"Lebenslauf" einer Kirche

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ad-fontes
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von ad-fontes »

ad-fontes hat geschrieben: Phase 2 = 50 % katholisch
So ist das natürlich Quatsch. Besser wäre, ich hätte geschrieben: "50:50" (Chance auf Katholisches)
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von ad-fontes »

iustus hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Mit Ausnahme der Las-Vegas-Wedding-Chapel-Bänke
:D :daumen-rauf:
In der Tat ganz gelungen.
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Niels
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Niels »

ad-fontes hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Phase 2 = 50 % katholisch
So ist das natürlich Quatsch. Besser wäre, ich hätte geschrieben: "50:50" (Chance auf Katholisches)
Ich denke, die meisten haben schon verstanden, was Du sagen wolltest. :ja:
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Marion
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Marion »

Niels hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Phase 2 = 50 % katholisch
So ist das natürlich Quatsch. Besser wäre, ich hätte geschrieben: "50:50" (Chance auf Katholisches)
Ich denke, die meisten haben schon verstanden, was Du sagen wolltest. :ja:
Es gibt haufenweise Leute die meinen man könne auch bisschen Katholisch haben.

Mich freut daß ad-fontes das hier klarstellte :)
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Niels
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Niels »

Marion hat geschrieben: Mich freut daß ad-fontes das hier klarstellte :)
:ja:
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Sursum Corda
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Sursum Corda »

Marion hat geschrieben:Ein Stück der Geschichte des Hochaltars der nun da steht
2. Die Zwischenlagerung des Altars in Salzkotten und Dalheim (1968-1976)
Im Zuge der Restaurierung der Pfarrkirche wurde der barocke Hochaltar 1967 aus der Pfarrkirche St. Johannes entfernt. Gründe für diese Umgestaltung sind sicherlich vor allem auch in den Auswirkungen des II. Vatikanischen Konzils zu suchen. Bis 1973 wurde der Altar in der Scheune des Pfarrgartens St. Johannes gelagert
Und hier kann man die Kirche in Salzkotten (Kreis Paderborn, Westfalen) sehen, in der der jetzige Hamburger Hochaltar bis zu den nachkonziliaren Wirren einmal stand. Mir kommen da die Tränen, wenngleich ich den Hamburgern den schönen Altar von Herzen gönne, der ihre Kirche wirklich ziert.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... orraum.jpg
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cantus planus
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von cantus planus »

Auch in der Diaspora hatte man Zeit für den nachkonziliaren Unfug: Sct. Marie Kirke in Haderslev, Dänemark.

Früher (1912):


Heute:
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Sursum Corda
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Sursum Corda »

Schon eine Renovierung Ende der 195er Jahre hatte es nicht sehr gut mit der Pfarrkirche St. Laurentius zu Meerhof /Westf. gemeint. Immerhin hatte man noch einen Hochaltar und diverse Versatzstücke der neoromanischen Einrichtung.
Nun hat sich die "Junge Kirche Effata" mit Zustimmung des Pfarrers über das Gotteshaus hergemacht.
Hier ist das Drama in Bilder gefaßt:

http://www.pv-sintfeld-diemeltal.de/ind ... Itemid=1

Und hier noch ein Link:
http://www.pv-sintfeld-diemeltal.de/ind ... Itemid=1

Macht Euch die Mühe und klickt durch die Bilder. Man könnte heulen. Die Meerhofer sind, nicht ganz unschuldig, völlig machtlos. Erst haben sie Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat kampflos den zugezogenen Fokolaren und Charismaten überlassen, und nun, da sie die Folgen sehen, weinen sie die bittersten Tränen.
Und im Pastoralverbund kreist nun das bitterböse Wort von den "Liturgiezigeunern." Sonst erzählt man uns immer, wir müßten uns in Zeiten des Priestermangels daran gewöhnen, die Hl. Messe auch anderswo zu besuchen. Tun die Leute das dann, werden sie als Meßtouristen und Liturgiezigeuner beschimpft.

Für die Meerhofer Kirche beginnt das Ende nun erst richtig. Konnte man die bisherigen Verschandelungen noch problemlos zurückbauen, wird bei der bevorstehenden Kirchenrenovierung tabula rasa gemacht: Die Kommunionbank hat man schon vor 2 Jahren abgesägt, nun wird auch der Hochaltar fallen. Der gesamte Chor wird zeitgleich seiner Stufenanlage beraubt und eingeebnet.
Zuletzt geändert von Sursum Corda am Donnerstag 15. September 2011, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Wenzel
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Wenzel »

Das sieht ja schrecklich aus :daumen-runter:

Wie ist denn die Resonanz der Pfarrmitglieder unterschiedlichen Alters auf diese Verschandelung? Auf den Bildern sind fast ausschließlich Kinder und Jugendliche zu sehen, bei der demographischen Zusammensetzung der Bevölkerung stellen diese doch sonst nur einen kleineren Teil.

Solltest Du Mitglied dieser Pfarrei sein, erst mal herzliches Beileid.

----------------------------------------------------------
So - das war jetzt mein erster Beitrag - und das nicht mal zu einem angenehmen Thema -
sag auf diesem Weg erst einmal einen "Schönen Guten Tag zusammen"
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HeGe
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von HeGe »

@Wenzel: Herzllich Willkommen! :huhu:

@Sursum Corda: Wirklich schreckliche Bilder. :( Hierzu aber mal eine Frage am Rande: ich meine mich zu erinnern, dass für die Kirche von Meerhof noch Patronatsrechte bestehen. Haben die denn nicht wenigstens etwas dazu zu sagen?
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Pit
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Pit »

Wenzel hat geschrieben: ...
Solltest Du Mitglied dieser Pfarrei sein, erst mal herzliches Beileid.
...
auch meinerseits herzliches Beileid.
Hier findet in einer Kirche auch regelmässig ein Taizegebet statt und was geschieht davor?
Es werden Teelichter und Kerzen sowie die Kreuzikone aus Taize aufgestellt- alles vor (!) dem Altarraum - dazu gedämpftes Licht.
Warum man aus einer Kirche -beziehungsweise deren Chorraum - eine Art Kopie der Versöhnungskirche in Taize schaffen muss ist mir unverständlich-hoffentlich erfahren die Brüder in Taize nichts davon, die würden sich die Hände überm Kopf zusammenschlagen.
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Sursum Corda
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Sursum Corda »

Gottlob gehöre ich nicht zu diesem Pastoralverbund, bin aber auch Liturgiezigeuner, da es bei uns im Nachbarverbund nicht viel besser ist. Patronatsrechte bestehen, aber niemand will Ärger, und so werden sie allerorten nicht bis kaum ausgeübt, seufz.
Die Resonanz ist wie überall: Einige wenige, die nur kommen, wenn Familiengottesdienst ist, finden das "super." Die "treuen" Kirchgänger als versprengtes Häuflein haben niemand, der die Stimme für sie erhebt und flüchten, sofern sie noch Auto fahren können. Zu bestimmten Terminen ist die Kirche voll, da die Jugendkirchleute aus der ganzen Umgebung anrücken und für Kommunionkinder und Firmlinge des ganzen Pastoralverbundes (4 Dörfer) Anwesenheitszwang ausgeübt wird. Da arbeitet man dann gern mit vorkonziliaren Zwangsmethoden, um seine Reformideen auch erfolgreich präsentieren zu können.
Im Nachbarort Oesdorf zeigte man dem Pfarrer bei der letztjährigen Renovierung der neugotischen Dorfkirche die Harke: "Wir sind länger hier als Sie!" hieß es und nichts wurde herausgeworfen: Altäre, Kanzel, Kommunionbank etc.: bis auf die letzte Gipsfigur ist alles erhalten und wohlrestauriert.
@Wenzel:
Herzlichen willkommen im Forum!
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Bernado
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Bernado »

Sursum Corda hat geschrieben:Die Resonanz ist wie überall: Einige wenige, die nur kommen, wenn Familiengottesdienst ist, finden das "super." Die "treuen" Kirchgänger als versprengtes Häuflein haben niemand, der die Stimme für sie erhebt und flüchten, sofern sie noch Auto fahren können. Zu bestimmten Terminen ist die Kirche voll, da die Jugendkirchleute aus der ganzen Umgebung anrücken und für Kommunionkinder und Firmlinge des ganzen Pastoralverbundes (4 Dörfer) Anwesenheitszwang ausgeübt wird. Da arbeitet man dann gern mit vorkonziliaren Zwangsmethoden, um seine Reformideen auch erfolgreich präsentieren zu können.
Wie lange geht das denn schon so - und wie lange wird das wohl noch gehen? Die Umdekoration der Kirche als jugendbewegtes Versammlungslokal macht ja nun einen recht infantilen Eindruck - und was, wenn die Kinder älter werden? (Obwohl, einige scheinen ja schon Ende 30 zu sein - und immer noch nicht erwachsen.)
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Sursum Corda
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Sursum Corda »

@Bernado: ich glaube, daß das ganze System in Kürze zusammenbrechen wird, und das überall, wo ländliche Strukturen herrschen. Auch auf dem Land ist die Masse der unter 50-Jährigen mittlerweile der schleichenden Aposthasie anheimgefallen, das läßt sich nicht schönreden. Demnächst werden hier 3 Priester für 24 Dörfer zuständig sein, von denen nur eines keine Kirche/Kapelle hat. Dabei sind Fillialen mit 700 Einwohnern und Pfarreien mit 120 Einwohnern. Machen wir uns nichts vor, wir sind Missionsgebiet, ohne es bislang merken zu wollen...
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Bernado
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Bernado »

Sursum Corda hat geschrieben:@Bernado: ich glaube, daß das ganze System in Kürze zusammenbrechen wird, und das überall, wo ländliche Strukturen herrschen. Auch auf dem Land ist die Masse der unter 5-Jährigen mittlerweile der schleichenden Aposthasie anheimgefallen, das läßt sich nicht schönreden. Demnächst werden hier 3 Priester für 24 Dörfer zuständig sein, von denen nur eines keine Kirche/Kapelle hat. Dabei sind Fillialen mit 7 Einwohnern und Pfarreien mit 12 Einwohnern. Machen wir uns nichts vor, wir sind Missionsgebiet, ohne es bislang merken zu wollen...
Ja, das sind trübe Aussichten - und zwar überall. Gerade deshalb könntge es sich lohnen, bei dem von Kardinal Schönborn (wenn auch auf üblich wolkige Weise) skizzierten Zukunftsbild (viewtopic.php?p=552366#p552366) etwas genauer hinzuschauen.

Seine Charakterisierung der WSK-Revolutionäre als "Strukturkonservative" entbehrt jedenfalls nicht eines gewissen Charms. Sie wären demnach so fixiert auf die bisherige Struktur (deren historisches Alter und geografische Verbreitung mal genauer zu untersuchen wäre), daß sie lieber von wesentlichen Elementen der Lehre der Kirche Abschied nehmen als von der ans Herz gewachsenen Struktur.
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Ivo Matthäus
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Ivo Matthäus »

Ich habe heute nachmittag mir das Regensburger Amtsblatt online angesehen, ohne die zahlreichen ausländischen Geistlichen hätte auch Gerhard Ludwig ein ordentliches Problem.

Bei Bausachen und Gestaltung redet da die Bauabteilung der Diozese ein gewichtiges Wort mit. In meiner Ursprungspfarrei sieht man die vollendete Tatsachen und schüttelt den Kopf, in anderen Pfarreien haben da nur die Pfarrer schlimmers verhinderen können...

Die nächste Bausünde soll jetzt in St. Kassian kommen: da soll ein Volksaltar rein, wo nie einer stand, der Holzi wird sicher mehr dazu wissen...

I. M.
Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch. Ich nehme das Herz von Stein aus Eurer Brust und gebe Euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist auf Euch und bewirke, dass .. Ihr auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. (Ez 36)

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holzi
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von holzi »

Ivo Matthäus hat geschrieben:Die nächste Bausünde soll jetzt in St. Kassian kommen: da soll ein Volksaltar rein, wo nie einer stand, der Holzi wird sicher mehr dazu wissen...
Tut er (noch) nicht. Wird sich aber kundig machen. Wundern tät's mich überhaupt nicht. Auch in St. Leonhard, einer kleinen spätromanischen Kirche am Rande der Altstadt wird ein neuer Volksaltar reingequetscht. Passt hinten und vorne nicht rein, aber was sein muß, muß sein. :roll:
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Ivo Matthäus
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Ivo Matthäus »

St. Leonhard in der Nähe vom ehem. Seminar am Singrün kenne ich nur von außen, aber ich möchte das Ergebnis mal besser nicht sehen...

I. M.

P. S.: Das gehört doch zu Herz Jesu? Feiern die da noch Messe, obwohl die Pfarrkirche zwei Straßenecken weiter ist?
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holzi
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von holzi »

Ivo Matthäus hat geschrieben:St. Leonhard in der Nähe vom ehem. Seminar am Singrün kenne ich nur von außen, aber ich möchte das Ergebnis mal besser nicht sehen...

I. M.

P. S.: Das gehört doch zu Herz Jesu? Feiern die da noch Messe, obwohl die Pfarrkirche zwei Straßenecken weiter ist?
Ja, das gehört zu Herz Jesu. Wann und ob da regelmäßig MEssen sind, weiß ich nicht. Wir hatten nur eine Führung zum Abschluß der Sanierung. Da war aber der neue Altar noch nicht drin.
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taddeo
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von taddeo »

holzi hat geschrieben:
Ivo Matthäus hat geschrieben:Die nächste Bausünde soll jetzt in St. Kassian kommen: da soll ein Volksaltar rein, wo nie einer stand, der Holzi wird sicher mehr dazu wissen...
Tut er (noch) nicht. Wird sich aber kundig machen. Wundern tät's mich überhaupt nicht.
St. Kassian ist (bzw. war) mir in Regensburg immer die liebste Kirche in der Stadt, für mich ist sie die schönste nach St. Ulrich. Wenn ein Volksaltar wo fehl am Platz wäre, dann dort.

Aber so, wie derzeit St. Kassian von Grund auf saniert wird, wird man auch später mal einen Volksaltar wieder rückstandsfrei raussanieren. Das ist das Gute an unserer manchmal allzu zeitgeistigen Kirche, daß nix ewig hält - nicht mal der Zeitgeist.

Ivo Matthäus
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Ivo Matthäus »

taddeo hat geschrieben:
Aber so, wie derzeit St. Kassian von Grund auf saniert wird, wird man auch später mal einen Volksaltar wieder rückstandsfrei raussanieren. Das ist das Gute an unserer manchmal allzu zeitgeistigen Kirche, daß nix ewig hält - nicht mal der Zeitgeist.
Dein Wort in Gottes Ohr, ein Freund brachte das auf den Punkt, als er vom betonierten Überzeugungen gewisser Herrn sprach...

@ Holzi: Danke Schön...
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taddeo
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von taddeo »

Ivo Matthäus hat geschrieben:Dein Wort in Gottes Ohr, ein Freund brachte das auf den Punkt, als er vom betonierten Überzeugungen gewisser Herrn sprach...
Früher haben Bischöfe und Päpste halbe Kirchen eingerissen, nur um ihre Grabmäler richtig zu plazieren - was Pfarrherren und Ordinariatsschranzen heute als "Volksaltäre" in die Kirchen reinzwingen, hat letztlich auch keinen anderen Zweck, es sind Denkmäler ihrer ideologischen Erfinder: "exegi monumentum aere perennius" ... allerdings sind es Grabmäler, aus denen die Nacht geistiger Vergangenheit spricht. Und es wird noch manche "Leichensynode" in diesen Fällen geben, da bin ich mir sicher. Ob ich es noch erlebe, dessen allerdings nicht.

Ivo Matthäus
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von Ivo Matthäus »

Taddeo, das ist ja eine Verfallserscheinung der altgewordenen Liberalen, die jetzt auch als Kanoniker an der Alten Kapelle bestellt werden.
Aber wir dürfen getrost sein, das wir in 30 Jahren wieder Frühling haben werden, in Zweifel muss man an das Nunc Dimittis denken...

I. M., jetzt gute Nacht wünschend
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PaceVeritas
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Re: Veränderungen einer Kirche

Beitrag von PaceVeritas »

Kirche des Franziskushauses Altötting
Sie wurde 1895 im neuromanischen Stil errichtet und 1966 erweitert,
restauriert und vom Künstler Anton Rückel (1919 – 1990) umgestaltet
und zeitgemäß ausgestattet.
Vorher (1920):

Bild


Nachher:

Bild



Kaum zu glauben, dass es die gleiche Kirche ist ...
» Sic enim dilexit Deus mundum ... «
(Joh. 3,16)
[/color]

civilisation
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"Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von civilisation »

Es gibt zwar schon einen Strang zur Kirchenarchitektur, aber ich eröffne mal einfach einen neuen Strang, in dem die Veränderungen am Kirchenbau nachvollzogen werden können.

St. Karl Borromäus, Breuberg Neustadt:

1949 (1Jahr-Feier)

Renovierung 1955

Renovierung 1968

Renovierung 1982

Renovierung 1999




Quelle: http://www.breuberg.de/vereine/katholische-kirche/

iustus
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von iustus »

Hochinteressant!

Scheint mir den Zustand der ganzen Kirche widerzuspiegeln:

Der Tiefpunkt war 1968 erreicht. Nun geht es so langsam wieder aufwärts. Zwar sind wir noch weit von der alten Glorie entfernt, aber es geht aufwärts. :)
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

civilisation
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von civilisation »

St. Hedwig in Bielefeld-Heepen (Grundsteinlegung 1955, Konsekration 1956):

Zustand 1957 (Kirchenraum gestaltet nach Vorgaben aus Maria Laach / Herstelle)


Zustand nach der Kirchenrenovierung 1975


Zustand nach der 2. Kirchenrenovierung 2003 (Thema der Renovierung "Mehr Farbe in den Kirchenraum")


Die Kirche hat auch eine Krypta, die 1996 eingeweiht wurde:

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ottaviani
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von ottaviani »

scheußlichkeit ohne ende von 1957 an

civilisation
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von civilisation »

Wurde schon in einem anderen Strang erwähnt, aber hier die Bilder der Augustinerkirche in Würzburg in zeitlicher Folge (entnommen der Fotostrecke auf kreuz.net) - Chronologie einer Zerstörung.

Vor dem 2. Weltkrieg:
Bild

Nach dem "Bildersturm" der 60er Jahre:
Bild

Zustand nach der jüngsten Umwandlung in einen "Veranstaltungsraum" 2011:
Bild

:heul:

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holzi
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von holzi »

Dem mittleren Bild könnte man aber auch noch dem Würzburger Feuersturm von 1945 zu Gute halten. Man erkennt es aber immerhin - im Gegensatz zum letzten - noch als Kirche.
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ad-fontes
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von ad-fontes »

Zum letzten: Es ist zum Davonlaufen.




Aber wie ich schon mal schrieb: das sog. Ellipsenmodell ist derzeit der letzte Schrei.

Auf Sylt und anderswo.
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Re: "Lebenslauf" einer Kirche

Beitrag von Wenzel »

Ganz schrecklich :erschrocken:

Das ist doch keine Kirche mehr :aengstlich: - erinnert mich ehr an einen Vortrags- und Konzertsaal
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