"Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

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umusungu
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von umusungu » Montag 23. März 2015, 18:16

Yeti hat geschrieben: Wart's mal ab. Du scheinst noch "volkskirchliche" Verhältnisse im verflossenen Sozialstaat gewöhnt zu sein. Wenn die Kindergärten erst mal "Daniel-Cohn-Bendit-Sonnenblumenwiese" oder so ähnlich heißen, wird dir dein offiziöses Beamtenkirchentum wie Wachs aus der Birne fließen.
Dieser Wachs scheint Deine Birne zu füllen.

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Raphael
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Raphael » Montag 23. März 2015, 18:55

umusungu hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben: Wart's mal ab. Du scheinst noch "volkskirchliche" Verhältnisse im verflossenen Sozialstaat gewöhnt zu sein. Wenn die Kindergärten erst mal "Daniel-Cohn-Bendit-Sonnenblumenwiese" oder so ähnlich heißen, wird dir dein offiziöses Beamtenkirchentum wie Wachs aus der Birne fließen.
Dieser Wachs scheint Deine Birne zu füllen.
Dein Beitrag strotzt ja nur so vor Nettigkeit! :regel:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Fragesteller
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Fragesteller » Montag 23. März 2015, 18:58

Auch nicht mehr als Yetis.

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Raphael
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Raphael » Montag 23. März 2015, 19:06

Fragesteller hat geschrieben:Auch nicht mehr als Yetis.
Wo wird in Yetis Beitrag umusungu persönlich verunglimpft? :detektiv:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

iustus
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von iustus » Montag 23. März 2015, 19:26

Maurus hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Nur weil es in dieser Ortschaft einen Josefsverein (mit welcher Zielsetzung?) gibt, muss es doch noch keinen Kindergarten St. Josef geben.
Aufregungslevel = Null
Du kapierst es vermutlich erst, wenn dir der Gemeinderat die Kirche zusperrt - "nicht mehr zeitgemäß".
:D Das kann bei umus Kirche nicht passieren. Die ist garantiert vom Gemeindehaus nicht zu unterschieden und damit bestens getarnt. Stühle ohne Kniebänke, an der Seite oder in der Mitte ein Tisch, vielleicht auch Vorhänge und Teppich ... Umu ist immer zeitgemäß. Quasi von der Zeit nicht zu unterscheiden.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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DarPius
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von DarPius » Dienstag 24. März 2015, 01:24

Vir Probatus hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:Laien und außerdem Häretiker sollen "Fastenpredigten" halten:
Norddeutsche Bischöfe tauschen Kanzeln
Werter Mit-Forant Gamaliel, woran nimmst Du Anstoß? Das ein evangelischer "Bischof" in einer katholischen Kirche predigt? Dieser "Bischof" ist nach katholischer Sicht wahrlich ein Laie - aber wohl auch nach seiner eigenen.
Er ist aber immerhin Leiter einer großen evangelischen Kirche - sorry, evangelischen Gemeinschaft.
Mit dieser Gemeinschaft steht die katholische Kirche in engem Kontakt - in einem geschwisterlichen Verhältnis.
Worin soll nun die ungeheuerliche schlimme Tat bestehen? Etwa darin, dass ein katholischer Bischof eine "Ketzer-Kanzel" besteigt?

Ich denke, aus diesem Denken und Handeln sind wir mittlerweile befreit.
Ich befürchte allerdings, dass das bei Dir als Modernismus verpönt ist.
Wir sind davon befreit, aber die FSSPX sieht das ganz anders. Für die sind Evangelen eben noch, wie man in meiner Kind sagte, "Heidenkinder".
Die würden am liebsten wohl die Schulhöfe noch in zwei Bereiche aufteilen.
Ja klar. Ihr seid von allem befreit. Die Früchte sieht man an jeder Ecke in diesem Land.

Mit Recht. Was war/ist daran verkehrt?

Der Heilige JPII hatte als Kind in Wadowice mit jüdischen Freunden Fußball gespielt. Gebetet und gelernt hat man zum Teil separat.
Ich hätte auch nichts dagegen, dass christliche Kinder in der Schule nicht mit mohamedanischen/evangelischen in eine Klasse gehen würden.
Der gemeinsame "Religionsunterricht" bis zur 4 Klasse ist schon eine Farce. Da sieht man, dass da alles mit der Weitergabe vom Glauben so ziemlich schief läuft.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 24. März 2015, 08:26

Wo ist denn der gemeinsame Religionsunterricht in den ersten vier Klassen üblich?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von DarPius » Dienstag 24. März 2015, 11:53

Ist zwar nicht unsere Schule, allerdings "so funktioniert's"
http://www.oss-waldenbuch.de/grundschul ... n-1-und-2/

Die Schuleinführung bestand darin, dass man die Kids samt uns in eine evangelische Turnhalle zusammentrieb, wobei der Pastor und der "katholische" Pfarrer eine Puppe etwas geschüttelt haben. Das alles mit einer "tollen" Kinderstimme. Ich habe mich nur fremd geschämt. Nicht mal ein gemeinsames "Vater Unser". Fürchterlich.
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umusungu
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von umusungu » Dienstag 24. März 2015, 13:02

iustus hat geschrieben:Das kann bei umus Kirche nicht passieren. Die ist garantiert vom Gemeindehaus nicht zu unterschieden und damit bestens getarnt. Stühle ohne Kniebänke, an der Seite oder in der Mitte ein Tisch, vielleicht auch Vorhänge und Teppich ... Umu ist immer zeitgemäß. Quasi von der Zeit nicht zu unterscheiden.
Deine Menschenfreundlichkeit ist unübertroffen!

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Niels
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Niels » Dienstag 24. März 2015, 13:22

Wer im Glashaus sitzt, werfe den ersten Stein... oder so ähnlich... :patsch:

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Siard
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Siard » Dienstag 24. März 2015, 16:32

Niels hat geschrieben:Wer im Glashaus sitzt, werfe den ersten Stein... oder so ähnlich... :patsch:
:kugel:
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Yeti
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Yeti » Dienstag 24. März 2015, 20:23

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Wo ist denn der gemeinsame Religionsunterricht in den ersten vier Klassen üblich?
Siehe hier:
Bremen, Berlin und Brandenburg, in denen der Religionsunterricht kein ordentliches Schulfach ist, markieren nur die eine Seite. In anderen Bundesländern ist Raum für die unterschiedlichsten Modelle, in denen die Eigenheiten der Schulformen, der Kirchen und der Bildungspolitik des Landes zum Ausdruck kommen. So gibt es in Hamburg den „Religionsunterricht für alle", in dem - getragen in evangelischer Verantwortung und mitgestaltet durch Buddhisten, Juden und Muslime - alle Kinder und Jugendlichen ungeachtet ihrer jeweiligen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen gemeinsam unterrichtet werden. Der katholische Religionsunterricht erfolgt hier dagegen in konfessionellen Gruppen, aufgrund der Diasporasituation allerdings in verschiedenen Organisationsformen, zum Beispiel in jahrgangs- und klassenübergreifenden Gruppen oder als Sammelunterricht am Nachmittag.
Hessen und Niedersachsen wiederum arbeiten mit verschiedenen Modellen eines sogenannten konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts. Dabei handelt es sich um einen von katholischer und evangelischer Kirche gemeinsam verantworteten Religionsunterricht, in dem die Schüler beider Bekenntnisse gemeinsam unterrichtet werden. In Bayern und Baden-Württemberg wird Religion in konfessionell weitgehend geschlossenen Gruppen erteilt, wie es der bisher gängigen Vorstellung entsprach.
Für Baden-Württemberg, also für das Erzbistum Freiburg und Rottenburg-Stuttgart, gibt es einen Kooperationsversuch der kath. Bistümer und der evang. Landeskirchen mit einem eigenen Lehrplan; Rottenburg-Stuttgart hat das mit der Württembergisches Landeskirche durchgeführt. Soweit die offizielle Seite. Weit öfter aber wird in bestimmten Schulformen und Schularten z.B. in Rheinland-Pfalz und Hessen einfach Religion unterrichtet, egal von wem (ev. oder kath. Lehrkraft), zumindest bis zur Sekundarstufe I. (die Sekundarstufe II aber ist außen vor, weil z.B. das Zentralabitur konfessionelle Themen verpflichtend vorgibt). Das wissen die Schulabteilungen der Bistümer auch und wehren sich nicht allzusehr dagegen, weil sie fürchten, sie hätten dann noch weniger Einfluss auf die Ermöglichung des Religionsunterrichts in den Schulen. Das nennt man dann "wir bleiben im Dialog". Fakt ist, dass viele Schulleiter, gerade von größeren Schulen (z.B. Berufsschulen, die oft spielend eine Schülerzahl von über 5.000 erreichen), als allererstes den Reliunterricht ganz kippen, egal welcher Konfession, wenn es stundenplanmäßige Kollisionen mit anderen Fächern gibt. Zitat einer Schulleiterin: "Ich kann Eltern von Schülern, bei denen der Matheunterricht wegen einer fehlenden Lehrkraft ausfällt, nicht erklären, dass dafür die Unterrichtsversorgung im Fach Religion gesichert ist." Der für die Schulen zuständige Kirchenmann saß dabei und sagte - nichts. Das Fach Religion ist das einzige Fach, welches im Grundgesetz für die Schulen vorgeschrieben ist - und hat scheinbar die schlechteste Lobby. Man kann von Glück reden, wenn man einen Schulleiter hat, dem das Fach Religion am Herzen liegt. Aber das gibt es Gott sei Dank auch.
#gottmensch statt #gutmensch

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Maurus
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Maurus » Dienstag 24. März 2015, 20:48

umusungu hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Du kapierst es vermutlich erst, wenn dir der Gemeinderat die Kirche zusperrt - "nicht mehr zeitgemäß".
Ich weiß zwar nicht, was ich in Deinen Augen kapieren soll ...... in meiner Umgebung hat kein kommunaler Kindergarten einen "frommen Namen" - und noch nie gehabt.
Erstens ist es nicht besonders überzeugend, die Gegebenheiten der eigenen Umwelt für normativ zu halten und zweitens war das Problem nicht, dass ein Kindergarten keinen kirchlichen Namenspatron bekommen soll, sondern dass ein solches Ansinnen mit der Begründung "nicht mehr zeitgemäß" zurückgewiesen wurde. Dieses Diktum, werter Umusungu lässt sich früher oder später auch auf Dinge anwenden, die Du vermissen würdest.

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umusungu
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von umusungu » Dienstag 24. März 2015, 21:00

Ein Gemeinderat folgt der Einstellung einer Hort-Leitung; denn auch die Hortleitung lehnte offenbar die Bezeichnung ab: "Die Namensgebung St. Josef ist heute nicht mehr zeitgemäß", so ihre Begründung.
Das mag die Dame so denken und auch sagen. Das mag auch der Gemeinderat so beschließen.
Es ist aber nicht der Untergang Bayerns, auch nicht der Niedergang Deutschlands - und schon garnicht der Abgesang der katholischen Kirche.
In meiner evangelisch geprägten Heimat wäre schon vor 60 Jahren der Name "St. Marien" für einen kommunalen Kindergarten nicht durchgegangen - trotz einer Marien-Kirche am Ort.

Ich weiß also nicht, worüber sich hier weiterhin aufgeregt wird.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Maurus » Dienstag 24. März 2015, 21:08

umusungu hat geschrieben:Ein Gemeinderat folgt der Einstellung einer Hort-Leitung; denn auch die Hortleitung lehnte offenbar die Bezeichnung ab: "Die Namensgebung St. Josef ist heute nicht mehr zeitgemäß", so ihre Begründung.
Das mag die Dame so denken und auch sagen. Das mag auch der Gemeinderat so beschließen.
Es ist aber nicht der Untergang Bayerns, auch nicht der Niedergang Deutschlands - und schon garnicht der Abgesang der katholischen Kirche.

In meiner evangelisch geprägten Heimat wäre schon vor 60 Jahren der Name "St. Marien" für einen kommunalen Kindergarten nicht durchgegangen - trotz einer Marien-Kirche am Ort.

Ich weiß also nicht, worüber sich hier weiterhin aufgeregt wird.
Wenn das nicht mehr zeitgemäß ist, gilt es auch für kirchliche Horte. Diese sind folglich umzubenennen.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von umusungu » Dienstag 24. März 2015, 21:18

Maurus hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Ein Gemeinderat folgt der Einstellung einer Hort-Leitung; denn auch die Hortleitung lehnte offenbar die Bezeichnung ab: "Die Namensgebung St. Josef ist heute nicht mehr zeitgemäß", so ihre Begründung.
Das mag die Dame so denken und auch sagen. Das mag auch der Gemeinderat so beschließen.
Es ist aber nicht der Untergang Bayerns, auch nicht der Niedergang Deutschlands - und schon garnicht der Abgesang der katholischen Kirche.

In meiner evangelisch geprägten Heimat wäre schon vor 60 Jahren der Name "St. Marien" für einen kommunalen Kindergarten nicht durchgegangen - trotz einer Marien-Kirche am Ort.

Ich weiß also nicht, worüber sich hier weiterhin aufgeregt wird.
Wenn das nicht mehr zeitgemäß ist, gilt es auch für kirchliche Horte. Diese sind folglich umzubenennen.
An Deiner Stelle würde ich mich jetzt sehr fürchten!

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Maurus » Dienstag 24. März 2015, 21:33

umusungu hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Ein Gemeinderat folgt der Einstellung einer Hort-Leitung; denn auch die Hortleitung lehnte offenbar die Bezeichnung ab: "Die Namensgebung St. Josef ist heute nicht mehr zeitgemäß", so ihre Begründung.
Das mag die Dame so denken und auch sagen. Das mag auch der Gemeinderat so beschließen.
Es ist aber nicht der Untergang Bayerns, auch nicht der Niedergang Deutschlands - und schon garnicht der Abgesang der katholischen Kirche.

In meiner evangelisch geprägten Heimat wäre schon vor 60 Jahren der Name "St. Marien" für einen kommunalen Kindergarten nicht durchgegangen - trotz einer Marien-Kirche am Ort.

Ich weiß also nicht, worüber sich hier weiterhin aufgeregt wird.
Wenn das nicht mehr zeitgemäß ist, gilt es auch für kirchliche Horte. Diese sind folglich umzubenennen.
An Deiner Stelle würde ich mich jetzt sehr fürchten!
Wer redet von fürchten? Du hast einen Hang zu Projektionen, was?

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 26. März 2015, 08:21

Wieso soll etwas, was in der Kommune nicht zeitgemäß ist, weil es zum Beispiel dort keine katholische Mehrheit gibt oder der falsche Eindruck entsteht, der kommunale Kindergarten sei ein katholischer, auf einen katholischen Kindergarten übertragen werden? Da setzt zum Beispiel der Name St. Josef völlig zeitgemäß das richtige Signal.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Maurus » Donnerstag 26. März 2015, 08:54

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Wieso soll etwas, was in der Kommune nicht zeitgemäß ist, weil es zum Beispiel dort keine katholische Mehrheit gibt oder der falsche Eindruck entsteht, der kommunale Kindergarten sei ein katholischer, auf einen katholischen Kindergarten übertragen werden? Da setzt zum Beispiel der Name St. Josef völlig zeitgemäß das richtige Signal.
Das finde ich auch. Die Frage ist, wie lange der Mainstream der Gesellschaft das auch so findet.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Juergen » Sonntag 29. März 2015, 18:32

Die Kirche als Ausstellungsraum mißbraucht — Sogar die Bänke und Stühle wurden rausgeräumt. Bleibt zu hoffen, daß sie im Laufe der Woche auch wieder eingeräumt werden (ich habe da meine Zweifel)…

http://www.come-on.de/lokales/balve/aus ... 97182.html
Gruß Jürgen

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 4. April 2015, 12:17

da müssen lauter Heilige gewesen sein wie kann man da ernst bleiben
http://www.gloria.tv/media/bfkQt8LqdiP

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Siard » Samstag 4. April 2015, 13:11

CIC_Fan hat geschrieben:da müssen lauter Heilige gewesen sein wie kann man da ernst bleiben
Die sind das einfach gewöhnt.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Athanasius0570 » Montag 6. April 2015, 17:29

Das ist ja langweilig, nichteinmal das Zingulum hat er ins Publikum geworfen! :schnarch:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Dschungelboy » Montag 6. April 2015, 17:36

Ich bin immer wieder überrascht, wie niedrig bei manchen Leuten doch die Hemmschwelle ist, um sich zu Affen zu machen :narr:
Katholischerseits ist darauf hinzuweisen, dass auch eine am Sukzessionsbegriff orientierte Ekklesiologie, wie sie in der katholischen Kirche gilt, keineswegs die Heil schaffende Gegenwart des Herrn im lutherischen Abendmahl leugnen muss.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Gallus » Freitag 10. April 2015, 10:07


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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Exilfranke » Freitag 10. April 2015, 10:32

Also, was dieser Generalvikar da verzapft, ist aber nun wirklich echter Blödsinn. Wie kann man den Christen so streamlinen? Die Antwort von Katholon fand ich übrigens auch schwach, mit diesem überzeichneten Bild einer glas-stählernen Mittelschichtskirche. Das klingt mehr nach TvE, als nach WiSiKi, und war IMO nicht die Kernaussage des Textes vom GV, aber wahrscheinlich rhetorisch immens wichtig, um am Ende den Papst Franziskus dagegen in Stellung bringen zu können.
Sie sind gefragte Gesprächspartner, weil sie aus einer ganz besonderen Weisheit schöpfen. Viele Nichtchristen sind froh, wenn es unter ihren Freunden und Bekannten ein paar Christen gibt. Sie können bei schwierigen Fragen des Lebens immer eine neue Perspektive einbringen und wissen auch scheinbar ausweglosen Situationen noch einen Weg – und wenn es nur der ist, unlösbare Probleme schlichtweg durchzustehen. Und natürlich sind sie einfach angenehme, sympathische Zeitgenossen, die ehrlich und aufrichtig durchs Leben gehen
Ich kenne genug Christen, die alles andere als angenehme, sympathische Zeitgenossen sind. Na und? Dürfen sie auch. Christ ist man nicht durch irgendwelche willkürlich gesetzten Charaktereigenschaften, sondern allein durch das Bekenntnis zu Jesus Christus. Und das unter diesem auch Platz für schwierige, unangenehme, unsympathische, nicht in sich ruhenden Menschen ist, muss anscheinend extra erwähnt werden. Also so ein Kappes.

Der Rest liest sich nicht so, als ob man aus den Herausforderungen für die Kirche der Zukunft "das Beste" machen möchte, sondern dass man ganz bewusst auf diese Entwicklung hinsteuern mag. Also quasi der Niedergang der Kirche als willkommenes Vehikel für progressive Privat-Visionen. Klingt für mich nach Sekte.
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Siard » Freitag 10. April 2015, 11:55

Diese Entwicklung wurde schon in den 70er Jahren vorausgesagt – allerdings nicht als wünschenswert:

Brian Moore: Katholiken (Catholics) auch als Film auf DVD
Esther Vilar: Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von HeGe » Montag 13. April 2015, 14:43

Zur richtigen Einordnung dieser "Zukunftsvision" ist eigentlich nur diese Anmerkung des Herrn Alipius zu zitieren:
Totaliter Aliter hat geschrieben:[...] Erste Erkenntnis: Die Worte "Jesus" und "Christus" sucht man in dem Text vergeblich, und "Gott" kommt nur einmal vor, nämlich als eine "andere Kraft", welche von Christen eben Gott genannt wird. [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Athanasius0570 » Montag 13. April 2015, 15:32

HeGe hat geschrieben:Zur richtigen Einordnung dieser "Zukunftsvision" ist eigentlich nur diese Anmerkung des Herrn Alipius zu zitieren:
Totaliter Aliter hat geschrieben:[...] Erste Erkenntnis: Die Worte "Jesus" und "Christus" sucht man in dem Text vergeblich, und "Gott" kommt nur einmal vor, nämlich als eine "andere Kraft", welche von Christen eben Gott genannt wird. [...]
Ähnlich verhält es sich mit der Linzer Kirchenzeitung. Vor kurzem habe ich ein Exemplar zugeschickt bekommen (- ich habe sie schon längst abbestellt ...), da war zumindest bis S. 9 das Wort "Gott" einmal vertreten (weiter habe ich es noch nicht geschafft, sie mir zu Gemüte zu führen ...), und das in "Auferstehungsgottesdienst". Auch ein Artikel über Vergebung ist ohne Gott ausgekommen, Jesus wird genannt, aber als Pazifist. Und im Artikel über die neue Religionslehrerausbildung heißt es so nett (aus dem Gedächtnis zitiert), manche Religionslehrer seien selbst erst in späteren Jahren "auf die religiöse Dimension ihres Lebens gestoßen". :panisch:
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von martin v. tours » Montag 13. April 2015, 18:05

Würde mich wirklich interessieren, wer dieses Schmierblatt wirklich noch liest (und dafür auch noch bezahlt).
Allerdings habe ich gesehen, das es in kirchlich geführten Krankenhäusern überall herumliegt (so kann man auch Auflage machen).
Im Prinzip könnte es mir egal sein, die Sauerei ist jedoch das ich diesen Käse mit meinen Kirchenbeiträgen mitfinanzieren muss.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von HeGe » Montag 13. April 2015, 21:52

martin v. tours hat geschrieben:Würde mich wirklich interessieren, wer dieses Schmierblatt wirklich noch liest (und dafür auch noch bezahlt).
Allerdings habe ich gesehen, das es in kirchlich geführten Krankenhäusern überall herumliegt (so kann man auch Auflage machen).
Im Prinzip könnte es mir egal sein, die Sauerei ist jedoch das ich diesen Käse mit meinen Kirchenbeiträgen mitfinanzieren muss.
So könnte man denken, wenn diese Zukunftsvision von irgendeinem halbseidenen Theologen verfasst wäre und nicht vom Generalvikar eines deutschen Bistums. Es ist ja kaum zu erwarten, dass der nicht anderswo auch so redet und Gesinnungsgenossen in ähnlichen Positionen hat.
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Re: "Den Weg der Erneuerung weiter gehen" - bis der Arzt kommt

Beitrag von Edi » Montag 13. April 2015, 22:00

Der Mann hat ja lt. der Webseite auch Theoligie studiert und nicht Theologie. Wenn er das schon nicht richtig schreiben kann, was wird er schon Weiteres wissen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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