Rund ums Theologiestudium

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Philos
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Philos » Donnerstag 4. April 2013, 21:19

Salmantizenser hat geschrieben:I
St. Pölten
Also ich glaub St.Pölten kann man inzwischen vergessen.
Lord Mouton hat geschrieben: Mit Professoren à la "Memorandum Kirche" (oder wie das hieß) kann ich glaub ich wenig anfangen
Auch das Memorandum hat interessante Ansätze -das soll aber woanders diskutiert werden ;) -

Ich glaub aber man kann Wien durchaus auch zu die vernünftigen Unis zählen. Ich hab mal in Graz studiert und das war eine , zwar oft sehr sehr progressiv, vernünftige Lehre. Wenn alles so ganz "streng nach Norm" geht is ja auch mit der Zeit blöd, weil da lern man dann nie seinen Glauben zu verteidigen (hab ich in Graz schon hin und wieder unter Studenten machen müssen).

Was is mit Salzburg und Innsbruck?
"Für den Konservativen ist die französische Revolution nicht der Sturm auf die Bastille, sondern die Zerstörung von Cluny."
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Yeti
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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Yeti » Freitag 12. April 2013, 21:09

Philos hat geschrieben:Ich hab mal in Graz studiert
Mein alter Herr, der auch in Wien studierte, erzählte einmal, dass ein Österreicher den Witz erzählt habe, man dürfe bei der Ankunft mit dem Zug in Graz nicht den Kopf herausstecken, sonst säße ein Doktorhut drauf...hab' aber keine Ahnung, ob's immer noch so ist :breitgrins: , nur einen Priester aus Österreich kennengelernt, der in Graz studierte.
Philos hat geschrieben:Was is mit Salzburg und Innsbruck?
Also in Innsbruck regieren doch die Jesuiten und damit Rahner...das ist dann wohl eher eine Kaderschmiede als eine theologische Fakultät. Und Salzburg...dort hat mein ehem. Dozent für Religionspädagogik ein erfolgloses "Vorsingen" gehabt, weil der damalige Erzbischof Eder ihn abgelehnt hat. Das war für Salzburg m.E. damals ein Gütesiegel. Wie's heute ist, weiß ich nicht.

Ich selbst hab in Freiburg studiert, dort war die Ausbildung recht durchschnittlich gediegen, sackte dann aber nach einigen Emeritierungen und Todesfällen merklich ab.
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Elisabetha
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Thema Theologiestudium

Beitrag von Elisabetha » Sonntag 21. April 2013, 17:46

Hallo Allerseits,

gibt es bereits einen Bereich zum Thema Theologiestudium? Ich habe die Suche zwar benutzt aber nichts dazu gefunden. Ich bin derzeit so fast in der Lebensmitte angekommen (39) habe sozusagen einen Schnitt gemacht (werde auf keinen Fall mehr in meinem alten Beruf arbeiten weil ich mich so sehr verbogen hatte und richtig krank geworden bin) - richte mich grade wieder neu aus und habe in 3 Monaten eine Arbeit die ich von zu Hause und übers Internet erledigen kann. Für mich ein mittelgroßes Wunder da seriös.

Naja sprich ich kann mir meine Zeit unglaublich gut einteilen - und daher fiel der eigentliche Entschluss: ich werde zum Sommer hin einen Fernkurs Abitur belegen und meinen Hochschulabschluss nachholen mit dem Vorhaben anschließend Theologie zu studieren.

Keine Ahnung ob das gewagt ist, es ist mir auch völlig schnuppe ob ich später beruflich etwas damit anfangen kann. Ich möchte nicht in die pädagogische Richtung gehen sondern Theologie als Wissenschaft studieren.

Gibt es hier Menschen die Theologie studiert haben?
Wie läuft das denn in etwa ab? Lernt man griechisch und hebräisch während des Studiums oder macht es Sinn auch da jetzt schon dran zu denken?

Ich lebe in der Nähe von Heidelberg (ca. 1 gute Stunde) und möchte daher dort studieren - vielleicht kann ich auch nach dem Abi oder in absehbarer Zeit danach in Richtung Saarbrücken ziehen und dort studieren. Aber erstmal rechne ich mit Heidelberg und der Theologischen Hochschule dort.

Es ist ja nun doch noch etwas Zeit hin aber, wie läuft so ein Studium ab und gibt es schöne Lektüre um mich auf das Studium "soft" vorzubereiten?
Was würdet ihr empfehlen?

Ist es möglich Theologie mit Schwerpunkt Altes Testament zu studieren? Ich habe schon immer einen ganz starken Drang zum alten Testament und fände es super den Schwerpunkt darauf zu legen!

Naja es ist etwas sehr begeistert - aber ich Träume jetzt schon davon irgendwann meinen Dr. zu machen, grins - es ist grade so ein bissel ein Teenagergefühl - hehe!
Erstmal muss ich das Abitur gebacken bekommen, aber wie gesagt, so Literaturmäßig würde ich einfach gerne schon losschmökern um die langen knapp 3 Jahre Abizeit zu überstehen!

Herzliche und liebe Grüße

Elisabetha

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Maurus
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Maurus » Sonntag 21. April 2013, 19:55

Elisabetha hat geschrieben: Naja sprich ich kann mir meine Zeit unglaublich gut einteilen - und daher fiel der eigentliche Entschluss: ich werde zum Sommer hin einen Fernkurs Abitur belegen und meinen Hochschulabschluss nachholen mit dem Vorhaben anschließend Theologie zu studieren.
Alles Gute! :daumen-rauf:
Elisabetha hat geschrieben:Wie läuft das denn in etwa ab? Lernt man griechisch und hebräisch während des Studiums oder macht es Sinn auch da jetzt schon dran zu denken?
In der Regel kann man auch an der Fakultät die Sprachscheine machen. Es empfiehlt sich, bei der Fakultät deiner Wahl in dieser Hinsicht einmal anzufragen. Die Sprachen vorher zu machen, verschafft einem im Studiem mehr Zeit. Andererseits kosten studienbegleitende Kurse in der Regel nichts, während Intensivkurse für gewöhnlich Geld kosten. Aber auch das kann dir die Fakultät deiner Wahl genau erklären.
Elisabetha hat geschrieben:Es ist ja nun doch noch etwas Zeit hin aber, wie läuft so ein Studium ab und gibt es schöne Lektüre um mich auf das Studium "soft" vorzubereiten?
Was würdet ihr empfehlen?
Das Studium besteht aus einem Kranz von verschiedenen Fächern aus Philosophie und Theologie. Für genauere Informationen würde ich mir die Prüfungsordnung der bevorzugten Fakultät besorgen. Das ist recht umfangreich. Falls du kath. Theologie studieren willst, ist Josephs Ratzingers »Einführung in das Christentum« ein Klassiker.
Elisabetha hat geschrieben:Ist es möglich Theologie mit Schwerpunkt Altes Testament zu studieren? Ich habe schon immer einen ganz starken Drang zum alten Testament und fände es super den Schwerpunkt darauf zu legen!
Du musst grundsätzlich alle Fächer belegen, aber es gibt Gewichtungsmöglichkeiten: Als Exegese-Seminar wählst du dann eben ein AT-Thema. Auch die Abschlussarbeit (Magister, Diplom) kann ein AT-Thema sein. Außerdem kannst du außerhalb der Pflichtfächer soviele AT-Veranstaltungen besuchen, wie du Zeit hast.
Elisabetha hat geschrieben:Naja es ist etwas sehr begeistert - aber ich Träume jetzt schon davon irgendwann meinen Dr. zu machen, grins - es ist grade so ein bissel ein Teenagergefühl - hehe![/quot€]

Wenn man weiß, wie man es bezahlen soll und seine fünf Sinne beisammen hat? Warum nicht?
Elisabetha hat geschrieben:Erstmal muss ich das Abitur gebacken bekommen, aber wie gesagt, so Literaturmäßig würde ich einfach gerne schon losschmökern um die langen knapp 3 Jahre Abizeit zu überstehen!
Das schadet ja auch nichts. Wie gesagt, in Ratzinger kann man sich einlesen, wenn man seine ekklesiologischen Werke liest, kann man auch da schon nichts falsch machen. Neben Monografien sind vielleicht gewöhnliche Lehrbücher eigens für die Uni zusammengestellt anfangs recht hilfreich, um im Selbststudium einen systematischen Überblück zu bekommen. Für dein Lieblingsthema ist Erich Zenger (Hg.), Einleitung in das Alte Testament mittlerweile das Standardwerk. Allerdings ist es inzwischen so umfangreich, dass es eigentlich nur noch als Nachschlagewerk taugt. Keine Bange also, mann muss die 880 S. nicht kennen, um eine Prüfung zu bestehen.

San Marco
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von San Marco » Sonntag 21. April 2013, 19:57

Gehe zur Beratung der theologischen Fakultät und lass dich mal richtig von den Fachleuten informieren.
Griechisch und Hebräisch kannst du am Anfang des Studiums lernen.

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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Elisabetha » Sonntag 21. April 2013, 20:07

Hallo!

Danke für Eure Antworten!

"Lohnt" es sich denn jetzt schon zur Beratung zur theologischen Fakultät zu gehen wenn ich erst mein Abi nachholen muss? Dauert leider ganze 32 Monate lang und ich kann erst im September anfangen da ich derzeit noch einen Fernkurs laufen habe den ich erst beenden muss.

Danke für die Literaturtips Maurus, da schau ich doch mal ob ich mir den Ratzinger mal zur Brust nehme :breitgrins:

Herzliche Grüße
Elisabetha

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Maurus
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Maurus » Sonntag 21. April 2013, 22:12

Elisabetha hat geschrieben:Hallo!

Danke für Eure Antworten!

"Lohnt" es sich denn jetzt schon zur Beratung zur theologischen Fakultät zu gehen wenn ich erst mein Abi nachholen muss? Dauert leider ganze 32 Monate lang und ich kann erst im September anfangen da ich derzeit noch einen Fernkurs laufen habe den ich erst beenden muss.
Naja, es besteht die Gefahr, dass irgendwelche Bildungsbürokraten in den 32 Monaten noch 18 Mal das Studiensystem ändern :roll:. Von daher eilt es nicht. Aber wenn du mit den Sprachen vorher beginnen willst, dann solltest du mal nachhören. Außerdem ist es vielleicht auch eine Motivationshilfe, wenn man weiß, wofür man das Abi nachholt und worauf man sich dann freuen kann.

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Samuel
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Samuel » Sonntag 21. April 2013, 22:59

Hallo Elisabetha,

wenn du gut Englisch kannst und 290€ übrig hast, würde ich dir empfehlen, dir BibleWorks zuzulegen.
Ich hatte im Studium ca. 100 Wörter Hebräisch gelernt (ein Scheinkurs, halt);
inzwischen schaue ich mir die Sonntagslesungen regelmäßig auf Hebräisch an
und kann immer öfter ganze Sätze verstehen!
BibleWorks ist dazu super: Du lässt dir einen Vers auf Hebräisch, Griechisch, Englisch und Deutsch anzeigen,
gehst mit dem Mauszeiger auf ein hebräisches Wort und es erscheint ein Wörterbuchartikel zu dem Wort (allerdings auf Englisch).
Außerdem gibt es ein Vokabel-Lern-Modul, mit dem man Vokabeln (sortiert nach Häufigkeit im AT) lernen und Bibelverse, die (fast) nur aus gelernten Vokabeln bestehen anzeigen kann,
ein Hebräisch-Grammatik-Tutorial...

(Und ein gutes Bibel-Programm zu haben schadet sowieso nie, um Bibelstellen wiederzufinden, die Verwendung bestimmter Wörter an verschiedenen Stellen zu studieren...)

LG Samuel
Zuletzt geändert von Samuel am Sonntag 21. April 2013, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von HeGe » Sonntag 21. April 2013, 23:01

Elisabetha hat geschrieben:Ich lebe in der Nähe von Heidelberg (ca. 1 gute Stunde) und möchte daher dort studieren - vielleicht kann ich auch nach dem Abi oder in absehbarer Zeit danach in Richtung Saarbrücken ziehen und dort studieren. Aber erstmal rechne ich mit Heidelberg und der Theologischen Hochschule dort.
Wenn du von Heidelberg sprichst, heißt das, du meinst evangelische Theologie? An der Uni gibt es jedenfalls keine katholisch-theologische Fakultät, soweit ich weiß.
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Granuaile » Montag 22. April 2013, 06:51

Liebe Elisabetha

Wenn ich deine Texte hier in diesem Strang lese, habe ich den Eindruck, dass du dich noch nicht vertieft mit dem von dir angestrebten Theologiestudium befasst hast. Vielleicht wäre es einfach mal gut, wenn du dir bei einer Theologischen Fakultät eine Studienwegleitung besorgst (im Zeitalter von Internet kann man solches oft herunterladen). Viele deiner Fragen werden darin kompetent beantwortet und du bekommst einen Überblick, was so etwa auf dich zukommt. Dann kannst du noch immer in einem zweiten oder dritten Schritt eine Studienfachberatung oder erfahrene Theologiestudenten oder vielleicht auch deimen Pfarrer (sofern dessen Studium nicht dreissig Jahre zurückliegt) aufsuchen, um Unklarheiten zu klären

Gruss
Granuaile

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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Elisabetha » Montag 22. April 2013, 08:04

HeGe hat geschrieben:
Elisabetha hat geschrieben:Ich lebe in der Nähe von Heidelberg (ca. 1 gute Stunde) und möchte daher dort studieren - vielleicht kann ich auch nach dem Abi oder in absehbarer Zeit danach in Richtung Saarbrücken ziehen und dort studieren. Aber erstmal rechne ich mit Heidelberg und der Theologischen Hochschule dort.
Wenn du von Heidelberg sprichst, heißt das, du meinst evangelische Theologie? An der Uni gibt es jedenfalls keine katholisch-theologische Fakultät, soweit ich weiß.
Mist, du hast recht - da gibt es nur eine Ev. Fakultät in der Uni und eine kath. Pädagogische Hochschule die auch Theologie macht. Aber in den pädagogischen Bereich möchte ich ja nicht, hm.

Was haltet ihr denn von der Katholischen Hochschulgemeinde Hl. Edith Stein in Saarbrücken? Da habe ich gute Kontakte und werde mich demnächst wohl auch ausführlicher beraten lassen.

Vielleicht kann ich bin in 3 Jahren doch in die Ecke ziehen, mal schaun.

@Granuaile - du hast recht soo intensiv habe ich mich damit noch nicht beschäftigt da ich ein Studium für mich Lebensbedingt bisher ausgeschlossen habe. Die Idee ist zwar nicht neu - was den Wunsch angeht. Aber Neu was das Konkretisieren angeht!

Grüße

Elisabetha
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Re: Thema Theologiestudium

Beitrag von Elisabetha » Montag 22. April 2013, 08:12

Grade nochmal nachgeschaut - und auch in meiner Nähe - http://www.theologie.uni-wuerzburg.de/studium/ was haltet Ihr von dieser Uni?

Liebe Grüße

Elisabetha

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Lord Mouton
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Re: Theologiestudium

Beitrag von Lord Mouton » Mittwoch 24. April 2013, 17:41

Weiß jemande, wie das in Bochum ist?
Sind da gute Professoren?
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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Juergen
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Re: Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Mittwoch 24. April 2013, 18:24

Lehrstuhlinhaber in Bochum: http://www.kath.ruhr-uni-bochum.de/lehr ... ex.html.de

Die Namen sagen mir fast alle nix.

Und wenn ich mir die Titel vieler Publikationen angucke… :pfeif:
Gruß
Jürgen

San Marco
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Re: Theologiestudium

Beitrag von San Marco » Mittwoch 24. April 2013, 18:40

Juergen hat geschrieben:Lehrstuhlinhaber in Bochum: http://www.kath.ruhr-uni-bochum.de/lehr ... ex.html.de

Die Namen sagen mir fast alle nix.

Und wenn ich mir die Titel vieler Publikationen angucke… :pfeif:
Zwei kenne ich persönlich. Das reicht mir.

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Elisabetha » Mittwoch 24. April 2013, 23:17

Und Würzburg? Wie sind da so die Meinungen??? :breitgrins:

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Juergen
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Re: Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Donnerstag 25. April 2013, 09:03

Überleg nicht viel, komm einfach nach Paderborn… :pfeif:

Wobei die "Urgesteine" bzw. Professoren, die noch richtige (schräge) "Typen" waren leider nicht mehr da sind. :bedrippelt:
Heutige Professoren sind einfach zu "glatt". :doktor:
Gruß
Jürgen

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Re: Theologiestudium

Beitrag von marcus-cgn » Dienstag 30. April 2013, 15:16

Zu den Anforderungen an die alten Sprachen im Studium:

Wieviel Aufwand steckt denn dahinter?
Samuel schrieb weiter oben etwas von 100 Wörtern Hebräisch. Das klingt zunächst mal nicht viel. Was ist denn der Sinn dieser Sprachübungen? In NRW sagt man, dass selbst das Nachholen von drei Sprachen (inkl. also Latein) kein größeres Problem sei.

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Dienstag 30. April 2013, 19:32

Du mußt unterscheiden zwischen Latinum, Graecum, Hebraicum und den für das Studium ausreichenden fakultätsinternen Sprachnachweisen.

Zu meiner Studienzeit war es so, daß man die fakultätsinternen Scheine in zwei Semestern machen konnen. Wer unbedingt ein staatlich anerkanntes Latinum oder Graecum haben wollte, konnte noch ein Semester dranhängen und dann extern an einer Prüfung teilnehmen. Die staatlichen Prüfungen wurden nicht in der Fakultät abgenommen.

Zeitaufwand (reine Unterrichtseinheiten)
Latein: 2 Semester mit je 5 Stunden pro Woche
Griechisch: 2 Semester mit je 5 Stunden pro Woche
Hebräisch: 2 Semester mit je 3 Stunden pro Woche.

Ergänzungen für die staatliche Prüfung: ein weiteres Semester mit eben so vielen Stunden.

Zu meiner Studienzeit galt an meiner Fakultät folgende Regel:
  • wer zu Studienbeginn noch keine der drei Sprache kann: es mußten nur Latein und Griechisch nachgemacht werden
  • wer zu Studienbeginn ein Latinum hatte: Griechisch mußte nachgemacht werden, von Hebräisch konnte eine Befreiung beantragt werden
  • wer zu Studienbeginn Latein und Griechisch konnte: Hebräisch mußte nachgemacht werden (Ausnahme: Abitur wurde im 2. Bildungsweg im Clementinum erworben. In dem Fall konnte eine Befreiung vom Hebräischschein beantragt werden.)
Für das Studium notwendig ist Hebräisch nicht; Griechisch ist für NT ganz hilfreich, Latein ist für's Kirchenrecht recht nützlich. :tuete: Und wer Priester werden will, der braucht die Sprachen später sowieso niemals. :tuete:
Gruß
Jürgen

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Re: Theologiestudium

Beitrag von marcus-cgn » Dienstag 7. Mai 2013, 16:54

Juergen hat geschrieben:Du mußt unterscheiden zwischen Latinum, Graecum, Hebraicum und den für das Studium ausreichenden fakultätsinternen Sprachnachweisen.

Zu meiner Studienzeit war es so, daß man die fakultätsinternen Scheine in zwei Semestern machen konnen. Wer unbedingt ein staatlich anerkanntes Latinum oder Graecum haben wollte, konnte noch ein Semester dranhängen und dann extern an einer Prüfung teilnehmen. Die staatlichen Prüfungen wurden nicht in der Fakultät abgenommen.

Zeitaufwand (reine Unterrichtseinheiten)
Latein: 2 Semester mit je 5 Stunden pro Woche
Griechisch: 2 Semester mit je 5 Stunden pro Woche
Hebräisch: 2 Semester mit je 3 Stunden pro Woche.

Ergänzungen für die staatliche Prüfung: ein weiteres Semester mit eben so vielen Stunden.

Zu meiner Studienzeit galt an meiner Fakultät folgende Regel:
  • wer zu Studienbeginn noch keine der drei Sprache kann: es mußten nur Latein und Griechisch nachgemacht werden
  • wer zu Studienbeginn ein Latinum hatte: Griechisch mußte nachgemacht werden, von Hebräisch konnte eine Befreiung beantragt werden
  • wer zu Studienbeginn Latein und Griechisch konnte: Hebräisch mußte nachgemacht werden (Ausnahme: Abitur wurde im 2. Bildungsweg im Clementinum erworben. In dem Fall konnte eine Befreiung vom Hebräischschein beantragt werden.)
Für das Studium notwendig ist Hebräisch nicht; Griechisch ist für NT ganz hilfreich, Latein ist für's Kirchenrecht recht nützlich. :tuete: Und wer Priester werden will, der braucht die Sprachen später sowieso niemals. :tuete:
Im Grunde sehe ich das alles genauso, allerdings scheint neuerdings an einigen Fakultäten das Hebräische wieder zur Pflicht für alle zu werden...d.h. dann unter Umständen drei alte Sprache nachholen.

Allerdings redest Du ein wenig zu lakonisch vom "Latinum nachholen", für Thelologie (ohne Lehramt) braucht man dass nicht, allerdings würde dass auch kaum einer freiwillig machen, denn die Prüfungen (beim Bezirk) sind doch sehr schwierig :bedrippelt:

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Dienstag 7. Mai 2013, 18:48

Hebräisch als Pflichtkurs :auweia:
Ich habe den Fakultätskurs "just for fun" mal ein Semester lang mitgemacht und dann aufgehört, weil es dann zu zeitintensiv wurde, wenn man am Ball bleiben wollte/mußte. Dagegen ist Griechisch "Pille-palle".
Gruß
Jürgen

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Thomas Morus » Mittwoch 8. Mai 2013, 09:59

Also ich kann hier nur für mich sprechen.
Ich habe einen Hebraicumskurs in den Ferien gemacht und erfolgreich abgeschlossen, das war machbar (mit drei kleinen Kindern). Latinum hatte ich schon. Dann habe ich den in Ffm benötigten Bibelgriechisch-Kurs absolviert, das war relativ leicht. Hängt natürlich davon ab, wie sehr einem Sprachen liegen oder nicht. Aber das war alles hochschulintern. Griechisch braucht man auch für die NT-Exegese-Prüfung, dort muß man tatsächlich griechsich lesen und übersetzen. Im AT kann man sich aussuchen, ob man hebräisch lesen und übersezten möchte, oder lieber gleich die Einheitsübersetzung nimmt.
Mit meinem Schwerpunkt Kirchengeshcichte war Latein das, was ich am meisten brauchte.
Außerdem wurde die Promotionsordnung in St Georgen so verändert, daß wieder ein Hebraicum erforderlich ist.
Wer griechisch und hebräisch lernen muß, darf sich schwerpunktmäßig auf griechisch stürzen und sich in hebräisch mit der Einführung in die hebr. Sprache begnügen. Aber das wußte ich ja nicht, als ich da etwas blauäugig reingeschlittert bin.

Gruß
TM
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Re: Theologiestudium

Beitrag von Peregrin » Donnerstag 9. Mai 2013, 11:53

Thomas Morus hat geschrieben: Im AT kann man sich aussuchen, ob man hebräisch lesen und übersezten möchte, oder lieber gleich die Einheitsübersetzung nimmt.
Bringen diese Alternativen gleiche ECTS-Punkte?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Thomas Morus » Donnerstag 9. Mai 2013, 14:43

Was sind ECTS-Punkte?
Eine bessere Note gibt es mit hebräischer Lektüre, falls du das meinst.
Qui Mariam absolvisti, et latronem exaudisti, mihi quoque spem dedisti.

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Donnerstag 9. Mai 2013, 14:50

ECTS-Punkte sind diese "credit points", die es in den modernen Bätschälärstudiengängän gibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/European_C ... fer_System
Gruß
Jürgen

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Dr. C. Ecclesiastes » Donnerstag 9. Mai 2013, 18:20

Was meint Jürgen mit "schräge Typen"?

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Juergen » Donnerstag 9. Mai 2013, 22:34

Dr. C. Ecclesiastes hat geschrieben:Was meint Jürgen mit "schräge Typen"?
So Typen, die mindestens 1% so schräg sind wie Du.
Gruß
Jürgen

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Re: Theologiestudium

Beitrag von marcus-cgn » Donnerstag 16. Mai 2013, 16:07

Juergen hat geschrieben:Hebräisch als Pflichtkurs :auweia:
In Bonn ist das so.
Für alle, auch für die, die Latein nachholen müssen. Allerdings dauert der erste Teil - als Ferienkurs - ca. 4 Wochen (Doppelstunde a 4 Tage), so dass wohl nicht sooo viel gemacht werden kann :tuete:

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Niels » Sonnabend 29. Juni 2013, 16:55

Bernado hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Gustav-Siewerth-Akdemie
http://www.siewerth-akademie.de/
Gustav Siewert ist sehr gut - aber gerade Theologie kann man da nur im Nebenfach zu "Familienwissenschaften" oder so was ähnlichem studieren. Ist wohl eher was für ein Auswärtssemester.

Während in Deutschland (mit Ausnahme vielleicht des Hausstudiums von Mariawald) derzeit wenig Hoffnungsvolles zu sehen ist, scheint sich in Rom einiges zu bessern. Sowohl vom Angelicum der Dominikaner als auch vom Nordamerikanischen Kolleg hört man in letzter Zeit viel Positives. Beide nehmen in gewissem Umfang auch Gäste auf - wenn man einen geeigneten Türöffner findet.
Gerade gelesen...

"Ministerin entzieht Gustav-Siewerth-Akademie staatliche Anerkennung": http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten ... 19767.html
:glubsch:
Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Re: Theologiestudium

Beitrag von umusungu » Sonnabend 29. Juni 2013, 17:12

bei 9 Studenten hat diese "Hochschule" ja eine ungeahnte Breitenwirkung ......

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Re: Theologiestudium

Beitrag von Niels » Sonnabend 29. Juni 2013, 17:31

mombasa hat geschrieben:bei 9 Studenten hat diese "Hochschule" ja eine ungeahnte Breitenwirkung ......
Ich "liebe" Deine "qualifizierten" Beiträge... :ikb_holiday:
Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Re: Gute Orte für das Theologiestudium?

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 29. Juni 2013, 17:31

Niels hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Gustav-Siewerth-Akdemie
http://www.siewerth-akademie.de/
Gustav Siewert ist sehr gut - aber gerade Theologie kann man da nur im Nebenfach zu "Familienwissenschaften" oder so was ähnlichem studieren. Ist wohl eher was für ein Auswärtssemester.

Während in Deutschland (mit Ausnahme vielleicht des Hausstudiums von Mariawald) derzeit wenig Hoffnungsvolles zu sehen ist, scheint sich in Rom einiges zu bessern. Sowohl vom Angelicum der Dominikaner als auch vom Nordamerikanischen Kolleg hört man in letzter Zeit viel Positives. Beide nehmen in gewissem Umfang auch Gäste auf - wenn man einen geeigneten Türöffner findet.
Gerade gelesen...

"Ministerin entzieht Gustav-Siewerth-Akademie staatliche Anerkennung": http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten ... 19767.html
:glubsch:
Da werde ich wohl mal Graf Brandenstein-Zeppelin fragen, ob er genaueres weiß. - Tatsache ist, dass er - vor einigen Jahren von Bierbronnen weg wollte, Richtung Regensburg, wenn ich es richtig weiß. Vielleicht tut sich da ja wirklich was und es wird die Akademie anders aufgebaut.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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