Radio Vatikan

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Bernado
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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Bernado » Mittwoch 24. März 2010, 19:29

Berolinensis hat geschrieben:Aus den Meldungen von heute:
Vatikan/Irland: Bischof Magee tritt ab
Bischof John Magee tritt zurück: Der Papst hat den Rücktritt des irischen Bischofs von Cloyne angenommen. Die Begründung aus dem Vatikan führt keine an und geht nicht auf den auch in Magees Bistum tobenden Missbrauchs-Skandal ein. Magee war in den siebziger Jahren päpstlicher Privatsekretär: Nach Vatikan-Darstellung war er derjenige, der im Herbst 1978 Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen Amtszeit tot aufgefunden hat. (rv)
Du liebe Zeit - ist das einfach nur schlampig formuliert, oder werden hier tatsächlich von Radio Vatikan (!) Zweifel an der "Vatikan-Darstellung" in schönster Dan Brown-Manier impliziert?
Wenn man der aktuellen Diskussion auf WDTPRS Glauben schenken darf, ist es längst geklärt, daß der tote Papst von einer der Nonnen seines Haushalts aufgefunden wurde. Aus - mir nur schwer nachvollziehbaren - "Schicklichkeitserwägungen" habe man die Version aufgebracht, es sei sein Sekretär gewesen.

Und über die deutschsprachige Redaktion von RV erübrigt sich jedes weitere Wort: Da gibt es nichts Neues.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Berolinensis
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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Berolinensis » Mittwoch 24. März 2010, 19:46

Naja, in den Kommentaren von WDTPRS werden ja auch schon gerna mal Schlumpfungen verbreitet, und Quellen werden da nicht genannt. Aber wie dem auch sei: Wenn dies nach wie vor die offizielle Position des Hl. Stuhls ist, kann dessen offizieller Radiosender sich davon nicht distanzieren. Punkt.

Im übrigen bin ich völlig deiner Meinung, daß es zu RV nichts neues gibt. Meine Intention mit diesem Strnag (vgl. erstes Post) war ja auch nur eine Dokumentation.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Petra » Mittwoch 24. März 2010, 21:35

civilisation hat geschrieben: Schon längst sollte man die "Stimme des Papstes" - wie sich diese Genossenschaft nennt - nicht mehr als zuverlässige Quelle ernstnehmen.
Das kann zum Glück jeder selbst entscheiden, was als zuverlässige Quelle ernstgenommen werden kann.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von civilisation » Mittwoch 24. März 2010, 21:56

Petra hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben: Schon längst sollte man die "Stimme des Papstes" - wie sich diese Genossenschaft nennt - nicht mehr als zuverlässige Quelle ernstnehmen.
Das kann zum Glück jeder selbst entscheiden, was als zuverlässige Quelle ernstgenommen werden kann.

Wenn Du mich unbedingt falsch verstehen willst, dann ist das Dein Ding.

Ich sprach von "sollte". Wenn Du natürlich RV als zuverlässige Quelle ansiehst ist das Dein Ding ... :roll: :pfeif:

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Berolinensis » Donnerstag 25. März 2010, 13:35

Bernado hat geschrieben:
Berolinensis hat geschrieben:Aus den Meldungen von heute:
Vatikan/Irland: Bischof Magee tritt ab
Bischof John Magee tritt zurück: Der Papst hat den Rücktritt des irischen Bischofs von Cloyne angenommen. Die Begründung aus dem Vatikan führt keine an und geht nicht auf den auch in Magees Bistum tobenden Missbrauchs-Skandal ein. Magee war in den siebziger Jahren päpstlicher Privatsekretär: Nach Vatikan-Darstellung war er derjenige, der im Herbst 1978 Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen Amtszeit tot aufgefunden hat. (rv)
Du liebe Zeit - ist das einfach nur schlampig formuliert, oder werden hier tatsächlich von Radio Vatikan (!) Zweifel an der "Vatikan-Darstellung" in schönster Dan Brown-Manier impliziert?
Wenn man der aktuellen Diskussion auf WDTPRS Glauben schenken darf, ist es längst geklärt, daß der tote Papst von einer der Nonnen seines Haushalts aufgefunden wurde. Aus - mir nur schwer nachvollziehbaren - "Schicklichkeitserwägungen" habe man die Version aufgebracht, es sei sein Sekretär gewesen.

Und über die deutschsprachige Redaktion von RV erübrigt sich jedes weitere Wort: Da gibt es nichts Neues.
In den nun online verfügbaren AAS steht es so:
Stamane, 29 settembre 1978, verso le ore 5,30, il Segretario particolare del Papa, non avendo trovato il Santo Padre nella Cappella del Appartamento privato, come di solito, lo ha cercato nella sua camera e lo ha trovato morto nel letto, con la luce accesa come persona intenta alla lettura. Il medico, dr. Renato Buzzonetti, immediatamente accorso, ne ha constatato il decesso, avvenuto presumibilmente verso le ore 23 di ieri per infarto miocardico acuto

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von civilisation » Dienstag 18. Mai 2010, 13:22

Ein skandalöser Affront gegen die katholische Kirche
http://www.kath.net/detail.php?id=26753

daraus:
Pater Bernd Hagenkord von Radio Vatikan möchte laut einem Bericht der "taz" den Nutzen der Anti-Baby-Pille nicht schmälern, findet aber die Darstellung von Margot Käßmann "arg verkürzt". Die Pille stehe auch für eine ständige sexuelle Verfügbarkeit von Frauen, zum Beispiel bei Prostituierten, die er so nicht gutheißen könne. "Trotzdem finde ich es schwierig, mir als Mann da eine Meinung zu erlauben. Letztlich muss das jede Frau für sich entscheiden.", meint Hagenkord.
:/ :roll:

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von taddeo » Dienstag 18. Mai 2010, 13:26

civilisation hat geschrieben:Ein skandalöser Affront gegen die katholische Kirche
http://www.kath.net/detail.php?id=26753

daraus:
Pater Bernd Hagenkord von Radio Vatikan möchte laut einem Bericht der "taz" den Nutzen der Anti-Baby-Pille nicht schmälern, findet aber die Darstellung von Margot Käßmann "arg verkürzt". Die Pille stehe auch für eine ständige sexuelle Verfügbarkeit von Frauen, zum Beispiel bei Prostituierten, die er so nicht gutheißen könne. "Trotzdem finde ich es schwierig, mir als Mann da eine Meinung zu erlauben. Letztlich muss das jede Frau für sich entscheiden.", meint Hagenkord.
:/ :roll:
§$%&@-Jebusiter-Macho!

Das sind genau diese jämmerlichen Typen, die die Verantwortung für das Kinderkriegen ausschließlich den Frauen aufhalsen. "Letztlich muß das jede Frau für sich entscheiden [- was sich unternimmt, damit sie von mir kein Kind kriegt]". Widerwärtig finde ich sowas. :angewidert:

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von overkott » Dienstag 18. Mai 2010, 13:28

Ich bin ganz beruhigt, dass er nicht dem Mann die letzte Entscheidung überlassen möchte. Das ist für Radio Vatikan ganz ungewöhnlich. Dabei sollte sich jeder Mann vorher schon im Klaren sein, dass die Pille falsch oder gar nicht eingenommen sein könnte.

Was also die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva anbelangt, stellt sich für die Frau nicht nur die Frage, ob sie dem Mann, dem Kind oder sich selbst schadet. Sollte sie aus ihrem Umgang zum Schaden anderer einen Vorteil ziehen wollen, wäre dies ethisch nicht gut zu heißen.

Darüber sollte sich auch Pater Hagenkord im Klaren sein, wenn er demnächst mal wieder mit dem Problem konfrontiert sein sollte.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 18. Mai 2010, 13:44

Was für ein seichtes, hirnerweichtes Riesenroß,
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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Petra » Dienstag 18. Mai 2010, 13:47

Was hätte Pater Hagenkord denn eurer Meinung nach antworten sollen?

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von overkott » Dienstag 18. Mai 2010, 13:51

Er hätte jedenfalls nicht sagen sollen: Tut mir leid, ich habe da nicht so viel Ahnung. Aber was wollt ihr denn hören?

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von taddeo » Dienstag 18. Mai 2010, 13:52

Petra hat geschrieben:Was hätte Pater Hagenkord denn eurer Meinung nach antworten sollen?
Entweder: daß er selber als ([Punkt]) zölibatärer Jesuit sich da keine Meinung bilden wolle bzw. brauche - oder, besser: daß es niemals eine gute Lösung sei, die Frage der Familienplanung vermittels der Pille nur den Frauen aufzuhalsen und so zu tun, als ginge das die beteiligen Männer nichts an.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von civilisation » Dienstag 18. Mai 2010, 13:54

Petra hat geschrieben:Was hätte Pater Hagenkord denn eurer Meinung nach antworten sollen?
So was in dieser Art:
Die Kirche bleibt sich und ihrer Lehre treu, wenn sie einerseits die Berücksichtigung der empfängnisfreien Zeiten durch die Gatten für erlaubt hält, andererseits den Gebrauch direkt empfängnisverhütender Mittel als immer unerlaubt verwirft auch wenn für diese andere Praxis immer wieder ehrbare und schwerwiegende Gründe angeführt werden. Tatsächlich handelt es sich um zwei ganz unterschiedliche Verhaltensweisen: bei der ersten machen die Eheleute von einer naturgegebenen Möglichkeit rechtmäßig Gebrauch; bei der anderen dagegen hindern sie den Zeugungsvorgang bei seinem natürlichen Ablauf. Zweifellos sind in beiden Fällen die Gatten sich einig, daß sie aus guten Gründen Kinder vermeiden wollen, und dabei möchten sie auch sicher sein. Jedoch ist zu bemerken, daß nur im ersten Fall die Gatten sich in fruchtbaren Zeiten des ehelichen Verkehrs enthalten können, wenn aus berechtigten Gründen keine weiteren Kinder mehr wünschenswert sind. In den empfängnisfreien Zeiten aber vollziehen sie dann den ehelichen Verkehr zur Bezeugung der gegenseitigen Liebe und zur Wahrung der versprochenen Treue. Wenn die Eheleute sich so verhalten, geben sie wirklich ein Zeugnis der rechten Liebe.
aus: HV 16.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von overkott » Dienstag 18. Mai 2010, 14:03

Vermutlich war Humanae vitae das erste Mal, dass ein Papst Verhütung begrüßt hat, wobei er der natürlichen Verhütung den Vorzug gegeben hat.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von iustus » Dienstag 18. Mai 2010, 19:44

overkott hat geschrieben:wobei er der natürlichen Verhütung den Vorzug gegeben hat.
Unsinn. Er hat die künstliche Verhütung ausgeschlossen.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von iustus » Dienstag 18. Mai 2010, 19:47

Berolinensis hat geschrieben: In den nun online verfügbaren AAS steht es so:
Stamane, 29 settembre 1978, verso le ore 5,30, il Segretario particolare del Papa, non avendo trovato il Santo Padre nella Cappella del Appartamento privato, come di solito, lo ha cercato nella sua camera e lo ha trovato morto nel letto, con la luce accesa come persona intenta alla lettura. Il medico, dr. Renato Buzzonetti, immediatamente accorso, ne ha constatato il decesso, avvenuto presumibilmente verso le ore 23 di ieri per infarto miocardico acuto
Was heißt das denn auf deutsch?

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von cantus planus » Dienstag 18. Mai 2010, 19:49

Das ist die offizielle Version: das der Privatsekretär den Heiligen Vater gefunden hat.
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Re: Radio Vatikan

Beitrag von taddeo » Dienstag 18. Mai 2010, 20:03

iustus hat geschrieben:
Berolinensis hat geschrieben: In den nun online verfügbaren AAS steht es so:
Stamane, 29 settembre 1978, verso le ore 5,30, il Segretario particolare del Papa, non avendo trovato il Santo Padre nella Cappella del Appartamento privato, come di solito, lo ha cercato nella sua camera e lo ha trovato morto nel letto, con la luce accesa come persona intenta alla lettura. Il medico, dr. Renato Buzzonetti, immediatamente accorso, ne ha constatato il decesso, avvenuto presumibilmente verso le ore 23 di ieri per infarto miocardico acuto
Was heißt das denn auf deutsch?
Übersetzung von mir:

Heute morgen, am 29. September 1978, gegen 5.30 Uhr, suchte der Privatsekretär des Papstes, nachdem er den Heiligen Vater nicht wie gewöhnlich in der Kapelle der Privatgemächer gefunden hatte, ihn [den Papst] in seinem Zimmer und fand ihn tot im Bett, bei eingeschaltetem Licht, wie eine Person, die mit Lesen beschäftigt ist. Der Arzt, Dr. Renato Buzzonetti, eilte unmittelbar herbei und bestätigte den Heimgang, der sich vermutlich gestern gegen 23 Uhr durch akuten Herzinfakt ereignete.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Berolinensis » Mittwoch 17. November 2010, 18:17

Und so präsentiert Radio Vatikan die Wahl von Msgr. Dolan zum Präsidenten der USSBC: http://www.oecumene.radiovaticana.org/t ... p?c=439774

Das ist so grotesk verzerrend und entstellend, daß es schon wieder erheiternd ist. Wir basteln uns die Welt widde-widde-wie sie uns gefällt.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 17. November 2010, 21:27

Die befragen da einen gewissen „USA-Experten Ferdinand Oertel“. Wer ist das? – Sieh da:
Dr. Ferdinand Oertel, geboren 1927, arbeitete nach seinem Literatur- und Journalismus-Studium in Köln und St. Louis (USA) 50 Jahre bei verschiedenen Kirchenzeitungen.
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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Berolinensis » Donnerstag 18. November 2010, 00:06

Danke für diese Ergänzung - das setzt dem ganzen die Krone auf.

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Re: Radio Vatikan

Beitrag von iustus » Donnerstag 10. November 2011, 09:07

http://www.kath.net/detail.php?id=33836
Zuletzt hatte ja Papst Benedikt am Montag Klartext gesprochen und bei einer Ansprache in Rom direkt die Deutsche Bischofskonferenz angesprochen. Wörtlich sagte Benedikt: „Hier ist es an der Zeit, Prostitution wie auch die weite Verbreitung von Material erotischen oder pornographischen Inhalts, gerade auch über das Internet, energisch einzuschränken. Der Heilige Stuhl wird darauf achten, daß der notwendige Einsatz gegenüber diesen Mißständen seitens der katholischen Kirche in Deutschland vielfach entschiedener und deutlicher erfolgt.” Interessant in dem Zusammenhang ist auch, wie Radio Vatikan deutsch die Papstworte verändert hat. Wörtlich schrieb RV am Montag: “Es sei an der Zeit, Prostitution und Pornografie energisch einzuschränken, und dafür werde sich der Heilige Stuhl und werde sich auch die Kirche in Deutschland einsetzen.”


:vogel:
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von overkott » Dienstag 17. Januar 2012, 20:36

Man muss weder Wähler, noch Mitglied des Zentrums sein, um die Leugnung der Zentrumspartei als glatte Lüge und plumpe Propaganda zu entlarven:

http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=5553

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Re: Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von Melody » Dienstag 17. Januar 2012, 20:45

overkott hat geschrieben:Man muss weder Wähler, noch Mitglied des Zentrums sein, um die Leugnung der Zentrumspartei als glatte Lüge und plumpe Propaganda zu entlarven:

http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=5553
"Diese gibt es heute nicht mehr."

Warum schreiben die sowas??? :hae?:

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei

Ich hab die sogar gewählt, als ich in Dormagen gewohnt habe...

PS: Schön, dass Du wieder da bist, ovi! :)
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 17. Januar 2012, 20:47

"Radio Vatikan" lügt nicht, aber die Redaktion macht massive linksliberale und mitunter sogar antikirchliche Propaganda. Das ist nicht neu, und zeigt den langen Schatten P. Eberhard von Gemmingens SJ.
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Re: Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von overkott » Dienstag 17. Januar 2012, 21:05

Warum sollte sich nach jahrelangen Vertuschungen Radio Vatikan beim Lügen auch noch Mühe geben? Gotlieb Wendehals hat dafür wahrscheinlich volles Verständnis.

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Re: Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von taddeo » Dienstag 17. Januar 2012, 23:21

overkott hat geschrieben:Man muss weder Wähler, noch Mitglied des Zentrums sein, um die Leugnung der Zentrumspartei als glatte Lüge und plumpe Propaganda zu entlarven:

http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=5553
Wo ist da die Lüge? Das Zentrum als katholische Partei gibt es heute tatsächlich nicht mehr. Und nicht anders ist es bei RV formuliert, wenn Du genau hinschaust (meine Hervorhebung):
Windhorst gehörte dem Zentrum an, einer katholischen Partei. Diese gibt es heute nicht mehr, nach den Erfahrungen vor 1945 haben sich aber mit der CDU und CSU christliche Parteien gegründet.

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Re: Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 17. Januar 2012, 23:56

taddeo hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Man muss weder Wähler, noch Mitglied des Zentrums sein, um die Leugnung der Zentrumspartei als glatte Lüge und plumpe Propaganda zu entlarven:

http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=5553
Wo ist da die Lüge? Das Zentrum als katholische Partei gibt es heute tatsächlich nicht mehr. Und nicht anders ist es bei RV formuliert, wenn Du genau hinschaust (meine Hervorhebung):
Windhorst gehörte dem Zentrum an, einer katholischen Partei. Diese gibt es heute nicht mehr, nach den Erfahrungen vor 1945 haben sich aber mit der CDU und CSU christliche Parteien gegründet.
:gaehn: In diesem Sinne ist die Zentrumspartei allerdings auch noch existent. Und wo sich das christliche Profil im Unterschied zu SPD oder FDP zeigt, kann ich nicht mehr erkennen (bei der LINKEN und den Grünen ist das einfach, allerdings sehen es viele merkwürdigerweise trotzdem nicht).

Wer die vom rheinischen Katholizismus geprägte Bonner Republik der Anfangsjahre anschaut, kann sich heute nur noch wundern. Die Art und Weise, wie z. B. Konrad Adenauer sich in einigen Reden zum Christentum bekannte, kommt heute nicht einmal mehr Bischöfen über die Lippen.
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Re: Lügen - Hat Radio Vatikan das nötig?

Beitrag von overkott » Mittwoch 18. Januar 2012, 07:49

cantus planus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Man muss weder Wähler, noch Mitglied des Zentrums sein, um die Leugnung der Zentrumspartei als glatte Lüge und plumpe Propaganda zu entlarven:

http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=5553
Wo ist da die Lüge? Das Zentrum als katholische Partei gibt es heute tatsächlich nicht mehr. Und nicht anders ist es bei RV formuliert, wenn Du genau hinschaust (meine Hervorhebung):
Windhorst gehörte dem Zentrum an, einer katholischen Partei. Diese gibt es heute nicht mehr, nach den Erfahrungen vor 1945 haben sich aber mit der CDU und CSU christliche Parteien gegründet.
:gaehn: In diesem Sinne ist die Zentrumspartei allerdings auch noch existent. Und wo sich das christliche Profil im Unterschied zu SPD oder FDP zeigt, kann ich nicht mehr erkennen (bei der LINKEN und den Grünen ist das einfach, allerdings sehen es viele merkwürdigerweise trotzdem nicht).

Wer die vom rheinischen Katholizismus geprägte Bonner Republik der Anfangsjahre anschaut, kann sich heute nur noch wundern. Die Art und Weise, wie z. B. Konrad Adenauer sich in einigen Reden zum Christentum bekannte, kommt heute nicht einmal mehr Bischöfen über die Lippen.
Man muss einfach sehen, dass Radio Vatikan sich nicht als journalistisch versteht. Diese Windhorst-Geschichte war einfach nur schlecht gemachte CDU-Werbung mit einer Lüge.

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FSSPX

Beitrag von Raphael » Mittwoch 13. Juni 2012, 11:23

Aufgrund einer Anmerkung von cantus planus in der Sakramentskapelle möchte ich hier folgende Frage zur Diskussionen stellen:


Ist die FSSPX (oder wesentliche Teile von ihr) schismatisch orientiert?



Bei der in Rede stehenden Anmerkung handelt es sich um folgende:
cantus planus hat geschrieben:Der Begriff "schismatisch orientiert" ist zum Beispiel vollkommener Blödsinn.
Meines Erachtens soll mit dem Begriff "schismatisch orientiert" ausgedrückt werden, daß die Organisation bzw. die Person auf dem Weg in ein Schisma ist, dieses Schisma jedoch (noch) nicht von kirchenamtlicher Seite festgestellt wurde oder evtl. auch niemals festzustellen sein wird. Es fehlt sozusagen an der kirchenrechtlichen Komponente eines Schismas.
Es könnte ja bspw. eine Sinnesänderung eintreten oder ein Widerruf der schismatischen Außerungen gemacht werden.
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: FSSPX

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 13. Juni 2012, 11:29

"Schismatisch orientiert" heisst: die Gemeinschaft ist bewusst und willentlich in ihrer ganzen Ausrichtung und Struktur auf dem Weg ins Schisma, bzw. wurde überhaupt gegründet, um ein Schisma herbeizuführen oder zu manifestieren. Und das ist nun einmal Blödsinn, zumal die Gründung der Bruderschaft bekanntlich kanonisch vollkommen legitim war, alle kirchlichen Genehmigungen vorlagen und die Bruderschaft in voller Einheit mit der Kirche stand, bis nach dem Konzil ihr Kurs plötzlich nicht mehr salonfähig war. (Über die Einzelheiten wurde andernorts auf mehreren hundert Seiten diskutiert; das müssen wir hier nicht wieder aufrollen.)

Die Aussage, die Bruderschaft sei "schismatisch orientiert" ist nur polemisch und vereinnahmend. Wäre Radio Vatican an neutraler Berichterstattung interessiert, dürfte ein solche Formulierung nicht fallen. Und das ist nur ein Beispiel aus diesem Interview. Würde man die Berichterstattung R. V.s weiter untersuchen, kämen noch ganz andere Dinge zu Tage.

Darüberhinaus ist zu sehen, dass die Kritik der FSSPX am neuen Kurs der Kirche auch von zahlenmässig kleinen, aber gewichtigen Teilen der in voller Einheit mit Rom stehenden Kirche* geteilt wird, ohne das jemand auf die Idee käme, diese als "schismatisch orientiert" zu bezeichnen.

________
*) Punkte wie die Liturgiereform wurden ferner sogar aus konservativ protestantischen Kreisen und von Würdenträgern der Orthodoxie, darunter dem damaligen Ökumenischen Patriarchen, zurecht kritisiert.
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Re: Radio Vatikan

Beitrag von Melody » Mittwoch 13. Juni 2012, 12:39

Es geht um diesen Artikel: http://www.oecumene.radiovaticana.org/t ... p?c=59462
In Schwerys früherem Bistum liegt Ecône, der Sitz der schismatisch orientierten Piusbruderschaft.
Wie kann Radio Vatican in dieser überaus kritischen Zeit, wo es kurz vor der Einigung steht, die Einigungsbemühungen des Papstes durch derart unsachliche Formulierungen torpedieren?!
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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