Ministrantinnen?

Allgemein Katholisches.

Moderator: taddeo

Mädchen / Frauen am Altar

Dafür.
57
47%
Dagegen.
65
53%
 
Abstimmungen insgesamt: 122

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonnabend 23. August 2008, 23:39

Raimund Josef H. hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Der Mann, der bei uns seit Jahren minstriert, hat bis jetzt noch nicht das Bedürfnis, in den geistlichen Stand einzutreten.
Bis jetzt ist keiner unserer Minis (wir haben nur noch für Sonntagsmessen welche) Geistlicher geworden. Allerdings hat der Ministrantendienst viele von ihnen zu Kirchgängern gemacht. Auch dann, wenn sie nicht ministrieren.
Warum könnt ihr für die Werktage keine jungen Ministranten motivieren? Oder sind die Gottesdienste morgens?
Ich habe noch mal nachgedacht, was da eigentlich passiert ist. Ich glaube der Hauptgrund ist, daß der Ministrant, der früher bei der einzigen Abendmesse in dieser Kirche mit der Schule fertig ist und wahrscheinlich zum Studieren weggezogen ist. Ich habe ihn nicht mehr gesehen. Die Hauptkirche dahingegen hat für die Abendmessen meistens Minis, aber die kenne ich nicht persönlich.
Die polnischsprachige Gemeinde hat eigentlich immer Ministranten — ebenso Ministrantinnen.
Als ich hierher kam, gab es hier noch keine Mädchen. Dann kam das erste Mädchen, I. Dann kam erst einmal gar nichts, und dann kam ein Mädchen, das Erstkommunion hatte, und danach kamen mehr.
In PL selbst ist es sehr unterschiedlich. Viele Gemeinden haben gar keine Ministrantinnen, in anderen Gemeinden übernehmen die Marienmädchen auch schon mal die Ministrantenaufgaben, ein paar haben tatsächlich Ministrantinnen.
???

maliems
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Beitrag von maliems » Sonnabend 23. August 2008, 23:48

iustus hat geschrieben:Also sind auch Mädchen als Ministrantinnen praktisch kein Problem, wenn sie dort, wo unverheiratete Männer und Jungen da sind, zurücktreten sollen und dies auch im allgemeinen tun.
o Iuste,

Das Zölibat des Klerikers ist, wie Du weißt, praktischer, spiritueller und kirchenrechtlicher Natur,

der Ausschluss von Frauen vom Klerikerstand allerdings dogmatischer Natur.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonnabend 23. August 2008, 23:50

maliems hat geschrieben: Das Zölibat des Klerikers ist,
Kleiner Abstecher: Ich dachte immer, in der katholischen Kirche sagt man aus Respekt "der (und nicht das) Zölibat"…ich weiß aber nicht, ob dies stimmt.
???

maliems
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Beitrag von maliems » Sonnabend 23. August 2008, 23:56

anneke6 hat geschrieben:
maliems hat geschrieben: Das Zölibat des Klerikers ist,
Kleiner Abstecher: Ich dachte immer, in der katholischen Kirche sagt man aus Respekt "der (und nicht das) Zölibat"…ich weiß aber nicht, ob dies stimmt.
jou da haste recht. schuldigung.

eine schlechte angewohheit.

ich habe es mir leider auch noch nicht abgewöhnt, "der" tabernakel zu sagen.

so gott will, werde ich es allerdings einmal so lernen, dass es in fleisch u blut übergegangen ist.

maliems
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Beitrag von maliems » Sonntag 24. August 2008, 00:03

anneke6 hat geschrieben: Die Hauptkirche dahingegen hat für die Abendmessen meistens Minis, aber die kenne ich nicht persönlich.
Ich wills jetzt ja nicht übertreiben, aber als Tradi möchte ich immerhin anmerken, dass die traditionelle Meßzeit der Morgen, für das Hochamt der Vormittag ist. Abendmessen gibt es erst seit... ???

Hab ich jetzt vergessen, da es lange her ist, dass ich mich hier eingelesen habe.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonntag 24. August 2008, 00:23

Ich weiß. Aber wir sind hier keine Tradi-Gemeinden.
Trotzdem haben wir Werktagsmessen am Vormittag, um halb 9 und um 11 in den entsprechenden Kirchen. Daß da keine Kinder, die in der Schule sein müßten, ministrieren, ist ja wohl klar.
In der Advents- und Fastenzeit haben wir Frühmessen, aber viele Schüler ziehen dann ihren Schlaf vor.
???

maliems
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Beitrag von maliems » Sonntag 24. August 2008, 00:40

anneke6 hat geschrieben: In der Advents- und Fastenzeit haben wir Frühmessen, aber viele Schüler ziehen dann ihren Schlaf vor.
Das kann ich gur verstehen. Bin auch so gestrickt.

nebenbei: was mich mal interessieren würde: eine Untersuchung über die Auswirkungen des Pontifikats Pius X. auf den Ministrantendienst.

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Maurus
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Beitrag von Maurus » Sonntag 24. August 2008, 02:00

Man lernt: Die Klerikalisierung der Laien hat durchaus Tradition.

regina 32
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Beitrag von regina 32 » Sonntag 24. August 2008, 09:22

Maurus hat geschrieben:Man lernt: Die Klerikalisierung der Laien hat durchaus Tradition.
ist das schlecht?

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Amideus
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Beitrag von Amideus » Sonntag 24. August 2008, 13:50

Meinereiner war von 1983 bis zu meinem Ordenseintritt Ministrant. Eine Zeit, die für mich sehr wichtig gewesen ist. Ab meinem 15. Lebensjahr war ich dann auch noch Hilfsküster und Lektor. Wenn morgens Unterricht ausgefallen ist, war ich immer zur Stelle.
Im Jahre 1987 sind dann in meiner Heimatpfarrei Ministrantinnen gegen den ausdrücklichen Willen des Pfarrers eingeführt worden. Er hat sich dann mit den Mädchen arrangiert. Anfangs sind die Damen auch regelmäßig zum Dienst erschienen, währenddessen haben sich die Jungs verabschiedet. Schließlich war es so, dass auch die holde Weiblichkeit kein Interesse mehr verspürte. Zum Schluss habe ich dann bei allen Sonntagsmessen (es waren drei an der Zahl" ministriert. Die am Wochenende stattfindenden Trauungen und Taufen nicht mitgezählt.
Der Nachfolger meines "alten" Pfarrers kam gerade frisch aus Venezuela zurück. Neue Besen kehren gut, wie es so schön heisst. Die Zahl der Ministranten und Ministrantinnen nahm wieder leicht zu und der nette Geistliche begann die Zahl der Ministranten pro Messe auf maximal vier zu beschränken.
Mich hat er bis zu meinem Ordensaustritt "ertragen". Wir mochten uns nicht, aber das ist eine andere Geschichte.

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anneke6
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Beitrag von anneke6 » Sonntag 24. August 2008, 23:39

Übrigens…wir hatten tatsächlich Ministranten, die den Weg einer geistlichen Berufung nachgingen.
Wie konnte ich nur unsere Praktikanten vergessen. Ich erinnere mich mindestens an fünf.
Einer von ihnen war der im Priesterrock.
???

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Maurus
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Beitrag von Maurus » Montag 25. August 2008, 23:12

regina 32 hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Man lernt: Die Klerikalisierung der Laien hat durchaus Tradition.
ist das schlecht?
Weder gut noch schlecht. Überflüssig.

maliems
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Beitrag von maliems » Dienstag 26. August 2008, 00:37

Maurus hat geschrieben:
regina 32 hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Man lernt: Die Klerikalisierung der Laien hat durchaus Tradition.
ist das schlecht?
Weder gut noch schlecht. Überflüssig.
nein. wenn man davon ausgeht, dass die niederen weihestufen in der Liturgie seit Jahrhunderten vertretungsweise wahrgenommen werden. etwas anderes wäre es wenn bsp. die akkolyten wirklich geweihte akkolyten wären, wogegen ich nichts hätte.

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Maurus
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Beitrag von Maurus » Dienstag 26. August 2008, 13:27

maliems hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
regina 32 hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Man lernt: Die Klerikalisierung der Laien hat durchaus Tradition.
ist das schlecht?
Weder gut noch schlecht. Überflüssig.
nein. wenn man davon ausgeht, dass die niederen weihestufen in der Liturgie seit Jahrhunderten vertretungsweise wahrgenommen werden. etwas anderes wäre es wenn bsp. die akkolyten wirklich geweihte akkolyten wären, wogegen ich nichts hätte.
Ja eben: "Seit Jahrhunderten". Über diese Zeit ist aus der Vertretung der Normalfall geworden - eine nicht gemachte, sondern gewachsene Entwicklung. Eine echte Weihe für Akolythen hat es nie gegeben, weil es nur ein dreistufiges Weiheamt gibt.

maliems
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Beitrag von maliems » Dienstag 26. August 2008, 16:16

OK, wenn du das dann klerikalisierung der laien nennst...

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 26. August 2008, 22:54

Maurus hat geschrieben:Eine echte Weihe für Akolythen hat es nie gegeben, weil es nur ein dreistufiges Weiheamt gibt.


Die Geschichte des „dreistufigen Amts“ müßte man noch mal gesondert aufdröseln. Das Lehramt hat sich dazu durchaus widersprüchlich geäußert. Aber das nur nebenbei. Vor allem will ich sagen: Die Sakramentalien sind nichts „Unechtes“. Diese Haltung der Mißachtung von Sakramentalien ist vielleicht eine der Wurzeln der ganzen Misere der Kirche – und, wie sich hier zeigt, beileibe nicht bloß eine Konzilsgeistskrankheit.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Lutheraner
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Beitrag von Lutheraner » Mittwoch 27. August 2008, 13:43

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Eine echte Weihe für Akolythen hat es nie gegeben, weil es nur ein dreistufiges Weiheamt gibt.


Die Geschichte des „dreistufigen Amts“ müßte man noch mal gesondert aufdröseln. Das Lehramt hat sich dazu durchaus widersprüchlich geäußert. Aber das nur nebenbei. Vor allem will ich sagen: Die Sakramentalien sind nichts „Unechtes“. Diese Haltung der Mißachtung von Sakramentalien ist vielleicht eine der Wurzeln der ganzen Misere der Kirche – und, wie sich hier zeigt, beileibe nicht bloß eine Konzilsgeistskrankheit.
Ist es nicht so, dass erst das Vat. II von dem "dreistufigem Amt" auch als "dreistufigem Sakrament" spricht und man vorher davon ausging, dass die Priesterweihe ein Sakrament war und die Biscbofsweihe nur eine Sakramentalie, in der entfaltet wurde, was schon bei der Priesterweihe übertragen wurde?

In diese Richtung geht, was SELK-Propst Gert Kelter in diesem Artikel ausführt.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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Seraph
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Beitrag von Seraph » Mittwoch 27. August 2008, 18:27

Linus hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Wenn der Ministrantendienst einen Bezug zur Berufung als Kleriker hat, dann sind Verheiratete dort ebenso fehl am Platz wie Mädchen (nach Meinung von Maliems: "theoretisch")
Verheiratete können zum kleriker geweiht werden, Frau niemals.
Und mit der Begründung wiese man im Einklang mit der Lehre der Kirche lebende Mädchen und Frauen, die möglicherweise einer anderen geistlichen Berufung folgen zurück, während verheiratete Männer und unverheiratete, womöglich dauerhaft im sogenannten "Konkubinat" Lebende ohne weiteres dienen dürften, Hauptsache der Schein ist gewahrt? O tempora, o mores!

Der Ministrantendienst ist kein klerikaler, sondern ein laikaler Dienst, der sich auf die Taufgnade beruft, das haben die entsprechenden Stellen längst klargestellt. Wer diesen Dienst klerikalisiert, nimmt nicht nur meines Erachtens eine unzulässige Vermengung vor.

Grüße
Seraph
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
(Mother Mary Francis)

maliems
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Beitrag von maliems » Mittwoch 27. August 2008, 18:53

Seraph hat geschrieben:während verheiratete Männer und unverheiratete, womöglich dauerhaft im sogenannten "Konkubinat" Lebende ohne weiteres dienen dürften, Hauptsache der Schein ist gewahrt? O tempora, o mores!
usus non tollit abusum

maliems
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Beitrag von maliems » Mittwoch 27. August 2008, 18:54

Seraph hat geschrieben:Der Ministrantendienst ist kein klerikaler, sondern ein laikaler Dienst, der sich auf die Taufgnade beruft, das haben die entsprechenden Stellen längst klargestellt.
´

Mit "Klarstellungen", die die nachkonziliare Kirche ohne jede Stütze in der liturgischen Tradition vornimmt, bin ich seh sehr sehr vorsichtig.

iustus
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Beitrag von iustus » Mittwoch 27. August 2008, 20:53

Seraph hat geschrieben:Der Ministrantendienst ist kein klerikaler, sondern ein laikaler Dienst, der sich auf die Taufgnade beruft, das haben die entsprechenden Stellen längst klargestellt.
Hast Du dafür Belege?

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Maurus
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Beitrag von Maurus » Mittwoch 27. August 2008, 22:54

Lutheraner hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Eine echte Weihe für Akolythen hat es nie gegeben, weil es nur ein dreistufiges Weiheamt gibt.


Die Geschichte des „dreistufigen Amts“ müßte man noch mal gesondert aufdröseln. Das Lehramt hat sich dazu durchaus widersprüchlich geäußert. Aber das nur nebenbei. Vor allem will ich sagen: Die Sakramentalien sind nichts „Unechtes“. Diese Haltung der Mißachtung von Sakramentalien ist vielleicht eine der Wurzeln der ganzen Misere der Kirche – und, wie sich hier zeigt, beileibe nicht bloß eine Konzilsgeistskrankheit.
Ist es nicht so, dass erst das Vat. II von dem "dreistufigem Amt" auch als "dreistufigem Sakrament" spricht und man vorher davon ausging, dass die Priesterweihe ein Sakrament war und die Biscbofsweihe nur eine Sakramentalie, in der entfaltet wurde, was schon bei der Priesterweihe übertragen wurde?

In diese Richtung geht, was SELK-Propst Gert Kelter in diesem Artikel ausführt.
Zumindest bedurfte die Lehre vom dreisstufigen Amt einer Präzisierung.

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overkott
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Beitrag von overkott » Freitag 5. September 2008, 09:05

Maurus hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Eine echte Weihe für Akolythen hat es nie gegeben, weil es nur ein dreistufiges Weiheamt gibt.


Die Geschichte des „dreistufigen Amts“ müßte man noch mal gesondert aufdröseln. Das Lehramt hat sich dazu durchaus widersprüchlich geäußert. Aber das nur nebenbei. Vor allem will ich sagen: Die Sakramentalien sind nichts „Unechtes“. Diese Haltung der Mißachtung von Sakramentalien ist vielleicht eine der Wurzeln der ganzen Misere der Kirche – und, wie sich hier zeigt, beileibe nicht bloß eine Konzilsgeistskrankheit.
Ist es nicht so, dass erst das Vat. II von dem "dreistufigem Amt" auch als "dreistufigem Sakrament" spricht und man vorher davon ausging, dass die Priesterweihe ein Sakrament war und die Biscbofsweihe nur eine Sakramentalie, in der entfaltet wurde, was schon bei der Priesterweihe übertragen wurde?

In diese Richtung geht, was SELK-Propst Gert Kelter in diesem Artikel ausführt.
Zumindest bedurfte die Lehre vom dreisstufigen Amt einer Präzisierung.
Führ das mal bitte näher aus.

Man kann natürlich so lange präzisieren, bis das Gegenteil herauskommt.

Ich will damit nicht sagen, dass das so war.

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songul
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Ministrantinnen Ja - Nein?

Beitrag von songul » Sonnabend 26. September 2009, 09:33

Eine Frage:
ist es ganz gegen die Tradition, wenn Mädchen bis zu einem gewissen Alter ministrieren dürfen?

Fridericus
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Fridericus » Sonnabend 26. September 2009, 13:40

songul hat geschrieben:Sehr schade.
Eine Frage:
ist es ganz gegen die Tradition, wenn Mädchen bis zu einem gewissen Alter ministrieren dürfen?
Ja. Das kommt überhaupt nicht in Frage.

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Senensis
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Senensis » Sonnabend 26. September 2009, 14:38

Richtig.
et nos credidimus caritati

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von songul » Sonnabend 26. September 2009, 14:58

Jetzt möchte ich doch noch mal nachfragen (und man möchte mir das nicht als in respektloser Weise auslegen) aber ich meinte natürlich nur ganz junge Mädchen, jenseits von Gut und Böse.
Diese Diskussion gibt es ja auch in unserer Kirche und da ist es bis dato nur die Antiochenische, die Mädchen vor ihren Menses zum Altardienst zulassen.
Einzige Ausnahme: in Frauenklöstern ist meistens eine der älteren Schwestern Sakristanin und übernimmt manchmal auch noch andere Tätigkeiten wenn keine "Altarjungs" da sind.

Also bitte, ich bin weder eine Emanze noch für's Frauenpriestertum :würg: , aber ich würde mich freuen ein wenig mehr Argumentation zu hören, als nur "Geht nicht/Kommt nicht in Frage".

Wäre sehr verbunden.

LG Songul

Siard
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Siard » Sonnabend 26. September 2009, 15:08

unabhängig von meiner eigenen meinung zu ministrantinnen möchte ich darauf hinweisen, das rom diese (zumindest für den lateinischen ritus) erlaubt hat...
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

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songul
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von songul » Sonnabend 26. September 2009, 15:21

Also ich persönlich finde es gewagt, Mädchen in der Adoleszens noch zum Altardienst zu zulassen. Ganz einfach aus dem Grund, weil in dem Alter schon der Wunsch, das Verlangen zum Frauenpriestertum enstehen kann.
Bei jungen Mädchen wohl eher kaum, dafür aber das Gefühl der Zugehörigkeit und auch das Anerziehen zur Nähe für die Kirche; abgesehen dass der Rest ohnehin auch schon im Elternhaus geschehen muss.
So, und nur so kann ich für mich Altardienerinnen oder Ministrantinnen akzeptieren.

LG Songul

Chrysostomus
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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von Chrysostomus » Sonnabend 26. September 2009, 15:27

A Schmarrn ist des doch.
Die meisten Mädchen, die ich als Ministrantinnen kenne - und ich ministriere selbst in meiner Adoleszenz, ich böse weibliche Jugend - sind mit dem bestehenden Kirchensystem in Übereinstimmung. Zumindest habe ich noch keine gesehen, die sich nun gegen den Priester und für das Frauenpriestertum aufgetrumpft hätten.
Solche Forderungen entstehen doch eher außerhalb, also in der sowieso aufrührerischen Sphäre, als in der, die sich aktiv in der Kirche beteiligt.
Und tatsächlich kann es sogar vorkommen, man tue mal die Augen auf, dass Mädchen mehr Wert auf ordentlich gefeierte Liturgie tun und dementsprechend ministrieren, als der ihnen vorgeordnete, männliche Oberministrant. Ich denke, ein Qualitätsdenken könnte so langsam an gewissen Stellen auch mal in der Kirche durchbrechen - oder eine gewisse Differenzierung.

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von songul » Sonnabend 26. September 2009, 15:34

A Schmarrn is des net.

Ich bewege mich halt in anderen kirchlichen Kreisen als wie du.
Aber meine Frage war ganz explizit gestellt, und in Hinblick auf die Postings vor dir.

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Re: Ordens- und Klosternachrichten

Beitrag von songul » Sonnabend 26. September 2009, 15:55

Wenn ich gewusst hätte, welche "Blüten" meine Frage aufgeworfen hat, hätt ich's wohl lieber per PN getätigt.

Songul :angewidert:

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