Fragen zum außerordentlichen Kommunionspender

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Knecht Ruprecht
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Laien als Kommunionhelfer

Beitrag von Knecht Ruprecht » Freitag 23. April 2004, 20:15

Ich habe gerade einen kurzen Nachrichtenausschnitt gesehen, ARD oder ZDF, wo eine Runde, darunter hab ich auch einen schwarzen Kardinal gesehen, wohl beschliossen haben soll, dass die Kommunion zukünftig nur noch durch Priester ausgeteilt werden soll. :freude:

Ich glaube, der Heilige Geist bedient sicher meiner Gedanken und gibt sie den Kardinälen weiter :roll:

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Juergen
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Re: Kommunionausteilung nur noch durch Priester

Beitrag von Juergen » Freitag 23. April 2004, 20:20

Kordian hat geschrieben:Ich habe gerade einen kurzen Nachrichtenausschnitt gesehen, ARD oder ZDF, wo eine Runde, darunter hab ich auch einen schwarzen Kardinal gesehen, wohl beschliossen haben soll, dass die Kommunion zukünftig nur noch durch Priester ausgeteilt werden soll.
Glaub nicht alles, was Du in den Nachrichten hörst.
Gruß
Jürgen

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Knecht Ruprecht
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Re: Kommunionausteilung nur noch durch Priester

Beitrag von Knecht Ruprecht » Freitag 23. April 2004, 20:21

Juergen hat geschrieben:
Kordian hat geschrieben:Ich habe gerade einen kurzen Nachrichtenausschnitt gesehen, ARD oder ZDF, wo eine Runde, darunter hab ich auch einen schwarzen Kardinal gesehen, wohl beschliossen haben soll, dass die Kommunion zukünftig nur noch durch Priester ausgeteilt werden soll.
Glaub nicht alles, was Du in den Nachrichten hörst.
Warum? Hört sich doch gut an. :mrgreen:

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Juergen
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Re: Kommunionausteilung nur noch durch Priester

Beitrag von Juergen » Freitag 23. April 2004, 20:54

Kordian hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Kordian hat geschrieben:Ich habe gerade einen kurzen Nachrichtenausschnitt gesehen, ARD oder ZDF, wo eine Runde, darunter hab ich auch einen schwarzen Kardinal gesehen, wohl beschliossen haben soll, dass die Kommunion zukünftig nur noch durch Priester ausgeteilt werden soll.
Glaub nicht alles, was Du in den Nachrichten hörst.
Warum? Hört sich doch gut an. :mrgreen:
Weil selber lesen bildet.
Gruß
Jürgen

max72
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Beitrag von max72 » Freitag 23. April 2004, 20:55

Ist doch offensichtlich wo das herkommt:

2. Die Spendung der heiligen Kommunion

88. Die Gläubigen sollen die sakramentale eucharistische Kommunion gewöhnlich während der Messe und zu dem im Ritus der Feier vorgeschriebenen Zeitpunkt empfangen, also direkt nach der Kommunion des zelebrierenden Priesters.[172] Es obliegt dem zelebrierenden Priester, eventuell unter Mithilfe anderer Priester oder Diakone, die Kommunion auszuteilen; er darf die Messe nicht fortsetzen, bevor die Kommunion der Gläubigen beendet ist. Nur dort, wo eine Notlage es erfordert, können außerordentliche Spender dem zelebrierenden Priester nach Maßgabe des Rechts helfen
Redemptionis Sacramentum

Und es ist typisch fuer die Medien, ein kleines Detail rauszusuchen wo alle entsetzt sagen "wie koennen die [Punkt]", obwohl es wohl noch nicht mal richtig berichtet wurde. Anstatt den Zweck des Gesamtdokumentes objektiv zu erwaehnen...

Max
Zuletzt geändert von max72 am Freitag 23. April 2004, 21:12, insgesamt 2-mal geändert.

Cicero
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Beitrag von Cicero » Freitag 23. April 2004, 21:05

max72 hat geschrieben:Anstatt den Zweck des Gesamtdokumentes objektiv zu erwaehnen...
Geht doch gar nicht.

1. Lesen die ohnehin linksgerichteten ARD Journalisten jeden Text aus Rom durch die "Kirche ist eh' doof"-Brille

2. Wenn die Meldung (beinahe) schneller auf dem Markt ist, als das Dokument, was soll dabei schon herauskommen?

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Freitag 23. April 2004, 21:07

___
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Edith
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Beitrag von Edith » Sonnabend 24. April 2004, 09:09

Ich werde mich umstellen müssen.
Ich lese gerade, daß es mir nicht erlaubt ist, die Hostie selbst in den Kelch zu tauchen (bisher eine Selbstverständlichkeit im Gottesdienst der engl-sprachigen Gemeinde in München). :kratz:

Macht aber nix, dann trike ich eben direkt aus dem Kelch, der mir von einem Kommunionhelfer gereicht wird. :ja: Ist mir eh lieber.... :)

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Ermi
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Titel

Beitrag von Ermi » Sonntag 25. April 2004, 11:03

Meist ist da ein Wunschdenken dahinter, daß die Kommunionausteilung durch den Priester würdiger ist. Wenn ein Bischof die Kommunion austeilt, dann lauft natürlich ein Teil nur zum Bischof. Im Hinterkopf steckt, die Hände von geweihten Personen ist wichtiger, als der Herr, der in der Kommunion zu den Menschen kommen will. :kratz:
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cathol01
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Beitrag von cathol01 » Sonntag 25. April 2004, 12:58

Wie ist das mit dem opus operatum vs. opus operantis? Leib Christi ist Leib Christi, egal ob er von einem Bischof, einem Priester, einem Diakon oder einer beauftragten Akolythin ausgeteilt wird.
"Das Wahre ist nicht sicherer als das Wahrscheinliche."
(Diogenes Laërcius)

Anastasis

Beitrag von Anastasis » Sonntag 25. April 2004, 12:59

Meist ist da ein Wunschdenken dahinter, daß die Kommunionausteilung durch den Priester würdiger ist.
Ich kenne viele Kommunionhelfer, die die Kommunion sehr, sehr achtsam und ehrfürchtig, ja liebevoll austeilen - und leider viele Priester, die einem die Hostie hastig und desinteressiert in die Hand drücken, als wär's ein Zweieurostück. Beides gibt's auf beiden Seiten.
Die Amtsgnade allein scheint es also auch nicht zu machen...

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Sonntag 25. April 2004, 13:10

cathol01 hat geschrieben:Wie ist das mit dem opus operatum vs. opus operantis? Leib Christi ist Leib Christi, egal ob er von einem Bischof, einem Priester, einem Diakon oder einer beauftragten Akolythin ausgeteilt wird.
Also ich gehe immer zu der höhsten Instanz vor Ort. Auch wenn die Schlange dann länger sein sollte, als bei der niedrigeren Alternative.

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cathol01
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Beitrag von cathol01 » Sonntag 25. April 2004, 14:54

Kordian hat geschrieben:Also ich gehe immer zu der höhsten Instanz vor Ort. Auch wenn die Schlange dann länger sein sollte, als bei der niedrigeren Alternative.
Und wieso? Hast du ein falsches Sakramentenverständnis?
"Das Wahre ist nicht sicherer als das Wahrscheinliche."
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max72
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Beitrag von max72 » Sonntag 25. April 2004, 17:43

Bei uns gibt es die schoene Sitte, dass Nichtkatholiken vom Priester gesegnet werden koennen, indem sie als Zeichen eine Hand auf die Schulter legen. Das wird von vielen wahrgenommen. Das wuerde aber nicht gehen, wenn hier auch Kommunionhelfer austeilen wuerden.

Gruss

Max

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Beitrag von Dr. Dirk » Sonntag 25. April 2004, 17:48

Hmm, Kinder werden ja auch gesegnet. Kommunionhelfer können das auch und manche glauben vielleicht sogar, es wäre das gleiche, wie wenn ein Priester segnet...

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 25. April 2004, 18:03

Max hat geschrieben:»Bei uns gibt es die schoene Sitte, dass Nichtkatholiken vom Priester gesegnet werden koennen, indem sie als Zeichen eine Hand auf die Schulter legen. Das wird von vielen wahrgenommen. Das wuerde aber nicht gehen, wenn hier auch Kommunionhelfer austeilen wuerden.«
Ketelhohn (vor ein paar Monaten in diesem Forum) hat geschrieben:»Wenn etwa der Pfarrer die Messe zelebriert und auch noch der Kaplan dabei ist – und ungefähr die Funktion des Diakons übernimmt –, dann kann ich nicht einsehen, was dabei noch ein oder gar zwei Kommunionhelfer sollen. Nur damit die Kommunionausteilung drei Minuten schneller geht?

Ich möchte meine kleinen Kinder, die die Kommunion noch nicht empfangen dürfen, vorn vom Priester segnen lassen, nicht von einem Laien. Meine Frau, die als Orthodoxe gleichfalls nicht kommunizieren darf, tut sich aus demselben Grund schwer damit, zur Segnung nach vorn zu gehen. An eine Kommunionhelferin will sie nicht geraten.

Neulich zog ich sie mit, um dann – fünf Meter vor den Stufen den Kopf reckend, denn anders kann man aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht erkennen, wer am Ende der Schlange die Kommunion austeilt – zu erkennen, daß wir doch wieder ans falsche Ende geraten waren. Es war recht auffällig, wie ich mit Frau und Kindern kehrt machte und ganz außen hinten um die Kirchenbänke herum zur andern Schlange zog.«
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cathol01
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Beitrag von cathol01 » Sonntag 25. April 2004, 18:21

Was gibt es aber Probleme...
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Clown
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Beitrag von Clown » Sonntag 25. April 2004, 21:15

Ich möchte meine kleinen Kinder, die die Kommunion noch nicht empfangen dürfen, vorn vom Priester segnen lassen, nicht von einem Laien.
Ist es solange der Mensch aufrichtig und ehrlich segnet nicht egal ob er Priester oder Laie ist?
Wer sich nicht bewegt, spürt seine Ketten nicht.

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Linus
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Beitrag von Linus » Sonntag 25. April 2004, 21:55

Nein
Augrund der Nähe des zu Segenspendenden Priesters mit der Eucharistie ("Diese Hände haben IHN während der Wandlung berührt, so sollen sie mich auch berühren.") ist es ein qualitativer unterschied.

Weiters gilt: je näher eine Sakramentalie (und das ist ein Segen, vor allem in der Eucharistiefeier) einem Sakrament zugeordnet werden kann, umso mehr ist sie einem Geweihten vorbehalten.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Juergen
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Beitrag von Juergen » Sonntag 25. April 2004, 22:21

Linus hat geschrieben:Nein
Augrund der Nähe des zu Segenspendenden Priesters mit der Eucharistie ("Diese Hände haben IHN während der Wandlung berührt, so sollen sie mich auch berühren.") ist es ein qualitativer unterschied.
Dann darfst Du dich aber nicht vom Priester in einer Messe des "alten Ritus" segnen lassen. Dich achten nämlich peinlich genau darauf, daß die Teile der Hand (Daumen und Zeigefinger), die den Leib des Herrn berührt haben immer schön zusammenliegen, damit nicht ein Partikel, der möglicherweise dran haftet, herunterfällt.
Da wirst Du dann mit dem Mittelfinger gesegnet.

Also nix mit: Diese Finger haben IHN während der Wandlung berührt, so sollen sie mich auch berühren.
Gruß
Jürgen

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 25. April 2004, 22:39

Clown hat geschrieben:
Ich möchte meine kleinen Kinder, die die Kommunion noch nicht empfangen dürfen, vorn vom Priester segnen lassen, nicht von einem Laien.
Ist es solange der Mensch aufrichtig und ehrlich segnet nicht egal ob er Priester oder Laie ist?
Ich habe meine Kinder zum Beispiel gerade selber zum Schlafengehen gesegnet. Prinzipiell können Laien also natürlich segnen. Allerdings bin auch ich als Vater für meine Kinder nicht einfach irgendein Laie.

Aber der priesterliche Segen, und zumal in der Messe, ist durchaus noch etwas anderes. Linus hat’s oben schon gesagt.
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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Sonntag 25. April 2004, 23:56

cathol01 hat geschrieben:
Kordian hat geschrieben:Also ich gehe immer zu der höhsten Instanz vor Ort. Auch wenn die Schlange dann länger sein sollte, als bei der niedrigeren Alternative.
Und wieso? Hast du ein falsches Sakramentenverständnis?

Ich hab gar kein Sakramentverständnis, so wie ich kein Messeverständnis habe. Ich setzt mich immer so weit vorne wie möglich hin, damit ich alles gut sehen und hören kann, natürlich mit Blick zu den anderen, damit ich nicht der einzige bin, der sitzen bleibt oder sich nicht hinkniet und wenn es zum Akt der Kommunion kommt, möchte ich diese vom höhsten Representant vor Ort bekommen.

Marlene
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Beitrag von Marlene » Montag 26. April 2004, 09:25

Kordian hat geschrieben: wenn es zum Akt der Kommunion kommt, möchte ich diese vom höhsten Representant vor Ort bekommen.

Warum??? :kratz:

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Montag 26. April 2004, 09:45

Marlene hat geschrieben:
Kordian hat geschrieben: wenn es zum Akt der Kommunion kommt, möchte ich diese vom höhsten Representant vor Ort bekommen.

Warum??? :kratz:

Einfach so. Wenn ich in eine Arztpraxis gehe, dann lass ich mir auch einen Termin beim höheren Arzt geben, wenn es z.B. die Alternative zwischen einem Prof und einem Dr. gibt, dann will ich zum Prof, auch wenn ich länger warten muss.

Edith
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Beitrag von Edith » Montag 26. April 2004, 09:48

Kordian hat geschrieben:
Marlene hat geschrieben:
Kordian hat geschrieben: wenn es zum Akt der Kommunion kommt, möchte ich diese vom höhsten Representant vor Ort bekommen.

Warum??? :kratz:

Einfach so. Wenn ich in eine Arztpraxis gehe, dann lass ich mir auch einen Termin beim höheren Arzt geben, wenn es z.B. die Alternative zwischen einem Prof und einem Dr. gibt, dann will ich zum Prof, auch wenn ich länger warten muss.
Kordian sagte es selber: "Ich hab gar kein Sakramentverständnis, so wie ich kein Messeverständnis habe."

Deine Offenheit finde ich erfrischend. :mrgreen:

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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 26. April 2004, 09:51

Juergen hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Nein
Also nix mit: Diese Finger haben IHN während der Wandlung berührt, so sollen sie mich auch berühren.
ich weiss, meinte auch "Finger im Sinn von Hand".
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Ermi
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Beitrag von Ermi » Dienstag 27. April 2004, 09:38

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Clown hat geschrieben:
Ich möchte meine kleinen Kinder, die die Kommunion noch nicht empfangen dürfen, vorn vom Priester segnen lassen, nicht von einem Laien.
Ist es solange der Mensch aufrichtig und ehrlich segnet nicht egal ob er Priester oder Laie ist?
Ich habe meine Kinder zum Beispiel gerade selber zum Schlafengehen gesegnet. Prinzipiell können Laien also natürlich segnen. Allerdings bin auch ich als Vater für meine Kinder nicht einfach irgendein Laie.

Aber der priesterliche Segen, und zumal in der Messe, ist durchaus noch etwas anderes. Linus hat’s oben schon gesagt.
Der Kommunionhelfer ist auch nicht irgendein Laie, sondern ein <Beauftragter> des Bischofs einer Diözese. Christus segnet durch den Menschen, (Priester/ Kommunionhelfer), oder ist der Segen am Sacerdon einer Person gebunden?
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Wise Guy
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Beitrag von Wise Guy » Dienstag 27. April 2004, 10:54

In der Eucharistie begegne ich Christus und nicht einem Kommunionhelfer. Ich finde dass ist schon frech und verachtend, in der Messe demonstrativ die Reihe zu wechseln.
Da wird hier groß über die Würde der Eucharistie geschrieben, Liebe zu Gott usw. und dann wird beim Liebesmahl Christi so ein "Sch..." gemacht.
Da werde ich wirklich zornig.
Meine Mutter ist Kommuniohelferin, die diese Aufgabe mit großer Hingabe und Ehrfurcht ausübt und für die ist das jedesmal ein echter Schlag in´s Gesicht, wenn ein "Superfrommer" die Reihe wechselt.

Ich halte mir doch auch nicht die Ohren zu, wenn ein Laie eine biblische Lesung vorträgt.

und zu Linus: gehst du auch am Freitag den 13. nicht vor die Tür?
das mit den Händen, die die Eucharistie berührt haben und deshalb besser segnen können, das ich ECHTER ABERGLAUBE
Es ist nicht so wichtig etwas über Gott zu wissen, sondern ihn zu kennen. (Rahner)

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Amigo
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Beitrag von Amigo » Dienstag 27. April 2004, 11:42

Wise Guy hat geschrieben:Da wird hier groß über die Würde der Eucharistie geschrieben, Liebe zu Gott usw. und dann wird beim Liebesmahl Christi so ein "Sch..." gemacht
Kleine Anmerkung: Die Kommunion ist das Herrenmahl, das Opfermahl. Das Liebesmahl ist die Agape, jedenfalls wenn man's genau nimmt. Damit will ich nicht die Lieblosigkeit des Kommunionempfangs behaupten. Ich gehöre zu jenen, die sich immer mal wieder dabei ertappen, fast die Seite gewechselt zu haben... vor allem dann, wenn ich an einen Laienkommunionhelfer gerate, von dessen "Eucharistieverständnis" das meine recht weit abweicht, der gelegentlich andere Worte als "Der Leib Christi" bei der Ausspendung verwendet, und dessen Einsatz eigentlich nicht von den Rubriken gedeckt ist. Denn tatsächlich sollen wir die Eucharistie aus der Hand geweihter Personen empfangen (nicht die Hand oder ihre Funktion bei der Wandlung, sondern das "geweiht" ist hier maßgeblich) - die Laien-Kommunionspender üben ihr Amt nicht regulär, sondern nur "in Notfällen" aus.
Meine Mutter ist Kommuniohelferin, die diese Aufgabe mit großer Hingabe und Ehrfurcht ausübt und für die ist das jedesmal ein echter Schlag in´s Gesicht, wenn ein "Superfrommer" die Reihe wechselt.
Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber mal ehrlich: Warum stört sie das? Aus einer liturgisch-religiösen Motivation heraus? Oder aus persönlichem Stolz über ein priesterliches Amt, an dem sie aufgrund eines Notfalls (oder aber regelwidrig!) mitarbeitet?

Wise Guy
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Beitrag von Wise Guy » Dienstag 27. April 2004, 12:07

Amigo hat geschrieben: Ich gehöre zu jenen, die sich immer mal wieder dabei ertappen, fast die Seite gewechselt zu haben... vor allem dann, wenn ich an einen Laienkommunionhelfer gerate, von dessen "Eucharistieverständnis" das meine recht weit abweicht, der gelegentlich andere Worte als "Der Leib Christi" bei der Ausspendung verwendet, und dessen Einsatz eigentlich nicht von den Rubriken gedeckt ist. Denn tatsächlich sollen wir die Eucharistie aus der Hand geweihter Personen empfangen (nicht die Hand oder ihre Funktion bei der Wandlung, sondern das "geweiht" ist hier maßgeblich) - die Laien-Kommunionspender üben ihr Amt nicht regulär, sondern nur "in Notfällen" aus.
Die Kommuniohelfer "arbeiten" mit bischöflicher Erlaubnis, daher also nicht regelwidrig, sie sind außerordentliche aber nicht unordentliche :) Spender der Kommunion.
Das mir jemand die Kommunion mit einem anderen Satz als "Der Leib Christi" reicht habe ich noch nie erlebt. Na ich bin auch in Köln, und hier ist ja alles in Ordnung, schließlich ist Kard. Meisner Vorsitzender der Liturgiekommission.
Aber selbst wenn, kommt es bei der Sakramentspendung im allgemeinen und der Kommunionausteilung im speziellen nicht auf die Gesinnung an, (das ist schon oft betont worden, gerade im Zusammenhang von Priestern die durch Messe hecheln als wäre der Leibhaftige hinter ihnen her). Also beim Kommunionempfang ist mir die Gesinnung egal, wenn es derjenige, der sie mir reicht, es mit Liebe und Ehrfurcht tut.
Amigo hat geschrieben:
Meine Mutter ist Kommuniohelferin, die diese Aufgabe mit großer Hingabe und Ehrfurcht ausübt und für die ist das jedesmal ein echter Schlag in´s Gesicht, wenn ein "Superfrommer" die Reihe wechselt.
Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber mal ehrlich: Warum stört sie das? Aus einer liturgisch-religiösen Motivation heraus? Oder aus persönlichem Stolz über ein priesterliches Amt, an dem sie aufgrund eines Notfalls (oder aber regelwidrig!) mitarbeitet?

Kannst du das echt nicht verstehen? Wenn du etwas schönes und wertvolles tust (mit Erlaubnis des Pfarrers und des Bischofs) und ein anderer demonstrativ zum Ausdruck bringt, dass du es nicht wert bist es zu tun, findest nicht, dass das ein echter Tiefschlag ist?
Es ist nicht so wichtig etwas über Gott zu wissen, sondern ihn zu kennen. (Rahner)

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Beitrag von Amigo » Dienstag 27. April 2004, 12:43

Wise Guy hat geschrieben:Die Kommuniohelfer "arbeiten" mit bischöflicher Erlaubnis, daher also nicht regelwidrig, sie sind außerordentliche aber nicht unordentliche :) Spender der Kommunion.
Gut gesagt. :) Bedenke aber: Auch der Bischof kann nur erlauben, was in seiner Macht steht (z.B. Handkommunion oder Ministrantinnen). Er kann z.B. nicht verfügen, dass die Kommunion generell statt vom Priester von Laien gespendet werden soll. Die Verfügungsgrenze hier lautet eben: "Wenn es ferner echte Notsituationen erfordern, kann nach Maßgabe des Rechts vom Diözesanbischof auch ein anderer christgläubiger Laie ad actum oder ad tempus als außerordentlicher Spender beauftragt werden..." (Redemptionis Sacramentum §155) Der Notfall wird typischerweise bei "Massenandrang" wie Weihnachten, Ostern, Erstkommunion etc. anzunehmen sein, wo sämtliche anwesenden Priester eine halbe Stunde lang mit Kommunionspenden beschäftigt wären. Der Notfall ist NICHT gegeben, wenn fünfzig Kommunikanten anwesend sind, und kann NICHT damit begründet werden, dass den Laien eine "optische Präsenz im Presbyterium" zugestanden werden soll.
Amigo hat geschrieben:
Meine Mutter ist Kommuniohelferin, die diese Aufgabe mit großer Hingabe und Ehrfurcht ausübt und für die ist das jedesmal ein echter Schlag in´s Gesicht, wenn ein "Superfrommer" die Reihe wechselt.
Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber mal ehrlich: Warum stört sie das? Aus einer liturgisch-religiösen Motivation heraus? Oder aus persönlichem Stolz über ein priesterliches Amt, an dem sie aufgrund eines Notfalls (oder aber regelwidrig!) mitarbeitet?
Kannst du das echt nicht verstehen? Wenn du etwas schönes und wertvolles tust (mit Erlaubnis des Pfarrers und des Bischofs) und ein anderer demonstrativ zum Ausdruck bringt, dass du es nicht wert bist es zu tun, findest nicht, dass das ein echter Tiefschlag ist?
Klar kann ich das verstehen. Ich halte es eben für ein (verständliches!) Mißverständnis, es auf sich persönlich zu beziehen. Es geht dem seitenwechselnden Kommunikaten im besten Fall nicht darum, dass deine Mutter "es nicht wert ist", sondern darum, dass der Priester der Priester ist. Es ist keine Geringschätzung des außerordentlichen Kommunionspenders, sondern eine Höherschätzung des Priesters. Das macht das "Seitenwechseln" nicht besser, aber es ist doch keine implizite Beleidigung des a.o. Kommunionspenders. Wie gesagt, im besten Fall.

Im schlechtesten Fall ist es "liturgische Arroganz" des Kommunikanten. Dagegen ist kein Kraut gewachsen.

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Beitrag von Engele » Dienstag 27. April 2004, 20:40

Kordian hat geschrieben: Ich hab gar kein Sakramentverständnis, so wie ich kein Messeverständnis habe. Ich setzt mich immer so weit vorne wie möglich hin, damit ich alles gut sehen und hören kann, natürlich mit Blick zu den anderen, damit ich nicht der einzige bin, der sitzen bleibt oder sich nicht hinkniet und wenn es zum Akt der Kommunion kommt, möchte ich diese vom höhsten Representant vor Ort bekommen.
Und ich habe wenig bis gar kein Verständnis für Menschen, die mit ihrem Nicht-Verständnis und Nicht-Wissen auch noch protzen, statt sich Wissen und Verständnis anzueignen. :motz:

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