuhl" gab...

Es sind ja zum Teil keine Ungenauigkeiten sondern praktische Unkenntnis.
Wer weiß z.B. schon, über welche GmbH die Bistümer Limburg und Mainz ihre Grundstücke bilanzieren, die in den Bilanzen mit dem Anteil am Stamm- bzw. Grundkapital aktiviert sind?
Wer schaut sich dann die entsprechenden Bilanzen der Grundstücksgesellschaften im Bundesanzeiger an?
Und wer prüft schließlich, ob die Gewinne ausgeschüttet bzw. thesauriert wurden?

All das wirkt sich auf die finanzielle Situation aus und wenn die Zahlen nicht sachkundig aufbereitet werden, macht sich niemand die Mühe, sie herauszusuchen.
Möchtest Du die Lebensaufgabe von Carsten Frerk übernehmen? :detektiv:

Sisyphos' Aufgabe ist leichter zu erledigen als kirchliches Vermögen nach ordnungsmäßiger Rechnungslegung zu bilanzieren. :pfeif:

Wie bereits gesagt: Die Komplexität kirchlicher Strukturen ist höher als in einem global aufgestellten Wirtschaftsunternehmen. :emil:

Hast Du Dir 'mal Gedanken über die Bilanzierung bei Stiftungen gemacht? :huhu:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Montag 19. Februar 2018, 11:06

Caviteño hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 10:17
Das Thema "Spenden" kann man auch weiterfassen.
Lassen wir mal das Thema "Kirchensteuer" außen vor, obwohl man sowohl die Höhe als auch den Erhebungszwang hier diskutieren könnte.
Nein, offenen Zwang gibt es nicht, aber Gruppendruck wohl schon. Nicht jedem ist es angenehm, wenn der Klingelbeutel herumgeht und er den weiterreicht, ohne es "klingeln" zu lassen. Beliebt sind auch Sammelaktionen an den Ausgängen nach dem Gottesdienst, in dem dann für neue Meßdienergewänder, das Müttergenesungswerk usw. gesammelt wird. Da stehen die Sammler dann so dicht, daß man keine Möglichkeit, ihnen auszuweichen. Ähnliches gilt auch für Caritas-Haussammlungen.
In all diesen Fällen muß man schon eine gehörige Portion Standfestigkeit haben, um sich nicht dem allgemeinen Verhalten anzuschließen.

Ein anderes Thema sind die "freiwilligen bzw. ehrenamtlichen" Tätigkeiten, für die - wegen der "angespannten" finanziellen Situation - "geworben" wird. Wie soll man entscheiden, ob das wirklich stimmt, ob die evtl. vorgetragenen Forderungen/Bitten um Gehaltsverzicht, unbezahlte Zusatzarbeit oder Verzicht auf Gehaltserhöhungen berechtigt sind, wenn die finanzielle Situation undurchsichtig bzw. nicht nachvollziehbar ist? Der Unterschied zu Industrieunternehmen, in denen die Vertreter der Arbeitnehmer über ihre Aufsichtsratstätigkeit mit der Situation vertraut sind, ist mE schon beachtlich.
Eine Pfarrei oder ein Bistum, die Dienste für "Gottes Lohn" einfordert, gleichzeitig aber "Schätze hier auf der Erde (sammelt), wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen" (Mt 6,19f) (sprich Thesaurierung von Gewinnen), handelt nicht entsprechend der Bibel sondern profitmaximiert. Man kann an den Hauptdeputationshauptschluß erinnern, um das Bibelwort mit Leben zu füllen. ;D
Dann erzähl ich Dir 'mal einen Schwank aus meiner Jugend: :)
Als meine Eltern mit uns Kindern in die Gemeinde zogen, in der sie jetzt noch ansässig sind, wurde aufgrund der stark gewachsenen Gemeinde ein Kirchenneubau erforderlich. Der Bau wurde natürlich von Fachfirmen ausgeführt, aber was man so als Nebenleistungen (Pflasterung Kirchenvorplatz, Gartenarbeiten etwc.) erbringen konnte, machten die Gemeindemitglieder in ihrer Freizeit (=Samstagarbeit). Ich erinnere mich heute noch mit Freude daran, wie viele Männer und Kinder mit Schubkarre und Schaufel "ihre Muskeln spielen liessen". DAS bildete eine Gemeinschaft der Gemeinde, die heute noch spürbar ist und dieser Neubau erfolgte immerhin in der ersten Hälfte der 60-Jahre im letzten Jahrhundert.

Niemand wäre auch nur auf die Idee gekommen, für seinen Einsatz dort Geld zu verlangen. Aber wir wurden auch von den Frauen mit Getränken und Essen versorgt. Abends stellte dann der Pfarrer, der auch Präses der Kolpingfamilie war, einen (oder mehrere Kästen Bier) auf die Baustelle. Es wurde gearbeitet und gefeiert.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 19. Februar 2018, 13:31

Ich habe auch zu den Frauen gehört, die in vielen Ruhrgebietskirchen das Putzen übernommen haben, um sich mit der Gemeinde bessere Organisten und Chorleiter leisten zu können, als im Musterhaushaltsplan vorgegeben war. Das war ja kein Problem, denn wir wußten, was unsere Arbeit wert war und was wir statt dessen dafür kriegten, auch wenn Putzen weniger event-Charakter hat als Bauen.
Solche Zusammenhänge sind aber durch die Großpfarreien und die immer stärkere Zentralisierung der Einnahmen und Ausgaben immer schlechter darstellbar.
Wenn Caviteno den Unterschied zwischen Haushaltsplan des Bistums und Vermögen des bischöflichen Stuhls nicht bemerkt hat, ist er als Angehöriger des Bistums Essen selber schuld. Als die Krypta im Münster gebaut wurde, war das ein ganz großes Thema, da das Beschlußgremium des Haushalts die Krypta nicht finanzieren wollte, nicht nur weil sie teuer war, auch weil die Kosten und die eventuell gefährlichen Auswirkungen der Schachtarbeiten auf das ganze Münster kaum zu kalkulieren waren, und Bischof Hengsbach sie mit dem Vermögen des bischöflichen Stuhls trotzdem durchsetzte. Da gab es dann ein paar Wochen wirklich ein dringendes Gebetsanliegen, das erfreulicherweise erhört wurde.

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Niels
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Niels » Montag 19. Februar 2018, 15:17

Wirklich schön ist anders... :blinker:
Das ganze Betongedöns... wieviel Styropor ist damals dabei draufgegangen? Rate mal.
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Petrus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Montag 19. Februar 2018, 19:05

Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 10:49


Möchtest Du die Lebensaufgabe von Carsten Frerk übernehmen? :detektiv:

nö, ich eher nicht.

eher übernehmen, das von dem da, der wo da "hinter der 'Kirche 1" gewohnt hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_der_Gr%C3%BCn
bassd.

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Raphael
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Montag 19. Februar 2018, 20:24

Petrus hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 19:05
Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 10:49
Möchtest Du die Lebensaufgabe von Carsten Frerk übernehmen? :detektiv:
nö, ich eher nicht.
Du warst nicht gefragt! :dudu:
Petrus hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 19:05
eher übernehmen, das von dem da, der wo da "hinter der 'Kirche 1" gewohnt hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_der_Gr%C3%BCn
Ach'ne, der Salonkommunismus erhebt sein widerliches Haupt! :patsch:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Petrus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Montag 19. Februar 2018, 20:41

Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 20:24
Du warst nicht gefragt! :dudu:
hiermit nehme ich meine Antwort mit dem Ausdruck meines tiefstempfundenen Bedauerns ausdrücklich zurück.

recht so?
bassd.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Montag 19. Februar 2018, 21:01

Petrus hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 20:41
Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 20:24
Du warst nicht gefragt! :dudu:
hiermit nehme ich meine Antwort mit dem Ausdruck meines tiefstempfundenen Bedauerns ausdrücklich zurück.

recht so?
Du machst doch eh watte willst! :roll:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Dienstag 20. Februar 2018, 10:23

Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 21:01
Petrus hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 20:41
Raphael hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 20:24
Du warst nicht gefragt! :dudu:
hiermit nehme ich meine Antwort mit dem Ausdruck meines tiefstempfundenen Bedauerns ausdrücklich zurück.

recht so?
Du machst doch eh watte willst! :roll:
Raphael: Du hast mich zum Lachen gebracht.

Dafür Dir herzlichen Dank, oder auf süddeutsch:
Gelt's Dir Gott, Raphael.

Peter.
bassd.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Dienstag 20. Februar 2018, 10:31

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 20. Februar 2018, 10:23
Du hast mich zum Lachen gebracht.
Das soll nicht wieder vorkommen! :blinker:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Dienstag 20. Februar 2018, 11:02

nun aber zurück zum Thema.

Im Würzburger Bistumsblatt habe ich gelesen, was der Bischof von Eichstätt der KNA gesagt hat.

also.

Das Problem hatte er wohl schon 2012 erkannt, und versucht, das geradezuziehen. Nun aber wollte er seine öbersten Kleriker mit ins Boot holen. Die haben sich aber gesperrt dagegen.

Und nun haben wir den Salat.

ich, wenn ich der Chef gewesen wäre, hätte ich das auchso gemacht.

Danke, Hanke.
bassd.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 21. Februar 2018, 18:34

https://www.lifesitenews.com/news/leake ... financial
LifeSiteNews has obtained internal documents of the U.S.-based Papal Foundation, a charity with a stellar history of assisting the world’s poor, showing that last summer the Pope personally requested, and obtained in part, a $25 million grant to a corruption-plagued, Church-owned dermatological hospital in Rome accused of money laundering. Records from the financial police indicate the hospital has liabilities over one billion USD – an amount larger than the national debt of some 20 nations.
Seine Barmherzigkeit, Demut und Armut hat wieder einmal zugeschlagen!
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Mittwoch 21. Februar 2018, 18:45

Maschinen-Übersetzer sagt:

LifeSiteNews hat interne Dokumente der in den USA ansässigen Päpstlichen Stiftung, einer Wohltätigkeitsorganisation mit einer herausragenden Geschichte zur Unterstützung der Armen der Welt, erhalten, die im letzten Sommer den Papst persönlich um 25 Millionen Dollar für eine korrupte Kirche gebeten hat Dermatologische Klinik in Rom wegen Geldwäsche angeklagt. Aufzeichnungen der Finanzpolizei weisen darauf hin, dass das Krankenhaus Verbindlichkeiten in Höhe von über einer Milliarde US-Dollar hat - ein Betrag, der größer ist als die Staatsschulden von etwa 20 Nationen.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Montag 26. Februar 2018, 15:35

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Donnerstag 15. März 2018, 15:28

kath.net hat geschrieben: Bistum Limburg stoppt Baumaßnahme für Diözesanmuseum

Anfang März hat die Bistumsleitung nun erfahren, dass sich ein Mitarbeiter der Bischöflichen Verwaltung über die Absichten einer Herrichtung der Wohnung mit möglichst geringem finanziellen Aufwand hinweggesetzt hat. [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Freitag 16. März 2018, 21:07

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 20. Februar 2018, 10:31
Petrus hat geschrieben:
Dienstag 20. Februar 2018, 10:23
Du hast mich zum Lachen gebracht.
Das soll nicht wieder vorkommen! :blinker:
wetten, dass doch?
bassd.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Sonnabend 17. März 2018, 08:13

HeGe hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 15:28
kath.net hat geschrieben: Bistum Limburg stoppt Baumaßnahme für Diözesanmuseum

Anfang März hat die Bistumsleitung nun erfahren, dass sich ein Mitarbeiter der Bischöflichen Verwaltung über die Absichten einer Herrichtung der Wohnung mit möglichst geringem finanziellen Aufwand hinweggesetzt hat. [...]
Nunja, man könnte auch auf den Gedanken kommen, daß der Umbau einer excellent hergerichteten und voll funktionsfähigen Immobilie Geldverschwendung sei. :pfeif:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Dienstag 20. März 2018, 12:55

katholisch.de hat geschrieben: Verdacht der Veruntreuung - Bischof und Priester verhaftet

Der Bischof, der Generalvikar und vier Priester der brasilianischen Diözese Formosa wurden verhaftet. Die Behörden nannten die Operation "Kaiphas" - nach dem Hohepriester, der Jesus verraten hat. [...]
:glubsch:

Und weiter:
[...] Bereits in der Diözese Janauba, die Ribeiro von 2007 bis 2014 leitete, hatte es Skandale gegeben. [...] Zudem soll Ribeiro damals Minderjährige im Bischofshaus habe wohnen lassen. Diese betätigten sich während der Messen als Taschendiebe, wie ein Video belegt. [...]
Da fragt man sich, wie so jemand Bischof werden konnte. :hmm:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 20. März 2018, 13:05

wie konnte z.B.Em.Groer Erzbischof von Wien werden?

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Mittwoch 21. März 2018, 11:40

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 20. März 2018, 13:05
wie konnte z.B.Em.Groer Erzbischof von Wien werden?
nun, das ist wohl eine lange Geschichte.

bittschön:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hermann_Gro%C3%ABr
bassd.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 21. März 2018, 11:51

mir ist die Geschichte wie Herr Groer Erzbischof wurde gut bekannt es war eine rethorische Frage
diese Geschichte ist so skurril daß sie von diesem Herrn stammen könnte
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_von ... ky-Orlando
(einer meiner lieblings Autoren)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Donnerstag 22. März 2018, 13:42

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Sascha B. » Donnerstag 22. März 2018, 19:16

Nach mehreren Finanzskandalen droht in der katholischen Kirche ein erbitterter Streit ums Geld. Das Erzbistum München und Freising, das sein Vermögen mit ärmeren Bistümern teilt, verlangt von den Empfängern mehr Transparenz. "Der Finanzausgleich hat zur Voraussetzung, dass wir eine Vergleichbarkeit haben", sagte Peter Beer, der Generalvikar des Erzbistums, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung und dem WDR. "Vergleichbarkeit habe ich nur durch eine entsprechende Offenlegung, und dann kann man darüber diskutieren, wie man die vorhandenen Mittel verteilt."

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fin ... -1.3916660
Scheinbar muss Bayern auch im katholischen Bereich die Deutschen durchfüttern. :D
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Raphael » Freitag 23. März 2018, 07:30

Anzeige gegen Hanke in Rom eingereicht

Nachtigall, ick hör Dir trapsen .....................
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 23. März 2018, 09:39

eine Prüfung durch die Vorgesetzten in so einem Fall ist immer angeraten
warum das nicht schon längst geschehen ist ist die Frage

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Freitag 23. März 2018, 14:14

Raphael hat geschrieben:
Freitag 23. März 2018, 07:30
Anzeige gegen Hanke in Rom eingereicht

Nachtigall, ick hör Dir trapsen .....................
Ich vermute mal, dass die gleichen Vertreter des hier anzeigeerstattenden Seniorenclübchens Zeter und Mordio schreien würden, wenn sie irgendjemand wegen liturgischer Missbräuche oder häretischer Aussagen anzeigen würde.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Freitag 23. März 2018, 14:28

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 23. März 2018, 14:33

das gab es doch nur jetzt unter diesem Papst funktioniert das nicht mehr die Beschwerdebriefe werden postwendend an den Ortsbischof geschickt
ich denke der Bischof hat nichts zu fürchten jetzt ist ja alles in Ordnung

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Freitag 23. März 2018, 14:40

Dass da im Ergebnis nichts rauskommen wird, glaube ich auch. Ich finde es nur faszinierend, dass gerade die Vertreter von WsK, die sonst gegen jeglichen römischen Zentralismus und für eine "Kirche von Unten" sind, plötzlich Rom entdecken, wenn es ihnen gerade mal in den Kram passt. Und die Medien berichten ja ohnehin über jede kleine Blähung, die dieser völlig unbedeutende Verein von sich gibt, mit riesigen Artikeln. Wahrscheinlich kommt das heute Abend auch noch in der Tagesschau als Nachricht.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 23. März 2018, 15:10

dieser Verein hat so viel oder so wenig Bedeutung wie andere Vereine wie das Forum deutscher Katholiken

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