Der Pfarrer von Heilig Geist/München

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von taddeo » Sonntag 20. März 2016, 20:04

Sempre hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim
Packt der Hw. da über 50 Jahre alte, verstaubte Schinken aus. Da lachen ja die Hühner! :freude:

Übrigens hieß das seinerzeit noch die Moslems. Das war bevor laut offizieller Geschichtsschreibung Muselmänner dem Ami seine Dollar-Türme plattgemacht haben. Erst seitdem sagt man in Deutschland Muslim, inzwischen selbst als Plural.
Das sehr verbreitete deutschsprachige Konzilskompendium ist lang vor 9/11 gedruckt worden, und da heißt es auch schon "Muslim", so zB in der 19. Auflage von 1986, die ich daheimhabe. Deine Verschwörungstheorien waren auch schon mal besser. :roll:

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von umusungu » Sonntag 20. März 2016, 20:12

Sempre hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim
Packt der Hw. da über 50 Jahre alte, verstaubte Schinken aus. Da lachen ja die Hühner! :freude:

Übrigens hieß das seinerzeit noch die Moslems. Das war bevor laut offizieller Geschichtsschreibung Muselmänner dem Ami seine Dollar-Türme plattgemacht haben. Erst seitdem sagt man in Deutschland Muslim, inzwischen selbst als Plural.
Wer keine Ahnung hat, sollte schweigen .....
Mein Zitat ist aus dem Original der deutschen Übersetzung.

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Juergen
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Juergen » Sonntag 20. März 2016, 21:49

umusungu hat geschrieben:Mein Zitat ist aus dem Original der deutschen Übersetzung.
Ist die Übersetzung amtlich und rechtskräftig?
Gruß
Jürgen

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von ar26 » Sonntag 20. März 2016, 22:00

@ Jürgen
Es geht ja schon bei der Frage los, ob man aestimatio wirklich mit Hochachtung übersetzen muss, oder es nicht auch ein Begriff wie Respekt oder Wertschätzung täte. So in etwa ist es im Polnischen übersetzt. Als Christ betrachtet man seine Mitmenschen stets mit Respekt und Wertschätzung wegen ihrer Gottesebenbildlichkeit, aber nicht immer mit Hochachtung.

Der nächste Punkt ist der bestimmte Artikel bei unicum Deum. Beten die Muslime den alleinigen Gott an oder einen alleinigen Gott? Letzteres ist zutreffend, der Islam ist monotheistisch. Gleichwohl beten sie nicht den alleinigen Gott an, der sich bekanntlich in drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat, was sie ja negieren. Hier hilft mir leider kein Verweis aufs Polnische, da es dort, genau wie im Latein, keine Artikel gibt.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Juergen » Sonntag 20. März 2016, 22:11

Aschenputtel läßt grüßen.
Gruß
Jürgen

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von umusungu » Sonntag 20. März 2016, 22:12

Juergen hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mein Zitat ist aus dem Original der deutschen Übersetzung.
Ist die Übersetzung amtlich und rechtskräftig?
natürlich - Konzilskompendium..........

ich wunder mich immer wieder, wie man so bekloppt fragen kann,...........

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Sempre » Sonntag 20. März 2016, 22:32

taddeo hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim
Packt der Hw. da über 50 Jahre alte, verstaubte Schinken aus. Da lachen ja die Hühner! :freude:

Übrigens hieß das seinerzeit noch die Moslems. Das war bevor laut offizieller Geschichtsschreibung Muselmänner dem Ami seine Dollar-Türme plattgemacht haben. Erst seitdem sagt man in Deutschland Muslim, inzwischen selbst als Plural.
Das sehr verbreitete deutschsprachige Konzilskompendium ist lang vor 9/11 gedruckt worden, und da heißt es auch schon "Muslim", so zB in der 19. Auflage von 1986, die ich daheimhabe. Deine Verschwörungstheorien waren auch schon mal besser. :roll:
Danke taddeo, dann weiß ich jetzt endlich wer das 'Muslim' für 'Moslems' im Deutschen wohl eingeführt hat.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von umusungu » Sonntag 20. März 2016, 22:39

Dir wäre natürlich "die Muselmänner" viel lieber ..........

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von taddeo » Sonntag 20. März 2016, 22:44

Sempre hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
Sempre hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim
Packt der Hw. da über 50 Jahre alte, verstaubte Schinken aus. Da lachen ja die Hühner! :freude:

Übrigens hieß das seinerzeit noch die Moslems. Das war bevor laut offizieller Geschichtsschreibung Muselmänner dem Ami seine Dollar-Türme plattgemacht haben. Erst seitdem sagt man in Deutschland Muslim, inzwischen selbst als Plural.
Das sehr verbreitete deutschsprachige Konzilskompendium ist lang vor 9/11 gedruckt worden, und da heißt es auch schon "Muslim", so zB in der 19. Auflage von 1986, die ich daheimhabe. Deine Verschwörungstheorien waren auch schon mal besser. :roll:
Danke taddeo, dann weiß ich jetzt endlich wer das 'Muslim' für 'Moslems' im Deutschen wohl eingeführt hat.
Ja und? Es ist exakt dasselbe Wort. Der Oberpfälzer sagt "Diandl" und der Niederbayer "Deandl", beide meinen dasselbe (nämlich ein junges Mädchen).

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Sempre » Sonntag 20. März 2016, 22:46

ar26 hat geschrieben:@ Jürgen
Es geht ja schon bei der Frage los, ob man aestimatio wirklich mit Hochachtung übersetzen muss, oder es nicht auch ein Begriff wie Respekt oder Wertschätzung täte. So in etwa ist es im Polnischen übersetzt. Als Christ betrachtet man seine Mitmenschen stets mit Respekt und Wertschätzung wegen ihrer Gottesebenbildlichkeit, aber nicht immer mit Hochachtung.

Der nächste Punkt ist der bestimmte Artikel bei unicum Deum. Beten die Muslime den alleinigen Gott an oder einen alleinigen Gott? Letzteres ist zutreffend, der Islam ist monotheistisch. Gleichwohl beten sie nicht den alleinigen Gott an, der sich bekanntlich in drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat, was sie ja negieren. Hier hilft mir leider kein Verweis aufs Polnische, da es dort, genau wie im Latein, keine Artikel gibt.
Mit Respekt und Wertschätzung begegnen wir auch den Afrikanern, den Chinesen und den Eskimos als unseren Mitmenschen ganz unabhängig davon, wen oder was sie anbeten, sofern sie überhaupt beten. NA handelt aber davon, in welchem Verhältnis sie [die Kirche] zu den nichtchristlichen Religionen steht. (NA1) In der deutschen Übersetzung auf vatican.va gibt es eine Abschnittsüberschrift die muslimische Religion (müsste natürlich eigentlich heute die muslim Religion heißen statt traditionell der Islam). Ich nehme mal an, die Abschnittsüberschrift steht nicht im lateinischen Original. Sie ist aber durch die einführenden Absätze gerechtfertigt.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Sempre » Sonntag 20. März 2016, 22:48

taddeo hat geschrieben:Ja und? Es ist exakt dasselbe Wort. Der Oberpfälzer sagt "Diandl" und der Niederbayer "Deandl", beide meinen dasselbe (nämlich ein junges Mädchen).
Und wie nennen Oberpfälzer und Niederbayern den Muselmann? Muslim war früher kein deutsches Wort, auch nicht im Dialekt.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von umusungu » Sonntag 20. März 2016, 22:50

Sempre hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Ja und? Es ist exakt dasselbe Wort. Der Oberpfälzer sagt "Diandl" und der Niederbayer "Deandl", beide meinen dasselbe (nämlich ein junges Mädchen).
Und wie nennen Oberpfälzer und Niederbayern den Muselmann? Muslim war früher kein deutsches Wort, auch nicht im Dialekt.
dann suche mal danach!

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Juergen » Sonntag 20. März 2016, 23:02

umusungu hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:Mein Zitat ist aus dem Original der deutschen Übersetzung.
Ist die Übersetzung amtlich und rechtskräftig?
natürlich - Konzilskompendium..........
ich wunder mich immer wieder, wie man so bekloppt fragen kann,...........
Achwas‽
Seit wann ist das Rahnersche Konzilskompedium rechtskräftig?
Es ist ja nicht einmal die dt. Übersetzung des CIC die Maßgebende. Auch da gilt im Zweifelsfall einzig und allein der lat. Text, den zu verstehen Dir leider nicht gegeben ist.
Sempre hat geschrieben:
ar26 hat geschrieben:@ Jürgen
Es geht ja schon bei der Frage los, ob man aestimatio wirklich mit Hochachtung übersetzen muss, oder es nicht auch ein Begriff wie Respekt oder Wertschätzung täte. So in etwa ist es im Polnischen übersetzt. Als Christ betrachtet man seine Mitmenschen stets mit Respekt und Wertschätzung wegen ihrer Gottesebenbildlichkeit, aber nicht immer mit Hochachtung.

Der nächste Punkt ist der bestimmte Artikel bei unicum Deum. Beten die Muslime den alleinigen Gott an oder einen alleinigen Gott? Letzteres ist zutreffend, der Islam ist monotheistisch. Gleichwohl beten sie nicht den alleinigen Gott an, der sich bekanntlich in drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat, was sie ja negieren. Hier hilft mir leider kein Verweis aufs Polnische, da es dort, genau wie im Latein, keine Artikel gibt.
Mit Respekt und Wertschätzung begegnen wir auch den Afrikanern, den Chinesen und den Eskimos als unseren Mitmenschen ganz unabhängig davon, wen oder was sie anbeten, sofern sie überhaupt beten. NA handelt aber davon, in welchem Verhältnis sie [die Kirche] zu den nichtchristlichen Religionen steht. (NA1) In der deutschen Übersetzung auf vatican.va gibt es eine Abschnittsüberschrift die muslimische Religion (müsste natürlich eigentlich heute die muslim Religion heißen statt traditionell der Islam). Ich nehme mal an, die Abschnittsüberschrift steht nicht im lateinischen Original. Sie ist aber durch die einführenden Absätze gerechtfertigt.
Der ganze Text – egal in welcher Sprache – ist doch sowieso relativ unverbindlich. Nicht umsonst handelt es sich lediglich um eine „Erklärung“.
Ja und? Eine Erklärung halt. Mehr nicht.
Für den Glauben verpflichtend? Wohl kaum! Sie enthält ja auch keine verbindlichen Glaubensaussagen.
Gruß
Jürgen

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Sempre » Sonntag 20. März 2016, 23:40

Juergen hat geschrieben:Der ganze Text – egal in welcher Sprache – ist doch sowieso relativ unverbindlich. Nicht umsonst handelt es sich lediglich um eine „Erklärung“.
Ja und? Eine Erklärung halt. Mehr nicht.
Für den Glauben verpflichtend? Wohl kaum! Sie enthält ja auch keine verbindlichen Glaubensaussagen.
Die Erklärung legt nicht direkt etwas zu glauben vor.
Nostra Aetate hat geschrieben:Was in dieser Erklärung im gesamten und im einzelnen ausgesprochen ist, hat die Zustimmung der Väter gefunden. Und Wir, kraft der von Christus Uns übertragenen Apostolischen Vollmacht, billigen, beschießen [sic] und verordnen es zusammen mit den Ehrwürdigen Vätern im Heiligen Geiste und gebieten zur Ehre Gottes die Veröffentlichung dessen, was so durch das Konzil verordnet ist.

Ich Paulus Bischof der katholischen Kirche.
Es folgen die Unterschriften der Väter.
Es kann kein Zweifel bestehen, dass Paul VI. sowie die weit über 2000 Bischöfe hier verkünden, vom Heiligen Geist geleitet die Moslems als Anhänger der Religion des Islam wertzuschätzen. Laut ihnen schätzt der Heilige Geist die Moslems als Anhänger der Religion des Islam. Konsequenterweise hat JPII gebetet, dass der hl. Johannes der Täufer den Islam beschützen möge.

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Hubertus
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Hubertus » Sonntag 20. März 2016, 23:44

ar26 hat geschrieben:Der nächste Punkt ist der bestimmte Artikel bei unicum Deum. Beten die Muslime den alleinigen Gott an oder einen alleinigen Gott? Letzteres ist zutreffend, der Islam ist monotheistisch. Gleichwohl beten sie nicht den alleinigen Gott an, der sich bekanntlich in drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat, was sie ja negieren. Hier hilft mir leider kein Verweis aufs Polnische, da es dort, genau wie im Latein, keine Artikel gibt.
Im Orig. (hier verfügbar) heißt es:
Ecclesia cum aestimatione quoque Muslimos respicit qui unicum Deum adorant
Durch die Großschreibung von Deus soll "der eine Gott" ausgedrückt werden (sonst klein, deus).
Vgl. z.B.
KKK III,2,1,1 hat geschrieben:Ego sum Dominus Deus tuus, qui eduxi te de terra Aegypti, de domo servitutis. Non habebis deos alienos coram me.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von ar26 » Montag 21. März 2016, 00:08

@ Hubertus
Aha, Danke für den Deutungsvorschlag. Sollte das so zutreffen, ist den Autoren nicht mehr zu helfen. Zunächst behaupten sie, die Mohammedaner würden den einen Gott anbeten. Ein paar Sätze weiter konstatieren sie, daß die Mohammedaner Jesus nicht als Gott anerkennen. Das schlicht sich logisch aus. Wenn sie erklären wollten, die Mohammedaner würden die erste göttliche Person, den Gott Abrahams anbeten, hätten sie es auch so schreiben sollen.

Letztlich auch egal. In 2000 Jahren Kirchengeschichte haben kirchliche Hierarchen viel erzählt und geschrieben, was nicht wichtig ist.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von ziphen » Freitag 1. Juli 2016, 14:47

Pfarrer Schießler ist heute Gast in der Phoenixsendung Im Dialog.

http://www.phoenix.de/content/phoenix/d ... en/1119881

https://www.youtube.com/watch?v=gZ9zp96naZM
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Niels » Freitag 1. Juli 2016, 21:01

Schön für ihn.
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von martin v. tours » Freitag 1. Juli 2016, 22:11

Freut mich (ehrlich) für die Leute die ihn mögen. Mein Fall ist er nicht.
Sein Buch glotzt mich jedes mal an wenn ich in einer Buchhandlung bei den Bestsellern bin.
http://www.wochenanzeiger.de/images/red ... 176385.jpg

Ich mag ja diese Bücher über religiöse Themen nicht, bei denen der Verfasser Bildfüllend am Titelbild ist (als wäre es eine Prominentenbiografie).
Meist noch in affigen Posen, die gerade in Mode sind (z.B. verschränkte Arme, Hand am Kinn, nachdenklicher Blick).
Damit meine ich nicht nur Pfarrer Schießler. Gibt noch genug andere Pfarrer; Kardinäle und Theologen. Oft dann auch noch mit einem Titel wo man förmlich spürt, wie sehr sich der Verfasser angestrengt hat möglichst originell und zeitgeistig rüber zu kommen.
Bestes Beispiel: "Das Kapital" von Kardinal Murx.
Irgendwie habe ich den Eindruck, das bei religiösen Büchern früher das Thema des Buches der "Held" war und der Verfasser zweitrangiger.
vielleicht sehe ich das aber auch falsch. Mich sprechen solche Bücher nicht an. aber es gibt ja auch Antiquariate :blinker:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Niels » Freitag 1. Juli 2016, 23:55

Exakt. Diese Herrschaften sind offenbar (nicht nur) als Autoren ziemlich von sich eingenommen.
Man fragt sich nur: Warum? :achselzuck:
Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 2. Juli 2016, 07:44

martin v. tours hat geschrieben:Freut mich (ehrlich) für die Leute die ihn mögen. Mein Fall ist er nicht.
Sein Buch glotzt mich jedes mal an wenn ich in einer Buchhandlung bei den Bestsellern bin.
http://www.wochenanzeiger.de/images/red ... 176385.jpg

Ich mag ja diese Bücher über religiöse Themen nicht, bei denen der Verfasser Bildfüllend am Titelbild ist (als wäre es eine Prominentenbiografie).
Meist noch in affigen Posen, die gerade in Mode sind (z.B. verschränkte Arme, Hand am Kinn, nachdenklicher Blick).
Damit meine ich nicht nur Pfarrer Schießler. Gibt noch genug andere Pfarrer; Kardinäle und Theologen. Oft dann auch noch mit einem Titel wo man förmlich spürt, wie sehr sich der Verfasser angestrengt hat möglichst originell und zeitgeistig rüber zu kommen.
Bestes Beispiel: "Das Kapital" von Kardinal Murx.
Irgendwie habe ich den Eindruck, das bei religiösen Büchern früher das Thema des Buches der "Held" war und der Verfasser zweitrangiger.
vielleicht sehe ich das aber auch falsch. Mich sprechen solche Bücher nicht an. aber es gibt ja auch Antiquariate :blinker:
Geht mir genauso. Leider muss ich sagen, dass mich auch die inflationären „Interviewbücher“ mit prominenten Theologen, Bischöfen, Kardinälen und (emeritierten) Päpsten überhaupt nicht (mehr) ansprechen.

Was sollen eigentlich so reißerische Schlagzeilen wie diese?

http://www.kath.net/news/55789

Ich glaube, Peter Seewald und Benedikt XVI. tun sich mit solchen Publikationen keinen wirklichen Gefallen.
:nein:

Aber das wäre jetzt ein eigenes Thema ...
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 25. August 2016, 12:39

„Die Gunda und ich stehen füreinander ein!“

Pfarrer Schießler: Zölibat und Liebe zu einer Frau passen zusammen :roll:

@ Mod: Könnte man das Threadthema hier nicht einmal anpassen? So „neu“ ist Pfarrer Schießler in Heilig Geist/München inzwischen auch nicht mehr.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Ecce Homo » Donnerstag 25. August 2016, 13:20

Libertas Ecclesiae hat geschrieben: @ Mod: Könnte man das Threadthema hier nicht einmal anpassen? So „neu“ ist Pfarrer Schießler in Heilig Geist/München inzwischen auch nicht mehr.
Hab ich eben mal gemacht... Ecce als Mod
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr alle, die guten Willens sind, seid im Gebet...

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Pirmin » Donnerstag 25. August 2016, 13:38

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:„Die Gunda und ich stehen füreinander ein!“

Pfarrer Schießler: Zölibat und Liebe zu einer Frau passen zusammen :roll:
Weshalb verrollst du die Augen? Selbstverständlich gibt es Liebe zwischen Mann und Frau, die nicht abhängig vom Geschlechtsakt ist – als ob der prima ratio wäre. Und selbstverständlich gibt es Männer und Frauen, die sich geistig sehr gut verstehen und charakterlich harmonieren. Das gab es zwischen Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila oder Papst Johannes Paul II. mit der Philosophin Anna-Teresa Tymieniecka. Und vielen anderen Paaren, deren Zusammenhalt sich durch ihre gemeinsamen Interessen und Vorlieben auszeichnete. Aber das gibt es auch, Menschen, die die Liebe nie vollumfänglich erfahren und auf einer körperlichen Ebene stagnieren, sei es durch Unvermögen, entsprechende Vorbilder oder die Fixierung auf das Geschlecht bzw. auf das Kinderkriegen.

Für die Sinnhaftigkeit des Zölibats kann es für einen katholischen Priester keinen besseren „Beweis“ geben, als die Erfahrung von Liebe, die einfach ist und bei der Äußerlichkeiten wie das Geschlecht oder das biologische Alter nicht (mehr) groß im Vordergrund stehen. Im Vordergrund steht die Freude, dass es diesen, einen Menschen in der Nähe überhaupt gibt.

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 25. August 2016, 14:48

Pirmin hat geschrieben:Für die Sinnhaftigkeit des Zölibats kann es für einen katholischen Priester keinen besseren „Beweis“ geben, als die Erfahrung von Liebe, die einfach ist und bei der Äußerlichkeiten wie das Geschlecht oder das biologische Alter nicht (mehr) groß im Vordergrund stehen. Im Vordergrund steht die Freude, dass es diesen, einen Menschen in der Nähe überhaupt gibt.
Gehört der Austausch von Zärtlichkeiten auch zur „Sinnhaftigkeit des Zölibats“?
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Der neue Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Pirmin » Donnerstag 25. August 2016, 16:14

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Pirmin hat geschrieben:Für die Sinnhaftigkeit des Zölibats kann es für einen katholischen Priester keinen besseren „Beweis“ geben, als die Erfahrung von Liebe, die einfach ist und bei der Äußerlichkeiten wie das Geschlecht oder das biologische Alter nicht (mehr) groß im Vordergrund stehen. Im Vordergrund steht die Freude, dass es diesen, einen Menschen in der Nähe überhaupt gibt.
Gehört der Austausch von Zärtlichkeiten auch zur „Sinnhaftigkeit des Zölibats“?
Über Schießlers Zitat, Zärtlichkeiten seien wichtig, bin ich auch gestolpert. Mir ging es jedoch nicht um diesen speziellen Pfarrer, eher um die ganz allgemeine Aussage, dass es eine fruchtbringende Liebe zwischen Mann und Frau geben kann, die sich nicht in Kindern erschöpft. (Kinder konfligieren m. E. mit dem geistlichen Leben eines Priesters, weswegen es in der Nachfolge Jesu auch nicht um Kinder gehen kann.) Allerdings ist es auch konstitutiv, dass Berührungen zum Menschsein gehören. Deswegen habe ich einfach vermutet, dass dieser Pfarrer so etwas in der Art aussagen wollte. Und nicht etwa, dass er regelmäßig mit einer Frau zärtlich verkehrt und dabei einfach nur den Geschlechtsakt auslässt. Das ist Unsinn, deswegen habe ich es ihm nicht unterstellt. Man darf meine Einlassung schon so verstehen, wie sie gemeint war, nämlich als Wertschätzung des Aufeinanderbezogenseins aus anderen Gründen als der sexuellen Bedürfnisbefriedigung.

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Re: Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Juergen » Freitag 26. August 2016, 10:03

Kann man den Zölibat so definieren:

Zölibat = Verbot des Geschlechtsverkehr

:hmm:
Gruß
Jürgen

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Re: Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Raphael » Freitag 26. August 2016, 10:31

Juergen hat geschrieben:Kann man den Zölibat so definieren:

Zölibat = Verbot des Geschlechtsverkehr

:hmm:
Nö! 8)

Dieser Definitionsversuch deckt lediglich einen Teibereich dessen ab, was unter dem Zölibat zu verstehen ist.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Juergen » Freitag 26. August 2016, 10:51

Raphael hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Kann man den Zölibat so definieren:

Zölibat = Verbot des Geschlechtsverkehr

:hmm:
Nö! 8)

Dieser Definitionsversuch deckt lediglich einen Teibereich dessen ab, was unter dem Zölibat zu verstehen ist.
Eben!

Es hört sich aber in dem Artikel so an, als ginge es nur um die eine Sache.
Gruß
Jürgen

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Re: Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von taddeo » Freitag 26. August 2016, 11:46

Juergen hat geschrieben:Kann man den Zölibat so definieren:

Zölibat = Verbot des Geschlechtsverkehr

:hmm:
Zölibat bedeutet, streng genommen, "nur" das Verbot bzw. den freiwilligen Verzicht einer (kirchlichen) Eheschließung.
Da aber, ebenso streng genommen, alle geschlechtlichen Aktivitäten außerhalb einer gültigen Ehe sündhaft sind, inkludiert der Zölibat natürlich das von dir genannte Verbot, aber auch den Verzicht auf alle anderen unsittlichen Akte.

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Re: Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Raphael » Freitag 26. August 2016, 12:01

taddeo hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Kann man den Zölibat so definieren:

Zölibat = Verbot des Geschlechtsverkehr

:hmm:
Zölibat bedeutet, streng genommen, "nur" das Verbot bzw. den freiwilligen Verzicht einer (kirchlichen) Eheschließung.
Da aber, ebenso streng genommen, alle geschlechtlichen Aktivitäten außerhalb einer gültigen Ehe sündhaft sind, inkludiert der Zölibat natürlich das von dir genannte Verbot, aber auch den Verzicht auf alle anderen unsittlichen Akte.
Ebend! :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Der Pfarrer von Heilig Geist/München

Beitrag von Juergen » Freitag 26. August 2016, 12:07

taddeo hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Kann man den Zölibat so definieren:

Zölibat = Verbot des Geschlechtsverkehr

:hmm:
Zölibat bedeutet, streng genommen, "nur" das Verbot bzw. den freiwilligen Verzicht einer (kirchlichen) Eheschließung.
Da aber, ebenso streng genommen, alle geschlechtlichen Aktivitäten außerhalb einer gültigen Ehe sündhaft sind, inkludiert der Zölibat natürlich das von dir genannte Verbot, aber auch den Verzicht auf alle anderen unsittlichen Akte.
Dann möchte ich mal die sehen, was die Kirche sagt, wenn ein Priester zivil heiratet und sich beide Partner verpflichten, sich des ehelichen Verkehrs zu enthalten.
Gruß
Jürgen

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