Liturgische Mißbräuche und kein Ende (2)

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leander12
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von leander12 » Samstag 2. November 2013, 19:17

Athanasius0570 hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Das Einfügen von verschiedenen Heiligen wird öfters gemacht.

Im ersten Hochgebet sind ja schon genug Heiligen genannt; im zweiten und vierten Hochgebet ist es nicht vorgesehen (da kommen auch die Märtyrer nicht vor) sie zu nennen; im dritten kann man den Tagesheiligen oder Patron einfügen.
So tragisch finde ich es jetzt nicht, wenn neben dem Tagesheiligen oder Patron aus einem gerechten Grund jetzt noch ein weiterer Heiliger namentlich genannt wird.
Das Problem war, soweit ich verstanden haben, dass er "den Martin" und nicht "den Hl. Martin" erwähnt hat...
Richtig erkannt. Ansonsten finde ich es überaus schön, wenn der Kirchenpatron auch außerhalb vom Patrozinium im Hochgebet auftaucht. Die Formulierung "und dem Martin" ist allerdings doch recht ungenau.

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leander12
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von leander12 » Samstag 2. November 2013, 19:22

umusungu hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:Dass natürlich "Wir preisen Deinen Tod" anstelle von "Deinen Tod o Herr verkünden wir" gesungen wird,
Worin soll der Missbrauch bestehen?
dass NATÜRLICH obwohl WB, Pfarrer und Diakon dastehen, noch zwei KommunionhelferInnen da sein müssen...
darin kommt die Breite kirchlicher gottesdienstlicher Dienste zum Ausdruck - also kein Grund zur Aufregung!
Die gesungene Version mit "Wir Preisen deinen Tod, wir glauben dass du lebst, wir hoffen dass du kommst zum Heil der Welt. Komm, o Herr, bleibt bei uns, komm o Herr, Leben der Welt" ist mit auch bekannt. Sie wir bei uns sogar immer mal wieder verwendet.
Schönerweise wird die Variante sogar im Kanon gesungen.

Dass ist im Erzbistum Freiburg auch ausdrücklich erlaubt. Im Beiheft zum Gotteslob aus dem Jahre 1985 wird diese Version sogar unter der Nummer 040 mit der Überschrift "nach der Wandlung" gesondert genannt.
Der Text ist "nach der Liturgie" und die Melodie "aus Frankreich".

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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von Hubertus » Samstag 2. November 2013, 19:25

leander12 hat geschrieben:Dass ist im Erzbistum Freiburg auch ausdrücklich erlaubt.
'Von wem?' ist hier die Frage ... :pfeif:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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leander12
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von leander12 » Samstag 2. November 2013, 19:28

Hubertus hat geschrieben:
leander12 hat geschrieben:Dass ist im Erzbistum Freiburg auch ausdrücklich erlaubt.
'Von wem?' ist hier die Frage ... :pfeif:
Von dir bestimmt nicht :regel: Aber ich gehe in diesem Fall schwer davon aus, dass das Beiheft vm Erzbistum so genehmigt ist. Im Vorwort wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das ganze Heft als Ergänzung dienen soll.

Ich finde das jetzt auch nicht schlimm, wenn man da das "Geheimnis des Glaubens" ein klein wenig abändert.

Das Geheimnis selbst bleibt das Selbe.

Eine gleiche Streiterei könnte man über andere Vaterunser- Varianten führen.

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umusungu
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von umusungu » Samstag 2. November 2013, 19:49

Selbst im Messbuch sind mehrere Varianten der Akklamation nach dem Einsetzungsbericht vorgesehen.

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Juergen
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von Juergen » Samstag 2. November 2013, 20:13

umusungu hat geschrieben:Selbst im Messbuch sind mehrere Varianten der Akklamation nach dem Einsetzungsbericht vorgesehen.
Im Meßbuch werden im Anhang 4 Singweise angeboten und zwei weitere Text. – Mehr nicht. Von Beliebigkeit ist dort jedenfalls nichts gesagt.
Gruß Jürgen

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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von Hubertus » Samstag 2. November 2013, 20:17

leander12 hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:
leander12 hat geschrieben:Dass ist im Erzbistum Freiburg auch ausdrücklich erlaubt.
'Von wem?' ist hier die Frage ... :pfeif:
Von dir bestimmt nicht :regel:
Sicher? :ikb_renske:



:D
umusungu hat geschrieben:Selbst im Messbuch sind mehrere Varianten der Akklamation nach dem Einsetzungsbericht vorgesehen.
Ah, ok. Meine Erinnerung war, daß im deutschsprachigen Meßbuch nur das mysterium fidei vorgesehen ist.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von umusungu » Samstag 2. November 2013, 22:57

Juergen hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Selbst im Messbuch sind mehrere Varianten der Akklamation nach dem Einsetzungsbericht vorgesehen.
Im Meßbuch werden im Anhang 4 Singweise angeboten und zwei weitere Text. – Mehr nicht. Von Beliebigkeit ist dort jedenfalls nichts gesagt.
"Wir preisen Deinen Tod ...." ist eine weitverbreitete Übersetzung und Vertonung des "mysterium fidei".
Ob es Dir gefällt oder nicht, bei uns ist es die einzige Form!

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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von taddeo » Samstag 2. November 2013, 23:20

umusungu hat geschrieben:"Wir preisen Deinen Tod ...." ist eine weitverbreitete Übersetzung und Vertonung des "mysterium fidei".
Ob es Dir gefällt oder nicht, bei uns ist es die einzige Form!
Das ist aber genauso eine Engführung, wie wenn immer nur ein einziger Meßkanon verwendet wird (egal, ob das jetzt der Canon Romanus ist oder das II. Hochgebet).
Außerdem ist es ganz unbestreitbar eine Form, die so durch keine einzige Rubrik des Meßbuches oder andere liturgische Rechtsquellen legitimiert ist. An dieser Stelle ist definitiv keine Auswahlmöglichkeit vorgesehen. :hmm:

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Hubertus
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von Hubertus » Sonntag 3. November 2013, 10:21

:hae?: Also findet sich jetzt das Wir preisen deinen Tod als Auswahlmöglichkeit im Meßbuch oder nicht?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von Lupus » Sonntag 3. November 2013, 11:09

Ich wage es, auf die Angaben im Messbuch hinzuweisen, obwohl ich weiß, dass viele Mitbrüder diese Angaben nicht beachten, vielmehr sich angeregt fühlen, zu den angegebenen Variationen neue, selbst erfundene, hinzuzufügen.
Im Messbuch heißt es bei allen vier Hochgebeten nach der Wandlung: "Melodien und weitere Akklamationen im Anhang V. S. 1180 ff."
Dort sind vier Singweisen des Textes "Deinen Tod, o Herr verkünden wir,..." Dann unter "weitere Akklamationen": "Heiland der Welt, schenke uns Dein Heil; denn durch Tod und Auferstehung hast Du uns erlöst." und zweitens: "Sooft wir dieses Brot essen und aus diesem Kelch trinken, verkünden wir Deinen Tod, o Herr, bis Du kommst in Herrlichkeit."
Mehr ist im Messbuch nicht angegeben!
+L.
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Re: Liturgische Mißbräuche und kein Ende (neu)

Beitrag von Hubertus » Sonntag 3. November 2013, 11:27

Lupus hat geschrieben:Ich wage es, auf die Angaben im Messbuch hinzuweisen, obwohl ich weiß, dass viele Mitbrüder diese Angaben nicht beachten, vielmehr sich angeregt fühlen, zu den angegebenen Variationen neue, selbst erfundene, hinzuzufügen.
Im Messbuch heißt es bei allen vier Hochgebeten nach der Wandlung: "Melodien und weitere Akklamationen im Anhang V. S. 1180 ff."
Dort sind vier Singweisen des Textes "Deinen Tod, o Herr verkünden wir,..." Dann unter "weitere Akklamationen": "Heiland der Welt, schenke uns Dein Heil; denn durch Tod und Auferstehung hast Du uns erlöst." und zweitens: "Sooft wir dieses Brot essen und aus diesem Kelch trinken, verkünden wir Deinen Tod, o Herr, bis Du kommst in Herrlichkeit."
Mehr ist im Messbuch nicht angegeben!
+L.
Vielen Dank! :daumen-rauf:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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