Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

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cantus planus
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Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von cantus planus »

Ich eröffne zu den neuen Leitlinien mal einen neuen Strang: http://www.kath.net/detail.php?id=2746
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ottaviani
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von ottaviani »

wie weit ist da jetzt etwas neues dabei

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Berolinensis
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Berolinensis »


Benedikt

Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Benedikt »

Folgerichtig.

Rom erachtet die Bereitschaft und/oder Fähigkeit der Ortsbischöfe, in den behandelten Fällen aktiv zu werden, sehr gering.

Zurecht, finde ich.

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Peregrin
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Peregrin »

Benedikt hat geschrieben: Rom erachtet die Bereitschaft und/oder Fähigkeit der Ortsbischöfe, in den behandelten Fällen aktiv zu werden, sehr gering.

Zurecht, finde ich.
Trotzdem ist es Unsinn, alles in Rom an sich zu ziehen. Die sollen sich lieber einmal fragen, wieso die von ihnen eingesetzten Bischöfe sich auf breiter Front als Versager erweisen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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cantus planus
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von cantus planus »

Peregrin hat geschrieben:Trotzdem ist es Unsinn, alles in Rom an sich zu ziehen.
Eben. Im Augenblick mag es nicht anders gehen. Auf lange Sicht ist diese Entwicklung aber äußerst problematisch.
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Niels
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Niels »

cantus planus hat geschrieben:
Peregrin hat geschrieben:Trotzdem ist es Unsinn, alles in Rom an sich zu ziehen.
Eben. Im Augenblick mag es nicht anders gehen. Auf lange Sicht ist diese Entwicklung aber äußerst problematisch.
So ist es. Wird sich kurz- und mittelfristig leider nicht vermeiden lassen.
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taddeo
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von taddeo »

cantus planus hat geschrieben:
Peregrin hat geschrieben:Trotzdem ist es Unsinn, alles in Rom an sich zu ziehen.
Eben. Im Augenblick mag es nicht anders gehen. Auf lange Sicht ist diese Entwicklung aber äußerst problematisch.
Keineswegs. Das ist nicht problematisch, sondern sehr vernünftig und sachgerecht.

Es geht ja hier ausschließlich um sogenannte "delicta graviora", die nicht gerade häufig vorkommen.
Und es ist im kirchlichen Recht immer schon sinnvoll gewesen, daß solche seltenen Rechtsfälle nicht von irgendeinem "Bamperlgericht" in der Provinz beurteilt werden, das womöglich noch nie mit so einem Fall konfrontiert war oder keine entsprechend qualifizierten Fachleute dafür hat, sondern von einer Zentralstelle in Rom, die beides hat.
Zum zweiten verhindert die Behandlung durch den Heiligen Stuhl die Einflußnahme von außen auf das Verfahren: sei es etwa durch vermeintliche Loyalitätspflichten gegenüber einer betroffenen Partei, oder Einmischung von nichtkirchlichen Stellen. Man darf auch nicht übersehen, daß hier staatliche Gesetze womöglich in Konflikt zu den kirchlichen stehen könnten und weltliche Instanzen womöglich eine entsprechende Bestrafung verhindern können. (Ähnlich wie etwa Eheprozesse regierender Fürstenhäuser grundsätzlich von der Rota Romana geführt werden müssen, um Abhängigkeiten zwischen Kirche und Landesherrn zu umgehen.)

Nein, das ist schon gut so, wie das geregelt ist.

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cantus planus
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von cantus planus »

Ja. Du hast vollkommen recht. In diesem Fall. Es gibt aber seit etlichen Jahrzehnten die Tendenz, dass Rom immer mehr Kompetenzen an sich zieht, die eigentlich den Bischöfen zukämen. Wie gesagt: in der aktuellen Situation mag das sinnvoll sein. Im Großen und Ganzen ist es problematisch.
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taddeo
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von taddeo »

cantus planus hat geschrieben:Ja. Du hast vollkommen recht. In diesem Fall. Es gibt aber seit etlichen Jahrzehnten die Tendenz, dass Rom immer mehr Kompetenzen an sich zieht, die eigentlich den Bischöfen zukämen. Wie gesagt: in der aktuellen Situation mag das sinnvoll sein. Im Großen und Ganzen ist es problematisch.
Wenn man die Bischöfe machen läßt, wie sie wollen, dann kommt womöglich wieder nur ein neues Konzil raus.
Und was dabei rauskommt, hat man ja die letzten zwei Jahrhunderte gesehen. Jedesmal ne Kirchenspaltung (auch wenn sie allmählich kleiner werden).
Dann lieber ultramontanen Zentralismus.

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Niels
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Niels »

taddeo hat geschrieben: Dann lieber ultramontanen Zentralismus.
O ja, der ist (derzeit=wie lange noch?) bei weitem das sehr viel kleinere kleinere "Übel"...
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taddeo
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von taddeo »

Niels hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Dann lieber ultramontanen Zentralismus.
O ja, der ist (derzeit=wie lange noch?) bei weitem das sehr viel kleinere kleinere "Übel"...
So, wie in den letzten hundert Jahren die Päpste waren und in den letzten 25 Jahren die Bischöfe, darf das "derzeit" ruhig noch lange dauern. Die guten Bischöfe haben damit eh kein Problem, um die schlechten ist's nicht schad.

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ottaviani
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von ottaviani »

Peregrin hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben: Rom erachtet die Bereitschaft und/oder Fähigkeit der Ortsbischöfe, in den behandelten Fällen aktiv zu werden, sehr gering.

Zurecht, finde ich.
Trotzdem ist es Unsinn, alles in Rom an sich zu ziehen. Die sollen sich lieber einmal fragen, wieso die von ihnen eingesetzten Bischöfe sich auf breiter Front als Versager erweisen.
es gibt dazu zur zeit kaum alternativen

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Niels
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Niels »

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Albert
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Albert »

Sehr gut, bravo.

Bitte eine Kopie sofort an Hw. Breitenbach mit dem Vermerk "Entweder/Oder"!

Termin 18.07.2010 24:00 Uhr.

Grüße,
Albert

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taddeo
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von taddeo »

Albert hat geschrieben:
Sehr gut, bravo.

Bitte eine Kopie sofort an Hw. Breitenbach mit dem Vermerk "Entweder/Oder"!

Termin 18.07.2010 24:00 Uhr.

Grüße,
Albert
:hae?: Sorry, aber was hat Herr B. damit zu tun? :achselzuck:

Albert
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Albert »

taddeo hat geschrieben:
Albert hat geschrieben:
Sehr gut, bravo.

Bitte eine Kopie sofort an Hw. Breitenbach mit dem Vermerk "Entweder/Oder"!

Termin 18.07.2010 24:00 Uhr.

Grüße,
Albert
:hae?: Sorry, aber was hat Herr B. damit zu tun? :achselzuck:
Sein selbst inszenierter Firlefanz, zB Faschingsmessen mit roter Pappnase usw.

Seine willkürliche Art den Glauben selbst zu definieren, mit oder ohne bischöflicher Zustimmung, nein dass sind die Zerstörer des Glaubens!
Wir bedürfen nicht weniger römischen Zentralismus, sondern mehr! hat geschrieben:
(...)Eine aufrichtige, innere Einheit mit Christus und dem Heiligen Stuhl im Allgemeinen wie im Konkreten (Kurie und Papst) ist daher indispensabel, es kann in diesem inneren Bereich keine legitime Dezentralisierung geben, da dies einer innerlichen Loslösung von der Kirche gleichkäme. Kirche bedeutet aber auch immer Christusgemeinschaft (oder anders ausgedrückt: Heiligkeit).(...)
Grüße,
Albert

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Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Peregrin hat geschrieben:
Benedikt hat geschrieben: Rom erachtet die Bereitschaft und/oder Fähigkeit der Ortsbischöfe, in den behandelten Fällen aktiv zu werden, sehr gering.

Zurecht, finde ich.
Trotzdem ist es Unsinn, alles in Rom an sich zu ziehen. Die sollen sich lieber einmal fragen, wieso die von ihnen eingesetzten Bischöfe sich auf breiter Front als Versager erweisen.
Ja. Da liegt der Hase im Pfeffer. (Daß die Entmannung des Episkopats mit dem römischen Zentralismus zusammenhängt, habe ich ja schon öfter bemerkt.)
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Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Niels hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Dann lieber ultramontanen Zentralismus.
O ja, der ist (derzeit=wie lange noch?) bei weitem das sehr viel kleinere kleinere "Übel"...
Mir scheint er dagegen mindestens mitursächlich für die kirchlichen Übel der Gegenwart.
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Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Robert Ketelhohn »

taddeo hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Dann lieber ultramontanen Zentralismus.
O ja, der ist (derzeit=wie lange noch?) bei weitem das sehr viel kleinere kleinere "Übel"...
So, wie in den letzten hundert Jahren die Päpste waren und in den letzten 25 Jahren die Bischöfe, darf das "derzeit" ruhig noch lange dauern. Die guten Bischöfe haben damit eh kein Problem, um die schlechten ist's nicht schad.
Den guten Bischöfen ist die „Zentrale“ im Ernstfall keine Hilfe, und die schlechten wurden immer mehr, je mehr der Zentralismus ausgebaut wurde. Das ist zunächst die nackte Feststellung der Symptomatik. Über die Gründe kann man diskutieren, aber einen kausalen Nexus zu leugnen wäre doch arg blauäugig, meine ich.
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Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Albert hat geschrieben:
Sehr gut, bravo.
:nein:
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cantus planus
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Re: Mißbrauch: Neue Leitlinien aus Rom

Beitrag von cantus planus »

Den Zentralismus kann man nur zur Bekämpfung der derzeitigen Übel annehmen. Darüberhinaus gliche es, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Mit dem gleichen caesaro-papalistischen Autokratismus, der jetzt als Zentralismus beklatscht wird, hat Paul VI. viel Schaden über die Kirche gebracht. Ohne diesen Zentralismus wären die gravierenden Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte gar nicht denkbar gewesen.
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