Erfahrungsaustausch über Firmarbeit
Verfasst: Sonntag 23. Mai 2004, 21:36
Hallo allerseits!
Da ich heute von einem längeren Aufenthalt (vier Tage) mit rund 30 14-16jährigen Firmlingen zurückgekehrt bin (es war weitaus besser als ich vorher dachte), und da ich weiß, dass manche Forumianer hier Firmarbeitserfahrung haben, wie wär's mit einem kleinen Austausch?
Was lief gut, was schlecht?
Ich kann ja mal anfangen: ursprünglich war ich sehr skeptisch gegenüber unserem lokalen Konzept (was schon vorher feststand), dass wir keine Kleingruppen mit einen Katecheten und mehreren Treffen bei ihm zuhause haben werden, sondern "lediglich" zweimal mit allen wegfahren. Das sehe ich jetzt positiver, auch wenn ich ein mehr - ein sowohl als auch - am besten fände. Die Erfahrung mit allen gemeinsam ist auch für die Teens wichtig, schließlich ist die Firmung ein sehr gemeindebezogener Akt in dem Alter, und da sollten sie sich als Jugend in der Kirche untereinander gut kennenlernen. Es kam auch sehr gut an. Und interessant: wir ließen eine disziplinarische Strenge walten, die ebenfalls respekiert wurde. Dass also zwei früh zurückfahren mussten (und jetzt für ihre Firmung ein wenig Engagment zeigen müssen, wenn sie diese noch wollen), wurde größtenteils von den Jugendlichen mitgetragen.
Zu der Materialarbeit kann ich aus meiner ersten Katechetenerfahrung (dies war es für mich und ich ziehe ja auch diesen Sommer wieder weg), dass wir wenig Fakten- bzw. Wissensvermittlung über den kath. Glauben hatten (was ich vermisste) und sehr viele recht kreative Elemente (was mir persönlich nicht so liegt). Aber auch hier bin ich vom Ergebnis eigentlich positiv überrascht: gut, ersteres konnte mangels Bekanntheit gar nicht von den Teens vermisst werden, aber letzteres und die sehr intime und offene Atmosphäre untereinander haben dafür gesorgt, dass sich viele Firmlinge sehr öffneten, viel über sich grübelten und nachdachten (Wahnsinn, was für Lasten schon 14jährige in ihrem Leben mit sich rumschleppen) und nicht wenige Tränen flossen, auch bei denen, die sonst eher cool daherkamen.
So am dritten Tag kam es irgendwie zu einer Verwandlung: die Stimmung wurde trotz jede Menge Spaß und Blödsinn um einiges ernster, es wurde ihnen klar, dass wir uns wirklich für sie interessierten und dass der ganze Kram wirklich mit ihnen selbst zu tun hatte, und zwar fundamental.
Ein Mädchen, das es im Leben echt nicht leicht hat, sagte gar: "An diesem Wochenende habe ich den Glauben gefunden." Ich hoffe und bete für sie, dass sie ihn nicht wieder verliert.
Was könnt ihr erzählen?
Da ich heute von einem längeren Aufenthalt (vier Tage) mit rund 30 14-16jährigen Firmlingen zurückgekehrt bin (es war weitaus besser als ich vorher dachte), und da ich weiß, dass manche Forumianer hier Firmarbeitserfahrung haben, wie wär's mit einem kleinen Austausch?
Was lief gut, was schlecht?
Ich kann ja mal anfangen: ursprünglich war ich sehr skeptisch gegenüber unserem lokalen Konzept (was schon vorher feststand), dass wir keine Kleingruppen mit einen Katecheten und mehreren Treffen bei ihm zuhause haben werden, sondern "lediglich" zweimal mit allen wegfahren. Das sehe ich jetzt positiver, auch wenn ich ein mehr - ein sowohl als auch - am besten fände. Die Erfahrung mit allen gemeinsam ist auch für die Teens wichtig, schließlich ist die Firmung ein sehr gemeindebezogener Akt in dem Alter, und da sollten sie sich als Jugend in der Kirche untereinander gut kennenlernen. Es kam auch sehr gut an. Und interessant: wir ließen eine disziplinarische Strenge walten, die ebenfalls respekiert wurde. Dass also zwei früh zurückfahren mussten (und jetzt für ihre Firmung ein wenig Engagment zeigen müssen, wenn sie diese noch wollen), wurde größtenteils von den Jugendlichen mitgetragen.
Zu der Materialarbeit kann ich aus meiner ersten Katechetenerfahrung (dies war es für mich und ich ziehe ja auch diesen Sommer wieder weg), dass wir wenig Fakten- bzw. Wissensvermittlung über den kath. Glauben hatten (was ich vermisste) und sehr viele recht kreative Elemente (was mir persönlich nicht so liegt). Aber auch hier bin ich vom Ergebnis eigentlich positiv überrascht: gut, ersteres konnte mangels Bekanntheit gar nicht von den Teens vermisst werden, aber letzteres und die sehr intime und offene Atmosphäre untereinander haben dafür gesorgt, dass sich viele Firmlinge sehr öffneten, viel über sich grübelten und nachdachten (Wahnsinn, was für Lasten schon 14jährige in ihrem Leben mit sich rumschleppen) und nicht wenige Tränen flossen, auch bei denen, die sonst eher cool daherkamen.
So am dritten Tag kam es irgendwie zu einer Verwandlung: die Stimmung wurde trotz jede Menge Spaß und Blödsinn um einiges ernster, es wurde ihnen klar, dass wir uns wirklich für sie interessierten und dass der ganze Kram wirklich mit ihnen selbst zu tun hatte, und zwar fundamental.
Ein Mädchen, das es im Leben echt nicht leicht hat, sagte gar: "An diesem Wochenende habe ich den Glauben gefunden." Ich hoffe und bete für sie, dass sie ihn nicht wieder verliert.
Was könnt ihr erzählen?